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In diesem Video der Serie „Gott mit uns“ spricht Christopher Kramp über das Thema „Liebeslieder – Gott erkennen, wie Er wirklich ist“. Er beleuchtet, wie Gott seine Liebe durch Lieder und Gedichte ausdrückt und wie diese in der Bibel zu finden sind. Anhand von Beispielen aus den Psalmen und dem Hohelied zeigt er, wie Gott seine Gefühle und seine tiefe Verbundenheit mit den Menschen offenbart. Das Video lädt dazu ein, die Liebe Gottes auf eine neue und tiefere Weise zu erkennen und zu verstehen.

In diesem Vortrag von Christopher Kramp geht es um das Thema „Liebeslieder“ und wie wir Gott erkennen können, wie er wirklich ist. Er beleuchtet die biblische Bedeutung von Liebesliedern und Gedichten als Ausdruck tiefer Gefühle und vergleicht dies mit Gottes Ausdruck seiner Liebe. Der Vortrag untersucht die verschiedenen Lieder in der Bibel, von den freudigen Lobgesängen bis zu den traurigen Klageliedern, und wie sie Gottes Gefühle widerspiegeln. Besonderes Augenmerk liegt auf den Psalmen als „Liederbuch der Bibel“ und wie sie die Prinzipien des Bundes und die Liebe Gottes zum Ausdruck bringen.


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Serie: Gott mit uns

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Transkript

[0:30] Einen wunderschönen guten Abend. Herzlich willkommen allenjenigen, die hier den Weg hierher gefunden haben und allenjenigen, die live zugeschaltet sind auf joelmedia.de. Natürlich auch wieder ein ganz herzliches Willkommen unseren bulgarischen Freunden im Nebenraum. Ich hoffe, ihr versteht mich gut und danke auch unserer lieben Übersetzerin, dass es so gut funktioniert.

[1:05] Heute haben wir unser drittes Thema in der Reihe Gott mit uns. Und wir haben uns, wie schon angedeutet, in zwei Themen bereits Gedanken gemacht über die Grundsätze der Liebe Gottes und dieser Liebesgeschichte, die über viele Jahrtausende in der Bibel uns beschrieben ist. Heute heißt das Thema Liebeslieder: Gott erkennen, wie er wirklich ist. Wer von uns hat schon mal ein Liebeslied geschrieben? Noch kein Liebeslied geschrieben? Wer von uns hat ein Liebesgedicht geschrieben? Ehrlich? Wir haben am ersten Abend die Frage gestellt: Wer war schon mal verliebt? Da haben sich ein paar mehr die Hände gehoben. Also Liebesgedichte zu schreiben ist ja relativ gewöhnlich. Liebeslieder zu schreiben vielleicht nicht, da muss man vielleicht ein bisschen musikalische Fantasie haben. Aber nicht unbedingt. Ich war vor einiger Zeit mal auf einer Hochzeit von guten Freunden, und da hat es dann der Bräutigam tatsächlich gewagt, er hat während des Eheversprechens angefangen zu singen und hat das ganze Eheversprechen gesungen mit so einer Melodie, die er sich selbst ausgedacht hat. Er war jetzt nicht der Supersänger, aber die Kirche war nassgeschwemmt, die Leute sind ausgeflippt, haben geweint, und das war unglaublich. Jedenfalls, Liebeslieder und Liebesgedichte sind so ein besonderer Ausdruck von frischer Liebe. Ich weiß noch, als ich frisch verliebt war in meine Frau, da haben wir relativ viel so Gedichte geschrieben, Liebesbriefe geschrieben, sogar ist mal ein Lied entstanden. Und wir wollen uns heute Gedanken machen, ob Gott auch solche Liebeslieder schreibt und ob es solche Liebeslieder in der Bibel gibt.

[2:50] Bevor wir das tun, möchte ich uns einladen, noch einmal ganz kurz unser Haupt zu neigen, dass wir ein Gebet sprechen können und dann fangen wir direkt an. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir heute dein Wort studieren können. Wir möchten dich bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist gegenwärtig bist und dass wir verstehen können, wer du wirklich bist. Wir wollen das erkennen, wir wollen eine innige Beziehung zu dir aufbauen. Und wir danken dir, dass wir hineintauchen können in die Tiefen deiner Liebe heute Abend in deinem Wort. Hab Dank dafür, Jesus. Von ganzem Herzen, halte du alle Störende fern und sei du bei uns gemäß deiner Verheißung. Amen.

[3:25] Bevor wir beginnen, wollen wir zwei Minuten nehmen, um eine kurze Wiederholung von dem zu machen, was wir in den letzten beiden Abenden betrachtet haben. Wir haben den ersten Abend angefangen mit der Idee, dass Gott den Menschen für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen hat. Was war der Zweck, für den der Mensch erschaffen wurde? Weiß es jemand noch? Gott ähnlich zu sein. Und da haben wir die Frage gestellt: Okay, wenn wir Gott ähnlich sein sollen, wie sollen wir ihm ähnlich sein? Wie ist Gott? Und da haben wir festgestellt, die Bibel sagt, Gott ist die Liebe. Das heißt, Gott wünscht sich, dass auch wir diese Liebe widerspiegeln. Und weil der Mensch nicht so wirklich begreifen konnte, was eigentlich Liebe ist, hat Gott zu einem Gleichnis gegriffen. Und was war das Gleichnis, das Gott ausgesucht hat, womit der Mensch verstehen konnte, was Liebe ist? Das war die Ehe. Die Beziehung zwischen Mann und Frau sollte ein Gleichnis sein, so haben wir es in der Bibel gesehen, zu der Beziehung zwischen Mensch und Gott. Und diese Liebe hat Gott dann wo ausgedrückt? Wo findet diese Liebe ihren Ausdruck? Im Gesetz Gottes. Wir haben gesagt, Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes. Wir haben gesehen, all diese zehn Ideen in den zehn Geboten beschreiben eigentlich wirklich diese Beziehung zwischen Gott und Menschen und zwischen Menschen und Mensch. Und wir haben gesehen, dass Gott sich wünscht, mit uns eine sehr innige Verbindung einzugehen, und man nennt das auch den Bund. Und Bund bedeutet, was bedeutet Bund nochmal? Gelübde, ja. Im eigentlichen Wortsinn bedeutet Bund, da verbinden sich zwei.

