In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Psalmen 9 und 10. Er betont Davids tiefe Freude über Gottes Gerechtigkeit und sein unfehlbares Gericht über die Gottlosen. Kramp erklärt, wie Gott als gerechter Richter für die Unterdrückten eintritt und dass die Hoffnung der Elenden nicht vergeblich ist, während die Feinde in ihren eigenen Machenschaften gefangen werden.
Gott auf (m)einer Seite: Psalm 9:1-10:6
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, PsalmenPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Psalm 9. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:38] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns lieb hast und danke, dass du große und gewaltige Pläne für unser Leben hast. Wir sehen in der Schöpfung, dass du alles wunderbar gemacht hast, und manchmal fragen wir uns, warum du so ein Augenmerk auf uns gerichtet hast, warum du uns so lieb hast. Aber wir haben gelesen und verstanden, dass du einen Plan mit uns hast, dass du den Menschen gemacht hast, um ein Bild von dir für das gesamte Universum zu geben. Wir möchten dich bitten, dass du in unserem Leben, in jedem Leben von jedem, der jetzt zuschaut, dass du dein Bild wiederherstellst. Sprich heute durch dein Wort in unser Herz hinein. Wir danken dafür im Namen Jesu. Amen.
[1:29] Wir lesen heute, beginnen heute Psalm 9, und wir beginnen in Vers 1: "Dem Vorsänger. Auf Mut-Labben. Ein Psalm Davids. Ich will den Herrn loben von ganzem Herzen, ich will alle deine Wunder erzählen. Ich will mich freuen und frohlocken in dir, ich will deinem Namen lobsingen, du Höchster." Kannst du auch heute von ganzem Herzen sagen, dass Gott dir Freude gemacht hat, dass du anderen Menschen von dem erzählen möchtest, was er für dich getan hat?
[2:04] "Als meine Feinde zurückwichen, strauchelten sie und kamen um vor deinem Angesicht. Denn du hast mein Recht und meine Sache geführt, du sitzt auf dem Thron als ein gerechter Richter." Manchmal haben gläubige Menschen nicht unbedingt eine große Freude an dem Thema des Gerichtes, und sie möchten – besser gesagt – sie möchten über das Gericht nicht viel hören. Aber David war anderer Meinung. David wusste: Die Tatsache, dass Gott ein gerechter Richter ist, bedeutet, dass ich mich freuen kann. Das bedeutet, dass ich das miterleben kann, dass er mir Erlösung schenkt und dass diejenigen, die mich angreifen – und da gehört zuallererst der Satan selbst dazu – dass sie gerichtet werden durch unseren gerechten Gott.
[2:55] "Du hast die Heidenvölker gescholten, den Gesetzlosen umgebracht, ihren Namen ausgelöscht auf immer und ewig." Das Wichtigste im Alten Orient war, dass man nicht vergessen wird, dass der Name weitergetragen wird. Könige haben viel Mühe aufgewandt, damit ihre Namen nicht in Vergessenheit geraten. Aber hier sehen wir: Die Strafe, die Gott den Gottlosen gibt, ist, dass ihr Name ausgelöscht wird in Ewigkeit. "Der Feind ist völlig und für immer zertrümmert, und die Städte, die du zerstört, ihr Andenken ist dahin. Aber der Herr thront auf ewig, er hat seinen Thron aufgestellt zum Gericht."
[3:36] Dieser Vers ist sehr wichtig, wenn man Daniel 7, Vers 9 und die folgenden Verse richtig verstehen will, dass dort ein Gericht im himmlischen Heiligtum, im Allerheiligsten, stattfindet.
[3:49] "Ja, er wird den Erdkreis richten in Gerechtigkeit und den Völkern das Urteil sprechen, wie das Recht es ist." Gott richtet nicht nur regional und lokal, sondern letztendlich weltweit. Und er wird ein Gericht halten, und wir glauben, er hält gerade sogar schon dieses Gericht über alle Völker. Und wenn dieses Gericht einmal abgeschlossen, zu seinem letzten endgültigen Schluss gekommen sein wird, nach den 1000 Jahren, nach der Wiederkunft, nach den 1000 Jahren, dann wird es keinen Menschen geben, der nicht auch gerichtet worden ist.
[4:26] "Und der Herr wird eine Zuflucht sein dem Unterdrückten, eine Zuflucht in Zeiten der Not. Darum vertrauen auf dich, die deinen Namen kennen, denn du hast nicht verlassen, die dich aufsuchen." Gott ist meine Zuflucht, ich kann zu ihm kommen, wann immer ich möchte. Ja, am besten bleibe ich bei ihm.
[4:49] "Lobsingt dem Herrn, der in Zion wohnt, verkündigt seine Taten unter den Völkern! Denn er forscht nach der Blutschuld und vergisst das Schreien der Elenden nicht." Seit den Tagen von Kain und Abel haben wir genau das gesehen, dass Gott keine Sünde, die an einem anderen Menschen getan worden ist, einfach ignoriert, sondern für das Recht und für die Gerechtigkeit einsteht.
