In dieser Predigt über Sacharja 4-6 spricht Christopher Kramp über die Bedeutung des Heiligen Geistes, symbolisiert durch das Öl der Ölbäume. Er erklärt die Vision der fliegenden Buchrolle als Symbol des Fluches über die Sünde und die Gesetzlosigkeit, die in Babylon ihren Platz finden soll. Die Predigt beleuchtet auch die Vision der vier Streitwagen, die die Winde des Himmels darstellen und die Ausbreitung des Geistes Gottes über die Erde symbolisieren.
Gott auf (m)einer Seite: Sacharia 4:12-6:8
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, SachariaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 976. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du alle unsere Sünde hinwegnehmen kannst und möchtest. Und das, wenn der Satan uns anklagt, wenn uns unsere Sünden, unsere Probleme, unsere Fehler vorhält, dass wir uns auf das Blut Jesu berufen können, der von uns gestorben ist und von aller Ungerechtigkeit zu erlösen. Danke, dass wir feiergewänder, festgewänder von dir halten, nämlich die Gerechtigkeit Jesu, in der nichts Menschliches hineingewogen ist, nichts, was von Sünde kontaminiert ist, sondern ein vollkommener Gehorsam, den er für uns erworben hat und der uns bedeckt. Den wir angenommen sind und der uns anleitet, in seinen Fußstapfen zu leben. Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du auch heute durch dein Wort zu uns sprichst, dass wir lernen, aus Liebe und Dankbarkeit dir zu dienen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[2:01] Wir sind in Sacharja Kapitel 4. Wir haben die Visionen über Joshua, den Hohenpriester, und auch das Nachtgesicht über Serubbabel gesehen. Eine Botschaft an Serubbabel, Kapitel 4, die deutlich macht, dass es der Heilige Geist ist, nicht menschliche Macht und Kraft und Autorität, dann der Geist Gottes, der uns befähigt, den Auftrag Gottes auch zu vollenden. Dass wir nicht nur etwas angefangen haben und dann scheitern, sondern dass wir bis ans Ziel gelangen können. Es wurde dargestellt durch das Bild von zwei Ölbäumen, aus denen das Öl herausfließt, um auf einem Leuchter dann das Feuer so ja zu unterhalten, das dann leuchten soll für alle. Dieses Licht sehen müssen. Dieses Öl ist ein Symbol für den Heiligen Geist und das fließt aus diesen Ölbäumen heraus. Und wir haben geendet mit der Frage: Wer oder was diese Ölbäume sind, die dort zur Rechten und zur Linken des Leuchters standen im Nachtgesicht.
[3:04] Und wir lesen in Vers 12: „Und ich ergriff wiederum das Wort und sprach zu ihm: Was bedeuten die beiden Ölbäume, Zweige zur Seite der beiden goldenen Röhren, aus denen das goldene Öl fließt?“ Er sprach zu mir: „Weißt du nicht, was diese bedeuten?“ Ich antwortete: „Nein, mein Herr.“ Das sprach: „Das sind die beiden Söhne des Öls, die vor dem Herrscher der ganzen Erde stehen.“ Diese Formulierung wird später in Offenbarung Kapitel 11 aufgegriffen, um dort die sogenannten beiden Zeugen zu repräsentieren, die symbolisch für das Alte und das Neue Testament stehen. Man könnte das sagen, für das Gesetz und die Propheten, um allgemein das eine, eine alte testamentliche Ausdrucksweise für das Wort Gottes zu verwenden. Das Wort Gottes, die Bibel, ist im Laufe der biblischen Zeiten angewachsen. Das war immer das Wort Gottes, das was schriftlich vorhanden war, das was Gottes seine Propheten und später durch seine Jünger und Apostel hat aufschreiben lassen. Das sind diese beiden Ölbäume, aus denen das Öl herauskommt. Das Wirken des Heiligen Geistes manifestiert sich nicht in besonderen Gefühlen, die von Zeit zu Zeit über uns kommen, sondern darin, dass wir aus dem Wort Gottes leben. Wer das Werk, das Gott ihm aufgetragen hat, auch zu Ende führen möchte, der muss aus diesem Wort nehmen und dieses Wort seinem täglichen Studium machen, dieses Wort zur Grundlage seines Lebens machen. Nerz und dem, was er täglich ist, darüber nachdenkt, bis es sein eigenes wird. Aus diesem Wort kommt das Öl, der Heilige Geist. Der biblische Heilige Geist ist derjenige, der aus dem Wort Gottes, aus der Bibel zu uns spricht. Und ich möchte hinzufügen, auch aus dem Geist der Weisheit.
