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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Andacht zur Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp die Psalmen 77 und 78. Sie spricht über Gottes mächtiges Wirken in der Vergangenheit, insbesondere den Exodus, und wie der Psalmist Asaf die Bedeutung der Weitergabe des Glaubens an nachfolgende Generationen betont. Trotz Gottes unermüdlicher Fürsorge und Segnungen, wie dem Manna in der Wüste, zeigt der Text auch die menschliche Neigung zum Unglauben und zur Klage auf. Die Andacht schließt mit der Ermutigung, Gottes Güte und Liebe anzuerkennen und ihm von Herzen zu dienen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute lesen wir zusammen die Seite 628, das Ende von Psalm 77 und den Anfang von Psalm 78, der ein sehr langer und sehr interessanter und sehr schöner Psalm ist. Und bevor wir in das Wort Gottes einsteigen, möchten wir gemeinsam beten. Lieber Gott, danke, dass du für uns da bist. Danke, dass du uns nie alleine lässt, dass wir wissen dürfen, du bist immer um uns, auch wenn wir es nicht spüren dürfen, diese Gewissheit haben. So bitten wir das auch heute. Amen.

[1:13] Wir haben in Psalm 77 von einem Psalmisten gelesen, der Gott fragt: "Gott, wo bist du? Gott, warum lässt deine Barmherzigkeit auf sich warten? Wo ist deine Gnade?" Und als der Psalmist nachgedacht hat über Gott und über die Vergangenheit, über alte Zeiten, hat er gefunden, dass Gott in der Vergangenheit immer mächtig gewirkt hat, seine Barmherzigkeit in Fülle ausgeschüttet hat. Und diese Erinnerung an die Vergangenheit, an die wollen wir anknüpfen. In Vers 17: "Als dich, oh Gott, die Wasser sahen, als sich die Wasser sahen, da bebten sie ja. Das Meer wurde aufgeregt. Er spricht hier vom Exodus, vom Roten Meer. Die Wolken gossen Wasser aus, es donnerte im Gewölk, und deine Pfeile fuhren daher. Eine Donnerstimme erschallte im Wirbelwind. Blitze erhellten den Erdkreis, die Erde bebte und zitterte. Dein Weg führte durch das Meer und den Pfad durch gewaltige Fluten, und deine Fußstapfen waren nicht zu erkennen. Du führst dein Volk wie eine Herde durch die Hand von Mose und Aaron." Deine Fußstapfen waren nicht zu erkennen und doch waren sie da, denn Gott ist vor ihnen hergegangen durch dieses Rote Meer. Was für eine schöne Allegorie für unser eigenes Leben. Wir können Gottes Fußstapfen nicht erkennen, die vor uns gehen, und doch treten wir in seinen Spuren, denn wir gehen ja in seinen Wegen und wandeln in den Werken, die Gott zuvor bereitet hat. Wir können sie nicht sehen, aber wir können sie erfahren, und je mehr wir darin wandeln, umso ähnlicher werden wir Gott.

[3:06] Psalm 78, 1. Ein Maskil von Asaf. "Höre, mein Volk, meine Lehre, neigt eure Ohren zu den Reden meines Mundes. Ich will meinen Mund zu einer Gleichnisrede öffnen, will Rätsel vortragen aus alter Zeit." Dieses Wort Gleichnisrede erinnert uns sofort an Jesus, der auch so viele Gleichnisse erzählt hat. Und Gleichnisse waren keine Erfindung des Neuen Testamentes, sondern wie wir sehen, schon eine ganz alte Methodik, mit der Gott den Menschen die Dinge, die komplexen Dinge des Universums erklärt hat. "Was wir gehört und gelernt haben und was unsere Väter uns erzählt haben, das wollen wir ihren Kindern nicht vorenthalten, sondern den Ruhm des Herrn erzählen, dem späteren Geschlecht, seine Macht und seine Wunder, die er getan hat. Denn er hat ein Zeugnis aufgerichtet in Jakob und ein Gesetz gegeben in Israel und gebot unseren Vätern, es ihren Kindern zu verkünden, damit das spätere Geschlecht es wisse, die Kinder, die noch geboren werden sollten, damit auch sie aufstünden und es ihren Kindern erzählten." Dieser ganze Abschnitt erinnert uns sehr stark an 5. Mose 6, wo es auch darum geht, dass man sich die wichtigen Dinge des Gesetzes Gottes auf Quasten binden soll, sie auf der Stirn tragen soll, auf dem Gewand. Aber noch viel wichtiger: diese Dinge der nächsten Generation weiterzugeben, die Kinder im Glauben zu erziehen und den Kindern das weiterzugeben, was man mit Gott erlebt hat, welche Werte Gott vermittelt. Und genau das finden wir hier in diesen Psalmen wieder. Asaf, das muss man wirklich sagen, und das fällt sehr auf, in dem zweiten Psalm hatte er ein Lieblingsthema, und das war der Exodus. Das war der Pfad durch die Wüste, durch Mose. Dies führt er aber immer wieder an als Argumente, als Beweisführung, wie mächtig Gott ist. Ein sehr interessanter Zusammenhang, dass der Asaf sein Lieblingsthema hat.

[5:20] Vers 7: "Damit diese auf Gott ihr Vertrauen setzen, nämlich die Kinder, und die Taten Gottes nicht vergessen und seine Gebote befolgten und nicht würden wie ihre Väter, ein trotziges und widerspenstiges Geschlecht, ein Geschlecht, das kein festes Herz hatte und dessen Geist nicht treu war gegen Gott."

