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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über Richter 8:2-26 beleuchtet Christopher Kramp Gideons weitere Taten nach dem großen Sieg. Er zeigt, wie Gideon weise den Zorn der Ephraimiter besänftigt und trotz Erschöpfung die Midianiterkönige Sebach und Zalmunna verfolgt. Die Reaktion der Städte Sukkot und Penuel auf Gideons Bitte um Hilfe und seine spätere Vergeltung werden ebenso thematisiert wie Gideons demütige Ablehnung der Königswürde und die Sammlung des Goldes, das zum Fallstrick werden sollte.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“, heute mit Richter 8:2-8:26. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:37] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir direkt zu dir reden dürfen und dass du direkt zu uns sprichst. Wir sind dankbar für jede Predigt, die wir hören, viele Erfahrungen von anderen Menschen, für alles, was wir sehen und hören, wo du im Leben von anderen wirkst und dadurch ermutigt auch werden. Aber wir wissen, dass die größte und stärkste Ermutigung, die wir haben können, diejenige ist, dass wir dein Wort an uns persönlich glauben und darauf bauen. Und Herr, das wollen wir heute tun. Sprich du durch dein Wort zu uns nach deiner Verheißung. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:18] Wir sind in Richter Kapitel 8. Gideon hat mit 300 Mann einen unglaublichen Sieg über ein großes Heer der Midianiter und der Söhne des Ostens errungen, weil Gott für sie gekämpft hat. Und dann haben einige an anderen Stellen noch mitgeholfen und auch die Ephraimiter wurden später hinzugerufen und die haben sich dann beschwert, warum sie nicht von Anfang an dabei sein durften.

[1:41] Aber dann antwortet ihnen Gideon jetzt in Vers 2: „Er aber sprach zu ihnen: Was habe ich jetzt getan, das eurer Tat gleich wäre? Ist nicht die Nachlese Ephraims besser als die Weinlese Abiesers?“ Mit anderen Worten, dass er dort noch gekämpft hat und was sie errungen haben, das ist doch viel besser als das, was wir erreicht haben. „Gott hat die Fürsten der Midianiter, Oreb und Seeb, in eure Hand gegeben. Wie hätte ich tun können, was ihr getan habt?“ Als er dies sagte, ließ ihr Zorn von ihm ab.

[2:10] Anstatt mit ihnen zu streiten und sie zu tadeln, hatte er hier sehr demütig geantwortet und ihr Wirken besonders hervorgehoben und noch über seinen eigenen Erfolg gestellt.

[2:23] Wenn wir Streit schlichten wollen, dürfen wir nicht eskalieren, sondern auch wenn wir vielleicht objektiv recht haben, sollten wir den Anteil des anderen auch wertschätzen und ihn höher einschätzen als uns selbst. Als Gideon an den Jordan kam, ging er hinüber mit den 300 Mann, die bei ihm waren. Die waren müde und setzten dennoch die Verfolgung fort und hätten sagen können: „Wir haben schon einiges erreicht, sollen andere das erledigen.“ Aber nein, sie waren es, die auch die Midianiter verfolgt haben.

[2:54] Und Gideon sprach zu den Leuten von Sukkot: „Gebt doch dem Volk, das bei mir ist, einige Laibe Brot, denn sie sind erschöpft und ich jage den Königen der Midianiter, Sebach und Zalmunna, nach.“ Wohlgemerkt, er jagt den Königen, nicht irgendwelchen Fürsten, er jagt Königen nach. Aber die Obersten von Sukkot sprachen: „Ist denn die Faust Sebachs und Zalmunnas schon in deiner Hand, dass wir deinem Heer Brot geben sollen?“ Mit anderen Worten: „Leiste erst einmal was, bevor wir dich auch belohnen.“

[3:22] Dieses Leistungsdenken ist leider viel zu oft in unseren Köpfen, in unserer Gesellschaft präsent, aber es entspricht nicht Gottes Willen. Gott möchte, dass Menschen, die müde und erschöpft sind, die vielleicht auch einiges schon geleistet haben für Gott, auch wenn sie vielleicht nicht am Ziel sind, dass sie gestärkt werden durch unsere Hand. Gideon sprach: „Wohlan, wenn der Herr Sebach und Zalmunna in meiner Hand gibt, so will ich euch mit Dornen aus der Wüste und Disteln dreschen.“

[3:44] Und er zog von dort nach Penuel hinauf und redete mit ihnen gleicher Weise. Und die Leute von Penuel antworteten ihm wie die von Sukkot. Da sprach Gideon zu den Leuten von Penuel: „Komme ich mit Frieden wieder, so will ich diesen Turm niederreißen.“ Aber Sebach und Zalmunna waren mit ihrem Heer, etwa 15.000. Der ganze Rest vom Heer der Söhne des Ostens, 120.000, die das Schwert ziehen konnten, waren gefallen. Nur noch ein kleiner Überrest, immer noch sehr viel stärker als die Armee, die Gideon zur Verfügung hatte.

