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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp Richter 9:16-9:38. Er analysiert die Geschichte von Abimelech, der sich durch Mord zum König machte, und Jotams prophetisches Gleichnis, das das gegenseitige Verderben der Bösen vorhersagt. Der Sprecher betont, wie Bosheit und Rebellion letztlich keine dauerhafte Einheit bilden können und sich selbst zerstören, eine biblische Wahrheit, die sich durch die Geschichte zieht und bis in die Endzeitprophetien reicht.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 283.

[0:36] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, Herr, wir brauchen auch heute dein Wort. Du weißt, wie vergesslich wir sind. Du weißt, wie leicht wir von dir abfallen, wenn wir nicht jeden Tag uns an dich und dein Wort klammern und Wurzeln ganz tief hineingraben in dein Wort, sodass wir fest stehen, komme, was wolle. Erinnerungen an den Bund, den du mit uns geschlossen hast und den wir angenommen haben. Und sprich du heute durch den Heiligen Geist zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:12] Wir sind in Richter Kapitel 9. Abimelech, der Sohn von Gideon und einer Nebenfrau, hat sich durch Mord und Ränkespiele das Königtum in der wichtigen Stadt Sichem gesichert. Nur einer seiner Halbbrüder, Jotam, hat das Massaker überlebt und steht nun auf dem Berg Garizim, auf dem eigentlich der Segen zuvor, Jahrhunderte zuvor, vorgelesen worden ist und ruft ein Gleichnis den Bürgern von Sichem hinzu und vergleicht den Abimelech mit einem Dornstrauch, der unter den Bäumen zum König erwählt worden ist. Vers 16:

[1:55] "Wenn ihr nun treu und redlich gehandelt habt, damit dass ihr Abimelech zum König gemacht habt, und wenn ihr Gutes getan habt an Gideon und an seinem Haus und ihm getan habt, wie er es verdient hat, er, mein Vater, der für euch gekämpft und seine Seele hingegeben hat, um euch aus der Hand der Midianiter zu erretten."

[2:17] Wir sollten auch den aufopferungsvollen Dienst von Menschen im Werk Gottes zu unseren Gunsten wertschätzen. Wie oft geschieht es, dass Menschen sich wirklich einsetzen und große Opfer bringen, damit wir das Wort Gottes besser verstehen können, damit das Wort Gottes, Werk Gottes, vorangetrieben wird, dass wir einen Nutzen davon haben. Und wie oft ist es dann, dass man den Rücken diesen Menschen kehrt und sie kaum noch beachtet oder ihren Dienst nicht schätzt? Lasst uns lernen, dankbar zu sein für jeden Menschen, der mit Gott zusammenarbeitet.

[2:54] "Während ihr euch heute gegen das Haus meines Vaters aufgelehnt und seine Söhne ermordet habt, 70 Männer auf einem Stein, und den Abimelech, den Sohn seiner Magd, über die Bürger von Sichem zum König gemacht habt, weil er euer Bruder ist. Wenn ihr also an diesem Tag an Gideon und an seinem Haus treu und redlich gehandelt habt, so erlebt Freude an Abimelech, und er lebe Freude an euch. Wenn aber nicht, so gehe Feuer aus von Abimelech und verzehre die Bürger von Sichem und das Haus Millo. Und es gehe auch Feuer aus von den Bürgern von Sichem und vom Haus Millo und verzehre den Abimelech."

[3:34] Die Idee ist: Die Feinde Gottes werden sich gegenseitig vernichten. Eine Idee, die wir immer und immer wieder in der Bibel finden. Eine Idee, die wir gerade erst in der Geschichte bei Gideon gelesen haben, als die Midianiter beim Klingen der Schofarhörner sich alle gegenseitig vernichtet haben.

[3:54] Danach floh Jotam und er ging nach Beer und wurde dort aus Furcht vor seinem Bruder Abimelech. Als Abimelech drei Jahre lang über Israel geherrscht hatte, da sandte Gott einen bösen Geist zwischen Abimelech und die Bürger von Sichem, und die Männer von Sichem fielen von Abimelech ab, damit die an den 70 Söhnen Gideons begangenen Gewalttaten und ihr Blut über ihren Bruder Abimelech komme, dass sie ermordet hatte, und auf ihn gelegt würde, auch über die Bürger von Sichem, die seine Hand gestärkt hatten, sodass er seine Brüder ermordete.

[4:30] Natürlich ist Gott nicht der Urheber des Bösen, sondern er lässt es zu, dass diese bösen Menschen, die gesündigt haben, in der Sünde verharren, jetzt nicht aneinander haften, sondern wir sehen hier, dass die Bosheit vielleicht nur einen kurzen Moment zusammenhält, weil sie einen gemeinsamen Feind hat. Aber wenn das dann nicht mehr der Fall ist, bricht die schnell wieder auseinander. Bosheit und Rebellion haftet nicht. Es hat kein Fundament in echter Harmonie und in echtem Frieden. Deswegen sehen wir doch in der Bibel, dass auch alle Versuche am Ende der Zeit, eine große Allianz zu schmieden gegen Gott und gegen sein Volk, nur kurz Bestand haben wird und nicht aneinander haften wird, wie es in Daniel 2 steht und auch in Offenbarung 17. Dann könnt ihr die entsprechenden Verse selbst finden.

