In dieser Andacht beleuchtet Rabea Kramp Psalm 69, Verse 5-35, und dessen messianische Bedeutung. Sie zieht Parallelen zwischen Davids Leiden und der Passion Jesu, der ohne Ursache gehasst wurde und dessen Herz am Kreuz zerbrach. Die Predigt betont Gottes Bereitschaft zur Vergebung und die Bedeutung eines geistlichen Opfers, das von Herzen kommt, und ermutigt dazu, Gottes Gnade und Barmherzigkeit in Anspruch zu nehmen.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 69:5-69:35
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute lesen wir zusammen die Seite 622 und dort den Psalm 69, den wir gestern angefangen haben. Und bevor wir uns in Gottes Wort vertiefen, wollen wir gemeinsam beten.
[0:48] Lieber Herr Jesus, du bist mächtig, du bist stark, du bist gerecht. Vor allem du bist gütig, warmherzig und du bist uns nah an jedem einzelnen Tag, in jeder einzelnen Minute. Wir wollen dich bitten, dass du jetzt uns auch in deinem Wort da bist und so sprichst, wenn wir das lesen. Amen.
[1:16] Wir haben gestern den Beginn von Psalm 69 gelesen, wo beschrieben wird, wie einem das Wasser bis zum Halse steht, wie man in Sünden versunken ist. Und es geht weiter mit Vers 5: "Die mich ohne Ursache hassen, sind zahlreicher als die Haare auf meinem Haupt. Die mich verderben wollen, sind mächtig, die ohne Grund mir Feind sind. Was ich nicht geraubt habe, das soll ich erstatten."
[1:46] Wir haben hier mit Psalm 69 wieder einen messianischen Psalm. Und ihr werdet merken, dass einige Verse ganz, ganz deutlich von Jesus sprechen. Und Vers 5 ist so ein Psalm. Jesus wurde ohne Ursache gehasst. Er hatte keine Sünde, er hat niemandem etwas Böses getan, aber er wurde angefeindet und er sollte erstatten, was er nicht geraubt hat. Der Einzige, der hier auf der Erde raubt, das ist der Satan, der Gott seine Geschöpfe raubt.
[2:18] Vers 6: "Du kennst meine Torheit und meine Verschuldungen sind dir nicht verborgen. Dass nicht zuschanden werden an mir, die auf dich hoffen, o Herr, o Herrscher HERR. Lass nicht meinetwegen beschämt werden, die dich suchen, du Gott Israels."
[2:38] Vielleicht ist es euch auch schon mal so gegangen, dass wenn ihr eine Sünde getan habt, dass ihr gehofft habt, dass dieser Einfluss, dieser schlechte Einfluss nicht auf andere überschwappt oder dass andere nicht durch euer schlechtes Beispiel behindert werden, Gott anzunehmen oder Gott lieb zu haben. Und das ist auch Davids Wunsch. David hat auch solche großen, öffentlichen, schlechten Sünden begangen in seinem Leben. Und das hat natürlich einen schlechten Einfluss gehabt auf seine Söhne zum Beispiel, sicher auch auf andere Menschen. Und es ist leider so, dass das, was wir tun, ob es gut oder schlecht ist, das nicht ohne Einfluss ist.
[3:23] Und wir müssen beten, dass wenn uns so etwas passiert ist, dass es nicht andere mitreißt in den Tod. Denn: "Nun, deinet Willen trage ich Schmach und Schande, bedeckt mein Angesicht. Entfremdet bin ich meinen Brüdern und ein Fremder geworden den Söhnen meiner Mutter. Denn der Eifer um dein Haus hat mich sehr verzehrt, und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen."
[3:54] "Als meine Seele fastete und weinte, wurde ich deshalb beschimpft." So ging es Jesus. Er wurde beschimpft, er wurde geschmäht. Er hat ja vieles auf sich nehmen müssen. Er hat viel gefastet, er hat viel gebetet, war eng mit Gott verbunden und trotzdem war oft auch einsam, von Menschen verlassen, aber nie von Gott.
[4:20] Vers 12: "Und als ich mich mit Sack kleidete, haben sie mich zum Sprichwort gemacht. Die im Tor sitzen, schwätzen von mir, und die Zecher singen von mir beim Saitenspiel." Die Zecher sind die, die sich betrinken, die bei Alkohol über andere spöttisch reden. Und die im Tor sitzen, die schwätzen. Viele Menschen haben von Jesus schlecht gedacht, haben von Jesus schlecht geredet, haben sich schuldig gemacht in dieser Sache.
[4:52] Vers 14 ist aber die Wende: "Ich aber bete zu dir, o HERR, zur angenehmen Zeit. Gott, nach deiner großen Gnade erhöre mich mit deiner treuen Hilfe." Wenn alles nichts hilft, wenn wir von allen verlassen sind, dann gibt es doch Gott, der an unserer Seite ist und uns hilft. "Reiße mich aus dem Schlamm, dass ich nicht versinke." Das erinnert uns an Sacharja 3, wo der Holzscheit aus dem Feuer geholt wird von Jesus. "Lass mich Rettung finden vor denen, die mich hassen, und aus den Wassertiefen. Dass mich die Wasserflut nicht überströmt und mich die Tiefe nicht verschlingt, noch die Grube sich über mir schließt. Erhöre mich, HERR, denn deine Gnade ist freundlich. Wende dich zu mir nach deiner großen Barmherzigkeit." Gott rettet, Gott rettet in unmöglichen Situationen. Vielleicht hast du das schon selber in deinem Leben erlebt, wenn die Grube sich droht zu schließen, wenn alles scheinbar dem Ende zugeht, wenn kein Licht am Ende des dunklen Tunnels ist, dann gibt Gott Hoffnung und Gnade und Barmherzigkeit. "Und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knecht, denn ich bin in Not. Erhöre mich eilends! Nahe dich meiner Seele, erlöse sie! Um meiner Feinde willen befreie mich!"
