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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Christopher Kramp in Richter Kapitel 18 ein. Er beleuchtet die Suche des Stammes Dan nach einem neuen Siedlungsgebiet und deren Begegnung mit Michas alternativem Gottesdienst. Kramp kritisiert die Entscheidungen des Leviten, der sich aus Karrieregründen einem falschen Kult anschließt, und warnt eindringlich davor, Entscheidungen nach Gefühl statt nach Gottes Wort zu treffen, da dies zu einer gefährlichen Spirale des Unrechts führen kann.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite" heute mit Seite 293.

[0:37] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir dein Wort haben. Herr, du weißt, wie oft wir auf Umstände schauen, auf Situationen, auf vermeintliche Zeichen. Aber Herr, dein Wort ist es doch, das direkt zu uns redet. Schenk uns heute den Glauben, direkt aus deinem Wort zu leben, weil dein Wort nicht leer zurückkehrt, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Darum bitten wir dich jetzt, wenn dein Heiliger Geist in unseren Herzen wirkt, nach deiner Verheißung, im Namen Jesu. Amen.

[1:09] Wir beginnen heute Richter Kapitel 18, Vers 1. In den vorigen Kapiteln haben wir gelesen, wie Micha einen alternativen Gottesdienst, einen Bilderdienst, eingerichtet hat und wie ein Levit als Priester gedient hat.

[1:32] Kapitel 18, Vers 1: "Zu jener Zeit gab es keinen König in Israel, und zu jener Zeit suchte sich der Stamm der Daniter ein Erbteil, wo sie wohnen könnten; denn bis dahin war ihm unter den Stämmen Israels kein Erbe zugefallen. Und die Söhne Dans sandten fünf tapfere Männer aus der Gesamtheit ihrer Sippe, von Zora und Eschtaol aus, die das Land erkunden und erforschen sollten. Und sie sprachen zu ihnen: Geht hin und erforscht das Land! Und sie kamen auf das Bergland Ephraim in das Haus Michas und blieben dort über Nacht. Als sie nun dort bei dem Gesinde Michas waren, erkannten sie die Mundart des jungen Mannes, des Leviten, und gingen zu ihm und fragten ihn: Wer hat dich hierher gebracht? Was machst du hier, und was hast du hier zu tun? Er antwortete ihnen: So und so hat es Micha mit mir gemacht, und er hat mich um Lohn angestellt, damit ich ihm als Priester diene. Sie fragten, sie sprachen zu ihm: Befrage doch Gott, damit wir erfahren, ob unser Weg, den wir gehen, guten Erfolg haben wird. Der Priester antwortete ihnen: Geht in Frieden! Euer Weg, den ihr jetzt zieht, ist vor dem Herrn ganz recht."

[2:39] Dieser vermeintliche Priester tut selbst Dinge, die vor dem Herrn nicht recht sind, indem er nämlich einen Bilderdienst durchführt und ein Parallelpriestertum hier aufrechterhält. Menschen, die falschen Gottesdienst ausüben, wissentlich Dinge tun, die Gott an sich verboten hat, und die dann befragt werden, ob sie Gottes Rat geben können, die werden keine guten, keine verlässlichen Ratgeber sein. Im Gegenteil, wenn sie nicht in der Lage sind zu erkennen, dass in ihrem eigenen Leben etwas schiefläuft, wie sollen sie dann anderen Menschen sagen, ob es richtig oder falsch ist, was diese tun?

[3:26] Da gingen die fünf Männer hin und kamen nach Lais, und sie sahen, dass das Volk, das darin war, in Sicherheit wohnte, nach der Art der Zidonier, ruhig und sorglos. Und es war niemand im Land, der ihnen etwas zuleide tat. Sie besaßen Reichtum und wohnten fern von den Zidoniern und hatten mit keinem Menschen etwas zu tun. Und als sie wieder zu ihren Brüdern nach Zora und Eschtaol kamen, sprachen ihre Brüder: Zieht hin, was bringt ihr für Bericht? Da sprachen sie: Macht euch auf, lasst uns gegen sie in den Krieg ziehen! Denn wir haben das Land angesehen, und siehe, es ist sehr gut! Und ihr wollt untätig bleiben? Seid nicht faul, sondern zieht hin, um das Land in Besitz zu nehmen! Wenn ihr hingeht, werdet ihr zu einem sorglosen Volk kommen und in ein weites Land; denn Gott hat einen Ort in eure Hände gegeben, wo kein Mangel herrscht an allem, was es auf Erden gibt. Da brachen von dort aus dem Geschlecht Dans, von Zora und Eschtaol, 600 Mann auf mit ihren Waffen zum Kampf.

