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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über Sacharja 1:10-2:15 spricht Christopher Kramp über Gottes Eifer für sein Volk und die Wiederherstellung Jerusalems. Er beleuchtet die Bedeutung von Friedenszeiten für Gottes Werk und erklärt die prophetischen Visionen von Pferden, Hörnern und Schmieden als Symbole für göttliche Gerichte und Wiederherstellung. Die Botschaft betont Gottes Schutz, seine Verheißung, in unserer Mitte zu wohnen, und den Aufruf, Babylon zu verlassen, um Teil seines Volkes zu werden.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 974. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass dein Wort fester Grund für unsere Füße ist, dass wir uns auf dein Wort verlassen können. Menschliche Meinung vergeht, ändert sich und ist nicht verlässlich, aber dein Wort bleibt bestehen. Dein Wort erfüllt sich in dieser Welt und auch in unserem Leben. So wollen wir unser Herz mit deinem Wort heute füllen. Vielleicht ein Bitten, dass du zu uns sprichst und dass dein Wort die Kraft entfaltet, die du hineingelegt hast, weil du allmächtig bist. Herr, sprich du persönlich zu uns. Hab Dank, dass dein Wort lebendig ist und hineindringt in die tiefsten Kammern unseres Denkens, unseres Gewissens und unserer Emotionen und uns den Weg zeigt, den du uns weisen möchtest, und uns zeigt, wo wir falsch liegen und was du dir für uns wünschst, was uns am besten dient. Sprich zu uns, wir wollen auf dich hören. Bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:50] Wir sind in Sacharja Kapitel 1. Wir haben gesehen, dass Sacharja einen Aufruf zur Buße predigt und dann erhält er eine erste Vision, in der er verschiedene farbige Pferde sieht: rötliche, fuchsrote, weiße Pferde und einen Mann auf einem rötlichen Pferd. Und er, dieser Mann, der auf dem Pferd reitet, hält im Talgrund. Wir lesen weiterhin Vers 10: "Und der Mann, der zwischen den Myrten hielt, antwortete und sprach: Das sind die, welche der Herr gesandt hat, die Erde zu durchstreifen." Und sie antworteten dem Engel des Herrn, der zwischen den Myrten hielt, und sprachen: "Wir haben die Erde durchstreift, und siehe, die ganze Erde ist still und ruhig."

[2:45] Diese Botschaft war damals für Serubbabel und Joschua enorm wichtig. Sie sagt, dass zu dieser Zeit auf der ganzen Welt politisch eine Friedenszeit gab und damit eine besonders günstige Zeit war, um den Wiederaufbau des Tempels voranzubringen. Tatsächlich ist die Zeit ab dem zweiten Jahr des Darius, nachdem er an die Macht kam, zunächst einige Aufstände niederschlagen musste, was ungefähr zwei Jahre gedauert hat, danach ist diese Zeit, die Regierungszeit des Darius, für mindestens 10, 15 Jahre vermutlich eine der längsten Friedenszeiten in der Weltgeschichte, so wie wir sie zumindestens rekonstruieren können. Eine Zeit, die ein bisschen vergleichbar ist mit der Zeit des römischen Reiches unter Augustus, als die Pax Romana dann den nachfolgenden Kaisern möglich machte, dass das Evangelium sich sehr schnell diesen Friedenszeiten verbreitete. So eine ähnliche Friedenszeit selten genug auch in der Zeit des Alten Testaments. Es ist zur Zeit der frühen Herrschaft des Darius. Das sollte den Bauern des zweiten Tempels deutlich machen: Gott fordert euch nicht umsonst auf, jetzt zu bauen. Jetzt ist eine günstige Gelegenheit. Nutzt diese Gelegenheit auch. Wir sollten jede günstige Gelegenheit, sowohl in unserem privaten, persönlichen Umfeld als auch in der Weltgeschichte, nutzen, das Evangelium zu verbreiten, denn Friedenszeiten sind in dieser Welt keine Selbstverständlichkeit.

