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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt, die auf Römer 1,1-14 basiert, beleuchtet Christopher Kramp die Bedeutung des Römerbriefes als systematische Grundlage des Evangeliums. Er erklärt, wie Paulus sich selbst vorstellt und das Evangelium von seinem Sohn Jesus Christus als Zentrum der Botschaft darstellt. Die Predigt betont die universelle Natur des Evangeliums, das alle Menschen erreichen soll, unabhängig von Bildung oder Herkunft, und ruft zu einem Glaubensgehorsam auf, der aus der Beziehung zu Jesus erwächst.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 1175. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du unser Leben lenkst und leitest. Danke, dass du uns Gelegenheiten schenkst, für dich zu wirken. Und danke, dass du unsere tiefsten Sehnsüchte kennst und sie so erfüllst, dass wir sagen dürfen, dass du gut bist.

[1:10] Hey, wir sehnen uns danach, mit dir ganz eng, fest und dauerhaft verbunden zu sein. Wir sehnen uns danach, mit einem Heiligen Geist erfüllt zu sein und durch alle Wirrnisse des Lebens mit dir so zu gehen, dass sichtbar ist, dass du bei uns bist.

[1:31] Ja, wir möchten dich bitten, dass, wenn wir uns jetzt dem Römerbrief nähern, dass du durch deinen Heiligen Geist in uns erklärst, also die Worte verstehen, sie so begreifen, wie du sie gemeint hast, und dass wir unser Herz verändern. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:01] Wir beginnen heute mit dem Römerbrief, einem besonders berühmten Brief des Neuen Testamentes, dem ersten großen nach den vier Evangelien und der Apostelgeschichte, die das Leben von Jesus und die Geschichte der Ausbreitung des Evangeliums behandelt haben. In diesem Brief behandelt Paulus in einer ganz besonders systematischen Art und Weise, insbesondere in der ersten Hälfte oder über die erste Hälfte hinaus sogar, etwas noch die Grundlage des Evangeliums systematisch, wie wir gerettet werden. Deswegen lohnt es sich ganz besonders, dass wir aufmerksam lesen, gut zuhören und darüber nachdenken, was Gott mir und dir heute und in den nächsten Tagen persönlich sagen möchte.

[2:50] Wir beginnen in Römer 1, Vers 1. Paulus, Knecht Jesu Christi, berufene Apostel, ausgesondert für das Evangelium. Paulus stellt sich in den Briefen immer zunächst einmal vor. Er ist von Gott berufen für das Evangelium Gottes, das Herz zuvor verheißen hat in heiligen Schriften durch seine Propheten. Das Evangelium, das Paulus predigt, ist das Evangelium, das ich im Alten Testament finde. Das haben wir auch in der Apostelgeschichte immer und immer wieder gesehen, dass die Christen der Urgemeinde das Evangelium ganz deutlich auf der Grundlage des Alten Testaments gepredigt haben, dass ich ähm, weil das Evangelium die Erfüllung dessen ist, was die Propheten vorhergesagt haben, nämlich das Evangelium von seinem Sohn. Das heißt, von Jesus.

[3:35] Jesus ist das Zentrum der Botschaft, ist das Zentrum der guten Nachricht, hervorgegangen aus dem Samen Davids nach dem Fleisch. Er ist Mensch und als Mensch ist er ein Sohn Davids aus der äh, aus dem Geschlechtsregister Davids, wie uns die Evangelien der eindeutig berichtet haben. Und erwiesen ist als Sohn Gottes in Kraft nach dem Geist der Heiligkeit durch die Auferstehung von den Toten, Jesus Christus, unser Herr.

[4:02] Schon in den ersten wenigen Versen bringt Paulus eigentlich die Gesamtheit des evangelischen mal so zum Ausdruck. Jesus ist Mensch geworden, aber erst gleichzeitig Gottes Sohn. Er ist Gott und das beweist seine Auferstehung und zwar mit Kraft. Die Auferstehung Jesu, als er sich selbst, wie Johannes 10 gesagt hat, dass sie Leben wiedergegeben hat, beweist kraftvoll, dass er nicht nur Mensch, sondern auch Gott ist.