[5:16] "Er sei mir gnädig! Sieh, wie ich unterdrückt werde von denen, die mich hassen! Errette mich aus den Toren des Todes, damit ich all deinen Ruhm erzähle in den Toren der Tochter Zion, damit ich auch über dein Heil frohlocke!" David singt: Er rette mich, schenkt mir Erlösung, hilf mir in meinen Schwierigkeiten, damit ich anderen erzählen kann, wie du für mich gewirkt hast.
[5:41] "Die Heidenvölker sind versunken in der Grube, die sie gegraben haben." Das ist diese Idee: Wer einem eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. "Ihr Fuß hat sich gefangen in dem Netz, das sie heimlich stellten. Der Herr hat sich zu erkennen gegeben, hat Gericht gehalten."
[5:58] Wenn Gott sich offenbart hat, hat das etwas mit Gericht zu tun. Als Gott sich in besonderer Weise in Jesus Christus offenbart hat, da erging ein Gericht über diese Welt, da erging ein Gericht über den Fürsten dieser Welt. Besser gesagt, da erging ein Gericht über Satan. Und wenn sich Gott zu erkennen gibt bei der Wiederkunft Jesu, dann wird ein Gericht ergehen. Und wenn nach den 1000 Jahren Gott sich zu erkennen gibt vor allen, die jemals gelebt haben, dann ergeht das letztendliche Urteil in diesem großen Kampf, in diesem großen Gericht.
[6:34] "Der Gottlose ist verstrickt in dem Werk seiner Hände." "Die Gottlosen müssen ins Totenreich hinabfahren, alle Heidenvölker, die Gott vergessen. Denn der Arme wird nicht für immer vergessen, die Hoffnung der Elenden wird nicht stets vergeblich sein."
[6:49] Vielleicht sieht es manchmal so aus, dass unsere Hoffnung vergeblich ist. Vielleicht sieht es so aus, als ob wir vergessen werden. Aber Gott wird am Ende für Gerechtigkeit sorgen.
[6:59] "Steh auf, Herr, damit der Mensch nicht die Oberhand gewinnt! Lass die Heidenvölker gerichtet werden vor deinem Angesicht!" David wünschte sich, dass Gott Gericht hält. Er bat ihn: "Steh auf!" Immer wieder werden wir in den Psalmen diese Idee finden, dass Gott sich erheben soll. Und es erinnert uns dann an Daniel 12, an den Anfang von Daniel 12, wo am Ende dieser gigantischen Prophezeiung aus Daniel 11 Michael sich erheben wird, aufstehen wird, um für das Volk Gottes einzutreten.
[7:32] "Lass die Heidenvölker gerichtet werden vor deinem Angesicht! Lege doch Furcht auf sie, damit die Heidenvölker erkennen, dass sie sterbliche Menschen sind!" David hat sich gewünscht, dass nicht der Mensch, der sterbliche Mensch, die Oberhand gewinnt, sondern dass Gott Gericht hält. Und auch wir können heute in dieser Zeit uns von Herzen wünschen, dass nicht der Mensch am Ende alles in den Händen hält, sondern dass Gott zum Gericht aufsteht.
[7:59] Psalm 10: "Herr, warum stehst du so fern, verbirgst du dich in Zeiten der Not? Im Übermut des Gottlosen wird der Elende geplagt. Mögen sie doch von der Arglist betroffen werden, die sie ausgeheckt haben."
[8:12] Eine Erfahrung, die wir alle machen, ist, dass die Bosheit von Menschen oft unschuldige andere trifft. "Denn der Gottlose rühmt sich der Gelüste seines Herzens, und der Habgierige sagt sich los vom Herrn und lästert ihn."
[8:40] "Der Gottlose sagt in seinem Hochmut: Er wird nicht nachforschen." Gemeint ist, dass Gott das gar nicht beurteilen wird und gar nicht richten wird.
[8:51] "Alle seine Gedanken sind: Es gibt keinen Gott." Und diesen Gedanken findet man heute vielleicht häufiger verbreitet als jemals zuvor.
[9:00] "Seine Unternehmungen gelingen immer. Hoch droben sind deine Gerichte, fern von ihm. Er tobt gegen alle seine Gegner. Er spricht in seinem Herzen: Ich werde niemals wanken, nie und nimmer wird mich ein Unglück treffen."
[9:14] Lasst uns gemeinsam beten.
[9:18] Lieber Vater im Himmel, wir haben Dank, dass wir wissen dürfen, dass es ein Gericht gibt. Ein Gericht über alle Menschen, ein Gericht, das alles, das Gute und das Böse, aufgedeckt wird. Und ein Gericht, in dem du für die eintrittst, denen Ungerechtigkeit widerfahren ist. Herr, lass uns fröhlich sein dir und anderen Menschen davon erzählen, dass du gerecht bist und Gericht hältst. Und Herr, schenk uns diese Fröhlichkeit und die Erfahrung, dass du für uns da bist heute an diesem Tag. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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