[5:02] Wir haben gesehen, Jesus sagt: Ohne mich könnte er wie viel tun? Nichts. Und dann sagt Paulus: Ich vermag alles durch den, der mich stark macht. Mit Christus können wir alles, ohne Christus können wir nichts. Und wir haben gesehen, dass dieser Bund ursprünglich zwei Kennzeichen hatte. Dieser Bund, dieser ewige Bund, der wird in Hebräer 8, Vers 10 und 11 beschrieben. Was war das erste Kennzeichen dieses Bundes? Wollen wir jetzt mal wiederholen, dass wir das als Grundlage haben. Was war das erste Kennzeichen des Bundes? Das Gesetz soll wohin? Ins Herz. Das erste Kennzeichen der Verbindung zwischen Mensch und Gott ist, dass die Gebote Gottes, sein Gesetz, sein Wesen, seine Liebe, sein Charakter im Herzen sind. Und das zweite Charakteristikum dieses Bundes ist was? Können wir uns erinnern? Genau, dass niemand dazwischen steht zwischen mir und Gott. Das heißt, niemand wird mehr sagen: Erkenne den Herrn, sondern jeder wird den Herrn selbst erkennen, vom Größten bis zum Kleinsten unter ihnen. Und wir haben gesehen, erkennen bedeutet was? Heißt es ein intellektuelles Wissen? Es bedeutet, Adam und Eva, Adam erkannte sein Weib, und sie war schwanger. Das waren die beiden Grundideen beim Bund. Das Gesetz, das Wesen Gottes sollte in unserem Denken, in unserem Herzen sein. Und Gott möchte eine direkte Verbindung zu jedem Einzelnen, ohne Priester, ohne Mensch, ohne Vermittler dazwischen. Er möchte den direkten Weg. Das ist das Kennzeichen des Bundes, so wie Gott ihn sich gedacht hat.

[6:30] Und was ist dann passiert, warum wir diesen Bund nicht mehr, oder warum die Menschen diesen Bund nicht mehr so erlebt haben? Was ist hineingedrungen in die Welt? Die Sünde. Und Sünde haben wir definiert als was? Die Bibel sagt, Sünde ist Gesetzlosigkeit, und das Gesetz ist Ausdruck der Liebe. Das heißt, Sünde ist die Übertretung der Liebe, das Leben außerhalb der Liebe, das Brechen der Liebe sozusagen. Und die Bibel sagt, durch Sünde sind wir von Gott getrennt. Sünde trennt den Bund. Und wir haben gesehen, es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder Sünde oder Bund. Entweder mit Gott verbunden sein oder in Sünde leben. Und wir haben gesehen, dass dann schon im ersten Buch Mose Gott immer wieder Verheißungen gegeben hat, dass er diesen Bund erneuern möchte, dass er noch einmal diesen Bund eingehen möchte mit den Menschen, dass er noch einmal versuchen möchte, sein Wesen, sein Gesetz in das Denken der Menschen zu schreiben, und dass er noch einmal versuchen möchte, mit jedem einzelnen Menschen eine direkte Verbindung zu haben. Und dazu muss er noch etwas tun. Das dritte Element, das jetzt zu dem Bund hinzu kam, können wir uns daran erinnern? Es war, die Sünde muss hinweggenommen werden, ganz genau in Römer 11. Das war das dritte Element im Bund. Wenn die Sünde, das was trennt, hinweggenommen wird, dann bleibt da nur noch der Bund übrig. Das waren diese drei Elemente jetzt im Bund.

[7:45] Und wir haben gesehen dann letztes Mal, dass Gott das Volk Israel sozusagen als Beispiel aus der Wüste herausgeführt hat, um zu illustrieren, wie er so einen Bund angeht. Wir haben gesehen, wie er sie aus der Knechtschaft, der Sklaverei herausgeführt hat. Und wie er Feuer und Flamme für sie war. Womit hat er das ausgedrückt? Seine tiefe Liebe. Das kam dann mit den zehn Geboten. Aber was war das erste Mal, wo er ganz deutlich gezeigt hat, wie seine Liebe zum Volk Israel ist? Wie hat er es dem Volk, dem Mose gezeigt? Beim brennenden Dornbusch, als er in Flammen aufging. Und wir haben gesehen, die Bibel sagt ganz deutlich, dass die Liebe Gottes wie ein Feuer ist. Die Bibel sagt, Gott ist ein verzehrendes Feuer, aber Gott ist auch die Liebe. Und wir haben dann gesehen, dass Gott versucht hat, dort am Berg Sinai das Feuer der Liebe Gottes hineinzubekommen in das Denken. Er hat zu ihnen gesprochen. Er hat vor dem Berg Sinai was gesprochen? Die zehn Gebote, die zehn Ideen über die Liebe Gottes. Er hat versucht, dass es in ihr Herz kommt. Er wollte eine direkte Verbindung haben zu ihnen. Und was haben die Israeliten gesagt? Sie haben sich gefürchtet. Und wir haben gesehen, dass so wie bei Adam auch hier das Problem Sünde war. Denn Furcht ist nicht in der Liebe. Und weil sie sich gefürchtet haben und gesagt haben: Oh nee, wenn wir jetzt Gott ganz nah an uns heranlassen, dann werden wir nicht nur Materialien bekommen, dann müssten wir ja auch von unseren Sünden befreit werden. Dann würde er uns ja von unseren Sünden befreien. Dann müssten wir unsere Lieblingssünden aufgeben. Deswegen haben sie gesagt: Lasst uns mal lieber auf Distanz bleiben. Schreib mal erstmal alles auf, was du möchtest. Wir wollen einen Mittler haben, jemanden, der zwischen uns und Gott steht. Wir wollen das Gesetz erstmal nicht im Herzen haben. Uns reicht es auf Stein. Und so haben wir gesehen, wie dieser sogenannte alte Bund entstanden ist. Der war nicht der erste Bund. Den anderen Bund, den ewigen Bund gab es schon immer. Aber dieser alte Bund war wie so ein Zwischenschritt, so eine Art Rückschritt, so ein halber Kompromiss zwischen Gott und den Menschen. Gott wollte den Menschen nicht aufgeben und sagte: Okay, ich gehe da darauf ein, ich erkläre euch mal genau, was ich meine. Aber das, was dort auf Stein geschrieben war durch den Finger Gottes, hätte eigentlich durch den Geist Gottes in ihr Herz geschrieben werden sollen.

[10:02] Und so haben wir gesehen, wie dann die ganzen fünf Bücher Mose Lektionen über den Bund enthalten, Lektionen darüber enthalten, wie Gott sich wünscht, dass er eigentlich mit uns Beziehungen haben möchte. Und wir wollen den Gedanken dort aufgreifen und uns die Frage stellen, wie Gott es geschafft hat, den Menschen deutlich zu machen, wie er wirklich ist. Denn offensichtlich haben die Menschen dort, die Israeliten dort am Horeb, nicht verstanden, wie Gott wirklich ist. Sie haben das Feuer der Liebe als Feuer der Zerstörung wahrgenommen. Sie haben die Worte des Lebens als Worte des Todes wahrgenommen. Sie haben zwar gehört und gesehen, aber sie haben nicht verstanden. Und die Frage ist, wie schafft es Gott? Wie schafft es Gott, das auszudrücken, was zu tiefst im Herzen ist? Und Gott schafft es auf die gleiche Art und Weise, wie auch viele Menschen versuchen, ihre Liebe auszudrücken, das, was eigentlich unersprechlich ist: durch Liebesgedichte und durch Liebesworte. Vielleicht sagt jemand von uns: Aber Gott singt doch nicht, oder? Gott ist doch viel zu erhaben, als dass er singen würde.

