In dieser Predigt über Römer 3:25-4:16 erklärt Christopher Kramp, wie wir durch Glauben und nicht durch Werke gerechtfertigt werden. Er beleuchtet die Bedeutung von Jesu Sühnopfer und wie Gott durch Gnade handelt, um uns zu retten. Anhand von Beispielen aus dem Alten Testament, wie Abraham und David, wird verdeutlicht, dass wahre Gerechtigkeit aus dem Glauben an Gott kommt, unabhängig von äußerlichen Zeichen oder Taten.
Gott auf (m)einer Seite: Römer 3:25-4:16
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: RömerPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 1179. Lasst uns gemeinsam beten.
Lieber Vater im Himmel, danke für die Gnade, mit der du uns in Jesus begleitet hast. Hey, wir haben so oft den Wunsch, etwas zu verdienen. Aber du zeigst uns, durch dein Wort, dass es hier nichts zu verdienen gibt. All unsere Werke, das ganze Leben ist befleckt mit Sünde. Aber Jesus ist rein und seine Gerechtigkeit darf meine Gerechtigkeit sein, weil er meine Sünde getragen hat. Er ist ein Gedanke, der so tief... Wir bitten dich von ganzem Herzen, dass uns dieser Gedanke nie loslässt, dass er sich ganz tief eingräbt und seit Denken wie Sauerteig unser ganzes Herz durchsäuert. Dass alles unser Tun, Denken, Handeln, Fühlen von diesem Gedanken bestimmt wird, dass wir ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch den Glauben, weil Jesus für uns gestorben ist und uns begnadet. Herr, Dank dafür von ganzem Herzen. Und gib, dass ja auch heute, wenn wir darüber weiter nachdenken, diesen Gedanken besser greifen können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[2:22] Wir sind in Römer Kapitel 3. Paulus macht ganz deutlich, dass das Gesetz die Liebe und zeigt, dass wir Sünder sind, aber uns nicht selbst retten kann. Werke des Gesetzes können uns niemals vor Gott angenehm machen. Stattdessen werden wir ohne uns selbst das verdienen zu können, durch Jesus begnadet, durch seine Erlösung, wenn wir ihm glauben. Und genau das bezeugt die gesamte Bibel und weist auf diesen Weg hin, durch den wir alle, die wir gesündigt haben, auch alle gerettet werden können, wenn wir es Gott glauben.
[3:06] Wir lesen weiterhin Vers 25: Ihn, das ist Jesus, hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, das wirksam wird durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvor geschehen waren, als Gott Zurückhaltung übte, um seine Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit zu erweisen, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist. Jesus ist das Sühnopfer und sein Tod wirkt für mich, wenn ich daran glaube. Wenn ich an das Blut Jesu glaube, dann wird das, was er für mich getan hat, wirksam. Jesus ist für alle Menschen gestorben, aber nur für diejenigen wird es wirksam, die an ihn glauben. Durch den Glauben wird es wirksam.
[4:15] Und Gott hat Zurückhaltung geübt. Er hat uns nicht gleich bestraft, nicht gleich verurteilt, als wir gesündigt haben, sondern abgewartet, bis all unsere Sünde ihre Strafe findet am Kreuz von Golgatha. So, dass wir, so dass er gleichzeitig gerecht ist, weil die Sünde tatsächlich bestraft worden ist. Sie ist nicht übergangen worden, sie ist nicht nur unter den Teppich gekehrt worden. Alle unsere Sünden, die wir begangen haben, sind tatsächlich bestraft worden am Kreuz von Golgatha. Und gleichzeitig kann Gott dadurch, dass Jesus diese Sünden auf sich genommen hat, dadurch kann er uns freisprechen, rechtfertigen. Das ist Evangelium, das gilt für dich und für mich.
[5:09] Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Jetzt kann sich niemand mehr rühmen, dass er besonders gläubig gewesen ist und deswegen gerettet wird, weil wir nichts vorzuweisen haben. Wir werden gerettet allein durch den Glauben. Durch welches Gesetz? Durch das der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens. Das ist der Glaube, der uns rettet. So kommen wir nun zu dem Schluss, dass der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt wird, ohne Werke des Gesetzes. Paulus macht ganz deutlich, es sind nicht die Werke, die wir tun, weil wir einfach versuchen, aus eigener Kraft Gottes Wort zu halten. Das kann es nicht retten. Es ist der Glaube allein. Jakobus wird später deutlich zeigen, dass dieser Glaube wird und dass dieser Glaube zu guten Werken führt.
