Veröffentlicht am
239 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Rabea Kramp führt uns durch Psalm 80 und 81 der Serie „Gott auf (m)einer Seite“. Sie beleuchtet die Bitte Israels um Wiederherstellung und Gottes Rolle als Hirte und Retter. Anhand des Bildes vom Weinstock und der Sohnschaft wird die tiefe Sehnsucht nach Gottes Gegenwart und die Gewissheit seiner rettenden Gnade thematisiert. Das Video ermutigt dazu, persönliche Lasten bei Jesus abzugeben und in seinem Licht zu leben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde! Willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute lesen wir die Seite 631 und beten zuvor gemeinsam. Amen. Gott, wir danken dir, ja, dass deine Gnade ewig währt, dass du Geduld mit uns hast, auch wenn wir auf Irrwege gehen, dass du immer wieder krumme Wege gerade machst. Das bitten wir dich auch heute für uns an diesem Tag. Amen.

[0:56] Wir lesen heute Psalm 80 und beginnen Psalm 80. Dem Vorsänger nach der Melodie "Lilien". Ein Zeugnis von Asaf. Psalm 80: Hirte Israels, höre! Der du Josefs Schafe führst, der du thronst über den Cherubim, leuchte hervor! Erwecke deine Macht vor Efraim, Benjamin und Manasse und komme zu unserer Rettung! Gott, stelle uns wieder her und lass dein Angesicht leuchten, so werden wir gerettet!

[1:38] Wenn wir diese Verse lesen, dann erinnert uns das so ein bisschen an das Buch Jesaja oder Jeremia und auch ein anderer Psalm, den wir schon gelesen haben. Wir haben wieder Gott als Hirten, Gott, der seine Schafe weidet, der thront über den Cherubim und der sein Angesicht leuchten lässt, der ein Gott ist, der rettet.

[2:10] Und dieser Vers 4, der wird uns in diesem Psalm noch zweimal begegnen. Deswegen merkt euch gut, wie der Vers 4 lautet. Und es zeigt uns hier, dass der, der rein ist, der, der ein reines Herz hat, der mag auch gerne Gottes Gegenwart sein, der mag gerne Gottes Angesicht spüren und sein Licht leuchten haben in seinem Leben.

[2:33] Herr, Gott der Heerscharen, wie lange zürnst du beim Gebet deines Volkes? Du speist sie mit Tränenbrot und tränkst sie mit einem großen Krug voll Tränen. Was für ein anschauliches, eindrucksvolles Bild! Ein Volk, das einen Krug trinkt, dessen Wasser nicht Wasser vom Himmel ist, sondern geweintes Wasser, Tränenwasser. Und das Tränenbrot, das steht hier in krassem Kontrast zu dem, was wir im Psalm 78 gelesen haben, nämlich dort haben wir vom Himmelkorn, vom Himmelsbrot, vom Brot der Engel gelesen. Aber hier ist das Volk Gottes Tränenbrot, eben weil sie nicht treu gewesen sind, weil sie bedrängt wurden.

[3:27] Vers 7: Du machst uns zum Zankapfel für unsere Nachbarn und unsere Feinde spotten untereinander. Und jetzt haben wir wieder die Wiederholung von Vers 4 in Vers 8: O Gott, der Herr Heerscharen, stelle uns wieder her, lass dein Angesicht leuchten, so werden wir gerettet!

[3:46] Das Volk Gottes bittet um Wiederherstellung, dass Gott sie wieder zu dem macht, was sie einmal waren. Sie waren nämlich ursprünglich, laut Jeremia 2, Vers 21, eine Edelrebe, ein ganz besonderer Weinstock, den Gott gepflanzt hat. Vers 9: Einen Weinstock hast du aus Ägypten herausgebracht. Du hast die Heidenvölker vertrieben und ihn gepflanzt, nämlich im Land Kanaan. Du machtest dir Raum vor ihm, dass er Wurzeln schlug und das Land erfüllte. Sein Schatten bedeckte die Berge und seine Ranken die Zedern Gottes. Also das Volk hat sich ausgebreitet, dieser Weinstock ist gewachsen. Er streckte seine Zweige aus bis ans Meer, ans Mittelmeer, und seine Schösslinge bis zum Strom. Damit ist gemeint: Warum hast du nun seine Mauer niedergerissen, dass alle hinzupflücken, die vorübergehen?

[4:46] Und hier haben wir wieder den Gedanken, den wir schon im vorherigen Psalm 79 hatten, nämlich das Gericht an seinem Volk durch die Zerstörung der Babylonier. Und das Volk wird hier mit einem Weinstock verglichen, der niedergetrampelt wird, der kaputt gemacht wird, der hier preisgegeben wird den Feinden. Und der aus der einstigen Edelrebe ist so ein kaputter Weinstock geworden. Und das Volk bittet um Wiederherstellung.

