Dieses Video aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ mit Rabea Kramp beleuchtet Sprüche 30:10-31:5. Es behandelt die Eigenschaften einer gottlosen Generation, die Unersättlichkeit der Habgier und die Weisheit, die in der Tierwelt zu finden ist. Zudem betont Kramp die Bedeutung der Selbstbeherrschung im Umgang mit Zorn und die Warnung vor Alkohol, insbesondere für Gläubige, die als „Könige und Priester“ berufen sind.
Gott auf (m)einer Seite: Sprüche 30:10-31:5
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, SprüchePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Wir lesen heute, beenden Sprüche 30 und beginnen Sprüche 31. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:42] Herr Jesus, du hast uns ein Gewissen gegeben, und dieses Gewissen ist ja ein Instrument des Heiligen Geistes, mit dem du zu uns sprichst und mit dem du uns auch die Dinge überführst, die wir in unserem Leben nicht mehr haben sollten. Mach unser Gewissen empfänglich und weich für deine Stimme und sprich zu uns. Und hab Dank, dass auch dein Wort heute zu uns sprechen möchte. Amen.
[1:12] Wir beginnen Sprüche 30 ab Vers 10. Wir sind immer noch in den Worten Agurs. „Verleumde keinen Knecht bei seinem Herrn, damit er dich nicht verflucht und du es büßen musst. Es gibt ein Geschlecht, das seinen Vater verflucht und seine Mutter nicht segnet; ein Geschlecht, das rein ist in seinen eigenen Augen und doch von seinem Kot nicht gewaschen ist; ein Geschlecht mit was für hohen Augen und erhabenen Augenlidern; ein Geschlecht, dessen Zähne Schwerter und dessen Gebisse Messer sind, um die Elenden aus dem Land wegzufressen und die Armen aus der Mitte der Menschen.“ Agur spricht hier von einem Geschlecht oder einer Gesellschaft, die ganz viele Prinzipien auslebt, die nicht nach den Prinzipien Gottes funktionieren, und am Ende wird dieses Geschlecht zugrunde gehen wegen dieser bösen Charaktereigenschaften und Prinzipien.
[2:16] „Der Blutegel hat zwei Töchter: Gib her, gib her! Drei Dinge werden nimmersatt, vier sagen: Es ist genug! Das Totenreich, der verschlossene Mutterleib, die Erde, die vom Wasser nicht satt wird, und das Feuer, das nie spricht: Es ist genug!“ Der Blutegel, der zwei Töchter hat, die beide heißen: Gib her, gib her! Das ist anscheinend die Habgier. Und die Bibel verurteilt an vielen Stellen die Habgier, die so raffgierig ist wie ein Blutegel, der auch saugt, bis er zu groß wird. Und die Dinge, die hier auch nimmersatt werden und bei denen es nie genug ist, die werden hier aufgezählt: Das Totenreich, das ja immer wieder Tote aufnimmt, denen gestorben wird jeden Tag; der verschlossene Mutterleib, das heißt eine unfruchtbare Frau; die Erde, die vom Wasser nicht satt wird – die Erde kann immer wieder Wasser aufsaugen und es wird immer wieder darin einsickern; und das Feuer, das genauso verschlingt.
[3:35] Weiter heißt es: „Ein Auge, das den Vater verspottet und es verachtet, der Mutter zu gehorchen, das werden die Raben am Bach aushacken und die Jungadler fressen es.“ Auch wieder ein Hinweis auf das fünfte Gebot, Vater und Mutter zu ehren. „Drei Dinge sind mir zu wunderbar, ja vier begreife ich nicht.“ Ihr merkt schon, diese Wendung benutzt der Agur häufig: „Drei Dinge verstehe ich nicht, vier sind mir so wunderbar.“ Es kommt häufig vor und ist auch eine Redewendung, die wir auch an anderen Stellen der Bibel finden. „Den Weg des Adlers am Himmel, den Weg der Schlange auf einem Felsen, den Weg des Schiffes mitten im Meer und den Weg des Mannes zu einer jungen Frau.“ Das sind die vier Dinge, die der Agur nicht begreift. Und es sind vier Dinge in vier verschiedenen Sphären: Der Adler in der Luft, die Schlange auf der Erde, das Schiff auf dem Meer und der Mann auf dem Weg zu einer Jungfrau ist noch eine ganz andere Ebene, die Gefühlsebene. Und alle diese Dinge sind ihm zu hoch. Und so kann es auch uns gehen, wenn wir im Leben Dinge nicht verstehen, weil sie uns einfach zu hoch sind. Und es darf auch im Leben so sein, dass wir Dinge lassen. Es gibt auch im Glaubensleben Dinge, die wir einfach stehen lassen müssen, die wir nicht bis ins Letzte erforschen können. Und Gott sagt auch, wir sollen gar nicht uns gedanklich noch weiter manchmal hinauswagen, weil das so heiliger Boden ist, auf dem wir uns bewegen, dass wir nicht mit unserem menschlichen, begrenzten Verstand manches erforschen können, zum Beispiel die Natur Jesu oder der Heilige Geist. Es sind Bereiche, die wir so akzeptieren müssen, wie die Bibel sie uns lehrt. Aber irgendwann ist dann auch zu Ende mit unserem begrenzten Verstand.
