In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ geht Christopher Kramp auf Richter 11:38-13:5 ein. Er beleuchtet die tragische Geschichte von Jeftahs Tochter, den Bruderkrieg zwischen Gilead und Ephraim und die kurze Amtszeit weiterer Richter. Abschließend wird die Verheißung der Geburt Simsons an Manoachs unfruchtbare Frau thematisiert und die Bedeutung eines gottgefälligen Lebensstils für die nachfolgende Generation hervorgehoben.
Gott auf (m)einer Seite: Richter 11:38-13:5
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, RichterPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite" heute mit Richter 11:38-13:5, Seite 287. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:40] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir dein Wort haben und danke, dass wir aus den Geschichten der Bibel lernen können. Danke, dass du uns ganz viele Dinge zeigst für unser persönliches Leben. Herr, wir möchten uns jeden Tag Zeit nehmen, diese Geschichten besser kennenzulernen. So möchten wir dich bitten, dass du auch jetzt durch dein Wort zu uns sprichst, durch den Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:05] Wir sind in Richter Kapitel 11. Jeftah hat einen großen Sieg über die Ammoniter errungen, hat allerdings dann sein Gelübde erfüllen müssen. Seine Tochter war das Erste, was aus seinem Haus herauskam. Das bedeutet, dass seine Tochter jetzt dem Herrn geweiht sein sollte. Wir lesen im Vers 38: "Und er sprach: Geh hin! Und er ließ sie zwei Monate lang frei. Da ging sie hin mit ihren Freundinnen und weinte auf den Bergen über ihre Ehelosigkeit. Und nach zwei Monaten kam sie wieder zu ihrem Vater, und er vollzog an ihr sein Gelübde, das er gelobt hatte. Und sie hatte nie einen Mann erkannt. Daher wurde es Brauch in Israel, dass die Töchter Israels jährlich hingehen, um die Tochter Jeftahs, des Gileaditers, zu besingen, vier Tage im Jahr."
[1:56] Es scheint so, wie wir das letzte Mal gesehen haben, dass diese Tochter Jeftahs dem Heiligtumsdienst geweiht worden ist und damit kein Erbteil mehr gehabt hat, was im Zuge dieser ganzen Geschichte von Jeftah und seinem ursprünglichen Vertrieben-Sein vom Erbe eine besondere Note verleiht.
[2:19] Wie wir gesehen haben, nach dem Gesetz Mose sollte jeder Mensch, der dem Herrn geweiht war, ausgelöst werden. Aber die Männer von Ephraim versammelten sich und zogen nach Zafon und sprachen zu Jeftah: "Warum bist du gegen die Ammoniter in den Kampf gezogen und hast uns nicht gerufen, dass wir mit dir ziehen? Wir wollen dein Haus samt dir mit Feuer verbrennen!"
[2:40] Es war schon bei Gideon so gewesen, dass die Männer von Ephraim sich beschwert haben, dass sie nicht mitkämpfen durften. Hier sieht man, wie sich Geschichte in gewisser Weise wiederholt, zwar nicht genau auf den Punkt, aber doch dem Prinzip nach. Dieselben Menschen oder ihre Nachkommen, die damals so gegen die Führer Israels gewettert und geschimpft haben, sie tun es jetzt auch wieder. Schon wieder nach einem großen Sieg. Es wird immer Menschen geben, die selbst dann, wenn Gott Großes tut, immer noch Anlass finden zum Zanken und zum Streiten. Lasst uns selbst nicht solche Menschen sein.
[3:18] Jeftah sprach zu ihnen: "Ich und mein Volk hatten einen schweren Kampf mit den Ammonitern, und ich schrie zu euch um Hilfe, aber ihr habt mir nicht aus ihrer Hand geholfen. Als ich nun sah, dass bei euch keine Hilfe war, setzte ich mein Leben daran und zog hin gegen die Ammoniter, und der Herr gab sie in meine Hand. Warum kommt ihr auch heute zu mir herauf, um gegen mich zu kämpfen?"
[3:40] Und Jeftah versammelte alle Männer von Gilead und kämpfte gegen Ephraim, und die Männer von Gilead schlugen Ephraim, weil sie gesagt hatten: "Ihr seid ephraimitische Flüchtlinge! Gilead liegt zwischen Ephraim und Manasse." Dieser Streit führt zum Bruderkrieg.
