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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp beleuchtet in dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ die Geschichte Simsons aus Richter 14:3-15:3. Er analysiert Simsons umstrittene Entscheidung, eine Philisterin zu heiraten, und die daraus resultierenden Konflikte und Betrügereien. Das Video zeigt, wie Gottes Geist trotz menschlicher Fehler wirken kann, warnt aber eindringlich vor Ehen, die nicht auf biblischen Prinzipien, sondern auf rein menschlichen Begierden basieren.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute mit Richter 14, Vers 3 bis 15, Vers 3.

[0:40] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns so viel und so oft segnest, mehr als wir es überhaupt jemals in Dank ausdrücken können. Und danke, dass wir wissen dürfen, dass du, wenn du uns erhörst und uns segnest, du das deswegen tust, weil du uns Gutes tun möchtest. Und dass wir dann auch gewiss sein dürfen, dass auch in der Zukunft du für uns da bist. Herr, lass uns aus den Erfahrungen, die wir mit dir gemacht haben, und aus den Momenten, wo wir ganz deutlich deine Stimme gehört haben, den Mut und die Zuversicht und den Glauben schöpfen, dass du auch in Zukunft für uns da sein wirst. Und dafür danken wir dir und bitten dich, dass du heute durch dein Wort zu uns sprichst, durch deinen Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:28] Wir sind in Richter Kapitel 14. Simson ist nach Timna hinabgegangen und hat dort eine Philisterin gesehen, die er gerne heiraten möchte. Wir lesen in Vers 3: "Sein Vater und seine Mutter sprachen zu ihm: Gibt es denn keine Frau unter den Töchtern deiner Brüder oder unter unserem Volk, dass du hingehst und eine Frau nimmst von den Philistern, die unbeschnitten sind?" Simson sprach zu seinem Vater: "Nimm mir diese, denn sie ist recht in meinen Augen."

[2:02] Gott hatte es verboten, mit den Heiden, die dort im Land Kanaan lebten, Verbindungen einzugehen. Und seit Jahrhunderten hatten das die Israeliten trotzdem getan, und die Folge war tiefes Dunkel im Volk Gottes. Und hier war der Simson, der geboren worden ist, um ein Retter zu sein und damit ein Typus auf Jesus Christus. Und wie kaum ein anderer ist dieses Bild von Jesus in ihm ziemlich entstellt in den Geschichten, die wir heute und in den nächsten Tagen lesen werden. Und es liegt daran, dass er von Anfang an immer und immer wieder an diesem einen Punkt fällt, dass er unbedingt das haben will, was er sieht, und gerade mit Frauen ein echtes Problem hat, wie wir noch sehen werden.

[2:45] Aber sein Vater und seine Mutter wussten nicht, dass es von dem Herrn kam und dass er gegenüber den Philistern einen Anlass suchte. Die Philister herrschten nämlich zu jeder Zeit über Israel. Nicht, dass es Gottes Wille war, dass dieses Gebot von ihm übertreten werden sollte, aber Gott kannte den Simson im Vorhinein, kannte seine Entscheidung und wusste, dass er durch diese Umstände etwas bewirken könnte für die Errettung Israels.

[3:10] So ging Simson mit seinem Vater und seiner Mutter hinab nach Timna, und als er in die Weinberge bei Timna kam, siehe da, begegnete ihm ein junger, brüllender Löwe. Da kam der Geist des Herrn über ihn, so dass er den Löwen zerriss, als ob er ein Böcklein zerrisse, und er hatte doch gar nichts in seiner Hand. Er verriet aber seinem Vater und seiner Mutter nicht, was er getan hatte.

[3:32] Hier sehen wir, dass gerade auch im Buch der Richter der Geist Gottes verbunden ist mit einer ungeheuren Kraft. Auch wenn wir sonst nichts in den Händen haben, keine anderen Fähigkeiten, Ressourcen oder Talente: Wenn wir den Geist Gottes haben, können wir den Löwen besiegen. Die Bibel sagt uns, dass der Satan umhergeht wie ein brüllender Löwe. Auch wenn wir sonst als Sünder nichts in der Hand haben, als schwache Menschen: Wenn der Geist Gottes in unserem Leben wirken darf, den wir einladen, dann wird der Satan besiegt, auch in unserem Leben.

[4:13] Als er nun hinabkam, redete er mit der Frau, und sie war in Simsons Augen recht. Und nach etlichen Tagen ging er wieder hin, um sie zur Frau zu nehmen, und bog vom Weg ab, um das Löwenkadaver anzusehen. Und siehe, da war ein Bienenschwarm und Honig in dem Körper des Löwen. Und er nahm davon in seiner Hand und aß davon unterwegs. Und er ging zu seinem Vater und seiner Mutter und gab ihnen davon, und sie aßen auch. Er verriet ihnen aber nicht, dass er den Honig aus dem Körper des Löwen genommen hatte. Und als sein Vater zu der Frau hinabkam, machte Simson dort ein Hochzeitsmahl, denn so pflegten es die jungen Männer zu tun.