[5:06] „Und ich erhob wiederum meine Augen und schaute, und siehe, eine Buchrolle kam geflogen. Und er fragte mich: Was siehst du? Ich sprach: Ich sehe eine fliegende Buchrolle, 20 Ellen lang und ungefähr zehn Meter und 10 Ellen, also ungefähr fünf Meter breit.“ Und er sprach zu mir: „Das ist der Fluch, der über die Fläche der ganzen Erde ausgeht, denn jeder wird weggefegt werden, gemäß dem, was auf dieser Seite der Rolle steht, und jeder, der falsch schwört, wird weggefegt werden, gemäß dem, was auf jeder Seite der Rolle steht.“ Mit anderen Worten, da wird eine Botschaft ausgesandt, die deutlich macht: Jeder, der das Gesetz Gottes, die Zehn Gebote bricht, wird auch den Fluch erleben, von dem in 3. Mose 26 und 5. Mose 28 so deutlich geredet wird und den Israeliten ja am eigenen Leib erlebt haben. Was also deutlich macht: Die Erlösung, die Gott durch Jesus bewirkt, bedeutet nicht, dass hinfort Sünde entschuldigt wird, Sünde jetzt nicht mehr geahndet wird, Sünde keine Folgen hat. Sünde bringt immer den Fluch. Die Erlösung, die Gott hier in Sacharja beschreibt, hebt nicht den Fluch auf, der dann kommt, wenn man sich für die Sünde entscheidet.
[6:23] „Ich habe ihn ausgelassen“, spricht der HERR der Heerscharen, „dringe in das Haus des Diebes und in das Haus dessen, der fälschlich bei meinem Namen schwört, und verbleibe in seinem Haus, und es samt seinem Holzwerk und seinen Steinen verzehre.“ In wusste haie haben wir zwei Möglichkeiten: Wir können zu Gott uns wenden mit unserer Unreinheit, und Gott nimmt uns die Sünde und bekleidet uns mit festgewändern. Oder wir halten fest an der Sünde, und dann drängt der Fluch ganz sicher an unser Leben ein und wird dafür sorgen, dass genau das passiert, was in den Büchern Mose angesichts des Ungehorsams als Folge beschrieben wird.
[7:02] „Und der Engel, der mit mir redete, trat hervor und sprach zu mir: Erhebe doch deine Augen und sieh, was da herauskommt.“ Ich aber fragte: „Was ist das?“ Und der antwortete: „Das ist ein Epha, das Hohlmaß.“ Und meint hier ein großes Gefäß, in dem also Getreide abgemessen werden konnte. Das ist ein Epha, das da hervorkommt, und er fügt hinzu: „Darauf ist ihr Auge gerichtet, überall auf der Erde.“ Und siehe, da erhob sich eine Scheibe von Blei, und eine Frau saß drinnen im Epha. Das sprach er: „Das ist die Gesetzlosigkeit.“ Und er schließt sie wieder das Epha hinein und warf das Bleigewicht auf dessen Öffnung. Hier wird also die Sünde, die Gesetzlosigkeit, mit einer Frau verglichen, die in diesem Hohlgefäß dargestellt ist.
[7:53] „Und ich hob meine Augen und schaute, und siehe, da kamen zwei Frauen, zwei andere Frauen.“ Da sind die Frau, die in dem Epha drin ist, sondern zwei andere Frauen hervor, und der Wind blies, und ihre Flügel, wenn sie hatten Flügel wie Störche, und sie hoben das Epha empor zwischen Himmel und Erde. Da fragte ich den Engel, der mit mir redete: „Wohin bringen diese das Epha?“ Er antwortete mir: „Es soll ihm ein Haus gebaut werden im Land Sinear.“ Und dieses Land Sinear kennen wir. Wir kennen das aus 1. Mose 10 und 11. Dort stand der Turm zu Babel. Dort ist dort, das ist ein anderer Name für Babylon. Vermutlich ist dieses Sinear im Hebräischen eine Variante des akkadischen Šinʿar, das in vielen nicht-babylonischen Quellen, also vor allem, wenn ich die typischen hurritischen, ägyptischen Quellen im zweiten Jahrtausend, ungefähr in der Zeit, in der Mose lebte, verwendet worden ist, um Babylon zu bezeichnen. Also eine Bezeichnung, die nicht-babylonische für Babylon verwendet haben. Und deswegen ist es interessant, dass Mose auch diese dieses Wort verwendet hat. Es ist dann später wohl im ersten Jahrtausend nicht mehr so häufig gewesen oder nicht mehr so oft verwendet worden. Müssen wir es nur in Quellen des zweiten Jahrtausends finden. Und wenn es in der Bibel dann verwendet wird, dann sicherlich immer dann, wenn Daniel verwendet ist, ja auch in eine Eins um eine Rückbezug auf Mose zu verwenden und zu sagen: Ja, es ist dieses Sinear, von dem Mose schon geschrieben ist. Also dieses Wort selbst sein Hinweis auf die darauf, dass tatsächlich Mose auch im zweiten Jahrtausend geschrieben worden ist.
