In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf die Verse 15 bis 2:3 aus dem Römerbrief ein. Er erklärt, warum Paulus sich des Evangeliums nicht schämt und wie es die Kraft zur Rettung für jeden Gläubigen ist. Dabei beleuchtet er die Offenbarung von Gottes Gerechtigkeit und Zorn, die Bedeutung des Glaubens und die Konsequenzen der Abwendung von Gott, die zu Sünden und Götzendienst führen.
Gott auf (m)einer Seite: Römer 1:15-2:3
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: RömerPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1176. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke für Jesus, danke, dass Jesus im Alten Testament vorhergesagt worden ist, dass Jesus Mensch geworden ist und dass Jesus durch die Auferstehung von den Toten bewiesen hat, dass er nicht nur Mensch, sondern auch Gott ist. Danke, dass Paulus sich die Zeit genommen hat, so ausführlich zu beschreiben, wie der Glaube an Jesus unser ganzes Leben verändert. Und wir möchten heute zu deinen Füßen sitzen, wir möchten lernen, was das Evangelium in unserem Leben bewirken kann. Als deine Kraft erfüllt uns mit deinem Heiligen Geist und gibt, dass wir dein Wort gut verstehen können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:35] Wir sind in Römer Kapitel 1. Paulus schreibt an die Römer und dankt Gott für ihren Glauben und sagt ihnen, wie oft er sich schon vorgenommen hat, einmal nach Rom zu kommen und dort auch die Gemeinde geistlich zu stärken. Er schreibt ihnen, dass er sich verantwortlich fühlt, sowohl den Griechen als auch den nicht-griechischsprachigen Barbaren, denen, die die Griechenland und zivilisiert abgetan haben, in allen das Evangelium zu predigen. Sowohl den Weisen als auch den Unverständigen. Und wir lesen weiter in Römer 1, Vers 15: "Darum, weil sich Paulus als der Schuldner der Griechen und Barbaren sieht, darum sagt der Vers 15: Bin ich bereit, so viel an mir liegt, auch euch in Rom das Evangelium zu verkündigen." Paulus sagt: Ich bin bereit, ich möchte gerne auch in der Hauptstadt des Imperiums möchte ich das Evangelium predigen.
[2:39] Und jetzt kommt es für Vers 16. Denn und dieses "denn" liefert die Begründung zu Vers 15. Vers 16 und 17 werden oft isoliert betrachtet, aber sie sind die Begründung für die Bereitschaft, in der größten, mit Abstand größten Stadt des Imperium Romanum das Evangelium zu verkündigen. Paulus ist bereit, öffentliche Mission zu machen, das Evangelium an den wichtigsten Orten zu predigen, weil er sagt: "Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht." Er sagt: Ich schäme mich nicht, auf dem Forum Romanum zu stehen und das Evangelium von Jesus zu predigen, denn es ist Gottes Kraft. Das Evangelium ist nicht nur eine Theorie, es ist nicht nur eine schöne Idee, die widerspruchsfrei sich konstruieren lässt. Paulus weiß aus eigener Erfahrung: Das Evangelium ist eine Kraft. Hast du, lieber Freund, das Evangelium von Jesus als eine Kraft erlebt? Eine Kraft zur Rettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen. Jeder, der glaubt, er lebt die Kraft des Evangeliums, gerettet zu werden. Die Juden zuerst, weil sie bereits das Alte Testament haben, weil sie die Schrift kennen, weil sie von Gott wissen und wissen seit der ersten Seite der Bibel, dass wenn Gott spricht, es geschieht. Sie kennen die Prophezeiung, die auf den Messias hinweist. Und deswegen, was für sie besonders einfach, dass die die Lehre von Jesus anzunehmen, wenn sie offen dafür waren. Aber nicht nur diejenigen, das Alte Testament schon gut kannten, auch die Griechen konnten durch das Evangelium gerettet werden. Auch wir heute, egal wer wir sind, können durch den Glauben die Kraft des Evangeliums in unserem eigenen Leben. Glaubst du, hast du die Kraft des Evangeliums in deinem Leben schon erlebt?
[4:32] Denn es wird darin, das heißt im Evangelium, offenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben. Wie geschrieben steht: "Der Gerechte wird aus Glauben leben." Diese beiden Verse, Vers 16 und 17, sind wie in einer Nussschale, im Kern, wie ein Embryo, das gesamte Römerbrief so zusammengefasst. Alles, was jetzt kommt, ist die Entfaltung dessen, was hier in diesen zwei Versen quasi als Definition steht, was das Evangelium ist. Evangelium ist Gottes Kraft, dadurch werden wir alle gerettet, wenn wir daran glauben. Denn im Evangelium offenbart sich, dass Gott gerecht ist. Es offenbart sich darin seine Gerechtigkeit, die durch den Glauben an Jesus unsere Gerechtigkeit wird. Das hat schon Jeremia Kapitel 23, Vers 5 und 6 gesagt, dass der Name des Messias sein wird: "Der Herr, unsere Gerechtigkeit." Der Messias wird Gerechtigkeit schaffen auf der Erde. Haben diese Gerechtigkeit wird uns angerechnet, wird uns verliehen. Und Paulus begründet das ebenfalls mit einem Bibelvers aus dem Alten Testament aus Habakuk Kapitel 2, Vers 4, wo es heißt: "Dass der Gerechte aus Glauben leben wird." Der Glaube macht gerecht. Die Gerechtigkeit Gottes kommt zu mir, wird meine Gerechtigkeit durch den Glauben. Deswegen ist der Glaube das große Thema von Paulus im Römerbrief. So ist es wirklich Glaubensgehorsam zu sein.
