In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beendet Rabea Kramp die Lesung von Sprüche 18 und beginnt mit Sprüche 19. Sie beleuchtet zentrale Themen wie die Macht der Worte, die Bedeutung von Demut gegenüber Hochmut und die Wichtigkeit von Treue und Freundschaft. Besonders betont wird die Rolle Jesu als der ultimative, anhängliche Freund und die Aufforderung, selbst ein verlässlicher Freund für andere zu sein.
Gott auf (m)einer Seite: Sprüche 18:5-19:10
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: SprüchePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Wir lesen heute gemeinsam Seite 687, beenden Sprüche 18 und beginnen Sprüche 19. Ihr seid bestimmt schon gespannt, worum es heute gehen wird. Und wir wollen davor gemeinsam beten, um das Wort Gottes besser zu verstehen.
[0:48] Lieber Gott, wir möchten dich bitten, dass dein Heiliger Geist uns leitet durch dein Wort und dass wir gestärkt werden durch die weisen Aussagen, die Salomo hat niederschreiben lassen. Hilf, dass sie unser Herz berühren und wenn es nur ein Vers ist, der uns im Innersten trifft, dann gib, dass er auch zu einer Quelle des Lebens wird.
[1:15] Wir beginnen Sprüche 18 ab Vers 5: „Es ist nicht gut, wenn man die Person des Gottlosen ansieht und lenkt, um den Gerechten zu unterdrücken im Gericht.“ Gott möchte nicht, dass wir die Gottlosen begünstigen und dann die Gerechten unterdrücken. Gott möchte sowieso nicht, dass wir die Person ansehen, das wissen wir aus Aussagen aus dem Neuen Testament. Denn Gott tut es auch nicht, Gott schaut in die Herzen. Wir können nicht in die Herzen schauen, wir können nur das sehen, was vor Augen ist, und das sollten wir lieber nicht tun.
[1:48] „Die Reden des Toren stiften Streit, und er schimpft, bis er Schläge kriegt. Der Mund des Toren wird ihm zum Verderben, und seine Lippen sind der Fallstrick seiner Seele. Die Worte des Verleumders, das sind wie Leckerbissen, sie dringen in die verborgenen Kammern des Inneren.“ In diesen letzten vier Versen sehen wir, dass der Mund, das Reden, die Lippen, die Worte die Hauptrolle spielen und dass es darum geht, dass gute Worte etwas Gutes bewirken, schlechte Worte etwas Schlechtes. Salomo macht uns immer wieder aufmerksam, dass es so relevant ist, was aus unserem Mund herauskommt.
[2:26] Weiter heißt es: „Schon wer nachlässig ist in seiner Arbeit, der ist ein Bruder des Zerstörers.“ Wieder dieses Thema der Faulheit. „Der Name des Herrn ist ein starker Turm, der Gerechte läuft dorthin und ist in Sicherheit.“ Das ist ein sehr bekannter Vers. Der Name Gottes ist ein starker Turm, und wir wissen, dass der Name Gottes eines Tages auf unseren Stirnen geschrieben sein wird. Und dieser Name, der hat Kraft, er ist ein starker Turm, und bei ihm sind wir geborgen.
[2:59] „Der Besitz des Reichen ist für ihn eine feste Stadt und wie eine hohe Mauer in seiner Einbildung.“ „Vor dem Zusammenbruch ist das Herz des Menschen hochmütig, aber vor der Ehre kommt die Demut.“ Das ist fast genau dasselbe, wie es in einem Vers ausgedrückt wird, den wir kürzlich gelesen haben, nämlich: „Hochmut kommt vor dem Fall.“ Hier ist es einfach nur ein bisschen umgestellt im Satzbau, aber sagt genau dasselbe aus.
[3:25] „Wer antwortet, bevor er gehört hat, dem ist es Torheit und Schande.“ Also, wir sollten erst nachdenken, bevor wir etwas sagen und nicht einfach impulsiv drauflosreden.
[3:35] „Ein männlicher Mut, er trägt sein Leiden. Wer aber kann einen niedergeschlagenen Geist aufrichten?“ Die Bibel fragt hier oder möchte sagen: Ja, es ist leichter, eigenen Mut zu haben, als jemandem, der niedergeschlagen ist, wieder Mut zu geben und ihn aufzurichten.
[3:57] „Das Herz des Verständigen erwirbt Erkenntnis, und nach Erkenntnis trachtet das Ohr der Weisen. Das Geschenk macht dem Menschen Raum und verschafft ihm Zutritt zu den Großen. Der sich in seinem Prozess zuerst verteidigen darf, hat recht, doch dann kommt der andere und forscht aus.“ Also, man hat nur solange recht, wie man selber am Reden ist, und dann werden Fragen gestellt und dann wird man unter Umständen entlarvt.
[4:23] „Das Los schlichtet den Streit und entscheidet zwischen Mächtigen.“ Jetzt kommt ein guter Vers: „Ein Bruder, an dem man treulos gehandelt hat, ist schwerer zu gewinnen als eine befestigte Stadt, und Zerwürfnisse sind wie der Riegel einer Burg.“ Das ist ein sehr, sehr relevanter Vers für das menschliche Miteinander und Untereinander. Wenn ich einmal das Vertrauen meines Bruders verletzt, abgebrochen habe, dann ist es so schwer, sein Vertrauen wieder zu gewinnen, weil er mir immer misstrauen wird, dass ich ihn wieder verletze. Und Zerwürfnisse sind der Riegel einer Burg. Das heißt, wenn eine Burg verriegelt ist mit Eisenriegeln vor den großen Toren, dann ist es so schwer, da hineinzukommen. Dann muss ich schon mit der Brechstange eingreifen. Aber wenn ich das Tor habe – ich im übertragenden Sinne habe ich natürlich auch nicht das Vertrauen meines Bruders wieder erworben. Das heißt, wenn ich jemanden verletzt habe, und das kann im freundschaftlichen Bereich sein, im Gemeindekontext oder auch in der Ehe, dann ist es umso schwerer, das Vertrauen des anderen wieder zu gewinnen, wenn er nicht sofort bereit ist, mir dieses Vertrauen wieder zu schenken.