[4:35] Durch welchen wir Gnade und Aposteldienst empfangen haben zum Glaubensgehorsam für seinen Namen unter allen Heiden. Jesus ist es, der Paulus berufen hat und zwar zu einem Ziel. Das Evangelium, das er verkündigen soll, verfolgt ein ganz spezifisches Ziel, nämlich, dass die Heiden, die Menschen in der gesamten Welt, Glaubensgehorsam erleben, dass sie nicht durch eigene Werke, nicht um sich dafür für Gott zu qualifizieren, für die andere über Gott, sondern durch den Glauben gehorsam sind.

[5:19] Das Evangelium von Paulus verbindet den Glauben und den Gehorsam. Der gesamte Römerbrief hat das Ziel, nicht nur die Empfänger in Rom, sondern alle, die ihn lesen, zum Glaubensgehorsam zu führen. Nichts zu einem Glauben, der die zehn Gebote mit Füßen tritt, nicht zu einem Gehorsam, der versucht, sich bei Gott irgendwie etwas zu verdienen, einem vermeintlichen Gehorsam, sondern zu echtem Gehorsam, der aus dem Glauben an Jesus allein erwächst. Das ist das Ziel des Römerbriefes, und dieses Ziel wollen wir durch den gesamten Römerbrief mit verfolgen.

[5:56] Oder denen auch ihr seid, berufene Jesu Christi, an alle in Rom Anwesenden, geliebten Gottes, an die berufenen Heiligen. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Paulus hat sich selbst vorgestellt. Er hat in dieser ersten, diesen, diesen Briefanfang ist eigentlich noch der Briefkopf sozusagen, einmal das Evangelium entfaltet, gezeigt, was ein großes Ziel ist und um wen es geht, Jesus ins Zentrum drückt. Und dann wendet er sich an den Adressaten, an die Gläubigen in Rom. Er nennt sie die geliebten Gottes, die Geheiligten, die hat die Heiligen, die Berufenen.

[6:37] Liebe Freundin, wenn wir Teil der Gemeinde Gottes sind, sind wir in besonderen Sinne geliebte Gottes. Wir sind berufen, wir dürfen Heilige sein durch Jesus Christus. Oder grüßt sie mit dem typischen Briefgruß, den wir noch immer wieder in verschiedenen Briefen des Neuen Testaments finden werden: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.

[7:04] Zuerst danke ich meinem Gott durch Jesus Christus um euer aller Willen, weil euer Glaube in der ganzen Welt verkündigt wird. Wir werden sehen, dass Paulus oft als allererstes, auch wenn er dringende Anliegen hat, zuallererst Gott dankt. Da wollen wir uns, da möchte ich mir eine Scheibe abschneiden, eine große Scheibe. Die oft haben wir dringende Anliegen, Dinge, die uns wichtig sind, die wir mit anderen teilen wollen, sie warnen, ermahnen wollen. Wie selten nehmen wir uns Zeit, zuerst in allem Gott zu danken.

[7:38] Paulus scheint es sich eine Angewohnheit gemacht zu haben, zuerst Gott zu danken. Ich möchte mir diese Angewohnheit, über diese Angewohnheit lernen. Du auch, lass uns das vornehmen, dass wir in allen Dingen zuerst Gott Danke sagen.

[7:53] Denn Gott, dem ich in meinem Geist ihnen am Evangelium seines Sohnes, ist mein Zeuge, wie unablässig ich an euch gedenke, indem ich allezeit in meinem Gebeten pflege, ob es mir nicht endlich einmal durch den Willen Gottes gelingen möchte, zu euch zu kommen.

[8:09] Paulus weiß, der Glaube der Römer ist bereits etwas, was sich herumgesprochen hat, und er selbst möchte dort in Rom auch die Gläubigen selbst treffen. Wir wissen nicht ganz genau, wie die Gemeinde in Rom entstanden ist, aber sie ist offensichtlich ganz offensichtlich nicht durch Paulus entstanden und auch offensichtlich nicht durch einen anderen der großen. Vermutlich haben einfache Gläubige das Evangelium dort in die Hauptstadt des Weltreiches, des Imperium Romanum, hingetragen. Eine Gemeinde ist entstanden, und Paulus hat diesen dringenden Wunsch, dort einmal persönlich zu sein und die Gemeinde dort zu stärken.

