In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp Sprüche 4,15-5,19. Sie betont die Notwendigkeit, das Herz zu behüten und den geraden Pfad des Gerechten zu wählen, der immer heller wird. Ein Schwerpunkt liegt auf der eindringlichen Warnung vor Unzucht und Ehebruch, wobei die Bibel die Ehe als heilige Verbindung preist und zur Treue aufruft, um Enttäuschung und Verderben zu vermeiden.
Gott auf (m)einer Seite: Sprüche 4:15-5:19
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: SprüchePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:00] [Musik]
[0:19] Hmm.
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“. Wir lesen heute zusammen die Seite 674, möchten Sprüche 4 beenden und Sprüche 5 beginnen. Und bevor wir das tun, wollen wir gemeinsam beten.
[0:44] Lieber Vater im Himmel, ja, ich bitte dich, dass dein Wort heute in unser Herz dringt, dass es uns überführt von den Sünden, die wir in unserem Herzen und in unserem Leben haben. Herr, gib, dass unsere Herzen offen und bereit sind, damit wir die Botschaft heute empfangen, die du für uns vorbereitet hast.
[1:10] Wir beginnen Sprüche 4, Vers 15. Und es geht hier um den Weg der Bösen. Da heißt es nämlich: „Meide ihn, überschreite ihn nicht einmal, weiche davon und gehe vorüber.“ Wenn wir an einer Wegmarke stehen – und das stehen wir immer dann, wenn Versuchungen an uns herantreten –, dann haben wir die Wahl zwischen dem richtigen Weg und dem falschen Weg. Und dann sagt die Bibel zu uns: „Überschreite ihn nicht einmal, weiche davon, gehe vorüber, guck nicht mal dahin, gehe weg.“
[1:45] „Denn sie schlafen nicht, wenn sie nicht Böses getan haben. Der Schlummer flieht sie, wenn sie niemand zu Fall gebracht haben.“ Gemeint sind die Bösen. „Denn sie essen gesetzlos erworbenes Brot und trinken gewaltsam erpressten Wein. Aber der Pfad des Gerechten ist wie der Glanz des Morgenlichts, das immer heller leuchtet bis zum vollen Tag.“
[2:10] Das ist ein wirklich zentraler Gedanke der Bibel, dass der Pfad der Gerechten ein helles Licht ist, der immer heller und heller und heller wird.
[2:22] Ein gutes Beispiel dafür ist die Zeit der Reformation gewesen. Wir können sehr gut in der Geschichte nachvollziehen, wie die Reformation langsam begann, die in die Finsternis des Mittelalters, wo wirklich die Umnachtung um sich gegriffen hat. Das Wort Gottes verboten wurde, weil die Bibel nicht gelesen werden durfte, nur von den Klerikern. Diese natürlich eigenwillig ausgelegt haben und den einfachen Menschen verboten haben. Und dann haben einige Männer angefangen, die Bibel wieder zu lesen, zu übersetzen und sie dem normalen Volk zugänglich zu machen. Und dann können wir sehen, wie immer mehr Licht entstanden ist durch die Jahrzehnte der Reformation.
[3:09] „Der Weg der Gottlosen ist dichte Finsternis. Sie wissen nicht, worüber sie straucheln.“ „Mein Sohn, achte auf meine Worte, neige dein Ohr meiner Rede, lass sie nicht von deinen Augen weichen, bewahre sie im Innersten deines Herzens. Denn sie sind das Leben denen, die sie finden, und heilsam ihrem ganzen Leib.“
[3:35] Die Worte Gottes sind Wohltat für unsere Seele.
[3:41] Und der Vers 23, den wir jetzt lesen werden, ist eine der wichtigsten Verse, finde ich ganz persönlich, in den ganzen Sprüchen: „Mehr als alles andere behüte dein Herz, denn von ihm geht das Leben aus.“
[3:55] Unser Herz ist formbar. Unser Herz ist der Ort des Denkens, dort fällen wir Entscheidungen, entscheiden uns für das Gute oder das Schlechte. Und in der Bibel steht, dass Herz immer für unsere Entscheidungen, für unser Denken, für unser Mindset und welche Entscheidungen wir in unserem Herzen fällen, das ist meistens lebensweisend.
[4:26] Es ist wichtig, dass wir unser Herz bewahren, dass wir es behüten, dass wir einen Zaun aufstellen darum, damit das Böse nicht hineindringt. Gott möchte sein Gesetz in unsere Herzen schreiben, das lesen wir ganz häufig in der Bibel.