[11:07] Schauen wir mal einen Text der Bibel an, und wir wollen jetzt in unser Bibelstudium hineingehen, der uns vom Gegenteil überzeugen soll. In Zephania, einer der kleinen Propheten, ganz am Ende des Alten Testamentes, leicht zu finden zwischen Habakuk und Haggai, da finden wir Zephania 3 und dort Vers 17, fast am Ende des Buches. Zephania 3, Vers 17, da heißt es: Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der rettet. Er wird sich über dich freuen mit Wonne, er wird still sein in seiner Liebe, er wird sich über dich jubelnd frohlocken. Jetzt weiß ich nicht, was wir uns vorstellen unter jubelnd frohlocken. Kann mir jemand sagen, was das wohl bedeutet, jubelnd frohlocken? Vor Freude springen, sagt jemand. Was könnte das noch bedeuten? Jubeln, genau. Das hebräische Wort meint eigentlich rufen und singen, also laut singen. Wenn jemand frisch verliebt ist, dann könnte es in die ganze Welt hinaus posaunen. Gott singt über diejenigen, die zu ihm stehen. Er freut sich, er jubelt und er singt.

[12:20] Aber Gott kann auch andere Lieder singen. Wenn man das Radio anmacht, wir haben es ja schon kurz angesprochen, dann gibt es zwei Kategorien von Liedern. Es gibt Liebeslieder und es gibt Liebeslieder. Das eine sind die Liebeslieder, die sind positiv. Da singt jemand davon, wie schön es ist. Und dann gibt es die anderen Lieder, die singen davon, wie schön es gewesen ist. Das sind die traurigen Liebeslieder. Das sind die beiden Varianten, was es an Liedern gibt in der Welt. Und Gott hat nicht nur Lieder der Freude in der Bibel, sondern auch Lieder der Trauer.

[12:55] Schauen wir mal eins auf, nur als Beispiel, um uns da hinein zu versetzen. In Hesekiel 28, Vers 12. Das ist eines der traurigsten Lieder überhaupt in der Bibel. Hesekiel 28 und dort Vers 12. Dort heißt es: Menschensohn, stimme ein, was? Ein Klagelied an über den König von Tyrus. Und dann dieser König von Tyrus ist nur ein Symbol, wie man den Text weiterliest, feststellt. Denn da heißt es von diesem König von Tyrus, zum Beispiel in Vers 14: Du warst ein gesalbter, schützender Cherub, ja, ich hatte dich dazu eingesetzt. Du warst auf dem heiligen Berg Gottes und du wandeltest mit nur den folgenden Steinen. Vers 15: Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung. Und hier spricht es von jenem berühmten Engel, den die Bibel anderer Stelle Lucifer nennt. In Vers 12 heißt es, der vollkommen war, das Siegel der Vollendung, voller Schönheit und voller Weisheit, der am Thron Gottes stand. Das sagt das Wort: schützender, schirmender Cherub. Er war einer der Engel, die am allerengsten, am allerdichtesten bei Gott waren. Kaum ein anderer Engel hatte so ein enges Verhältnis zu Gott. Und was ist passiert? Lesen wir Vers 14, 15 zu Ende. Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung an, bis was? Bis Sünde in dir gefunden wurde. Und was ist Sünde? Haben wir gesagt. Sünde ist die Übertretung des Gesetzes. Das Gesetz ist die Liebe. Es ist eine Übertretung der Liebe. Es ist ein Hinausgehen aus der Liebesbeziehung. Das heißt, es führt zur Trennung.

[14:44] Gott singt ein Trauerlied, weil sich jemand von ihm getrennt hat. Und das ist der Inhalt fast aller Liebeslieder: Wie war es so schön damals. Und jeder, der schon so eine Trennung hinter sich hat, kann das nachvollziehen, was Gott dir sagt: Wie war das noch schön, als wir noch völlige Harmonien hatten, als du bei mir warst, als du nicht schlecht über mich gesprochen hast. Wie hat es Gott getroffen, als der Satan, also der Lucifer ursprünglich, den er so sehr liebte, der so eng bei ihm war, plötzlich anfing, schlecht über ihn zu reden, andere aufzuhetzen und sich von ihm zu entfernen? Gott singt ein Trauerlied, er ist bis ins Herz hinein zerrissen.

[15:30] Und so stellen wir fest, dass es in der Bibel immer wieder Lieder gibt, die Gottes Gefühle ausdrücken. Und ein Buch in der Bibel ist ganz besonders berühmt für seine Lieder. Welches Buch ist das? Das sind die Psalmen. Die Psalmen sind das Liederbuch der Bibel.

[15:51] Bevor wir zum Psalm gehen, ganz kurz lesen wir 2. Samuel 23. 2. Samuel 23 und dort Vers 1 und 2. 2. Samuel 23 und dort Vers 1 und 2. Und dies sind die letzten Worte Davids. Er spricht: David, der Sohn Isais. Er spricht: Der Mann, der hoch erhoben wurde, der Gesalbte des Volkes Jakobs. Was steht jetzt als nächstes bei euch? Der liebliche Psalmdichter. Was ist ein Psalmdichter auf Deutsch? Ein Liederschreiber, ein Liedermacher. David war nicht nur König, er war ein Liedermacher. Er hat Lieder gedichtet und geschrieben, die Melodie auch dazu. Er war ein begabter Harfenist, mindestens hat auch andere Instrumente erfunden. Er war der liebliche Psalmdichter in Israel. Und jetzt sagt uns die Bibel, wessen Lieder er aufgeschrieben hat. Vers 2: Der Geist des Herrn hat durch wen? Durch mich geredet, und sein Wort war auf meiner Zunge. David sagt: Als ich da meine Lieder komponiert habe, die Psalmen, da waren es nicht meine Worte, sondern es waren dessen Worte: Gottes Worte. Das heißt, eigentlich sind die Psalmen nicht Davids Lieder, sondern Gottes Lieder. Wenn wir Gottes Lieder, seine Liebeslieder und auch alle seine anderen Lieder finden wollen, dann müssen wir zu den Psalmen gehen, denn Gottes Liebeslyrik findet sich in den Psalmen.

[17:30] Einer der größten Psalmdichter, David. Weiß jemand, was David übersetzt heißt? Liebevoll oder der Geliebte oder Liebe. Das Wort kommt von der Wurzel Liebe. Es ist nicht erstaunlich, dass der berühmteste Psalmdichter in seinem Namen das Wort Liebe trägt. Und die Bibel sagt etwas ganz Außergewöhnliches über diesen David.

