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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Andacht zur Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp die Psalmen 95, 96 und 97. Sie spricht über Israels Untreue in der Wüste, Gottes ewige Königsherrschaft und die Offenbarung seiner Gerechtigkeit am Sinai. Die Botschaft betont, dass wahre Gottesfurcht ein Ausdruck der Liebe ist und uns dazu anleitet, seinen Geboten zu folgen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“. Heute lesen wir zusammen die Seite 640 und wollen den Psalm 95, Verse 8 bis 11, und Psalm 96 und 97 komplett lesen. Lasst uns zum Beginn beten. Lieber Herrgott, du kennst jede Sorge, jeden Gedanken, den wir denken. Du hast die Haare auf unserem Haupt gezählt, Herr. Du weißt einfach alles über uns, mehr als wir selber, und wir danken dir dafür, dass du uns immer wieder hilfst, obwohl wir so schwach sind und immer wieder versagen. Herr, hilf uns, dein Wort heute zu verstehen und daraus etwas mitzunehmen für unseren Tag.

[1:18] Damit die Verse 8 bis 11: „Wo mich eure Väter versuchten“ – gemeint ist die Versuchung in der Wüste, Meriba – „sie prüften mich und sahen doch mein Werk. 40 Jahre empfand ich Ekel vor diesem Geschlecht, und ich sprach: Sie sind ein Volk, das in seinem Herzen in die Irre geht, und sie haben meine Wege nicht erkannt, sodass ich schwor in meinem Zorn: Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen.“

[1:48] Gott hatte kein einfaches Tun mit dem Volk Israel in der Wüste. Er hat ihnen so viele Wunder gezeigt. Er hat sie durchs Rote Meer geführt, die Ägypter sind darin alle ersoffen. Er hat sie durch die zehn Plagen so wundervoll aus Ägypten herausgebracht. Er hat ihnen Manna geschenkt, er hat ihnen Wasser aus dem Felsen geschenkt. Er hat sie einfach mit allem versorgt, was sie gebraucht haben, und trotzdem haben sie ihm nicht gedankt und immer wieder vergessen, was Gott Großes getan hat für sie. Und Gott hat am Ende ja sie in der Wüste alle sterben lassen, alle, die nicht in das verheißene Land wollten, die die auf die falschen Spione gehört haben. Und alle ihre Hoffnung ist zunichte geworden, weil sie Gott nicht vertraut haben. Paulus legt diesen Psalm 95 und vor allem diese letzten Verse sehr ausführlich aus in Hebräer 3, und ja, das lohnt sich mal, das ein bisschen nachzustudieren.

[2:55] Psalm 96: „Singt dem Herrn ein neues Lied, singt dem Herrn, alle Welt! Singt dem Herrn, preist seinen Namen, verkündigt Tag für Tag sein Heil! Erzählt unter den Heiden von seiner Herrlichkeit, unter allen Völkern von seinen Wundern! Denn groß ist der Herr und hoch zu loben, er ist furchtbar über alle Götter. Denn alle Götter der Völker sind nichts, aber der Herr hat die Himmel gemacht. Pracht und Majestät sind vor seinem Angesicht, Stärke und Herrlichkeit in seinem Heiligtum.“

[3:32] Wieder finden wir das Heiligtum hier in den Psalmen. Gottes Angesicht, das trifft man im Allerheiligsten an. Dort ist Gottes Gegenwart. „Bringt dar dem Herrn, ihr Stämme der Völker, bringt dar dem Herrn Ehre und Lob! Bringt dar dem Herrn die Ehre seines Namens, bringt Gaben dar und geht ein zu seinen Vorhöfen! Betet den Herrn an in heiligem Schmuck, erbebt vor ihm, alle Welt! Sagt unter den Heiden: Der Herr regiert als König! Darum steht auch der Erdkreis fest und wankt nicht.“

[4:02] Wieder haben wir hier den Herrn, der als König regiert und der fest steht und nicht wankt. Ein immer wiederkehrendes Motiv, das uns immer wieder daran erinnern soll, dass Gott der König des Universums ist. Gott ist nicht nur König bei der Wiederkunft, Gott ist König von Ewigkeit her. Aber bei der Wiederkunft beweist er, dass er von Ewigkeit her das Recht hat, König zu sein. Satan oder Luzifer hat ihm dieses Amt abgesprochen, hat gesagt: Gott ist kein gerechter Herrscher, Gottes Herrschaft ist verbesserungswürdig, Gottes Herrschaft ist nicht vollkommen. Und Jesus hat den Beweis angetreten, um das Universum davon zu überzeugen, dass er der rechtmäßige König ist. Er hat sich völlig entäußert, er ist Mensch geworden, er hat Menschengestalt angenommen und hat am Kreuz, als wirklich alles um ihn herum gegen ihn war, die Prinzipien des Himmels offenbart. Er hat gezeigt, dass die Prinzipien des Königs ewige Prinzipien sind und dass sie Bestand haben, dass er selbst am Kreuz, wo er geschmäht und verlassen war von allen, die Liebe war, denn die Bibel sagt: Gott ist die Liebe, und er hat es am Kreuz offenbart.

