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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt wird der Prophet Zefanja und seine Botschaft vorgestellt. Zefanja lebte kurz vor der Zerstörung Jerusalems und seine Worte sind eine ernste Warnung vor Gottes Gericht wegen Götzendienst und Ungehorsam. Die Predigt betont die Notwendigkeit, still vor Gott zu werden und seine Stimme auch in Gerichtsbotschaften zu hören. Sie fordert dazu auf, sich von falschen Götzen abzuwenden und Gottes Maßstäbe im Leben wieder Raum zu geben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 967. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns lieb hast, danke, dass du für uns da bist, dass du unsere Kraft bist. Das sind allen Schwierigkeiten und allen Nöten, die wir persönlich oder in dieser Welt erleben, dass wir uns auf dich verlassen können und dass du für Gerechtigkeit sorgen wirst, wenn Jesus Christus wiederkommt. Wir möchten dich bitten, dass du heute durch dein Wort zu uns sprichst, dass wir Kraft tanken können für den Alltag und Weisheit bekommen können für alle Entscheidungen, die wir brauchen an diesem Tag. Sei du jetzt unser Lehrer, sprich durch dein Wort zu uns durch den Heiligen Geist, der in diesem Wort durch die Inspiration ja zu uns spricht. Was bitten wir alles im Namen Jesu. Amen.

[1:37] Wir beginnen heute mit dem Propheten Zefanja. Noch einer dieser sogenannten kleinen Propheten, der allerdings ebenfalls eine sehr beeindruckende, noch herausfordernde Botschaft an uns hat. Ein Prophet mit einem kurzen, kleinen Buch. Zefanja lebte kurz vor der Zerstörung Jerusalems, kurz vor den Wegführungen nach Babylon. War also ein Zeitgenosse von Jeremia. Wir lesen in Zefanja 1, Vers 1: "Das Wort des Herrn, das geschah dem Propheten Zefanja, dem Sohn des Kuschis, des Sohnes Gedaljas, des Sohnes Amaryas, des Sohnes Hiskias, in den Tagen Josias, des Sohnes Amons, des Königs von Juda."

[2:30] "Ich will alles vom Erdboden gänzlich wegwerfen", spricht der Herr. "Ich will wegwerfen Menschen und Vieh, ich will wegwerfen die Vögel des Himmels und die Fische im Meer und die Ärgernisse samt den Gottlosen. Und ich will die Menschen vom Erdboden vertilgen", spricht der Herr.

[2:49] Das Buch Zefanja endet mit einer geradezu vernichtenden Botschaft. Interessant, es wird ganz anders enden, aber es beginnt mit einer Botschaft, die uns mit dieser Wortwahl eigentlich so ein bisschen auch an die Sintflutgeschichte am Anfang von 1. Mose erinnert, wo Gott auch fast alles hinweggerafft hat. Nur Noah und alle, die mit ihm in der Arche waren, wurden gerettet. Offensichtlich sind die Zustände in Israel und nicht nur in Israel, auch in der ganzen Welt zur Zeit von Zefanja ähnlich schlimm gewesen, wie sie eigentlich auch vor der Sintflut gewesen sind. Zumindest ist diese Anspielung nicht von der Hand zu weisen.

[3:35] "Und ich will meine Hand ausstrecken gegen Juda und gegen alle Bewohner von Jerusalem und will von diesem Ort den Überrest des Baals, den Namen der ganzen Diener samt den Priestern ausrotten. Der Götzendienst hat Israel verführt, der Götzendienst hat Israel ins Unglück gestürzt, und Gott wollte davon nichts mehr wissen."

[4:00] Auch die, welche auf den Dächern das Heer des Himmels anbeten, samt denen, die den Herrn anbeten und bei ihm schwören, zugleich aber auch bei ihrem König schwören, und die, welche abweichen von der Nachfolge des Herrn und weder den Herrn suchen noch nach ihm fragen. Hier wird ganz deutlich, dass Menschen, die von Gott abfallen, Menschen, die sich nicht für Gott interessieren und die ihren Götzen nachlaufen – seien das jetzt materielle Götzen oder ideelle Götzen, die sind in unserer heutigen Zeit immer noch mehr als genug – Menschen, die ohne Gott leben wollen und sich von Gott distanzieren, die laufen in ein fatales Schicksal, in eine schlimme Katastrophe.