[6:11] Denn es wird offenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten. Es wird nicht nur die Gerechtigkeit Gottes offenbart, sondern auch sein gerechter Zorn über die Menschen, die die Wahrheit nicht hören wollen, die die Wahrheit verhindern wollen, weil das von Gott erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat. Denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, so dass sie keine Entschuldigung haben. Paulus sagt: Jeder Mensch, egal wer er ist, ob er die Bibel kennt oder nicht, kann anhand der Natur, wenn er denn nachdenkt, zwei Dinge erkennen: Es muss einen Gott geben und dieser Gott muss Kraft haben. Diese Kraft ist es ja, die das Evangelium ausmacht. Durch die Natur können wir zwar nicht die Einzelheiten des Erlösungsplans genau und definieren, aber wir können erkennen, dass es einen Gott gibt, der Kraft hat. Und so hat jeder die wesentlichsten Grundvoraussetzungen des Evangeliums schon in der Natur erkennen. Und deswegen hat niemand eine Entschuldigung und kann sagen, dass er schuldlos ist, obwohl er gesündigt hat.
[7:23] Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt. Sehen wir wieder, wie wichtig das ist, dass wir Gott danken, sondern sind in ihren Gedanken nichtigen Waren verfallen und die unverständiges Herz wurde verfinstert. Paulus macht ganz deutlich, am Anfang der Weltgeschichte wussten die Menschen, dass es einen Gott gibt, aber sie haben nicht gedankt, sie haben nicht geehrt. Sie waren so wie die neuen, die sich haben heilen lassen von Jesus, und dann, also Lukas Evangelium wird das ja berichtet, und dann nicht umgekehrt sind, nicht Danke gesagt haben, nicht Gott die Ehre gegeben haben, wieder ein Samariter, der dann umkehrt und sich bedankt hat. Menschen, die gesehen haben, dass Gott sie geschaffen hat, die gesehen haben, dass Gott für sie da ist, dass Gott sie versorgt und trotzdem in ihren eigenen Gedanken nichtigen Waren verfallen sind. Wenn wir Gott nicht danken für das, was er getan hat, dann verfinstert sich unser Herz. Denke, das weißt du auch aus eigener Erfahrung. Ich weiß es auch. Wenn wir Gott nicht danken, dann werden unsere Gedanken dunkel und finster. Lasst uns Gott immer und immer wieder danken für das, was er alles in unserem Leben getan hat.
[8:28] Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild, das dem vergänglichen Menschen, den Vögeln und viel für sie und kriechenden Tieren gleicht. Sie haben angefangen, nicht mehr Gott anzubeten, sondern Götzen und haben sich für besonders klug gehalten, für besonders gebildet und wissenschaftlich. Wirklichkeit haben sie den größten Unsinn betrieben. Sie sind vor leblosen Abbildungen von Geschöpfen niedergefallen. Darum hat sie Gott auch dahin gegeben in die Begierden ihrer Herzen zu Unreinheit, so dass sie ihre eigenen Leiber untereinander entehren. Der Götzendienst hatte zur Folge, dass es auch sexuelle Sünden gab, die jetzt hier genauer ausgeführt werden. Sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschäft Ehre und Gottesdienst erwiesen, anstatt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen.
[9:21] Es begann mit einem falschen Gottesdienst. Begann damit, dass man nicht mehr den Schöpfer ehrte, sondern die Schöpfung. Man betete nicht mehr zu dem, der die Sonne geschaffen hat, sondern zur Sonne. Und so ließe sich das immer weiter ausführen. Es führt dann auch zu einem falschen Verständnis des Menschen und seiner menschlichen Beziehung. Wenn der Mensch ist ja im Bilde Gottes geschaffen. Darum hat sie Gott auch dahin gegeben in entleerende Leidenschaften. Denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen. Gleicher Weise haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind gegeneinander entbrannt in ihrer Begier und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den verdienten Lohn ihrer Verirrung an sich selbst empfangen. Paulus zeigt dir und der Inspiration des Heiligen Geistes, dass homosexuelle Praktiken eine Folge eines falschen Bildes von Gott sind. Sünde sind etwas, das heute in der heutigen Zeit nicht mehr gern gehört wird, aber dass die Bibel ganz deutlich und für jeden klar verständlich beschreibt.
