In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp Richter 10:8-11:14. Er analysiert den wiederkehrenden Zyklus von Israels Abfall, Gottes Zorn und ihrer erneuten Reue, die schließlich Gottes Erbarmen hervorruft. Die Geschichte von Jefta, der von seinen Brüdern verstoßen wird, aber in der Not zum Anführer berufen wird, dient als Parallele zu Gottes Beziehung zu seinem Volk. Die zentrale Frage ist, ob Jesus für uns nur ein Retter in der Not oder auch unser König ist, der über unser Leben regieren darf.
Gott auf (m)einer Seite: Richter 10:8-11:14
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, RichterPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 285. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:40] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch deine Worte zu uns sprichst und danke, dass du derjenige bist, der uns aus aller Not, aus allen Problemen retten kannst. Danke, dass du uns nicht aufgibst, sondern dass du immer und immer wieder die Hand ausstreckst, auch wenn wir in die Irre gegangen sind. Danke, dass wir uns auf dich verlassen können, weil doch alles andere unzuverlässig ist. Dein Wort bleibt bestehen und deswegen möchten wir dich bitten, dass dein Wort heute durch deinen Heiligen Geist direkt in unser Herz hineinspricht. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:17] Wir sind in Richter Kapitel 10. Die Israeliten sind erneut abgefallen von Gott und dienen zahlreichen Göttern. Und Gottes Zorn ist entbrannt und die Philister und auch die Ammoniter herrschen über Israel. Wir lesen in Vers 8: "Und diese Zeit schlugen und unterdrückten die Kinder Israels in jenem Jahr und danach 18 Jahre lang alle Kinder Israels jenseits des Jordan im Land der Amoriter in Gilead. Dazu zogen die Ammoniter über den Jordan und kämpften auch gegen Juda und gegen Benjamin, gegen das Haus Ephraim, so dass Israel sehr in Bedrängnis kam." An verschiedenen Fronten sozusagen wird Israel angegriffen.
[2:00] Da schrien die Kinder Israels zum Herrn und sprachen: "Wir haben dir gesündigt, denn wir haben unseren Gott verlassen und den Baalen gedient." Wie zuvor erkennen wir schon diesen Zyklus von Abfall und dann Bitte um Vergebung.
[2:15] Aber der Herr sprach zu den Kindern Israels: "Habe ich euch nicht von den Ägyptern, von den Amoriter, von den Ammoniter und von den Philistern errettet? Oder als die Sidonier, die Amalekiter und die Maoniter euch unterdrückten, habe ich euch nicht aus ihren Händen errettet, als ihr zu mir geschrien habt?" Auch hier lohnt es sich zu zählen. Wenn man das letzte Mal gesehen, das sehen Vers 6, dort ist eine 7-0-7 sozusagen versteckt ist, oder sich eine Aufzählung von sieben verschiedenen falschen Gottheiten oder Gruppen von falschen Göttern existiert. Hier sind es sieben Völker, von denen Gott die Israeliten errettet hat. Mit anderen Worten, Gott hatte vollständig sie gerettet, die siebenfache Vollständigkeit. Er hatte sie immer und immer und immer wieder errettet und doch waren sie jetzt wieder so vollständig abgefallen.
[3:08] "Dennoch habt ihr mich verlassen und anderen Göttern gedient. Darum will ich euch nicht mehr retten." Gott möchte deutlich machen hier: Er ist nicht gewillt, auf ewig so einen Zyklus zu erleben. Gottes Plan besteht nicht darin, dass wir von dem abfallen und er uns vergibt, dass wir wieder abfallen und er uns vergibt, wir wieder abfallen. Auch wenn das vielleicht oft in unserem Leben unsere Erfahrung sein mag, das ist nicht Gottes Wille, weder für mein Leben noch für dein Leben. "Geht hin und schreit zu den Göttern, die ihr auserwählt habt, die sollen euch retten zur Zeit eurer Not." Wir müssen uns entscheiden. Wir können nicht immer nur in der Not, wenn es uns schlecht geht, wenn uns das Wasser bis zum Hals steht, dann zu Gott flehen und dann, wenn es uns gut geht, wieder sagen: "Wir machen unser eigenes Ding. Wir leben einfach aus unserem eigenen Gutdünken heraus." Wenn wir in Zeiten des Guten und in Zeiten des Wohlstandes aus eigener Kraft leben wollen, sagt Gott dann: "Versucht es auch in Zeiten der Not!"
[4:09] Aber die Kinder Israels sprachen zum Herrn: "Wir haben gesündigt. Mache du mit uns, was dir gefällt. Nur rette uns noch dieses Mal!" Sie lassen ihn nicht gehen, so wie Jakob, als der Engel des Herrn sagte: "Lass mich gehen!" sagte: "Ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich." Zu kennen, Glauben offenbaren sie hier in gewisser Weise auch. Und sie taten die fremden Götter von sich und dienten dem Herrn. Da wurde er unwillig über das Elend Israels. Höre, lieber Freund, liebe Freundin, auch wenn du schon so oft von Gott gerettet worden bist und so oft wieder abgefallen bist, wenn du es heute ernst meinst, auch wenn du schon sieben Mal gefallen bist und aufgestanden bist, wie die Bibel sagt, dass du es heute ernst meinst, du wieder gefallen bist, aber jetzt möchtest und wirklich diese falschen Götter aus deinem Leben, was auch immer sie sein, und die Götzen, die Sünden, die falschen Gewohnheiten weg tun möchtest, wird Gott unwillig über das Elend. Er will dich retten.
