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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ vollendet Rabea Kramp die Betrachtung von Psalm 78. Sie beleuchtet Israels anhaltende Untreue und Gottes unermüdliche Geduld und Barmherzigkeit, selbst angesichts ihrer falschen Reue. Der Psalm erinnert an die Wunder des Exodus und die Plagen Ägyptens, die Gottes Macht und Gericht zeigen, aber auch an seine Führung in das verheißene Land, gefolgt von Israels erneutem Abfall. Die Botschaft ermutigt dazu, Gottes Taten nicht zu vergessen und auf seine Treue zu vertrauen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute lesen wir zusammen auf Seite 629 und vollenden den Psalm 78, denn es ist ein sehr langer, ein sehr schöner Psalm. Bevor wir einsteigen in die Bibel, lasst uns gemeinsam beten.

[0:49] Lieber Herr Jesus, danke, dass wir sehen können, wie du durch alle Jahrtausende hindurch ein Volk gewesen bist, wie du sie gesegnet hast, auch wenn sie ja von dir abgekehrt sind, wenn es dir nicht leicht gefallen ist, sie zu segnen. Herr, lass uns dadurch erkennen, wie du auch mit uns umgehst in deinen Armen.

[1:13] Wir beginnen in Vers 26 und wir sind noch immer mitten in der Wüstenwanderung. Er ließ den Ostwind am Himmel fahren und führte durch seine Kraft den Südwind herbei. Er ließ Fleisch auf sie regnen wie Staub und Geflügel wie Sand am Meer. Wir haben gestern gelesen, dass die Israeliten Himmelsbrot bekommen haben, Wasser aus dem Felsen. Es ihnen eigentlich nichts gemangelt hat und trotzdem haben sie nach Fleisch verlangt. Sie waren es ja so gewohnt aus Ägypten.

[1:50] Und Gott in seiner Güte und in seiner Allmacht hat ihnen diesen Wunsch erfüllt, von dem er selber nicht überzeugt war. So eigentlich wollte er ihnen das gar nicht geben, aber weil sie so geschrien haben, hat er ihnen ihren Willen gegeben. Sie mussten aber auch die Konsequenzen tragen, wie wir nachher gleich lesen werden. Aber er hat nicht einfach nur ein bisschen Fleisch gegeben, sondern er hat ihnen so viel Fleisch regnen lassen wie Staub. Und wenn wir daran denken, dass die Israeliten durch die Wüste gegangen sind, war Staub ein sehr präsentes Element. Und wenn da dieser Vergleich gezogen wird mit dem Staub, dann hat Gott nicht gekleckert, sondern wirklich geklotzt mit dem Fleisch, das er hat regnen lassen. Und das gereichte nicht gerade zum Vorteil für die Israeliten.

[2:44] Das heißt weiterhin Vers 28: „Und er ließ sie mitten in ihr Lager fallen, nämlich das Fleisch, die Wachteln rings um ihre Wohnung her. Da aßen sie und wurden völlig satt. Er gewährte ihnen, wonach sie gelüstet hatten.“ Auch eine interessante Lehre, dass Gott uns manchmal die Dinge gibt, die wir erbitten, die aber nicht gut sind. Aber weil wir so darauf erpicht sind und denken, wir können ohne das nicht überleben oder wir brauchen das jetzt unbedingt, gibt Gott uns manchmal diese Dinge, die eigentlich nicht von ihm geplant sind, um uns zu zeigen, dass das eigentlich nicht gut war. Man kann dazu auch sagen: Wer nicht hören will, muss fühlen. Aber manchmal muss Gott nach diesem Prinzip handeln, damit wir selber verstehen.

[3:30] Vers 30: „Sie hatten ihre Begierde noch nicht gestillt und ihre Speise war noch in ihrem Mund, da erhob sich der Zorn Gottes gegen sie und er tötete die Vornehmsten unter ihnen und die auserwählten Krieger Israels streckte er nieder.“ Trotz alledem sündigten sie weiter und glaubten nicht an seine Wunder. Darum ließ er ihre Tage wie ein Hauch vergehen und ihre Jahre in Schrecken. Also so viele wichtige Menschen aus dem Volk Gottes sind aufgrund dieser Unmäßigkeit und dieser, ja, dieses Fleischkonsums wirklich umgekommen und gestorben. Sie haben sich im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode gegessen.

