In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die dramatischen Ereignisse aus Richter 15:4-16:4. Er erzählt von Simsons Rachefeldzügen gegen die Philister, seiner übermenschlichen Kraft durch den Geist Gottes und seinen wiederkehrenden Schwächen, insbesondere im Umgang mit Frauen. Die Botschaft ermutigt dazu, Gottes Befreiungskraft von geistlichen Fesseln zu vertrauen und sich an vergangene Siege zu erinnern, um in neuen Herausforderungen standhaft zu bleiben.
Gott auf (m)einer Seite: Richter 15:4-16:4
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: RichterPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" mit Seite 290. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:37] Lieber Vater im Himmel, ich und alle, die jetzt hier zuhören und zuschauen, wir alle benötigen deinen Heiligen Geist in unserem Leben. Der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Aber du hast versprochen, dass durch deinen Geist der Satan auch in unserem Leben besiegt werden kann, weil du, Herr Jesus, am Kreuz von Golgatha ihn besiegt hast. Und das nehmen wir in Anspruch auch an diesem Tag und bitten dich, dass du durch dein Wort zu uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:13] Wir sind in Richter Kapitel 15. Simson hatte die Frau, die Timniterin, geheiratet und war dann, nachdem diese das Geheimnis des Rätsels, das er gestellt hatte, verraten hatte, erbost und erzürnt von ihr weggegangen. Der Vater dachte, dass er sie verlassen hat und gab so die Frau einem anderen. Als Simson jetzt zurückgekehrt ist, um zu ihr in die Kammer zu gehen, und erfahren hat, dass sie seinem Gefährten gegeben worden ist, ist er umso erzürnter.
[1:47] Wir lesen in Vers 4: "Und Simson ging hin und fing 300 Füchse und band Fackeln an, band er je einen Schwanz an den anderen und befestigte je eine Fackel zwischen zwei Schwänzen und entzündete die Fackeln mit Feuer und ließ sie unter das stehende Getreide der Philister laufen und zündete so die Garben an, samt dem stehenden Getreide und den Olivengärten."
[2:07] Da sprachen die Philister: "Wer hat das getan?" Da sagte man: "Simson, der Schwiegersohn des Timniters, weil der ihm seine Frau genommen und sie seinem Gefährten gegeben hat." Da zogen die Philister hinauf und verbrannten sie samt ihrem Vater mit Feuer. Genau das, was wir ihnen schon angedroht hatten damals bei der Hochzeitsfeier. Eine ziemlich dramatische Zeit, grausame Menschen, die uns hier in dieser Geschichte entgegentreten.
[2:30] Simson aber sprach zu ihnen: "Wenn ihr so etwas tut, will ich nicht eher Ruhe, als bis ich an euch Rache genommen habe." Und er schlug ihnen Schenkel und Hüften mit gewaltigen Schlägen. Dann stieg er hinab und blieb in der Felsenkluft von Etam.
[2:45] Da zogen die Philister hinauf und lagerten sich in Juda und ließen sich in Lechi nieder. Es kommt zum Krieg, zum Feldzug der Philister gegen Juda. Aber die Männer von Juda sprachen: "Warum seid ihr gegen uns heraufgezogen?" Sie antworteten: "Wir sind heraufgezogen, um Simson zu binden, damit wir ihm antun, was er uns angetan hat."
[3:04] Da zogen 3000 Mann von Juda hinab zur Felsenkluft von Etam und sprachen zu Simson: "Weißt du nicht, dass die Philister über uns herrschen? Warum hast du uns denn das angetan?" Er sprach zu ihnen: "Wie sie mir getan haben, so habe ich ihnen getan." Sie sprachen zu ihm: "Wir sind herabgekommen, um dich zu binden und in die Hand der Philister auszuliefern." Simson sprach zu ihnen: "So schwört mir, dass ihr selbst nicht über mich herfallen wollt." Sie antworteten ihm: "Nein, wir wollen dich nur binden und in ihre Hand ausliefern und wollen dich bestimmt nicht töten."
[3:34] Und sie banden ihn mit zwei neuen Stricken und führten ihn von der Kluft heraus. Als er nun nach Lechi kam, da jauchzten ihm die Philister entgegen. Da kam der Geist des Herrn über ihn, und die Stricke an seinen Armen wurden wie Flachs, der das Feuer versengt hat, so dass die Fesseln von seinen Händen fielen.
[3:55] Wieder sehen wir, was der Geist Gottes bewirkt. Diese Geschichten, sei es, dass Simson mit dem Geist Gottes den Löwen tötete, sei es, dass er hier erfüllt vom Geist Gottes die Fesseln zersprengt, zeigen, was der Geist Gottes geistlich gesehen in unserem Leben bewirken möchte. Auch wir sind oft mit Fesseln gebunden, sei es Fesseln der Gewohnheiten, Fesseln der Sünde, Fesseln der Schuld, Fesseln der Sorgen. Manchmal sind es ganz neue Fesseln, die uns umgeben. Und Gottes Geist macht, dass diese Fesseln von uns verschwinden, wie Flachs fielen, die das Feuer versengt hat.