[17:54] Schauen wir gemeinsam in Apostelgeschichte 13. Apostelgeschichte 13 und dort Vers 22. Apostelgeschichte 13, Vers 22. Die Bibel sagt: Und nachdem er ihn abgesetzt hatte, erweckte ihnen David zum König, von dem er auch Zeugnis gab und sprach: Ich habe David gefunden, den Sohn Isais, einen Mann nach meinem was? Nach meinem Herzen. David war ein Mann nach dem Herzen Gottes. Mit anderen Worten, in seinem Herz und in Gottes Herzen, da schlugen dieselben Prinzipien. Welche Prinzipien waren das? Was ist ein Gottes Herz? Die Liebe. Und die Liebe findet sich im Gesetz. David hatte das Gesetz. Wo? In seinem Herzen. David war hindurchgedrungen durch das System des alten Bundes, das nur die formale Theorie aufgeschrieben hat, war hindurchgedrungen zur Praxis, von der Theorie zur Erfahrung hindurch. Er war ein Mann nach dem Herzen Gottes. Und deswegen konnte er diese Lieder schreiben, die aus dem Inneren herausgequollen sind.

[19:14] Und nicht nur er hat solche Lieder geschrieben. Es gibt noch einen anderen Psalmdichter in der Bibel, der auch viele Lieder geschrieben hat: Salomo. Wie viele Lieder hat Salomo geschrieben? 1005, ganz genau. Das steht in 1. Könige 5, Vers 12. Für die, die mitschreiben: 1. Könige 5, Vers 12. 1005 Lieder. Salomo heißt übrigens was übersetzt? So ähnlich wie Schalom. Friede.

[19:49] Nun, kann man dann von den Psalmen wirklich sagen, dass sie Liebeslieder sind? Schauen wir mal einfach ein paar Psalmen an, kursorisch, wir haben ja nicht die Zeit, alle 150 zu lesen. Und stellen uns dann die Frage: Sind es Liebeslieder? Und lassen wir die Psalmen für sich selbst reden. Fangen wir mal an in Psalm 18 und dort Vers 1, oder Vers 2, je nachdem die Übersetzung, ohne den Vorspann. In Psalm 18, Vers 2 heißt es: David singt als allererstes: Ich will dich was? Von Herzen lieben, oh Herr, meine Stärke. Eine der Grundtöne in den ganzen Psalmen ist: Ich will dich lieben. Nicht nur auf Befehl, oder nicht nur, weil man es mir so gesagt hat, sondern von Herzen.

[20:46] Das heißt, die Psalmen beschreiben das, was man den Bund nennt. Was hatte Paulus nochmal gesagt? Alles vermag ich durch den, der mich stark macht. David sagt: Ich will dich von Herzen lieben, oh Herr, meine Stärke. In den Psalmen finden wir ausgedrückt in Lyrik und in Poetik die Prinzipien des Bundesgottes.

[21:12] Nun, sind Liebesgedichte etwas, was man gerne überall breittritt und öffentlich erzählt? Wer hat mal Liebesbriefe geschrieben? Ganz ehrlich, wer hat mal in seinem Leben einen Liebesbrief gelesen? Also der Livestream guckt doch nicht zu. Schon, nicht wahr? Also man zeigt das vielleicht der besten Freunde, nicht wahr? Man würde es aber nicht unbedingt seinen Eltern vorlesen, oder? Und schon gar nicht irgendwo auf der Straße oder so. Das ist etwas, was durchaus vertraut ist.

[21:41] Hat Gott auch Geheimnisse? Dinge, die er nur mit seinen Vertrautesten beschreibt?

[21:47] Schauen wir mal ganz kurz in Psalm 25 und dort Vers 4. Psalm 25, Vers 4 heißt es: Herr, zeige mir deine Wege und lehre mich deine Pfade. Jetzt, wenn wir erkennen wollen, was Gottes Wege sind, wenn wir seine Pfade, sein Wesen besser verstehen wollen, etwas, was nicht sofort offensichtlich ist, nicht wahr? Dann müssen wir diese Erkenntnis, diese Beziehung zu Gott besser verstehen.

[22:29] Und einer dieser Psalmdichter, Salomo, gibt uns einen guten Anfangsstartpunkt. Schauen wir mal in Sprüche 1. Sprüche 1 und dort Vers 7. Kurze Wiederholung: Der Bund besteht aus was für drei Teilen? Was sind die drei Charakteristiken des Bundes? Erstens: Das Gesetz Gottes im Herzen. Zweitens: Das ist, den Herrn direkt erkennt, persönlich, nicht durch eine Mittelsperson. Das ist Hebräer 8, 10 und 11. Und das Dritte war: Gott möchte die Sünde hinwegnehmen. Das ist Römer 11.

[22:22] Jetzt schauen wir mal, was hier steht in Sprüche 1, Vers 7. Sprüche 1, Vers 7. Eines der ersten Aussprüche in dieser Liebeslyrik der Sprüche: Die Furcht des Herrn ist was? Der Anfang der Erkenntnis. Das haben wir meistens gelesen und gesagt: Naja, wir müssen Gott fürchten, damit wir klug werden, oder? Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis. Aber Erkenntnis meint was? Direkte, persönliche, intime Beziehungen mit Jesus. Und die beginnen womit? Mit der Furcht des Herrn.

[23:54] Jetzt müssen wir verstehen, was bedeutet die Furcht des Herrn? Bedeutet es, sich vor Gott zu fürchten? Ja oder nein? Warum kann es das nicht bedeuten? Weil wir gesehen haben, Furcht ist nicht in der Liebe. Als Adam sich gefürchtet hat, hat er keine Liebesbeziehung. Das heißt, Gottes Furcht bedeutet, sich nicht zu fürchten. Wir können das nochmal anschauen. Wir haben das gestern am letzten Samstagabend angeschaut, in 2. Mose 20. Nur nochmal ganz kurz zur Wiederholung. In 2. Mose 20 und dort Vers 20, da sagt Gott: Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht! Fürchtet euch nicht, denn Gott ist gekommen, um euch zu prüfen, und damit die Furcht vor ihm euch vor Augen sei. In anderen Worten, die Furcht Gottes bedeutet nicht, sich vor ihm zu fürchten. Macht ganz deutlich: Fürchtet euch nicht! Habt keine Angst, aber fürchtet Gott. Und was ist das Ziel von "fürchtet Gott"? Am Ende von Vers 20: Damit ihr nicht sündigt. Weil Sünde trennt den Bund. Gott sagt, die Furcht des Herrn ist das, was uns hilft, nicht zu sündigen. Deswegen sagt die Bibel, die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis.

[25:17] Jetzt, was bedeutet das genauer? Sprechen wir das ein bisschen genauer in diesen Liebesliedern der Bibel. Und zwar gehen wir gemeinsam zu Sprüche 8, Sprüche 8 und dort Vers 13. Heute wollen wir was ganz Interessantes entdecken. Sprüche 8, Vers 13. Die Bibel sagt: Die Furcht des Herrn bedeutet was? Die Furcht des Herrn bedeutet, das Böse zu hassen.