[4:29] Da begann der Engel des Herrn und sprach: "Herr der Herrscharen, wie lange willst du dich nicht erbarmen über Jerusalem und über die Städte Judas, über welche du diese 70 Jahre zornig warst?" Die 70 Jahre, die beziehen sich natürlich auf die 70 Jahre, die Jeremia angekündigt hat, dass 70 Jahre lang die Verwüstung Jerusalems, das Exil in Babylon dauern würde. Der Herr antwortete dem Engel, der zu mir redete, mit gütigen Worten, mit tröstlichen Worten.

[5:04] Gott antwortet mit Trost, mit Güte, wenn wir die Frage stellen: "Wie lange noch? Wann stellst du uns wieder her?" Antwortet Gott mit Tröstern. Und der Engel, der mit mir redete, sprach zu mir: "Verkünde und sprich: So spricht der Herr der Herrscharen: Ich eifere für Jerusalem und für Zion mit großem Eifer." Wir haben gesehen im Propheten Joel, dass Gott, wenn das Volk zusammenkommt, die Herzen zerreißt und betet, dass Gott dann für sein Volk eifert. Hier sehen wir, dass Gott für das zerstörte und noch brachliegende Jerusalem eifern möchte. Und ich bin heftig erzürnt über die selbstsicheren Heidenvölker, denn als ich nur ein wenig zornig war, halfen sie zum Unglück. Was dieser Vers ausdrücken möchte, ist, dass nicht alles, was die Assyrer vorher schon und vor allem auch dann die Babylonier dann in Jerusalem getan haben, nicht alles davon war Gottes Wille. Ja, Gott hat lieber Belohnen ja benutzt als seine Knechte sozusagen, um das Strafgericht an den Israeliten durchzuführen. Aber es gab vieles von dem, was über Babylonier getan haben, was nicht Gottes Willen im sprach, denn sie waren keine geheiligten Menschen, keine, die das Wesen Gottes genau widerspiegelten. So ein exaktes, genaues, völlig reines und sündloses Gericht können wir nur von Gott selbst erwarten, wie es am Ende der Zeit dann über jeden auch aussprechen wird und ausführen wird.

[6:41] Darum, so spricht der Herr, habe ich mich Jerusalem wieder voll Erbarmen zugewandt. Mein Haus soll daran gebaut werden, spricht der Herr der Herrscharen, und dann wird die Messschnur ausspannen über Jerusalem. Hier nicht im Sinne von einem Verdammungsgericht, sondern im Sinne von, dass die Stadt wieder gebaut werden soll, damit gemessen, damit vermessen, um diese Stadt wiederherzustellen. Verkünde und sprich: So spricht der Herr der Herrscharen: Meine Städte sollen wiederum von Gutem überfließen, und der Herr wird Zion wieder trösten und Jerusalem wieder erwählen. Auch Sacharja hat, wie schon Haggai und wie Zefanja und wie Micha und wie Joel und wie hier seht ihr und Jeremia, all die Propheten, diese wurden auch muss diese Botschaft von der Wiederherstellung.

[7:38] Ja, es gab ein Exil, ja, es gab schlimme Konsequenzen für die Sünde, aber Gott eifert mit großem Eifer. Er möchte sie wiederherstellen. Er möchte, dass im Volk Gottes in den Städten wieder das Gute überfließt, und er möchte sie trösten und sie wieder erwählen, dass sie sein Volk sein sollen.

[8:03] Und ich hob meine Augen auf und schaute, und siehe, vier Hörner. Und ich fragte den Engel, der mit mir redete: "Was bedeuten diese?" Er sprach zu mir: "Das sind die Hörner, welche Juda, Israel und Jerusalem zerstreut haben." Da ließ mich der Herr vier Schmiede sehen. Und ich fragte: "Was wollen diese tun?" Er sprach: "Jene sind die Hörner, welche Juda so versprengt haben, dass niemand mehr sein Haupt erheben durfte. Diese aber sind gekommen, um sie abzuschrecken und die Hörner der Heidenvölker niederzuwerfen, die das Horn, das das Land Juda erhoben hat, um es zu zerstören." Auch dieses, diese zweite Vision, dieses zweite Nachtsicht hat dieselbe Botschaft. Es gab eine Zerstreuung aufgrund der Sünden des Volkes Israels. Es gab Nächte, Königreiche, die das Volk Gottes in alle Winde zerstreut haben, aber Gott hat diese Zerstreuung ein Ende bereitet. Er sorgte dafür, dass die Heiden nicht für immer mit dem Volk Gottes tun und lassen können, was sie wollen, sondern es gibt eine Wiederherstellung.