[5:32] Es heißt weiter, Vers 11: „Es freue sich der Himmel und die Erde frohlocke, es brause das Meer und was es erfüllt. Es jauchze das Feld und alles, was darauf ist. Dann sollen die Bäume des Waldes jubeln vor dem Herrn, denn er kommt, denn er kommt, um die Erde zu richten. Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker in seiner Treue.“ Gott ist Richter, das ist auch ein immer wiederkehrendes Motiv.

[5:59] Psalm 97: „Der Herr regiert als König. Es frohlocke die Erde, die vielen Inseln sollen sich freuen. Wolken und Dunkelheit sind um ihn her, Gerechtigkeit und Recht sind die Grundfeste seines Thrones. Feuer geht vor ihm her und verbrennt seine Feinde ringsum. Seine Blitze erleuchten den Erdkreis, die Erde sieht es und erschrickt. Die Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem Herrn, vor dem Herrscher der ganzen Erde.“

[6:34] Wenn wir diese fünf Verse lesen, dann geht uns ein Ereignis durch den Kopf, das wir in der Bibel finden, in dem viele Worte wiederkehren, die wir hier lesen, und das ist der Berg Sinai. Das ist der Tag, an dem Gott sein Gesetz am Sinai dem Volk gegeben hat. Dort lesen wir auch von Feuer, von Blitzen, von Bergen, die schmelzen, von Wolken und Dunkelheit, von Gerechtigkeit und Recht. Und all diese Dinge sind am Sinai passiert. Das heißt, Gott offenbart eigentlich sein Königtum und seine Königsherrschaft am Sinai, und er macht dort deutlich, dass er der Herrscher des Universums ist.

[7:26] „Die Himmel verkünden seine Gerechtigkeit, und alle Völker sehen seine Herrlichkeit. Schämen müssen sich alle, die den Götzenbildern dienen und sich wegen der nichtigen Götzen rühmen. Vor ihm werfen sich alle Götter nieder.“ Mit Göttern sind hier nicht irgendwie die Götzen gemeint, sondern die Engel. Wahrscheinlich steht das auch in eurer Anmerkung in der Bibel. Man kann es auch durch die Parallelverse in anderen Teilen belegen, dass hier die Engel sich niederwerfen vor Gott. „Zion hört es und ist froh, und die Töchter Judas frohlocken darum deiner Gerichte willen, Herr. Denn du, Herr, bist der Höchste über die ganze Erde. Du bist hoch erhaben über alle Götter“, sprich über alle Engel. Das Gericht ist etwas Frohes, nichts, was Angst machen soll, sondern dieser Vers sagt uns: Zion und ist froh über die Gerichte, die Gott spricht.

[8:21] „Die ihr den Herrn liebt, hasst das Böse. Er bewahrt die Seelen seiner Getreuen, und er rettet sie aus der Hand der Gottlosen. Licht wird dem Gerechten gesät und Freude den von Herzen Aufrichtigen. Freut euch an dem Herrn, ihr Gerechten, und preist seinen heiligen Namen.“

[8:42] Wir können aus diesen Psalmversen, diesen letzten Versen, sehen, dass die Furcht gleichgesetzt wird mit der Liebe. Denn wenn wir echte Gottesfurcht haben, dann haben wir Gott lieb. Die Furcht ist nicht etwa Angst, denn in der Angst ist ja keine Liebe. Aber die Furcht Gottes, das ist der Inbegriff der Liebe Gottes. Wenn wir Gott fürchten, dann halten wir seine Gebote. Wenn wir seine Gebote halten, zeigen wir, dass wir ihn von Herzen lieben. Wir wollen das heute an diesem Tag in unseren Herzen tragen und Gott darum bitten, dass er das in uns tut. Lieber Herr Jesus, du hast gesagt, dass du dein Gesetz in unsere Herzen schreiben möchtest. Mach es heute an diesem Tag wahr, dass uns deine Gebote immer vor Augen sein, dass wir nach ihnen wandeln und deine guten Taten tun. Dafür danken wir. Amen.


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