[25:57] Hat Gott Freude daran, wenn ich das Böse nicht tue? Ja oder nein? Ja oder nein? Gibt es Menschen in der Bibel, die das Böse nicht getan haben, an denen Gott keinen Gefallen hatte? Die das Böse nicht getan haben und an denen trotzdem Gott keinen Gefallen hatte? Es gibt eine ganze Menge von Menschen, die das Richtige getan haben, aber an denen Gott keinen Gefallen hatte. Die Gottes Willen sogar erfüllt haben, wie Jehu zum Beispiel, an denen Gott keinen Gefallen hatte, weil sie es nur aus Zwang oder aus Selbstsucht oder aus, ich kann natürlich sagen, es ist natürlich dann nicht wirklich was Gutes, aber sie haben äußerlich das Gute getan, sie haben nichts Böses getan, aber innerlich haben sie es nicht wirklich, das Böse verabscheut. Es fängt innen an, genau. Deswegen sagt Gott, die Furcht Gottes bedeutet, das Böse zu hassen.

[26:57] Es gibt zu viele Christen, die folgen Gott nach und sagen: Naja, ich tue das jetzt nicht, weil ich möchte in den Himmel kommen. Ich würde so gern. Und wenn ich eine Gelegenheit ergeben würde, wenn Gott vielleicht auch nur zwei Minuten mal kurz ins Wachkoma fallen würde, dann würde ich es schnell tun. Leider tut er das nicht, deswegen kann ich es halt nicht tun. Und ich mache es auch nicht, weil ich möchte ein treuer Christ sein. Die Furcht des Herrn bedeutet, das Böse zu hassen. So wie Josef, als das Böse in Form einer wunderschönen, attraktiven, leicht bekleideten Frau an ihn herankam, was hat er gesagt? Er hat gesagt: Du, ich kann leider nicht. Mein Gott verbietet mir das. Tut mir auch furchtbar leid. Was hat er gesagt? Wie sollte ich so etwas tun? Es ist doch gar nicht möglich. Das kam ihm gar nicht in den Sinn.

[27:52] Und jetzt vergleichen wir diesen Text einmal hier mit Psalm 97, Vers 10. Das ist ein ganz, ganz toller Vers. Psalm 97 und dort Vers 10. Was steht dort? Die ihr den Herrn... Was steht da? Liebt. Was sollt ihr tun? Die ihr den Herrn liebt: Hasst das Böse.

[28:25] Jetzt fassen wir zusammen. Bibel sagt in Sprüche 8, Vers 13: Die Furcht des Herrn bedeutet, das Böse zu hassen. Hier steht: Wer den Herrn liebt, der hasst das Böse. Was bedeutet Furcht des Herrn? Gott zu lieben. Die Furcht des Herrn bedeutet, wörtlich übersetzt, wenn wir die Verse aneinanderreihen, wenn es heißt: Fürchtet Gott, heißt es: Liebe Gott von deiner ganzen Seele, von deinem ganzen Herzen, von deinem ganzen Denken, von deinem ganzen, von allem, was du bist. Denn wer Gott liebt, der hasst das Böse. Und die Furcht des Herrn bedeutet, das Böse zu hassen.

[28:59] Macht ja auch Sinn, dass die Liebe der Anfang der Erkenntnis ist. Denn Erkenntnis ist die tiefste Form der Liebe. Adam erkannte sein Weib, und sie waren schwanger. Die haben sich immer vorher geliebt. Wenn sie nicht geliebt haben, wären sie nicht so weit gegangen. Die Frage ist also, wie kann ich ein Geist werden mit Gott, wie wir gesagt haben, wie kann ich so denken, wie er, ihm ähnlich werden, nur wenn ich ihn liebe. Ich kann das nicht erreichen durch äußeren Gehorsam. Ich kann es nicht erreichen durch äußeres Treusein. Ich kann es nicht erreichen durch Selbstanstrengung. Nur wenn da Liebe ist, kann die Liebe vertieft werden bis hin zur Erkenntnis. Ein Geist mit ihm zu sein.

[29:45] Viele Menschen fragen sich: Ich weiß nicht, wie Gott ist. Ich kann nicht so richtig eine Verbindung mit ihm aufbauen. Liegt es vielleicht daran, dass wir einfach ihn nicht lieben? Aber wir kennen ihn. Wir wissen, wer er ist. Wir kennen all seine Geschichten. Wir wissen, dass er allmächtig, liebevoll usw. ist. Wir können alles herbeten. Wir wissen auch, dass wir ihn lieben sollen. Aber immer und immer wieder versucht Gott, ihn durchzudringen, nicht nur zum Volk Israel, sondern auch zu uns und sagt: Wenn ihr wirklich so denken wollt wie ich, wie uns die Bibel sagt, ihr sollt so gesinnt sein wie Jesus Christus, dann müssen wir ihn lieben. Denn die Liebe, die Furcht des Herrn, ist der Anfang der Erkenntnis.

[30:24] Übrigens, vielleicht sagt einer: Warum wiederholst du das ständig? Weil es die Bibel ständig wiederholt. Von der ersten Seite bis zur letzten. Und ganz ehrlich, wenn man einen Liebesbrief schreibt oder ein Liebesgedicht, dann kann das ja auch nicht lang genug sein. Oder hat jemand von uns mal so einen Telegram-Liebesstil gehabt? So nach dem Motto: Ich hab dich lieb, alles klar, fertig, aus. Nein, wenn man ein Liebesgedicht schreibt, dann versucht man ein und denselben Gedanken in möglichst viele verschiedene Formen zu fassen, verschiedene Ideen, Gedanken, immer wieder von einer anderen Seite beleuchtet. Man findet so viel, tausend Facetten an seiner Geliebten oder an seinem Geliebten. Und deswegen wiederholt die Bibel so viel.

[31:03] Schauen wir nur mal ein Beispiel an. In Psalm 19, Vers 8-10. Mal sehen, ob wir die Wiederholung bemerken. Psalm 19, Vers 8-10. Hat jemand die Wiederholung gesehen? Es ist immer derselbe Gedanke, nur von unterschiedlichen Seiten. Der David kann gar nicht aufhören. Das Gesetz des Herrn, die Bestimmung des Herrn, das Wort des Herrn, das Zeugnis des Herrn. Immer wieder derselbe Gedanke, denn das Gesetz Gottes ist was? Liebe. Sein Liebeslied. Manchmal lesen wir es und denken: Naja, dem David ist halt nichts eingefallen. Er hat wahrscheinlich was Gesetz geschrieben, wahrscheinlich das Gleiche. Nein, er war so verliebt in Gott. Er hat ihn so sehr geliebt, dass er diese Liebe, die sich im Gesetz Gottes findet, in diesen Prinzipien, immer wieder von allen möglichen Seiten beschrieben hat. Und übrigens, es heißt hier: Die Furcht des Herrn ist was? Rein. Und wahre Liebe ist rein.