[4:45] Es gibt auch dieses kleine Gebet, das viele Kinder auch beten, und ich selbst habe es auch gebetet. Darin heißt es: „Mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein.“ Und das ist nicht nur ein Gebet, was wir als Kinder beten sollten, sondern auch als Erwachsene, denn wir sind genauso oder viel mehr verführbar als Erwachsene als Kinder.
[5:10] Es heißt weiter: „Tu hinweg von dir die Falschheit des Mundes und verdrehte Reden seien fern von dir.“ Es erinnert mich an die 144.000, von denen es heißt in Offenbarung 14,5, dass kein Betrug in ihrem Mund gefunden wurde. „Lass deine Augen geradeaus schauen und deine Blicke auf das gerichtet sein, was vor dir liegt. Mache die Bahn für deinen Fuß gerade und alle deine Wege seien bestimmt. Weiche weder zur Rechten ab noch zur Linken, halte deinen Fuß vom Bösen fern.“
[5:42] Die Bibel kennt den Begriff des schmalen Pfades. Und dass der Weg zum Heil, der Weg zum Himmel, ein schmaler, aber gerader Weg ist. Und die Bibel sagt, dass wir unseren Blick nicht abwenden sollen von dem Ziel, das vor uns liegt. Das ist Jesus und das ist ja die Erlösung. Und die Gefahr besteht, dass wir zur rechten oder zur linken Seite des Pfades hinunterfallen. Das heißt, wir nehmen den Glauben zu lax, oder wir überspannen den Bogen und machen noch mehr Gebote und noch mehr Regeln, als Gott uns schon selbst auferlegt hat. Und beides ist der Bibel fern. Wir sollen nichts hinzufügen, wir sollen aber auch nichts wegnehmen.
[6:27] Wir kommen zu Sprüche 5. Und Sprüche 5 ist ein Kapitel über die Warnung vor Unzucht. Ich habe ganz am Anfang, als wir die Sprüche begonnen haben, gesagt, dass in den ersten Kapiteln von den Sprüchen so die ganzen Themen der Erlösung angesprochen sind. Und wir haben so viele Warnungen und so viele gute Ratschläge, was in unser Leben nicht hineingehört, weil wir sollen diese Dinge meiden, denn sie halten uns davon ab, Jesus wirklich komplett nachzufolgen. Und eine Sache davon ist die Unzucht.
[7:04] „Mein Sohn, achte auf meine Weisheit und neige dein Ohr meiner Belehrung zu, damit du Besonnenheit übst und deine Lippen Erkenntnis bewahren. Denn von Honig triefen die Lippen der Verführerin, und glatter als Öl ist ihr Gaumen. Aber zuletzt ist sie bitter wie Wermut, scharf wie ein zweischneidiges Schwert.“
[7:25] Die Verführerin ist uns schon mal begegnet in den Sprüchen. Und sie steht für eine echte Frau, die wirklich verführt. Sie steht aber natürlich auch für die Sünde. Und am Ende bildet das auch eine Einheit, weil die Verführerin verführt natürlich zur Sünde. Aber interessant ist hier der Gedanke, dass sie uns wie Honig erscheint, dass ihre Lippen wie von Honig triefen. Aber wenn wir davon gekostet haben, dann wird es uns bitter. Und diese Idee kennt die Bibel öfter, dass etwas wie Honig erscheint, aber danach bitter wird. Und das steht für die Enttäuschung. Das heißt, wenn wir der Verführerin nachlaufen, wenn wir ja, Ehebruch begehen oder Unzucht begehen, dann ist es im ersten Moment ein attraktives Unterfangen. Aber wenn wir es getan haben, erwachen wir aus dieser geistigen Umnachtung und prallen bitter auf und sehen, was wir Schlimmes getan und angerichtet haben und sind enttäuscht von uns selber.
