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In dieser Predigt spricht Christopher Kramp über den Alten Bund und die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk. Er beleuchtet, wie Gott eine tiefe, persönliche Verbindung zu den Menschen wünscht, die über bloße Regeln und Gesetze hinausgeht. Anhand biblischer Beispiele wird gezeigt, wie der Alte Bund als ein erster Schritt zu diesem Ziel diente, aber letztlich die Sehnsucht nach einer innigeren Beziehung widerspiegelt.

In dieser Predigt spricht Christopher Kramp über den Alten Bund und die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk. Er beleuchtet die Ursache für die Entstehung des Alten Bundes, die tiefen Wünsche Gottes nach einer engen Beziehung und die menschliche Unfähigkeit, diese zu erfüllen. Anhand biblischer Beispiele wird gezeigt, wie Gott trotz menschlichen Versagens seine Liebe und seinen Bund immer wieder neu anbietet.


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Serie: Gott mit uns

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Transkript

[0:30] Ein wunderschönen guten Abend. Herzlich willkommen zu unserem zweiten Teil unserer Serie Gott mit uns, hier live aus Stuttgart. Herzlich willkommen auch allen, die zugeschaltet sind auf www.joelmedia.tv.de. Und ein herzliches Willkommen auch unseren Freunden aus Bulgarien im Nebenraum. Ich hoffe, ihr versteht mich jetzt gerade. Wunderbar, dass es geklappt hat mit der Übersetzung und wir sind im Geiste miteinander verbunden.

[1:16] Wer von uns war gestern Abend da? Auch ruhig melden, wenn Sie hinter dem Livestream sitzen. Wunderbar. Wir werden für alle, die nicht da gewesen sind oder sich nicht mehr daran erinnern können, was wir gestern Abend gemacht haben, nur ganz kurz in 1,5 Minuten zusammenfassen, worüber wir gesprochen haben. Unser Thema war gestern Liebe auf den ersten Blick, Gottes Liebesgeschichte. Und wir haben gesehen, dass es einen speziellen Grund gab, warum Gott den Menschen geschaffen hat. Was war das Ziel, warum Gott den Menschen geschaffen hat? Was war der Sinn und Zweck davon? Gott wollte einen Menschen haben, der ihm ähnlich ist, gleich ist. Und diese Gleichheit bezog sich auf sein Wesen, auf seinen Charakter. Gott wollte eine Liebesbeziehung zum Menschen. Und weil der Mensch natürlich von sich aus nicht richtig begriffen hat, worin eigentlich Liebe besteht, hat Gott was gemacht? Wie hat er es ihm veranschaulicht? Kann man sich erinnern? Was hat Gott getan, um die Liebesbeziehung zwischen Menschen und Gott zu veranschaulichen? Er hat ein Gleichnis geschaffen. Er hat eine Frau geschaffen, dass der Mensch erkennt, so wie ich diese Frau liebe, wie sie ähnlich ist zu mir, so soll auch ich ähnlich sein zu Gott. Und so wie Mann und Frau einander anhängen und ein Fleisch werden, so sollen Mann und Frau und Gott was werden? Ein Geist. Und wir haben gesehen, dass Gott das Ganze zusammenfasst unter dem Wort des Bundes. Gott möchte einen Bund mit uns eingehen. Und das Wort Bund bedeutet, dass da zwei Dinge verbunden sind. Und der biblische Bund hatte zwei Hauptcharakteristiken. Man kann sich immer noch daran erinnern. Was waren die beiden Charakteristiken des Bundes, wie wir sie in Hebräer 8, Vers 10 und 11 angeschaut haben. Wir werden es jeden Abend wiederholen. Erstens einmal soll das Gesetz Gottes, was nichts anderes ist als seine Liebe, wohin? In das Herz, in das Denken. Und zweitens heißt es dann, dass im Bund zwischen Gott und den Menschen, so wie er von Gott gedacht ist, niemand den anderen belehrt und sagt, erkenne den Herrn, sondern jeder wird den Herrn selbst erkennen. Das heißt, jeder hat eine persönliche, direkte Beziehung zu Gott, die mit den Worten beschrieben wird: Erkennen. Und wofür stand dieses Erkennen noch einmal? Für das, was zwischen Adam und Eva passiert ist, so dass Eva schwanger werden konnte. Die intimste, hingebungsvollste Art, wie man überhaupt eins sein kann.

[3:49] Und dann haben wir gesehen, dass Adam und Eva die Augen verdreht worden sind und dass sie aus diesem Bund herausgebrochen sind. Wodurch? Was ist passiert? Genau, durch die Sünde. Und Sünde war was? Sünde ist Übertretung des Gesetzes. Und das Gesetz war noch einmal was? Die Liebe. Es ist also die Übertretung der Liebe. Es ist eine Lieblosigkeit, sozusagen. Und wenn ich aus der Liebe heraustrete, dann bin ich aus dem Bund herausgetreten. Und dann haben wir gesehen, dass Gott uns trotz all dem noch eine Chance gegeben hat, dass er unseren Blick wohin gewendet hat? Der Blick soll gehen nach oben. Und wir haben einige Beispiele angeschaut von Menschen im ersten Buch Mose, die trotzdem durch die Verheißungen Gottes, dass er einmal die Sünde hinwegnehmen wird, als dritten Teil des Bundes, dass er diesen Bund neu aufrichten wird, die mit ihm gelebt haben. Kann jemand sich erinnern, welche Personen wir dort erwähnt haben? Wir haben vor allem über Abram gesprochen, außerdem über Henoch, der mit Gott ging, nicht wahr? Und über Noah, der ebenfalls mit Gott ging. Und wir haben gesehen, dass in all diesen Geschichten Gott die Verheißung gegeben hat, da wird jemand kommen, der die Sünde, die Lieblosigkeit hinwegnimmt. Und wenn die Lieblosigkeit weggenommen ist, was haben wir dann? Wenn Lieblosigkeit hinweggenommen wird, was hat man dann? Liebe. Dann hat man wieder den Bund. Deswegen muss die Sünde hinweggenommen werden, damit es wieder eine Verbindung gibt.

[5:31] Eine Sache sollte gestern ganz deutlich werden, ich hoffe, das haben wir alle verstanden. Entweder Bund oder Sünde. Beides geht nicht. Entweder Sünde oder Bund. Und heute wollen wir in das zweite Kapitel dieser gigantischen Liebesgeschichte einsteigen, in die zweite Episode sozusagen, in den nächsten Abschnitt dieses großen Dramas. Bevor wir das tun, möchte ich uns einladen, gemeinsam zu beten. Und dann werden wir direkt in unser Thema hineintauchen. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir die Gelegenheit haben, erneut dein Wort zu studieren und dass wir die Gelegenheit haben, uns Gedanken zu machen, wie du bist und wie wir eins sein können mit dir. Und wenn wir jetzt einige Geschichten und Begebenheiten betrachten, Bibeltexte uns genauer unter die Lupe nehmen, dann bitten wir dich, dass du uns hilfst zu verstehen, wie sie auf unser Leben anwendbar sind, damit wir eine innige, tiefe Beziehung zu dir haben können und unseren Zweck, warum wir überhaupt hier sind auf der Welt, wirklich erfüllen können, nämlich dir ähnlich zu sein und dich zu lieben. Hab Dank dafür, Jesus, dass du jetzt gegenwärtig sein willst, durch deinen Heiligen Geist, dass du alles Störende hinweg tun wirst. Amen.

[6:51] Wenn man jemanden wirklich ganz doll gern hat, also richtig liebt und man sieht, der Person geht es richtig dreckig, wie fühlt man sich dann? Auch so, nicht wahr? Wenn man sieht, der Person, die man liebt, für die man das Beste wünscht, die befindet sich in einer miserablen Situation, dann hat man einen Wunsch. Was für einen Wunsch hat man? Ihr zu helfen, sie da rauszuholen. Eines der bekanntesten Motive von Liebesgeschichten ist das des starken Ritters, der seine Prinzessin aus irgendeiner gefährlichen Situation herausrettet, die irgendwo gefangen auf irgendeiner Burg ist und dann kommt er und rettet sie. Vielleicht ein bisschen kitschig, aber irgendwo doch ganz tief drin, wahrscheinlich bei vielen von uns nicht. Wahrscheinlich viele von den Frauen wollten mal erobert werden. Vielleicht auch nicht. Die Idee ist, jemand, der etwas investiert, der etwas auf sich nimmt, um jemanden anders aus einer schlimmen Situation zu befreien und herauszuholen, der beweist damit seine Liebe.

[8:01] Und das zweite Kapitel der großen Liebesgeschichte zu finden im zweiten Band dieser 66-bändigen Geschichte, in 2. Mose 2, berichtet uns von so einer Situation, wo die geliebte Gottes, die er so sehr mochte, sich in einer miserablen Situation befand. Lesen wir gemeinsam in 2. Mose 2 und dort Vers 23. 2. Mose 2 und dort Vers 23. Aber viele Tage danach geschah es, dass der König von Ägypten starb und die Kinder Israels seufzten über ihre Knechtschaft und schrien. Und ihr Geschrei über ihre Knechtschaft kam vor Gott. Wir haben nicht die Zeit anzuschauen, wie im Detail sie gequält und geknechtet wurden, aber ihnen ging es miserabel, ihnen ging es dreckig. Sie waren gefangen. Und der nächste Vers sagt uns, wie derjenige, der sie so sehr liebte, darüber gedacht hat. Denn Vers 24 heißt es: Und Gott erhörte ihr Wehklagen und was ist das nächste Wort? Und Gott gedachte. Was heißt gedachte? Erinnert ihr sich? Man könnte fast die Idee bekommen, Gott hat es vergessen. Hat Gott es vergessen? Nein, das heißt, er hat über etwas nachgedacht. Über was hat er nachgedacht? Als er diese armen Israeliten dort in der Knechtschaft sah. Über was hat er nachgedacht? Es heißt hier, er gedachte an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob. Also an all die Versprechungen, die er gemacht hat. Wir haben ja einige Geschichten von Abraham angeschaut, als Gott ihm versprochen hat, ich will deine Nachkommen machen, so reich anhalte ich wie die Sterne am Himmel. Ich will meinen Sohn geben, in der Geschichte von 1. Mose 22. Gott denkt an seinen Bund, als er das Volk Israel sieht.

