In dieser Predigt über Römer 16:23-27 spricht Christopher Kramp über die abschließenden Verse des Römerbriefs. Er beleuchtet die Bedeutung des Evangeliums als Fundament des Glaubens und betont, dass Gottes Gnade und das Opfer Jesu Christi die Grundlage unserer Erlösung bilden. Der Sprecher ermutigt dazu, den Römerbrief als Anker für die Seele zu betrachten und die Kraft des Evangeliums im Alltag sichtbar werden zu lassen.
Gott auf (m)einer Seite: Römer 16:23-16:27
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: RömerPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Transkript
[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Heute mit Seite 1193. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke für das Vorrecht des Gebetes, dass wir zu dir beten dürfen und dass du durch dein Wort, durch deinen Heiligen Geist zu uns sprichst. Herr, danke, dass wir wissen dürfen, dass du mit uns bist und dass du der Gott des Friedens bist, dass du uns echten, tiefen, geistlichen Frieden schenken kannst und willst. Und dass wir durch den Glauben an den Tod und die Auferstehung Jesu durch Gnade gerechtfertigt werden und Frieden haben mit dir. Dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Möchten dich bitten, dass du auch heute durch dein Wort zu uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu und danken für diesen wunderbaren Römerbrief. Im Namen Jesu. Amen.
[1:35] Wir sind in Römer Kapitel 16. Paulus grüßt eine ganze Reihe von Geschwistern in Rom, die er persönlich kennt, die als Mitarbeiter im Werk Gottes sich ausgezeichnet haben, die mitgearbeitet haben, die entsprechend etwas auch schon erlebt haben mit Gott. Und er notiert dann oder lässt notieren, wie wir gelernt haben, auch die Grüße von einigen, die mit ihm sind. Auch Tertius, der den ganzen Brief nach seinem Diktat schreibt, grüßt dann persönlich. Und wir lesen weiter in Römer 16, Vers 23: "Es grüßt euch Gaius, der mich und die ganze Gemeinde beherbergt." Auch hier ein ganz interessanter Aspekt der Gastfreundlichkeit. Seine ganze Gemeinde, der Paulus schreibt diesen Brief ja von Korinth, die bei Gaius unterkommen kann. Ob es sich bei diesem Gaius um denselben Gaius handelt, von dem Johannes später den dritten Johannesbrief schreibt, der auch dafür gelobt wird, dass er wandernde Apostel und Missionare und Evangelisten beherbergt. Da gibt es keinen Hinweis, ob es derselbe Gaius ist. Auch ein Name, der relativ häufig vorkommt, aber es könnte theoretisch auch derselbe gewesen sein.
[2:58] "Es grüßt euch Erastus, der Stadtverwalter, und Quartus, der Bruder. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen. Amen." Wir sehen hier auch, welche verschiedenen Menschen bereits Teil der Gemeinde Gottes geworden sind. Mit Erastus, dem Stadtverwalter, haben wir jemand, der also offensichtlich auch eine hohe politische Position schon bekleidet hat. Und wir werden ja auch noch sehen, dass sogar später dann in den höchsten Kreisen im Haus des Kaisers selbst Christen leben. Wir sehen also, dass das Evangelium von Anfang an, obwohl natürlich viele auch einfache Leute an Gott geglaubt haben und Jesus angenommen haben, ist auch immer wieder Leute in höchsten Positionen gab, ähnlich wie auch Nikodemus, den wir im Johannesevangelium kennengelernt haben, die letztendlich sich ganz auf die Seite des Christentums geschlagen haben und Jesus als ihren Erlöser bekannt haben.
[3:52] "Dem aber, der euch zu festigen vermag laut meinem Evangelium und der Verkündigung von Jesus Christus gemäß der Offenbarung des Geheimnisses, das von ewigen Zeiten her verschwiegen war, das jetzt aber offenbar gemacht worden ist und durch prophetische Schriften auf Befehl des ewigen Gottes bei allen Heiden bekannt gemacht worden ist zum Glaubensgehorsam. Ihm, dem allein weisen Gott, sei die Ehre durch Jesus Christus in Ewigkeit. Amen."
