Veröffentlicht am
348 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp Richter 11:15-37. Er analysiert Jeftahs diplomatische Antwort an die Ammoniter, in der er sich auf die Heilsgeschichte Israels beruft, um deren Gebietsansprüche zu widerlegen. Die Predigt betont die Bedeutung der Kenntnis biblischer Geschichte für den geistlichen Kampf und zeigt, wie der Geist des Herrn Jeftah für den Sieg befähigt. Ein zentraler, tragischer Punkt ist Jeftahs Gelübde und dessen weitreichende Folgen für seine einzige Tochter.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Seite 286. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater
[0:40] im Himmel, wir möchten dir Danke sagen, dass du
[0:43] alles daran setzt, um uns von der Sünde
[0:47] und schlechten Gewohnheiten und
[0:49] Versuchung zu retten und zu befreien. Und,
[0:53] Herr, wir möchten dich bitten auch für den
[0:55] heutigen Tag, dass du nicht nur unser
[0:58] Erlöser bist, dem wir von ganzem Herzen
[1:00] danken, sondern auch unser König, dass wir
[1:04] nicht nur deine Vergebung erleben,
[1:05] sondern auch aus Liebe und aus Freude
[1:10] gehorsam sind und dich bestimmen, dass du
[1:14] es in unserem Leben passieren soll,
[1:15] weil wir gelernt haben und immer besser
[1:18] lernen, dass du die besten Pläne für uns
[1:20] hast. Herr, sprich durch dein Wort auch
[1:23] heute jetzt zu uns durch deinen Heiligen
[1:26] Geist direkt in unser Herz. Das bitten wir
[1:29] im Namen Jesu. Amen.

[1:33] Wir sind in Richter Kapitel 11. Jeftah
[1:38] ist auserkoren worden, nachdem er zuvor
[1:41] verstoßen worden war, jetzt im Kampf
[1:45] gegen die Ammoniter, die Kinder Israels
[1:47] anzuführen. Er hat Kontakt aufgenommen
[1:49] mit dem König von Ammon und dessen Gebiet
[1:51] Forderungen erhalten und jetzt lesen wir
[1:55] weiter in Vers 15.

[1:57] Die sprachen zu ihm, also die Gesandten
[2:01] des Jeftah an den König von Ammon: "So
[2:04] spricht Jeftah: Israel hat weder das
[2:06] Land der Moabiter noch das Land der
[2:07] Ammoniter genommen. Denn als sie aus
[2:10] Ägypten zogen, wandelte Israel durch die
[2:12] Wüste bis an das Schilfmeer und kam nach
[2:14] Kadesch.
[2:14] Da sandte Israel Boten zum König der
[2:16] Edomiter und sprach: 'Lasst mich doch durch
[2:18] dein Land ziehen.'
[2:18] Aber der König der Edomiter erhörte sie
[2:20] nicht. Auch zum König der Moabiter
[2:22] sandten sie.
[2:22] Der wollte sie auch nicht. So verblieb
[2:25] Israel in Kadesch und wanderte in der Wüste
[2:28] und umging das Land der Edomiter und das
[2:30] Land der Moabiter und kam vom Aufgang
[2:32] der Sonne her zum Land der Moabiter und
[2:34] lagerte sich jenseits des Arnon und kam
[2:37] nicht in das Gebiet der Moabiter, denn
[2:39] der Arnon ist die Grenze der Moabiter."

[2:42] In
[2:44] dieser Auseinandersetzung mit den
[2:47] Ammonitern beruft sich Jeftah jetzt auf die
[2:49] Geschichte, die Geschichte, die er aus
[2:52] Büchern wie Vierte Mose und Fünfte Mose
[2:56] kannte. Auch wir müssen die Geschichte
[2:58] unseres Volkes, die
[3:01] Heilsgeschichte kennen. In gegenwärtigen
[3:03] Auseinandersetzungen, wenn der Satan
[3:05] attackiert, wenn wir in den Kampf hinein
[3:07] gezogen werden, müssen wir wissen, was
[3:10] Gott in der Vergangenheit getan hat, wie
[3:11] er gewirkt hat in früheren Generationen,
[3:15] um zu wissen, was die Wahrheit ist, wenn
[3:19] falsche Forderungen gestellt werden.