[5:32] „An der Frucht seines Mundes nährt sich der Mensch, am Ertrag seiner Lippen sättigt er sich. Tod und Leben steht in der Gewalt der Zunge, und wer sie liebt, der wird ihre Frucht essen. Wer eine Ehefrau gefunden hat, der hat etwas Gutes gefunden und hat Gunst erlangt vor dem Herrn.“ Also, Gott möchte, dass wir einen Ehepartner finden, aber nicht nur, dass wir einen finden, sondern dass wir jemanden Gutes finden. Das ist Gottes Anliegen.
[6:05] „Der Arme bittet mit Flehen, aber der Reiche antwortet hart.“ Ja, wer alles hat, der urteilt oft hart, und der, der arm ist, der hat noch mehr Mitgefühl. Leider oft so der Fall.
[6:15] „Wer viele Gefährten hat, der wird daran zugrunde gehen, aber es gibt einen Freund, der anhänglicher ist als ein Bruder.“ Und dieser anhängliche Freund, das ist Jesus. Wir können auch unter Menschen so einen anhänglichen Freund finden, aber der Freund, zu dem, der immer zu uns steht, egal wie es um uns bestellt ist, das ist tatsächlich Jesus, der auch unser Bruder ist.
[6:37] Kapitel 19: „Besser ein Armer sein, der in seiner Lauterkeit wandelt, als ein Verkehrter, der verkehrte Lippen hat. Schon Mangel an Erkenntnis ist nicht gut für die Seele, und wer zu schnell läuft, geht leicht fehl.“ Wir finden ähnliche Gedanken in anderen Büchern der Bibel. In Jakobus 1 heißt es: „Wem es an Weisheit mangelt, der bitte sie von Gott.“ Und auch in Micha 7 finden wir den [Vers], dass das Volk aus Mangel an Erkenntnis umkommt. Das heißt, wenn ich Mangel an Erkenntnis, Mangel an Weisheit habe, dann ist es nicht gut für mich. Aber die gute Botschaft ist: Ich kann um diese Weisheit, um diese Erkenntnis bei Gott beten.
[7:16] „Die Torheit des Menschen verdirbt seinen Weg, und dann zürnt sein Herz gegen den Herrn.“
[7:23] „Reichtum macht viele Freunde, der Arme aber wird von seinem Freund verlassen. Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft, und wer Lügen ausspricht, wird nicht entgehen. Viele schmeicheln dem Vornehmen, und jeder wird ein Freund dessen sein, der Geschenke gibt.“ Ja, das ist leider schade, dass es so unter uns Menschen ist, dass die, die den Vornehmen schmeicheln, sich was daraus erhoffen, und jeder will ein Freund dessen sein, der viel hat und der etwas ist. Aber in Gottes Augen ist das eigentlich nichts, sondern in Gottes Augen zählt es, wenn wir uns barmherzig um diejenigen kümmern, die vielleicht am Rande stehen.
[8:06] „Den Armen hassen alle seine Brüder, erst recht ziehen sich seine Freunde von ihm zurück. Er jagt ihren Worten nach, aber sie sind nicht da.“
[8:17] „Wer Verstand erwirbt, liebt seine Seele; wer Einsicht bewahrt, findet Gutes. Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft, und wer Lügen ausspricht, geht zugrunde.“ Das ist ganz ähnlich, wie wir es in Vers 5 vorher gelesen haben, und es passt so unglaublich gut dieser Volksspruch dazu: „Lügen haben kurze Beine.“ Und die Bibel sieht es ganz genauso: Wer Lügen ausspricht, wer mit Lügen lebt, der wird nicht lange davonkommen.
[8:46] „Einem Toren steht Wohlleben nicht an, geschweige denn einem Knecht, über Fürsten zu herrschen.“
[8:54] Lasst uns heute an diesem Tag darüber nachdenken, dass wir ein guter Freund sein können, irgendjemandem, vielleicht deinem Ehepartner oder jemandem in deinem Umfeld, dass wir ein guter Freund sind, der auf den Verlass ist, der auch Treue hält, auch in schlechten Zeiten. Und dass wir kein Bruder des Zerstörers sind, sondern dass wir zu jemandem halten, auch wenn es ihm gerade nicht gut geht, auch wenn er vielleicht im Glauben strauchelt, dass wir ihm dann ein Freund sind, der ihm aufhilft. Lasst uns dafür beten.
[9:39] Herr, du bist der beste Freund und der beste Bruder, den wir haben können, und du bist uns ein Vorbild darin. Lass uns auch für andere Mitmenschen so ein Freund und so ein Bruder sein, auf den Verlass ist, zu dem man flüchten kann und Sicherheit findet. Und gib, dass wir durch das Vorbild, das wir dadurch geben, Menschen zu dir führen können, vielleicht sogar heute an diesem Tag. Führ uns alle darin und leit uns. Amen.
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