Veröffentlicht am
209 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp Sprüche 19:11 bis 20:10. Sie spricht über die Bedeutung von Einsicht und Weisheit im Umgang mit Zorn und Vergehen, die Herausforderungen einer zänkischen Frau und die Segnungen einer verständigen Ehefrau. Weitere Themen sind die Erziehung von Kindern, die Gefahren von Jähzorn und Alkohol sowie die Notwendigkeit, gerecht zu handeln und nicht mit zweierlei Maß zu messen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite"! Wir lesen heute – die Seite ist 688 – es geht heute ein bisschen um die Frauen, aber auch ein bisschen um die Männer und noch ein paar andere interessante Themen werden angesprochen. Und bevor wir uns in das Wort Gottes vertiefen, möchte ich mit euch beten.

[0:48] Lieber Herr Jesus, gib uns heute den Heiligen Geist, damit wir dein Wort gut verstehen, dass wir es auch auf unser Leben anwenden können, dass wir auch unsere eigenen Herzen dadurch durchforschen. Und dafür danken wir dir. Amen.

[1:03] Wir starten in Sprüche 19 ab Vers 11. "Einsicht macht einen Menschen langsam zum Zorn, und es ist ihm eine Ehre, Vergehen zu übersehen." Das ist ein ganz interessanter Vers. Das heißt, wenn wir Einsicht haben, wenn wir Erkenntnis, Weisheit haben, dann sind wir nicht schnell zum Zorn, nicht schnell im Richten. Dann warten wir mit unserem Urteil, überdenken das, was wir sagen wollen. Und es ist ihm eine Ehre, Vergehen zu übersehen.

[1:39] Es gibt zwei Seiten einer Medaille. Natürlich muss Sünde manchmal beim Namen genannt werden, wenn sie in der Gemeinde auftritt oder irgendwelche schlimmen Dinge passieren, weil das natürlich auch manchmal Konsequenzen haben muss. Aber die Bibel kennt auch diesen Gedanken, dass wir nicht jede Sünde ans Tageslicht bringen sollten, dass wir nicht von allen Sünden, die ein anderer getan hat, anderen weitererzählen, damit das Leid nur noch vergrößern und die Gedanken dann darauf richten und ja, diese schlimme Sache einfach sich auch mehr verbreitet. Weil der Einfluss, den das auf unser eigenes Herz hat, die Sünden von jemand anderem zu betrachten, darüber nachzudenken, den sollten wir nicht unterschätzen. Denn es beeinflusst mich selber auch, wenn ich denke: "Oh, der tut diese Sünde, na ja, dann ist es vielleicht nicht so schlecht, wenn ich auch nicht so schlimm, wenn ich auch mal was Schlechtes tu." So sollten wir nicht denken. Und deswegen sollten wir die Sünde, wo es möglich ist, zudecken. Und die Bibel sagt auch: "Wer Liebe hat, der überdeckt die Verfehlungen" oder "deckt die Verfehlungen zu". Also wir sollten keine Freude daran haben – möchte die Bibel sagen – keine Freude daran haben, die Sünde eines anderen rumzuposaunen und aufzudecken.

[3:03] "Wie das Brüllen des Löwen ist der Zorn des Königs, und seine Gunst wie Tau auf grünem Gras." "Ein törichter Sohn ist das Unglück seines Vaters, und wie beständiges Tropfen durchs Dach ist die Zankerei einer Frau." Eine zänkische Frau, eine Frau, die immer Streit sucht, ja, das ist wie ein steter Tropfen durchs Dach. Wer schon einmal ein undichtes Dach gehabt hat, der weiß, dass das sehr nervenaufreibend sein kann. Man hat einen Eimer dastehen und es tropft die ganze Zeit, und man hört dieses Tropfen, und man kann, wenn man gar nicht schlafen, weil man ständig genervt ist von diesem Tropfen. Und die Bibel sagt, genauso ist die Zankerei einer Frau, es ist ein steter Tropfen, der immer wieder den Stein höhlt, und das ist wirklich etwas, was einem ja zu schaffen macht.

[3:47] "Haus und Besitz erbt man von den Vätern, aber eine verständige Frau kommt von dem Herrn." Das heißt, wenn ich meine Ehefrau suche und bete und sie mir vom Herrn gegeben wird, dann kann ich darauf vertrauen, dass Gott mir eine gute Frau an die Seite gibt. Und ich übertrage das jetzt auch mal auf die Männer.

[4:04] "Faulheit versenkt in tiefen Schlaf, und eine träge Seele muss hungern." "Wer das Gebot bewahrt, der bewahrt seine Seele; wer aber auf seine Wege nicht achtet, der muss sterben." "Wer sich über den Armen erbarmt, der leiht dem Herrn, und er wird ihm seine Wohltat vergelten."

[4:21] "Züchtige deinen Sohn, solange noch Hoffnung vorhanden ist, und lass dir nicht in den Sinn kommen, ihn dem Tod preiszugeben." Die Bibel sagt, die Erziehung sollte so lange stattfinden, solange noch Hoffnung ist. Wenn dein Sohn erwachsen ist und groß ist, dann ist der Zug abgefahren. Aber wenn er klein ist, wenn er noch formbar ist, erziehbar ist, dann musst du deinen Sohn züchtigen. Ich mag lieber das Wort "erziehen", weil "züchtigen" hat für uns im Deutschen so eine negative Konnotation. Dann möchten wir ja die Kinder erziehen und ihnen wirklich auch Weisheit, Erkenntnis und Erziehung mitgeben.

[5:00] "Wer jähzornig ist, muss die Strafe dafür bezahlen, denn wenn du ihn davon befreien willst, so machst du es nur noch schlimmer." Jähzorn ist eine schlechte Angewohnheit, das wissen wir. Die Bibel sagt, wer jähzornig ist, der muss selber die Konsequenzen dafür tragen. Wir können einer Person schlecht helfen dabei.