[3:21] Und
[3:21] Israel sandte Boten zu Sihon,
[3:22] dem König der Amoriter, dem König von
[3:24] Heschbon, und Israel ließ ihm sagen: 'Lasst uns
[3:27] doch durch dein Land bis zu meinem Ort
[3:29] ziehen.' Aber Sihon traute Israel nicht,
[3:31] dass es durch sein Gebiet hätte ziehen
[3:32] lassen, sondern versammelte sein ganzes
[3:35] Volk und lagerte sich bei Jahaz und
[3:37] kämpfte mit Israel.
[3:37] Daher aber der Herr, Gott Israels, gab den
[3:39] Sihon mit seinem ganzen Volk in die Hand
[3:41] Israels, so dass sie diese schlugen.
[3:43] So nahm Israel das ganze Land der
[3:45] Amoriter ein, die in jenem Land wohnten, und
[3:49] sie nahmen das ganze Gebiet der Amoriter
[3:51] ein, vom Arnon und bis an den Jabbok und
[3:53] von der Wüste bis an den Jordan. Genau
[3:55] dieses Gebiet, was der, was wir das letzte Mal
[3:57] gesehen haben, der König von Ammon für
[3:59] sich in Anspruch nimmt.

[4:05] Und Jeftah zeigt
[4:07] hier sehr deutlich, aufgrund seiner
[4:10] Kenntnis der Bibel, aufgrund seiner Kenntnis
[4:12] der Worte, Kenntnis seiner Geschichte des
[4:15] Volkes Israels, dass diese Forderungen
[4:17] des Feindes falsch gewesen. Wir müssen
[4:20] die biblische Geschichte kennen. Wir
[4:22] müssen wissen, wie Gott in der
[4:24] Vergangenheit gewirkt hat, um zu wissen,
[4:28] welche falschen Forderungen der Feind in
[4:30] welcher Form auch immer in unserem Leben,
[4:32] in unserer Zeit, in unserer Gemeinde
[4:37] stellt.

[4:37] So hat nun der Herr,
[4:37] der Gott Israels, die Amoriter vor seinem
[4:41] Volk Israel vertrieben, und du willst es
[4:43] vertreiben? Ist es nicht so, wenn dein
[4:45] Gott Kemosch dir etwas einzunehmen gibt,
[4:47] nimmst du es nicht in Besitz?
[4:49] Was nun der Herr, unser Gott, für uns
[4:51] vertrieben hat, das nehmen wir auch in Be-
[4:53] sitz. Oder bist du etwa besser als
[4:56] Balak, der Sohn Zippors, der König der
[4:58] Moabiter? Hat der auch je mit Israel
[5:00] einen Rechtsstreit geführt oder gekämpft?"

[5:00] Auch das bezieht sich auf die bekannten
[5:02] Geschichten in Vierter Mose, als der
[5:05] Bileam von Balak eingeladen worden
[5:09] war.

[5:12] "Und Israel 300 Jahre lang in
[5:14] Heschbon und seine Töchter, äh, Heschbon
[5:16] und seine Töchter, äh, und seine Töchter
[5:16] und mit allen Städten wie Arnon und liegen gewohnt
[5:18] hat. Warum habt ihr sie ihnen nicht
[5:20] weggenommen während dieser Zeit?" Das
[5:21] Argument ist, mit anderen Worten: "Seit 300
[5:24] Jahren akzeptiert ihr diesen, diesen,
[5:27] diesen Zustand, wie Gott uns geführt hat,
[5:30] und jetzt wollt ihr es plötzlich als
[5:31] Verbrechen darstellen?"

[5:33] Interessant ist
[5:35] auch, dass dieser Vers uns eine, eine
[5:37] ungefähre zeitliche Einordnung gibt, dass
[5:41] Jeftah ungefähr um 1100 vor Christus
[5:43] gelebt haben muss.

