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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp beleuchtet in dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ die Kapitel Richter 1:17-2:3. Er analysiert, wie die israelitischen Stämme, trotz Gottes Unterstützung, die Kanaaniter nicht vollständig aus dem verheißenen Land vertrieben, sondern sie stattdessen fronpflichtig machten. Kramp betont, dass diese unvollständige Gehorsamkeit, die auf menschlicher Logik statt auf Gottes klaren Anweisungen beruhte, weitreichende negative Folgen haben würde. Die Botschaft mahnt dazu, Gottes Wort vollständig zu befolgen und nicht nur scheinbare Kontrolle über Bereiche zu haben, die eigentlich ganz aus dem Leben entfernt werden sollten.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:28] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit Seite 272.

[0:33] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, [0:37] auch heute wollen wir zuallererst fragen: Was ist dein Wille? [0:42] Was sagst du? Was ist deine Meinung zu [0:47] den Dingen, die wir uns heute vorgenommen haben, den Dingen, die wir als Projekte planen? Herr, wir möchten auf deine Stimme [0:53] hören und wir möchten dich bitten, dass du [0:57] durch deinen Heiligen Geist zu uns redest, wenn wir dein Wort jetzt lesen. Das [0:59] bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:03] Wir sind in Richter Kapitel 1 und haben [1:07] gesehen, wie der Stamm Juda auf das Wort [1:09] Gottes hin als erstes losgezogen ist, [1:11] gemeinsam mit dem Stamm Simeon, der [1:15] mitarbeiten sollte, gegenseitig geben [1:18] und nehmen, um restliche Gebiete Kanaans [1:21] zu erobern, die noch nicht erobert worden [1:23] waren.

[1:24] Wir lesen in Vers 17: "Juda aber zog hin [1:26] mit seinem Bruder Simeon, und sie schlugen [1:29] die Kanaaniter, die in Zephath wohnten, und [1:32] vollstreckten an ihnen den Bann und nannten [1:34] die Stadt Horma. Dazu eroberte Juda Gaza [1:38] samt seinem Gebiet und Askalon samt [1:41] seinem Gebiet und Ekron samt seinem [1:43] Gebiet. Und der Herr war mit Juda, so dass [1:47] er das Bergland eroberte, aber die [1:49] Bewohner der Ebene vertrieb er nicht aus [1:51] ihrem Besitz, [1:52] denn sie hatten eiserne Streitwagen."

[1:56] Hier war also der Stamm Juda. Gott war an [1:59] seiner Seite und kämpfte mächtig für sie. [2:02] Aber dann, als es um die Gegenden unten [2:05] am Mittelmeer ging, da waren diese [2:10] eisernen Streitwagen, die militärische [2:13] Überlegenheit der dort wohnenden [2:16] Einwohner der Ebene zu stark für sie.

[2:20] Was war los? Was war das Problem? Und sie [2:25] gaben dem Kaleb Hebron, wie es Mose [2:27] gesagt hatte, und dieser vertrieb daraus [2:30] die drei Söhne Enaks. Aber die Söhne [2:32] Benjamins vertrieben die Jebusiter nicht, [2:34] die in Jerusalem wohnten, sondern die [2:36] Jebusiter wohnten bei den Söhnen Benjamins [2:39] in Jerusalem bis zu diesem Tag.

[2:41] Eigentlich hätten all diese Menschen [2:44] ausgerottet und vernichtet werden sollen. [2:46] Aber auch die Benjaminiter tun das [2:49] nicht. Die Judäer, also die vom Stamm Juda, [2:51] sie besiegen diese Menschen dort am [2:54] Mittelmeer an der Küste nicht. Die [2:56] Benjaminiter lassen die Jebusiter leben.

[2:59] Es heißt weiter in 1,22: "Auch das Haus Josef [3:02] zog hinauf nach Bethel, und der Herr [3:04] war mit ihnen. Und das Haus Josef [3:06] ließ Bethel auskundschaften. Die Stadt hieß [3:08] aber früher Lus. Das ist die Gegend, wo [3:11] Jakob viele Jahrhunderte zuvor auf dem [3:15] Weg nach Aram, nachdem er seinen Vater [3:18] betrogen hatte, diesen Traum gehabt hat [3:21] und die Stufen zum Himmel gesehen [3:24] hatte, die vom Himmel herabkamen, den Ort [3:28] Bethel genannt hatte, nämlich das Haus [3:30] Gottes. Und die Späher sahen einen Mann [3:33] aus der Stadt herauskommen und sprachen [3:34] zu ihm: 'Zeigt uns doch, wo wir in die [3:36] Stadt eindringen können, so wollen wir [3:38] dir Gnade erweisen.' [3:39] Er zeigte ihnen, wo die Stadt auch [3:41] zugänglich war, und sie schlugen die [3:43] Stadt mit der Schärfe des Schwertes. Den [3:45] Mann aber und seine ganze Sippe ließen [3:48] sie gehen. [3:49] Da zog der Mann in das Land der Hetiter [3:51] und baute eine Stadt und nannte sie Lus. [3:54] Das ist ihr Name bis zum heutigen Tag."

