In dieser Andacht zu Sprüche 14:13-15:7 beleuchtet Christopher Kramp den Kontrast zwischen Weisheit und Torheit. Er betont, wie die Furcht Gottes zu starkem Vertrauen und einem gelassenen Herzen führt, das sich auch körperlich positiv auswirkt. Der Sprecher ermutigt dazu, durch barmherziges Handeln und heilsame Worte die Herrlichkeit Gottes in unserem Umfeld widerzuspiegeln.
Gott auf (m)einer Seite: Sprüche 14:13-15:7
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, SprüchePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Wir lesen heute zusammen auf Seite 683 und möchten Sprüche 14 zu Ende studieren und 15 beginnen. Und wie immer davor gemeinsam beten.
[0:43] Lieber Vater im Himmel, ich möchte dich bitten, dass du uns heute durch dein Wort führst und dass dein Wort wie eine kostbare Perle und wie ein Schatz im Acker für uns wird, dass wir es hochhalten und dass es uns ein, ja, etwas Kostbares ist, dass wir es wie unseren Augapfel hüten, dass wir, ja, schätzen und dass wir diese Ratschläge, die wir heute lesen, und diese klugen Aussagen heute in unser Herz zu Herzen nehmen.
[1:19] Wir beginnen Sprüche 14 ab Vers 13. Auch beim Lachen kann das Herz Kummer empfinden und die Freude endet in Traurigkeit.
[1:30] Ich kann nicht immer von außen beurteilen, wie es dem anderen wirklich geht. Ich kann das sehen, was mir vor Augen ist, aber was wirklich in seinem Herzen ist, das weiß nur er selber und Gott noch viel besser. Wer ein abtrünniges Herz hat, bekommt genug von seinen eigenen Wegen, und ebenso ein guter Mensch von dem, was in ihm ist.
[1:54] Ein guter Mensch erntet die Früchte des Glaubens und er erntet von dem, was er ja mit Gott zusammen erarbeitet und er liebt.
[2:07] Und im Gegensatz dazu ist das abtrünnige Herz, das schon genug davon bekommt, dass es sowieso den falschen Weg gewählt hat und es muss die Konsequenzen der Sünde erleben, und das ist oft schon Strafe genug. Der Unverständige glaubt jedem Wort, aber der Kluge gibt Acht auf seine Schritte. Der Weise fürchtet sich und weicht vom Bösen, aber der Tor ist übermütig und sorglos.
[2:36] Hier können wir so schön sehen, dass die Weisheit verknüpft mit der Furcht Gottes eine Einheit bildet. Und die Furcht Gottes, die wird ja auch genannt der Anfang der Weisheit. Und diese beiden Dinge in Verbindung, die Weisheit, die wir von Gott bekommen können, und die Furcht, die wir vor Gott haben, die bewirkt, dass wir das Böse meiden, dass wir davon weichen.
[3:06] Ein Jähzorniger handelt töricht und ein Mensch, der Böses plant, macht sich verhasst. Torheit ist das Erbteil der Unverständigen, Erkenntnis die Krone der Klugen.
[3:18] Die Krone ist in den Sprüchen ein immer wiederkehrendes Motiv. Wir haben zum Beispiel gelesen, dass eine ehrbare Frau die Krone des Mannes ist, aber hier ist es die Erkenntnis. Es ist der Kranz, ist es das, was uns krönt, das, was uns eine Ehre verschafft, wenn wir die Erkenntnis Gottes in unserem Leben haben.
[3:37] Die Bösen müssen sich beugen vor den Guten und die Gottlosen an den Toren des Gerechten.
[3:44] Ein Armer wird sogar von seinem Nächsten gehasst, ein Reicher aber hat viele Freunde.