[32:20] Schauen wir mal, was weiter dort steht. Es heißt, sie bleibt. Wie lange? In Ewigkeit. Jetzt setzen wir noch mal das ein, was wir verstanden haben. Die Furcht des Herrn bedeutet, das Böse zu hassen. Wer Gott liebt, hasst das Böse. Mit anderen Worten: Die Furcht des Herrn ist die Liebe zu Gott. Gibt es andere Texte, die sagen, dass die Liebe bis in Ewigkeit bestehen bleibt? 1. Korinther 13 sagt: Die Liebe hört niemals auf. Das hat der Paulus nicht selbst erfunden. Das steht schon in Psalm 19, in diesem Psalm des Gesetzes. Die Furcht des Herrn bleibt in Ewigkeit, sie hört niemals auf.

[33:02] Also wer Liebeslieder schreibt, der wird kreativ, oder? Also da nicht alle von uns Liebesbriefe geschrieben haben oder Liebesgedichte. Ich weiß nicht, ob da jeder sich hineinversetzen kann. Aber ich denke, jeder von uns war doch verliebt und hat da eine gewisse Kreativität gespürt, mehr oder weniger. Also ich weiß, als ich verliebt war, ich bin immer noch verliebt, aber so frisch verliebt war, da habe ich meine Liebesbriefe, meine Kreativität, die fand keine Grenze. Ich habe angefangen, einen kleinen Liebesroman zu schreiben, in Fortsetzungsfolgen. Das hat dann irgendwann abgebrochen. Sollte ich eigentlich mal weiterschreiben? Jedenfalls, Kreativität ist ein Kennzeichen, wenn man von einer Sache ganz begeistert ist. Und so sind auch die Psalmdichter sehr, sehr kreativ.

[33:48] Besonders kreativ ist einer der wichtigsten und schönsten Psalmen. Was ist eigentlich der tollste Psalm der ganzen Bibel? 91 ist ein toller Psalm. Psalm 23 ist ein toller Psalm. Aber so der, der so am aller... Also wenn man so ganz, ganz, ganz begeistert ist, dann wird es relativ lange nicht. 119, nicht wahr? Worum geht es in Psalm 119? Um das Gesetz. Um was ist das Gesetz? Wer hätte das gedacht? Im Kapitel der ganzen Bibel geht 176 Verse worüber? Die Liebe Gottes, wie sie sich im Gesetz Gottes zeigt. Und weil man 176 Verse nicht einfach so schreibt, sondern ein bisschen Kreativität dazu braucht, sind die so... Weiß jemand, wie Psalm 119 geschrieben ist? Nach dem Alphabet, nicht wahr? Das geht los mit dem ersten Buchstaben des Alphabets, nämlich mit dem Aleph. Und die ersten 8 Verse fangen ich mit Aleph an, und dann fängt jeder einzelne Vers mit Aleph an. Kann man ja versuchen, ob das im Deutschen auch gelingt. Versucht mal ein Gedicht zu schreiben, wo jeder Satz 8 Sätze lang mit A anfängt. Oder das muss immer noch Sinn machen, nicht wahr? Und dann die nächsten 8 Sätze, jeden Satz anfangen mit B. Und dann den nächsten mit C. Und dann mit D. Und mit E. Und mit F. Und mit G. Und auch später mit Y und X und Z und W und V. Denn der Psalm, der schafft das. Alle Buchstaben des Alphabets sind durch hier: Aleph, Bet, Gimmel, Dalet, He, Waf, Zayin, Chet, Tet, Jod, Kaf, Lamed, Mem, Nun, Samech, Ajin, Pe, Zade, Kof, Resch, Schin und Taw. Alle durch. Und zu jedem Fall in 8 Sätze ein. Und worum geht es die ganze Zeit? Um das Gesetz, um das Gesetz, um das Gesetz. So begeistert von der Liebe. So begeistert vom Gesetz. Und ich wünschte mir, dass wir auch so begeistert sein könnten vom Gesetz Gottes, weil wir verstehen, worum es wirklich geht. Und nicht sagen: Ah, das Gesetz Gottes ist auch ganz wichtig, nicht wahr? Weil das ist eine Gerechtigkeit und wir müssen ja auch wissen, wie wir es zu leben haben. Nein.

[35:53] Nur mal ein paar kursorische Highlights aus Psalm 119. Okay? In Psalm 119, wir fangen in Vers 97 an. Wir machen so eine, wie sagt man, Vogelperspektive in Psalm 119. Vers 97: Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Ich sinne darüber nach den ganzen Tag. Vers 113: Ich hasse die geteilten Herzen sind, aber dein Gesetz habe ich lieb. Vers 119: Wie Schlacken räumst du alle Gottlosen von der Erde hinweg. Darum liebe ich deine Zeugnisse. Vers 127: Darum liebe ich deine Gebote mehr als Gold und feines Gold. 132: Wende dich zu mir und sei mir gnädig nach deinem Rechtsspruch für die, welche deine Namen lieben. 132. Nee, hatten wir gerade. 159: Da heißt es: Siehe, ich. Ich. Ich kann es nicht hören. Genau. Ich liebe deine, oder ich habe sie lieb, nicht wahr? Deine Vorschriften, deine Befehle. 163: Ich hasse die Lüge und verabscheue sie, dein Gesetz aber habe ich lieb. 165: Großen Frieden haben die, die dein Gesetz lieben. 167: Meine Seele bewahrt deine Zeugnisse und liebt sie sehr. Der hört gar nicht auf. Liebe, Liebe, Liebe, Liebe. Der wiederholt sich, wiederholt sich, wiederholt sich. Man wird denken: Naja, jetzt ist mal gut, jetzt haben wir den Punkt verstanden. Es geht nicht darum, eine Lehre zu formulieren. Den Punkt von Psalm 119 hätte man in zwei Sätzen zusammenfassen können. Aber es ist halt eben nicht ein Report in der Zeitung. Es ist ein Liebeslied, das immer wiederholt und wiederholt von der anderen Seite. David hatte das Gesetz Gottes so sehr im Herzen, er konnte gar nicht aufhören.

[37:45] Die Frage ist: Hast du das Gesetz Gottes so sehr im Herzen, dass du Tag und Nacht darüber nachsinnst, dass du zu jedem einzelnen Buchstaben des Alphabets etwas sagen könntest? Das Gesetz Gottes. Weil es aus dir hervorsprudelt.

