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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die praktische Anwendung des Evangeliums im Alltag, basierend auf Römer 12-13. Es wird beleuchtet, wie Christen ihre Gaben einsetzen, Nächstenliebe praktizieren und sich den staatlichen Obrigkeiten unterordnen sollen. Die Botschaft betont, dass wahre Liebe und Gehorsam gegenüber Gott aus der Kraft des Heiligen Geistes erwachsen und das Fundament für ein gottgefälliges Leben bilden.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Heute mit Seite 1189. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir kommen zu dir, möchten heute mit unserem ganzen Leben, unserem Denken, Fühlen, unseren Plänen und auf dem Altar legen, alles, was du uns geschenkt hast. Jesus, auf diese Erde kam, als er hier gelebt hat, für uns gestorben und auferstanden ist und jetzt für uns eintritt. Wir wollen mit dir zusammen leben. Möchte ich bitten, dass du auch heute durch dein Wort zu uns sprichst. Dank dafür im Namen Jesus. Amen.

[1:22] Wir sind in Römer Kapitel 12. Paulus zeigt jetzt, wie das, was er von Kapitel 1 bis 8 und dann Kapitel 1 bis 11 einschließlich gezeigt hat, was er theologisch erklärt hat, das ganze Evangelium, wie es präsentiert hat, wie das jetzt im praktischen Alltag sich auswirkt, unter anderem dadurch, wie wir unser Leben Gott geben, wie wir uns Gott übergeben und wie wir Bescheidenheit lernen und wie wir auch als Geschwister in der Gemeinde zusammenarbeiten und zusammengehören.

[1:58] Wir lesen weiterhin gebraucht dieses Bild von den verschiedenen Gliedern eines Körpers. Vers 6: "Wir haben aber verschiedene Gnadengaben gemäß der uns verliehenen Gnade. Wenn wir Weissagung haben, so sei sie in Übereinstimmung mit dem Glauben. Wenn wir einen Dienst haben, so sei er im Dienen. Wer lehrt, der lehre. Wer ermahnt, der ermahne. Wer gibt, gebe in Einfalt. Wer vorsteht, tue es mit Eifer. Der Barmherzigkeit übe mit Freundlichkeit." Paulus sagt also, es reicht nicht aus, dass wir bestimmte Gaben, Talente haben, sondern es geht auch darum, wie wir sie einsetzen, dass wir sie mit Demut einsetzen, dass wir sie mit Glauben einsetzen, mit Freundlichkeit, mit Eifer, damit die Gemeinde aufgebaut wird und wir nicht unsere Gaben und Fähigkeiten benutzen, um uns selbst zu erhöhen.

[2:40] "Die Liebe sei ungeheuchelt. Hasst das Böse, haltet fest am Guten. In der Bruderliebe sei herzlich gegeneinander. In der Erbietung komme einer dem anderen zuvor." Und hier schreibt Paulus kurze Sätze, die jeder von uns gut verstehen kann und sofort sieht, ob das nicht auch zu uns in unserem persönlichen Leben spricht. Auch wenn wir nicht auch anderen mehr Erbietung bringen müssen in unserem Leben, dass wir nicht mehr, das finde ich, auch mehr am Guten festhalten können und sollen. Dass sie herzliche Bruderliebe untereinander haben.

[3:09] "Seid fröhlich in der Hoffnung, im Eifer lasst nicht nach, seid brennend im Geist, dient dem Herrn. Seid fröhlich in der Hoffnung, in Bedrängnis haltet Stand, seid beharrlich im Gebet. Nehmt Anteil an den Nöten der Heiligen. Übt freiwillig Gastfreundschaft." Wir sehen, wie Paulus ganz konkret jetzt zeigt, was das Evangelium im Leben eines Christen konkret bedeutet.

[3:32] "Es segne die Verfolgenden, segnet und fluchtlich." Er betont das, weil es uns an Menschen so schwer fällt, weil wir uns so ungerecht behandelt fühlen. Aber wir sehen, wie Paulus die Bergpredigt von Jesus ihnen ganz nah ans Herz legt. "Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden. Seid gleichgesinnt gegeneinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den niedrigen. Haltet euch nicht selbst klug."

[4:00] "Vergeltet niemand Böses mit Bösem. Seid auf alle bedacht, was in den Augen aller Menschen gut ist. Seid auf das bedacht..." Mit anderen Worten, wir leben nicht nur für uns selbst, wir leben nicht nur mit unserer eigenen theologischen Erkenntnis, sondern das wahre Evangelium macht uns zu Menschen, die auch von anderen Menschen angesehen sind und anerkannt, weil wir uns selbst nicht überheben, sondern demütigen.