[9:00] Und ich hob meine Augen auf und schaute, und siehe, da war ein Mann, der hatte eine Messschnur in der Hand. Den fragte ich: "Wo gehst du hin?" Er sprach zu mir: "Jerusalem zu messen und zu sehen, welches seine Breite und welches seine Länge ist." Da haben wir diese Idee wieder, die Jerusalem soll vermessen werden, damit sie wieder gebaut werden kann. Und siehe, der Engel, der mit mir redete, ging hinaus. Und dann der Engel, der mit mir redete, ging hinaus, und ein anderer Engel ging ihm entgegen und sprach zu ihm: "Laufe und sage jenem jungen Mann und sprich..."

[9:31] Offensichtlich scheint ja ein junger Mann gewesen zu sein. Gott hat immer wieder, nicht nur wir denken auch an Mose, der schon 80 Jahre alt war, als er berufen worden ist, der Anführer des Volkes sein. Aber Gott hat immer wieder auch junge Menschen für verantwortungsvolle Positionen berufen. Wir denken zum Beispiel an Daniel, oder wir denken damit oder auch an den Propheten Jeremia und natürlich an die Freunde von Daniel und dann viele andere, auch an die Jünger von Jesus, viele von denen, wahrscheinlich alle von ihnen, waren relativ jung.

[10:08] Als offene Stadt soll Jerusalem bewohnt werden, wegen der großen Menge von Menschen und viel in seiner Mitte. Die Stadt hat noch keine Mauer, und wir wissen aus Esra, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis die Mauer völlig vollendet sein wird. Und trotzdem ist Gottes Wunsch, dass so viele wie möglich jetzt schon in Jerusalem wohnen. Und manche haben sich gefragt: Ist denn das überhaupt sicher, in Jerusalem zu wohnen, wenn es keine befestigte Mauer gibt? Gott sagt dann Vers 9: "Und ich selbst, spricht der Herr, will eine vollzählige Mauer um es her sein und Herrlichkeit in seiner Mitte." Wenn es keine Steinmauer geben kann, momentan ist Gott bereit, selbst die Mauer zu sein.

[10:45] Lieber Freunde, egal, wo du dich gerade befindest, wie gerade die äußeren Lebensumstände in deinem Leben sein mögen, Gott kann jeden Mangel ausgleichen. Fehlt dir eine Mauer? Gott kann die Mauer um dein Leben herum sein, eine feurige Mauer, die ausdrückt, dass seine Liebe, symbolisiert durch das Feuer, wie ein Schutzwall ist um dich herum. Und in der Bibel wird die Mauer, die Jerusalem dann aufgebaut wird, immer wieder auch verglichen mit dem Gesetz Gottes. Wir denken an Jesaja 58 zum Beispiel, wo der Sabbat ganz besonders betont wird als Teil der zehn Gebote Gottes. Ewig während der Liebe ist ja der Gegenstand seines Gesetzes. Die Tatsache, dass er immer derselbe bleibt.

[11:44] Gott hat versprochen, dass er mit seiner Herrlichkeit mitten in Jerusalem sein möchte. "Auf, auf, fliehe aus dem Land des Nordens", spricht der Herr, "denn nach allen vier Himmelsrichtungen habe ich euch zerstreut", spricht der Herr. "Auf, Zion, entfliehe, die du bei der Tochter Babel wohnst."