[3:57] Manasse aber vertrieb die Einwohner [4:00] von Beth-Schean und seinen Tochterstädten [4:02] nicht, auch nicht diejenigen von Taanach und [4:04] seinen Tochterstädten, noch die Bewohner [4:06] von Dor noch seinen Tochterstädten, noch [4:09] die Bewohner von Jibleam und seinen [4:11] Tochterstädten, noch die Bewohner von [4:13] Megiddo und seinen Tochterstädten, sondern [4:16] es gelang den Kanaanitern, in diesem [4:18] Land zu bleiben. Auch das hatten wir [4:23] schon im Buch Josua gelesen. Und als [4:23] Israel erstarkte, machte es die [4:25] Kanaaniter fronpflichtig, aber es vertrieb [4:27] sie nicht aus ihrem Besitz.

[4:28] Vielleicht haben sie gedacht: "Na ja, das ist ja fast [4:30] so wie als wenn wir sie ausgerottet [4:33] hätten. Wir herrschen ja über sie. Wir [4:36] haben sie unter Kontrolle. [4:37] Vielleicht reicht das ja, vielleicht sind [4:40] damit die Forderungen Gottes ja im [4:42] Wesentlichen erfüllt."

[4:43] Aber es reicht nicht aus, wenn wir die [4:45] Forderungen Gottes nach menschlichem [4:47] Ermessen erfüllen. Wir müssen sie so [4:49] erfüllen, wie Gott es gesagt [4:50] hat. Denn das, was scheinbare Kontrolle [4:54] bedeutete, würde sich schon bald in eine [4:56] Katastrophe wenden. Wenn Gott möchte, dass [5:00] wir bestimmte Dinge aus unserem Leben [5:01] entfernen, dann reicht es nicht, wenn wir [5:03] sie so unter Kontrolle halten, sodass sie [5:06] uns ja nicht beherrschen. Dann Gott [5:07] möchte, dass die entfernt werden, [5:09] dann müssen sie entfernt werden.

[5:11] Und Ephraim vertrieb die Kanaaniter [5:13] nicht, die in Geser wohnten, sondern die Kanaaniter [5:15] blieben in ihrer Mitte in Geser. [5:17] Sebulon vertrieb die Bewohner von Kitron [5:19] nicht, auch nicht die Bewohner von [5:21] Nahalol, und die Kanaaniter wohnten in ihrer [5:23] Mitte und wurden fronpflichtig. Asser [5:26] vertrieb die Bewohner von Akko nicht, [5:27] auch nicht die Bewohner von Sidon und Achlab, [5:31] Achsiv, Helba, Afek und Rehob, sondern die [5:34] Asseriter wohnten mitten unter den Kanaanitern, [5:35] die im Land blieben, denn sie [5:37] vertrieben sie nicht aus ihrem Besitz.

[5:38] Es war kein Einzelfall, sondern es wurde [5:40] die Regel, dass die Stämme jeweils nicht [5:42] das taten, was sie eigentlich hätten tun [5:44] sollten. So, und weil sie glaubten, wir [5:46] können einfach ganz gut mit ihnen [5:47] zusammenleben und sie tun uns ja nichts [5:48] mehr. Wir haben sie ja mehrfach besiegt [5:49] und jetzt können wir sie als fronpflichtige [5:52] Knechte ja behalten."

[5:55] Naftali vertrieb weder die Einwohner von Beth-Schemesch [5:57] noch die Einwohner von Beth-Anath, [5:59] sondern wohnte mitten unter den [6:01] Kanaanitern, die das Land bewohnten. [6:02] Aber die Bewohner von Beth-Schemesch und [6:04] Beth-Anath wurden ihnen fronpflichtig. [6:06] Und die Amoriter drängten die Söhne Dans [6:08] auf das Bergland zurück und ließen sie [6:10] nicht in die Ebene abkommen.

