In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp Sprüche 13,8 bis 14,12. Sie erklärt, wie biblische Weisheit unser Leben prägt, indem sie den Kontrast zwischen Gerechten und Gottlosen, Weisheit und Torheit aufzeigt. Von der Bedeutung eines belehrbaren Geistes über die Erziehung bis hin zur Wahl unserer Gesellschaft – dieses Video bietet praktische Impulse für ein gottgefälliges Leben.
Gott auf (m)einer Seite: Sprüche 13:8-14:12
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: SprüchePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“. Wir lesen heute zusammen die Seite 682, und wir beten davor gemeinsam.
[0:41] Lieber Herr Jesus, wir möchten dich bitten, dass du uns heute erleuchtest durch dein Wort, dass wir einen belehrbaren Geist haben, dass wir dein Wort annehmen und anwenden und es für uns ganz praktisch wird in unserem eigenen Leben. Dafür danken wir dir. Amen.
[0:59] Wir beginnen in Sprüche 13 ab Vers 8.
[1:04] „Mit seinem Reichtum muss sich mancher sein Leben erkaufen. Ein Armer aber bekommt keine Drohungen zu hören.“
[1:16] Der Reiche, der ist in Gefahr, weil er viel zu verlieren hat. Es birgt viele Risiken, wenn man viel besitzt. Man ist angreifbarer. Aber ein Armer, der hat nichts zu fürchten. Er bekommt keine Drohungen.
[1:32] „Das Licht der Gerechten wird hell brennen, die Leuchte der Gottlosen aber wird erlöschen.“
[1:38] Das erinnert uns unter anderem an die Waldenser, die diesen Slogan hatten: „Lux lucet in tenebris“ – Licht leuchtet in die Dunkelheit hinein. Und so leuchtet jeder Gerechte, jedes Gotteskind in seine Umwelt, in seine Umgebung hinein als ein Licht.
[1:59] „Durch Übermut entsteht nur Streit; wo man sich aber raten lässt, da wohnt Weisheit.“
[2:06] Gott möchte, dass wir einen belehrbaren Geist haben, im Englischen „teachable spirit“, dass wir Menschen sind, die Ratschläge gern annehmen und uns gerne von Gott zurechtweisen lassen. Nur so können wir uns weiterentwickeln in unserem Charakter, und nur so kann Gott mit uns arbeiten.
[2:25] „Was man mühelos gewinnt, das nimmt ab; was man aber mit der Hand sammelt, das mehrt sich.“
[2:34] Wenn wir selber arbeiten, wenn wir vielleicht sogar hart arbeiten, dann schätzen wir das mehr, was wir erarbeitet haben, als wenn es uns einfach nur zufällt.
[2:45] „Hingehaltene Hoffnung macht das Herz krank; ein erfüllter Wunsch aber ist ein Baum des Lebens.“
[2:51] Ja, hingehaltene Hoffnung. Da kann man vielleicht sogar an Liebeskummer denken, wenn man immer hingehalten wird, ob der andere einen nun heiraten will oder nicht. Das kann einen auch sehr krank machen, wenn dieser Wunsch nicht erfüllt wird. Und im Gegensatz dazu ist aber ein erfüllter Wunsch ein Baum des Lebens. Es ist ein lebensspendendes, das da vonstatten geht.
[3:20] „Wer das Wort verachtet, der wird zugrunde gehen; wer aber das Gebot fürchtet, der wird belohnt.“
[3:28] „Die Lehre des Weisen ist eine Quelle des Lebens. Man meidet durch sie die Fallstricke des Todes.“
[3:34] Ja, wenn ich auf Jesus höre, dann bin ich gegen die Versuchungen gewappnet.
[3:42] „Gute Einsicht erwirbt Gunst; aber der Weg der Treulosen ist hart.“ Warum ist der Weg der Treulosen hart? Weil sie ihren Weg ohne Gott gehen. Sie können nicht darauf vertrauen, dass alles, was sie tun, von Gott geebnet wird und reibungslos geschieht.