[5:43] "Ich habe nicht gegen dich gesündigt,
[5:47] sondern du handelst böse an mir, dass du
[5:49] gegen mich Krieg führst. Der Herr, der
[5:51] Richter, soll heute ein Urteil fällen
[5:52] zwischen den Kindern Israels und den
[5:55] Kindern Ammon."

[5:55] Interessanter Vers, denn
[5:57] eine der großen Fragen im Buch Richter
[5:59] ist ja, wer herrscht eigentlich wirklich?
[6:02] Wir sehen wieder beim Abimelech so
[6:05] Ansätze, ein Königtum zu etablieren. Es
[6:07] werden auch immer wieder diese Idee
[6:11] finden, dass es keinen König gab, aber der
[6:13] eigentliche Richter, der eigentliche
[6:17] König ist Gott, nicht die Richter, die
[6:18] immer wieder auftauchen, so die
[6:20] eigentlichen Herrscher Israels, sondern
[6:23] der Gott des Himmels und der Erde.

[6:23] Aber der König der Ammoniter hörte nicht
[6:27] auf die Worte Jeftahs, die eben sagen
[6:31] bis. Da kam der Geist des Herrn auf
[6:33] Jeftah, und er zog durch Gilead und Manasse
[6:35] und durch Mizpa, das in Gilead liegt,
[6:36] und von Mizpa, das in Gilead liegt, zog
[6:38] er gegen die Ammoniter.

[6:38] Wir haben gesehen, was der
[6:41] Geist mit Othniel gemacht hat. Wir haben gesehen,
[6:42] was der Geist im Leben von Gideon
[6:44] bewirkt hat. Auch hier sehen wir, wenn der
[6:46] Geist des Herrn auf einen, bei den
[6:47] Menschen kommt,
[6:49] dann gibt es eine Erweckung, dann gibt es
[6:51] eine Reformation, dann gibt es einen
[6:54] Widerstand gegen den Feind, dann wird
[6:56] gekämpft. Wenn der Heilige Geist in unser
[6:57] Leben kommt, heißt es nicht, dass die
[6:59] Feinde auf einmal plötzlich alle weg
[7:01] sind, aber es heißt, dass wir Kraft und
[7:03] Mut bekommen, gegen den Feind zu kämpfen,
[7:06] bis er vernichtet ist. Das möchte der
[7:07] Geist in unserem Leben bewirken. Er möchte,
[7:10] dass wir gegen die Sünde kämpfen, bis sie
[7:14] vernichtet ist in unserem Leben, dass
[7:18] Gottes Herrlichkeit in unserem Leben
[7:21] sichtbar wird.

[7:21] Und Jeftah gelobte dem
[7:23] Herrn ein Gelübde und sprach: "Wenn du die
[7:26] Ammoniter in meine Hand gibst, so soll
[7:28] das, was zu meiner Haustür heraus mir
[7:30] entgegenkommt, wenn ich in Frieden von
[7:32] den Ammonitern zurückkehre, dem Herrn
[7:35] gehören, und ich will es als Brandopfer
[7:38] darbringen."

[7:38] Etwas dem Herrn zu geben
[7:41] bedeutet, es zum Heiligtum zu bringen. Nun
[7:42] wissen wir, dass schon, das ist sehr wichtig
[7:45] für den Fortlauf der Geschichte, dass er
[7:46] aus den Büchern Mose, dass es bestimmt
[7:49] Dinge gab, die dann, wenn sie dem Herrn
[7:50] geweiht worden sind, tatsächlich als
[7:52] Brandopfer auch dargebracht werden
[7:54] mussten. Andere Dinge mussten ausgelöst
[7:57] werden. Ein Esel konnte zum Beispiel ausgelöst
[7:59] werden, indem man ihm das Genick brach.
[8:01] Ein Mensch sollte unter allen Umständen
[8:03] immer ausgelöst werden. Und das wird
[8:06] jetzt hier in dieser Geschichte noch
[8:07] wichtig werden.

