In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp Sprüche 10:10-11:8. Sie spricht über die Macht unserer Worte, den richtigen Umgang mit Reichtum und die Standhaftigkeit der Gerechten in den Stürmen des Lebens. Der Vortrag ermutigt dazu, den Glauben in bedachtem Reden und Handeln widerzuspiegeln und sich von Gottes Weisheit leiten zu lassen.
Gott auf (m)einer Seite: Sprüche 10:10-11:8
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: SprüchePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
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[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Wir lesen heute zusammen Seite 679, sind mitten in Sprüche 10 und wollen Sprüche 11 beginnen und davor zusammen beten.
[0:42] Lieber Herr Jesus, du hast in deinem Wort so viele gute Ratschläge aufschreiben lassen. Gib, dass sie uns auch durch unser Leben helfen, dass sie uns auch eine Richtschnur sind und dass dein Wort heute zu uns spricht. Amen.
[0:59] Wir beginnen in Sprüche 10, Vers 10: "Wer mit den Augen zwinkert, verursacht Leid, und ein Narrenmund kommt zu Fall. Der Mund des Gerechten ist eine Quelle des Lebens, aber der Mund der Gottlosen birgt Gewalttat." Die Quelle des Lebens ist ein Begriff, der in der Bibel einige Male vorkommt. Auch die Weisheit wird bezeichnet als eine Quelle des Lebens. Und wenn gerechte Menschen, wenn Menschen Jesus angenommen haben, reden, dann ist es anderen eine Quelle des Lebens, weil Jesus aus ihm heraussprudelt.
[1:40] Und: "Hass erregt Streit, aber die Liebe deckt alle Verfehlungen zu." Diesen Gedanken finden wir auch im Neuen Testament, zum Beispiel im 1. Petrus 4, Vers 8, aber auch das Hohelied der Liebe, beziehungsweise 1. Korinther 13, finden wir auch diesen Zusammenhang, dass die Liebe die Verfehlungen zudeckt und keine Freude daran hat, die Sünde an den Pranger zu stellen und zur Schau zu stellen und damit dem Sünder, der ja schon damit gestraft ist, dass er die Sünde getan hat, noch mehr zu schaden.
[2:21] "Auf den Lippen des Verständigen wird Weisheit gefunden, aber auf den Rücken des Uneinsichtigen gehört eine Rute. Die Weisen sammeln ihr Wissen, die Lippen der Narren aber schnelles Verderben. Der Besitz des Reichen ist für ihn eine feste Stadt, die Armut der Bedürftigen aber ist für sie ein Verderben."
[2:44] "Der Gerechte gebraucht seinen Erwerb zum Leben, der Gottlose sein Einkommen zur Sünde." Interessant ist, dass die Bibel hier nahelegt, dass auch der Gebrauch des Geldes offenbart, wie es um unseren Glauben bestellt ist. Ein gläubiger Mensch wird sein Geld, das, was er erwirtschaftet hat, das, was er einnimmt, zum Guten gebrauchen und der Gottlose zur Sünde.
[3:10] "Wer auf die Unterweisung achtet, geht den Weg zum Leben; wer aber aus der Schule läuft, gerät auf Irrwege." Aus welcher Schule kann man laufen? Aus der Schule Jesu. Warum sind wir in einer Schule als Gläubige? Weil die Bibel sagt, dass wir Erziehung brauchen. Sie nennt das auch Züchtigung. Und damit ist nicht eine körperliche Züchtigung gemeint, sondern, wie wir schon in den vergangenen Kapiteln und auch Büchern herausgefunden haben, ist mit Züchtigung Erkenntnis gemeint, der Erwerb von Weisheit und dass wir etwas erkennen. Und diese Schule der Erkenntnis, die ist das Korrektiv in unserem Leben, dass wir von Jesus immer wieder einen Spiegel vorgehalten bekommen, wo wir stehen. Wenn wir aus dieser Schule laufen, kommt uns das Korrektiv abhanden.
[4:04] "Wer Hass verbirgt, hat Lügenlippen, und wer Verleumdungen austrägt, ist ein Tor." "Wo viele Worte sind, da geht es ohne Sünde nicht ab; wer aber seine Lippen im Zaum hält, der ist klug." Das erinnert uns an die Aussage in der Bibel, dass Reden Silber ist und Schweigen Gold. Es gibt Momente, da muss man gar nicht viele Worte verlieren, weil sich die Sünde schon selbst entlarvt durch die Worte, die gebraucht werden, oder den Tonfall oder einfach, was gesagt wird. Und manchmal ist es besser, wenn man seine Worte erstmal abwägt und überlegt, bevor man sie ausspricht.
[4:49] "Die Zunge des Gerechten ist erlesenes Silber; das Herz der Gottlosen ist wenig wert. Die Lippen des Gerechten weiden viele, aber die Toren sterben durch Unverstand. Der Segen des Herrn macht reich, und eigene Mühe fügt ihm nichts hinzu." Wenn Gott uns segnet, dann verdoppelt er nicht nur unsere Talente. Das können wir in dem Gleichnis im Neuen Testament sehen, und Talente werden vervielfacht. Gott vervielfacht Segen, er multipliziert. Gott addiert nicht nur, er multipliziert den Segen. Und aus unserer eigenen Mühe können wir dem nichts hinzutun.
[5:25] "Dem Toren macht das Vergnügen, Schandtaten zu verüben, dem Einsichtigen Mann aber, weise zu handeln. Was der Gottlose fürchtet, das wird über ihn kommen; den Wunsch der Gerechten aber wird er erfüllen. Wenn ein Sturm vorübergeht, so ist der Gottlose nicht mehr da; der Gerechte aber ist für die Ewigkeit gegründet."