[4:47] Sobald sie ihn aber sahen, gaben sie ihm 30 Gefährten, die bei ihm sein sollten. Zu diesen sagte Simson: "Ich will euch doch ein Rätsel aufgeben. Wenn ihr mir das erratet und löst innerhalb der sieben Tage des Hochzeitsmahles, so will ich euch 30 Hemden und 30 Festgewänder geben. Könntet ihr es aber nicht erraten, solltet ihr mir 30 Hemden und 30 Festgewänder geben." Und sie sprachen: "Gib dein Rätsel auf, wir wollen es hören." Er sprach zu ihnen: "Speise ging aus von dem Fresser, und Süßigkeit ging aus von dem Starken." Und sie konnten in drei Tagen das Rätsel nicht erraten.

[5:19] Am siebten Tag aber sprachen sie zu Simsons Frau: "Überrede deinen Mann, dass er uns dieses Rätsel verrät, sonst werden wir dich und das Haus deines Vaters mit Feuer verbrennen. Habt ihr uns etwa deshalb eingeladen, um uns arm zu machen?" Und Simsons Frau weinte an ihm und sprach: "Du hasst mich nur und liebst mich nicht. Du hast den Söhnen meines Volkes dieses Rätsel aufgegeben und hast es mir nicht verraten." Er aber sprach zu ihr: "Siehe, ich habe es meinem Vater und meiner Mutter nicht verraten, und sollte ich es dir verraten?"

[5:48] Wir sehen hier, dass diese Ehe auf ganz wackligen Füßen stand. Simson war nicht bereit, völlig seiner Frau zu vertrauen, und wie wir gleich sehen werden, war seine Frau auch gar nicht seines Vertrauens wert. Es war eine Ehe, die auf menschlichen Kriterien basierte, auf den Hormonen von Simson und seinem persönlichen Geschmack. So wie die Ehe konnte nicht halten, und sie hielt auch nicht. Und es zeigt uns, dass Ehen scheitern, wenn sie nur darauf basieren, dass wir einen Menschen besonders attraktiv finden.

[6:25] Und sie weinte sieben Tage lang an ihm, während sie das Hochzeitsmahl hielten, aber am siebten Tag verriet er es ihr, denn sie nötigte ihn, und sie verriet das Rätsel den Söhnen ihres Volkes. Schon hier sehen wir den Keim dessen, was später in der Geschichte mit Simson und Delila auch immer und immer wieder passieren wird.

[6:43] Da sprachen die Männer der Stadt, als die Sonne unterging, zu ihm: "Was ist süßer als Honig, und wer ist stärker als der Löwe?" Er aber sprach zu ihnen: "Hättet ihr nicht mit meiner jungen Kuh gepflügt, so hättet ihr mein Rätsel nicht erraten." Und der Geist des Herrn kam über ihn, und er ging hinab nach Aschkelon und erschlug 30 Männer unter ihnen und nahm ihre Kleider und gab denen die Festgewänder, die das Rätsel erraten hatten. Und weil sein Zorn entbrannt war, ging er hinauf in das Haus seines Vaters.

[7:14] Die Hochzeitswoche war möglicherweise nicht einmal vollständig beendet, weil es war ja erst am siebten Tag, dass er jetzt hier seine Frau scheinbar verließ. Aber die Frau Simsons wurde einem seiner Gefährten gegeben, den er sich zum Freund genommen hatte.

[7:29] Es geschah aber nach einiger Zeit, in den Tagen der Weizenernte, dass Simson seine Frau mit einem Ziegenböcklein besuchte. Als er sagte: "Ich will zu meiner Frau in die Kammer gehen", da wollte ihr Vater ihn nicht hineinlassen. Denn ihr Vater sprach: "Ich dachte, dass du sie gewiss verschmähtest. Da habe ich sie deinem Gefährten gegeben. Ist nicht ihre jüngere Schwester schöner als sie? Die sollst du an ihrer Stelle haben."

[7:54] Da sprach Simson zu ihnen: "Nun bin ich unschuldig, wenn ich den Philistern Übles antue."

[7:59] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns hilfst, dass wir Entscheidungen in unserem Leben nicht nach unserem eigenen Augenschein entscheiden. Dass insbesondere in der Frage, wenn wir noch nicht geheiratet haben, wer unser Lebenspartner sein soll, dass wir diese Frage nach deinem Wort beurteilen und entscheiden und nicht nach dem, was unsere Augen sagen oder unsere Hormone. Herr, du kannst uns vor viel Unheil und Leid in der Ehe bewahren, wenn wir danach leben, was dein Wort sagt. Wir bitten dich, dass wir aus der Geschichte von Simson lernen, dass wir nicht dem folgen, was unser eigenes Fleisch uns sagt. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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