[6:12] Es gab sogar Gegenden, wo Kanaaniter sich gewehrt [6:14] haben, militärisch, so beim Stamm Juda [6:16] hier auch beim Stamm Dan, gerade dort, wo [6:20] die Ebene war, wo man somit Streitwagen [6:23] zum Beispiel besser kämpfen konnte, wo auch die [6:26] Zentren der alten kanaanäischen Kultur [6:28] gewesen waren. [6:29] Dort blieben sie wehrhaft und ließen die [6:31] Israeliten gar nicht vordringen. [6:34] Und es gelang den Amoritern, in Heres, in [6:36] Ajalon und in Schaalbim zu bleiben, aber die [6:39] Hand des Hauses Josef wurde ihnen zu [6:41] schwer, und sie wurden fronpflichtig. [6:44] Und die Grenze der Amoriter zog sich vom [6:46] Skorpionenpass, von dem Felsmassiv an [6:48] aufwärts.

[6:52] Man könnte denken: "Na ja, es wird trotzdem alles Erfolg. Sie haben ja [6:53] alles unter Kontrolle." [6:54] Aber Gott sah die Sache anders.

[6:56] Und der Engel des Herrn kam von Gilgal herauf [6:58] nach Bochim und sprach: "Ich habe euch aus [7:02] Ägypten herausgeführt [7:03] und in das Land gebracht, das ich euren [7:05] Vätern zugeschworen habe. Und ich sagte: [7:07] 'Ich will meinen Bund mit euch nicht [7:09] aufheben ewiglich. Ihr aber solltet mit [7:12] den Eingeborenen dieses Landes keinen [7:14] Bund machen. [7:14] Ihr seid mit mir im Bund und dürft euch [7:17] nicht mit anderen verbinden, sondern ihre [7:19] Altäre niederreißen.' [7:21] Aber ihr habt meiner Stimme nicht [7:22] gehorcht. Warum habt ihr das getan?"

[7:26] Manchmal denken wir, dass doch alles in [7:29] Ordnung ist, weil wir doch alles unter [7:30] Kontrolle haben. [7:30] Aber wir wissen, dass wir in bestimmten [7:32] Dingen Gottes Wort nicht befolgen. Und [7:35] Jesus fragt uns, fragt mich und fragt [7:38] dich heute: "Warum hast du das getan? Warum [7:41] hörst du nicht auf meine Stimme? Warum [7:43] bist du nicht genau in dem Gehorsam, in [7:46] dem, was ich dir sage?"

[7:50] "So habe ich nun auch gesagt: Ich will sie nicht [7:51] vertreiben, [7:52] damit sie euch zu Netzen und ihre [7:54] Götter euch zum Fallstrick werden."

[7:56] Wenn wir nicht Dinge vertreiben wollen, die aus [8:00] unserem Leben müssen, wird Gott uns auch nicht [8:02] die Kraft dazu geben. Wenn wir nicht [8:05] wirklich von Herzen bestimmte Dinge [8:07] überwinden wollen, wird Gott uns nicht [8:09] dabei segnen können. [8:13] Wir müssen uns entscheiden, was wir wollen: ob wir [8:16] wirklich ganz gehorsam sein wollen oder [8:18] den Eindruck haben wollen, wir haben [8:19] alles unter Kontrolle, [8:20] um dann die Katastrophe zu erleben, von [8:23] der dieses Buch jetzt noch berichten [8:25] wird.

[8:29] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns [8:30] aufrüttelst und uns zeigst, dass es [8:33] nicht ausreicht, wenn wir im Wesentlichen [8:35] das meiste, so wie es uns gut erscheint, [8:38] deines Wortes befolgen, sondern dass du [8:40] dir wünschst, dass wir wirklich Ernst [8:42] machen mit allem, was du sagst, mit allem, [8:44] was du uns klar erklärt hast, dass es [8:46] auch wirklich eins zu eins umgesetzt [8:47] wird. Herr, vergib uns, vergib mir, vergib jedem [8:50] von uns, wenn wir in unserem Leben zu [8:52] nachsichtig mit uns selbst gewesen sind [8:54] und dachten, wir hätten alles unter [8:56] Kontrolle, [8:56] wenn wir dir ja nicht wirklich ganz [8:58] gefolgt sind. Gib, dass wir rechtzeitig [9:00] umkehren, bevor große Katastrophen über [9:03] unser Leben hereinbrechen. [9:04] Das bitten wir im Namen Jesu. [9:06] Amen.


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