In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Rabea Kramp tief in die Weisheiten der Sprüche 12:5-13:7 ein. Sie beleuchtet den Kontrast zwischen gerechtem und gottlosem Verhalten und betont die Bedeutung von Fleiß, Barmherzigkeit und der Macht unserer Worte. Die Predigt ermutigt dazu, biblische Prinzipien wie Bescheidenheit, das Einstecken von Beleidigungen und das Führen anderer auf den rechten Weg im Alltag zu leben.
Gott auf (m)einer Seite: Sprüche 12:5-13:7
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: SprüchePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
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[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“. Wir lesen heute zusammen, Seite 681. Wir möchten Kapitel 12 der Sprüche beenden und Kapitel 13 beginnen. Lasst uns davor gemeinsam beten. Lieber Herr Jesus, du hast wirklich so tiefe Weisheiten in deinem Wort für uns bereit, und wir tun gut daran, sie nicht nur zu lesen, sondern sie uns zu Herzen zu nehmen. Und so bitte ich dich, dass du heute zu unseren Herzen sprichst und dass diese klugen Aussagen, die so viel Weisheit in sich tragen, heute auch unser Herz treffen und dass wir uns vielleicht eine dieser Aussagen zu Herzen nehmen. In deinem Namen. Amen.
[1:14] Wir beginnen Sprüche 12 ab Vers 5: „Die Pläne der Gerechten sind richtig, aber die Ratschläge der Gottlosen sind trügerisch. Die Worte der Gottlosen stiften Blutvergießen an, aber der Mund der Aufrichtigen rettet sie. Die Gottlosen werden umgestürzt und sind nicht mehr, aber das Haus der Gerechten bleibt stehen. Nach dem Maß seiner Einsicht wird ein Mann gelobt; wer aber ein verkehrtes Herz hat, wird verachtet. Besser gering sein und sein eigener Knecht, als großtun und Mangel an Brot haben.“
[1:49] Diesen Gedanken, den finden wir tatsächlich öfter in der Bibel, dass wir lieber klein sind und lieber wenig haben, aber zufrieden sind und von niemandem abhängig und niemandem untertan, als dass wir großtun, irgendwer sind und doch Mangel an Brot haben oder Mangel an etwas anderem. Lieber, sagt Gott, bist du klein, unscheinbar und zufrieden und ein Gotteskind, als dass du in großem Pomp lebst und Gott vergisst.
[2:23] „Der Gerechte erbarmt sich über sein Vieh, das Herz des Gottlosen aber ist grausam.“
[2:29] Ja, auch in dem Umgang mit Tieren offenbart sich unser Glaube. Im 1. Mose 1 dort beauftragt Gott ja den Menschen, über die Tiere zu herrschen. Und es sollte keine Gewaltherrschaft sein, sondern daran sollte sich Barmherzigkeit offenbaren. So wie Gott auch mit den Menschen umgeht, sollte der Mensch mit den Tieren umgehen.
[2:52] „Wer seinen Acker bebaut, wird reichlich Brot haben; wer aber nichtigem nachjagt, dem mangelt es an Verstand.“
[3:00] Wir haben hier wieder diesen Kontrast mit dem Fleiß und Faulheit, auch wenn die Worte an sich nicht erwähnt sind. Aber der, der seinen Acker bebaut und der seine tägliche Arbeit tut, der wird auch davon essen können. Wer es aber nicht tut, dem wird es ja mangeln. Und hier mangelt es ihm an Verstand.
[3:20] „Den Gottlosen gelüstet nach der Beute der Bösen, aber die Wurzel der Gerechten trägt Frucht. In treulosen Lippen steckt ein böser Fallstrick; ein Gerechter aber entgeht der Bedrängnis. Von der Frucht seines Mundes wird einer mit Gutem gesättigt, und was ein Mensch mit seinen Händen tut, das wird ihm vergolten.“
[3:41] Als ich diesen Vers gelesen habe, musste ich daran denken, dass wir auch in der Hausarbeit viel Arbeit mit den Händen tun. Ob wir abwaschen, ob wir putzen, ob wir die Wäsche aufhängen – alles, was wir tun, tun wir mit unseren Händen. Und Gott sagt, auch das wird dir eines Tages vergolten werden. Fand ich irgendwie einen schönen Gedanken.
[4:02] „Der Weg des Narren ist richtig in seinen Augen, aber ein Weiser hört auf guten Rat. Ein Narr lässt seinen Ärger sofort merken; der Kluge aber steckt die Beleidigung ein.“
[4:13] Das habt ihr vielleicht auch schon mal erlebt und vielleicht sogar bei euch selber, dass wenn wir verletzt sind, wenn uns jemand ja verbal an den Kragen will, dass wir dann impulsiv sind und ärgerlich und unseren Ärger gleich rauslassen. Aber die Bibel sagt: Nein, wenn du klug bist, dann steckst du die Beleidigung ein. Denk darüber nach: Wenn sie zu Recht geäußert wurde, dann nimmst du sie dir zu Herzen. Und wenn sie zu Unrecht geäußert wurde, dann ist sie hinfällig, dann brauchst du doch nicht weiter nachdenken.
[4:45] „Wer die Wahrheit sagt, legt ein rechtes Zeugnis ab; ein falscher Zeuge aber verbreitet Lügen.“
[4:51] Hier haben wir so eine schöne Verbindung, die uns das neunte Gebot ein bisschen nahebringt und besser verstehen lässt, dass wirklich ein falsches Zeugnis abzulegen bedeutet zu lügen. Das ist in diesem Vers ganz deutlich sichtbar, dass es ein und dieselbe Sache ist.