[12:05] Hier kommt der Aufruf: Babylon zu verlassen. Und das ist die Grundlage dessen, was später in Offenbarung aufgegriffen wird, in Offenbarung 18, wenn die Herrlichkeit die ganze Erde erfüllt. Und wenn dann der Aufruf kommt, dass alle, die Gottes Kinder sind, Babylon, das heißt die gefallenen Kirchen unserer Zeit, die mit falschen Lehren das Evangelium verdunkelt haben, dass diese falschen Kirchen, die alle mit der Mutter Kirche in Rom zusammenarbeiten, dass die Menschen, die noch Gottes Kinder sind, in diesen Kirchen – es gibt sehr viele von ihnen – dass sie Babylon verlassen. Das war damals die Idee. Es gab eine kleine Schar übrigens in Jerusalem, und das war noch ziemlich bruchstückhaft. Erbaut man war dabei, diesen Tempel wieder aufzubauen. Die Stadt selbst lag noch weit, weit in Ruinen. Es gab viele im Volk Gottes, die noch in Babylon waren, und hier sehen wir diesen Aufruf: Kommt aus Babylon heraus, beteiligt euch daran, das Werk Gottes voranzubringen.

[13:11] Übrigens so an den Auftrag, die Menschen aus Babylon herauszuholen. "Denn so spricht der Herr der Herrscharen: Nachdem die Herrlichkeit erschienen ist, hat er mich zu den Heidenvölkern gesandt, die euch geplündert haben. Denn wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an."

[13:28] Mein Freund, liebe Freundin, wer dich antastet, tastet den Augapfel Gottes an. Niemand kann dir schaden wollen, ohne dass Gott es nicht persönlich nimmt und für dich wirkt und eingreift und für dich da ist.

[13:48] Dann sehe ich, schwinge meine Hand gegen sie, dass sie denen zur Beute werden sollen, die ihnen gedient haben. "So werdet ihr erfahren, dass der Herr der Herrscharen mich gesandt hat. Juble und freue dich, du Tochter Zion, denn siehe, ich komme und werde in deine Mitte wohnen", spricht der Herr.

[14:03] Diese Verheißung wird sich schlussendlich in ihrer allerbuchstäblichsten Form nach den tausend Jahren auf der neuen Erde füllen, wenn es heißt, dass das Zelt Gottes bei den Menschen ist. Schon heute möchte Gott durch seinen Heiligen Geist in deiner Mitte wohnen, damit du heute schon einen Vorgeschmack auf die Ewigkeit nach den tausend Jahren auf der neuen Erde haben kannst und auf die Zeit im Himmel zuvor.

[14:28] An jenem Tag werden sich viele Heidenvölker dem Herrn anschließen, und sie sollen mein Volk sein, und ich werde in deiner Mitte Wohnung machen, und du wirst erkennen, dass mich der Herr der Herrscharen zu dir gesagt hat. Hier sehen wir, was Gott dem Volk Israel jetzt deutlich machen wollte. Er hatte nie ein Interesse daran, dass das Volk Israel eine rein ethnische Sache sei. Das Volk Israel sollte ein Sammelbecken sein für Menschen aus allen Völkern, Nationen, Stämmen und Sprachen, dass sie alle Gottes Volk werden können.

[15:01] Und genau das, präzise das, was hier in Sacharja jetzt zwei beschrieben steht, ist der Inhalt der dreifachen Engelsbotschaft. Denn dort geht ein Engel und predigt allen Menschen, Völkern, Nationen: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen, und betet denen, der gemacht hat Himmel, Erde, Meer und Wasserquellen." Und ruft dann auf, dass Babylon gefallen ist, um Menschen, die Gottes Kinder sind, aus den falschen Systemen, den falschen Kirchen dieser Welt herauszurufen zu den Übrigen, die Gott in seinem Wort in Offenbarung ganz klar benennt als diejenigen, die das Gesetz Gottes hochhalten, die den Glauben Jesu haben, der Lehre der Bibel folgen in allem, was sie sagt, und den Geist der Weissagung haben.

[15:54] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du um uns herum eine feurige Mauer sein möchtest. Und danke, dass wir sehen dürfen, dass die Botschaft, die wir heute von dir aufgetragen bekommen haben, meine Botschaft ist, die wir schon in Buch Sacharja finden können, dass wir lernen können und dass wir sehen können, dass so das Buch Sacharja mit seinen Visionen eine direkte Anwendung auch für uns, für unsere Zeit, für unseren Dienst hat. Und dafür danken wir dir. Herr, wir möchten Menschen aus Babylon heraussuchen und möchten erleben, wie du in unserer Mitte bist, damit Menschen erkennen, dass es sich lohnt, der Wahrheit zu folgen, weil du die Wahrheit bist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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