[9:54] Frage: Befinden wir uns auch mal in der Knechtschaft? Schauen wir ganz kurz einen Bibeltext auf, den vielleicht manche kennen, manche nicht. In Johannes 8 und dort Vers 34, ein ganz fundamentaler Vers, um zu verstehen, was hier passiert in diesem zweiten Teil der Liebesgeschichte. In Johannes 8 Vers 34 heißt es: Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, jeder, der die was tut? Die was? Die Sünde tut, ist ein was? Ein Knecht der Sünde. Was ist Sünde nochmal? Wir reden über das Gesetz, Gesetzlosigkeit, was war das Gesetz? Liebe. Also ist die Sünde? Lieblosigkeit. Jeder, der Lieblosigkeit tut, ist ein Knecht der Lieblosigkeit. Mit anderen Worten, wenn ich mich aus der Liebesbeziehung von Gott entferne, kann ich nicht alleine zurück. Wir haben gestern ein Beispiel gesehen von Adam, der nur einen Schritt hinaus ging, diese komische Frucht hinein gebissen hat und er konnte sich nicht mehr alleine entschuldigen. Alles, was er herausbrachte, war: Sie ist schuld, du bist schuld. Von alleine war da nichts mehr in ihm drinnen, zurückzukehren. Wir alle, wenn wir Sünde tun, sind Knechte unserer selbst. Wir haben darüber gesprochen, wie es heißt, das Herz ist trügerisch, wer kann es ergründen? Wir können, können von alleine nicht mehr raus.

[11:22] Aber das Tragische daran ist, wie uns Jesaja 59 und dort Vers 2 sagt, Jesaja 59 und dort Vers 2, dass wenn das passiert, wenn wir sündigen, etwas passiert mit dem Bund, wie wir es gestern schon angesprochen haben. Es heißt dort: Sollen eure Missetaten, was ist das nächste Wort? Was ist das nächste Wort? Trennen. Wer von uns, ne, bitte nicht melden, aber ich denke, viele von uns haben schon mal eine Trennung erlebt, oder? Vielleicht nicht vom Ehepartner, aber vielleicht von einem guten Freund oder von einer früheren Beziehung. Trennung verursacht was für Gefühle? Schmerz. Und da heißt es hier, unsere Sünden oder unsere Missetaten trennen uns von unserem Gott. Eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, was ihr nicht hört. Das heißt, jede Sünde, jede Lieblosigkeit, jedes Übertreten seines Gesetzes bricht den Bund auseinander. Und das Problem ist, dass wir aus eigener Kraft nicht einen einzigen Schritt zurück auf ihn gehen können.

[12:28] Und in solch einer Situation befand sich auch das Volk Israel. Die waren in der Knechtschaft, aus eigener Kraft konnten sie nicht einen Schritt raus aus Israel begeben. Nicht einen einzigen. Aber Gott liebte sie. Wenn man sagt, man hat eine neue Geliebte, was für einen Ausdruck verwendet man manchmal? Was für Ausdrücke verwendet man heutzutage, um zu sagen, ich habe eine Geliebte? Eine neue Liebe. Okay, sammeln wir ein paar. Es gibt ja jetzt keine falschen Antworten. Was sagen hier die anwesenden Personen, wenn sie neu verliebt sind oder immer noch verliebt sind? Eine neue Liebe. Was noch? Eine Freundin oder ein Freund. Was noch? Schatz. Eine Flamme, nicht wahr? Das ist meine neue Flamme. Ich bin Feuer und Flamme für ihn. Ich bin geflammt.

[13:20] Wie hat Gott seine Liebe zum Volk Israel ausgedrückt? Schauen wir gemeinsam ins zweite Mose 3. Wie hat er dem Mose, der das Volk Israel herausführen sollte, deutlich gemacht, wie er fühlt über dieses Volk Israel? In zweite Mose 3 und dort Vers 2 heißt es: Als erschien ihm der Engel des Herrn, übrigens ein anderer Name für Jesus, in einer Feuerflamme mitten aus dem Dornbusch. Und als er hinsah, siehe, da brannte der Dornbusch im Feuer und der Dornbusch wurde nicht verzehrt. Jesus erscheint und sagt: Ich bin Feuer und Flamme für Israel. Schon drüber nachgedacht, dass Jesus dich seine Flamme nennen möchte? Dass er so entflammt ist für dich? Übrigens, die Bibel sagt das an vielen Stellen. Hebräer 12, 29, für die, die mitschreiben, heißt es: Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer. Übrigens, sagt die Bibel auch, haben wir gestern gesehen, denn Gott ist die Liebe. Und da haben wir den gleichen Gedanken, dass Liebe in Wirklichkeit ein Feuer ist oder das Feuer eine Liebe ist. Und dieses verzehrende Feuer verzehrt eine einzige Sache. Weiß jemand, was dieses Feuer verzehrt? Und was ist Sünde? Lieblosigkeit. Die Liebe verzehrt die Lieblosigkeit. Das macht ja Sinn, oder? Überall, wo die Liebe hinkommt, kann da keine Lieblosigkeit sein, denn entweder man hat Liebe oder Lieblosigkeit. Entweder man hat das Feuer Gottes oder man hat die Sünde. Beides kann nicht nebeneinander existieren. Die schließen sich aus.

[15:00] Und so sagt Gott: Ich liebe mein Volk so sehr, ich möchte es herausholen aus der Knechtschaft. Und dieser Gedanke wird weiter ausgeführt in 2. Mose 6. Schauen wir uns das ganz kurz an, in 2. Mose 6, Vers 4 und 5, oder bis 6 vielmehr. In 2. Mose 6 sagt er: Auch habe ich meinen Bund mit ihnen aufgerichtet, dass ich ihnen das Land Kanaan geben will, das Land ihrer Fremdlingschaft, in dem sie Fremdlinge gewesen sind. Und ich habe auch das Seufzen der Kinder Israels gehört, weil die Ägypter sie zu Knechten gemacht und haben an meinen Bund gedacht. Darum sage ich den Kindern Israels: Ich bin der Herr, und ich will euch aus den Lasten Ägyptens herausführen und will euch aus ihrer Knechtschaft erretten und will euch erlösen durch ein was? Durch einen ausgestreckten Arm und durch große Gerichte.

[16:00] Als Gott seine Prinzessin aus der Burg Ägypten befreit, da hat er alles aufgefahren, was möglich ist. Eine Plage nach der anderen. Er hat Himmel und Erde in Bewegung gesetzt, um seine Geliebte dort herauszuholen. Ist es ihm gelungen? Und einige gucken mich an und sagen: Das kannst du doch nicht sagen. Das ist ja keine Entführung einer Geliebten gewesen, das war halt der Ausdruck aus Ägypten. Schauen wir mal, wie Gott über diese Geschichte nachgedacht hat. Schauen wir mal ganz kurz in Hesekiel, Hesekiel 16 und schauen uns an, wie Gott das damals empfunden hat. Da spricht Gott einige Jahrhunderte später noch einmal rückblickend auf diese Erfahrung, als er das Volk Israel herausgeholt hat. In Hesekiel 16 und dort ab Vers 4. Da spricht er zum Volk Israel und sagt: Und mit deiner Geburt verhielt es sich so, an dem Tag, als du geboren wurdest, ist dein Nabel nicht abgeschnitten worden, du bist doch nicht im Wasser gebadet worden, zu deiner Reinigung, man hat dich nicht mit Salz abgerieben, noch in Windeln gewickelt. Niemand hat mitleidig auf dich geblickt, dass er etwas derartiges für dich getan und sich über dich erbarmt hätte, sondern du wurdest auf das Feld hinausgeworfen. So verachtet war dein Leben am Tag deiner Geburt.

[17:30] Haben wir schon mal ein Neugeborenes in den Händen gehabt, wenn es gerade geboren ist? Wie ist so ein Neugeborenes? Was für Gefühle hat man normalerweise, wenn man so ein Neugeborenes in der Hand hält? Wunderschön, nicht wahr? Es ist so hilflos, nicht wahr? Aber was hier steht, wir können uns vorstellen, so ein kleines, neugeborenes Baby, das nichts kann außer ein bisschen schreien, es wird genommen, es wird nicht abgerieben, es wird nicht sauber gemacht, es wird nicht gewickelt, es wird so, wie es genommen wird, wie es aus der Mutterschoße hervorkommt, genommen und aufs Feld gelegt. Interessiert mich nicht. So hilflos war das Volk Israel. So hilflos geht es uns, wenn wir ohne Gott sind. Und dann geht es weiter, in Vers 6, da ging ich an dir vorüber und sah dich in deinem Blut zappeln, kann man sich fast vorstellen, dieses kleine Baby, das zappelt und schreit und keiner hilft ihm und sprach zu dir, als du da lagst, in deinem Blut: Du sollst was? Du sollst leben. Ja, zu dir in deinem Blut sprach ich: Du sollst leben. Kann man sich das vorstellen, wie man einen Spaziergang macht und plötzlich kommt man einem Feld entlang und da liegt so ein Neugeborenes? Hast du das Auslös im Herzen? Und so schaut Gott auf diese einzelnen Patriarchen, die da irgendwo durch die Wüste marschiert sind, auf die keiner geachtet hat, die nichts in diesem Leben gehabt haben und Gott sagt: Ich möchte, dass ihr lebt. Ich sehe, dass ihr alleine aus der Sünde nicht herauskommt. Ich möchte euch retten. Und dann sagt er weiter, in Vers 7: Ich ließ dich zu vielen Tausenden werden, wie das Gewächs des Feldes. Das ist jetzt, wo das Volk Israel aus den wenigen Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob zu einem großen Volk wurde. Ich ließ dich zu vielen Tausenden werden, wie das Gewächs des Feldes. Du bist herangewachsen und jetzt achten wir auf die Beschreibung. Wahrscheinlich haben wir nicht mal geglaubt, dass Gott zu sowas in der Lage ist. Du bist herangewachsen und groß geworden, aus dem kleinen Baby wird eine junge Dame. Und du gelangtest zur schönsten Blüte. Deine Brüste wölbten sich und dein Haar wuchs, aber du warst noch nackt und bloß.

[19:36] Könnt ihr euch vorstellen, wie plötzlich aus diesem kleinen Baby eine attraktive junge Frau geworden ist? Gott hat gewartet, bis zum richtigen Zeitpunkt. Und gewartet, bis sie eine schöne junge Frau war. Und dann heißt es, in Vers 8: Als ich nun an dir vorüberging und dich sah, siehe, da war deine Zeit da. Die Zeit der was? Die Liebe. Die Zeit der Liebe. Gott war Feuer und Flamme. Die Zeit war gekommen, die Frau herauszuholen, die Frau zu sich zu bringen, ein Date mit ihr zu machen. Er hatte sie lange beobachtet, wie sie herangewachsen ist. Und als sie alt genug war, als die Zeit der Liebe gekommen war, als ihre Brüste sich gewölbt haben, als die Haare lang genug waren, als sie alt genug war, eine eigene Entscheidung zu fällen, lud er sie ein, er breitete es weiter heißt hier aus. Es heißt, er breitete ich meine Decke über dich und bedeckte deine Blöße. Ich schwor dir auch und machte einen was? Einen was? Einen Bund mit dir. Warum? Es heißt hier weiter, mit dir spricht Gott der Herr, und du wurdest mein.

