In dieser Predigt über Römer 2:28-3:24 erklärt Christopher Kramp, dass weder äußere Rituale noch das Befolgen des Gesetzes uns vor Gott gerecht machen können. Wahre Gerechtigkeit kommt allein durch den Glauben an Jesus Christus, wie sie im Evangelium offenbart wird und im Alten Testament bezeugt ist. Alle Menschen, Juden wie Heiden, sind Sünder und brauchen Gottes Gnade, die ihnen durch den Glauben an Jesus geschenkt wird.
Gott auf (m)einer Seite: Römer 2:28-3:24
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: RömerPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1178. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass der Römerbrief uns die Augen geöffnet hat über unseren eigenen Zustand, der wir wirklich sind. Herr, wir neigen alle dazu, uns für besser zu halten, als wir sind, und andere besonders schlecht zu beurteilen. Aber in Wirklichkeit sind wir es, die diese sind, und wir brauchen so dringend deine Gnade, so dringend deine Liebe und dein Evangelium. Und darum bitten wir dich, dass du heute in besonderem Maße zu uns persönlich sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu, der jetzt für uns eintritt. Amen.
[1:22] Wir sind in Römer Kapitel 2. Paulus zeigt ganz deutlich, dass es nichts nützt, wenn man die Bibel zwar kennt und vielleicht sogar so gut kennt, dass man anderen Bibelstunden geben kann, dass man sie unterweisen kann im Gesetz. Aber wenn man dann gleichzeitig das Gesetz bricht, wenn man anderen sagt, sie sollen nicht die Ehe brechen, sie sollen nicht stehlen, und trotzdem man das selbst dann tut, dann ist man auf einem falschen Weg. Und er zeigt ganz deutlich, dass es nicht die äußere Beschneidung ist, die uns gerecht vor Gott macht. Denn wenn ich äußerlich beschnitten bin, aber das Gesetz nicht halte, was nützt es mir? Und wenn ich das Gesetz halte, aber äußerlich unbeschnitten bin, habe ich trotzdem das Ziel erreicht, dass Gott mit mir vorgehabt hat.
[2:11] So lesen wir weiter in Römer 2, Vers 28: "Denn nicht der ist ein Jude, der ist äußerlich ist, auch ist nicht, dass die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht, sondern der ist ein Jude, der ist innerlich ist, und seine Beschneidung geschieht am Herzen, im Geist, nicht nach dem Buchstaben. Seine Anerkennung kommt nicht von Menschen, sondern von Gott." Paulus zeigt hier etwas, was eigentlich schon im Alten Testament die gesamte Zeit ausgedrückt wird. Dort heißt es, dass wir unsere Herzen beschneiden sollen. Schon die Geschichte 1. Mose 17, die damals dazu geführt hat, dass Abram die Beschneidung als äußeres Zeichen bekam, hatte damit zu tun, dass Abrahams Gedanken geschnitten werden mussten, die Bereitschaft, seine eigenen Gedanken aufzugeben und sich von Gott führen zu lassen. Denn Beweis für die eigentliche innere Herzensbeschneidung, die wird vielleicht nicht von Menschen anerkannt. Aber was nützt das schon, würde von Menschen anerkannt sein? Was wir brauchen, ist die Anerkennung Gottes. Und ich möchte in meinem Leben mir vornehmen, dass Gott meine Gedanken beschneiden darf. Du auch. Gott gut, er wird uns nichts wegschneiden, was uns gut tut, sondern das, was wir nicht brauchen, sodass wir noch mehr Frucht finden können.
[3:53] Was hat denn der Jude für einen Vorzug? Oder was nützt die Beschneidung viel in jeder Hinsicht? Denn vor allem sind ihnen die Aussprüche Gottes anvertraut worden. Wenn also die Beschneidung letztlich nichts in Bezug auf die Erlösung bewirkt, gibt es doch einen Vorteil, den die Juden zurzeit von Paulus hatten. Sie kannten die Bibel, ihnen waren die Aussprüche Gottes anvertraut worden, sie kannten die Verheißung, sie kannten den Heilsplan, sie wussten, was Gott für gut befindet und was schlecht ist. In einem gewissen Sinne können wir das sozusagen heute auf alle Menschen übertragen, die sich mit dem Wort Gottes, der Bibel auskennen. Wie denn, wenn auch etliche untreu waren, hebt etwa ihre Untreue die Treue Gottes auf? Auch wenn viele, die das Alte Testament hatten, nicht danach gelebt haben, bedeutet das nicht, dass Gottes Verheißung sich nicht mehr erfüllen. Das sei ferne! Vielmehr, er weiß nicht Gott als wahrhaftig, jeder Mensch aber als Lügner, wie geschrieben steht: "Damit du recht behältst in deinen Worten und siegreich hervorgehst, wenn man mit dir rechtet." Das kommt aus Psalm 51, wo David als reuiger Sünder ganz deutlich sagt: "Gott, du hast recht, nicht ich habe recht, du hast recht." Wenn aber unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit beweist, was sollen wir dann sagen? Ist Gott etwa ungerecht, wenn er das Zorngericht verhängt? Ich rede nach Menschenweise. Das sei ferne! Wie könnte Gott sonst die Welt richten? Wenn nämlich die Wahrhaftigkeit Gottes durch meine Lüge überströmender wird zu seinem Ruhm, weshalb werde ich dann noch als Sünder gerichtet? Müsste man dann nicht so reden, wie wir verleumdet werden und wie etliche behaupten, dass wir sagen: "Lasst uns Böses tun, damit Gutes daraus kommt"? Ihre Verurteilung ist direkt.