[5:19] Und die Bürger von Sichem stellten Wegelagerer gegen ihn auf den Gipfeln der Berge. Die beraubten alle, die auf der Straße an ihm vorüberzogen, und es wurde dem Abimelech berichtet. Gaal aber, der Sohn Ebeds, und seine Brüder kamen und siedelten nach Sichem über, und die Bürger von Sichem verließen sich auf ihn. Und sie zogen hinaus aufs Feld und lasen ihre Weinberge ab und kelterten. Und dann feierten sie ein Erntefest und gingen in das Haus ihres Gottes und aßen und tranken und verfluchten den Abimelech.

[5:50] Und Gaal, der Sohn Ebeds, sprach: "Wer ist Abimelech und wer ist Sichem, dass wir ihm dienen sollten? Ist er nicht der Sohn Gideons und Sebul sein Statthalter? Dient den Männern Hamors, des Vaters Sichems! Denn warum sollten wir jenem dienen?" Das bezieht sich auf eine Geschichte, die Jahrhunderte zuvor sich ereignet hatte, als Jakob aus Aram zurückgekehrt war von seinem Onkel Laban mit seiner Familie und dann diese dramatische Geschichte dort in der Stadt Sichem sich hier abspielt, als die ganzen Bewohner von Sichem erschlagen worden sind. Und auf diese Geschichte bezieht sich jetzt hier der Gaal.

[6:31] Er schlägt also vor, eigentlich mit den Kanaanitern zusammenzuarbeiten, statt das zu tun, was eigentlich Gott sich wünscht. "Wenn dieses Volk doch unter meiner Hand wäre, so würde ich dem Abimelech beseitigen." Und er sagte von Abimelech: "Rücke du nur mit zahlreicher Mannschaft aus." Wir sehen hier den Geist, den wir später auch bei Absalom finden (2. Samuel 15, Vers könnt ihr selber finden). Das ist der Geist eigentlich, der mit Luzifer entstand, der Satan wurde. Und wir sehen hier, dass dieser Geist sich selbst am Ende zerstört. Denn Abimelech hatte diesen Geist, und jetzt wird er durch genau diesen selben Gedanken angegriffen.

[7:16] Als aber Sebul, der Oberste der Stadt, die Worte Gaals, des Sohnes Ebeds, hört, so entbrannte sein Zorn, und er sandte insgeheim Boten zu Abimelech und ließ ihm sagen: "Siehe, Gaal, der Sohn Ebeds, und seine Brüder sind nach Sichem gekommen, und sie wiegeln die Stadt gegen dich auf. So mache dich nun auch bei Nacht, du und das Volk, das bei dir ist, und lege dich auf dem Feld in den Hinterhalt. Und am Morgen, wenn die Sonne aufgeht, mache dich früh auf und überfall die Stadt. Wenn dann er und das Volk, das bei ihm ist, dir entgegenziehen, so verfahre mit ihm, wie es sich für dich ergibt."

[7:49] Da stand Abimelech bei Nacht auf und alles Volk, das bei ihm war, und sie legten einen Hinterhalt gegen Sichem mit vier Abteilungen. Und Gaal, der Sohn Ebeds, ging hinaus und trat an den Eingang des Stadttores. Aber Abimelech samt dem Volk, das mit ihm war, machte sich auf aus dem Hinterhalt. Als nun Gaal das Volk sah, sprach er zu Sebul: "Siehe, da kommen Leute von der Höhe der Berge herab." Sebul aber sprach zu ihm: "Du siehst den Schatten der Berge für Leute an." Aber Gaal versicherte noch mal so, er sprach: "Siehe, Leute kommen von der Höhe des Landes herab, und eine Abteilung kommt auf dem Weg von der Eiche der Zauberer her." Da sieht man auch, was dort alles im Volk Gottes zu dieser Zeit leider passierte, auch Zauberei. Da sprach Sebul zu ihm: "Wo ist nun dein Maul, mit dem du sprachst: 'Wer ist Abimelech, dass wir ihm dienen sollten?' Siehe, ist das Volk, das du verachtet hast? Zieh nun aus und kämpfe mit ihm!"

[8:42] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir sehen, dass Bosheit nicht zusammenhält, sondern sich am Ende immer selbst zerstört. Und wir alle haben schon in unserem Leben erlebt, dass Sünde und Rebellion unser Leben vernichtet, zerstört hat, selbstzerstörerisch gewirkt hat, kaputt gemacht hat. Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns echten Frieden schenkst, den nur du uns geben kannst. Dass du uns segnest und uns vor allen falschen Allianzen bewahrst, die nicht halten können. Sei, dass wir uns an dich halten, der du immer derselbe bist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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