[8:25] „Denn ihre Füße steigen hinab zum Tod, ihre Schritte streben nach dem Totenreich zu. Den Pfad des Lebens erwägt sie nicht einmal. Sie geht eine unsichere Bahn, die sie selbst nicht kennt. Und nun hört auf mich, ihr Söhne, und weicht nicht von den Worten meines Mundes. Bleibe fern von dem Weg der Verführerin und nähere dich nicht der Türe ihres Hauses, damit du nicht an andere deine Ehre opferst und deine Jahre dem Grausamen, damit sich nicht die Fremde von deinem Vermögen sättigt und du dich nicht abmühen musst für das Haus eines anderen.“
[9:08] Die Bibel warnt hier vor dem ersten Kontakt, dass wir uns überhaupt nicht einmal auf den Weg der Verführerin begeben. Die Unzucht ist eine große Versuchung, und sie ist eine Versuchung für Männer und auch für Frauen. Und die Bibel warnt hier und sagt: „Tut es nicht, fallt nicht hin zur Unzucht, geht nicht Verkehr mit – also intimen Verkehr mit Menschen ein, die euch nur zum Bösen sind oder mit denen ihr nicht verheiratet seid.“ Das ist eine große Sünde, vor der Gott uns warnt und davor bewahren möchte. Und ihr habt schon gemerkt, dass die Bibel hier ganz viele Gründe gibt: „Damit du nicht deine Ehre opferst oder damit du nicht dein Vermögen verlierst.“
[10:04] Weiter heißt es in Vers 11: „Damit du nicht seufzen musst bei deinem Ende, wenn dir dein Leib und Leben hinschwinden.“ Das heißt, wenn wir am Ende unseres Lebens sind, damit wir nicht mit Reue auf unser Leben zurückblicken und sagen: „Hätte ich das alles nicht getan.“ Und sagen muss: „Warum habe ich doch die Zucht gehasst? Warum hat mein Herz die Zurechtweisung verachtet? Ich habe nicht gehört auf die Stimme meiner Lehrer und meinen Lehrmeistern kein Gehör geschenkt.“
[10:36] Dieser Vers, der sagt, dass wir nicht auf unsere Lehrer gehört haben – und die Eltern sind ja auch unsere Lehrer –, der sozusagen der Counterpart, der Gegenpart zu Psalm 119, Vers 99, wo es heißt: „Ich bin klüger geworden als alle meine Lehrer.“ Wenn ich auf meine Lehrer höre und die Weisheit in mein Leben lasse, dann werde ich klüger. Aber wenn ich nicht auf sie höre, dann laufe ich ins Verderben. „Fast wäre ich gänzlich ins Unglück geraten mitten in der Versammlung und der Gemeinde.“
[11:10] Also, man kann mitten in der Gemeinde stehen, man kann mitten im gläubigen Leben stehen und trotzdem dieser Verführerin der Unzucht anheimfallen.
[11:20] „Trink Wasser aus deiner eigenen Zisterne und Ströme aus deinem eigenen Brunnen.“
[11:25] Das steht natürlich für den eigenen Ehepartner. Der für die eigene Zisterne steht. Viele suchen außerhalb der Ehe Glück, in der Unzucht ihr vermeintliches Glück und vergessen, dass wir zu Hause eine ganz eigene Zisterne haben, die ihnen gehört, die ihnen ein Segen ist.
[11:47] „So sollen sich deine Quellen auf die Straße ergießen, deine Wasserbäche auf die Plätze?“ Das ist die Frage, die die Bibel stellt: „Willst du deine eigene Quelle, deine eigene Zisterne opfern für deine eigene verdorbene Lust? Sie sollen dir allein gehören und keinem Fremden neben dir. Deine Quelle sei gesegnet und freue dich an der Frau deiner Jugend, der liebliche Hinde, der anmutigen Gämse. Ihr Busen sollte dich allezeit sättigen, von ihrer Liebe sollst du stets entzückt sein.“
[12:20] Es ist ein wunderschönes Bild für die Ehe, die die Bibel hier zeichnet. Die Ehe soll bewahrt werden, es ist eine heilige Verbindung. Und wir sollen unseren Ehepartner schätzen und uns immer daran erinnern, wie es angefangen hat, an unsere erste Liebe. Die Bibel kennt dieses Bild der ersten Liebe auch im geistlichen Sinne, aber hier wird es benutzt für die Ehe. Schätzt euren Ehepartner, sagt ihm jeden Tag, dass ihr ihn gern habt und freut euch an ihm, damit ihr nicht der Verführerin nachlauft und nicht in großes Verderben geratet.
[12:58] Es ist ein sehr spezifisches Kapitel, aber auch ein wichtiges, weil es uns alle angeht, weil viele damit zu kämpfen haben mit der Unzucht und mit schlechten Gedanken, die uns verführen, auch im Geiste verführen und Unzucht zu begehen, was genau das Gleiche ist, als wenn wir es in Realität tun. Lasst uns dafür beten, dass Gott uns dabei hilft.
[13:22] Lieber Vater im Himmel, unser Herz ist formbar, unser Herz ist verführbar, leider. Und ich möchte dich bitten, dass du uns alle bewahrst davor, dass wir unser Herz an Dinge hängen, die nicht hineingehören. Dass du uns bewahrst vor Unzucht, vor Ehebruch und vor Untreue. Denn du bist ein treuer Gott, du stehst immer zu uns. Und so wollen wir dich bitten, dass wir, wenn wir verheiratet sind, dass wir treu zu unserem Ehepartner stehen. Amen.
[13:53] [Musik]
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