[20:50] So denkt Gott über den Auszug aus Ägypten. Nicht eine Aneinanderreihung von Plagen und dann Durchzug durchs Rote Meer und dann die Geschichte da und da und da von der Wüstenwanderung von einem Ort zum anderen. So denken wir meistens über den Auszug. Geschichte nach Geschichte. Gott denkt anders drüber. Es war die Zeit, als er seine Geliebte herausholte aus Ägypten. Er war Feuer und Flamme für sie.

[21:12] Nehmen wir an, wir haben jemanden lange Zeit beobachtet. Ich weiß nicht, ob das jemand nachempfinden kann. Jemanden, den man lange so im Visier hat. Man beobachtet ihn und beobachtet ihn und denkt sich, jetzt ist der geeignete Zeitpunkt. Man wartet erstmal so ein bisschen. Es gibt Leute, die warten auch nicht, die gehen sofort drauf los. Aber man wartet ja meistens auf den geeigneten Zeitpunkt. Und dann macht man irgendwann mal das erste Date aus, wo man sich mal richtig kennenlernen möchte. Jetzt wohin geht man? Einen neutralen Ort, okay. Einen neutralen Ort, wo beide sozusagen zusammengekommen sind. Ein halbwegs neutraler Ort, wohin noch? Was muss noch dieser Ort haben? Romantisch sein, okay. Romantisch. Was noch? Hm? Was man gerne hat. Ja, was man gerne hat, okay. Vor allem muss es ein Ort sein, wo man für sich ist. Man wird wahrscheinlich nicht auf dem Hauptbahnhof das erste Date haben, oder? Warum nicht? Weil man ist ja sowieso aufgeregt. Das Herz klopft und man hat jetzt nicht noch Zeit, sich mit tausenden anderen Dingen zu beschäftigen. Man möchte sich aufeinander konzentrieren können. Irgendwo, wo man Zeit füreinander hat, wo man nicht abgelenkt ist.

[22:34] Und so überlegt sich Gott, wohin kann ich sie führen für dieses erste Date? Einen romantischen Ort. Romantische Berge. Neutral. Wer hat den weiteren Weg gehabt? Gott. Er hat schon darauf geachtet, dass das Volk nicht zu weit gehen musste. An einen Ort, wo wir ungestört sind. Ein Ort, wo ich sie kennenlernen kann. Bis dahin hatten sie vor allem wie Kontakt gehabt, das Volk und Gott. Wie haben sie miteinander kommuniziert? Hm? Durch den Mose. Der Mose hat gesagt: So spricht der Herr. Und dann hat das Volk gesagt: Oh ja, das machen wir. Das Volk hat gesagt, das sind wir hin und her. Und so ist das ja manchmal auch. Ich weiß nicht, kommen wir doch zurück zur siebten Klasse. Obwohl, gestern haben wir so viel gesagt, die waren in der siebten Klasse nicht verliebt, obwohl ich das immer noch nicht glaube. Da gibt es ja auch ganz oft, dass man da jemanden hat, der einem dann die Liebesbriefe übermittelt. Kennt das jemand? Genau. So ein Kuppler. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo man mal direkt miteinander sprechen muss und möchte.

[23:48] Und so möchte Gott mit seinem Volk sprechen. Schauen wir gemeinsam zu 2. Mose 19. Das erste Lied. Und das ist noch durch den Mittler Mose, der sich darauf vorbereitet, die letzten Instruktionen gibt, bevor sie sich dann gleich treffen werden. In diesem romantischen Werk. 2. Mose 19, Vers 4-6. So heißt es: Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe und wie ich euch auf Adlersflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe. Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und was? Gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so solltet ihr vor allen Völkern ein Eigentum sein, denn die ganze Erde gehört mir. Ihr aber solltet mir ein Königreich von Priestern, ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Kindern Israels sagen sollst. Mose sagt: Okay, das sage ich ihnen.

[24:50] Was wünscht sich Gott? Was möchte er mit dem Volk Israel erreichen? Ja, sie sind der Freiheit, genau. Er möchte, dass es sein Eigentum ist. Er ist ein besonderes Volk. Und an diesem Volk möchte er demonstrieren, wie er wirklich ist. Er möchte die Liebesbeziehung, den Bund, an diesem Volk demonstrieren. Und sie sollen zu Königen und Priestern werden, die dann allen anderen Menschen zeigen, wie man eine Beziehung zu Gott hat. Macht das Sinn? Gott möchte mit ihnen genau diesen Bund haben, den ursprünglich auch Adam und Eva hatten. Ich möchte euer Gott sein, ihr sollt mein Volk sein. Das ist der ursprüngliche, der eigentliche Bund.

[25:32] Und dann kommt der große Tag. Wenn man sich auf ein Date vorbereitet, was macht man? Ich weine. Macht man sich hübsch. Haben sich die Israeliten auch hübsch gemacht? Die mussten sich heiligen. Sollten nur ihre Kleider waschen. Der Tag kommt. 2. Mose 20. Und das allererste, was Gott sagt. Wir lesen Kapitel 20, Vers 1. Und Gott redete alle diese Worte und sprach. Da ist Gott. Bei der ersten Gelegenheit, direkt zu seinem Volk zu sprechen. Und die Bibel sagt, in einem bekannten Vers, wessen das Herz voll ist, dessen geht der Mund über. Wenn man sein erstes Date hat, da fängt man nicht plötzlich an, über Aktienkurse zu reden. Hat das jemand gemacht? Jedenfalls, Gott kommt sofort zum Punkt. Er fängt eine lange Einleitung an und sagt: Wir machen erstmal die Regeln, wie man sich hier verhält. Gott kommt direkt zur Kernsache. Er sagt genau, was in seinem Herzen ist. Wie ist Gott? Liebe.

[26:52] Und Gott spricht. Wenn Gott spricht, da gehen physikalisch gesprochen Schallwellen hin. Wohin? Wo gehen die Schallwellen hin? Zu den Ohren. Unser erster Abschnitt in diesem Thema war: Vom Busch zum Ohr. Die Liebe Gottes, die dort im Busch brannte, möchte vom Busch ins Ohr. Jetzt vom Ohr ist es nicht mehr weit, wohin? Zum Gehirn. Und das Gehirn, im biblischen Sprachgebrauch, heißt wie? Herz. Da ist nicht mehr viel dazwischen. Gott hat es also fast erreicht. Wenn das Wort das Ohr erreicht, ist er fast schon am Herzen. Denn er möchte das Gesetz wohin haben? Ins Herz. Ins Denken, dass wir so sind wie er. Und so spricht er jetzt über die Liebe. Er sagt in Vers 2: Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft. Wenn man aus der Knechtschaft herausgeführt worden ist, wo befindet man sich? Freiheit. Schauen wir gemeinsam auf 2. Korinther 3, Vers 17. Lasst euren Finger in 2. Mose 20. 2. Korinther 3, Vers 17.

[28:16] Da heißt es: Der Herr aber ist der Geist, und wo der Geist des Herrn ist, da ist was? Freiheit. Also, wenn Israeliten in der Freiheit sind, wer war dort gegenwärtig? Der Geist Gottes. Das ist eine enorme Aussage. Weiß jemand, wie der Geist Gottes im Neuen Testament unter welchem Symbol er beschrieben wird? Er wird als Flamme beschrieben. Genau, als Feuer. Nicht, weil es herabkommt? Als Taube, als Wind, als Öl, das stimmt. Und? Als Körper. Als der Finger Gottes. Schon mal gehört, dass Gott die 10 Gebote mit seinem Finger auf Stein geschrieben hat? Stimmt. Schon mal gehört, dass Gott vorher die 10 Gebote mit seinem Finger Gottes ins Herz schreiben wollte? Die waren in der Freiheit. Und wo der Geist ist, da ist Freiheit. Wo Freiheit ist, da ist der Geist. Und Gott sprach zuallererst zum Ohr. Um mit dem Geist Gottes hineinzudringen in das Denken, in das Fühlen, in das Sinnen. Und dann hat er seine Liebe, sein Gesetz hineingeben, dass es zu diesem Bund kommt.

[29:26] Und dann sagt er, jetzt beschreibt er seine Liebe. Und das Erste, was er sagt, ist relativ selbstverständlich, oder? Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Warum? Ist es vernünftig für mich zu sagen, liebe Bea, du sollst keine Männer neben mir haben? Ist das vernünftig? Oder ist das übertrieben? Ist das eine freiheitsberaubende Einschränkung? Das ist eine Definition der Liebe, richtig? Okay. Wie ist es mit dem nächsten Gebot? Du sollst keine Bildnisse machen. Wie würde sich wohl die Bea fühlen, wenn ich zu ihr sage: Bea, du brauchst eigentlich nicht mehr zu Hause wohnen. Ich habe so viele Bilder von dir gemacht. Ich habe sie mir überall hingehängt. Ich habe auch eine Puppe von dir. Die sitzt auf der Couch. Ich brauche die nicht mehr. Wie würde sie sich fühlen? Degradiert, oder? Wie kannst du mich...

[30:20] Wie können wir Götzenbilder anbieten? Das ist genau das Gleiche. Götzendienst ist, eine lebendige Person, Gott, einzutauschen gegen etwas völlig Degradierendes, was eigentlich... Unsere Beziehung untereinander ist ein Gleichnis unserer Beziehung zu Gott. Wie ist es mit dem nächsten Gebot? Du sollst den Namen deines Herrn nicht missbrauchen. Wie würde wohl meine Frau sich fühlen, wenn ich ihren Namen als ein Schimpfwort gebrauche? Wenn da irgendjemand Mist macht und ich sage: Du bist ja eine Bea. Wie würde sie sich fühlen? Degradiert, oder? Wie fühlt sich Gott, wenn wir seinen Namen missbrauchen? Genau so. Gott stellt da keine willkürlichen Regeln auf. Er sagt nur, was Liebe ist. Er sagt, wenn du mich liebst, tust du das nicht.