[5:12] Aber er möchte, dass unser Sündenbekenntnis ernst ist, dass wir nicht einfach nur eine schnelle Hilfe wollen, damit wir bald wieder das sündigen können. Die Bibel macht deutlich in der Schrift, dass es nicht reicht, dass wir die Wahrheit kennen und sagen: "Wir sind gerettet", nur um dann weiter zu sündigen. Ihr könnt die Verse dort selbst finden. Gott möchte, dass wir uns von Herzen von der Sünde abwenden, weil wir ihn von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt suchen.
[5:41] Und die Ammoniter wurden zusammengerufen und lagerten sich in Gilead. Und die Söhne Israels versammelten sich und lagerten sich in Mizpa. Das Volk, die Obersten von Gilead sprachen zueinander: "Wer ist der Mann, der den Kampf gegen die Ammoniter beginnen will? Der soll das Haupt sein über alle Einwohner von Gilead."
[5:58] Nun war Jefta der Gileaditer. Er war der Sohn einer Hure. Und zwar hatte Gilead den Jefta gezeugt. Als aber die Frau Gileads Söhne gebar und die Söhne dieser Frau groß wurden, da stießen sie den Jefta aus und sprachen zu ihm: "Du sollst nicht erben im Haus unseres Vaters, denn du bist der Sohn einer anderen Frau." Merken wir uns für die weitere Geschichte: Es geht um das Thema Erbschaft. Interessanterweise ist jetzt auch ein großer Kontrast. Ob Jefta, der vorher auch der Sohn einer anderen Frau gewesen ist. Da floh er jetzt vor seinen Brüdern und wohnte im Land Tob. Und nichtsnutzige Männer versammelten sich bei ihm und zogen mit ihm auf Streifzüge, auch das eine Parallele zu Amalek zunächst einmal hier. Und da geschah, und das geschah nach einiger Zeit, dass die Ammoniter mit Israel Krieg führten. Also die Ammoniter mit Israel kämpften.
[6:47] Da gingen die Ältesten von Gilead hin, um Jefta aus dem Land Tob zu holen. Und sie sprachen zu ihm: "Komm und sei unser Anführer, und wir wollen die Ammoniter bekämpfen."
[6:58] Aber Jefta sprach zu den Ältesten von Gilead: "Habt ihr mich nicht einst gehasst und aus dem Haus meines Vaters gestoßen? Warum seid ihr jetzt zu mir, da ihr in Not seid?" Diese Fragen von Jefta erinnern uns ziemlich an die Fragen, die oder die Aussage, die Gott gemacht hat in den Versen ab Vers 11. Mit anderen Worten, so wie Gott sagt: "Ihr wolltet mich nicht, und jetzt soll ich euch retten." So sagte Jefta: "Ihr wolltet mich nicht, und jetzt soll ich euch retten?" Es gibt eine interessante Parallele zwischen der Art und Weise, wie man mit Jefta umgegangen ist und wie man mit Gott umgegangen ist.
[7:39] Und die Ältesten von Gilead sprachen zu Jefta: "Darum haben wir uns nun an dich gewandt, dass du mit uns gehst und gegen die Ammoniter bekämpfst und unser Haupt bist über alle, die in Gilead wohnen." Mit anderen Worten sagen sie: "Wir wollen dich nicht nur als Retter, nicht nur als Hilfe in der Not, sondern du sollst dann erben, auch du sollst der König sein." Erst wollten sie ihm das Erbe nicht geben, jetzt wollen sie ihn zum König machen. Die Frage ist die, die hier dieser Geschichte zum Ausdruck kommt: Darf der Retter auch König sein? Ist Jesus für dich nur ein Erlöser, den du in Anspruch nimmst, wenn es dir schlecht geht, oder darf er auch dein König sein? Darf er sein rechtmäßiges Erbe antreten in deinem Leben?
[8:28] Jefta sprach zu den Ältesten von Gilead: "Wenn ihr mich zum Kampf gegen die Ammoniter zurückholt und der Herr sie vor mir preisgibt, werde ich dann wirklich euer Haupt sein?" Und die Ältesten von Gilead sprachen zu Jefta: "Der Herr sei Zeuge zwischen uns, wenn wir nicht so handeln, wie du es gesagt hast." Da ging Jefta mit den Ältesten von Gilead. Und das Volk setzte ihn zum Haupt und Anführer. Und Jefta redete alles, was er zu sagen hatte, vor dem Herrn in Mizpa. Und Jefta sandte Boten zum König der Ammoniter und diesem sagen: "Was hast du mit mir zu tun, dass du zu mir kommst, um gegen mein Land zu kämpfen?" Der König der Ammoniter aber antwortete den Boten Jeftas: "Weil Israel mein Land genommen hat, als es aus Ägypten zog, vom Arnon bis an den Jabbok und bis an den Jordan. So gib es mir nun in Frieden wieder zurück!"
[9:18] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für diese Botschaft, dass wir wissen dürfen, auch wenn du uns schon oft gerettet hast, ist deine Gnade nie zu Ende, wenn wir von ganzem Herzen und von ganzer Seele uns neu zu dir wenden. Auch wenn wir dich oft enttäuscht haben, bist du doch bereit, uns wieder zu retten. Und Herr, das weiß ich aus eigener Erfahrung und ich wünsche mir so sehr, dass jeder, der heute zuschaut, auch diese Erfahrung machen darf, dass du für uns da bist. Und Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du nicht nur unser Erlöser bist, sondern auch unser König und dass du über unser Leben regieren darfst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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