[5:24] Vers 14: Der Eber aus dem Wald zerwühlt ihn und die wilden Tiere des Feldes weiden ihn ab. Vers 15: Gott, der Heerscharen, kehre doch zurück! Blicke vom Himmel herab und sieh und nimm dich dieses Weinstocks an! Ja, sie bitten, dass Gott sich ihrer annimmt, dass Gott sie wieder herstellt.

[5:49] In unserem Leben ist es auch manchmal so, dass wenn wir gegen Gott schwer gesündigt haben und uns so kaputt fühlen, so kaputt von der Sünde, so zerstört, dass wir uns nichts anderes sehnen als komplett wiederhergestellt zu werden, dass wir wieder werden wie vorher, dass wir wieder ein heiles Verhältnis mit Gott haben, eine gesunde Beziehung. Und die gute Botschaft ist, dass Gott nicht einfach wieder das macht, was vorher war, sondern er macht es noch besser als es vorher war.

[6:25] Vers 16: Und des Setzlings, den deine Rechte gepflanzt hat, des Sohnes, den du dir großgezogen hast. Der Psalmist verknüpft hier die Idee der Sohnschaft mit dem Weinstock. Und wir wissen, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Aber genauso ist das Volk, das Volk Israel, auch das geistliche Israel, ein Sohn Gottes, sind die Kinder Gottes. Und die haben eine ganz tolle Synergie zwischen dem Weinstock und dem, die Idee der Sohnschaft.

[7:02] Vers 17: Er ist mit Feuer verbrannt, er ist abgeschnitten. Vor dem Schelten deines Angesichts sind sie umgekommen. Vers 18: Deine Hand sei über dem Mann deiner Rechten, über dem Sohn des Menschen, den du dir großgezogen hast. Das gilt sowohl für das Volk Israel als auch für Jesus, der ja auch für uns, der an unserer Stelle getreten ist und der quasi die Sünde und die Schuld auf sich geladen hat, die wir getragen, die wir getan haben. Die hat er getragen.

[7:35] Vers 19: So werden wir nicht von dir weichen. Belebe uns, so wollen wir deinen Namen rufen. Und hier haben wir wieder die Wiederholung, den Refrain sozusagen: Herr, Gott der Heerscharen, stelle uns wieder her, lass dein Angesicht leuchten, so werden wir gerettet!

[7:52] Eine Gewissheit, eine Verheißung, eine Zusage, dass wenn das Licht vom Thron Gottes auf uns scheint, dass die Rettung uns nahe ist.

[8:06] Psalm 81: Dem Vorsänger. Auf der Gittit von Asaf. Und wie ihr werdet merken: Wir haben wieder das Lieblingsthema. Singt fröhlich Gott, der unsere Stärke ist! Jauchzt zu dem Gott Jakobs! Stimmt ein Lied an und nehmt das Tamburin zur Hand, die liebliche Laute samt der Harfe! Stoßt am Neumond in das Horn, am Vollmond zum Tag unseres Festes! Denn das ist eine Satzung für Israel, es ist eine Verordnung des Gottes Jakobs. Er setzte es ein als Zeugnis für Josef, als er auszog gegen das Land Ägypten. Eine Sprache, die ich nicht kannte, höre ich. Ich habe die Last von seiner Schulter genommen, seine Hände sind den Tragkorb losgeworden.

[8:56] Gott gibt ein Zeugnis, Gott gibt eine Satzung. Und Gott gibt die Hoffnung, die Aussicht auf Rettung.

[9:07] Das können wir von heute mitnehmen, dass Gott die Lasten abnimmt und die Lasten für uns trägt. Niemand von uns muss mit Lasten durchs Leben gehen und durch die Welt gehen. Was auch immer wir für eine Last auf dem Herzen haben – und meistens ist die Last selbst verschuldet – wir dürfen sie bei Jesus abgeben und dürfen als fröhliche und wiedergeborene Christen durch das Leben gehen, dürfen anderen Mut zusprechen, weil wir erfahren haben, dass wir einen Gott haben, der unsere Last trägt. Lasst uns Jesus dafür danken.

[9:44] Lieber Gott, wir danken dir, dass du nicht nur auf Golgatha unsere Last getragen hast, sondern dass du auch jeden Tag unsere Lasten abnimmst, wenn wir dich darum bitten. Erfülle uns mit dem Heiligen Geist und gib, dass wir immer deine Nähe suchen, dass dein Angesicht auf uns leuchtet, dass wir in deinem Licht leben, das von deinem Thron scheint, an jedem einzelnen Tag. Amen.


Lizenz

Copyright ©2025 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.