[8:07] So zog Jeftah gegen die Ammoniter, um
[8:10] gegen sie zu kämpfen, und der Herr gab sie
[8:12] in seiner Hand und schlug sie von Aroer
[8:14] an bis nach Minith, 20
[8:17] Städte, und bis nach Abel-Keramim, in
[8:19] einer sehr großen Schlacht. So wurden die
[8:22] Kinder Ammons von den Kindern Israels
[8:24] gedemütigt.

[8:27] Als Jeftah nach Mizpa zu
[8:30] seinem Haus kam, siehe da, trat seine
[8:33] Tochter heraus, ihm entgegen mit Tamburin
[8:35] und Reigen. Sie war sein einziges Kind,
[8:38] und er hatte sonst weder Sohn noch Tochter.

[8:41] Wir haben gerade gesagt, er wird sie
[8:44] nicht als Brandopfer haben opfern müssen,
[8:46] aber sie gehört jetzt dem Herrn. Das heißt,
[8:49] sie gehörte dem Heiligtum. Sie hatte kein
[8:52] Erbteil mehr. Es ging in dieser Geschichte auch darum, wer erben
[8:55] sollte. Er selbst hatte ja lange kein Erbteil
[8:58] bekommen. Jetzt war er zum Herrscher
[9:00] ernannt worden. Er hätte ein großes
[9:02] Erbteil bekommen, aber konnte es nicht
[9:04] weitergeben, weil er keinen Sohn hatte
[9:06] und nur eine einzige Tochter, die nach
[9:08] den Bestimmungen Moses, die Gott gegeben
[9:10] hatte, ja erst berechtigt gewesen wäre,
[9:13] aber jetzt nicht mehr erben kann, weil
[9:15] sie dem Herrn geweiht ist.

[9:20] Und es geschah,
[9:21] als er sie sah, da zerriss er seine
[9:22] Kleider und sprach: "Ach, meine Tochter,
[9:24] wie tief bückst du mich nieder und wie
[9:26] betrübst du mich? Denn ich habe meinen
[9:28] Mund dem Herrn gegenüber aufgetan, ich
[9:30] kann es nicht widerrufen."

[9:33] Sie aber sprach: "Mein Vater, hast du
[9:35] deinen Mund dem Herrn gegenüber aufgetan, so
[9:37] handle an mir, wie es aus deinem Mund
[9:39] gegangen ist, nachdem der Herr dich an
[9:41] deinen Feinden, den Ammonitern, gerächt hat."
[9:43] Und sie sprach zu ihrem Vater:
[9:45] "Das werde mir gestattet, dass du mir zwei
[9:48] Monate lang Zeit lässt, dann will ich
[9:49] auf die Berge gehen und über meine
[9:51] Ehelosigkeit mit meinen Freundinnen
[9:52] weinen kann."

[9:53] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im
[9:59] Himmel, wir danken dir, dass du uns dein Wort
[10:02] geschenkt hast. Und Herr, wir möchten
[10:09] lernen, die Geschichte deines Volkes so
[10:12] gut zu kennen, dass wir, wenn der Feind
[10:14] uns angreift, wenn der Feind
[10:17] Falschbehauptungen macht, wenn der Feind
[10:20] durch Versuchung und Sünde uns
[10:22] herausfordern will, dass wir aufgrund
[10:24] dessen, was wir in deinem Wort gelesen
[10:27] und studiert haben, wissen, was die
[10:29] Wahrheit ist, dass wir falsche
[10:32] Anschuldigungen des Feindes
[10:34] identifizieren können und dass wir zur
[10:36] Wahrheit stehen können und erfüllt von
[10:41] deinem Geist Sünde und Teufel so lange
[10:43] bekämpfen können, bis wir den
[10:45] vollständigen Sieg errungen haben. Herr,
[10:48] erfülle uns heute mit deinem Heiligen
[10:49] Geist.
[10:51] Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


Lizenz

Copyright ©2017 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.