[4:19] Und dennoch haben sie nicht, sind sie nicht umgeschwenkt, haben sie nicht auf Gott gehört, haben sie nicht verstanden, dass das keine gute Idee war, das von Gott zu verlangen. Wenn er sie schlug, so fragten sie nach ihm und kehrten wieder um und suchten Gott. Diesen Zusammenhang sehen wir oft in der Bibel und nicht nur in der Bibel, dass wenn immer Krisen passieren, wenn Menschen krisengeschüttelt sind, wenn große Probleme stattfinden, dann beginnt die Suche nach Gott. Dann machen sich Menschen auf die Suche nach Gott.

[4:58] Und die gute Botschaft ist: Gott lässt sich finden. Wenn die Menschen vorher nicht hören wollten, dann kommen Gerichte, dann kommen schlimme Zeiten, aber sie führen dazu, dass die Menschen nach Gott fragen, dass sie Gott suchen, dass sie was von Gott erfahren möchten. Und Jeremia schreibt, dass wer Gott sucht, der wird ihn auch finden, wenn wir ihn von ganzem Herzen suchen. Und sie gedachten daran, dass Gott ihr Fels ist und Gott der höchste Erlöser. Aber sie heuchelten vor ihm mit ihrem Mund und logen mit ihren Zungen, denn ihr Herz war nicht aufrichtig gegen ihn und sie hielten nicht treu an seinem Bund fest. Also es war ein kurzfristiges Flehen, es war eigentlich keine echte Reue, die da passiert ist, sondern es war ein traurig sein über die Folgen ihrer Sünde, aber keine Traurigkeit über die Sünde selbst. Und deswegen sind sie dann auch wieder zurückgefallen in die Untreue.

[5:58] Vers 38: „Er aber war barmherzig und vergab die Schuld und vertilgte sie nicht. Und oftmals wandte er seinen Zorn ab und erweckte nicht seinen ganzen Grimm.“ Der unglaublich gütige Gott, dass er selbst in seinem Zorn noch gnädig ist, indem er nicht den ganzen Zorn ausgießt auf die Menschen. Es kommt eine Zeit, in der Gott den Zorneskelch ganz leermachen wird. Und diese Zeiten werden dann sehr, sehr bedrückend, sehr schwer, die schwierigsten Zeiten auf der Welt.

[6:39] Aber solange diese Zeiten nicht gekommen sind, wird Gott immer auch seine Gerichte mit Gnade vermischen und auch immer nicht allen Grimm ausschütten, um den Menschen noch Zeit zu geben, noch zu bereuen. Denn er dachte daran, dass sie Fleisch sind, ein Hauch, der dahinfährt und nicht wiederkehrt. Wie oft lehnten sie sich gegen ihn auf in der Wüste und betrübten ihn in der Einöde. Und sie versuchten Gott immer wieder und reizten den Heiligen Israels. Sie gedachten nicht an seine Hand, an den Tag, als er sie von dem Feind erlöste, nämlich aus Ägypten, als er seine Zeichen tat in Ägypten und seine Wunder im Gebiet von Zoan. Als er ihre Ströme in Blut verwandelte und ihre Bäche, so dass man nicht trinken konnte. Hier werden die zehn Plagen erinnert. Als er Ungeziefer unter sie sandte, das sie fraß, und Frösche, die sie verderbten. Als er dem Fresser ihren Ertrag gab und der Heuschrecke die Frucht ihrer Arbeit. Als er ihre Weinstöcke mit Hagelschlag und ihre Maulbeerbäume durch eine verheerende Wasserflut und ihr Vieh dem Hagel preisgab und ihre Herden den Blitzen. Als er gegen sie die Glut seines Zorns entsandte, Wut und Grimm und Drangsal, eine ausgesandte Schar verderbenbringender Engel.