[5:40] Paulus macht also dort folgenden Punkt deutlich: Die Tatsache, dass wir gesündigt haben, dass wir das Evangelium im Alten Testament und damit Juden, die das Evangelium altenste Mensch nicht angenommen haben, zunächst einmal bedeutet nicht, dass von Gottes Seite das Evangeliumsangebot aufgehoben wird. Er bleibt treu, er bleibt gerecht, so dass selbst wenn wir gesündigt haben, trotzdem sich die Treue Gottes beweist und trotzdem Gottes Plan als Ziel kommen kann. Das bedeutet aber nicht, dass wir Böses tun müssen, damit Gott gerecht ist. Wir müssen nicht böse, wir müssen nicht sündigen, damit Gott uns retten kann. Denn wenn wir nie gesündigt hätten, wenn es keine Sünde gegeben hätte, hätten wir trotzdem eine Gerechtigkeit Gottes erlebt, die er uns jetzt durch Gnade schenkt.
[6:28] Wie nun haben wir etwas voraus? Ganz und gar nicht. Denn wir haben ja vorhin sowohl Juden als Griechen beschuldigt, dass sie alle unter der Sünde sind. Zwar haben die Juden den Vorteil gehabt, dass sie das Alte Testament kannten, aber in Bezug auf die Erlösung, in Bezug auf das Gericht hat niemand einen Vorteil. Alle sind Sünder, und da gibt es keinen Unterschied. Wie geschrieben steht: "Es ist keiner gerecht, auch nicht einer. Es ist keiner, der verständig ist, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen, sie taugen zusammen nichts. Da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer." Ihre Kehle ist ein offenes Grab, mit ihren Zungen betrügen sie. Ort, ein Gift ist unter ihren Lippen. Ihr Mund ist voll Fluchen und Bitterkeit. Ihre Füße eilen und Blut zu vergießen. Verwüstung und Elend bezeichnen ihre Bahn, und den Weg des Friedens kennen sie nicht. Es ist keine Gottesfurcht vor ihren Augen. All das kommt aus dem Alten Testament. Und wer sich einmal die Mühe macht, ist ja dann in Anmerkung oft in der Bibel angegeben, woher diese einzelnen Textstellen kommen, und diese Textstellen mal nachliest, wird feststellen, dass dort oft von den Feinden Gottes die Rede ist, den Feinden der Wahrheit. Und Paulus sagt: "Wir alle sind solche Feinde gewesen." Wir alle sind durch unsere Sünden auf der falschen Seite gewesen. Wir werden später noch sehen, dass Paulus ganz deutlich im Römerbrief auch jeden Sünder als einen Feind Gottes bezeichnet.
[7:49] Wir wissen aber, dass das Gesetz alles, was es spricht, zu denen sagt, die unter dem Gesetz sind, damit jeder Mund verstopft werde und alle Welt vor Gott schuldig sei. Sein Punkt ist hier: Diese Dinge kommen aus dem Gesetz. Und das beweist, dass im Römerbrief das Wort "Gesetz" nicht nur die Zehn Gebote meint, sondern explizit oder ganz besonders das gesamte Alte Testament. Denn Paulus hat hier nicht aus den Zehn Geboten zitiert, sondern aus dem Alten Testament. Wir sehen das im Römerbrief sogar eher eine Unterscheidung vorgenommen wird: Das Gesetz für das Alte Testament als Ganzes, die Tora, und natürlich auch alles, was dann die Propheten geschrieben haben und was die weiße Literatur betrifft, während die Zehn Gebote als die Gebote bezahlt werden. Das wäre dann später im Römerbrief noch sehen. Und sein Punkt ist hier: Das, was im Alten Testament steht, gilt für diejenigen, die das Alte Testament haben. So dass auch diese Verse ganz besonders, insbesondere nicht nur für die Heiden, sondern auch für das Volk Gottes gelten.