[6:03] Nicht durch die guten Werke, die Paulus schon in Römer 2 geschrieben hat, die wir brauchen. Oder ist Gott nur der Gott der Juden und nicht auch der Heiden? Ja, freilich auch der Heiden, denn es ist ja ein und derselbe Gott, der die Beschnittenen aus Glauben und die Unbeschnittenen durch den Glauben rechtfertigt. Heben wir nun das Gesetz auf durch den Glauben? Dass er ferne, viel mehr bestätigen wir das Gesetz. Für alle ist das Evangelium gleich. Alle haben gleich gesündigt. Für alle Menschen ist Jesus gestorben, denn die Bibel sagt in Johannes 3,16: "Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe." Für alle Menschen ist dieses Gnadenangebot da. Und deswegen ist Gott nicht nur ein Gott der Juden, sondern auch der Heiden. Er ist für alle da. Alle werden gleich gerettet durch den Glauben, aus dem Glauben.
[7:02] Und Paulus sagt, damit wird die Botschaft des Alten Testaments nicht aufgehoben. Vielmehr ist das ja genau das, was das Alte Testament sagt. Und wir sehen jetzt in dem, was folgt, dass tatsächlich Paulus hier bei dem Gesetz, anders als das Alte Testament im Ganzen denkt, dann er zitiert jetzt ab Kapitel 4 nicht aus den Zehn Geboten, jetzt zitiert aus dem Buch 1. Mose, die Geschichte von Abraham, die bestätigt, dass das Evangelium durch den Glauben kommt.
[7:28] Was wollen wir denn sagen? Abram, unser Vater nach dem Fleisch, erlangt hat er, der Gründungsvater quasi des Judentums. Wenn nämlich Abram aus Werken gerechtfertigt worden ist, hat er zwar Ruhm, aber nicht vor Gott. Denn was sagt die Schrift? "Abraham aber glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet." Die Gerechtigkeit. Und Paulus bezieht sich hier auf 1. Mose 15, Vers 6, als Gott mit Abraham verheißen hat, dass er Nachkommen haben wird wie die Sterne am Himmel. Und Abraham die Frage gestellt hat, wie das möglich ist, weil er bis dahin keinen einzigen Sohn hatte. Und er dann aber von Gott auf den Sternenhimmel schaut, weil er Gott glaubt, dass Gott, der gesagt hat: "Es werde Licht und es wurde Licht", der die Sterne geschaffen hat aus dem Nichts, dass er ihm auch Nachkommen geben kann. Dieser Glaube bewirkt, dass Gott ihm seine Gerechtigkeit anrechnen kann.
[8:32] Wer aber Werke verrichtet, dem wird der Lohn nicht aufgrund von Gnade angerechnet, sondern aufgrund der Verpflichtung. Wer dagegen keine Werke verrichtet, sondern an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt, dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet. Was er sagt ist, wenn es also heißt, dass der Abraham aus Glauben gerecht wurde, dann eben nicht wegen seiner Werke. Es war nicht so, dass Abram etwas getan hat, von dem Gott gesagt hat: "Okay, jetzt muss ich dich rechtfertigen." Es war, weil er ihm geglaubt hat. Deswegen wurde ihm die Gerechtigkeit angerechnet. Und Gott war also nicht verpflichtet, den Abraham zu retten, sondern er hat es aus freien Stücken, aus Liebe, aus Gnade getan.
[9:17] Ebenso preist auch David den Menschen glückselig, dem Gott ohne Werke Gerechtigkeit anrechnet. Das heißt, den Menschen, den Gott für gerecht spricht, obwohl der Mensch nicht durch eigene Werke sich das irgendwie verdient hätte. "Glückselig sind die, deren Gesetzlosigkeit vergeben und deren Sünden zugedeckt sind. Glückselig ist der Mann, dem der Herr die Sünde nicht anrechnet." Das ist aus Psalm 32, ein Psalm, der nach der ganzen Geschichte mit Bathseba entstanden ist, wo David schwer gesündigt hat. Und David preist sich jetzt, oder preist den David, kann wieder loben, er kann glückselig von Glückseligkeit sprechen, nicht, weil er durch gute Taten seine Sünde wieder gut gemacht hätte, das ist unmöglich, sondern weil er erlebt hat, dass obwohl er gesündigt hat, ohne dass er sich jetzt etwas verdient hat, Gott ihm aus Glauben wieder aus Gnaden vergeben hat. Das hat Gott, das hat David ihm geglaubt und hat erlebt, dass echte Vergebung bedeutet.
