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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp den Kontrast zwischen der verführerischen Sünde in Sprüche 7 und der göttlichen Weisheit in Sprüche 8. Sie betont, wie die Weisheit, die als Jesus Christus identifiziert wird, laut ruft und ein unvergängliches Erbe sowie wahre Fülle verspricht. Der Abschnitt über die Selbstoffenbarung der Weisheit wird als eindrückliche Beschreibung von Jesu ewiger Existenz und seiner Rolle als Schöpfer hervorgehoben.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Wir lesen heute zusammen die Seite 677. Wir wollen den kleinen Schluss von Kapitel 7 lesen und Kapitel 8, das wunderbare Kapitel 8, beginnen und um Gottes Gnade und Weisheit und seinen Heiligen Geist bitten. Lieber Herr Jesus, ja, wir bitten dich, dass du uns durch die nächsten Verse führst, dass du uns hilfst, sie richtig zu verstehen, weil wir wissen, dass viele Menschen sie auch falsch deuten und falsch verstehen. Und ich bitte, dass du uns wirklich, ja, sie aufschließt durch den Schlüssel des Heiligen Geistes, und dafür danke ich dir. Amen.

[1:10] Wir haben noch zwei Verse von Kapitel 7 übrig, ab Vers 26: "Denn sie hat viele verwundet und zu Fall gebracht, und gewaltig ist die Zahl derer, die sie getötet hat." Gemeint ist die Verführerin. "Ihr Haus ist der Eingang zum Totenreich, der hinabführt zu den Kammern des Todes." Wenn wir der Verführerin, der Sünde, hinterherlaufen, dann bedeutet das für uns Untergang. Und der Kontrast dazu, den sehen wir jetzt in Kapitel 8, denn die Sprüche kennen immer die Kontraste, es ist ein Buch der Kontraste. Und wir wollen uns jetzt mit der Weisheit beschäftigen, die Jesus darstellt.

[1:52] "Ruft nicht die Weisheit laut und lässt nicht die Einsicht ihre Stimme hören? Oben auf den Höhen, draußen auf dem Weg, mitten auf den Plätzen hat sie sich aufgestellt. An der Seite der Tore, am Ausgang der Stadt, beim Eingang der Pforten ruft sie laut: 'An euch, ihr Männer, ergeht mein Ruf, und meine Stimme an die Menschenkinder! Ihr Unerfahrenen, werdet klug, und ihr Toren, gebraucht den Verstand! Hört, denn ich habe Vortreffliches zu sagen, und meine Lippen öffnen sich für aufrichtige Rede. Mein Mund redet Wahrheit, und meine Lippen verabscheuen Gottlosigkeit. Alle Reden meines Mundes sind gerecht, es ist nichts Verkehrtes noch Verdrehtes darin.'"

[2:38] Die Weisheit ruft laut. Das hatten wir zu Beginn der Sprüche schon einmal gelesen. Die Stimme, mit der Jesus ruft, das Evangelium, das ist eine laute Stimme. Das heißt, niemand kann am Ende seines Lebens behaupten, er hätte diese Stimme nicht gehört, ihm wäre das Evangelium nicht begegnet, und sei es in der Natur, die zu ihm gesprochen hat, die die Wunder Gottes offenbart hat. Wenn wir aufrichtige Herzen haben, und die Sprüche kennen das Wort Aufrichtigkeit sehr gut, dann werden wir Gott erkennen, auch wenn uns vielleicht niemand von Gott erzählt hat. Dann können wir an den Werken Gottes, die für sich sprechen und für Gottes Macht sprechen, Gott erkennen. Und die Weisheit hat Vortreffliches zu sagen, sie hat eine gute Botschaft, denn das Evangelium ist die gute Botschaft.

[3:31] Es heißt weiter: "Den Verständigen sind sie alle klar, und wer Erkenntnis sucht, findet sie richtig. Nehmt meine Unterweisung an und nicht Silber, und Erkenntnis lieber als feines Gold. Weisheit ist besser als Perlen, und alle Kostbarkeiten sind nicht zu vergleichen mit ihr. Ich, die Weisheit, wohne bei der Klugheit und gewinne die Erkenntnis wohl durchdachter Pläne. Die Furcht des Herrn bedeutet, das Böse zu hassen. Stolz und Übermut, den Weg des Bösen und einen verkehrten Mund hasse ich."

[4:22] Wenn wir Gott fürchten, dann hassen wir das Böse. Gott zu fürchten heißt, so wie wir gestern so schön gelesen haben, die Gebote als unseren Augapfel zu betrachten, die Gebote ganz obenan zu stellen und selbst zu beachten. Und wenn wir das tun, dann werden wir keine Gemeinsamkeit mit dem Bösen haben und auch nicht haben wollen. Und Stolz und Übermut und einen verkehrten Mund hasst die Weisheit, und es gibt keine Gemeinschaft mit diesen Dingen von ihr.

[4:54] "Rat und Tüchtigkeit sind mein, ich bin die Einsicht, mein ist die Kraft. Durch mich herrschen die Könige und Fürsten erlassen gerechte Verordnungen. Durch mich regieren Herrscher und die Edlen, alle Richter auf Erden."