[31:12] Wie ist es mit dem vierten Gebot? Du sollst den Sabbat heiligen. Was drückt er bei Liebe aus? Er hat Zeit mit mir. Das ist eine wahre Sache. Wenn wir keine Zeit miteinander verbringen, wie können wir da von Liebe reden? Wie haben wir gestern schon gesagt, machen wir eine Herausforderung. Genügend Zeit miteinander zu verbringen. Dann gehen die Gebote weiter. Wir haben ja gesehen, es gibt nicht nur Gebote direkt von Gott zu Mensch, sondern auch von Mensch zu Mensch. Und von Mensch zu Mensch sind ein was? Ein Gleichnis zu Gott zu Menschen. Zum Beispiel, wenn es heißt: Du sollst deine Mutter und deinen Vater ehren. Was sagt uns das über die Beziehung zu unserem Gott? Er ist unser Vater, nicht wahr? Sagt die Bibel auch etwas über Mutterqualitäten von Gott? Wie einen seine Mutter tröstet. War jemand mal richtig als kleines Kind so richtig traurig zu seiner Mama gegangen und wurde getröstet? Das ist das, was Gott möchte, diese Art von Beziehung. Und so können wir durch alle die 10 Gebote durchgehen. Sie beschreiben die Liebe Gottes und er kommt hinab zu diesem ersten Lit und sagt: Genau so liebe ich dich. Willst du mich? Gott ist ziemlich auf dem Punkt.

[32:36] Gut. Dann lesen wir in 2. Mose 20, Vers 18. Und das Volk nahm das Donnern und die Flammen ab. Wofür steht das vorher nochmal? Für die Liebe. Da war ein Erdbeben, das war aufregend. Wenn wir einem die Liebe erklären, da pocht unser Herz auch, oder? Als Gott seine Liebe erklärt hat, da hat nicht nur das Herz gepocht, da hat die ganze Erde gepocht. Aber es heißt hier, als das Volk den Donnern und die Flammen wahrnahm unter dem Schall der Schofarhörner und dem rauchenden Berg, als nun das Volk dies wahrnahm, was stand die dort? Was steht da bei euch? Zitterte es. Und stand wo? Von Ferne.

[33:28] Als Gott seine Liebe erklärt, fürchtet sich das Volk. Wer hat sich schon mal gefürchtet? Haben wir gestern gesprochen. Wer hat sich schon mal gefürchtet in der Bibel? Als Gott kommt. Adam. Und wir haben gestern gesehen, wenn man sich fürchtet, ist es ein Beweis wofür? Unglaublich, ja? Wir haben gesagt, Furcht ist nicht in der Liebe. Statt zu sagen, sagen sie: Warte mal einen Moment. Moment mal. Noch nicht. Bisschen zu schnell. Warum? Vers 20. Mose sagt, und er sprach zu Mose, Vers 9, 20. Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht. Wenn jemand sagt, fürchtet euch nicht, was können wir Schluss folgen über diese Menschen? Sie haben sich gefürchtet. Sie hatten Angst. Sie hatten da keine Liebe in sich. Sie wollten diese Liebe nicht so richtig ranlassen. Kann jemand sich vorstellen, warum? Diese Liebe kam als ein Wasser hinab. Ein Feuer. Und was macht das Feuer? Es verzehrt was? Die Sünde. Und die Sünde entsteht wo? Hier. Und das Feuer war schon? Hier. Und die Israeliten wussten, wenn ich jetzt noch einen Schritt weitergehe und das Feuer hineinlasse in mein Herz, dann wird es meine Sünde verzehren. Ich müsste dann ja meine liebgewordenen Sünden aufgeben.

[35:08] Moment mal, wir sind noch nicht so weit. Es ist so schön, dass du uns aus Ägypten rausgeführt hast, aber aus der Sünde. Gott, ich bin so dankbar dafür, dass du mir aus dieser finanziellen Not herausgeholfen hast. Aber jetzt wird man nicht extrem, wenn es um diese kleinen Lebensstilsachen geht. Gott, ich bin dir so dankbar, dass als ich zu dir gebetet habe, in dieser schlimmen Situation, als ich für die Prüfung nähern musste, und es nicht geschafft habe, und ich eine Guteins bekommen habe, ich bin dir dankbar, dass du mir geholfen hast. Aber was, ich soll jetzt wirklich diese Sache aufgeben? Das kannst du nicht verlangen. Gott, ich finde dich gut, ich finde dich toll, ich danke dir, dass du mir hilfst, aber komm mir nicht zu nahe. Lass uns schön auf Distanz bleiben.

[36:00] Beziehung auf Distanz. Sie sagen in Vers 19 zu Mose: Rede du mit uns, und wir wollen hören, aber Gott soll nicht mit uns reden, sonst müssen wir was? Sterben. Sie haben verstanden, denn es wird das Feuer der Liebe Gottes, die verzerren. Übrigens, sie sagen an einer Stelle, an einer anderen Stelle sagen sie: Wir sind nur Menschen, wir können nicht zu Gott reden, rede du mit ihm. Als ob Mose kein Mensch wäre. Aber irgendwie haben sie geahnt, dass weil Mose was anders war, dass Mose mit Gott reden konnte, ohne zu sterben. Weil Mose sich gründlich bekehrt hatte, weil Mose ein neues Herz bekommen hatte. Aber so Sklaverei, das war nicht ihre Sache. So Freiheit zu haben, das ist schon ganz prima. Aber ganz nah mit Gott zu sein, so richtig, ganz eng, so zu denken wie er, und so handeln wie er, und das alles aufzugeben, was ihm nicht gefällt. Lass uns lieber jemanden haben, der zwischen uns steht, der weiterhin die Kommunikation aufrechterhält. Lass uns lieber mal eine formale Beziehung haben. Lass uns weiter über Facebook chatten. Lass uns erstmal ein bisschen kennenlernen.

[37:12] Und dann ist eine der erstaunlichsten Dinge in der ganzen Geschichte der Bibel ist, dass Gott darauf eingegangen ist. Gott hat das Volk so sehr geliebt, dass er gesagt hat: Okay, ich will euch nicht zwingen. Das wäre das allerbeste vor euch gewesen. Das Volk Israel verpasst am Berg Sinai eine gewaltige Chance. Und ich glaube, manchmal geht es uns auch so, dass Gott viel mehr in unserem Leben erreichen möchte, und wir sagen: Na warte mal, mach mal nicht so schnell. Lass mir noch ein bisschen Zeit. Ich muss erstmal darüber nachdenken. Lass uns das erstmal auf einer Distanzebene halten.

[37:54] Gott geht darauf ein. Und was entsteht, ist das, was die Bibel den alten Bund nennt. Sie wollen gerne noch ein bisschen Sklaverei haben. Und Gott überlegt sich jetzt, wie kann ich ihnen erklären, dass das ziemlich dumm ist. Er kommt auf eine gute Idee. Er gibt ihnen ein Gesetz über Sklaverei. Schauen wir mal in 2. Mose 21. Und jetzt kommen eine Haufen von Gesetzen, wo der Bibelleser fragt: Was soll das denn? Was nützt mir das heute noch? Aber all diese Gesetze in 2. Mose, 3. Mose, 4. Mose, 5. Mose haben einen Zweck. Sie sollten dem Volk, das noch nicht bereit war, helfen zu verstehen, wie Gott wirklich ist. Lesen wir mal 2. Mose 21, ab Vers 2. Wenn du einen hebräischen Sklaven kaufst, soll er 6 Jahre lang dienen und im 7. Jahr soll er unentgeltlich freigelassen werden. Ist er allein gekommen, soll er auch allein gelassen werden. Und dann heißt es hier in Vers 5: Wenn er bei der Sklave erklärt: Ich liebe meine Frau, meine Herren, meine Frau und meine Kinder, ich will nicht freigelassen werden. Du bist Sklave und du kommst frei, ohne dass du etwas tun musst und du sagst, ich möchte kein Sklave bleiben. Ist das eine gute Sache oder nicht? Ist das eine gute Sache? Ja oder nein? Das ist keine gute Sache. Wenn ich die Freiheit bekommen kann, der möchte schon Sklave sein.

[39:18] Schauen wir mal weiter, wie es heißt. Vers 6, so soll ihn sein Herr vor Gott bringen und ihn an die Tür oder in den Pfosten stellen und er soll ihm seine Ohren mit einem Frieden durchbohren, damit er ihm diene vor alle Zeiten. Klingt ein bisschen komisch, nicht wahr? Da so ein Loch durchs Ohr zu machen. Aber die Idee war, wenn man so ein Loch durchs Ohr hat, sieht man dann schön oder hässlich aus? Ist es natürlich, ein großes Loch im Ohr zu haben? Es gibt heute viele Leute, die halten das für besonders toll und je größer das Loch, umso schöner, aber das ist ein anderes Thema. Damals war das ein Zeichen der Unehre. Mit anderen Worten, wer freiwillig Sklave bleiben möchte, obwohl er die Freiheit haben könnte, der ist ganz schön dumm. Das ist das, was das Gesetz sagt. Was Gott sagt ist, ich bin hier, ich habe dich eingeladen, an den Berg Sinai, ich möchte direkt zu deinem Herzen sprechen, du kannst die totale Freiheit haben, nicht nur von Ägypten, sondern sogar von der Sünde und du willst gar nicht. Das ist doch dumm, oder? Wir sind so dumm, wenn wir dieses unentgeltliche Geschenk der Freiheit nicht nur von irgendwelchen Problemen, wir sind dumm. Übrigens, sagt die Bibel, dass alle, die das dauerhaft ablehnen, auch ein Zeichen bekommen werden. Kommen wir später zu.

[40:38] Schauen wir gemeinsam in 2. Mose 24. So wird der sogenannte alte Bund geschlossen. Ein Bund, der eben nicht darauf basiert, dass das Gesetz im Herzen ist, sondern einfach nur aufgeschrieben wird, irgendwo erstmal zur Erklärung. Ein Bund, wo nicht der Mensch einen direkten Kontakt zu Gott hat, sondern wo es einen Mittler gibt. Ist das jetzt eine Verbesserung oder eine Verschlechterung? Das ist eine schlechtere Variante, das ist so ein halber Bund, so auf dem Weg dahin, aber noch nichts Ganzes. Der alte Bund ist eigentlich nichts weiter als eine eingetrübte, verschlechterte, naja, halbgegorene Variante dessen, was Gott vorgehabt hat. Und schauen wir mal, wer in diesem Bund die Initiative ergreift. 2. Mose 24 und dort Vers 3. Das heißt es, und Mose kam und verkündigte dem Volk alle Worte des Herrn und alle Verordnungen. Da antwortete das Volk einstimmig und sprach: Alle Worte, die der Herr geredet hat, wollen wir was tun? Wollen wir tun, steht da.