[38:01] Aber David hatte auch andere Zeiten erlebt. Es kam der Zeitpunkt, wo David eines Tages nicht einschlafen konnte. Und eigentlich sagt er, ich sinne mit deinem Gesetz nach, Tag und Nacht. Ich habe aber die Vermutung, obwohl die Liebe nicht sagt, dass er in diesem Abend nicht so ausführlich über das Gesetz Gottes nachgedacht hat, wie sonst. Denn wenn er über das Gesetz Gottes dort auf dem Bett nachgedacht hätte und dann aufgestanden wäre, dann hätte er immer noch das Gesetz Gottes in seinem Herzen, in seinen Gedanken gehabt. Aber offensichtlich war das nicht so ganz gegenwärtig. So wie es uns manchmal auch passiert, dass wir zwar wissen, dass wir noch mit jemandem verheiratet sind, aber so die Liebe, die ist gerade nicht so präsent im Frontallappen. Wir denken gerade nicht so sehr dran.

[38:56] Und so geht er über den Balkon, guckt und hat sich wohl verguckt. Wahrscheinlich hat er nur ganz kurz geguckt und dann erst geguckt, ob ihn niemand sieht. Guckt auch keiner, dass ich gucken kann. Und sieht sie da, die Bathseba. Wie sie sich ganz unschuldig, ich hatte nicht geahnt, dass da auf dem Balkon jemand von oben runterguckt, und hat sich nicht viele Kleider angehabt. Und in diesem Moment, als seine Augen verdreht werden, wie wir das am ersten Abend gesehen haben, da passiert etwas in seinem Herzen. All diese Liebe zu Gott verflüchtigt sich. Und er sündigt. Und er sündigt sogar ziemlich schwer. Nicht nur, dass er dorthin schaut, was an sich schon ein Bundesbruch gewesen ist. Nein, er führt es in die Tat aus. Es gibt sogar Hinweise, auch wenn sie nicht ganz deutlich sind, Hinweise, dass die Bathseba vielleicht gar nicht so sehr einverstanden damit waren. Und um alles noch viel schlimmer zu machen, bringt er ihren Mann um. Also erst macht er ihn betrunken, um das Ganze zu vertuschen, bringt ihn dann um, hat sogar noch die Nerven, ihn selbst als seinen eigenen Todesboten anzustellen. Also der war wirklich großartig, plötzlich. Und man kann sehen, wie ein Gebot nach dem anderen bricht. Erst: Du sollst nicht begehren. Dann: Du sollst nicht ehebrechen. Dann: Du sollst nicht töten. Du sollst nicht lügen. Er bricht sie alle. Und die ersten vier hat er sowieso gebrochen.

[40:24] So wie es mit uns auch ist, nicht wahr? Wenn wir anfangen, nicht mehr über die Liebe Gottes nachzudenken, und wir plötzlich überrascht werden von einer Verführung, und wir hängenbleiben, und der Bund gebrochen ist. War David zu diesem Zeitpunkt noch ein Mann nach dem Herzen Gottes? Definitiv nicht. Denn das, was da in seinem Herzen jetzt vor sich ging, hatte mit dem dort gar nichts zu tun. Und Gott musste einen Propheten senden, um ihm den Spiegel vorzuhalten und ihn zu brechen.

[40:56] Ich bin so dankbar, dass auch darüber sich ein Lied in der Bibel findet. Von David schlagen wir gemeinsam auf in Psalm 51. Ich weiß nicht, wer von uns die Erfahrung gemacht hat, dass der Partner ihn betrogen hat, oder die Erfahrung, dass ein guter Freund jemandem böse hintergangen hat, dass Vertrauen zerbrochen ist, wie hier das Vertrauen zwischen Gott und David zerbrochen worden ist. Aber eins ist ganz sicher: Wenn wir hintergangen worden sind, wenn der Bund zwischen zwei Menschen gebrochen worden ist, dann hilft nicht einfach nur: Ach, es tut mir leid, du weißt, das war ein Versehen, ist schon nicht so schlimm, oder? Das reicht nicht aus.

[41:37] Und so beschreibt man Psalm 51 als ein besonderes Liebeslied, wie David räumlich zurückkehrt. Schauen wir mal ganz kurz einige Highlights an. In Vers 3 heißt es: O Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte. Tilge meine Übertretung nach deiner großen Barmherzigkeit. Wasche mich völlig rein von meiner Schuld und reinige mich von meiner Sünde. Was wünscht er sich, der David? Vergebung. Er wünscht sich Vergebung und dass die Sünde weggenommen wird. Und was wünscht er sich damit? Wenn die Sünde hinweggenommen wird. Den Bund. Denn Sünde hinweg, nämlich der dritte Teil des Bundes, er wünscht sich, er möchte diesen Bund mit dir, diese Verbindung wieder haben, denn sie ist unterbrochen. In meiner Sünde kann ich keine Verbindung mit dir haben.

[42:26] Und ich denke, dieses Lied hier ist ein Lied, das wir alle singen können, seien wir musikalisch oder nicht, wenn wir die gleiche Erfahrung gemacht haben, dass wir uns von Gott getrennt haben und sagen: Bitte, nimm diese Sünde von mir hinweg. Und dann heißt es in Vers 5 und 6: Denn ich erkenne meine Übertretung, und meine Sünde ist alle Zeit vor mir. An dir allein habe ich gesündigt. David hat verstanden, dass es nicht nur ein Ehebruch war zu seiner anderen Frau, es war auch kein Ehebruch nur in Bezug auf Uriah, sondern der eigentliche Bundesbruch, der eigentliche Ehebruch war der Ehebruch zwischen ihm und Gott. An dir allein habe ich gesündigt.

[43:00] Und dann sagt er weiter: Und getan, was böse ist in deinen Augen, damit du Recht behältst, wenn du redest, und rein dastehst, wenn du richtest. Eine der größten Schwierigkeiten für das menschliche Herz, das in Sünde gefallen ist, ist zu sagen: Es tut mir leid, du hast Recht. Ich weiß nicht, wer in der Beziehung das schon mal erlebt hat, das ist gar nicht so einfach, einzugestehen, dass man falsch liegt, der andere Recht hat, oder? Das ist gar nicht so einfach, einzugestehen: Ich habe wirklich großen Bock, es tut mir leid, du hast Recht. Und David weiß, es ist die einzige Lösung, wie es richtig gesagt worden ist: Gott, du hast Recht, es tut mir leid.

[43:44] Und dann sagt er hier in Vers 8: Siehe, du verlangst nach Wahrheit, wo? Im Innersten. Und das wusste David, denn er hatte ja vorher schon eine innige Verbindung mit Gott gehabt. Er wusste, im Gesetz des Mose geht es nicht darum, einfach nur die richtigen Opfer zur richtigen Zeit zu bringen, mit der richtigen Morgengabe und Abendgabe dazu, richtig gesalzen, es ging nicht um die Tradition und das Äußere und die Formalität, es ging um das Innere. Er wusste, Gott sucht eine Religion des inneren Herzens. Du hast Verlangen nach Wahrheit im Inneren.