[3:56] Und die Gileaditer besetzten die Furten des Jordan vor Ephraim. Wenn die flüchtenden Ephraimiter sprachen: "Lasst mich hinübergehen!", so sprachen die Männer von Gilead: "Bist du ein Ephraimiter?" Wenn er dann antwortete: "Nein!", so sprachen sie zu ihm: "Sage doch 'Schibbolet'!" Sagte er dann "Sibbolet", weil er es nicht recht aussprechen konnte – ein Hinweis darauf, dass es verschiedene Dialekte zwischen den Stämmen gab, so wie es heute auch verschiedene Dialekte zum Beispiel in Deutschland gibt –, so ergriffen sie ihn und töteten ihn an der Furt des Jordan, so dass zu der Zeit von Jeftah 42.000 Ephraimiter fielen.
[4:35] Und Jeftah richtete Israel sechs Jahre lang. Dann starb Jeftah, der Gileaditer, und er wurde begraben in einer der Städte Gileads.
[4:44] Nach ihm richtete Ibzan von Bethlehem das Volk Israel. Er hatte 30 Söhne und entließ 30 Töchter aus seinem Haus und nahm seinen Söhnen 30 Töchter von auswärts als Ehefrauen. Und er richtete Israel sieben Jahre lang. Danach starb Ibzan und wurde in Bethlehem begraben.
[5:00] Nach ihm richtete Elon, ein Sebuloniter, das Volk Israel. Er richtete Israel zehn Jahre lang. Und Elon, der Sebuloniter, starb und wurde begraben in Ajalon im Land Sebulon.
[5:12] Nach ihm richtete Abdon, der Sohn Hillels, ein Piratoniter, das Volk Israel. Er hatte 40 Söhne und 30 Enkel, die auf 70 Eselsfüllen ritten. Und er richtete Israel acht Jahre lang. Danach starb Abdon, der Sohn Hillels, der Piratoniter, und wurde begraben in Piraton im Land Ephraim, im Bergland der Amalekiter.
[5:33] Aber die Kinder Israels taten wieder, was böse war in den Augen des Herrn. Da gab sie der Herr in die Hand der Philister 40 Jahre lang. Der Zyklus, den wir schon so oft gesehen haben im Buch Richter, geht wieder in den Abfall-Modus. Leider.
[5:51] Es war ein Mann von Zora, vom Geschlecht der Daniter, namens Manoach, und seine Frau war unfruchtbar und konnte keine Kinder bekommen. Und der Engel des Herrn erschien der Frau und sprach zu ihr: "Siehe doch, du bist unfruchtbar und kannst keine Kinder bekommen, aber du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären."
[6:10] Eine Geschichte so ähnlich wie die bei Abraham und Sara, wie bei Isaak und Rebekka, auch bei Jakob und Rahel. Immer wieder gibt es diese Geschichten der unfruchtbaren Frauen. Immer wieder sind sie ein Hinweis auf die Macht Gottes und auch ein Typus auf den Glauben, den Gott schon hier im Alten Testament den Menschen illustrieren wollte.
[6:37] Gott wendet sich an die Frau selbst. Er spricht zu ihr und gibt ihr diese wunderschöne Verheißung: "Und nun hüte dich doch, dass du keinen Wein noch starkes Getränk trinkst und nichts Unreines isst. Denn siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. Dem soll kein Schermesser auf das Haupt kommen, denn der Knabe soll ein Nasiräer sein von Mutterleib an, und er wird anfangen, Israel aus der Hand der Philister zu retten."
[7:02] Sie bekamen nicht nur die Verheißung eines Kindes, sondern dass dieses Kind eine besondere Rolle im Volk Gottes spielen sollte. Und deswegen war es wichtig, wie sie selbst leben sollte. Ihr Lebensstil sollte Einfluss haben auf das Wohl des Kindes. Und daher können wir lernen, dass es wichtig ist, nicht nur für uns selbst, sondern auch für die, die uns abhängig sind, wie wir leben und welche Lebensstilentscheidungen wir auch heute in unserem Leben treffen.
[7:32] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du zu jedem Einzelnen von uns sprichst, egal ob wir jung oder alt, Mann oder Frau sind, erfahren oder ganz neu im Glauben. Herr, du hast eine Verheißung und eine Botschaft für jeden Einzelnen von uns, und dafür möchten wir dir von Herzen dankbar sein. Amen.
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