In dieser Predigt über Römer 5:16-6:15 spricht Christopher Kramp über die tiefgreifenden Auswirkungen von Sünde und Gnade. Er erklärt, wie die Sünde Adams die Welt beeinflusste, aber die Gnade Jesu eine noch größere Wirkung hat. Die Predigt beleuchtet die Bedeutung der Taufe als Symbol für den Tod und die Auferstehung mit Christus und betont, dass wahre Gnade nicht zu mehr Sünde führt, sondern zu einem Leben in Gehorsam und Freiheit von der Herrschaft der Sünde.
Gott auf (m)einer Seite: Römer 5:16-6:15
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: RömerPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute, Seite 118, lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke für das unfassbare Geschenk der Erlösung. Danke, dass wir darüber nachdenken dürfen. Danke, dass du alles gegeben hast. Ja, vielleicht nicht bitten, dass du uns heute, deinem Heiligen Geist, erfüllst. Was dein Heiliger Geist, deine Liebe uns offenbart, die sich am Kreuz von Golgatha gezeigt hat und die heute an diesem Tag nicht geringer ist, sondern mindestens genauso stark in unserem Herzen wirken möchte. Wir möchten dich bitten, dass wir dich besser kennenlernen können und dass wir durch dein Wort gestärkt werden. Erfülle uns mit deinem Heiligen Geist. Ich habe Dank dafür. Amen.
[1:49] Wir sind in Römer Kapitel 5. Paulus zeigt, dass wir uns als gerechtfertigte, den Glauben gerechtfertigte, nicht nur der zukünftigen Herrlichkeit rühmen können, sondern sogar den Anfechtungen im Alltag, jetzt, weil sie uns fester machen, wenn wir sie im Glauben an die Gottesliebe wirken. Jetzt in unseren Herzen diese Liebe, die sich am Kreuz von Golgatha offenbart hat, als wir noch Feind und Sünder waren. Wie viel mehr, sagt Paulus, wird Gott jetzt, wo wir uns zu ihm bekehrt haben, jetzt, wo wir uns gerechtfertigt hat, jetzt in den Schwierigkeiten, weichen und uns zeigen, wie sehr er uns lieb hat.
[2:36] Und dann vergleicht er den ersten Sündenfall zur Zeit von Adam und Eva und zeigt, was für eine gewaltige Wirkung das auf die gesamte Welt gab. Und zeigt dann, dass die Wirkung der Gnadentat Jesu noch viel größer ist. Dass, wenn auch eine Sünde solche gewaltigen Konsequenzen hatte und so viel nach sich gezogen hat, wie viel mehr das Evangelium von Jesus, wie viel mehr der Tod von Jesus positive, heilende Konsequenzen für jeden hat, der das annimmt.
[3:15] Wir wollen weiterlesen in Römer 5 ab Vers 16: „Und es verhält sich mit dem Geschenk nicht so wie mit dem, was durch den einen kam, der sündete. Denn das Urteil für aus der einen Übertretung zur Verurteilung. Die Gnadengabe aber führt aus vielen Übertretungen zur Rechtfertigung.“ Bei Adam gab es nur eine Sünde, aber am Kreuz von Golgatha werden ganz viele Sünden, oder durch das Kreuz von Golgatha können ganz viele Sünden vergeben werden. Jesus ist für alle Sünden gestorben. Denn infolge der Übertretung des einen, das heißt, dass Adam, der Tod zur Herrschaft kam. Durch den einen, wie viel mehr werden die, welche den Überfluss der Gnade und das Geschenk der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen Jesus Christus.
[4:11] Wenn die eine Sünde von Adam dazu geführt hat, dass alle Menschen sterben müssen und sogar Tiere sterben müssen, der Tod Herrschaft kam, wie viel mehr wird der Tod und die Auferstehung von Jesus, Gnade Gottes, das Leben allen Leben, die an ihn glauben. Also, wie nun durch die Übertretung des einen die Verurteilung für alle Menschen kam, so kommt auch durch die Gerechtigkeit des einen für alle Menschen die Rechtfertigung, die Leben gibt. Denn gleich wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern gemacht worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen zu Gerechten gemacht werden.
