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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt wird der prophetische Text Zefanja 1:14-2:15 beleuchtet. Christopher Kramp erklärt die drastischen Warnungen vor Gottes Gerichtstag und die Konsequenzen für Sünde und Ungerechtigkeit. Gleichzeitig wird die Hoffnung auf Wiederherstellung und Rettung für diejenigen betont, die Gott suchen, Demut zeigen und nach Gerechtigkeit streben. Die Botschaft unterstreicht, dass wahre Sicherheit nicht in weltlichen Besitztümern, sondern in einer Beziehung zu Gott liegt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seiten 968. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir wollen heute Stille werden vor dir, von allem Lärm, allen Sorgen, allen Nöten, allen Herausforderungen, dem Stress des Alltags für ein paar Minuten zur Seite legen und auf deine Stimme hören. Zuhören, was du uns heute sagen möchtest durch dein Wort, das du aufschreiben lassen und aufgeschrieben hast. Wir möchten dich bitten, dass wir deine Stimme ganz persönlich vernehmen. Herr, du weißt, was jeder Einzelne von uns heute braucht, was eine besondere Situation ist und ich bitte dich um Worte, die von dir kommen, dass sie uns alle persönlich in unserem Alltag treffen, begleiten, stärken, ermutigen und uns näher zu dir ziehen. Und danke, dass du versprochen hast, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Dafür danken wir dir im Namen Jesu, der jetzt für uns eintritt. Amen.

[1:55] Wir sind in Zefanja Kapitel 1. Wir haben gesehen, dass Zefanja eine sehr dramatische Botschaft hat an die Bewohner von Jerusalem, die Menschen im Königreich Juda. Gott kündigt ein vernichtendes Gericht an und ruft die Menschen auf, still vor ihm zu werden. Wir lesen weiterhin Zefanja 1, dort Vers 14: "Nahe ist der große Tag des Herrn, er ist nahe und sehr rasch kommt er herbei. Horch, der Tag des Herrn, bitter schreit dort auf der Held. Ein Tag des Zorns ist dieser Tag, ein Tag der Angst und der Bedrängnis, dann Tag des Ruins und der Zerstörung. Ein Tag der Finsternis und des Dunkels, ein Tag des Gewölkes und des Wolkendunkels. Ein Tag des Hornschalls und des Alarmblasens. Es geht die festen Städte und gegen die hohen Zinnen. Da will ich die Menschen ängstigen, sie herumtappen wie die Blinden, denn am Herrn haben sie sich versündigt. Darum soll ihr Blut hingeschüttet werden wie Staub und ihr Fleisch wie Mist."

[3:14] Gottes Gericht ist keine freudige Angelegenheit für den, der in Sünde gelebt hat und in der Sünde verharrt hat. Wenn Menschen, die an Sünde Freude haben, sich freuen auf die Wiederkunft Jesu, dann wissen sie, glaube ich persönlich, gar nichts, wovon sie reden. Sie wissen nicht, was das eigentlich für sie bedeutet. Der Tag des Herrn ist ein Tag der Abrechnung mit aller Sünde, mit aller Ungerechtigkeit, ein finsterer Tag, ein Tag, an dem selbst die Helden, die viel auf sich halten, bitte aufschreiben werden, weil sie sehen werden, dass Gott größer und stärker ist als alles, was sie sich auf sich selbst eingebildet haben. Weder ihr Silber noch ihr Gold wird sie retten können am Tag des Zornes des Herrn. Und durch das Feuer seines Eifers soll das ganze Land verzehrt werden, denn eine Vernichtung, einen plötzlichen Untergang wird er allen Bewohnern des Landes bereiten.