[41:58] Im alten Bund, der jetzt geschlossen wird, hat Gott keine einzige Verheißung gegeben. Sondern die Versprechen, weißt du mal, was Verheißung heißt? Versprechen. Die einzigen Versprechen in diesem Bund, die es gab, kamen vom Volk und die haben gesagt: Schreib uns auf, was wir tun sollen. Schreib uns auf, wann wir das Opfer bringen sollen, wie wir das Opfer bringen sollen, was wir tun sollen. Die ganzen Regeln auf. Und wir tun sie. Da sind wir glücklich. Frage. Hat jemand noch so einen Ehepartner wie meine Frau, der manche Sachen einfach nicht belegt? Also meine Frau beschwert sich manchmal, wenn ich sage: Sag mir doch einfach, was ich tun soll im Haushalt. Schreib es einfach auf, dann tue ich das nicht. Und sie sagt manchmal: Siehst du das nicht von alleine? Das ist eine schöne Illustration für den alten Bund. Gott wünscht sich, dass wir es von innen heraus sehen und tun. Und nicht, dass uns jemand vorschreiben muss: Tu das, tu jenes, tu das, tu jenes. Wenn Gott 25.000 Regeln gibt und ich sage: Abhake und sage, jetzt habe ich alles richtig gemacht, bist du zufrieden, Gott? Dann ist das noch keine echte Beziehung, oder? Aber unglücklicherweise wollen die meisten Menschen so eine Art von Religion. Sag mal, was ich zu tun habe. Wie oft muss ich nach Mekka gehen? Wie viel Meditation muss ich machen? Wie oft muss ich den Rosenkranz beten? Schreib es auf, schreib es auf Stein.

[43:22] Der alte Bund. Vom Ohr auf Stein. Das Feuer kam vom Busch zum Ohr, wurde aber in der Gehörntrommel sozusagen abgewiesen. Und von dort musste es erstmal wieder zurück auf Stein. Denn es heißt in 2. Mose 31, schauen wir da gemeinsam hin, in 2. Mose 31, Vers 18. Erst jetzt, nachdem das Volk am Berg Sinai es abgelehnt hat, direkt Gott zu hören, erst jetzt schreibt Gott es auf die Steintafeln. Das heißt in Vers 18: Und als er mit Mose auf dem Berg Sinai zu Ende geredet hatte, gab er ihm die beiden Tafeln des Zeugnisses, Tafeln aus Stein, beschrieben mit dem was? Mit dem Finger Gottes. Und wir sagen, was für eine tolle Sache die war, dass der Finger Gottes den Stein schreiben kann. Ist das schon eine großartige Sache? Das ist schon toll, nicht wahr? Aber ist es für Gott schwer, in den Stein was einzuschreiben? Gott hätte sich gefreut, wenn er mit seinem Finger in das Gehirn hätte reinschreiben können. Das war für Gott nur, na okay, 2. Wahl, Variante B. So oft wird Gott auf Variante B zurückgedrängt, weil wir nicht bereit sind, unser Herz ihm zu öffnen. Wir wollen einfach alles richtig machen. Schreib es auf.

[44:48] Aber Gott ist damit nicht zufrieden. Gott möchte ihm deutlich machen, dass da mehr ist. Und so überlegt er sich etwas, und Gott ist ja erfinderisch. Immer wenn er irgendetwas Geistliches weitergeben möchte, tut er irgendein Gleichnis machen, sei es mit der Frau, sei es mit dem brennenden Dornbusch und so weiter und so fort. Und so überlegt er sich dieses Heiligtum, er lässt diese ganze Stiftzute bauen, um zu zeigen, wie der Mensch näher zu Gott kommen kann. Er erklärt die Opfer, wie wichtig, was er sich eigentlich wünscht, dass da jemand kommen wird, um die Sünde wirklich hinwegzunehmen. Weiß jemand, welche Arten von Opfern es gab? Das erste war das Brandopfer. Was heißt Brandopfer? Was war beim Brandopfer besonders? Es wurde völlig verbrannt. Es stand für die totale Hingabe. Das erste Prinzip von Beziehung ist, ich muss mich ganz hingeben. Ohne Reserve. Was war ein anderes Opfer, was es noch gab? Sündopfer, Schuldopfer. Wofür stand Sünde und Schuld? Gesetzlosigkeit. Gesetzlosigkeit ist was? Lieblosigkeit. Das heißt, in einer Liebesbeziehung kann es keine Sünde geben, es kann keine Lieblosigkeit geben, es muss nach dem Gesetz Gottes gehen. Und das haben sie auch gelernt. Brandopfer haben schon gesagt, völlige Hingabe. Dankopfer. Warum das? Weil eine Beziehung nicht einfach nur dann gut ist, wenn ich einfach nichts Verkehrtes mache. Ich möchte auch mal gelobt werden. Meine Frau möchte auch mal hören, dass das Essen gut geschmeckt hat. Gott möchte, dass wir ihm danken. Das Dankopfer ist nicht in der Bibel da, dass dann noch ein Kapitel in dritte Mose eingefügt wird, dass es noch unverständlicher ist. In einer Beziehung soll man sich gegenseitig danken und loben. Gibt es noch ein Opfer? Das Speisopfer. Wofür stand das Speisopfer? Das Speisopfer stand darauf, dass man auch materiell von Gott abhängig ist. So wie auch in einer tatsächlichen Beziehung Mann und Frau materiell abhängig sind. Gemeinsam teilen. Das heißt, all diese Opfer, all diese trockenen Opfervorschriften, haben sie nicht durchgelesen und sich gefragt: Meine Güte, ist das trocken? Jedes einzelne Opfer, jedes einzelne beschriebene Ding dort, deutet auf diese Beziehung.

[47:12] Aber Gott hat ein Problem. Weiß jemand, warum die Apostelgeschichte so viel spannender zu lesen ist, als dritte Mose? Weil in der Apostelgeschichte die Apostel das Gesetz Gottes im Herzen hatten, und all die Prinzipien stehen dort als Geschichten, als erlebte Dinge. In dritte Mose gibt es fast keine Geschichten. Warum nicht? Weil es nicht im Herzen drin war. Gott musste alles aufschreiben. Eine Satzung auf die nächste Satzung, auf das nächste Gesetz, und wir denken: Meine Güte, das ist langweilig. Aber Gott hatte keine andere Chance. Er konnte ja keine Geschichten aufschreiben, weil es da so gut wie niemanden gab, der diese Prinzipien ausgelebt hat. Also, es könnte sein, dass das dritte Mose so ein bisschen schwer verständlich ist, weil Gott alles aufschreiben musste, anstatt er hätte berichten können, wie das im Leben der Menschen sich gezeigt hat. Aber trotzdem ist jedes einzelne Prinzip, wenn wir es lesen, ein Prinzip der Beziehung. So hat Gott diesen alten Bund zugelassen, aufgeschrieben als Erklärung.

[48:20] Aber hat dieser alte Bund irgendetwas an sich verändert? Hat das Blut, das da geschlachtet worden ist, haben diese ganzen Opfer irgendetwas wirklich getan? Nein, konnte nicht. Man könnte sich das so vorstellen. Der alte Bund ist wie die Erklärung zu einer Waschmaschine. Haben wir eine Waschmaschine zu Hause? Vielleicht, als wir unsere Waschmaschine zum ersten Mal gehabt haben. Wir haben ein bisschen gebraucht, bis wir verstanden haben, wie sie funktioniert. Aber dann hat es geklappt. Ich habe eine Beschreibung zur Waschmaschine und es hat nicht lange gedauert, bis meine Wäsche sauber wird. Wozu ist eine Waschmaschine da? Eine Bedienungsanleitung zur Waschmaschine. Wozu ist sie da? Damit ich verstehe, wie die Waschmaschine funktioniert. In unserer Analogie. Was wäre die Waschmaschine? Der wahre Bund. Den Bund, den Gott von Anfang vorgesehen hat. Worin besteht der Bund? Das Gesetz ins Herz und eine direkte Erkenntnis Gottes. Die Sünde wegnehmen.

[49:26] Der alte Bund hat das nicht. Der alte Bund hat einen Mittler. Der alte Bund hat all diese Opfervorschriften, die nur darauf hinweisen konnten, dass da etwas passiert. Der alte Bund ist also nur ein Rückschritt und ein Zwischenschritt zum wahren Bund. Eine Beziehung auf Distanz. Und dieser ganze Bund bestand nicht darauf, was Gott verheißen hat. Denn der wahre Bund ist das, was Gott verheißen hat. Er sagt: Ich will das Gesetz in eurer Sinne geben. Ich will bewirken, dass ihr mich erkennt. Aber im alten Bund hat Gott es nur aufgeschrieben und das Volk gesagt: Das werden wir tun. Das werden wir halten. Wir werden gehorsam sein. Wie lange hat es gehalten, diese Gehorsam? 40 Tage. Dann sind sie ums Goldene Kalb gerannt und marschiert und getanzt. Und was hat Gott gemacht, als er das gesehen hat? Was hat er gemacht? Das mache ich jetzt nicht. Was hat er durch Mose machen lassen? Die Tafeln des Bundes zerbrochen. Das Wort der Menschen war keine 40 Tage wert.

[50:32] Könnte es sein, dass wir ganz oft sagen: Gott, ich verspreche dir, das werde ich jetzt tun. Ich habe mir vorgenommen, ich werde diese Sünde besiegen. Sag mir nur genau, was ich tun muss, dann mache ich es. Und wie lange hält es dann? Wie lange hält es vor? Keine 40 Tage mehr. Die waren auch gut mit den 40 Tagen. Die hatten die Gegenwart Gottes. Weil der Bund Gottes eben nicht auf unseren Verheißungen basiert, sondern auf seinen Verheißungen. Werden wir noch in den nächsten Tagen genauer anschauen. Und wie lange hält es vor? Keine 40 Tage mehr. Die waren auch gut mit den 40 Tagen. Der Bund ist gebrochen.

[51:22] Und dann macht Gott einen interessanten Vorschlag. Schauen wir mal gemeinsam in 2. Mose 33. Und das kann einem wirklich das Herz zerreißen. In 2. Mose 33. Da sagt Gott etwas ganz Erstaunliches. Das sollten wir ganz tief in unser Herz lassen. Nachdem jetzt das Volk alles getan hat und der erste Zorn vorüber ist, sagt Gott: Und der Herr sprach zu Mose: Geh hin, zieh von hier hinauf, du und das Volk, das du aus dem Land Ägypten raufgeführt hast, in das Land, das ich Abram, Isaak und Jakob mit einem Eid, das ist der neue Bund, versprochen habe, in dem ich sagte: Deinem Samen will ich es geben. Ich will aber einen Engel vor dir her senden und die Kanaaniter, Amoriter, Hethiter, Pheresiter, Hewiter, Hebiter vertreiben in das Land, in dem Milch und Honig fließt, denn ich will nicht in deiner Mitte hinaufziehen, weil du ein halbstarkes Volk bist. Ich würde dich sonst unterwegs vertilgen.

