In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp Richter 9:39-10:7. Er schildert Abimelechs brutale Herrschaft, die Zerstörung Sichems und seinen schmählichen Tod, der die Folgen von Rebellion gegen Gott und das Streben nach Macht verdeutlicht. Der Abschnitt zeigt, wie falsche Götzen keine Zuflucht bieten und Sünde unweigerlich zum Untergang führt. Abschließend wird Israels wiederholter Abfall von Gott und die Einsetzung der Richter Tola und Jaïr thematisiert.
Gott auf (m)einer Seite: Richter 9:39-10:7
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, RichterPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“, heute mit Seite 284. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir so sehr danken, dass wir dein Wort haben und jeden Tag etwas daraus lernen dürfen. Wir möchten dich bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist zu uns sprichst, dass du uns vor Sünde und Abfall und Rebellion bewahrst, dass wir uns daran erinnern, was du alles Großes für uns getan hast, dass wir dankbar sind für dein Wirken in welcher Form auch immer. Sei es, dass du direkt durch dein Wort zu uns sprichst, sei es durch andere Menschen zu uns. Herr, lass uns dankbar sein und deine Stimme jetzt aus deinem Wort heraus entsprechend hören. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:16] Wir sind in Richter Kapitel 9. Abimelech ist König geworden über Israel, doch ausgerechnet die Stadt, die ihn zum König gemacht hatte, Sichem, wird jetzt von einer Rebellion gegen Abimelech erschüttert. Ein gewisser Gaal führt den Aufstand an, und es kommt zum Kampf. Wir lesen in Vers 39: „Und Gaal zog aus von den Bürgern von Sichem und kämpfte mit Abimelech. Aber Abimelech jagte ihn, sodass er vor ihm floh, und es fiel eine Menge Erschlagene bis an den Eingang des Stadttores. Und Abimelech verblieb in Aruma. Sehr wohl aber vertrieb Gaal und seine Brüder, sodass sie nicht in Sichem verbleiben konnten. Am anderen Morgen aber ging das Volk aufs Feld hinaus, und es wurde Abimelech berichtet. Da nahm Abimelech und teilte es in drei Abteilungen und lauerte im Feld. Als er sah, dass das Volk aus der Stadt gegenüber fiel, sah er sie und schlug sie. Denn Abimelech und der Heeresteil, der bei ihm war, überfielen sie und rannten an den Eingang des Stadttors.“ Mit anderen Worten, sie schnitten den Rückzug ab. Die zwei anderen Abteilungen aber überfielen alle, die auf dem Feld waren, und erschlugen sie. Abimelech kämpfte gegen die Stadt den ganzen Tag und eroberte die Stadt und brachte das Volk um, das darin war, und zerstörte die Stadt und streute Salz darauf. Es war die Stadt gewesen, die ihn zum König gemacht hatte, und jetzt zerstört er sie.
[2:38] Als die Insassen der Burg von Sichem dies hörten, gingen sie in den Saal des Gottes Baal-Berit, des Hauses ihres Gottes. Baal-Berit war ein Götze, der Name war, wie wir schon gelernt haben, „der Herr des Bundes“. Als Abimelech hörte, dass sich alle Insassen der Burg von Sichem versammelt hatten, da ging er mit all seinem Volk, das bei ihm war, auf den Berg Zalmon. Und Abimelech nahm eine Axt zur Hand und hieb einen Ast von den Bäumen und hob ihn auf und legte ihn auf seine Achsel und sprach zu dem Volk, das mit ihm war: „Was ihr mich habt tun sehen, das tut rasch auch!“ Da schlug auch jeder vom Volk einen Ast ab, und sie folgten ihm eilig nach und legten sie an den Saal und steckten damit den Saal in Brand, sodass alle Leute des Turmes von Sichem starben, etwa 1000 Männer und Frauen.
[3:26] Der Baal-Berit kann nicht retten. Er ist kein starker Turm, wie uns Sprüche 18, Vers 10, sagt: „Der Name des Herrn ist ein starker Turm; der Gerechte läuft dorthin und ist in Sicherheit.“ Es gibt keine andere Zuflucht in dieser bösen Welt als Gott, den Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, der Gott, der dem Volk Israel einen Bund angeboten hatte, den sie aber gebrochen hatten, verachtet hatten. Und wer Gottes Bund verachtet und anderen Götzen, egal in welcher Form sie in unserem Leben auch existieren mögen, nachgeht, der wird in dieser dunklen Welt untergehen.
[4:05] Abimelech aber zog nach Tebez und belagerte Tebez und eroberte es. Aber mitten in der Stadt war ein starker Turm, auf den flohen alle Männer und Frauen und alle Bürger der Stadt und schlossen hinter sich zu, und sie stiegen auf das Dach des Turmes. Da kam Abimelech bis zum Turm und wollte ihn stürmen, und er näherte sich dem Tor des Turms, um den Brand zu stecken. Aber eine Frau warf den oberen Stein einer Handmühle dem Abimelech auf den Kopf und zerschmetterte ihm den Schädel. Er wollte König sein über Israel, aber findet ein jämmerliches Ende. Da rief er rasch seinen Waffenträger und sprach zu ihm: „Zieh dein Schwert und töte mich, dass man nicht von mir sage: Eine Frau hat ihn umgebracht!“ Da stach ihn sein Diener, und er starb.