[4:13] Und Gideon zog zurück hinauf auf der Straße derer, die in Zelten wohnen, östlich von Nobach und Jogbeha. Und er schlug das Lager, denn das Heer war sorglos. Und als Sebach und Zalmunna flohen, jagte er ihnen nach und fing die beiden Könige der Midianiter, Sebach und Zalmunna. Und er versetzte das ganze Heer in Schrecken. Und Gideon, der Sohn des Joasch, kehrte um von der Schlacht beim Aufstieg von Heres. Und er fing einen Knaben von den Leuten von Sukkot und fragte ihn aus.

[4:41] Der schrieb ihm die Obersten von Sukkot und ihre Ältesten auf, 77 Mann. Da kam er zu den Leuten von Sukkot und sprach: „Siehe, hier sind Sebach und Zalmunna, wegen denen ihr über mich gespottet und gesprochen habt: Ist denn die Faust Sebachs und Zalmunnas schon in deiner Hand, dass wir deinen Leuten, die müde sind, Brot geben sollten?“ Und er ließ die Ältesten der Stadt ergreifen und Dieseln aus der Wüste und Disteln holen und züchtigte die Leute von Sukkot damit. Den Turm von Penuel riss er nieder und tötete die Leute der Stadt.

[5:10] Und er sprach zu Sebach und Zalmunna: „Was waren die Männer, die ihr in Tabor erschlagen habt?“ Sie sprachen: „Sie waren wie du, ein jeder so schön wie Königsöhne.“ Er sprach: „Das waren meine Brüder, die Söhne meiner Mutter gewesen. So wahr der Herr lebt, wenn ihr die hättet leben lassen, so würde ich euch nicht töten.“ Und er sprach zu seinem erstgeborenen Sohn Jether: „Stehe auf und erschlage sie!“ Aber der Knabe zog sein Schwert nicht, denn er fürchtete sich, weil er noch jung war.

[5:38] Und Zalmunna sprach zu Gideon: „Stehe du auf und erschlage uns! Denn wie der Mann, so seine Kraft.“ Da stand Gideon auf und tötete Sebach und Zalmunna. Und er entnahm die Halbmonde, die an den Hälsen ihrer Kamele waren. Da sprachen die Männer Israels zu Gideon: „Herrsche über uns, du und dein Sohn und der Sohn seines Sohnes, weil du uns aus der Hand der Midianiter errettet hast.“

[6:02] Er bekommt das Angebot aufgrund seiner großen Erfolge, die ja eigentlich Gottes Erfolge gewesen sind, König zu werden.

[6:09] Aber Gideon aber sprach zu ihnen: „Ich will nicht über euch herrschen, mein Sohn soll auch nicht über euch herrschen. Der Herr soll über euch herrschen.“

[6:17] Gideon war eine zögerliche Person, noch eine demütige Person, die wir hier an verschiedenen Beispielen gesehen haben. Er hätte die Möglichkeit gehabt, zu Ruhm und Ehre zu kommen, aber er lehnt sie hier ab und will nicht König werden. Und Gideon sprach zu ihnen: „Eins erbitte ich von euch: Gebt mir jeder die Ohrringe, die erbeutet hat.“ Denn weil sie Midianiter waren, hatten sie goldene Ohrringe. Sie sprachen: „Die wollen wir dir gerne geben.“ Und sie bereiteten ein Gewand aus und jeder warf die Ohrringe von der Beute darauf. Und die goldenen Ohrringe, die erbeten hatte, hatten ein Gewicht von 1.700 Schekel Gold, ohne die Halbmonde und Ohrgehänge und kurzen Kleider, welche die Könige der Midianiter getragen hatten, und ohne den Halsschmuck ihrer Kamele.

[7:01] Dieses Gold sollte noch zum Fallstrick werden. Lasst uns gemeinsam beten.

[7:05] Lieber Vater im Himmel, du weißt, wie oft wir in Streitigkeiten geraten. Ich möchte dich bitten, dass wir die Einstellung von Gideon bekommen, dass wir nicht unsere eigene Leistung, sondern immer verstehen, das, was immer wir erreicht haben im Leben, doch eigentlich nur deine Gnade und deinen Segen und deine Kraft gewesen sind. Und dass wir andere höher einschätzen als uns selbst und so viel Streit vermeiden und auch schlichten können. Erinnere uns daran, wenn wir wieder in einen Streit geraten, vielleicht heute oder in den nächsten Tagen. Und darum bitten wir dich im Namen Jesu. Amen.


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