[52:14] Gott sagt: Wisst ihr was, Israeliten? Ich gebe euch alles, was ihr wollt. Ihr kommt ins Land Kanaan, ich erfülle alle meine Verheißungen, ich erfülle alle meine Prophezeiungen, aber ich werde nicht dabei sein. Ist das in Ordnung für euch? Lasst es uns ein Ziel machen. Ihr wollt mich nicht lieben, es ist in Ordnung. Ich verspreche es euch, aber ich bin nicht dabei. Ist das in Ordnung für euch? Was würdest du sagen, wenn Gott sagt: Mein Lieber, ich werde dir ein langes Leben schenken, ein gesundes Leben. Ich werde dir alle deine Wünsche in Erfüllung bringen lassen. Du willst ein Haus haben, ein Auto haben, eine Familie haben, aber ich werde nicht dabei sein. Möchtest du das haben? Ich werde dir alle deine Wünsche erfüllen, nur ich kann nicht dabei sein. Würdest du den Deal annehmen? Sei ehrlich. Würdest du den Deal annehmen? Ich bringe dich nach Kanaan. Ich schicke jemanden, der das tut. Ich kann nicht mit. Dann geh lieber alleine.

[53:20] Und als das Volk das gehört hat, da fängt es an zu dämmern, dass es nicht darum geht, nach Kanaan zu gehen. Es geht nicht darum, zehn Jahre länger zu leben, weil wir die Gesundheitsreform haben. Es geht nicht darum. Es geht darum, mit Gott zu sein. Sie reißen ihren Schmuck vom Körper, haben eine Erweckung der Reformation und dann sagt Mose, stellvertretend für das Volk, etwas Erstaunliches. Er sagt in Vers 14-16: Und er sprach: Soll ich selbst mitgehen und dich zur Ruhe führen? Gott fragt nochmal: Soll ich jetzt mitgehen oder nicht? Wie gesagt, es ging nicht darum, ob die Verheißungen sich erfüllen. Die Verheißungen hätten sich erfüllt, aber Gott sagt: Willst du, dass ich dabei bin oder nicht? Schon am Anfang ihrer Beziehung waren Israel und Gott am Scheideweg. Gott sagt: Okay, ich erfülle alles, was du möchtest, aber ich weiß nicht, möchtest du, dass ich dabei bin? Möchtest du mich in deinem Leben?

[54:22] Und Mose sagt etwas Spannendes. Er sagt: Wenn du nicht selbst mitgehst, so führe uns nicht von hier hinauf. Denn woran soll denn erkannt werden, dass ich Gnade gefunden habe vor deinem Augen, als daran, dass du mit uns. Verstehst du, was ich sage? Gott mit uns. Nichts macht Sinn, wenn Gott nicht mit uns ist. Ist Gott mit dir? Ist Gott wirklich mit dir? Oder hast du nur Erfolg im Leben? Oder bist du nur gesegnet? Wir stellen hier fest, Gott hätte das Volk sogar gesegnet, mit Material im Segen, mit Erfolg, mit allem Möglichen, aber er wäre nicht dabei gewesen. Es ist möglich, von Gott gesegnet zu sein, ohne mit ihm zusammen zu sein.

[55:22] Geht es dir gut? Frieden? Keine Krankheit? Gott fragt dich: Möchtest du mit mir sein? Darf ich mitgehen? Denn du musst wissen, wenn ich mit dir bin, ich bin ein Feuer. Gott ist so entflammt, er kann das nicht regulieren, denn wohin dieses Feuer der Liebe kommt, verzerrt er die Sünde. Er sagt: Wenn ich mit dir gehe, und du deine Sünde festhältst, würde ich dich verzirgen. Das Gleiche sagt er zu uns auch. Wenn du nicht bereit bist, auf die Sünde zu verzichten, dann kann er nicht dabei sein. Er kann nicht.

[56:06] Gott erneuert den Bund in 2. Mose 34. Und dort Vers 14 und 15 heißt es: Denn du sollst keinen anderen Gott anbeten, denn der Herr, dessen Name wirst, wie ist der Name des Herrn? Bin mir sicher, das hat wahrscheinlich noch keiner gelesen. Wie heißt Gott? Vers 14. 2. Mose 34, Vers 14. Wie heißt Gott? Der Eifersüchtige. Denn wir haben gewusst, dass Gott eifersüchtig ist. Aber haben wir gewusst, dass einer der Namen Gottes ist, der Eifersüchtige? Wann ist jemand eifersüchtig? Wenn er liebt. Es gibt Leute, da gibt es Nebenbrüder, die sind nicht eifersüchtig. Warum? Es gibt ja solche Paare. Egal. Aber wenn jemand wirklich liebt, dann ist er eifersüchtig. Das Wort eifersüchtig bei uns hat einen negativen Beigeschmack, weil es oft verwendet wird, wenn ich das Gefühl habe, dass mein Partner eifersüchtig ist. Aber kommt das bei Gott vor? Nein, wenn er eifersüchtig ist, ist es nicht interessant, dass Gott sagt, ich bin eifersüchtig? Das zeigt mir, dass Gott wirklich echte, nicht nur irgendwelche theologische Abstrakte, sondern echte Liebe empfindet. Er ist wirklich eifersüchtig. Er ist wirklich eifersüchtig, wenn wir andere Dinge tun, die ihm nicht gefallen. Ernsthaft. Das ist sein Name sogar. Das ist ein Teil seines Charakters. Wenn wir wissen im Kopf, eigentlich gefällt das Gott nicht, aber ich schaue es mir trotzdem an und ich esse es trotzdem oder ich mache es trotzdem, dann ist Gott eifersüchtig. Er ist richtig eifersüchtig.

[58:02] Und keine andere Geschichte könnte besser illustrieren, was dieser alte und neue Bund miteinander konkurrieren, als im gleichen Kapitel, 2. Mose 34, Vers 29-35. Dort heißt es: Als er vom Berg herabstieg und die beiden Tafeln des Zeugnisses waren in der Hand Moses, als er vom Berg herabstieg, da wusste Mose nicht, dass die Haut seines Angesichts strahlte. Warum? Weil er mit ihm geredet hatte. Wie hat er mit ihm geredet? Direkt. Was hat Mose erlebt? Den wahren Bund, den neuen Bund. Der neue Bund gibt es nicht erst seit Jesus. Seit wann gibt es den neuen Bund? Seit Adam und Eva. Die hatten schon das Gesetz im Herzen. Mose hat im neuen Bund gelebt, im wahren Bund, während das Volk Israel unten im Tal so in seinem alten Bund lebt. Und Mose, der einen direkten Kontakt zu Gott hatte, der hat das widergespiegelt, reflektiert, das Licht der Herrlichkeit Gottes auf seinem Angesicht. Und jetzt kommt er runter. Und was passiert? Sein Gesicht strahlte. Was passiert? Er fürchtet sich. Er fürchtet sich nicht nur vor Gott, sie fürchtet sich sogar vor Mose. Warum? Weil der Gott abstrahlt. Da sehen wir, wie unfähig die zur Liebe waren. Die wollten einfach nicht. Aber Gott ist so gnädig. Und diese Gnade Gottes, die sagen: Okay, ich merke schon, ihr seid noch nicht so weit, aber vielleicht seid ihr später so weit.

[59:40] Vers 35. Als nun Mose aufhörte, mit ihm zu reden, legte er eine was? Eine Decke auf sein Angesicht. Warum? Er hat es verhüllt. Die Menschen wollten nicht direkt zu Gott reden, also sagt Gott: Okay, dann mache ich da so eine Decke davor, so einen alten Bund. Wir machen es ein bisschen ungenau, dass ihr noch eine Chance habt, mit mir zu sein, auf Distanz. Dann lasst uns erst mal auf Distanz bleiben, ich bleibe weiter bei euch, ich begleite euch Stück für Stück, aber ich komme euch nicht zu nahe, weil ich weiß, wenn ich euch zu nahe komme, dann werdet ihr entweder verzerrt, oder wir müssen unsere Beziehung ganz aufgeben. Eine Decke vor dem Kopf. Und dann heißt es, Vers 35: Und die Kinder Israels sahen dann das Angesicht Mose, dass die Haut des Delmen strahlte, und Mose legte die Decke wieder auf sein Angesicht, bis er wieder hineinging, um mit ihm zu reden. Wenn Mose mit Gott geredet hat, hat er was gehabt? Eine Decke. Ein Symbol dafür, dass das Volk Gottes ein Brett vom Kopf hatte. Sie wollten es einfach nicht sehen. Sie wollten es einfach nicht sehen, wie sehr Gott sie liebt. Sie haben ihre Sünde mehr geliebt als Gott.

[1:01:02] Könnte es sein, dass ganz oft wir auch lieber einen formalen Gottesdienst haben wollen, eine formale Religion, einfach ein paar Regeln, die wir einhalten, weil wir unsere Sünde, mehr lieben als Gott. Könnte das sein?

[1:01:08] Abschließend, nur einige ganz wenige Highlights aus den Büchern, die angeblich so langweilig sind. Schauen wir mal ganz kurz in 3. Mose 2, Vers 13. Denn das Feuer, das vom Busch zum Ohr kam, und vom Ohr zum Stein, so hat sich wünscht sich Gott, der soll ja wieder zurück ins Herz. Er wünscht sich irgendwo einen Weg zu finden in das Herz hinein. In 2. Mose, Verzeihung, 3. Mose 2, Vers 13 heißt es: Alle deine Speisopfergaben sollst du mit Salz würzen, und darfst das Salz des Bundes deines Gottes nicht fehlen lassen in deinem Speisopfer. Jedes einzelne Opfer sollte gesalzen werden, und dieses Salz war das Salz des Bundes. Frage: Wozu braucht man Salz? Zum Würzen, das stimmt. Wozu haben damals die Menschen Salz verwendet? Zum Konservieren, heißt, haltbar machen. Was sagt uns das über den Bund? Gott möchte einen haltbaren Bund, einen ewigen Bund. Was für ein Verfallsdatum hat ein Bund mit Gott? Wie lange sind wir mit Gott verbunden, und dann bricht es wieder. Seht ihr, Gott wollte mit all diesen Dingen, Gott hat ja keine Freude daran, das hat ja für das Opfer keinen Sinn gemacht, ob das gesalzen ist oder nicht. Aber Gott wollte mit all diesen Dingen Lektionen ausdrücken. Der Bund muss dauerhaft sein, er muss konserviert sein, er muss ein Haltbarkeitsdatum haben, nämlich die Ewigkeit.