[4:38] "...so viel an euch liegt, so haltet mit allen Menschen Frieden. Es ist nicht immer möglich, mit allen Menschen Frieden zu haben, weil ein anderer Mensch seinen eigenen Willen und seine eigenen Entscheidungsfreiheit hat. Aber an uns sollte es niemals liegen, dass es Streit gibt."

[4:50] "Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes, denn es steht geschrieben: 'Mein ist die Rache, ich will vergelten', spricht der Herr. Es ist nicht unsere Aufgabe, erlittenes Unrecht selbst in Selbstjustiz zu rächen. Es gilt auch für uns heute in dieser Zeit, wenn wir auch vielleicht von verschiedenen Seiten aus schlecht behandelt worden sind."

[5:10] "Wenn nun dein Feind Hunger hat, so gib ihm zu essen. Wenn er Durst hat, dann gib ihm zu trinken. Wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln." Die Liebe, die Gott zu uns gehabt hat, als wir noch Feinde gewesen sind, die Paulus ja so ausdrücklich beschreibt, immer und immer wieder, vor allem in Römer 5, aber auch in anderen Stellen. Dieses Kapitel ist immer wieder durchscheint. Diese Liebe sollen wir praktisch im Alltag praktizieren.

[5:37] "Lasst dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse durch das Gute."

[5:46] Und es ist kein Zufall, es kommt jetzt natürlich Kapitel 13. Es ist abgetrennt, aber für Paulus war das keine Kapitelabtrennung. Es folgt aus diesem Gedanken, aus dem Gedanken, dass wir erlittenes Unrecht nicht selbst rächen sollen, dass wir auch für unsere Feinde Liebe haben sollten, dass wir das Böse mit Gutem überwinden sollen, dass er jetzt über den Staat spricht.

[6:06] Ein Thema, das in der jüngsten Zeit wieder an Brisanz gewonnen hat, aber ein Thema, wo die Bibel eindeutig klar ist. "Jedermann ordne sich den Obrigkeiten unter, die über ihn gesetzt sind. Denn es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre. Die bestehenden Obrigkeiten aber sind von Gott eingesetzt." Und wenn wir vielleicht sagen: "Aber uns ist Unrecht geschehen", dann geht's zurück zu Vers 19 von Kapitel 12. Wenn du sagst: "Aber es sind meine Feinde", dann geht's zurück zu Vers 20 in Kapitel 12. Und wenn du sagst: "Aber sie haben Böses getan", dann geht's zurück zu Vers 21 in Kapitel 12: "Überwinde das Böse durch das Gute."

[6:48] "Segne die Feinde und liebe sie und rechne dich nicht selbst." Wer sich also gegen die Obrigkeit auflehnt, der widersetzt sich der Ordnung Gottes. Die sich aber wieder setzen, ziehen sich selbst die Verurteilung zu. Gott hat uns niemals berufen, politisch gegen Regierung vorzugehen, selbst wenn diese böse zu tun.

[7:07] Also unser Vorrecht, Sünde beim Namen zu nennen, das ist unser Vorrecht. Auch Anordnung des Staates, die gegen Gottes Gebote, gegen Gottes Gesetz verstoßen, zu nicht einzuhalten, sondern Gottes Gebote hör zu achten. Aber es ist nicht unsere Aufgabe per se gegen den Staat, auch wenn das schlechte Dinge tut, zu rebellieren. Paulus schrieb dies, als Nero Kaiser in Rom war, und es gab nie zuvor einen Herrscher, der so böse, ja, ich möchte sagen, so satanischer wie Nero, und es hat selten einen danach gegeben.

[7:45] Wenn das zurzeit von Nero gilt, was in Römer 13 steht, dann gilt es immer. Denn die Herrscher sind nicht wegen guter Werke zu fürchten, sondern wegen böser. Wenn du dich also vor der Obrigkeit nicht fürchten willst, tue das Gute, dann wirst du Lob von ihr empfangen. Denn sie ist Gottes Dienerin.

[7:59] Wir können ergänzen mit Römer 9: "Ein Gefäß zur Unehre, sicherlich." Denn die allermeisten dort in der Regierung, in der Obrigkeit, sind nicht bekennende Christen, obwohl es auch zurzeit von Paulus einige wenige Christen sogar im Haushalt von... das sagte an anderer Stelle. Aber wir sind die Ausnahme.