[10:20] Lieber Freund, liebe Freundin, diese Vergebung kannst auch du in deinem Leben erleben. Ich habe sie in meinem Leben erlebt und du kannst sie auch erleben, wenn wir gesündigt haben, vergibt uns Gott gerne aus freien Stücken, ohne dass wir uns das irgendwie verdienen müssen.
[10:40] Gilt nun diese Seligpreisung den Beschnittenen oder auch den Unbeschnittenen? Wir sagen ja, dass dem Abram der Glaube als Gerechtigkeit angerechnet worden ist. Er fragt jetzt diese Texte im Alten Testament, gelten die auch für die Unbeschnittenen? Und hat nicht ohne Grund 1. Mose 15, Vers 6 ausgewählt, weil zu dem Zeitpunkt Abraham noch gar nicht beschnitten war. Und dass diese Gedanken entfaltet er jetzt. Wie wurde ihm noch die wurde ihm nun angerechnet, als er beschnitten oder als er noch unbeschnitten war? Nicht als er beschnitten, sondern als er noch unbeschnitten war. Und er empfing das Zeichen der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den er schon im unbeschnittenen Zustand hatte, damit er ein Vater aller Unbeschnittenen sei, damit auch ihnen die Gerechtigkeit aus angerechnet werde. Es war der Glaube, der ihn gerecht machte. Die Beschneidung, weil lediglich das Siegel die Bestätigung des bereits vorhandenen Glaubens. Aber muss also nicht durch die Beschneidung gerettet worden, sondern durch seinen Glauben. Die Beschneidung hat lediglich bestätigt, dass er diesen Glauben gehabt hat.
[11:44] Und es zeigt uns, es gibt Dinge auch in der christlichen Ära, die unsere äußere auf eine äußerliche Art und Weise unsere Zugehörigkeit zum Volk Gottes zeigen. Wir denken zum Beispiel, sowie im Alten Testament, auch an den Sabbat. Aber das Halten ist jeden Tag selber alleine von dem die Bibel sogar zeigt, dass er ein Siegel in der Endzeit sein wird. Rettet uns nicht, sondern das Halten ist aber zwischen dem bereits im Herzen vorhandenen Glauben.
[12:28] Denn nicht durch das Gesetz erhielt Abraham und sein Same die Verheißung, dass er Erbe der Welt sein solle, sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens. Denn wenn die vom Gesetz Erben sind, so ist der Glaube wertlos und die Verheißung unwirksam gemacht. Das Gesetz bewirkt nämlich Zorn, denn wo kein Gesetz ist, da ist auch keine Übertretung. Darum ist es aus Glauben, damit es aufgrund von Gnade sei, auf dass die Verheißung dem ganzen Samen sicher sei, nicht nur demjenigen aus dem Gesetz, sondern auch dem aus dem Glauben Abrams, der unser aller Vater ist.
[14:18] Abram ist der Vater aller wirklich wahrhaft Glaubenden, und beschnitten oder unbeschnitten. Und das ist der Punkt, den Paulus machen möchte. Es ist Gottes Gnade, die uns rettet. Und wenn wir ihm das glauben, dann haben wir ewiges Leben.
[14:35] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir zu dir kommen können, wie wir sind. Und dass, wenn wir dir glauben, dass du uns lieb hast, wenn wir dir glauben, dass Jesus am Kreuz von Golgatha für meine Sünden gestorben ist und für mich auferstanden ist. Und wenn wir dir glauben, dass er jetzt im himmlischen Heiligtum für mich eintritt, dann hast du gesagt, dann sind wir gerecht, gerecht von dir, weil Jesus Gerechtigkeit uns angerechnet wird und uns verliehen wird, so dass, wenn du auf uns schaust, du die Gerechtigkeit Jesu siehst. Herr, hat Dank dafür und gib, dass dieser Gedanke unser ganzes Herz durchströmt und regiert. Es bitten wir im Namen Jesu, der jetzt für uns eintritt. Amen.
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