[5:08] „Wer unbedacht schwätzt, verletzt wie ein durchbohrendes Schwert; die Zunge der Weisen aber ist heilsam.“
[5:14] Dieser Vers, denke ich, der ist vor allem für uns Frauen geschrieben worden. Wir haben dieses Problem des Schwätzens, und das Schwätzen verletzt oft andere Herzen. Und man schwätzt ja meistens über Menschen, die gerade nicht anwesend sind. Und Gott weiß ganz genau, dass das ja vor allem eine Schwäche ist, die Frauen haben. Und wir sollen diese heilsame Zunge bekommen, von der die Bibel schreibt, dass wir die Herzen nicht verletzen, sondern ihnen guttun.
[5:44] „Wahrhaftige Lippen bestehen ewiglich, die Lügenzunge nur einen Augenblick. Falschheit wohnt im Herzen derer, die Böses schmieden; die aber zum Frieden raten, haben Freude. Den Gerechten wird kein Übel treffen, aber die Gottlosen werden voll Unglück sein. Falsche Lippen sind dem Herrn ein Gräuel; wer aber die Wahrheit übt, gefällt ihm wohl. Ein kluger Mann verbirgt sein Wissen, aber das Herz der Narren schreit die Torheit heraus.“
[6:14] Ganz interessanter Gedanke: Ein kluger Mann verbirgt sein Wissen. Das heißt, wenn ich einen großen Intellekt habe, wenn ich viel Weisheit habe und damit gesegnet bin, dann bin ich aber auch gleichzeitig bescheiden. Und die Toren, sagt die Bibel, die denken, dass sie klug sind, aber sie brüllen ihre Torheit hinaus. Gott möchte, dass wir, wenn wir merken, dass wir unserem Gegenüber oder jemand anderem intellektuell überlegen sind, dass wir das nicht heraushängen lassen und den anderen quasi zu verstehen geben: Ich bin sowieso klüger als du und du kannst mir sowieso hier nichts erzählen. Das ist Gott ganz fremd, so ein Verhalten.
[6:58] „Die Hand der Fleißigen wird herrschen, eine lässige aber muss Zwangsarbeit verrichten. Kummer drückt das Herz eines Mannes nieder, aber ein gutes Wort erfreut es.“
[7:10] Wir können einander durch gute Worte ermutigen, und die Bibel sagt: Tut das!
[7:15] „Der Gerechte zeigt seinem Nächsten den rechten Weg, aber der Weg der Gottlosen führt sie irre.“
[7:19] Wenn wir den gerechten Weg gefunden haben, den Weg, den Gottes Kinder sind, dann möchten wir auch, dass andere auf diesen rechten Weg kommen. Und genau das ist die Aussage dieses Verses, dass wir das dann tun. Das ist Gottes Wille und das ist Gott sehr ähnlich.
[7:38] „Der Nachlässige erjagt kein Wild, aber kostbarer Reichtum ist es, wenn ein Mensch fleißig ist.“
[7:44] Wieder diese Idee des Fleißes, ein prominentes Thema in den Sprüchen.
[7:51] „Auf dem Pfad der Gerechtigkeit ist Leben; auf ihrem Weg gibt es keinen Tod.“
[7:54] Kapitel 13: „Ein weiser Sohn hört auf die Unterweisung des Vaters; ein Spötter hört nicht einmal auf Schelten.“
[8:04] Und ich denke mal, mit dem Schelten ist auch körperliche Züchtigung gemeint. Das heißt, wenn ein Spötter, ein schlechter Sohn – weil es hier im ersten Vers vom weisen Sohn spricht – ist anzunehmen, dass mit dem Spötter ein unkluger Sohn gemeint ist. Wenn der nicht mehr aufs körperliche Schelten hört, dann hört er auf gar nichts.
[8:27] „Von der Frucht seines Mundes nährt sich einer mit Gutem; die Seele der Treulosen aber nährt sich mit Gewalt. Wer auf seinen Mund achtgibt, behütet seine Seele; wer aber immer seine Lippen aufsperrt, tut's zu seinem Unglück.“
[8:43] Wieder so ein Vers, der uns in den Sprüchen nahebringt, dass wir bedenken sollen, was wir sagen und uns nicht um Kopf und Kragen reden.
[8:51] „Die Seele des Faulen gelüstet nach vielem und hat doch nichts; die Seele der Fleißigen aber wird reichlich gesättigt. Der Gerechte hasst Verleumdungen, aber der Gottlose verursacht Schande und Schmach. Die Gerechtigkeit bewahrt den, der unsträflich wandelt; die Gottlosigkeit aber stürzt den Sünder ins Verderben. Einer stellt sich reich und hat doch gar nichts; einer stellt sich arm und besitzt doch viel.“
[9:22] Lasst uns heute darüber nachdenken, dass wir unsere Gedanken gut abwägen, dass wir den Heiligen Geist hören in unserem Innern und dass wir anderen ein Wort der Ermutigung weitergeben, dass wir unsere Nächsten auf den rechten Weg bringen und dass wir lieber mal eine Beleidigung einstecken, als uns gleich zu wehren. Lasst uns dafür beten.
[9:48] Herr, lieber Gott, du weißt, dass uns allen diese, ja, diese Angewohnheit innewohnt, dass wir uns rechtfertigen möchten, dass wir uns verteidigen möchten, wenn wir angegriffen werden. Aber so wie wir heute gelesen haben, möchten wir lernen, wie du zu sein. Jesus, du hast es uns vorgemacht, dass du dich nicht gerechtfertigt hast, nicht verteidigt hast, sondern du hast die Sünder sich selbst entlarven lassen durch das, wie sie und was sie gesagt haben. Schenk uns auch diese Eigenschaft und hilf uns dabei, das zu entwickeln. In deinem Namen. Amen.
[10:25] [Musik]
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