[1:02:46] Noch ein anderes Beispiel, 3. Mose 24. Wir machen nur ganz wenige Beispiele. 3. Mose 24, Vers 8. 3. Mose 24, Vers 8. Sabbat für Sabbat soll er sie beständig vor dem Herrn aufschichten. Da geht es um diese Schaubrote im Heiligtum als Gabe von den Kindern Israels. Das ist ein was? Ewiger Bund. Was bedeutet das, wenn ich jeden Sabbat ins Heiligtum gehe und erneut Schaubrote reintue? Nächsten Sabbat komme ich wieder und bringe neue Schaubrote. Was für eine Idee verkörpert sich denn da? Beständig. Genau. Wenn ich jeden Sabbat hingehe, stellen wir uns das praktisch vor, jeden Sabbat kommen die Priester und bringen neues Brot. Alte weg, neue rein. Jeden Sabbat. Welche Idee verbildet sich? Erneuerung. Da muss ständig etwas Neues hinzugeführt werden. Warum? Weil eine Beziehung braucht ständig neuen Input. Immer wieder neu. Wenn ich mich auf die Erfahrungen von letztem Jahr beziehe, oder wie wir uns kennengelernt haben, braucht es immer wieder neues Futter. Eine Beziehung muss nicht nur haltbar sein, sie muss immer wieder erneuert werden. Jedes einzelne dieser Opfer, dieser Zeremonialopfer des alten Bundes, waren auf Stein und auf Papier geschriebene Ideen, die eigentlich ins Herz hätten sollen. Und so müssen wir sie lesen. Alles Prinzipien über die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk.

[1:04:20] Noch ein Beispiel. 4. Mose 10. 4. Mose 10, Vers 33. 4. Mose 10, Vers 33. Dort heißt es: So brachen sie auf vom Berg des Herrn drei Tagesreisen weit, und die Lade des Bundes des Herrn zog drei Tagesreisen vorhin her, um ihnen einen Ruheplatz zu erkunden. Hier kommt zum allerersten Mal in der Bibel das Wort Bundeslade vor. Die Lade wird schon vorbeschrieben, auf was sie dazugehört, aber hier wird sie zum ersten Mal Bundeslade genannt. Wir haben den Begriff Bundeslade schon mal gehört, oder? Bundeslade ist bekannt, oder? Was ist die Bundeslade? Wofür steht die Bundeslade? Für die Bibel? Für den Thron Gottes? Wofür noch? Wofür steht die Bundeslade? Für eine Beziehung. Für einen Bund. Deswegen heißt sie Bundeslade. Sie sollte den Bund illustrieren. Alles im Heiligtum ist eine Illustration. So wie Adam und Eva eine Illustration waren. Ein Gleichnis.

[1:05:44] Jetzt, was wird illustriert in der Bundeslade? Was war das Besondere an der Bundeslade? Gold, oder? Das war das Entscheidende an der Bundeslade. Das Gesetz war wo? Innen drin. Und wo waren die ganzen Gesetze des alten Bundes? Außen. Was wollte Gott damit illustrieren? Die alten Gesetze des alten Bundes, das ist äußerlich. Aber mein Gesetz soll wohin? Innen hinein. Da möchte Gott wohnen. Das ist der Thron Gottes. All diese einzelnen Lektionen sollten den Menschen helfen zu verstehen, was Gott eigentlich möchte. Und ich glaube, nicht nur die Israeliten, auch wir haben dieses Brett vor dem Kopf, wenn wir die Bibel lesen und sagen: Es gab eine Bundeslade. Interessant. Naja, nächster Punkt. Gott möchte, dass wir nachdenken und verstehen. Alles in der Bibel. Jesus sagt: Liebe Gott von deinem ganzen Herzen, von deinem ganzen Himmel, von deinem ganzen Gemüt, deinen Nächsten wie dich selbst, daran hängt das ganze Gesetz und die Propheten. Finde einen Vers in der Bibel, der nicht davon spricht. Jedes einzelne Geschlechtsregister, jedes Opfergesetz, alles in der Bibel spricht von der Liebe zu Gott und der Liebe zum Menschen. Jedes einzelne Teil. Jeder Haken, jede Öse, jedes purpurfarbene Vekufell im Heiligtum spricht in irgendeiner Form davon. Das Brett vom Kopf. Wie die Israeliten. Wir wollen Regeln, wir wollen einhalten. Nein, Gott möchte eine Beziehung. Gott mit uns.

[1:07:18] Und dann, ganz am Ende, im 5. Buch Mose fasst Gott einige wichtige Prinzipien zusammen, die wir ganz im Anschluss anschauen wollen, in 5. Mose 4, Vers 13. 5. Mose 4, Vers 13. Und er verkündigte euch seinen Bund. Von welcher Stelle in der Bibel spricht das hier? Wann hat er das gemacht? Gott verkündigte euch seinen Bund. 2. Mose 20. Und worin besteht der Bund? Lesen wir weiter. Den er euch zu halten gebot, nämlich die was? Die was?

[1:07:56] Zehn Worte. Wovon sprechen die Zehn Worte? Sind das die Zehn Gebote? Ja oder nein? Wie viele Worte haben die Zehn Gebote? Hat jemand mal gezählt? Aber sind das Zehn Worte? Mehr, oder? Was meint Gott, wenn er sagt Zehn Worte? Meint er die Zehn Gebote? Meint er damit den Wortlaut der Worte? Auch. Aber das ist nicht der entscheidende Punkt. Zehn Worte sollen uns illustrieren. Das sind zehn Gedanken. Zehn Liebesprinzipien in Worte gefasst. Und das hat Jesus verstanden, als er in der Bergpredigt sagt: Euch ist gesagt worden, du sollst nicht töten. Aber habt ihr darüber nachgedacht, dass wenn ihr schon in Gedanken sagt, du Idiot, hast du das Gebot übertreten? Das sind Zehn Worte, zehn Ideen. Das ist der Bund. Der Bund Gottes ist nicht das Gesetz auf Stein geschrieben. Der Bund Gottes ist die Idee hinter dem Gesetz.

[1:08:50] War Gott Liebe zu allen Zeiten? Ja oder nein? Ist das Gesetz Gottes ewig? Ja oder nein? Galt das vierte Gebot ewig? Ja oder nein? Ja. Gab es den Sabbat seit Ewigkeiten? Nein. Der Sabbat ist erfunden worden mit der Schöpfung. Aber das Prinzip dahinter gab es schon immer. Sehen wir? Gott hat die Zehn Gebote nicht bei der Schöpfung erfunden, aber der Sabbat ist bei der Schöpfung erfunden worden, am siebten Tag. Die Bibel war schon ewig. Zehn Worte. Das ist der Bund. Und diese Prinzipien, diese Ideen, durch die die ganze Bibel zerstreut ist, sollen hinein in unser Herz. Das ist der ganze Wunsch Gottes. Die ganze Religion geht darum. Das ist der einzige Zweck der Bibel.

[1:09:38] Schauen wir weiter. Im nächsten Vers, in 5. Mose 5, Vers 1 und 2. Finde ich ganz toll, was hier steht. 5. Mose 5 und 2, dort heißt es: Und Mose berief ganz Israel und sprach zu ihnen: Höre, Israel, die Satzung und Rechtsbestimmung, die ich heute vor euren Ohren rede. Jetzt stehen vier Dinge. Lernt, bewahrt sie. Verzeihung, es sind drei Dinge. Erst haben sie es gehört und dann lernt und bewahrt sie, um sie zu tun. Also insgesamt vier Dinge. Erst hören, dann was? Lernen, dann was? Bewahren, Salzbund und dann tun. Hören, lernen, bewahren, tun.

[1:10:24] Das Feuer Gottes, das vom Busch zum Ohr gelangt war, dort abgewiesen wurde und erstmal wieder auf Stein verbannt wurde, versucht vom Stein zurückzukommen ins Herz. So im Alten Testament versucht er immer wieder, den Menschen zu zeigen, es geht nicht nur um die Beschneidung außen, es geht um die Beschneidung des Herzens. Es geht nicht darum, die Zehn Gebote äußerlich zu erfüllen, es geht sie innerlich zu tun. Immer wieder versucht er, den Weg zurückzufinden zum Herzen.

[1:10:48] Und schaut mal, was in Vers 3 steht. Diese Bücher sind so gewaltig. 5. Mose 5, Vers 3, dort heißt es: Nicht mit wem? Nicht mit unseren Vätern an diesen Bund geschlossen, sondern mit uns, die wir heute alle am Leben sind. Frage: Als 5. Mose, wann spielt 5. Mose? Weiß das jemand? Wann spielt 5. Mose? Ganz am Ende der Wüstenwanderung, richtig? Wann spielt 2. Mose 20? Ganz am Anfang. Da waren zwei Generationen, nicht wahr? Zu wem hatten 2. Mose 20 gesprochen ursprünglich? Zur ersten Generation, richtig? Zu wem spricht 5. Mose 5? Zur zweiten Generation. Und was sagt 5. Mose 5? Den Bund, den Gott gemacht hat, habe ich nicht mit denen gemacht, sondern mit euch. Was heißt das? Das heißt, dass Gott mit jeder Generation neu einen Bund schließt. Gott sagt, mich interessiert nicht, was mit den Vorvätern war, ich schließe den Bund mit euch. Gott sagt, mich interessiert nicht, was mit Abraham, Isaak und Jakob war, ich möchte einen Bund mit dir. Mich interessiert nicht, was mit den Reformatoren, den Adventpionieren, mit wem auch immer gewesen ist, ich möchte einen Bund mit dir. Mit dir. Mit dir und mit dir allein.

[1:12:04] Schauen wir gemeinsam in 5. Mose 5, die zweite Generation. Die zweite Generation hat viel mehr geglaubt, sie waren erweckt von Gott und sind ins Land Kanaan eingezogen und Gott ruft aus. Als eine Generation vor sich hat, die größten Teile des getan hat, Vers 29: Oh, wenn sie doch immer ein solches Herz hätten, mich zu fürchten und alle meine Gebote alle Zeit zu halten, damit es ihnen gut ginge und ihren Kindern ewig. Oh, wenn sie doch immer so ein Herz hätten. Können wir uns vorstellen, wie Gott ausruft und sagt: Wenn du heute nach dem Abendmahl rein vor Gott dastehst und Gott sagt: Oh, wenn du doch immer so wärst. Wenn du immer so ein Herz, wenn dein Herz so bleiben würde, wenn es mit Salz eingerieben werden würde, dass es nicht wieder verderben würde. Oh, wenn das nur so wäre. Können wir sehen, wie Gott sich das wünscht, wie er das ausruft, wie er sein Sehnen ist, dass wir bei ihm bleiben, ihm verbunden sind.

[1:13:02] Übrigens, was bedeutet es, ganz kurz, wenn es hier steht, ihn zu fürchten? Heißt das, Furcht vor ihm zu haben? Nur, dass es jemand noch nicht weiß oder missversteht. Ganz kurz zurück zu 2. Mose 20, da wird das erklärt. In 2. Mose 20 und dort Vers 20 heißt es: Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, denn Gott ist gekommen, um euch zu prüfen und damit die Furcht vor ihm euch vor Augen sei. Was ist der Grund? Damit ihr nicht sündigt. Was ist Sünde? Lieblosigkeit. Was ist Gott zu fürchten? Nicht zu sündigen. Das heißt, nicht lieblos zu sein. Das heißt, Gott zu lieben. Wenn es heißt, fürchte Gott, könnte man übersetzen mit: Liebe Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzer Kraft, von ganzem Längen, von ganzem Gewicht. Das ist: fürchte Gott.

