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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die letzten Momente von Simsons Leben aus Richter 16 und die tragischen Folgen seines Eigensinns. Anschließend wendet er sich der Geschichte von Micha in Richter 17 zu, die zeigt, wie selbstgemachte Religion und vermeintliche Zeichen zu gefährlicher Selbsttäuschung führen können. Der Sprecher mahnt dazu, Gottes Wort über eigene Wünsche und Interpretationen zu stellen, um wahre Führung und Segen zu erfahren.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit Seite 292.

[0:35] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch deinen Heiligen Geist zu unseren Herzen sprichst. Und danke, dass deine Gnade jeden Morgen neu ist. Herr, du allein weißt, mit welchen Problemen, Sünden, schlechten Gewohnheiten wir zu kämpfen haben. Aber du bist in der Lage, uns von allem zu befreien und gerade das, was unsere schwächsten Punkte sind, zu unseren stärksten zu machen. Das wollen wir glauben, weil du es versprochen hast. Und durch dein Wort jetzt dich besser kennenlernen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:17] Wir sind in Richter Kapitel 16. Simson ist gefangen und die Philister haben ein großes Fest in Gaza zu Ehren ihres Gottes, von dem sie glauben, dass er dafür verantwortlich sei, dass Simson in ihrer Hand ist. Wir lesen in Vers 25: „Als nun ihr Herz guter Dinge war, sprachen sie: ‚Ruft den Simson, damit er vor uns spiele!‘ Da riefen sie den Simson aus dem Gefängnis, und er spielte vor ihnen. Und sie stellten ihn zwischen die Säulen, die beiden Säulen, die das ganze große Dach trugen in diesem gewaltig großen Gebäude. Simson sprach zu dem Burschen, der ihn an der Hand hielt: ‚Lass mich los, damit ich die Säulen, auf denen das Haus ruht, anrühren und mich daran lehnen kann.‘ Das Haus aber war voll von Männern und Frauen. Auch waren alle Fürsten der Philister dort, und auf dem Dach etwa 3000 Männer und Frauen, die zusammen den Simson spielten. Eine große Menge, die sowohl in dem Haus als auch oben auf dem Dach war. Simson rief den Herrn an und sprach: ‚Mein Herr, Herr, gedenke doch an mich und stärke mich doch, o Gott, nur diesmal noch, damit ich mich an den Philistern mit einem Mal für meine beiden Augen rächen kann.‘“

[2:41] Noch einmal sollte Gottes Kraft in ihm wirksam werden. Und Simson umfasste die beiden Mittelsäulen, auf denen das Haus ruhte, die eine mit seiner Rechten, die andere mit seiner Linken, und stemmte sich gegen sie. Und Simson sprach: ‚Meine Seele sterbe mit den Philistern!‘ Dann neigte er sich mit seiner ganzen Kraft. Da fiel das Haus auf die Fürsten und auf alles Volk, das darin war, so dass die Zahl der Toten, die er in seinem Sterben tötete, größer war als die Zahl derer, die er während seines Lebens getötet hatte.

[3:16] Simson war ein Richter und damit auch ein Typus auf Jesus. Aber das Bild von Jesus will nicht so deutlich greifbar in seinem Leben hervortreten, wie vielleicht bei Josef oder Mose. Und das liegt daran, dass er immer und immer und immer wieder seinen eigenen Willen haben wollte, dass er immer und immer und immer wieder in die Sünde geriet. Und ja, Gott konnte ihn wieder zurückholen, Gott konnte ihm noch einmal helfen. Aber wie viel anders hätte sein Leben aussehen können, wenn er gelernt hätte, die Sünde zu überwinden.

[4:00] Ich bin mir sicher, dass wir alle aus dieser Geschichte viel lernen können und müssen, dass auch in unserem Leben es Sünde gibt, die wir schon viel zu oft getan haben, die wir uns zu sehr gewöhnt haben, die wir beenden müssen durch Gottes Kraft, bevor unser Leben so aus den Fugen gerät, wie es bei Simson der Fall war.

[4:21] Lasst uns ernstlich von ganzem Herzen Gott jeden Tag darum bitten, dass er uns den Sieg geschenkt und wir bei diesem Sieg auch bleiben durch Jesus Christus.

[4:32] Da kamen seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters herab und hoben ihn auf und trugen ihn hinauf und begruben ihn zwischen Zora und Eschaol im Grab seines Vaters. Er hatte aber Israel 20 Jahre lang gerichtet. Und es war ein Mann vom Bergland Ephraim namens Micha, der sprach zu seiner Mutter: „Die 1100 Silberlinge, die dir entwendet worden sind, und um derentwillen du einen Schwur ausgesprochen hast vor meinen Ohren – siehe, jenes Geld ist bei mir, ich habe es entwendet!“ Da sprach seine Mutter: „Gesegnet seist du, mein Sohn, von dem Herrn!“ Wir haben jetzt eine Geschichte, die offensichtlich, wie wir noch sehen werden, einige Zeit vor der Geschichte von Simson spielt, weil das Buch Richter nicht immer chronologisch aufgebaut ist. Auch hier geht es interessanterweise um den Betrag 1100 Silberlinge, was auch zeigt, dass diese beiden Geschichten, obwohl sie chronologisch auseinander liegen, doch auch einen gewissen losen Bezug haben werden. Hier geht es um, wie gesagt, knapp oder gut zwei Millionen Euro, ein ziemlich hoher Betrag.

[5:35] So gab er seiner Mutter die 1100 Silberlinge wieder. Und seine Mutter sprach: „Ich habe das Geld aus meiner Hand ganz dem Herrn geheiligt für dich, mein Sohn, dass man ein Bild, ein gegossenes Bild machen soll.“ Darum gebe ich es dir jetzt wieder. Gott hatte genau das verboten: kein gegossenes Bild sollte gemacht werden. Er gab seiner Mutter das Geld zurück. Da nahm seine Mutter 200 Silberlinge und gab sie dem Goldschmied, der machte ihr daraus ein Bildnis und ein gegossenes Bild, also zwei solche Bildnisse. Das kam in Michas Haus. So hatte Micha also ein Gotteshaus. Und er machte einen Efod und Teraphim und weihte einen seiner Söhne, der mit ihm als Priester diente. All das neben dem, was eigentlich Gott vorgesehen hatte, nämlich mit dem Gottesdienst am Heiligtum, mit den Priestern, die Gott dort selbst bestimmt hatte aus der Familie Aarons. Zu jener Zeit gab es keinen König in Israel. Jeder tat, was recht war in seinen Augen. Dieser Vers wird noch immer und immer wieder auftauchen im Buch der Richter.

[6:38] Es war ein junger Mann aus dem Bethlehem Juda vom Geschlecht Judas, der war ein Levit und hielt sich dort als Fremdling auf. Er zog aber aus der Stadt Bethlehem, um sich als Fremdling dort niederzulassen, wo er etwas Geeignetes finde. Als er so seines Weges ging, kam er auf dem Berg auf das Bergland zum Haus Michas. Da fragte er Micha: „Wo kommst du her?“

[7:01] Der antwortete ihm: „Ich bin ein Levit von Bethlehem Juda und bin unterwegs, um mich dort als Fremdling niederzulassen, wo ich etwas Geeignetes finde.“ Da sprach Micha zu ihm: „Bleibe bei mir! Du sollst mir Vater und Priester sein. Ich will dir jährlich 10 Silberlinge und Bekleidung und einen Unterhalt geben.“ Und er ging hinein. Und der Levit willigte ein, bei dem Mann zu bleiben. Und dieser hielt den jungen Mann wie einen seiner Söhne. Und Micha weihte den Leviten, damit der junge Mann ihm als Priester diente. Und er blieb in Michas Haus. Und Micha sprach: „Nun weiß ich, dass der Herr mir Gutes tun wird, weil ich einen Leviten als Priester habe.“

[7:37] Wie sehr kann man sich täuschen! Micha dachte, dass, weil jetzt ein Levit in seinem Haus ist, dass all das, was er getan hatte, diese Bildnisse aufzustellen und diesen parallelen Gottesdienst hier einzuführen, das ist alles okay und richtig sei. Wie oft bestärken wir uns durch vermeintliche Zeichen in unserem falschen Tun, indem wir, wenn wir Dinge tun, die Gott verboten hat, und wir der Meinung sind, aber es kann nicht so schlimm sein, weil es ist ja so und so jetzt alles gekommen. Dieses Zeichen scheint es zu bestätigen, dass das schon ganz recht ist.

[8:12] Lasst uns davor hüten, dass wir durch Zeichen oder durch Umstände der Meinung sind, dass Gott für uns ist, wenn in Wirklichkeit Gottes Wort uns deutlich zeigt, dass wir Sünder sind.

[8:25] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, Herr, wir sehen das Leben von Simson und wir sehen, wie es hätte anders verlaufen können, wenn er von Anfang an gelernt hätte, seine eigenen Wünsche unter dein Wort zu stellen. Und Herr, wir wissen aus eigener Erfahrung, wie oft wir unsere Wünsche über dein Wort stellen und dann großen Schaden erleiden. Herr, lass uns lernen zu beten, wie Jesus gebetet hat: „Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe!“ Das bitten wir von ganzem Herzen, dass du uns mit deinem Geist erfüllst, dass wir glauben und erfahren, dass dein Wille für unser Leben viel besser ist als unser eigener Wille. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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