[4:03] „Der Kluge tut alles mit Vernunft; aber der Tor verbreitet Dummheiten.“
[4:08] „Ein gottloser Bote stürzt ins Unglück; aber ein treuer Gesandter bringt Heilung.“
[4:13] „Wer Zucht verwirft, gerät in Armut und Schande; wer aber auf Zurechtweisung achtet, kommt zu Ehren.“
[4:20] Als ich diesen Vers gelesen habe, musste ich unweigerlich an den verlorenen Sohn denken. Er hat die Zucht seines Vaters verachtet, und er ist in Armut und Schande geraten, so dass er bei den Schweinen saß und sich gewünscht hat, das zu essen, was sie essen. Und im Gegensatz sagt die Bibel: Wer aber auf diese Zurechtweisung hört, der erlangt Ehre.
[4:39] „Die Befriedigung eines Verlangens tut der Seele wohl; aber vom Bösen zu weichen ist den Toren ein Gräuel.“
[4:49] „Der Umgang mit den Weisen macht weise; wer sich aber mit Toren einlässt, dem geht es schlecht.“
[4:54] Das heißt, die Bibel sagt: Wenn du dich mit weisen Menschen umgibst, mit Menschen, die auch so sind, wie du sein möchtest, die Gott nachfolgen, die gute Charaktereigenschaften haben, dann wird es auf dich abstrahlen, dann wird das auch dich selber prägen.
[5:13] „Das Unglück verfolgt die Sünder; den Gerechten aber wird Gutes vergolten.“
[5:17] „Was ein guter Mensch hinterlässt, geht über auf Kindeskinder; das Vermögen des Sünders aber wird für den Gerechten aufbewahrt.“
[5:26] Ja, wir haben am Ende sogar das, was die Bösen hinterlassen an Gutem.
[5:33] „Der Neubruch der Armen gibt viel Speise; aber der Ertrag mancher Leute wird weggerafft durch Ungerechtigkeit.“
[5:39] Das ist ein sehr interessantes, und dem müssen wir ein bisschen versuchen zu verstehen. Der Neubruch, damit ist gemeint das Umgraben. Und dieses Umgraben steht in der Bibel für die Bekehrung. Das sehen wir zum Beispiel im Buch Hosea Kapitel 10, Vers 12. Das ist die Bedeutung.
[5:58] Also dieser Neubruch der Armen gibt viel Speise. Das heißt, wenn die Armen – stehen hier für etwas Geringeres, für etwas Kleines – und wenn das Kleine aber anfängt zu wachsen, dann bringt es viel Ertrag. Hingegen sagt die Bibel: Wenn der Ertrag mancher Leute ganz groß ist, aber die Menschen sind ungerecht, dann wird dieser Ertrag weggerafft. Also können wir lernen: Wenn etwas, wenn wir etwas Kleines haben, was einmal Gottes Segen hat, dann wird es groß.
[6:26] „Wer seine Rute spart, der hasst seinen Sohn; wer ihn aber lieb hat, der züchtigt ihn beizeiten.“
[6:36] Das ist ein wichtiger Ratschlag für die Erziehung, den wir hier haben. Dieses „beizeiten züchtigen“ zeigt uns, dass es früher schon wichtig ist, den Kindern eine gewisse Richtung zu geben, Regeln zu geben. Und die Bibel sagt: „Wer die Rute spart, der hasst seinen Sohn.“ „Hassen“ ist ein starker Ausdruck. Die Bibel meint damit vor allem: Der schätzt seinen Sohn nicht so hoch, oder er liebt ihn nicht genug, er stellt ihn nicht als Priorität über anderes. Und wir sollten in der Erziehung tatsächlich Gott ganz nachahmen. Wir sollten unsere Kinder so erziehen, wie Gott uns erzieht: mit viel Geduld, aber mit Regeln, die konsequent sind und in denen immer auch die Liebe steckt.
[7:31] „Der Gerechte isst, bis er satt ist; der Bauch der Gottlosen aber hat Mangel.“
[7:35] Kapitel 14. „Die Weisheit der Frauen baut ihr Haus; die Torheit reißt es ein mit eigenen Händen.“
[7:43] „Wer in seiner Redlichkeit wandelt, der fürchtet den Herrn; wer aber verkehrte Wege geht, der verachtet ihn.“
[7:48] Das heißt, am Lebenswandel können wir erkennen, wie es um den Glauben von jemandem bestellt ist und wie es um seine Beziehung zu Gott bestellt ist.
