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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Dieses Video taucht tief in Richter 13:6-14:2 ein und beleuchtet die wundersame Ankündigung von Simsons Geburt an Manoach und seine Frau. Christopher Kramp erklärt die Bedeutung von Simsons Nasiräer-Gelübde und die Parallelen zu Gideon. Er betont, wie Gott Gebete erhört und stets das Beste für uns will, selbst wenn wir seine Wege nicht sofort verstehen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 288. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du für jeden Einzelnen von uns eine persönliche Botschaft hast. Danke, dass du uns nachgehst und auch dann, wenn es uns schlecht geht oder wir ja große Sorgen haben, du zu uns sprichst und uns ermutigst und segnest. Und Herr, wir möchten dich bitten, dass du auch heute durch dein starkes Wort zu uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:08] Wir sind in Richter Kapitel 13. Die Frau von Manoach ist unfruchtbar, und der Engel des Herrn erscheint ihr persönlich und gibt ihr die Verheißung, dass sie einen Sohn haben wird, der als Richter in Israel Großes bewirken wird. Wir lesen in Vers 6: „Da kam die Frau und sagte es ihrem Mann und sprach: Ein Mann Gottes ist zu mir gekommen, und seine Gestalt war wie die Gestalt eines Engels Gottes, sehr schrecklich, sodass ich ihn nicht fragte, woher er komme, und er hat mir seinen Namen nicht genannt.“ Sowie Gideon damals auch den Engel des Herrn zunächst für einen Menschen hielt, so hat auch diese Frau den Eindruck, dass hier ein Prophet, ein Seher, ein Mann Gottes gekommen ist. Wie oft ist Gott uns näher, als wir es wirklich verstehen, und wir gar nicht genau begreifen, wie nah er uns wirklich gekommen ist. „Und er sprach zu mir: Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. So trinke nun weder Wein noch starkes Getränk und iss nichts Unreines, denn der Knabe soll ein Nasiräer sein von Mutterleib an bis zum Tag seines Todes.“

[2:19] Wir hatten in den Büchern Mose über den Nasiräer gelesen, in 4. Mose 6 zum Beispiel, könnt ihr es noch mal nachlesen. Dort sollten eigentlich Nasiräer für einen bestimmten Zeitraum sich in einer besonderen Weise Gott weihen. Dieses Kind sollte also noch einmal besonders sein, indem es also sein ganzes Leben lang solch ein Nasiräer sein würde. In mancher Hinsicht ist dies vielleicht auch ein Hinweis oder ganz bestimmt damit auch ein Typus eigentlich auf den Einen, der kommen würde, um das Volk zu retten, der von Mutterleib an das Heilige genannt worden ist, nämlich der Sohn Gottes.

[3:01] Da betete Manoach auch zu dem Herrn und sprach: „Ach, mein Herr, lass doch den Mann Gottes, den du gesandt hast, wieder zu uns kommen, damit er uns lehrt, was wir mit dem Knaben tun sollen, der geboren werden soll.“

[3:16] Manoach betet darum, dass er von Gott erfährt, wie er sein Kind richtig erziehen soll. Jeder von uns, der vielleicht Kinder hat, sollte sich dieses Gebet besonders zu eigen machen, dass Gott Weisheit schenkt für die Erziehung der Kinder, die in unserem Haus leben. Und Gott erhörte die Stimme Manoachs, und der Engel des Herrn kam wieder zu der Frau. Sie saß aber auf dem Feld, und ihr Mann Manoach war nicht bei ihr. Gott erhörte das Gebet, so wie Manoach es gebetet hätte, hätte er die ganze Wahrheit begriffen. Schon er hat ja um den Mann Gottes gebetet. Stattdessen sendet Gott den Engel, den er eigentlich gemeint hat. So erfüllt auch Gott uns, oder hört Gott unsere Gebete so, wie sie wirklich gemeint sein müssten, auch wenn wir sie manchmal falsch formulieren.

[4:04] Da lief die Frau rasch und berichtete es ihrem Mann und sprach zu ihm: „Siehe, der Mann ist mir erschienen, der an jenem Tag zu mir kam.“ Und Manoach machte sich auf und ging seiner Frau nach, und er kam zu dem Mann und sprach zu ihm: „Bist du der Mann, der mit meiner Frau geredet hat?“ Er sprach: „Ja, ich bin’s.“ Und Manoach sprach: „Wenn nun sein Wort eintrifft, was für eine Ordnung soll für den Knaben gelten, und was soll er tun?“ Und der Engel des Herrn sprach zu Manoach: „Von allem, was ich meiner Frau gesagt habe, soll sie sich enthalten. Sie soll nichts essen, was vom Weinstock kommt, und soll weder Wein noch starkes Getränk trinken und nichts Unreines essen, und alles, was ich ihr geboten habe, soll sie halten.“ Manoach fragt nach der Erziehung, nach den Prinzipien für die Erziehung des Kindes, und der Engel des Herrn sagt, was die Mutter tun soll, welche Lebensstilentscheidungen sie treffen soll, um deutlich zu machen: Die Erziehung des Kindes, das sind nicht nur bestimmte Regeln, die das Kind einhalten soll, sondern sie besteht auch in dem Leben oder in den Entscheidungen der Eltern, ganz besonders auch der Mutter.