[8:22] Und trotzdem ist die Gottesdienerin. Tust du aber Böses, so fürchte dich, denn sie trägt das Schwert nicht umsonst. Gottes Dienerin ist sie, eine Rächerin zum Zorn gericht an dem, der das Böse tut. Gott benutzt den Staat, um die Mörder zu bestrafen. Er benutzt den Staat, um die Diebe zu bestrafen, um die Menschen zu bestrafen, die das Miteinander sonst dramatisch schädigen würden. Und dazu benutzt er Menschen, die nicht unbedingt das Evangelium kennen und praktizieren, Menschen, die nicht Gott lieben, aber die trotzdem einen Mörder vor Gericht stellen, die ins Gefängnis werfen, die ihnen dabei bewachen, die dabei ein Schwert tragen oder heutzutage eine Pistole. Gott benutzt sie, um damit auch bestimmte Prinzipien der Zehn Gebote in der Gesellschaft aufrechtzuerhalten.

[9:02] Und dafür gebührt diesen Institutionen Dank, auch wenn sie dabei Fehler machen. Wenn wir sogar, die wir das Evangelium kennen, oft Fehler machen, wie viel mehr werden Menschen, die das Evangelium gar nicht kennen, Fehler machen, wenn es darum geht, Gottes Geboten...

[9:13] ...zumindestens in zwischenmenschlichen... für die Gebote, die unser Gewissen betreffen, die unsere Pflicht vor Gott regeln, die Anbetung ist natürlich der Staat nicht zuständig. Das ist ganz entscheidend. Hat die Aufgabe, das zwischenmenschliche Miteinander zu regeln und Verbrecher auch entsprechend einzuheben.

[9:41] Und zu bestrafen. Darum ist es notwendig, sich unterzuordnen, nicht allein um des Zorn gerichts, sondern auch um des Gewissens. Also eine Gewissensfrage, sich unterzuordnen.

[9:52] Deshalb zahlt sich auch Steuern, denn sie sind Gottesdiener, die eben dazu beständig tätig sind. Das klärt auch die Frage, ob ein Christ, der das Evangelium völlig verstanden hat, Steuern zahlen wird oder nicht.

[10:04] "So leistet nun jedermann, was sie schuldig seid: Steuer dem, der Steuer gebührt; Zoll, dem der Zoll gebührt; Furcht, dem die Furcht gebührt; Ehre, dem die Ehre gebührt. Seid niemand etwas schuldig, außer dass sie einander liebt. Denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt."

[10:24] Denn die Gebote: "Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen, du sollst nicht begehren", und welches andere Gebot es noch gibt, werden zusammengefasst in diesem Wort: "Nämlich, du sollst deine Nächsten lieben wie dich selbst."

[10:39] "Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes." Das Entscheidende, sagt Paulus, ist, dass die Liebe Gottes, die nach Römer 5,5 durch den Heiligen Geist unser Herz kommt, unser praktisches Leben bestimmt und dadurch werden wir...

[10:58] Und es ist jetzt eigentlich im Grunde genommen immer noch eine Ausweitung des Evangeliums. Das wäre ja gar nicht auf das ist die praktische Anwendung davon. Werden wir tatsächlich die Gebote halten, von denen wir noch immer sieben, noch gelesen haben, dass ohne den Heiligen Geist wir sie nicht halten können. Es versuchen...

[11:17] ...gut sind durch den Heiligen Geist verstanden und in die Praxis umgesetzt. Wenn wir plötzlich in die Lage versetzt werden, Gottes Gebote aus Liebe und durch Liebe zu erfüllen.

[11:32] Und dieses sollen wir tun als solche, die die Zeit verstehen, dass nämlich die Stunde schon da ist, dass wir vom Schlaf aufwachen sollten, denn jetzt ist unsere Errettung näher, als da wir gläubig wurden. Das ganze hat auch noch einen prophetischen Kontext. Jesus kommt bald.

[11:50] Und für uns gilt dieser Vers, die wir in der Endzeit leben, noch viel, viel deutlicher als zurzeit der Römer hier, als Paulus diesen Brief geschrieben hat. Es ist Zeit auch für uns, liebe Freunde, dass wir aufwachen aus dem Schlaf und das Evangelium, das wir glauben, in die Praxis umsetzen, nicht durch eigene Kraft, nicht etwas beweisen wollen, sondern indem wir die Liebe, die Jesus offenbart hat, und Kreuzung unser Herz hineinlassen und dadurch praktisch im Alltag seine Liebe offenbaren.

[12:27] Gerechtigkeit durch den Glauben. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, habe Dank, dass du uns lieber hast. Dank, dass du uns nicht nur das Evangelium theoretisch zeigst, sondern dass wir sehen, was das praktisch im Alltag bedeutet. Und hey, wir möchten nicht ein theoretisches Evangelium glauben, sondern die Kraft, denn das sagt der Römer 1, dass sein Evangelium eine Kraft ist. Das wollen wir im Alltag erleben. Die Liebe, die du zu uns hast, soll unserem Leben sichtbar werden, so dass wir deine Gebote halten, weil das bitten wir von ganzem Herzen. Im Namen Jesus. Amen.

[13:12] Amen. [Musik]


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