[3:49] Ist ein sehr trauriger Vers und er zeigt, dass die Menschen durch die Sünde so verdorben sind, dass sie eigentlich Freundschaft aus Berechnung machen und eingehen. Wenn ich ein Reichen habe, dann hat der viele Freunde, ist sehr angesehen aufgrund seines Reichtums. Aber ein Armer wird von seinem Nächsten gehasst, weil er nichts zu bieten hat. Das ist nicht attraktiv, mit ihm befreundet zu sein. Und Gott möchte eigentlich so ein Verhalten nicht von seinen Kindern.
[4:20] Wer seinen Nächsten verachtet, der sündigt. Aber wohl dem, der sich über den Elenden erbarmt.
[4:25] Das erinnert uns an die fünfte Seligpreisung, wo es auch über die Barmherzigkeit geht.
[4:31] Irre gehen nicht, die nach Bösem trachten. Aber Gnade und Wahrheit wird denen zuteil, die nach Gutem trachten.
[4:39] Wo man sich alle Mühe gibt, da ist Überfluss, aber wo man nur Worte macht, da herrscht Mangel.
[4:48] Und dieser Vers ist ein Vorbild für uns, dass da, wo Mühe ist, wo Aufopferung ist, wo Arbeit ist, da ist Überfluss. Aber da, wo nur geredet wird, da herrscht Mangel.
[5:02] Für die Weisen ist ihr Reichtum eine Krone, wieder dieses Bild der Krone, der Reichtum. Aber die Narren haben nichts als Torheit.
[5:10] Ein Zeuge der Wahrheit rettet Seelen. Wer aber Lügen vorbringt, der ist ein Betrüger.
[5:16] In der Furcht des Herrn liegt starkes Vertrauen. Er wird auch seinen Kindern eine Zuflucht sein.
[5:24] Wieder ein Vers über die Furcht Gottes, und diesmal zeigt uns der Vers, dass in der Furcht keine Angst liegen kann. Wenn ich nämlich Angst hab, dann kann ich nicht vertrauen. Aber in der Furcht Gottes liegt starkes Vertrauen, sagt die Bibel. Er wird auch seinen Kindern eine Zuflucht sein.
[5:42] Die Furcht des Herrn ist die Quelle des Lebens.
[5:46] Wir haben vor ein paar Tagen gelesen, dass die Erkenntnis eine Quelle des Lebens ist oder die Weisheit. Man meidet durch sie die Fallstricke des Todes.
[5:55] Jetzt kommt ein ganz interessanter Vers: „In der Menge des Volkes besteht die Herrlichkeit des Königs, aber das Schwinden der Bevölkerung ist der Untergang des Fürsten.“
[6:05] Die Menge des Volkes, in der Menge besteht die Herrlichkeit des Königs. Das heißt, welcher König ein großes Volk hat, dort manifestiert sich die Herrlichkeit. Und wo ist das besser sichtbar als in Offenbarung 18?
[6:23] Dort spricht es nämlich auch davon, dass der Engel, der ja für die Gläubigen steht, die Gottes Botschaft hinaustragen in die Welt, dass durch den Engel die Erde erleuchtet wird mit Herrlichkeit.
[6:37] Das heißt, wenn Jesus kommt, dann erleuchten seine Kinder, die Gerechten, die Erde mit seiner Herrlichkeit.
[6:44] Natürlich leuchtet Jesus auch von der Herrlichkeit, aber da wir seine Kinder sind, reflektieren wir diese Herrlichkeit und erleuchten damit die Erde.
[6:54] Und ein König, der ein großes Volk hat, der hat eben viel Herrlichkeit, im Gegensatz zu dem Fürsten, dessen Bevölkerung schwindet.
[7:03] Der Langmütige ist reich an Einsicht, der Jähzornige aber begeht große Torheiten.
[7:08] Ein gelassenes Herz ist das Leben des Leibes, aber Eifersucht ist Fraß in seinen Gebeinen.
[7:16] Auch ein sehr lebensnaher Vers, dass wenn wir ein gelassenes Herz haben, dass wir auch körperlich gesund sind und auch körperlich es uns gut tut. Denn wenn ich ständig aufwühlende Gedanken hab, dann machen sie mich auch manchmal krank, dann bin ich auch ein getriebener Mensch, und das äußert sich manchmal dann auch in körperlichen Dingen.