[8:44] Alle sind schuldig vor Gott, weil aus Werken des Gesetzes kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden kann. Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. Wir haben zwar gesehen in Römer 2, dass Werke, dass gute Werke beweisen, dass wir das ewige Leben haben wollen und dass wir durch das Gute tun nach dem Leben streben. Aber diese guten Werke aus Römer 2 sind nicht die Werke des Gesetzes. Mit anderen Worten, es geht dort nicht um Werke, die wir tun, indem wir die Bibel lesen und sagen: "Das will ich jetzt einfach tun aus eigener Kraft." Es ist unmöglich, denn das Gesetz Gottes offenbart unsere Sünde, es zeigt, wie wir sind, aber es kann uns nicht retten. Die guten Werke aus Römer 2, von denen wir gelesen haben, dass wir sie brauchen, sind keine Werke, die wir selbst tun können. Und das denn für einen Punkt: Es geht ja um Glaubensgehorsam, nicht um Gehorsam, den wir tun und dann Gott vorweisen und sagen: "Schau mal, ich bin gehorsam gewesen."
[9:54] Das Gesetz Gottes, die Zehn Gebote und auch letztlich die gesamte Bibel ist dazu da und zu zeigen, dass wir Sünder sind und dass wir Hilfe brauchen. Jetzt aber ist außerhalb des Gesetzes die Gerechtigkeit Gottes offenbar gemacht worden. Das sagt das Evangelium. Denn im Evangelium wird die Gerechtigkeit Gottes offenbar, die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird. Es ist nicht das Alte Testament, das die Menschen gerettet hat, sondern es ist das Evangelium, das das, dass die Menschenretter Evangelium von Jesus. Aber dieses Evangelium wird im Alten Testament bezeugt. Das gesamte Alte Testament weist auf dieses Evangelium hin, nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle kommt, die glauben. Denn es ist kein Unterschied.
[10:40] Jesus hatte in Johannes 5 im Sande drehen den obersten gesagt: "Die Schriften, an die ihr glaubt, dass ihr ewiges Leben habt, wenn ihr die Bibel lest, und doch ist es sie, die von mir zeugt." Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen. Wenn wir nur die Bibel lesen, aber nicht zu Jesus kommen, nützt uns das Bibellesen nicht. Denn das Bibel lesen zeigt uns, dass wir Jesus brauchen. Und die Bibel weist uns auf Jesus. Es ist aber der Glaube an Jesus, so wie er in der Bibel steht, der uns rettet, nicht die Bibel selbst. Der Glaube an Jesus bezeugt von der Liebe. Außerhalb der Bibel aber bezeugt von der Liebe.
[11:16] Der biblische Glaube an Jesus Christus, die zu allen, die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle kommt, die glauben. Denn es ist kein Unterschied. Das gilt für alle Menschen. Wir haben gesehen, wie Petrus im Apostelgeschichte 15 gesagt hat, dass alle Juden, Christen und Heidenchristen durch denselben Glauben an Jesus gerettet werden. Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten.
[11:55] Paulus sagt, der Heilige Geist sagt durch Paulus: "Wir alle haben gesündigt." Aus eigener Kraft können wir nichts tun. Das Gesetz Gottes, das Wort Gottes offenbart uns nur, dass wir Sünder sind, damit wir die Gerechtigkeit Gottes im Evangelium anbieten, annehmen, die Jesus uns durch Glauben anbietet, so dass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade, aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist. Wir werden gerettet, nicht weil wir es verdient haben, sondern weil Gott uns begnadigt durch die Erlösung in Jesus.
[12:30] Durch die Erlösung in Jesus wirst du und ich gerettet. Und dafür wollen wir Danke sagen. Lasst uns beten. Lieber Herr Jesus, hab Dank, dass du für uns am Kreuz gestorben bist. Und hab Dank, dass durch diesen Tod am Kreuz und durch deine Auferstehung und durch dein Wirken im himmlischen Heiligtum, deine Gerechtigkeit meine Gerechtigkeit werden darf, deine Gerechtigkeit uns allen über dieses Video sehen, alle Menschen, die er nicht glauben, zugerechnet und auch verliehen werden kann. Herr, danke für die Bibel, die uns das deutlich offenbart. Danke für den Römerbrief. Und Herr, wir wollen dich als unseren Erlöser aus Gnaden, obwohl wir es nicht verdient haben, heute hier annehmen. Im Namen Jesu beten wir. Amen.
Lizenz
Copyright ©2023 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.