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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp die Psalmen 73 und 74, die von Asaf verfasst wurden. Sie geht der Frage nach, warum es den Gottlosen oft gut geht, während die Gerechten leiden, und wie Asaf im Heiligtum Gottes die Antwort auf diese scheinbare Ungerechtigkeit findet. Das Video betont die zentrale Rolle des Heiligtums für das Verständnis von Gottes Gerechtigkeit, seinem Erlösungsplan und der Wiederkunft Christi.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] [Musik] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute lesen wir zusammen die Seite 625 und beginnen den Psalm 73 und auch Psalm 74. Und davor wollen wir zusammen beten.

[0:46] Lieber Gott im Himmel, wir danken dir, dass du uns mit deiner Gnade umgibst, dass du uns kennst, unser Herz wirklich auch erforscht und dass dein Heiliger Geist an uns wirkt. Herr, wir möchten dich bitten, dass unsere Erlösung ganz fest eingeschrieben ist in deinem Buch und dass du sie nie wieder auslöschen wirst, dass wir dir treu bleiben. Amen.

[1:13] Wir beginnen in Psalm 73, Vers 1 und beginnen gleichzeitig das dritte Buch der Psalmen. Wir haben ja einen sehr bekannten, sehr berühmten Psalm, verfasst von Asaf.
[1:28] "Nur gut ist Gott gegen Israel, gegen die, welche reinen Herzens sind. Ich habe fast wäre ich gestrauchelt mit meinen Füßen, vielleicht hätte ich einen Fehltritt getan."

[1:42] Uns geht es auch so, dass wir manchmal ganz leicht in Sünden hineintappen, dass wir Dinge tun, die unüberlegt sind, dass wir uns verleiten lassen, und Gott weiß das. Und das Einzige, was uns hilft, ist, dass wir immer wieder jeden Tag uns Gott wirklich nahen, dass wir Gott an unserer Seite herbeibeten und dass die Engel uns leiten und bewahren und der Heilige Geist in unser Herz spricht.

[2:16] Vers 3: "Denn ich beneidete die Übermütigen, als ich das Wohlergehen der Gottlosen sah. Denn sie leiden keine Qual bis zu ihrem Tod, und ihr Leib ist wohlgenährt. Sie leben nicht in der Not der Sterblichen und sind nicht geplagt wie andere Menschen. Darum ist Hochmut ihr Halsschmuck, und Gewalttat ist das Gewand, das sie umhüllt. Ihr Gesicht strotzt von Fett. Sie bilden sich sehr viel ein. Sie hören und reden boshaft von Bedrückung. Hochfahrend reden sie. Sie reden, als käme es vom Himmel. Sie sagen: Was sie sagen, muss gelten auf Erden. Darum wendet sich auch sein Volk ihnen zu, und es wird von ihnen viel Wasser aufgesogen. Und sie sagen: Wie sollte Gott es wissen? Hat denn der Höchste Kenntnis davon? Siehe, das sind die Gottlosen, denen geht es immer gut, und sie werden reich. Ganz umsonst habe ich mein Herz rein erhalten und meine Hände in Unschuld gewaschen. Denn ich bin den ganzen Tag geplagt worden, und meine Züchtigung war jeden Morgen da. Wenn ich gesagt hätte: Ich will ebenso reden, siehe, so hätte ich treulos gehandelt am Geschlecht deiner Söhne. So sann ich nach, um dies zu verstehen, aber es war vergebliche Mühe in meinen Augen."

[3:38] Eine sehr interessante Gedankenbeschreibung, die der Asaf uns hier mitteilt, an der er uns teilhaben lässt: seine Gedanken darüber, wie es sein kann, dass die, die ganz offensichtlich nicht Gottes Kinder sind, trotzdem Segen erleben können, wie sie wohlhabend und fett werden, wie sie alles genießen können, wie sie sich auch keine Gedanken machen über ihr Ende, und wie sie so über Gott reden und trotzdem geht es ihnen gut. Und er selber, der Gott gehorcht, der ein Gotteskind ist, er lebt nicht diese Sachen, erlebt nicht den Überfluss und bildet sich ein, nicht in so einem Segen zu leben wie die Gottlosen. Und der Asaf versucht das zu verstehen: Warum ist das so, dass Gott es sowohl auf die Gottlosen regnen lässt als auch auf die Gotteskinder? Und uns selber geht es doch genauso in unserem Leben, dass wir uns denken: Warum ist es so, dass die Leute, die Gott nicht folgen, die Menschen, die Gott ablehnen, dass es denen doch gut geht und mir vielleicht nicht, der ich doch nachfolge?

[4:56] Der Schlüsselvers, und das ist das, wo Asaf verstanden hat, wie es so sein kann, warum es sich so verhält, den finden wir in Vers 17. Da heißt es: "Bis ich in das Heiligtum Gottes ging und auf ihr Ende Acht gab."

[5:15] Der Schlüssel zum Ganzen, der Schlüssel, wie wir das verstehen können, dass diese, dass das so ist, was Asaf hier im ganzen Anfang des Psalms beschreibt, der Schlüssel liegt im Heiligtum. Erst im Heiligtum hat Asaf verstanden, warum Gott so handelt, wie er handelt.

[5:37] Vers 18: "Fürwahr, du stellst sie auf schlüpfrigem Boden. Du lässt sie fallen, dass sie in Trümmer sinken. Wie sind sie so plötzlich verwüstet worden? Sie sind untergegangen und haben ein Ende mit Schrecken genommen. Wie man einen Traum nach dem Erwachen verschmäht, so wirst du, Herr, wenn du dich aufmachst, ihr Bild verschmähen."