[4:26] Der Tag des Herrn wird unerwartet kommen. Nur diejenigen, die Gottes Wort glauben und vertrauen, die sich auf Jesus, auf die Wiederkunft Jesu vorbereitet haben, sie werden nicht überrascht werden. Für alle anderen kommt er wie ein Dieb in der Nacht, sagte die Bibel ganz deutlich. 1. Thessalonicher Kapitel 5. Und die Bibel macht hier sehr deutlich, dass wir uns nicht auf unseren persönlichen Besitz, auf den Reichtum, auf die Besitztümer, die wir in dieser Welt angehäuft haben, verlassen können. All das, was heute Menschen wichtig ist, wonach sie ihr Leben ausrichten, was die oberste Priorität in ihrem Leben ausmacht, wird an jenem Tag, der plötzlich alles wegstemmen wird, völlig bedeutungslos sein. An jedem Tag werden zwei Dinge zählen: nämlich der Charakter, den wir durch Gottes Gnade und durch seinen Heiligen Geist formen durften, und die Menschen, die wir für Jesus gewinnen konnten.

[5:30] Deinen Besitz, deine Talente und deine Zeit wirst du am Tag des Herrn einen Schatz im Himmel haben oder den Schatz auf der Erde, der dann nichts mehr nützt und nur noch weggeworfen werden kann.

[5:47] "Tut euch zusammen, sammelt euch, du Volk ohne Scham! Eher der Ratschluss sich erfüllt, wie Spreu verweht geht der Tag vorüber. Er, der grimmige Zorn des Herrn, über euch kommt, er, der Tag des Zornes des Herrn, über euch kommt. Sucht den Herrn, alle ihr Demütigen im Land, die sein Recht übt. Sucht Gerechtigkeit, sucht Demut. Vielleicht werdet ihr Bergung finden am Tag des Zorns des Herrn." Diese Formulierung erinnert sehr stark an das, was in Joel Kapitel 2 steht, das angesichts des drohenden Tages des Herrn, der auch dort mit sehr drastischen und eindringlichen Worten beschrieben wird. Die Aufforderung Gottes kommt: "Kommt zusammen, betet, zerreißt eure Herzen, nicht nur eure Kleider, habt eine echte, von Herzen kommende Buße, nicht nur eine religiöse Show. Sucht Gerechtigkeit, sucht Gott." Und dieses "vielleicht werdet ihr Bergung finden" drückt aus oder meint im Alten Testament, dass, wenn wir Gottes Verheißung in Anspruch nehmen, dass wir tatsächlich auch diese Verheißung erleben dürfen. Wir müssen nicht daran zweifeln, dass wer sich an Gott klammert, gerettet wird.

[7:06] Diejenigen, die demütig sind, die sollen nach der Gerechtigkeit Gottes suchen. Das erinnert uns so ein wenig auch an die Seligpreisungen in Matthäus 5 in der Bergpredigt, wo Jesus in der dritten Seligpreisung von den Sanftmütigen, den Demütigen spricht, die das Land erben sollen. Und dann in der vierten Seligpreisung sagt: "Glückselig sind die, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürfen."

[7:30] Lasst uns heute sanftmütige, demütige Menschen sein. Lasst uns von Jesus lernen. Sanftmut und Demut sind nicht Dinge, die wir selbst produzieren können, sondern wir sollen zu Jesus kommen, der sagt: "Kommt her zu mir, alle, die ihr müde und beladen seid. Lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen." Das sagte Matthäus 11 und hat Verse 28 bis 30.

[7:58] Und dann können wir Bergung finden am Tag des Zornes. Denn Gaza wird verlassen und Aschkelon verödet werden. Aschkelon soll am hellen Mittag fortgetrieben und Ekron ausgegottet werden. Das sind die Philister im Westen von Israel. Wehe den Bewohnern des Landstrichs am Meer, dort an der Küste, dem Kreta-Volk. Nach der Bibel sind die Philister aus Kreta ins Mittelmeer eingewandert. "Das Wort des Herrn ergeht gegen dich, Kanaan, du verlierst dann. Ich will dich so zugrunde richten, dass niemand mehr da wohnen soll." Das Gericht Gottes trifft nicht nur das Volk Gottes, Juda, sondern auch die Philister in unmittelbarer Nachbarschaft. Übrigens auch die Pflasterstädte von den Babyloniern schwer geschädigt worden, zerstört worden und auch eingenommen worden. Und der Landstrich am Meer soll zu Weideland mit Hirtenwohnungen und Schafherden werden. Also, mit anderen Worten, die großen Städte werden zerstört, und es sollen dann nur noch Nomaden und Hirten leben.