[5:20] "Gehorche dem Rat und nimm die Zurechtweisung an, damit du künftig weise bist." "Ein Mensch macht vielerlei Pläne in seinem Herzen, aber der Ratschluss des Herrn hat Bestand." "Die Zierde des Menschen ist seine Güte, und ein Armer ist besser als ein Mann, der betrügt." Denn wenn wir gütig sind, und Güte ist auch eine Frucht des Heiligen Geistes, dann ist das eine Zierde – so ein altes Wort, sagen wir lieber, das ist ein Schmuck. Wir haben einen geistlichen Schmuck, wenn wir die Früchte des Geistes in unserem Charakter entwickeln.

[5:54] "Die Furcht des Herrn, die führt zum Leben. Wer daran reich ist, der wird über Nacht von keinem Unglück heimgesucht." Eine schöne Verheißung, eine Verheißung, die uns wahrscheinlich gar nicht so präsent ist. Aber wenn wir Gott fürchten, dann dürfen wir auch darauf vertrauen, dass Gott uns nicht über Nacht irgendein Unglück, mit einem Unglück überrascht werden lässt.

[6:20] "Hat der Faule seine Hand in die Schüssel gesteckt, so will er sie nicht wieder zum Mund zurückbringen." "Schlage den Spötter, so wird der Unverständige klug." "Weise den Verständigen zurecht, so lässt er sich zur Lehre dienen." "Wer den Vater misshandelt und die Mutter verjagt, der ist ein Sohn, der Schande und Schmach bereitet."

[6:46] "Lass ab davon, auf Unterweisung zu hören, mein Sohn, wenn du von den Worten der Erkenntnis doch abweichen willst." Ja, diese Söhne, die den Eltern nicht gehorchen, die sind auch ein immer wiederkehrendes Bild in den Sprüchen, und es erinnert uns immer wieder an das fünfte Gebot, dass wir Vater und Mutter ehren sollen.

[7:08] "Ein nichtsnutziger Zeuge verhöhnt das Gericht, und der Mund der Gottlosen verschlingt Lügen. Für die Spötter sind Strafgerichte bereit und Schläge für den Rücken der Toren."

[7:22] Kapitel 20. "Der Wein macht zum Spötter, das starke Getränk macht wild, und keiner, der sich damit berauscht, wird weise." Das ist ein großes Plädoyer, dem Alkohol ade zu sagen, denn die Bibel sagt, wann immer du das zu dir nimmst, wird es auf jeden Fall nicht zu deinem Vorteil sein.

[7:40] "Der König ist zu fürchten wie ein brüllender Löwe. Wer sich seinen Zorn zuzieht, verwirkt sein Leben." "Abzulassen vom Streit ist für den Mann eine Ehre." Das heißt, wir eifern – wir sollen nicht im Streit eifern. Wir sollen nicht streiten um des Streites willen, und weil wir jetzt so stolz sind, den Streit nicht einfach sein lassen zu können oder zu wollen. Lieber ist es Gott, wenn wir erstmal gar nicht Streit anfangen, aber wenn wir im Streit gelandet sind, dass wir dann auch sagen können: "Komm, lass uns den Streit begraben." Jeder Narr aber stürzt sich hinein in den Streit.

[8:18] "Im Herbst will der Faule nicht pflügen; begehrt er dann zur Erntezeit, so ist nichts da." "Tiefes Wasser ist das Vorhaben im Herzen eines Mannes; ein verständiger Mann aber schöpft es aus." Das heißt, wenn ich Pläne habe und die Pläne sind ja Tiefwasser hier, die Vorhaben, und sie umsetzen, dann ist es etwas Gutes.

[8:40] "Die meisten Menschen rühmen ihre eigene Güte; wer findet aber einen treuen Mann? Einen wahrhaftigen Mann. Ein Gerechter, der in seiner Lauterkeit wandelt – wohl seinen Kindern nach ihm!" "Ein König, der auf dem Richterstuhl sitzt, findet mit seinen Augen jeden Bösen heraus." So ist auch Gott. Gott hat Augen, die alles sehen. "Wer kann sagen: Ich habe mein Herz geläutert, ich bin rein geworden von meiner Sünde?" Niemand kann das sagen, nicht wahr?

[9:12] Letzter Vers. "Zweierlei Gewicht und zweierlei Maß sind beide dem Herrn ein Gräuel." Gott möchte nicht, dass wir mit zweierlei Maß messen, dass wir den einen anders behandeln als den anderen, nur weil der eine uns näher steht als der andere. Gott möchte, dass wir immer die gleichen Prinzipien anwenden. Fällt uns manchmal nicht so einfach, und manchmal ertappen wir uns dabei, dass wir zweierlei Maß anwenden. Lasst uns dafür beten, dass Gott uns die Kraft und die Weisheit dazu gibt, es so zu tun, wie er es tun würde.

[9:42] Lieber Herr Jesus, wir bitten immer wieder darum, dass wir so werden wie du, dass wir dir ähnlicher werden. Und das schließt auch das ein, dass wir gerecht richten und dass wir auch die Person nicht ansehen, dass wir Person A genauso behandeln wie Person B, egal in welchem Verhältnis wir zu ihnen stehen. Dass uns das schwerfällt, das wissen wir, und das weißt du noch viel besser. So möchte ich dich bitten, dass du uns dabei hilfst, gerecht zu sein und nach Prinzipien zu handeln und Prinzipien treu zu sein. In deinem Namen bitte ich das. Amen.

[10:15] [Musik]


Lizenz

Copyright ©2026 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.