[10:29] Und gleich wie sie Gott nicht der Anerkennung würdigten, hat Gott auch sie dahin gegeben, den unwürdigen Gesinnung zu verüben, was sich nicht geziemt. Als solche, die voll sind von aller Ungerechtigkeit, Unzucht, Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit, voll Neid, Mord, Lust, Streit, Betrug und Tücke. Solche, die Gerüchte verbreiten, verleumden, Gottes Verächter, freche, übermütige Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam, unverständig, treulos, lieblos, unversöhnlich, unbarmherzig. Und hier wird etwas ganz deutlich. Römer 1 ist kein Kapitel, um homosexuelle Menschen über den Kopf zu schlagen. Römer 1 ist ein Kapitel, das eine ganze Vielzahl von Sünden aufzählt, worunter auch und der anderen muss sexuelle Praktiken gehören. Aber viele, die auf homosexuelle Menschen mit Verachtung schauen, begehen viele andere Sünden, die hier auch aufgezählt werden. Und für Gott sind diese Sünden alle gleich. Für Gott ist es letztlich unerheblich, ob wir homosexuelle Praktiken betreiben oder ob wir neidisch sind, ob wir habsüchtig sind, ob wir anderen Menschen schaden wollen, ob wir Gerüchte verbreiten. Und sei es auf Telegram oder Twitter oder WhatsApp.
[12:00] Lasst uns das ganz deutlich verstehen, dass wenn wir Gerüchte verbreiten, die andere Menschen ein schlechtes Licht drücken und wir können es nicht selbst beweisen, dass das so ist, stehen wir auf derselben Stufe wie Menschen, wie es hier steht, die Mann mit Mann Schande treiben. Wir alle sind Sünder, die alle haben gesündigt. Niemand von uns steht besser da. Wir alle, und das ist der Punkt, den Paulus hier machen möchte, wir alle haben uns von Gott abgewandt, wir alle sind in schlimme Sünden gefallen und wir alle brauchen die Vergebung Jesu.
[12:42] Obwohl sie das Gerechte verleumden, Gottes Verächter, freche, übermütige Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam, unverständig, treulos, lieblos, unversöhnlich und barmherzig. Obwohl sie das gerechte Urteil Gottes kennen, erkennen, dass sie des Todes würdig sind, welche so etwas zu üben, tun sie diese Dinge nicht nur selbst, sondern haben auch Gefallen an denen, die sie verüben. Ist und das bewusst, dass jeder, der unbarmherzig ist, des Todes würdig ist, dass jeder, der lieblos ist, des Todes würdig ist, jeder, der unversöhnlich ist, des Todes würdig ist. Wenn den Eltern ungehorsam ist, wer erfinde durch den Bösen, wer prahlt, wer verleumdet, der Gott verachtet. Für uns, doch treibt der habsüchtig ist, der Gerüchte verbreitet, auch in sozialen Medien. Und auch wenn sich Homosexualität.
[13:38] Wir könnten die Reihe weiterführen. Paulus hat hier nicht vor, sämtliche Sünden ausführlich zu machen. Und zwar nicht nur, wenn wir es selbst tun, sondern wenn wir es bei anderen gut finden. Darum bist du nicht zu entschuldigen. Moment, wer du auch sagst, der du richtest, denn worin du den anderen richtest, verurteilst du dich selbst. Denn du, der du richtest, verübst ja dasselbe. Die Bibel macht ganz deutlich: Homosexuelle Praktiken sind Sünde. Übermut ist Sünde. Treulosigkeit ist Sünde. Gerüchte verbreiten ist Sünde. Und wenn wir einen Menschen wegen einer dieser Sünden verachten und eine andere davon selbst praktizieren, sprechen wir uns selbst das Urteil. Das darf nicht dazu führen, dass wir alles für gutheißen. Es darf nicht dazu führen, dass wir es nicht mehr Sünde bezeichnen. Aber wir dürfen nicht andere richten.
[14:48] Sondern wir brauchen das Evangelium. Wir wissen aber, dass das Gericht Gottes der Wahrheit entsprechend über die ergeht, welche so etwas verüben. Denkst du etwa, oh Mensch, der du die richtest, welche so etwas verüben und doch das gleiche tust, dass du dem Gericht Gottes entfliehen wirst?
[15:10] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass du uns die Augen öffnest, dass wir alle Sünder sind. Wir wollen die Sünde nicht entschuldigen, wir wollen sie nicht gutheißen, wir wollen sie nicht reinwaschen, so dass sie nicht mehr Sünde erscheint. Hey, wir wollen die Sünden in unserem eigenen Leben erkennen und wollen nicht andere Menschen richten, sondern selbst die Kraft deines Evangeliums erleben, um andere auch einladen zu können, diese Kraft zu erleben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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