[5:49] Wenn gerechte Menschen, die tief in Gott verwurzelt sind, Stürme des Lebens auszuhalten haben, dann sind sie erdbebensicher, sturmsicher, weil Jesus sie festhält. Und vielleicht hast du das auch schon in deinem Leben erlebt, dass es eine Hiobsbotschaft gab oder eine schwierige Lebensphase, viele Herausforderungen und Probleme, aber es gab einen, der dich gehalten hat, und das war Gott. Und dieser Vers hat sich in deinem Leben dabei gezeigt, dass der Gerechte gegründet ist für die Ewigkeit. Wer in Gott verwurzelt ist, den haut nichts so schnell um.
[6:35] "Wie der Essig für die Zähne und der Rauch für die Augen, so ist der Faule für die, welche ihn senden." Die Faulheit ist in den Sprüchen immer wieder ein Thema, und anscheinend war es für Salomo ein relevantes Thema. Die Bibel kennt es aber auch in anderen Büchern, und Gott möchte, dass wir nicht faul rumliegen, dass wir nicht warten, bis uns die Traube in den Mund wächst, sondern dass wir etwas dafür tun und dass wir fleißig sind.
[7:04] "Die Furcht des Herrn verlängert das Leben, aber die Jahre der Gottlosen werden verkürzt. Das Warten der Gerechten wird Freude werden, aber die Hoffnung der Gottlosen wird verloren sein." Worauf warten wir als Gläubige? Wir warten darauf, dass Jesus wiederkommt. Und die Bibel sagt, dass dieses Warten eines Tages Freude werden wird.
[7:23] "Der Weg des Herrn ist eine Schutzwehr für den Lauteren, aber den Übeltätern aber bringt er den Untergang. Der Gerechte wird in Ewigkeit nicht wanken, aber die Gottlosen bleiben nicht im Land." Ganz ähnlich wie Vers 25. "Der Mund des Gerechten bringt als Frucht Weisheit hervor, aber die verkehrte Zunge wird ausgerottet. Die Lippen des Gerechten verkünden Gnade, aber der Mund der Gottlosen verkündet Verkehrtes."
[7:54] Wenn ihr euch mal die Mühe macht und nur auf dieser Seite alle Worte mit einer Farbe markiert, die von Lippen oder Mund oder Zunge handeln, dann werdet ihr sehen, wie oft einfach nur auf dieser Seite diese Worte vorkommen und welche große Relevanz das, was wir sagen, was uns über die Lippen kommt, auf dieser Seite, in diesen Kapiteln hat. Für Salomo war es ein immer wiederkehrendes Thema: Was wir sagen, was wir denken, das tut sich auf unserer Zunge.
[8:33] Kapitel 11: "Falsche Waage ist dem Herrn ein Gräuel, aber volles Gewicht gefällt ihm wohl." Wenn wir einander ungerecht behandeln, dann wenden wir eine falsche Waage an. Und das gilt sowohl im praktischen als auch im übertragenen und dem geistlichen Sinne. Gott mag keine ungerechte Behandlung, weil Gott alle Menschen gerecht behandelt.
[9:00] "Auf Übermut folgt Schande, bei den Demütigen aber ist Weisheit. Die Redlichen leitet ihre Unschuld, aber die Treulosen richtet ihre Verkehrtheit zugrunde."
[9:10] "Reichtum hilft nicht am Tag des Zorns, aber Gerechtigkeit errettet vom Tod." Wir wissen, dass wir nichts mit in den Tod hineinnehmen können. Die alten Ägypter haben geglaubt, dass sie all die Dinge, die sie in die Grabkammern gelegt haben und auch in die Pyramiden für die Könige, dass all das im Jenseits den Toten etwas nützen wird. Sie haben sogar Lebensmittel mit hineingelegt in die Gräber. Aber als Christen wissen wir, dass wir so, wie wir auf die Erde kamen, nämlich nackt und ohne etwas, so werden wir auch wieder ins Totenreich gehen. Das Einzige, was wir mitnehmen können, sind Gerechtigkeit und ein guter Charakter.
[9:51] "Die Gerechtigkeit des Redlichen ebnet seinen Weg, den Gottlosen aber bringt seine eigene Gottlosigkeit zu Fall. Die Gerechtigkeit der Redlichen rettet sie, aber die Treulosen werden gefangen in ihrer eigenen Gier. Wenn der gottlose Mensch stirbt, so ist seine Hoffnung verloren, und die Erwartung der Gewalttätigen wird zunichte. Der Gerechte wird aus der Bedrängnis befreit, und der Gottlose tritt an seine Stelle."
[10:20] Lasst uns an diesem Tag darauf achten, was unsere Lippen tun, was unser Mund tut und was vor allem in unserem Herzen ist, dass wir auch überlegen, bevor wir etwas sagen und nicht mehr sagen als nötig. Lasst uns dafür beten.
[10:37] Lieber Herr Jesus, du hast uns die Fähigkeit gegeben, dass wir unsere Worte überdenken, unsere Gedanken erstmal ordnen. Wir müssen nicht impulsiv sein, wir können überlegte Worte wählen und überlegtes Handeln an den Tag legen. Und dem einen fällt das leichter als dem anderen, und wir haben alle schon darin gefehlt. Und ich möchte dich bitten, dass du uns heute das Vermögen und die Kraft dazu gibst, dass wir genau das praktizieren können. Hilf uns, dass dein Heiliger Geist zu uns spricht, wenn wir unsere Gedanken ordnen wollen. Und dafür danke ich dir. In deinem Namen. Amen.
[11:19] [Musik]
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