[8:46] Denn mich verlangt danach, euch zu sehen, um euch etwas geistliche Gnadengabe mitzuteilen, damit ihr gestärkt werdet. Paulus wollte nicht einfach nur da sein, um eine tolle Zeit zu haben, sondern er wollte seine Geschwister geistlich stärken.

[8:57] Ist es auch unser Wunsch, wenn wir zur Gemeinde gehen, wenn wir Geschwister nach längerer Zeit getroffen haben, ist es unser Wunsch, sie geistlich zu stärken? Das heißt aber, dass ich mitgetröstet werde unter euch durch den gegenseitigen Austausch eures und meines Glaubens.

[9:15] Paulus wusste, wenn ich die Geschwister treffe, um sie zu segnen, werde ich am meisten gesegnet. Bei anderen zu ähm, zu trinken gibt, dessen Seele wird selbst gesegnet, sagte die Liebe. Wer andere segnen möchte, der andere näher zu Jesus bringen möchte, der wird selbst mitgetröstet. Und das ist der Sinn von Gemeinde, wenn wir gegenseitig und geistlich erbauen können.

[9:38] Ich will euch aber nicht verschweigen, Brüder, dass ich mir schon oftmals vorgenommen habe, zu euch zu kommen. Ich wurde aber bis jetzt verhindert, um auch unter euch etwas Frucht zu wirken, gleich wie unter den übrigen Heiden.

[9:54] Paulus hat es sich so oft vorgenommen, aber Gott hatte größere Pläne. Gott wusste, dass es das Beste war, wenn diese Gemeinde in Rom nicht durch Paulus, noch nicht durch Petrus oder einen anderen großen Missionar, einen großen Apostel gegründet worden ist, sondern wenn sie einfache, bescheidene Anfänger gehabt an Anfang haben würde.

[10:18] Wir kennen die Geschichte der Gemeinde Rom über die Jahrhunderte und wissen, was für eine dramatische Wendung sich dann in der Spätantike ergeben hat, die man dann später versucht hat, diese Gemeinde unbedingt auf Petrus und Paulus zurückzuführen. Aber das biblische Zeugnis ist ganz eindeutig: Es war nicht Paulus oder nicht Petrus. Das war nicht irgendein besonders privilegierter Apostel, diese Gemeinde gegründet hat.

[10:44] Es gibt keinen Grund, dieser Gemeinde einen Überstatus, einen besonderen Status zu sprechen. Es war eine ganz gewöhnliche Gemeinde, die Gott selbst gegründet hatte, durch Wege, die er eben für das Beste gehalten hat.

[11:03] Ich bin ein Schuldner sowohl den Griechen als auch den Barbaren, sowohl den Weisen als auch den Unverständigen. Paulus hatte eine Mission. Er wollte nicht nur die zivilisierten, philosophisch gebildeten Griechen erreichen, auch diejenigen, die außerhalb des griechischen Kulturkreises waren.

[11:21] Interessierte sich auch für die, die Länder in Italien, in Spanien und wollte überall Menschen erreichen, ganz egal, ob sie eine hohe Bildung hatten oder nicht. Das zeigt uns, dass auch wir Menschen aller Gesellschaftsschichten, aller intellektuellen Fähigkeiten erreichen sollten, die Hochgebildeten und auch diejenigen, die nicht viel Gelegenheit hatten, sich bilden zu können.

[11:44] Das Evangelium ist für alle da. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke für Gemeinde und danke, dass wir uns gegenseitig stärken und trösten können. Danke, dass wir als Gemeinde deine geliebten und Heiligen sein dürfen, die du berufen hast. Und gibt es ja niemals aus den Augen verlieren, dass es dabei immer um Jesus geht, der Mensch und Gott ist und der uns zum Glaubensgehorsam ruft. Das bitten wir in seinem Namen. Amen.


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