[8:05] Ein kurzer Abriss der zehn Plagen, die geschehen sind, die durch verderbenbringende Engel über die Ägypter gebracht worden. Als er seinen Zorn in Lauf ließ, ihre Seele nicht vor dem Tod bewahrte, sondern ihr Leben der Pest preisgab. Als er alle Erstgeburt in Ägypten schlug, die zehnte Plage, die Erstlinge der Kraft in den Zelten Hams.

[8:36] Gott hat die Ägypter bestraft. Sie wollten nicht hören, sie wollten ihn nicht anerkennen als ihren Gott, und sie wollten vor allem Gottes Volk nicht ziehen lassen. Und als Strafe dafür musste das ägyptische Volk diese zehn Plagen erdulden. Und wir haben hier ganz nebenbei eine kleine Seitenbemerkung, den Hinweis, dass die Nachkommen Hams auf dem afrikanischen Kontinent sich angesiedelt haben. Ein kleiner Nebenhinterweis, dass dieser Sohn Noachs auf dem afrikanischen Kontinent sein Volk gegründet hat.

[9:16] Vers 52: „Und er ließ sein Volk ausziehen wie Schafe, nämlich den Exodus, und leitete sie wie ein Hirte in der Wüste. Und er führte sie sicher, dass sie sich nicht fürchteten. Ihre Feinde aber bedeckte das Meer, nämlich das Schilfmeer. Und er brachte sie in ein heiliges Land des Berglandes, zu diesem Berg, den seine Rechte erworben hatte, der Berg, das ist Zion. Und er vertrieb die Heiden vor ihnen her und teilte ihnen das Erbe aus mit dem Messseil und ließ in ihren Zelten die Stämme Israels wohnen.“ In diesem Vers ist das ganze Buch Josua zusammengefasst, in dem das Land Kanaan verteilt wird, das verheißene, das gelobte Land an die Israeliten.

[10:04] Vers 56: „Aber sie versuchten Gott, den Höchsten, und waren widerspenstig gegen ihn und bewahrten seine Zeugnisse nicht, sondern sie wichen zurück und fielen ab wie ihre Väter. Sie gingen fehl wie ein trügerischer Bogen.“ Und diese Verse, diese zwei Verse, spiegeln die Zeit der Richter wider, in denen das Volk abfiel, gottlos wurde und alles vergaß, was Gott so sehr in ihre Herzen hatte pflanzen wollen durch 5. Mose 6, wie wir es am Anfang von Psalm 78 gelesen haben.

[10:41] Es ist für Gott, glaube ich, nicht einfach zuzusehen, wie über Jahrtausende hinweg, von Generation zu Generation, immer mehr vergessen wird von dem, wie Gott gewirkt hat, wie mächtig er sich erwiesen hat an den Menschen, an seinem Volk. Und wir wollen heute an diesem Tag ganz besonders an Sachen denken, wie Gott uns in der Vergangenheit geführt hat, wollen nicht vergessen, wie er uns gesegnet hat, wie er uns errettet hat aus schweren Situationen. Lasst uns beten.

[11:14] Lieber Herr Jesus, wir sind viel zu blind für deine Gnadenbeweise, für all das Gute, was du an uns tust. Wir honorieren viel zu wenig, wie sehr du uns beschützt Tag für Tag. Jeder Atemzug, den wir tun, den ordnest du an, und den kennst du. Du kennst jedes Haar auf unserem Haupt, das wächst, und du kennst keinen Spatzen, der vom Dach fällt. Herr, dir entgeht gar nichts. Dir entgeht noch nicht, wenn es uns schlecht geht und auch nicht, wenn es uns gut geht. Ja, wir wollen dich bitten, dass wir an dich gedenken, dass wir in deinem Wort lesen und uns an die großen Wunder erinnern und dadurch auch die Gewissheit haben und den Glauben und die Zuversicht, dass du auch in unserem Leben Großes bewirkst. Amen.


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