[5:08] Und Manoach sprach zu dem Engel des Herrn: „Lass dich doch von uns aufhalten, so wollen wir dir ein Ziegenböckchen zubereiten.“ So wie Gideon auch schon einen Ziegenbock zubereitet hatte. Der Engel des Herrn antwortete Manoach: „Wenn du mich auch hier behieltest, so würde ich doch nicht von deiner Speise essen. Willst du aber ein Brandopfer darbringen, so sollst du es dem Herrn opfern.“ Und Manoach wusste nämlich nicht, dass es der Engel des Herrn war. Und Manoach sprach zum Engel des Herrn: „Was ist dein Name? Denn wenn dein Wort eintrifft, so wollen wir dich ehren.“ Aber der Engel des Herrn sprach zu ihm: „Warum fragst du nach meinem Namen? Er ist ja wunderbar.“ Könnten wir in Jesaja 9 einen Vers finden, in dem genau dies der Name Jesu ist: „Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit.“

[5:58] Dann nahm Manoach das Ziegenböckchen und das Speisopfer und opferte es dem Herrn auf dem Felsen, und er tat ein Wunder. Manoach aber und seine Frau sahen zu, denn als die Flamme vom Altar zum Himmel stieg, da fuhr der Engel des Herrn in der Flamme des Altars hinauf. Als Manoach und seine Frau dies sahen, da fielen sie auf ihr Angesicht zur Erde. Eine Geschichte, die uns ganz erinnert, ziemlich erinnert an die Geschichte von Gideon, wo auch ein Ziegenböckchen zubereitet worden, wo auch Feuer aus dem Felsen kommt, wo auch der Engel des Herrn erst nicht erkannt wird, große Verheißung gibt und dann verschwindet. Und so wie bei Gideon ist doch jetzt die Reaktion von Manoach und seiner Frau: Der Engel des Herrn erschien Manoach und seiner Frau nicht mehr. Da erkannte Manoach, dass es der Engel des Herrn war. Und Manoach sprach zu seiner Frau: „Wir müssen sicherlich sterben, weil wir Gott gesehen haben.“ Auch Gideon hatte gesagt: „Wer...“ Jesaja hatte erkannt, oder hat erkannt, denn in Jesaja 6 könnt ihr die Stelle selbst finden, dass er ein sündiger Mensch ist. Wenn wir uns bewusst machen, wie nahe Gott uns ist, dann erkennen wir, wie sündig wir sind.

[7:05] Aber seine Frau antwortete ihm: „Wenn es dem Herrn gefallen hätte, uns zu töten, so hätte er das Brandopfer und das Speisopfer nicht von unseren Händen angenommen. Er hätte uns auch weder dies alles gezeigt, noch uns jetzt so etwas hören lassen.“

[7:19] Die Tatsache, dass Gott uns sieht, dass unsere Gebete erhört, dass er uns seine Botschaft sendet, beweist – und das lasst uns das gut durchdenken – dass er nichts Böses mit uns vorhat. Dass er unser Gebet erhört, beweist, dass er das Beste für uns will. Dass er uns segnet, zeigt, dass er nicht unseren Schaden will, sondern dass es uns gut geht. Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du erlebt hast, dass Gott deine Gebete erhört hat, wenn du erlebt hast, dass Gott segnet, dann wisse: Er tut das nicht, um dich danach zu verderben und zu vernichten. Er tut das, weil er dich und mich lieb hat und uns segnen möchte.

[7:55] Und die Frau gebar einen Sohn und nannte ihn Simson. Und der Knabe wuchs heran, und der Herr segnete ihn. Und der Geist des Herrn fing an, ihn zu treiben im Lager des Herrn zwischen Zora und Eschtaol. Und Simson ging nach Timna hinab und sah in Timna eine Frau von den Töchtern der Philister. Und als er wieder herauskam, sagte er es seinem Vater und seiner Mutter und sprach: „Ich habe in Timna eine Frau gesehen von den Töchtern der Philister. Nehmt sie mir doch zur Frau.“

[8:27] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wie oft erkennen wir nicht, dass du uns so nahe bist im Alltag und dass die Worte, die wir hören, tatsächlich deine Worte sind, die Worte, die wir lesen. Deine Worte sind das, was stärkt und sprichst und uns mit reichen Segnungen glücklich machen möchtest. Herr, vergib uns, wenn wir zu oft gedacht haben, dass du uns schaden möchtest, vielleicht bewusst, vielleicht unbewusst. Lass uns erkennen, dass alles, was du tust, auch wenn wir es nicht immer verstehen, nur dazu da ist, dass es uns besser geht und gut geht. Dafür danken wir im Namen Jesu. Amen.


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