[4:22] Es ist also nicht der gesamte Stamm Dan, sondern ein Teil, der immer noch kein wirkliches Siedlungsgebiet gefunden hat und jetzt sich dieses Siedlungsgebiet woanders erobern wollte.

[4:35] Die Positionen verlagerten sich bei Kirjat-Jearim in Juda. Daher nannte man diesen Ort das Lager Dans bis zu diesem Tag. Es ist hinter Kirjat-Jearim. Und hier können wir sehen, dass tatsächlich diese Geschichten dem Kapitel 17 und 18 wohl deutlich vor, also mindestens vor der Zeit von Simson, stattgefunden haben muss, weil diesen Begriff "Lager Dans" kennen wir aus Kapitel 13, Vers 25.

[5:01] Und von dort durchquerten sie das Bergland Ephraim und kamen zum Haus Michas. Da griffen die fünf Männer, die gegangen waren, um das Land leicht auszukundschaften, das Wort und sprachen zu ihren Brüdern: Wisst ihr, dass sich in diesen Häusern ein Efod und Teraphim befinden, auch ein Bildnis und ein gegossenes Bild? Und nun überlegt, was ihr tun wollt! Und sie kehrten dort ein und kamen in das Haus des jungen Mannes, des Leviten, in Michas Haus und grüßten ihn. Aber die 600 mit Kriegswaffen gerüsteten Männer von den Söhnen Dans standen vor dem Tor. Und die fünf Männer, die ausgezogen waren, um das Land zu erkunden, gingen hinauf und kamen hinein, und sie nahmen das Bildnis, das Efod und die Teraphim und das gegossene Bild an sich. Unterdessen stand der Priester vor dem Tor bei den 600 mit Kriegswaffen gerüsteten Männern. Als jene in Michas Haus kamen und das Bildnis, das Efod und die Teraphim und das gegossene Bild wegnahmen, sprach der Priester zu ihnen: Was macht ihr da? Sie antworteten ihm: Schweig! Lege deine Hand auf den Mund und zieh mit uns, damit du für uns Vater und Priester wirst! Was ist besser für dich: Hauspriester eines einzelnen Mannes zu sein oder Priester eines Stammes und Geschlechts in Israel? Da wurde es dem Priester wohl ums Herz, und er nahm das Efod und die Teraphim und das Bildnis und trat unter das Volk.

[6:22] Er hatte schon in der Vergangenheit nicht nach Gottes Wort entschieden, und so entscheidet er jetzt wiederum nach den Umständen und auf seinem eigenen Gefühl. Es war ja ein verlockender Karriereschritt, jetzt nicht nur ein Familienpriester, sondern der Priester eines der zwölf Stämme Israels zu werden. Wer anfängt, nach vermeintlichen Umständen und nach Gefühl zu entscheiden und dabei klare Anweisungen des Wortes Gottes, auch wenn sie nur als Details, vollkommen außer Acht zu lassen, der wird immer größeres Unrecht begehen und immer größeren Schaden anrichten.

[7:07] Denn bisher hatte er einer einzelnen Familie diesen Schaden zugefügt, einen falschen Gottesdienst durchzuführen. Jetzt wurde dieser falsche Gottesdienst auf einen gesamten Stamm Israels übertragen. Sünde ist wie eine Spirale: Sie gräbt sich immer tiefer und zieht immer weitere Kreise.

[7:17] Und sie wandten sich um und zogen ab und schickten die Kinder und das Vieh und das kostbare Gerät vor sich her. Sobald sie sich aber von Michas Haus entfernt hatten, wurden die Männer, die in den Häusern um Michas Haus herum wohnten, zusammengerufen und sie holten die Söhne Dans ein.

[7:34] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du weißt, wie oft wir nach dem Gefühl entscheiden und dabei oft große Fehler machen. Herr, lass uns lernen, dass wir in allen unseren täglichen Entscheidungen, die wir so zu fällen haben, uns die Frage stellen, was dein Wort sagt und ob wir mit deinem Wort in Übereinstimmung sind, dass wir nicht nach Gefühl und Eindrücken leben, sondern nach deinem Wort. Herr, du weißt, wie wichtig das ist und wie groß der Schaden ist, der entstehen kann, wenn wir falsche Entscheidungen immer weitertreiben. Herr, lass uns daraus lernen und umkehren, so wie du es uns zeigst, nach deinem Wort zu leben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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