[4:59] Und hier ist jetzt ein ganz interessanter Punkt. Die Sünde von Adam hat dazu geführt, dass alle Menschen aufgrund ihrer eigenen Entscheidung zu Sündern geworden sind. Da war ein Einfluss durch die Sünde, dem sie durch ihre Entscheidung beigepflichtet haben und dadurch zu Sündern geworden sind. Genauso ist es mit dem Evangelium. Jesus ist für alle Menschen gestorben und jeder, der sich dafür entscheidet, wird gerettet werden. Ansonsten, wenn es so wäre, dass alle Menschen Sünder sind, weil Adam gesündigt hat, dann müsste ja alle Menschen automatisch gerettet sein, weil Jesus gestorben ist. Aber so wie der Tod von, wie die Sünde von Adam weitreichende Konsequenzen hatte, weil sich alle Menschen dafür entschieden haben, so kann doch das Evangelium weitreichende Konsequenzen haben für jeden, der sich dafür entscheidet.
[6:14] Das Gesetz aber ist daneben hereingekommen, damit das Maß der Übertretung voll würde. Wo aber das Maß der Sünde voll geworden ist, da ist die Gnade überströmend geworden. Er sagt mit anderen Worten, die Dinge, die das Alte Testament sagt, die kamen dazu, um die Sünde noch klarer zu definieren, um den Menschen noch deutlicher zu machen, was alles Sünde ist. Aber das bedeutet, dass die Gnade Gottes noch herrliches, weil all diese noch klarer definierte Sünde durch das Gesetz vergeben werden kann.
[6:52] Damit, wie die Sünde geherrscht hat im Tod, so auch die Gnade herrsche durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn. Die Sünde natürlich den Tod geherrscht, aber die Gnade soll in unserem Leben herrschen. Lieber Freund, liebe Freundin, wir können uns entscheiden, ob die Sünde herrschen soll in unserem Leben oder ob die Gnade Gottes herrschen soll. Durch Gerechtigkeit, die Gerechtigkeit Gottes, die sich im Evangelium zeigt, weil Jesus für mich gestorben ist, das Gesetz erfüllt hat durch sein Leben und durch seinen Tod und seine Gerechtigkeit.
[7:35] Was wollen wir nun sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, damit das Maß der Gnade voll werde? Jemand könnte sagen: „Ja, dann sündige ich am besten einfach weiter, weil er dann noch mehr Gnade entsteht.“ Das entlarvt, wie sollten wir, die wir der Sünde gestorben sind, noch ihr Leben? Wenn die Gnade herrscht, herrscht nicht mehr die Sünde. Wenn die Gnade herrscht, ist die Sünde gestorben. Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir in Christus Jesus hineingetauft sind, in seinen Tod getauft sind? Wenn wir also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit wir zeigen, wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit gleich wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. Bekehrung bedeutet ein neues Leben.
[8:29] Jesus ist gestorben und auferstanden und so drückt die biblische Taufe die ein Mensch nach gründlicher Entscheidung, nach gründlichem Bibelstudium, durch Glauben entscheidet, dass er getauft werden möchte, nicht als Baby, wo er noch keine Entscheidung fällen kann, sondern als Mensch, der diese Handlung nachvollziehen kann. Diese Glaubenstaufe symbolisiert, dass Jesus gestorben ist und auferstanden ist und deswegen muss eine echte biblische Taufe auch durch Untertauchen stattfinden, weil nur so die biblische Idee der Taufe auch realisiert wird.
[9:07] Denn wenn wir mit ihm eins gemacht und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein. Wir wissen ja, dieses, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, so dass wir der Sünde nicht mehr dienen. Bekehrung dient also nicht dazu, dass wir weiter sündigen und einfach nicht bestraft werden. Die Umkehr dient dazu, Paulus macht das ganz deutlich, dass die, dass der, dass der, dass der, dass der, dass Sünde gefährlich nicht mehr herrscht, dass wir nicht mehr nach den, nach den fleischlichen Begierden nehmen, sondern dass wir Sünde abgestorben sind. Denn wer gestorben ist, der ist von der Sünde frei gesprochen. Wenn wir aber mit Christus gestorben sind, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden.