[5:42] Ja, es ist eine herausfordernde Sache, das von Generation zu Generation zu Generation die Werte und der Glaube tradiert werden. Und dass am Ende nicht einfach nur eine Tradition übrig bleibt, so wie es ja leider häufig der Fall ist, dass man Dinge tut, weil man sie tut und gar nicht mehr weiß, warum man sie tut, sondern dass jede Generation neu eine echte, tiefe Verbindung mit Gott aufbaut, erweckt ist, wiedergeboren und wirklich ja, ein lebendiges Glaubensleben führt. Darin besteht die große Herausforderung.

[6:21] Vers 9: "Die Söhne Efraims waren die gerüsteten Bogenschützen, die sich umwenden am Tag der Schlacht." Der Bogen war im alten Orient eines der wichtigsten, eine der wichtigsten Kriegswaffen. Und wenn wir davon lesen, dass die Söhne Efraims sich umwenden in der Schlacht, dann ist das quasi ein Überlaufen, eine Sabotage, einen Seitenwechsel. Und so hat Gott es empfunden, wenn seine Kinder ihm den Rücken kehren und quasi dann mit dem Feind mitgehen und sich vom Bösen leiten lassen, dann kämpfen sie nicht mehr in der Armee Gottes, sondern im Namen des Bösen. "Sie bewahrten den Bund Gottes nicht und weigerten sich, nach seinem Gesetz zu wandeln, und sie vergessen seine Taten und seine Wunder, die er sie hatte sehen lassen." Also genau das Gegenteil von dem, was wir vorhin im Psalm gelesen haben. "Vor ihren Vätern hat er Wunder getan im Land Ägypten, im Gebiet von Zoan. Er spaltete das Meer und hier sind wir wieder bei Asafs Lieblingsthema, dem Exodus, und führte sie hindurch und türmte die Wasser auf wie einen Damm. Er leitete sie bei Tag mit einer Wolke und mit dem Licht eines Feuers durch die ganze Nacht. Er spaltete den Felsen in der Wüste und drängte sie wie mit großen Fluten. Er ließ Bäche aus dem Felsen hervorspringen und Wasser herabfließen in Strömen." Also Gott hat nicht gekleckert, sondern er hat den Segen wirklich im Überfluss herausfließen lassen.

[7:59] "Dennoch fuhren sie fort, gegen ihn zu sündigen und den Höchsten zu erzürnen in der Wüste. Und sie versuchten Gott in ihrem Herzen, indem sie Speise forderten für ihre Gelüste." Ihr erinnert euch an die Geschichte mit den Wachteln in 4. Mose. "Und sie redeten gegen Gott und sprachen: 'Kann Gott uns wohl einen Tisch bereiten in der Wüste?' Sie haben ihn herausgefordert. 'Siehe, er hat den Felsen geschlagen, dass Wasser floss und Bäche sich ergossen. Kann er aber auch Brot geben? Wird er seinem Volk Fleisch verschaffen?'"

[8:30] Darum, als der Herr das hörte, da wurde er zornig, und Feuer entbrannte gegen Jakob, und Zorn stieg auf über Israel. Also Gott hat sein Volk mit allem versorgt, woran es ihnen gemangelt hat. Er hat ihnen Segen im Überfluss gegeben: Wasser und Brot. Und das war eigentlich Gottes Plan, dass es dabei bleiben soll. Das Brot war kein langweiliges, trockenes Brot, sondern es war Himmelsbrot. Es hat wirklich Honigbrot mit Rosinen, es muss sehr lecker geschmeckt haben.

[9:06] Aber die Israeliten hatten nichts Besseres zu tun, als dann noch nach Fleisch zu fragen, was gar nicht im Plan Gottes vorgesehen war, weil sie nicht glaubten und nicht auf die Rettung vertrauten. "Und doch hatte er den Wolken droben geboten und Türen des Himmels geöffnet und hatte Manna regnen lassen zum Essen und ihnen Himmelskorn gegeben." Himmelskorn ist ein schönes Wort: das Brot der Engel. Engelsbrot haben die Israeliten in der Wüste bekommen. Was für ein Vorrecht das gewesen ist, dass sie das gleiche Brot bekommen haben wie die Engel und sich trotzdem beschwert haben. Welch ein Frevel ist das in Gottes Ohren gewesen, dass sich Menschen, die gefallen waren, die gesündigt haben und Sünder waren, über das Brot des Himmels beschwert haben, das sogar die Engel gegessen haben. "Der Mensch aß das Brot der Starken. Er sandte ihnen Speise, bis sie satt waren." Und hier erkennen wir die Liebe Gottes, der, auch wenn wir wirklich in Sünde sind, wenn wir ihn herausfordern, wenn wir spotten, dass er trotzdem nicht sein Segen sofort von uns zieht, sondern uns Zeit lässt, dass wir bereuen. Was für einen gütigen Gott haben wir!

[10:27] Lasst uns heute mit der Gewissheit und dem Gedanken durch den Tag gehen, dass auch wenn wir in unserem Herzen manchmal böse Gedanken hegen, dass Gott trotzdem uns lieb hat und segnet und uns immer mit einem gutmütigen Herzen begegnet. Dafür müssen wir so dankbar sein. Und dafür wollen wir beten. Lieber Herr Jesus, du bist so, so unglaublich lieb und du hast so viel Zuneigung zu uns gefallenen Wesen. Und dafür möchten wir dir danken. Wir möchten dich um Vergebung bitten, wo wir dich herausgefordert haben, so wie die Israeliten. Herr, hilf uns, dass wir das erkennen und gib, dass wir dir von ganzem Herzen dienen und dich auch genauso zurücklieben. Amen.


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