[1:13:52] 5. Mose 6. Gott versucht, wird verzweifelt, in das Herz seiner Nachfolger hineinzudringen. 5. Mose 6, gleich am Ende angelangt, in 5. Mose 6, ab Vers 4, ganz bekannter Vers: Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Was sagt er dann? Das ist die ganze Essenz. Jesus sagt mal, das ist das größte Gebot: Du sollst deinen Herrn lieben, mit deinem, mit jedem deiner Gedanken, mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft. Und meine Lieben, lasst uns ganz ehrlich sein, ohne zu melden, ohne aufzustehen, aber lieben wir Gott mit jedem Gedanken? Oder folgen wir den Regeln, die Menschen aufgestellt haben, aus der Schrift? War ja nicht verkehrt. Es war ja nicht verkehrt, das zu tun, was Mose gesagt hat. Aber das war nur der halbe Schritt. Gott war damit nicht zufrieden. Es reicht ihm nicht auf Dauer, einfach nur eine Facebook-Beziehung mit uns zu haben. Gott möchte von Angesicht zu Angesicht. Er möchte eine innige Liebesbeziehung zu uns haben. Liebst du Gott mit jedem deiner Gedanken? Von ganzem Herzen? Bist du halt einfach treu, weil du so erzogen worden bist oder weil du gesehen hast, das ist richtig? Tust du halt alles, was man so sagt, was in der Bibel steht. Das ist ein großer Unterschied. Und es könnte sein, dass wir mit all der Bibelkenntnis, die wir haben, ganz tief im alten Bund leben. Man muss ja immer gesagt bekommen, der alte Bund ist abgeschafft. Ja, theologisch ist abgeschafft, aber es sagt ja nicht, dass man nicht weiter... Ich meine, wir kommen später noch dazu, das folgt Israel. Irgendwann war die Schlacht auch abgeschafft. Die haben trotzdem weiter geschlachtet. Könnte sein, dass der alte Bund ist abgeschafft. Stimmt, aber es könnte sein, dass wir noch immer dran leben. Es könnte wirklich sein, dass wir noch immer dran leben.

[1:15:54] Er sagt weiter: Und die Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du wo tragen? Auf dem Herzen. Gott wünscht sich so in den, schon im Alten Testament, in 5. Mose, dass die Worte von hier wieder dahin kommen. Das waren drei Schritte, die wir heute betrachtet haben. Vom Busch zum Ohr. Vom Ohr zum Stein. Vom Stein zum Herz. Gott ist entbrannt für sein Volk, als es noch in der Wüste, als es noch in der Sklaverei war. Und er wollte zu ihnen sprechen. Sie haben es abgewiesen. Nicht zu schnell, nicht zu viel, nicht zu direkt. Er musste es aufschreiben. Auf Stein. Aber seit der Zeit versucht er, seinem Volk beizubringen, diese Gedanken, diese Ideen dahinter, die sollen nicht auf Stein bleiben, die sollen ins Herz. Die Worte, die ich dir heute gebiete, all die Zehn Gebote, die er wiederholt, die sollst du auf dem Herzen tragen.

[1:16:46] Und heißt es: Simon, du sollst dir deinen Kindern einschärfen, davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf den Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. Wenn du in jemanden verliebt bist, was machst du? Okay. Ständig an ihn denken. Du wachst auf und was ist dein erster Gedanke? Oh, heute muss ich Hausaufgaben machen. Oh, ich muss den Müll rausbringen. Ist das dein erster Gedanke, wenn du frisch verliebt bist? Nein. Wenn du frisch verliebt bist und du in Facebook willst, was schreibst du? Was wirst du da so posten? Bilder von deiner Wohnung? Bilder von deinem Auto? Bilder von deinem Lieblingsfußballer? Nein, Bilder von deiner Freundin, oder?

[1:17:32] Wann ist es letztes Mal vorgekommen, dass du aufgewacht bist und dein erster Gedanke war: Gott, ich hab dich so lieb. Und ins Bett gegangen bist, dein letzter Gedanke war: Gott, ich hab dich so lieb. Du in der U-Bahn saßt auf dem Weg zur Arbeit. Das ist ja das, was dort steht. Wenn du auf dem Weg, es steht in der U-Bahn, aber es gab noch keine U-Bahn. Wenn du auf dem Weg zur U-Bahn bist, wenn du zu Hause die Wäsche bügelst, wo denkst du nach? Wenn du in der Dusche stehst, wo auch immer, ist Gott da mit dir? Oder soll ich sie zum Zeichen auf deiner Hand bilden und sie sollen dir zum Erinnerungszeichen über den Augen sein. Gott weiß ja, dass wir so vergesslich sind, deswegen möchte er uns daran erinnern. Über den Augen ist was? Was ist hier? Unser Denken, unsere Entscheidung. Da möchte er hin, da. Aber das Ding ist, Gott kann da nicht freiwillig hinein. Und 2. Mose 20 beweist es. Er hat es versucht über das Ohr, nicht wahr? Aber wenn der Mensch sagt, nein, kein Eintritt, dann geht er zurück. Umweg auf den Stein und versucht von dort hinein in unser Herz zu sprechen. Wenn wir es lesen, darüber nachdenken.

[1:18:44] Als allerletztes, der letzte Abschnitt für heute. 5. Mose 18. Gott sagt: Das ist gut für eine Zeit so. Ich habe Verständnis mit euch. Ich habe euch so lieb. Ich ertrage jetzt mal eure Hartnäckigkeit, aber ich werde mich nicht auf ewig damit abfinden. 5. Mose 18, wie es dort heißt, in Vers 15: Einen Propheten wie mich wird dir der Herr, dein Gott, erwecken aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern. Auf ihn sollst du was. Es muss in dein Ohr hinein. Einen Propheten wie mich. Gab es noch einen Propheten wie Mose? Sagt die Bibel was darüber? Die Bibel sagt, am Ende von 5. Mose entstand nie wieder ein Prophet in ganz Israel wie Mose. Wer war der Prophet wie Mose? Was war das Besondere an Mose? Was hat ihn von allen anderen Propheten ausgezeichnet? Das waren viele Dinge, aber was war das Wichtigste? Er hat das Volk herausgeführt. Er hat das Volk aus der Knechtschaft herausgeführt, mit Gottes Hilfe. Welcher Prophet war in dieser Hinsicht so wie Mose? Jesus.

[1:20:04] Da wird jemand kommen, so wie Mose. Ich werde es ein zweites Mal versuchen. Ich werde ein zweites Statement euch arrangieren. Diesmal müsst ihr hören. Es heißt in Vers 16: Ganz so, wie du es von dem Herrn, deinem Gott, am Horeb erbeten hast, am Tag der Versammlung, in dem du sprachst: Ich will von nun an die Stimme von Mose 20 und sag dann: Und der Herr sprach zu mir: Sie haben recht geredet. Ich will ihnen einen Propheten, wie du es bist, aus der Mitte ihrer Brüder wecken und meine Worte wohin? In seinen Mund legen. Der soll alles zu ihnen reden, was sie im Gebiete Gottes sagt. Mein erster Versuch, vom Feuer des Busches in euer Herz hineinzusprechen, ist misslungen. Ich musste den Rückzug antreten auf den Stein. Das da aufschreiben. Ich werde diese Worte noch mal nehmen und werde sie in den Mund eines Propheten legen, der zu euch kommen wird und der wird euer Herz erreichen. Jesus. Und das Wort wurde Fleisch. Sein Name? Emanuel. Gott mit uns.

[1:21:16] Wer von euch möchte sagen: Ich habe genug. Mit diesem alten Bund. Ich habe genug damit, Regeln zu tun. Ich habe es satt. Einfach nur das Richtige zu tun. Ich möchte Gott lieben, von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt. Ich möchte weg von den Buchstaben hin zum Geist. In mein Herz. Gibt es jemand, der sagt: Das habe ich nötig. Dringend nötig. Und gemeinsam aufstehen und Gott bitten und zu ihm beten.

[1:21:58] Lieber Vater im Himmel. Du hast gesehen, was ein gewaltiges Thema wir studiert haben. Das Volk Israel hat damals, die nicht hören wollen, sie haben gesagt, dass die Worte, von denen die Bibel sagt, dass in ihnen das Leben ist. Sie haben gedacht, das Leben ist tot. Und so oft passiert es auch, dass wir die Worte, die unser Leben sein könnten, beiseite legen, weil wir uns ertappt fühlen, weil wir uns schlecht fühlen, wenn wir es lesen, weil wir vielleicht unsere Gewohnheiten ändern müssen. Jesus, lass uns nicht diesen Fehler machen, den das Volk Israel gemacht hat. Lass uns erkennen, dass in all dem, was die Bibel sagt, inklusive 3. Mose und all dieser scheinbar so langweiligen Gesetze, du eine Sache immer wieder und immer wieder versuchst deutlich zu machen. Dass du uns liebst und dass diese Liebe, die du hast, auch in unser Herz hinein möchte. Dass wir gemeinsam die gleichen Gedanken haben, dass unsere Herzen in Gleichtakt schlagen, was man ja dann landläufig Liebe nennt. Jesus, ich bitte dich von ganzem Herzen, hilf mir, hilf jedem Einzelnen von uns. Dass wir ihn durchdringen von einer Steinreligion zu einer Herzreligion. Von einem Gehorsam von Regeln dazu, dass die Regeln und die Prinzipien hinter den Regeln unser eigenes werden, was nur durch deinen Geist möglich ist. Und wir danken dir von ganzem Herzen, dass du uns die Augen geöffnet hast für dieses so gewaltige Thema, so wichtige Thema. Und dass wir uns nicht zufriedengeben mit einer Distanzbeziehung zu dir, wo jemand anders noch zwischen uns steht. Bitte hilf uns, dich zu erkennen, wie du es bist. Und hab Dank, dass wir schon am nächsten Dienstag die Gelegenheit haben werden, darüber viel mehr zu erfahren. Denn das Thema sein wird: Gott erkennen, wie er möglich ist. Führe uns jetzt gesund nach Hause und lass uns über dieses Thema nachdenken, so wie wir es gelesen haben. Denn nur durch das Nachdenken kommen diese Ideen und Gedanken und Wahrheiten in unser Gehirn hinein und können uns dort verändern. Lass uns nachdenken und lass es uns umsetzen. Amen.


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