[6:01] Gott richtet im Heiligtum. Diesen Gedanken haben wir schon ganz oft in den Psalmen gelesen. Im Heiligtum ist der Dreh- und Angelpunkt des Universums. Dort wird die Geschichte der Welt und des Universums gemacht. Und auch wenn wir hier auf Erden mit unserer begrenzten Sicht Dinge als ungerecht empfinden mögen, dann hat Gott doch alles in der Hand. Er sitzt im Heiligtum, er faltet und verwaltet alles. Er sieht jedes Recht und Unrecht, das getan wird, und er wird jede Tat in ein Gericht bringen.

[6:36] Gott wird sich aufmachen. Wir lesen den Vers 20. Und mit diesem Aufmachen, da ist die Wiederkunft gemeint. Wenn Gott wiederkommt, dann wird er das Gericht vollziehen.

[6:50] Vers 21: "Als mein Herz verbittert war und ich in meinen Nieren das Stechen fühlte, da war ich töricht und verstand nichts. Ich verhielt mich wie ein Vieh gegen dich."

[7:02] Verbitterung kann in unserem Leben körperliche Krankheit nach sich ziehen. Wenn der Geist krank ist, dann ist der Körper manchmal in Mitleidenschaft gezogen, dann werden wir auch körperlich krank. Und es ist einfach nicht angebracht, dass wir auf gottlose Menschen schauen, sie beneiden und uns ärgern, dass es uns nicht so gut geht, weil am Ende sind wir nur bitter und ja, neidisch, und das ist keine gute Eigenschaft für Gottes Kinder.

[7:36] Vers 22: "Da war ich töricht und verstand nichts. Ich verhielt mich wie ein Vieh gegen dich." Also wie jemand, der nicht ganz verkehrt verstand.
[7:46] "Und dennoch bleibe ich stets bei dir. Du hältst mich bei meiner rechten Hand. Du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich danach in Herrlichkeit auf." Das ist der Kontrast. Die Gottlosen vergehen, aber ich als Gottes Kind werde in die Herrlichkeit aufgenommen.

[8:04] "Wen habe ich im Himmel außer dir? Und neben dir begehre ich nichts auf Erden. Wenn mir auch Leib und Seele vergehen, so bleibe doch Gott ewiglich meines Herzens Fels und mein Teil. Denn siehe, die fern von dir sind, gehen ins Verderben. Du vertilgst alle, die dir hurerisch die Treue brechen. Mir aber ist die Nähe Gottes köstlich. Ich habe Gott, den Herrn, zu meiner Zuflucht gemacht, um alle deine Werke zu verkündigen."

[8:40] So geht es aus, und es hat Asaf verstanden, als er das Heiligtum verstanden hat, dass die Ungerechten vergehen werden bei der Wiederkunft, und die Gerechten werden in den Himmel aufgenommen werden. Gott wird richten, und Gott wird Gerechtigkeit sprechen. Auf der Erde ist diese Gerechtigkeit nicht immer sofort sichtbar. Die Bibel sagt, dass Spreu und Weizen eine ganze Weile nebeneinander wachsen müssen, bis ganz deutlich wird, was was ist. Denn nicht nur Gott oder der Himmel soll das Gericht verstehen, sondern auch wir Menschen müssen sehen, wer gerecht ist und wer ungerecht, und dazu muss manchmal eine Zeit vergehen, um das zu offenbaren.

[9:30] Psalm 74, ein Maskil von Asaf: "Gott, warum hast du uns verworfen für immer? Warum raucht dein Zorn gegen die Schafe deiner Weide? Gedenke an deine Gemeinde, die du vor Zeiten erworben hast, an den Stamm deines Erbteils, den du erlöst hast, an den Berg Zion, auf dem du Wohnung genommen hast."

[9:58] Wir werden diesen Psalm morgen noch ein bisschen genauer anschauen und anschauen, von welcher prophetischen Zeit dieser Psalm spricht. Aber wir wollen den Gedanken mitnehmen, dass Gott auf dem Berg Zion Wohnung genommen hat. Gott wird aus seiner Wohnung im Himmel aufbrechen und Wohnung auf der Erde nehmen. Nach den 1000 Jahren wird Gott mit uns wohnen. Immanuel wird mit uns sein.

[10:27] Wir können dem Heiligtum gar nicht genug Bedeutung beimessen. Wir können uns gar nicht genug vertiefen in dieses wunderbare Konstrukt, in diese großartige Idee, was Gott mit dem Heiligtum ausdrücken möchte, dass der ganze Erlösungsplan im Heiligtum begründet liegt. Ich möchte euch ermutigen, dass ihr immer wieder euch im Gedanken ins Heiligtum begebt und es versucht, mehr zu verstehen, denn auch im Himmel wird das Heiligtum noch eine Bedeutung für uns haben.

[11:00] Lasst uns beten. Lieber Herr Jesus, du hast das Heiligtum so großartig konzipiert, um uns verständlich zu machen, wie deine Erlösung und dein Heil zu erlangen ist. Das Heiligtum ist der Ort, wo du richtest. Es ist der Ort, wo du für uns Fürsprache hältst, und es ist der Ort, wo das Gesetz liegt, wo deine Gerechtigkeit offenbar wird. Herr, lass uns öfter an das Heiligtum denken, daraus leben und davon erzählen und davon, dass wir dafür danken. Mit dir. Amen.


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