[6:22] Wir haben schon in den Psalmen 68 und 69 gesehen, wie einige Ideen von Jesaja später aufgegriffen werden. Und auch dieser Vers 19, den finden wir auch in Jesaja Buch wieder, in Jesaja 46 und dort Vers 13, wo es heißt: "Ich habe meine Gerechtigkeit nahe gebracht, sie ist nicht fern, und meine Rettung lässt nicht auf sich warten. Ich will in Zion Rettung geben und für Israel meine Herrlichkeit."
[7:01] Wenn wir um Vergebung flehen, wenn wir im Sündenschlamm stecken und dafür beten, dass Gott uns davon frei macht und uns befreit, dann wird dieses Gebet sehr schnell erhört. Nicht umsonst betet David hier: "Erhöre mich eilends!" Und das ist ein Gebet, was Gott immer und sofort erhört. Und das dürfen wir wissen und das dürfen wir gewiss sein. Und es ist dann auch nicht angebracht, zu fragen, ob Gott dann wirklich auch vergeben hat. Gott vergibt gerne, Gott kann es kaum erwarten, uns zu vergeben. Nur wir nehmen diese Vergebung viel zu selten in Anspruch. Wir dürfen länger noch traurig sein über unsere Sünde, aber wir dürfen nicht zweifeln daran, dass Gott uns vergibt.
[7:46] Vers 20: "Du weißt um meine Schmach, um meine Schande und Beschimpfung. Meine Widersacher sind alle vor dir. Die Schmach hat mein Herz gebrochen, und ich bin elend. Ich warte auf Mitleid, aber da war keines, und auf Tröster, aber ich fand sie nicht." Jesus am Kreuz und sein Herz zerbrach. Er starb nicht an den Folgen der Kreuzigung, nein, er starb daran, dass die Sünde der ganzen Welt, die auf ihm lag, ihm das Herz gebrochen hat. Er war elend, und es war niemand da, der Mitleid mit ihm hatte, der ihm Beistand, der sein Trost war. Er war allein. Er hat sogar gedacht, dass Gott ihn verlassen hat, aber Gott war in der Dunkelheit verhüllt. "Und sie gaben mir Galle zur Speise, und Essig zu trinken in meinem Durst." "Ihr Tisch vor ihnen soll zur Schlinge werden und zum Fallstrick den Sorglosen. Ihre Augen sollen finster werden, dass sie nicht mehr sehen, und ihre Lenden sollen alle Zeit wanken. Gieße deinen Grimm über sie aus, und die Glut deines Zorns erfasse sie. Ihre Wohnstätte soll verwüstet werden, und in ihren Zelten wohne niemand mehr. Denn sie verfolgen den, welchen du geschlagen hast, und haben sich unterhalten über die Schmerzen deiner Verwundeten." Auch wieder ein Vers, der ganz klar auf Jesus zeigt. Jesus, der Hirte, der geschlagen wird. Diese Idee finden wir auch in der Bibel. Und die Verwundeten dürfen auch übersetzt werden mit "Durchbohrten". Jesus, dem seine Hände und Füße durchbohrt wurden. "Füge Schuld zu ihrer Schuld und lasse sie nicht zu deiner Gerechtigkeit gelangen. Tilge sie aus dem Buch des Lebens. Sie sollen nicht eingeschrieben sein mit den Gerechten." Das ist das, was passiert mit denen, die Gott nicht gehorchen, die Gott ja bis zum Ende ihres Lebens widerspenstig und rebellisch entgegentreten. Aber es gab auch Menschen am Kreuz, die Jesus Schmerzen zugefügt haben, die sich dennoch bekehrt haben. Denken wir nur an den Hauptmann. Für niemanden ist die Hoffnung vergebens. Jeder kann erlöst werden, aber es ist die Frage, wer die Erlösung annimmt.
[10:11] Vers 30: "Ich aber bin elend und voller Schmerzen." Das war Jesus auch. "Deine Rettung, Gott, berge mich in der Höhe. Ich will den Namen Gottes loben mit einem Lied und ihn erheben mit Dank. Das wird dem HERRN angenehmer sein als ein Stier, als ein Jungstier, der Hörner und gespaltene Hufe hat." Gott hat lieber ein geistliches Opfer, ein geistliches Lied in diesem Fall, als ein Tieropfer. Denn wenn Gott unsere Herzen hat, wenn wir von Herzen Gott dienen, dann ist das das bessere Opfer. "Wenn das die Elenden sehen, werden sie sich freuen. Ihr, die ihr Gott sucht, euer Herz soll aufleben." Alle, die Gott suchen, die erleben diese Lebensveränderung, dieses Herz, was auflebt. "Denn der HERR hört auf die Armen und verachtet seine Gefangenen nicht. Himmel und Erde soll ihn rühmen, die Meere und alles, was sich in ihnen regt." Eine kleine Erinnerung an die erste Engelsbotschaft. Lasst uns gemeinsam beten.
[11:19] Lieber Herr Jesus, dieser Psalm 69 erinnert uns, was du am Kreuz für uns getan hast, wie viel Schmerz du getragen hast, wie viel Schmach du duldet hast und was du auf dich genommen hast, um uns zu erlösen. Wir danken dir dafür, und wir werden in Ewigkeit nicht begreifen, wie groß die Liebe ist, die du für uns hast, dass du so etwas für uns getan hast. In deinem Namen. Amen.
[11:46] [Musik]
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