[9:35] Und dieses Wort zeigt, es geht hier um Babylon. Es soll ganz bewusst, wie auch in Daniel 1, ein Zusammenhang hergestellt werden mit dem Turmbau zu Babel, mit der Rebellion gegen Gott.
[9:49] „Und wenn dieses Haus aufgerichtet ist, so wird das Epha an seinen Ort, an seinem Ort hingestellt werden.“ In Sacharja wird Gott ein Haus gebaut, der Tempel. Aber es wird auch der Gesetzlosigkeit ein Haus gebaut, und zwar in Babylon. Und so wie die Israeliten, die treuen Kinder des Volkes Gottes, aus Babylon herauskommen sollen, so sollen sie Babylon verlassen. Und so soll die Sünde, die Gesetzlosigkeit, die sich auch im zwischenmenschlichen Handel, in den Geschäften, ja, in dem Abmessen von Getreide zeigt, wo oft Ungerechtigkeit, wo oft Betrug gehasst hat, weil diese Gesetzlosigkeit soll entfernt werden aus dem Land. Sie sollen nach Babylon gebracht werden. Mit anderen Worten, es soll sozusagen die Spreu vom Weizen getrennt werden. Gottes Volk soll Babylon verlassen, stattdessen soll die Sünde nach Babylon gebracht werden. Sündern hat nichts mit der Hose zu tun zu suchen, und Gottes Volk hat nichts in Babylon zu suchen.
[10:51] „Und ich hob wiederum meine Augen und schaute, und siehe, vier Streitwagen kamen zwischen zwei Bergen hervor, und die Berge waren Berge aus Erz. Am ersten Streitwagen waren rote Pferde, am zweiten Streitwagen schwarze Pferde, am dritten Streitwagen aber weiße Pferde, und am vierten Streitwagen starke Pferde.“ Und hier griff das Wort und sprach zu dem Engel, der mit mir redete: „Mein Herr, was bedeuten diese?“ Und der Engel antwortete und sprach zu mir: „Das sind die vier Winde des Himmels, die ausziehen, nachdem sie vor dem Herrscher der ganzen Erde gestanden haben.“ Der Streitwagen mit den schwarzen Pferden zieht ins Land des Nordens, und die weißen sind ausgezogen ihm nach. Die checken aber sind ausgezogen das Land des Südens. Auch die starken sind ausgezogen, und sie trachteten danach, umherzuziehen auf der Erde. Und der sprach: „Geht und durchzieht die Erde.“ Und sie durchzogen die Erde. Und der rief mich und redete zu mir und sagte: „Siehe, die nach dem Land des Nordens ziehen, die bewirken, dass mein Geist sich niederlässt im Land des Nordens.“
[11:46] Seine sehr bemerkenswerte Vision, die nicht einfach zu verstehen ist. Wenn ich ganz ehrlich bin, muss ich sagen, dass ich viele dieser Details noch nicht wirklich genau verstehen kann. Und manchmal ist es besser, wenn man dann nicht einfach irgendeine Auslegung gibt, sondern sich noch mehr Zeit nimmt, um das zu studieren. Und vielleicht gibt es jemand unter euch, der dieses schon sehr ausführlich studiert hat oder sich Zeit nehmen möchte, mal diese dieses achte Nachtgesicht auch im Zuge der anderen Nachtgesichter von Sacharja zu studieren. Wahrscheinlich sollten jetzt gemeinsam als Volk Gottes mehr studieren. Wahrscheinlich finden wir auch hier ganz wichtige Botschaften. Aber es ist auch schön zu sehen, dass wir nicht alles immer gleich sofort verstehen können. Das ist ein Beweis dafür auch, dass Gottes Wort wirklich von ihm inspiriert ist. Das ist immer noch Dinge zu entdecken gibt, die wir auf die wir uns freuen dürfen und die Gott uns noch zeigen möchte.
[12:35] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass dein Wort so wunderbar ist und so viele verschiedene wichtige Botschaften enthält. Auch wenn wir nicht alles immer gleich sofort verstehen können, ist doch eins ganz deutlich aus deinem Wort kommt: das Öl, das wir brauchen. Das Öl, das die fünf klugen Jungfrauen dann hatten. Und Herr, wir wollen es nicht versäumen, dieser Zeit, in der wir noch alle Zeit der Welt haben, dein Wort zu studieren oder nachzudenken, es zu verinnerlichen, dass wir dieses Öl reichlich fließen lassen, damit wir ein Licht sein können dieser Welt, damit wir als Leuchter, die sieben Gemeinden auf dem Baum sind ja die Leuchte und dann Leuchter, dass wir ein neues, ein Licht sein können und in dieser dunklen Welt Licht abgeben können. Mich das Licht, das du uns schenkst. Herr, füll uns mit deinem Heiligen Geist durch das Studium deines Wortes. Das bitten wir im Namen Jesus. [Musik]
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