[4:22] Paulus, der in diesem Römerbrief wirklich ganz ausführlich das Evangelium in den Mittelpunkt stellt, der schon im einleitenden Satz wesentliche Elemente des Evangeliums alle hineingepackt hat, nachdem er alles systematisch erklärt hat, kann gar nicht anders, als auch jetzt im letzten Satz, im Schlusssatz, noch einmal im Prinzip den ganzen Erlösungsplan zusammenzufassen in einem großen Satz. Nämlich, dass das Evangelium und die Verkündigung von Jesus uns festigt. Gott festigt uns durch das Evangelium. Deswegen müssen wir uns immer wieder mit dem Evangelium beschäftigen, wenn unser Glaube schwach wird. Ist nicht die Antwort, dass wir irgendeine neue Theorie brauchen oder irgendeine völlig unbekannte Erkenntnis, sondern wir brauchen das Evangelium, das festigt uns.
[5:10] Dieses Evangelium ist die Offenbarung eines Geheimnisses, das von ewigen Zeiten her verschwiegen war. Gott hatte schon immer geplant, auf diese Art und Weise seine Gnade zu zeigen, aber jetzt zur Zeit des Paulus und zur Zeit der Bibel sind diese Dinge offenbar gemacht worden durch die prophetischen Schriften, prophetischen Schriften des Alten Testamentes und durch die Predigt des Paulus, der diese Wahrheiten, die im Alten Testament enthalten sind und natürlich all das, was das Neue Testament dann lehrt, zu den Heiden gebracht hat. Mit diesem Ziel, dass wir von am Anfang des Römerbriefes gesehen haben und dass sie am Ende wieder wie eine Klammer auftaucht und das zwischendurch immer wieder ganz deutlich geworden ist, nämlich zum Glaubensgehorsam.
[5:54] Das Ziel des Evangeliums ist nicht ein Glaube ohne Gehorsam und es recht kein Gehorsam ohne Glaube, sondern ein solch tiefer Glaube an die Gnade Gottes und die unverdiente Erlösung aufgrund der Barmherzigkeit Gottes, die sich am Opfer von Jesus außergewöhnlich deutlich zeigt. Durch sein Blut sind wir gerettet, nicht aus uns, sondern aus ihm, aus seiner Gnade. Dieser Glaube daran führt zu einem echten Gehorsam, der der Gerechtigkeit Gottes entspricht und so tatsächlich Gottes Gebote erfüllt werden können. Und deswegen, weil es nicht aus uns ist und nicht aus der Leistung eines unserer Lehrer oder Evangelisten, sondern weil es Gott ist, der in uns wirkt, deswegen gebührt auch ihm am Ende dieses Römerbriefes, ihm allein die Ehre durch Jesus Christus.
[6:53] Und wir können nicht anders, als dem Paulus beipflichten, sagen: Amen. Dieser Römerbrief ist ein unfassbarer Schatz, so tief und doch so systematisch, so reichhaltig in seiner Beschreibung, was es bedeutet und am Ende auch wieder so klar und einfach, was es bedeutet, Jesus zu glauben und dadurch vor Gott aufgrund seiner Gnade gerecht gesprochen zu werden, sodass wir durch den Glauben und durch die Kraft des Heiligen Geistes die Sünde überwinden können und Glaubensgehorsam erleben können.
[7:30] Dass wir Teil des Volkes Gottes sind, das seit frühesten Zeiten in der Bibel beschrieben ist, dass die Verheißung, die in der ganzen Bibel stehen, uns gelten können durch den Glauben. Lasst uns den Römerbrief nicht beiseitelegen, auch wenn wir jetzt weitere Briefe lesen werden. Lass uns den Römerbrief immer wieder studieren als ein Anker für unsere Seele, der deutlich macht, dass Jesus mich und dich rettet. Lass uns Gott dafür von ganzem Herzen danken.
[7:59] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir im Römerbrief eine so klare Darstellung und Beschreibung und Erklärung finden, wie du uns retten möchtest und rettest. Herr, wir möchten dir die Ehre geben. Wir haben verstanden, es ist nicht unser Wollen, nicht unser Laufen, nicht unsere Bemühung, nicht unser Eifer, sondern es ist deine Gnade, es ist deine Güte, ist das Opfer, das Jesus für uns gebracht hat, als wir noch Sünder waren. Wir können nichts dazu beitragen, außer es dir zu glauben und durch den Glauben all das zu erfahren, was du uns schenken möchtest. Herr, wir bitten dich von ganzem Herzen, dass du dieses Evangelium in unser Herz schreibst und dass wir es nicht nur verstehen, sondern dass es unserem Alltag sichtbar wird als eine Kraft, die unser Leben verändert. Das bitten wir alles im Namen Jesu, der jetzt für uns eintritt.
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