[7:59] „Im Mund des Narren ist eine Rute für seinen Hochmut; aber die Lippen der Weisen behüten sie.“
[8:05] Also die Lippen behüten den Weisen selbst. Seine eigenen Lippen behüten ihn.
[8:10] „Wo keine Rinder sind, da bleibt die Krippe sauber; die Kraft des Ochsen aber verschafft großen Gewinn.“
[8:17] Auch ein Vers, den wir ein bisschen versuchen müssen zu verstehen, weil es nicht ganz an der Oberfläche liegt, wie es gemeint ist. Diese Krippe, die sauber bleibt, weil dort keine Rinder sind, das steht dafür, dass man sich nicht die Drecksarbeit macht und dass man sagt: „Okay, damit möchte ich nichts zu tun haben.“ Aber wer mit Ochsen arbeitet, wer Landwirtschaft betreibt, ja, im übertragenen Sinne, der erhält großen Gewinn. Also man kann sich entscheiden: Möchte man die Drecksarbeit meiden, hat aber nicht viel davon, oder packt man mit an und hilft und opfert etwas dafür auf, dann ist auch der Gewinn gesichert.
[9:01] „Ein treuer Zeuge lügt nicht; aber ein falscher Zeuge spricht Lügen aus.“
[9:06] „Ein Spötter sucht Weisheit und findet sie nicht; doch für den Verständigen ist Erkenntnis leicht.“
[9:12] „Weg von dem dummen Menschen! Du hörst doch nichts Gescheites von ihm.“
[9:15] Das erinnert uns auch an den Vers 20 und auch an Psalm 1, dass wir nicht da sitzen sollen, wo die Spötter sitzen, sondern uns mit Gleichgesinnten abgeben sollen.
[9:27] „Die Weisheit lässt den Klugen erkennen, welchen Weg er gehen soll; aber die Torheit der Narren betrügt sie selbst.“
[9:34] „Die Toren spotten mit ihrer Schuld; unter den Redlichen aber ist Gottes Wohlgefallen.“
[9:41] „Das Herz allein kennt seinen eigenen Kummer, und auch in seine Freude kann sich kein Fremder mischen.“
[9:50] Nur wir selber wissen um unser Herz, ja, wie es bestellt ist. Und noch besser weiß Gott, wie es in unserem Herzen aussieht. Aber wir selber können am besten beurteilen, wie es uns geht. Nach außen hin können wir andere blenden, wir können etwas anderes vorgeben, können sagen, dass es uns gut geht, aber eigentlich geht es uns schlecht. Am Ende sind wir die, die uns am besten kennen. Aber die Bibel sagt auch, dass das Herz unergründlich ist und dass eigentlich nur Gott unser Herz wirklich kennt. Gott kann uns wirklich beurteilen. Wir wissen, wie es uns geht, aber Gott kennt unsere innersten Beweggründe noch besser als wir selber. Und von außen kann man das nicht beurteilen. Die Bibel sagt auch: „Der Mensch sieht, was vor Augen ist, aber der Herr sieht das Herz.“ Und so müssen wir uns auch eingestehen, dass wir einen anderen Menschen nicht gänzlich beurteilen können, weil wir sein Herz nicht bis ins Innerste kennen und auch nicht kennen können.
[10:56] „Das Haus der Gottlosen wird zerstört; aber das Zelt der Redlichen wird aufblühen.“
[11:00] „Mancher Weg erscheint dem Menschen richtig, aber zuletzt führt er ihn doch zum Tod.“
[11:04] Der einzige Weg, der richtig ist, ist Jesus. Denn Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Und an ihn wollen wir uns halten.
[11:13] Und dafür beten, dass wir heute auf diesem Weg wandeln. Lieber Herr Jesus, führe uns immer auf dem geraden Weg, auf gerader Straße, dass wir nicht davon abkommen, dass wir dir gehorchen, dass wir bei dir bleiben, dass wir dich lieb haben und deinem Wort, das du hast niederschreiben lassen, gehorchen und Gehör schenken. Und das bitte ich in deinem Namen. Amen.
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