[5:08] Alles Gute, was Menschen tun, und seien sie auch nicht gläubig, kommt trotzdem von Gott. Kein Mensch kann etwas Gutes tun, ohne dass Gott es hineingibt. Und so sagt die Bibel hier auch, dass all das, was auch die Könige und Herrscher an guten Ordnungen, Verordnungen erlassen, das kommt von mir, das kommt von der Weisheit. Die Bibel sagt an anderer Stelle, dass Gott die Könige einsetzt und absetzt, die Obersten einsetzt und absetzt. Das heißt, dass wir auch wissen dürfen, dass Gott auch diese Menschen, die ganz oben stehen in der Hierarchie, leitet, selbst wenn sie gar nicht gläubig, bekennende Gläubige sind.

[5:52] Es heißt weiter: "Ich liebe die mich lieben, und die mich eifrig suchen, finden mich." An Jeremia, wo es heißt: "Wer mich von ganzem Herzen sucht, der wird mich auch finden." "Reichtum und Ehre kommen mit mir, bleibende Güte und Gerechtigkeit. Meine Frucht ist besser als Gold, ja, feines Gold, und was ich einbringe, übertrifft auserlesenes Silber. Ich wandle auf dem Weg der Gerechtigkeit, mitten auf den Pfaden des Rechts, damit ich denen, die mich lieben, ein wirkliches Erbteil verschaffe und ihre Schatzkammern fülle."

[6:38] Wir haben hier ganz toll diesen Kontrast: Von der Weisheit werden wir reich, reicher als von Gold, Silber, Perlen und anderen Schätzen. Aber wenn wir der Verführerin nachlaufen, dann werden wir arm, dann verlieren wir alles, dann haben wir kein Erbe mehr. Ein ganz beeindruckender Kontrast, wie ich finde, dass wir hier wissen dürfen: Wenn wir der Weisheit anhängen, wenn wir auf Jesus schauen, wenn wir uns anklammern, dann wird uns ein Erbe zuteilwerden. Und das Erbe ist nicht nur das ewige Leben, sondern auch ein Leben in Fülle im Himmel und auf der neuen Erde später, auf der wir alles haben können, was wir uns nur erträumen. Und was ist alles andere wert im Gegensatz dazu, dass wir das ja geschenkt bekommen von Gott?

[7:25] Jetzt geht es um die Selbstoffenbarung ab Vers 22, Selbstoffenbarung der Weisheit: "Der Herr besaß mich am Anfang seines Weges, ehe er etwas machte, vor aller Zeit. Ich war eingesetzt von Ewigkeit her, vor dem Anfang, vor dem Ursprung der Erde. Als noch keine Fluten waren, wurde ich geboren, als die wasserreichen Quellen noch nicht flossen. Ehe die Berge eingesetzt wurden, vor den Hügeln, wurde ich geboren, als er die Erde noch nicht gemacht hatte und die Fluren, die ganze Summe des Erdenstaubes. Als er den Himmel begründete, war ich dabei, als er einen Kreis abmaß auf der Oberfläche der Meerestiefe, als er die Wolken droben befestigte und die Festigkeit gab den Quellen der Meerestiefe, als er dem Meer seine Schranke setzte, damit die Wasser seinem Befehl nicht überschritten, als er den Grund der Erde legte, da war ich Werkmeister bei ihm, war Tag für Tag seine Wonne und freute mich vor seinem Angesicht allezeit."

[8:27] Dieser Abschnitt ist ein unglaublich wichtiger Abschnitt, wenn es um Jesus geht. Jesus ist die Weisheit, und diese Verse beschreiben auf eindrückliche Weise, dass Jesus von Ewigkeit her ist. Er war von Ewigkeit her mit dem Vater zusammen. Er ist nicht später entstanden oder gezeugt oder geboren worden. Jesus war bei allem dabei, Jesus, der Schöpfer nicht nur von der Erde, sondern auch von anderen Dingen im Universum. Und von Ewigkeit her ist Gott Dreieinigkeit, sind die drei Personen der Gottheit gewesen. Und das wollen wir uns zu Herzen nehmen, dass wir diese Dinge ja wirklich ernst nehmen. Wir können sie nicht bis ins Letzte ergründen. Selbst im Himmel werden wir immer noch dazulernen und immer noch versuchen zu verstehen, wie Gott ist und seine Liebe auf Ewigkeit erforschen. Und darauf freue ich mich, dass wir das tun können und dass Gott uns die Gelegenheit dazu geben wird. Lasst uns beten.

[9:27] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du so tief bist, dass wir mit unseren Gedanken, die so beschränkt sind, gar nicht bis nach unten und gar nicht bis ins Tiefe vordringen können und immer noch davon lernen und darin forschen können, selbst wenn wir eines Tages im Himmel sein werden. Hilf uns, dass wir dir vertrauen, da wo unser Verstand beschränkt ist, und dass wir dir vertrauen, dass du uns liebst und uns Gutes möchtest. In deinem Namen. Amen.

[9:56] [Musik]


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