[7:40] Wer den Schwachen unterdrückt, der lästert seinen Schöpfer. Wer ihn aber ehren will, der erbarmt sich über den Armen.
[7:47] Diesen Zusammenhang, den sehen wir tatsächlich öfter in der Menschheit und auch in der Bibel. Ich musste so sehr an das darwinistische Prinzip denken, an das darwinistische Verständnis, dass es davon lebt, dass der Schwache unterdrückt wird, es nicht überlebt und nur der Starke sich durchsetzen kann.
[8:06] Ich bin aber der Meinung, dass es nicht Gottes Prinzip ist. Denn bei Gott heißt es: „Wer aber den über den Armen sich erbarmt, der wird geehrt.“ Und genauso hat Jesus gelebt.
[8:18] Der Gottlose wird durch seine Bosheit gestürzt. Der Gerechte aber ist auch im Tod getrost.
[8:26] Und das sehen wir bei so vielen Märtyrern, die für Gottes Sache gestorben sind, dass sie im Tod getrost waren.
[8:33] Die Weisheit wohnt ruhig im Herzen des Verständigen, aber was im Inneren des Toren ist, das wird offenbar.
[8:39] Gerechtigkeit erhöht ein Volk, die Sünde aber ist die Schande der Völker.
[8:45] Das heißt, wo es einen gerechten König gibt, wo Gerechtigkeit im Volk herrscht, da ist auch die Moral im Volk sehr hoch.
[8:52] Das haben wir auch in den Büchern Könige und Chronik immer wieder gesehen, dass der Charakter, der Charakter des Königs, sich oft ausgewirkt hat auf das Volk.
[9:03] Ein König hat Wohlgefallen an einem Verständigen, nicht aber ein Schändlichen trifft sein Zorn.
[9:11] Eine sanfte Antwort wendet den Grimm ab. Ein verletzendes Wort aber reizt zum Zorn.
[9:18] Es ist eine leider selten praktizierte Eigenschaft, dass wir sanfte Antworten geben, um Grimm und Streit abzuwenden.
[9:26] Die Zunge der Weisheit gibt gute Lehre, aber der Mund der Toren schwatzt viel dummes Zeug.
[9:31] Die Augen des Herrn sind überall, hier spähen sie die Bösen und die Guten.
[9:36] Eine heilsame Zunge ist ein Baum des Lebens. Ist aber verkehrt, dann kann sie verwunden, sie den Geist.
[9:43] Wieder haben wir diesen Gedanken: eine heilsame Zunge, das, was uns über die Lippen geht, was wir sagen, das ist wie ein Baum des Lebens, wenn es Worte sind, die ja aus der Bibel kommen oder die Gott repräsentieren.
[10:01] Ein Narr verschmäht die Zucht seines Vaters. Wer aber auf die Zurechtweisung achtet, der wird klug.
[10:07] Im Haus des Gerechten ist ein reicher Schatz, im Einkommen des Gottlosen aber ist Zerrüttung.
[10:13] Die Lippen der Weisen säen Erkenntnis, das Herz der Narren aber ist unaufrichtig.
[10:19] Lasst uns heute solche Weise sein, die auf ihre Worte achten, die anderen heilsame Worte entgegenbringen.
[10:29] Lasst uns auch darüber nachdenken, wie wir die Furcht Gottes noch besser in unserem Leben praktizieren können, und lasst uns dafür beten.
[10:39] Lieber Vater im Himmel, ich möchte dich bitten, dass du uns noch mehr hilfst, Jesus besser zu reflektieren, dass wir die Herrlichkeit, die du hast, ja reflektieren, dass sie strahlt auf unser Umfeld, auf die Mitmenschen, auf unsere Familien, und dass wir wirklich ein Ebenbild sind und dass du unser Vorbild bist. In Jesu Namen.
[11:06] [Musik]
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