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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ führt Christopher Kramp in das Buch der Richter ein, das die turbulente Zeit nach der Landnahme Kanaans beleuchtet. Er zeigt, wie die Geschichte mit einer wichtigen Frage an Gott beginnt und die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den Stämmen hervorhebt. Die Episode analysiert die Gefangennahme von Adoni-Besek als Beispiel für göttliche Gerechtigkeit und schließt mit der Geschichte von Kaleb, Achsa und Otniel, die den ersten Richter Israels hervorbringt.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:28] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 271.

[0:33] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir dein Wort haben und dass dein Wort sich erfüllt. Wir sehen das in der Geschichte und wir sehen das in unserem Leben. Wir haben schon viel mit dir erlebt und erfahren. Wir möchten dich bitten, dass du uns auch jetzt in den kommenden Geschichten, die wir in den nächsten Tagen und Wochen studieren werden, dass du uns helfen willst, dein Wort so zu verstehen, wie du es gemeint hast und dass wir in unserem Leben noch näher zu dir hin wachsen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:07] Wir wollen heute ein neues biblisches Buch beginnen, und zwar das Buch der Richter. Ein Buch, das die nächsten Generationen nach der Landnahme Kanaans beschreibt. Ein Buch, das die Geschichte Israels über einige wenige Jahrhunderte zusammenfasst und ein Buch, das manchmal auch als die Geschichte des dunklen Zeitalters Israels charakterisiert wird.

[1:35] Dabei beginnt es mit einer äußerst positiven und schönen Frage. In Richter 1,1 lesen wir: "Und es geschah nach dem Tod Josuas, da fragten die Söhne Israels den Herrn und sprachen: 'Wer von uns soll zuerst hinaufziehen, um gegen die Kanaaniter zu kämpfen?'"

[1:54] Es wird noch viel schiefgehen im Buch Richter, aber der Anfang ist gut. Sie fragen den Herrn: "Wer soll kämpfen? Was sollen wir tun?"

[2:02] Mögen auch wir jeden Tag damit beginnen, mit der Frage: "Herr, was sollen wir tun? Was sind deine Pläne?"

[2:11] Mögen wir unsere Gemeindesitzungen, unsere Pläne auch als Familie, als im Beruf, wo wir das umsetzen können, nach dieser ersten Frage ausrichten: "Gott, was möchtest du?" Und da Herr sprach: "Juda soll hinaufziehen. Siehe, ich habe das Land in seine Hand gegeben." Das sprach Juda zu seinem Bruder Simeon: "Zieh mit mir hinauf in mein Los, und lasst uns gegen die Kanaaniter kämpfen. So will auch ich mit dir in deinem ausziehen." Und Simeon zog mit ihm hinauf.

[2:42] Ein schönes Beispiel dafür, wie man auch im Werk Gottes zusammenarbeiten kann. Statt alleine nur das zu tun, was man erkannt hat, kann man jemanden mitnehmen, in seine Hilfe in Anspruch nehmen und dann auch ihm helfen. Gott möchte, dass wir zusammenarbeiten in den Dingen, die wir auch im Alltag zu tun haben.

[3:01] Als nun Juda hinaufzog, gab der Herr die Kanaaniter und die Perisiter in ihre Hand, und sie schlugen sie bei Besek, 10.000 Mann. Und als sie Adoni-Besek fanden, kämpften sie gegen ihn, und sie schlugen die Kanaaniter und Perisiter. Und Adoni-Besek floh, aber sie jagten ihm nach und ergriffen ihn und schlugen ihm die Daumen und die großen Zehen ab.

[3:27] Da sprach Adoni-Besek: "Siebzig Könige mit abgehauenen Daumen und großen Zehen lasen ihr Brot auf unter meinem Tisch. Wie ich gehandelt habe, so hat mir Gott wiedervergeltet." Und dann brachte man ihn nach Jerusalem, wo er starb.

[3:42] Sehr interessantes Prinzip, was wir hier sehen. Jetzt hat der kanaanitische König erkannt, selbst, dass das, was ihm widerfuhr, eine exakte, gerechte Strafe ist. Er hatte vielen anderen Menschen Böses getan, hat sie verachtet und sie ja verunstaltet. Und nun geschieht ihm das – ein Prinzip, das wir in der Bibel immer wieder finden: dass die Gottlosen am Ende die Frucht ihrer eigenen Taten essen werden, dass sie mit den Dingen bestraft werden, die sie anderen angetan haben oder antun wollten. Ihr könnt in Offenbarung 16 Beispiele auch dafür finden, die dann in den sieben letzten Plagen aktuell sein werden.

[4:18] Die Söhne Judas hatten nämlich gegen Jerusalem gekämpft, es erobert, und sie hatten die Einwohner mit der Schärfe des Schwertes geschlagen, die Stadt aber in Brand gesteckt. Danach zogen die Söhne Judas hinab, um gegen die Kanaaniter zu kämpfen, die auf dem Bergland und im Negev und in der Schefela wohnten.

[4:35] Juda zog auch gegen die Kanaaniter, die in Hebron wohnten. Hebron aber hieß vorzeiten Kirjat-Arba. Und sie schlugen Scheschai und Achiman und Talmai. Das haben wir schon in Josua 15 gelesen, als der Zug des Stammes Juda beschrieben worden ist.

[4:52] Von dort zogen sie gegen die Einwohner von Debir. Debir aber hieß vorzeiten Kirjat-Sefer. Und Kaleb sprach: "Wer Kirjat-Sefer schlägt und erobert, dem will ich meine Tochter Achsa zur Frau geben." Da eroberte es Otniel, der Sohn des Kenas, des jüngeren Bruders Kalebs, und der gab ihm seine Tochter zur Frau.

[5:12] Wir haben diese Geschichte schon in Josua gesehen, aber sie wird hier noch einmal aufgegriffen, weil wir damit auch eine Brücke schlagen können zu den weiteren Geschichten. Denn wir sehen werden, ist Otniel dann der erste Richter in Israel, der hier in diesem Buch erwähnt werden wird.

[5:27] Und es geschah, als sie einzog, da spornte sie ihn an, von ihrem Vater einen Acker zu erbitten. Und sie sprang vom Esel. Da sprach Kaleb zu ihr: "Was willst du?" Sie sprach: "Gib mir einen Segen, denn du hast mir Südland gegeben, so gib mir auch Wasserquellen!" Da gab ihr Kaleb die oberen Wasserquellen und die unteren Wasserquellen.

[5:46] Und die Söhne des Keniters, des Schwiegervaters Moses, waren mit den Söhnen Judas aus der Palmenstadt in die Wüste Juda hinaufgezogen, die südlich von Arad liegt. Und so gingen sie hin und wohnten bei dem Volk. Die Verwandten Moses wurden hier mit aufgenommen und konnten Teil des Volkes Israel werden.

[6:07] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass wir lernen, zuallererst nachzufragen, was dein Wille ist in all unseren Unternehmungen, in allem, was wir planen, sei es auf Arbeit, im Studium, in der Schule, in der Freizeit, in der Gemeinde. Lass uns deinen Willen zur obersten Richtschnur unseres Handelns machen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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