[4:43] "Seid still vor dem Angesicht Gottes, des Herrn, denn nahe ist der Tag des Herrn! Denn der Herr hat ein Schlachtopfer zubereitet, er hat seine Geladenen geheiligt."

[4:59] Diese Aufforderung: "Seid still vor dem Angesicht Gottes" – die wollen wir uns zu Herzen nehmen. Auch dann, ja gerade auch dann, wenn Gott mit einer Gerichtsbotschaft zu uns bzw. zu der ganzen Welt spricht. Das Beste, was wir tun können, ist, still zu sein, vor Gott hinzuhören, zu hören, ob das, was er sagt, nicht vielleicht auch mich ganz persönlich meint. Hinzhören, um in der Stimme der Gerichtsbotschaft die Stimme der Liebe und der Einladung des Evangeliums zu hören. Still zu werden, dass nicht mehr unsere Pläne und Gedanken, sondern Gottes Gedanken und Gottes Pläne und Gottes Maßstäbe in unserem Leben wieder die Oberhand gewinnen können.

[6:00] "Und es wird geschehen am Tag des Schlachtopfers des Herrn, dass ich die Fürsten und die Königssöhne strafen werde und alle, die sich in fremde Gewänder hüllen. Auch werde ich an jedem Tag diejenigen, alle diejenigen strafen, welche über die Schwelle springen, die das Haus ihres Herrn mit Frevel und Betrug erfüllen." Arbeit, Glaube und Arbeit – gläubische Praktiken haben in einer Beziehung mit Gott nichts zu suchen.

[6:27] "An jedem Tag spricht er her mit einem Geschrei vom Fischervorort erscheinen und ein Geheul vom zweiten Stadtteil her und ein großes Krachen von den Hügeln her. Heult, die im Magdeburg wohnt, denn das ganze Krämer Volk ist vernichtet. Alle geldgetriebenen sind ausgerottet."

[6:43] "Und es wird geschehen, dass ich zu jener Zeit Jerusalem mit Leuchten durchsuchen werde, und ich will die Leute heimsuchen, die auf ihren Häfen liegen, indem sie in ihrem Herzen sagen: Der Herr wird weder Gutes noch Böses tun."

[6:57] Wenn wir glauben, dass wir unser Leben einfach so leben können, wie wir wollen, und Gott wird nicht eingreifen, er wird nichts Gutes tun, er wird doch nichts Böses tun, wenn wir den Eindruck haben oder uns selbst belügen, dass Gott einfach indifferent unser Leben nicht eingreifen wird, dann werden wir uns schwer täuschen. Gott greift in unser Leben ein. Gott wird sich bemerkbar machen. Die Frage ist nur: Kann er sich bemerkbar machen auf eine Art und Weise, dass es zu unserem Besten ist? Kann er den Segen unseres Lebens ausschütten, den er eigentlich möchte? Aber wehe uns, wenn wir glauben, dass Gott keine Notiz von unserem Leben nimmt oder sich nicht für uns und das, was wir getan haben, interessiert.

[7:44] "Ihr Vermögen soll der Plünderung anheimfallen und ihre Häuser der Verwüstung. Sie werden Häuser bauen und nicht darin wohnen, Weinberge pflanzen und keinen Wein davon trinken." Das ist genau diese Sprache, die man dann angesprochen wird, wenn das Volk den Fluch erlebt, weil es gegen Gottes Gebote ungehorsam gewesen ist.

[8:05] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, bitte wecke uns auf und zeig uns, wo wir gegen dich sündigen und wo wir Götzen festgehalten haben und immer noch festhalten. Und zeig uns, dass wir nicht so einfach von Sinn leben können, sondern dass wir mit dir rechnen müssen, dass wir damit rechnen müssen, dass du unser Leben einen Geist und das ist ein Gericht gibt, ein gerechtes Gericht. Herr, gib, dass wir nicht schlafen, sondern erkennen, dass wenn du sprichst, du uns meinst. Und Herr, lass uns still werden vor dir. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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