[5:24] „Ihm so unbegreiflich ist mir der Weg einer Ehebrecherin: Sie isst und wischt ihr Maul und spricht: Ich habe nichts Böses getan.“ Ja, eine Frau, die kein Gewissen hat, die abgestumpft ist in gewisser Hinsicht, die einfach ja, Ehebruch begeht und das gar nicht mehr als etwas Schlimmes betrachtet. „Unter drei Dingen zittert ein Land und unter vieren ist es ihm unerträglich: nämlich unter einem Knecht, wenn er zur Königsherrschaft kommt; unter einem schändlichen Narren, wenn er mit Brot gesättigt ist; und einer Verschmähten, wenn sie zur Frau genommen wird; unter einer Magd, wenn sie ihre Herrin beerbt.“ Das sind alles Dinge, unter denen zittert ein Land. Das sind unverhältnismäßige Dinge, die ja ganz natürlich sind.
[6:14] „Diese vier sind die Kleinsten im Lande und doch sind sie überaus weise.“ Und jetzt haben wir ein paar Beispiele aus dem Tierreich: „Die Ameisen, kein starkes Volk, aber sie sammeln im Sommer ihre Speise.“ Ameisen sind bekannt für ihren Fleiß. „Die Klippdachse, kein mächtiges Volk, aber sie setzen ihr Haus auf den Felsen.“ Das heißt, sie sind klug, das Haus auf den Felsen zu bauen. „Die Heuschrecken, sie haben keinen König und doch ziehen sie alle in geordneten Scharen aus.“ Heuschrecken haben einen großen Zusammenhalt, sie sind gesellschaftsfähige Tiere. „Die Eidechse, du kannst sie mit Händen fangen und dennoch findet sie sich in den Palästen der Könige.“ Ja, die Eidechse findet ihren Weg in die Häuser und man weiß gar nicht wie, aber sie ist überall zu finden und findet überall ihren Weg.
[7:07] „Diese drei haben einen schönen Gang und vier schreiten stattlich einher: Der Löwe, der Held unter den Tieren, er weicht vor nichts zurück; der Hahn, der Ziegenbock und der König, der mit seinem Heer zieht.“ Diese vier Dinge sind ja Dinge, die einen schönen Gang haben. „Bist du töricht gewesen und stolz oder hast du böse Pläne gemacht, so lege die Hand auf den Mund.“ Das ist ein ganz interessanter Ratschlag, den die Bibel hier gibt: Wenn ich in meinem Herzen erkenne, ich bin stolz gewesen, ich habe dumm gehandelt, ich habe schlechte Dinge getan, dann ist es lieber besser, darüber zu schweigen und nicht noch das Große in die Welt hinausposaunen. Ich kann es Gott sagen, aber ich muss es nicht noch größer machen, indem ich es anderen sage. Die Begründung folgt: „Schlägt man die Milch, so gibt es Butter; und drückt man die Nase, so gibt es Blut; und schlägt man den Zorn, so gibt es Streit.“ Und immer wieder finden wir in den Sprüchen den Ratschlag, dass wir deeskalierend sein sollen, dass wir nicht Dinge, die ja ungut sind, noch an die Oberfläche kehren, damit wir noch mehr Aufsehen erregen, sondern lieber die Dinge klein halten, sie Gott übergeben, Vergebung bekommen, aber nicht noch mehr Streit damit anrichten.
[8:36] Wir beginnen das letzte Kapitel des Buches Sprüche, Kapitel 31. „Worte Lemuel, Worte des Königs Lemuel, die Lehre, die seine Mutter ihm gab: Was soll ich dir raten, mein Sohn? Was du, Sohn meines Leibes? Ja, was du, Sohn meiner Geliebten? Gib nicht den Frauen deine Kraft noch deine Wege denen, die Könige verderben.“ „Es ziemt sich für Könige nicht, Lemuel, es ziemt sich für Könige nicht, Wein zu trinken, noch für Fürsten der Hang zu starkem Getränk.“ Die Bibel macht ganz deutlich, dass Alkohol und der Genuss von Alkohol nichts Gutes ist. Sie meint hier die Könige. Lemuel ist hier ein König. Aber wir wissen aus der Bibel, aus dem Petrusbrief, noch aus den Mosebüchern, dass auch wir zu Königen und Priestern berufen sind. Und wenn wir Könige und Priester sind, dann ist Alkohol für uns nichts Gutes. Und Gott möchte, dass wir uns da, dass wir das meiden. „Sonst können sie über das Trinken das vorgeschriebene Recht vergessen und die Rechtssache aller geringen Leute verdrehen.“ Der Alkohol betäubt unser Denken und schraubt unser Gewissen und unser, ja, unser Empfinden für Redlichkeit und für gute Dinge herunter. Und dadurch können wir die Rechtssache der geringen Leute verdrehen. Und Könige sind ja dazu berufen, auch Recht zu sprechen, zu richten. Und auch wir wissen, dass wir eines Tages mit Jesus im Gericht über die Gottlosen richten werden. Und so ist es nicht angeraten für uns, dass wir uns dieser Sucht hingeben. Gott möchte, dass wir das meiden und davon Abstand nehmen.
[10:30] Lasst uns darum beten. Ja, du hast in der Bibel viele Dinge aufgezählt, von dem wir Abstand nehmen sollen. Eine Sache davon ist der Alkohol. Aber insgesamt sollen wir uns von bösen Dingen fernhalten. Gib uns die Kraft dazu, dass wir dir in diesen Dingen gehorsam sind, dass wir nur das konsumieren und in Anspruch nehmen, was du auch für uns vorgesehen hast, damit wir dir gehorsam sind und dahin wandeln. In deinem Namen danke ich dafür. Amen.
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