[8:59] Und dieser Landstrich soll dem Überrest vom Haus Juda als Erbe zufallen, so dass sie darauf weiden und sich am Abend in den Häusern von Aschkelon lagern sollen. Denn der Herr, ihr Gott, wird sich ihrer annehmen und ihr Geschick wenden. Während die Philister für immer zerstört werden, wird zwar auch Juda gerichtet, aber wiederhergestellt werden. Und hier finden wir diese Botschaft der Wiederherstellung, die sich wie ein roter Faden durch die Propheten, die Großen und die Kleinen, die sogenannten, immer wieder findet. Juda wird zwar gerichtet werden mit einem schrecklichen Gericht, aber Gott wird die Übrigen wieder zurückführen, und sie werden dann das Land der gerichteten Philister sogar für sich in Anspruch nehmen dürfen.

[9:38] "Ich habe die Beschimpfung Moabs gehört und die Lästerung der Ammoniter, womit sie mein Volk beschimpft und sich gegen ihr Gebiet berühmt haben." Jetzt gehen wir von den Gebieten westlich Judas zu den Gebieten östlich, das heißt, die Ammoniter und die Moabiter leben im Osten Judas. Gott sagt: "Ich weiß ganz genau, wie sie gegen mein Volk geschimpft und sich selbst erhoben haben. Darum, so wahr ich lebe, spricht der Herr, der Herrscharen, der Gott Israels: Moab soll gewisslich wie Sodom werden und die Ammoniter wie Gomorra, nämlich ein Besitz der Nesseln und eine Salzgrube und eine ewige Wüste. Der Überrest meines Volkes soll sie berauben, und der Rest meiner Nation sie..." Hier sehen wir genau dasselbe: sowieso endgültig, ohne Wiederkehr, ohne Wiederherstellung zerstört worden sind, sollen diese gottlosen Nationen in der Nachbarschaft Israels völlig zerstört werden. Juda soll trotz des Gerichts, das es erlebt, wiederhergestellt werden. Und die Übrigen, die dann zurückkommen, werden die Übrigen, die am Leben bleiben, wenn die Übrigen, die Gott wieder einpflanzen würde in dieses Land, werden dann nicht nur das zerstörte Philisterland erobern oder für sich eine Antwort nehmen kann, sondern auch die Gebiete von Moab und

[10:55] "Dies soll ihnen für ihren Hochmut zuteil werden, dass sie gelästert haben und groß getan gegen das Volk des Herrn."

[11:03] Hochmut, Stolz ist die Wurzel ganz vieler, vielleicht aller Sünden. In 1. Johannes 2 wird es zu den drei Dingen gezählt, die die Kernelemente der sogenannten Welt ausmachen. Wir wissen aus Jesaja 14, dass Stolz die Triebfeder der Rebellion Satans im Himmel gewesen ist.

[11:31] "Furchtbar wird der Herr über ihnen sein, denn er wird allen Göttern auf Erden ein Ende machen, und es werden ihn anbeten alle Inseln der Heiden, jeder von seinem Ort aus. Auch ihr Kuschiter, die ihr von meinem Schwert erschlagen werdet." Gott zeigt dir, dass seine Botschaft und die Anbetung seines Namens einmal weltweit verbreitet sein wird und nimmt damit bereits kurz gefasst voraus, was dann bei anderen Propheten ausführlicher beschrieben wird und im Neuen Testament dann anfängt, sich ganz buchstäblich zu erfüllen, dass die Botschaft vom Reich Gottes sich in der ganzen Welt verbreitet.