[4:48] Dieser Vers wirft noch einmal Licht darauf, die besondere Geschichte mit Sisera und Jael deutlich zu machen. Seine Schmach, durch eine Frau getötet worden zu sein, war für ihn und alle, die mit ihm verbunden waren, eine große Schande, wie es dem Heerführer Sisera in den folgenden Kapiteln erging.
[5:10] Als aber die Israeliten sahen, dass Abimelech tot war, ging jeder an seinen Ort. So vergalt Gott dem Abimelech das Böse, das er an seinem Vater getan hatte, als er seine siebzig Brüder ermordete.
[5:23] Manchmal denken wir, dass, wenn wir Sünde tun, wir am Ende irgendetwas gewinnen können. Aber Abimelech glaubte, dass, wenn er siebzig seiner Brüder umbrächte und umgebracht hat, er dann König sein könnte. Das, was sein Vater abgelehnt hatte, was auch für die nächste Generation nicht vorgesehen war von Gideon. Er dachte, dass er dadurch die Würde selbst nehmen kann. Aber er hat sie nur kurz genossen, drei Jahre lang, und dann waren es genau die, die zuerst mit ihm befreundet waren, die seinen Sturz herbeiführen wollten, und er ist schmählich gescheitert.
[5:52] Wenn wir gegen Gott und sein Wort rebellieren, wird unser Glück nicht lange anhalten. Wir werden scheitern und schmählich zugrunde gehen, so wie Abimelech auch. Lasst uns lernen aus seiner Geschichte, dass Sünde, wenn sie in Rebellion geschieht und nicht bereut und bekannt wird und nicht durch das Blut Jesu gereinigt wird, dann sicheren Untergang bedeutet.
[6:15] Ebenso vergalt Gott alle Bosheit der Männer von Sichem auf ihren Kopf, und der Fluch Jotams, des Sohnes Jerubbaals, kam über sie auf diesem Berg Garizim, auf dem zu lange zuvor Israeliten gesegnet hatten. Der Berg Garizim sollte ja für den Segen sein, hatte jetzt dazu gedient, wie wir gesehen haben, dass Jotam diesen Fluch ausgesprochen hatte, weil dort die Menschen von Sichem sich mit der Bosheit des Abimelech verbündet haben.
[6:48] Wenn wir bösen Menschen die Hände stärken, wenn wir ihnen unsere Kraft geben, wenn wir sie unterstützen in dem Werk der Bosheit, dann wird uns auch ihr Ende erreichen.
[7:03] Und nach Abimelech stand Tola auf, ein Sohn Puas, des Sohnes Dodos, ein Mann von Issachar, um Israel zu retten. Und er wohnte in Shamir auf dem Bergland Ephraim. Hier sehen wir erneut, was die Aufgabe dieser Richter war: Sie sollten Retter sein. Und er richtete Israel 23 Jahre lang, und danach starb er und wurde in Shamir begraben.
[7:22] Nachdem stand Jaïr auf und richtete Israel 22 Jahre lang.
[7:30] Er hatte 30 Söhne, die auf 30 Eselsfüllen ritten, und sie besaßen 30 Städte, die heißen Dörfer Jaïrs bis zu diesem Tag und liegen im Land Gilead.
[7:38] Und Jaïr starb und wurde in Kamon begraben.
[7:42] Aber die Kinder Israels taten wieder, was böse war in den Augen des Herrn, und dienten den Baalen und Astarten und den Göttern der Aramäer und den Göttern der Zidonier und den Göttern der Moabiter und den Göttern der Ammoniter und den Göttern der Philister und verließen den Herrn und dienten ihm nicht. Es lohnt in diesem Vers einmal zu zählen:
[8:02] Es werden sieben Völker, oder anders gesagt, sieben falsche Götter, erwähnt: die Götter der Baalen, Astarten, der Aramäer, der Zidonier, der Moabiter, der Ammoniter, der Philister. Siebenfacher Abfall, ein Hinweis auf die Vollständigkeit dieses Abfalls.
[8:22] Da entbrannte der Zorn des Herrn über Israel und verkaufte sie in die Hand der Philister und der Ammoniter.
[8:30] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater, wir sehen, dass Sünde immer ihr schreckliches Ende findet, wenn sie nicht dir gegeben ist und bekannt und bereut wird. Herr, wir sehen, wie die ganze Rebellion des Abimelech und auch der Stadt Sichem in der totalen Katastrophe geendet haben. Und Herr, lass uns doch bitte heute diese Lektion lernen, dass, wenn man gegen dich rebelliert und sich von dir lossagt, man auf dem sicheren Weg des Verderbens ist. Herr, bewahre uns davor, rette uns, heilige uns, reinige uns und gib, dass wir treu zu dir und deinem Bund stehen durch deine Kraft. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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