[9:57] Da wir wissen, dass Christus aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt. Der Tod herrscht nicht mehr über ihn und deswegen können wir im Glauben jetzt schon ewiges Leben haben. Denn was er gestorben ist, das ist der, der Sünde gestorben, ein für alle Mal. Was erlebt, das lebt er für Gott. Jesus ist gestorben mit allen Sünden auf sich und diese Sünden sind sozusagen erst gestorben und damit sind die Sünden abgegolten gewesen. Wenn wir das glauben, dann wollen werden wir diese Sünden nicht weiter fortführen wollen.
[10:38] Also haltet auch ihr euch selbst dafür, dass ihr für die Sünde tot seid, aber für Gott lebt in Christus Jesus, unserem Herrn. Ist eine Entscheidung, die wir fällen, eine Haltung, die wir einnehmen, dass wir mit Jesus verbunden sein wollen und nicht die Sünden weiter betreiben wollen, für die Jesus am Kreuz für uns gestorben ist. Nehmen wir uns mit Jesus verbinden wollen, wir nicht mehr die Sünden weiter praktizieren, für die Jesus extra gestorben ist, aus lauter Liebe, um uns davon zu lösen.
[11:12] So sollen und die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leib, damit ihr der Sünde nicht mehr durch die Begierden des Leibes gehorcht. Gibt auch nicht eure Glieder der Sünde hin als Werkzeuge der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin als solche, die lebendig geworden sind aus den Toten und eure Glieder Gott als Werkzeuge der Gerechtigkeit. Mit unserem Leben, mit unserem Körper sollen wir jetzt nicht mehr der Sünde dienen, sondern Gott dienen. Nicht mehr die Sünde soll unser Leben bestimmen, sondern Gott soll unser Leben bestimmen. Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.
[11:56] Heute gibt es viele Menschen, die benutzen diesen Vers, um deutlich zu sagen, dass sie das Gesetz nicht halten brauchen. Aber das ist völliger Unsinn. Denn dieser Vers sagt, dass diejenigen, die der Gnade sind, dass über sie die Sünde nicht mehr herrscht. Und Sünde ist definiert in der Bibel in erster Johannes 3 als Übertretung des Gesetzes. Das heißt, mit anderen Worten, wer unter dem Gesetz ist, von Gnade also nichts weiß, wer also versucht aus eigener Anstrengung das Gesetz zu halten und versucht, diesen Maßstab zu erfüllen, der wird weiter sündigen, weil er das nicht schafft.
[12:37] Wer aber unter der Gnade ist, über den wird die Sünde nicht mehr herrschen. Das heißt, er wird mit Gottes Gesetzen in Übereinstimmung sein. Er wird durch die Gnade Glaubensgehorsam erleben.
[12:56] Wie nun sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz sind, sondern unter der Gnade? Das sei ferner, wer oder der Gnade ist, wird nicht weiter sündigen. Oder dem Gesetz sein bedeutet also nicht, das Gesetz zu halten, sondern das bedeutet, das Gesetz aus eigener Kraft halten zu müssen, weil man nicht Gnade angenommen hat und dann wird man immer scheitern.
[13:20] Unter der Gnade zu sein bedeutet, dass Jesus all das, was das Gesetz gefordert hat, erfüllt hat. All die Strafe, die das Gesetz für meine Sünde fordert, bezahlt hat. Das heißt, er hat das Gesetz nicht außer Kraft gesetzt, er hat das Gesetz, er hat dem Gesetz genüge getan und jetzt herrscht diese Gnade in meinem Leben, damit ich fortan mit Gott in Harmonie, damit auch mit seinen Gesetzen kann.
[13:49] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, was für ein tiefes und weitreichendes Buch doch darüber berichtet. Wir danken dir von ganzem Herzen, dass du heute durch dein Wort zu uns gesprochen hast und sprichst. Herr, wir möchten uns heute entscheiden, nicht der Sünde zu folgen, sondern dir, nicht die Sünde und nicht unsere schlechten Gewohnheiten, sondern unser Leben beherrschen, sondern deine Gnade. Und ich möchte dich persönlich für mich bitten und für jeden, der dieses Video sieht, dass unsere Augen ganz auf dich gerichtet sind, dass du uns mit deiner Liebe, mit deinem Heiligen Geist erfüllst und dass deine Gnade heute unseren Alltag beherrscht. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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