[4:43] Gottes Geist wird in der Bibel auch mit Feuer verglichen. Denkt zum Beispiel an die Geschichte in Apostelgeschichte 2, wo der Heilige Geist herabkommt und Feuerzungen auf den Aposteln zu sehen sind. Ihr könnt die Stelle in der Apostelgeschichte 2 selbst finden. Hier sehen wir, dass Gottes Geist uns befreien kann, indem er uns daran erinnert, was Jesus am Kreuz von Golgatha für dich und für mich getan hat.
[5:13] Und er fand einen frischen Eselskinnbacken. Da streckte er seine Hand aus und nahm ihn und er schlug damit tausend Mann. Und Simson sprach: "Mit dem Eselskinnbacken schlug ich tausend Mann tot." Und als er diesen Ausspruch getan hatte, warf er den Kinnbacken aus seiner Hand, und man nannte jenen Ort Ramath-Lechi.
[5:37] Da er aber großen Durst hatte, rief er den Herrn an und sprach: "Du hast durch die Hand deines Knechtes diese große Rettung gegeben. Soll ich nun aber vor Durst sterben oder in die Hand der Unbeschnittenen fallen?" Wie oft geschieht es, dass Gott Großes durch uns gewirkt hat, dass wir gewaltige Dinge erleben, dass wir merken, wie Gott uns den Sieg schenkt über eine Versuchung, über eine Gewohnheit, und wir kurze Zeit später plötzlich wieder unzufrieden sind und denken, dass Gott uns verlassen hat oder es sei zu Ende mit uns. Wie oft habe ich in meinem Leben schon erlebt, dass Gott mir in einer bestimmten Situation geholfen hat und dann später doch wieder unzufrieden gewesen. So ging es dem Simson hier, und das ist ganz unnötig. Lasst uns daran erinnern, dass Gott, der uns Siege zuvor geschenkt hat, auch Siege weiterhin schenken möchte.
[6:20] Da er aber großen Durst hatte, da spaltete Gott die Höhlung, die bei Lechi ist, so dass Wasser herausfloss. Und als er trank, kam sein Geist wieder und er lebte auf. Darum nannte er sie "Quelle des Rufenden". Sie ist bei Lechi bis zum heutigen Tag. Das, was Gott in der Wüste getan hatte für die Kinder Israels, die auch Durst hatten und jammerten hunderte Jahre zuvor, das tat Gott jetzt hier auch im Leben von Simson.
[6:46] Und Simson richtete Israel zur Zeit der Philister 20 Jahre lang. Und Simson ging nach Gaza und er sah dort eine Hure und ging dort hinein. Simson war unglaublich stark, aber ein großes Problem, und das war seine Sexualität. Er hatte ein Problem mit Frauen, und das sollte ihn am Ende sehr viel kosten.
[7:05] Da wurde den Gazitern gesagt: "Simson ist hierher gekommen." Und sie umstellten ihn und lauerten die ganze Nacht auf ihn im Stadttor. Sie verhielten sich die ganze Nacht ruhig und sprachen: "Am Morgen, wenn es hell wird, wollen wir ihn erschlagen." Und Simson lag bis Mitternacht. Um Mitternacht aber stand er auf und ergriff beide Flügel des Stadttorres samt den beiden Pfosten und riss sie mitsamt den Riegeln heraus und legte sie auf seine Schultern und zog sie hinauf auf den Gipfel des Berges, der von Hebron liegt. Das war nicht nur ein paar Meter, das waren etliche Kilometer. Ihr könnt es auf der Karte mal nachmessen, von Gaza bis Hebron, das ganze Land Juda hinauf. Das war eine unfassbare Leistung.
[7:48] Danach aber gewann er eine Frau lieb, die am Bach Sorek wohnte und Delila hieß.
[7:54] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du allein weißt ganz genau, welche Fesseln, geistlich gesehen, mental gesehen, vielleicht auch körperlich, uns binden. Du hast versprochen, dass jede Sünde und jede Schuld und jede Versuchung, die uns bindet, die uns zu Knechten macht, dass wir von dieser Bindung frei werden können durch das, was Jesus am Kreuz von Golgatha für uns getan hat und jetzt für uns im himmlischen Heiligtum anwendet durch den Heiligen Geist, der diese Gewissheit in unser Herz bringt und uns Kraft schenkt zu überwinden und dein Gesetz in unser Herz schreibt. Herr, darum bitten wir, dass du an diesem heutigen Tag uns frei machst von allem, was uns geistlich hindert. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
Lizenz
Copyright ©2024 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.