[44:22] Und dann bittet er diese einfache Bitte, die jeder von uns bitten kann, wenn er in so einer Situation ist, während wir gerade sprechen, in so einer Situation, wo du dich von Gott entfernt hast, und Gott hört dieses einfache Gebet des David: Erschaffe mir, in Vers 12, erschaffe mir, oh Gott, ein was? Ein reines Herz. Er war ein Mann nach dem Herzen Gottes, aber durch die Sünde war sein Herz verdorben worden, er konnte nicht mehr mit Gott Verbindung haben, er hatte sich von Gott getrennt, und er wusste aus sich selbst heraus, daraus kann er das nicht wiedergutmachen. Gott muss es hinwegnehmen, damit dieser Bund wieder zustande kommt. Erschaffe mir ein neues Herz. Gib mir von neuem einen festen Geist. Weiß jemand noch, was wir gelesen haben über den Geist letztes Mal? Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Freiheit von der Sklaverei der Sünde. Gib mir erneut einen heiligen Geist. Wir haben gesehen, wer heiligen Geist schon damals das Gesetz Gottes in die Herzen schreiben wollte. David, bitte, schenk mir ein neues Herz. Schenk mir, was heißt das Herz nochmal? Die Gedanken. David sagt: Schenk mir neue Gedanken. Vielleicht ist es jemand von uns schon mal so gegangen, dass wir gewusst haben, ich darf das nicht denken, aber ich weiß nicht, wie es nicht denken soll. Schon mal so gegangen? Ich weiß, das darf ich nicht denken, ich weiß, das ist eigentlich ein falscher Gedanke, aber ich weiß nicht, wie der rauskommt. Das ist wie ein Kreisel, ein Kreisverkehr ohne Ausfahrt, ich komme da nicht raus, aber Gott sagt: Ich kann dir ein neues Herz, ich kann dir neue Gedanken geben, die kann ich nicht aus deinen machen, ich erschaffe sie neu. Und wenn Gott es schafft, wie erschafft er? Aus dem Nichts, durch sein Wort. Gott kann aus dem Nichts, auch wenn da nichts ist, in dein Gehirn neue Gedanken geben, die sich wieder mit Gott verbinden. Er kann das.

[46:16] Und deswegen heißt es hier, 18 und 19: Denn am Schlachtopfer hast du kein Wohlgefallen, sonst wollte ich es dir geben. Brandopfer gefallen dir nicht. Die Opfer, die Gott gefallen, dann was? Ein zerbrochener Geist, ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du Gott nicht verachten. David wusste, es reicht nicht aus, einfach nur ein Opfer zu bringen, wenn deinem Herzen nichts passiert. Schon im alten Testament, wo wir meistens vom alten Bund reden, habt ihr schon mal gehört, dass diese Idee vorherrscht? Altes Testament, alter Bund, neues Testament, neuer Bund. Das ist großer Unfug. Dieser David hier dringt erneut vor in das Wesen des neuen Bundes hinein. Er hat es verstanden und erfahren. Und im neuen Testament, da haben die allermeisten Menschen im alten Bund gelebt, die Pharisäer vorneweg, bis in die heutige Zeit. Ja, stimmt. Da gibt es eine historische Korrelation. Aber der alte und neue Bund sind nicht einfach nur theologische Wahrheiten. Der alte und neue Bund sind Dinge, die mit unserer Erfahrung mit Gott zu tun haben. Wir werden ja noch mehr darüber erfahren.

[47:28] Denn Gott hatte diesen Bund, den wahren Bund, nie aufgegeben. Selbst als er den alten Bund erlaubt hat, als er gedacht hat: Okay, ich komme auf euer Level, okay, ich lasse uns erstmal eine Beziehung auf Distanz haben, die ja offiziell noch galt, nicht wahr? Im ganzen Alten Testament gab es offiziell eine Beziehung auf Distanz zwischen Israel und Gott. Es gab immer den Priester dazwischen, nicht wahr? Es gab immer das Gesetz auf Stein. Es war alles auf Distanz. Aber es gab Einzelne, die hindurchgedrungen sind. Das können wir sehen im Psalm 105.

[47:56] Schlagen wir gemeinsam auf Psalm 105 und dort Vers 8 und 9. Psalm 105, Vers 8 und 9. Dort heißt es: Er gedenkt auf ewig an seinen Bund. An das Wort, das er gehen ließ, auf tausend Geschlechtern. Auf welchem Bund? An den Bund, der mit Abraham geschlossen ist. An seinen Eid, den er mit Isaak geschworen hat. Als Gott zu Abraham und zu Isaak und zu Jakob sprach, hat er dann den alten Bund verheißen oder den wahren Bund? Den wahren Bund. Und Gott sagt, dieser wahre Bund, der bleibt ewig bestehen. Auch wenn wir jetzt gerade so eine Zwischenphase haben mit dem alten Bund und ihr das noch nicht richtig begreift. Mein Bund bleibt bestehen. Diese Möglichkeit ist für jeden gegenwärtig. Er ist ewig. Tausend Geschlechtern. Weiß jemand, wo tausend Geschlechtern im Bibel noch vorkommen? Auf tausend Generationen hin? Nicht im vierten Gebot. Nicht im fünften Gebot. Im zweiten Gebot. Denn der Herr, dein Gott, ist ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht, an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied, der aber Gnade erweist an tausenden oder tausend Generationen, auch je nach Übersetzung, an denen, die mich lieben und meine Gebote halten. Das ist der Bund. Und Gott bezieht sich auf in diesem Liebeslied, dem Psalm 105 und sagt, der gilt ewig.

[49:20] Und Paulus hat das verstanden. Schauen wir ganz kurz auf in Galater 3. Galater 3 und dort Vers 17. Da macht der Paulus ganz deutlich, dass der wahre Bund schon lange galt vor dem alten Bund. Viele denken, der alte Bund ist der erste Bund, oder? Schon mal gedacht? Erst kam der alte Bund, dann der neue Bund. Paulus sagt was anderes. Schauen wir mal in Galater 3. Galater 3 Vers 16. Das bezieht sich auf diese berühmte Geschichte von 1. Mose 22. Also Abram kannte den Bund mit Jesus, den wahren Bund. Vers 17: Aber sage ich, ein von Gott auf Christus hin zuvor bestätigtes Testament, das gleiche Wort kann übersetzt werden mit Bund, wird durch das 430 Jahre danach entstandene Gesetz, was? Nicht ungültig gemacht, sodass die Verheißung aufgehoben wurde. Er sagt: Ja, Abraham hat den Bund erfahren. Gott hat zu Abraham gesprochen: Ich will den Bund mit dir erneuern. Und er meinte den Bund mit Jesus Christus, die mich lieben und meine Gesetze halten. Ich will die Sünden wegnehmen. Er meinte den wahren Bund. Und dann sagt Paulus: 430 Jahre später kam das Gesetz. Was meint er damit? Die 10 Gebote? Ja oder nein? