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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die tragische Geschichte Simsons und Delilas aus Richter 16. Er zeigt auf, wie Simsons wiederholtes Nachgeben gegenüber der Versuchung ihn blind für die Gefahr machte und letztlich zu seinem Fall führte. Die Predigt warnt davor, mit Gottes Gnade zu spielen und die Sünde zu unterschätzen, betont aber gleichzeitig die Hoffnung, dass Gottes Gnade jeden Morgen neu ist und Wiederherstellung auch nach tiefem Fall möglich ist.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf einer Seite", heute mit Seite 291. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater
[0:41] im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir dein Wort haben.

[0:44] Herr, du weißt, mit welchen Dingen wir zu kämpfen haben. Du kennst unsere geheimen Versuchungen und die Sünden, die uns so oft überwältigen. Und Herr, wir möchten dich bitten, sei es, dass es eine Sünde ist, die so ähnlich ist wie die, mit der Simson zu kämpfen hatte, sei es, dass es eine andere ist. Wir möchten dich bitten, dass du heute durch dein Wort zu uns sprichst und wir Gewissheit erlangen dürfen, dass, wenn wir dir treu sind und wenn wir uns an dich wenden, du uns freimachen kannst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:21] Wir sind in Richter Kapitel 16. Simson hat Delila kennengelernt.

[1:25] Wir lesen in Vers 15: "Da kamen die Fürsten der Philister hinauf und sprachen zu ihr" – das ist zu Delila – "überredet ihn und sie, worin seine große Kraft steht und wodurch wir ihn überwinden können, damit wir ihn binden und bezwingen. So wollen wir dir jeder 1100 Silberlinge geben."

[1:47] Die Philister wollten Simson überwinden. Entweder wir überwinden die Versuchung und die Sünde, oder sie wird uns überwinden, trotz aller Kraft, die Gott uns sonst jeden Tag geschenkt hat.

[2:02] 1100 Silberlinge sind möglicherweise, wenn man es auf heutige Kaufkraft überträgt, etwas mehr als zwei Millionen Euro. Es stand viel auf dem Spiel für Delila. Da sprach Delila zu Simson:

[2:13] "Simson, verrate mir doch, worin deine große Kraft steht und womit man dich binden kann, um dich zu bezwingen." Wir erinnern uns an die Geschichte in Kapitel 14, als seine damalige Frau ihn auch um ein Geheimnis bat und ihn dann verriet. Simson aber sprach zu ihr:

[2:31] "Wenn man mich mit sieben frischen Sehnen binden würde, die noch nicht vertrocknet sind, so würde ich schwach und wie jeder andere Mensch."

[2:37] Simson vertraut ihr auch nicht, genauso wenig wie er seiner ersten Frau vertraut hat. Und es fügte sich an:

[2:47] Da brachten die Fürsten der Philister sieben frische Sehnen zu ihr hinauf, die noch nicht vertrocknet waren, und sie band ihn damit. Man lauerte aber auf ihn bei ihr in der Kammer. Und sie sprach zu ihm: "Philister über dir, Simson!" Er aber zerriss die Sehnen, wie man einen Flachsfaden zerreißt, wenn er Feuer gerochen hat. So wurde nicht offenbar, worin seine Kraft lag.

[3:06] Da sprach Delila zu Simson: "Du hast mich betrogen und mir Lügen vorgeschwatzt. Nun verrate mir doch, womit man dich binden kann." Man würde doch denken, dass er nie wieder auch nur zu ihr gehen würde, geschweige denn ihr verraten würde, was das Geheimnis sei. Sie hatte ihn verraten, sie hatte sein Leben aufs Spiel gesetzt.

[3:32] Sünde macht uns blind. Und dann, wenn Sünde uns so fest im Griff hat, dass wir vielleicht sogar in eine Abhängigkeit geraten sind, weil die Sünde uns letztendlich immer bindet, dann macht sie uns blind dafür, dass die Sünde uns in unser Verderben führt. Ist dir ja auch schon mal aufgefallen, wie selbstzerstörerisch eigentlich sündiges Verhalten ist? Wenn man von der Sünde befreit ist und hinterher zurückschaut, denkt man sich: "Wie konnte ich nur so dumm sein?" Aber Simson ist hier wie ein Tier, das ganz dumm zur Schlachtbank geführt wird und will nicht begreifen, dass er hier alles aufs Spiel setzt. Wie oft setzen wir alles aufs Spiel, nur wegen vergänglicher Lust und Sünde?

[4:15] Da antwortete er ihr: "Wenn man mich fest binden würde mit neuen Stricken, mit denen nie eine Arbeit getan worden ist, so würde ich schwach und wie jeder andere Mensch." Wir wissen schon aus dem Kapitel vorher, dass solche neuen Stricke ihm gar nichts anhaben konnten, wenn der Geist Gottes über ihn kam und ihm half.

[4:33] Simson weiß, dass er lügt. Er will diese Frau, weil er körperlich etwas von ihr will, aber er hat kein Vertrauen zu ihr, sagt ihr nicht die Wahrheit. All diese Beziehungen, die Simson hier in seinem Leben eingeht, basieren nicht auf dem Prinzip, das Gott eigentlich wirklich für Mann und Frau gedacht hat. Es sind nur fleischliche Beziehungen, die er eingeht, und entsprechend ist auch sein Untergang. Da nahm Delila neue Stricke

[5:01] und band ihn damit. Und sprach zu ihm: "Philister über dir, Simson!" Und man lauerte auf ihn in der Kammer. Er zerriss sie von seinen Armen wie einen Faden. Da sprach Delila zu Simson: "Bisher hast du mich betrogen und mir Lügen vorgeschwatzt. Sage mir doch, womit man mich binden kann." Er antwortete ihr: "Wenn du sieben Haarflechten meines Hauptes mit Kettfäden zusammenflechten würdest." Er heftete sie diese an einen Pflock und

[5:23] sprach zu ihm: "Philister über dir, Simson!" Er erwachte von seinem Schlaf auf und riss den Webpflock samt den Kettfäden heraus. Da sprach sie zu ihm: "Wie kannst du sagen, du hättest mich lieb, wo dein Herz doch nicht mit mir ist? Dreimal hast du mich nun betrogen und mir nicht verraten, worin deine große Kraft besteht."

[5:49] Die Sünde will uns ganz. Simson hatte gedacht, er könnte einfach nur die Freude – den Spaß, besser gesagt – an der Sünde haben und gleichzeitig immer noch so mit einem Bein auf Gottes Seite stehen und, wenn es dann schwierig wird, wenn die Not kommt, immer wieder zurückkehren zu Gott und durch seinen Geist befreit werden. Aber so wie Gott unser ganzes Herz haben will, unsere ganze Seele, unser ganzes Denken und Fühlen, so will auch der Satan, dass wir letztlich Gott ganz absagen. Wir können nicht auf Dauer zwischen beiden Seiten hängen. Gehst du heute auf beiden Seiten? Entscheide dich heute für Gott, bevor es zu spät ist.

[6:28] Als sie ihn aber alle Tage mit ihren Worten nötigte und ihn drang, da wurde seine Seele zum Sterben matt. Wir haben gesehen, dass er sehr leicht unzufrieden und ungeduldig ist und dann einfach in diesem Fall hier auch eine unkluge Entscheidung fällt. Da verriet er ihr alles, was in seinem

[6:44] Herzen war und sprach: "Es ist kein Schermesser auf mein Haupt gekommen, denn ich bin ein Nasiräer Gottes von Mutterleib an. Wenn ich nun geschoren würde, so wiche meine Kraft von mir, und ich würde schwach und wie alle anderen Menschen." So sehr hat diese sexuelle

[6:59] Sünde ihn im Bann, dass er seine ganze Identität in Gott aufs Spiel setzt. Wie oft setzen wir für eine Sünde – sei es zum Beispiel so eine sexuelle Sünde, wie Simson hier zu kämpfen hatte – unsere ganze Erlösung aufs Spiel und unsere Identität als Kinder Gottes? Als nun Delila sah, dass er ihr

[7:25] sein ganzes Herz offenbart hatte, da schickte sie hin und ließ die Fürsten der Philister rufen und ihnen sagen: "Kommt noch einmal herauf, denn er hat mir sein ganzes Herz offenbart." Da kamen die Fürsten der Philister wieder zu ihr hinauf mit dem Geld in ihrer Hand. Und sie ließ ihn auf ihrem Schoß einschlafen und rief einen Mann, der schor die sieben Haarflechten seines Hauptes ab. Und sie begann ihn zu bezwingen, und seine Kraft wich von ihm.

[7:55] Die Sünde hatte den stärksten Mann bezwungen. Er war der stärkste Mann im ganzen Land, aber eine Frau, die schwach schien, bezwang ihn, weil er seine geistlichen Vorrechte aufs Spiel setzte, nur für den vergänglichen Genuss sexueller Sünde.

[8:15] Da sprach sie zu ihm: "Philister über dir, Simson!" Als er nun von seinem Schlaf erwachte, dachte er: "Ich komme davon wie immer und brauche mich nur freizuschütteln." Er wusste aber nicht, dass der Herr von ihm gewichen war. Lieber Freund, liebe Freunde, lasst uns nicht mit der

[8:29] Gnade Gottes spielen. Ja, Gott ist gnädig und langmütig. Wenn wir denken, dass wir immer weiter sündigen können und immer weiter uns in der Not dann wieder auf Gott berufen können, kommen wir irgendwann an diesen Punkt wie Simson, dass wir gar nicht mehr merken, dass Gott uns verlassen hat. Lasst uns nicht einen Schritt weiter Richtung Sünde gehen.

[8:50] Aber die Philister nahmen ihn fest und stachen ihm die Augen aus. Und sie führten ihn nach Gaza hinab und banden ihn mit zwei ehernen Ketten, und er musste im Gefängnis die Mühle drehen. Das war der schlimmste, der niedrigste Beruf, den es überhaupt nur gab. Jetzt war er wirklich gefangen, und zwar in dem Ort Gaza, dem er vorher noch das Stadttor aus den Angeln gehoben hatte. Aber hier endet die Geschichte

[9:18] nicht. Auch wenn wir von Gott ganz abgefallen sind und auch wenn wir ihn schwer enttäuscht haben, wir alles verloren haben: Es besagt aber, dass das Haar

[9:31] seines Hauptes fing wieder an zu wachsen, sobald es geschoren worden war. Auch wenn wir schwer gesündigt haben, auch wenn wir zu weit gegangen sind, ist Gottes Gnade jeden Morgen neu, und seine Gerechtigkeit will wieder in unserem Leben hervorsprossen. Als nun die Fürsten der

[9:53] Philister sich versammelten, um ihrem Gott Dagon ein großes Opfer zu bringen und ein Freudenfest zu feiern, sprachen sie: "Unser Gott hat den Simson, unseren Feind, in unsere Hand gegeben." Sie haben überhaupt nicht verstanden, was wirklich passiert war. Und als das Volk ihn sah, lobten sie ihren Gott, denn sie sprachen: "Unser Gott hat unseren Feind in unsere Hand gegeben, ja, den Verwüster unseres Landes, ja, den, der so viele von uns erschlagen hat."

[10:19] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir wissen dürfen, dass selbst dann, wenn wir viel zu oft gesündigt haben, deine Gnade jeden Morgen neu ist und Gerechtigkeit wieder wachsen kann in unserem Leben, wenn wir uns zu dir wenden. Und Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns davor bewahrst, dass wir uns so sehr in die Sünde hineingewöhnen und so sehr an der Sünde festhalten, dass wir irgendwann gar nicht einmal bemerken, dass du uns verlassen hast. Ja, lass uns nicht einen weiteren Schritt in die falsche Richtung gehen. Herr, offenbare uns, wo wir in unserem Leben gesündigt haben, und vielleicht ist es uns schon ganz klar und deutlich, und vielleicht ist es genau so eine Sünde, mit der Simson zu kämpfen hatte, ist es eine sexuelle Sünde. Herr, hilf uns, aus deiner Kraft zu leben und jeden Tag Überwinder zu sein. Das bitten wir durch Jesus Christus, der für uns gestorben ist. Amen.


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