[12:09] "Er wird seine Hand nach Norden ausstrecken und wird nicht Assyrien vernichten und Ninive zur Wüste machen, öde wie eine Steppe. Das ist die Botschaft, die wir auch beim Propheten Nahum gesehen haben."

[12:21] "So dass ich mitten darin Herden lagern werden, Tiere aller Arten in Scharen. Der Pelikan und die Drossel werden auf ihren Säulen knien. Übernachten, Vogelgeschrei wird in den Fenstern ertönen, auf der Schwelle wird ein Schutthaufen liegen, denn er hat das Zedernwerk bloßgelegt." Tatsächlich ist total zerstört worden, und man kann archäologisch dann feststellen, dass danach kaum noch wirklich echte Bevölkerung dort gelebt hat. Die Stadt ist einfach völlig zugrunde gegangen, und es hat dann keine wirklich echte, dauerhafte, stabile Siedlung mehr dort gegeben. Das ist die ausgelassene Stadt, die so sicher wohnte, die in ihrem Herzen sprach: "Ich bin's und sonst niemand." Ist sie zur Wildnis geworden, seinem Lagerplatz der wilden Tiere. Er vorübergeht sie aus und schwenkt verächtlich seine Hand.

[13:15] Diese Worte erinnern auch ein wenig an das, was anderswo über Babylon gesprochen wird. Wir sehen hier, dass Gottes Gericht, sei es an Ninive, das an Babylon, das heißt, an Tyros, das an den Moabiter, den Ammoniter, den Philistern, letztendlich immer denselben Prinzipien folgt. Denn Gottes Gesetz ist immer dasselbe, die Probleme der Sünde im sündigen Herzen der Menschen, das ist immer dasselbe. So können wir auch, wenn die Ortsnamen sich ändern und wenn bestimmte Details des kulturellen und historischen Hintergrunds sich ändern, die Prinzipien, die wir hier in diesen prophetischen Büchern finden, eins zu eins übertragen auch auf unsere Zeit. Auch zu unserer Zeit wird es ein Gericht geben, ein Gericht, bei dem die Gottlosen für immer vernichtet werden. Und dieses Gericht findet statt, damit Gottes Volk gereinigt und geläutert wird und die Übrigen wiederhergestellt werden. Und das ist auch wir, die dann Gott glauben, auch wenn wir gesündigt haben, wiederhergestellt werden und einmal diese ganze Erde besitzen dürfen, die Gott neu schaffen wird. Offenbarung 21 und 22 spricht von dieser neuen Erde, die du und ich, lieber Freund, liebe Freundin, einmal besitzen dürfen, wenn wir heute von ganzem Herzen zu Gott umkehren, an ihm festhalten, bei ihm bleiben, uns von seinem Geist erfüllen lassen.

[14:37] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir wollen heute an diesem Tag deine Gerechtigkeit suchen, und wir wollen das zur obersten Priorität machen, so wie Jesus sagte: "Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit." Und wir glauben, dass uns dann alles andere, was gut für uns ist, was wir benötigen, über die hinaus zufallen wird, weil du gut bist und es versprochen hast. Ja, wir möchten dich von ganzem Herzen bitten, dass wir bei dir Bergung finden am Tag des Herrn, dass wenn das Gericht über diese Welt einbricht, wenn die gerechte Strafe für die Sünde dann auch ausgeführt wird, nachdem das Gericht im Himmel getagt hat, dann möchten wir dich bitten, dass wir unter deinen Flügeln Zuflucht finden und wir errettet werden, weil wir deinen Namen kennen.

[15:36] Lass uns von dir lernen heute an diesem Tag sanftmütig und demütig zu sein. Das bitten wir im Namen Jesu.


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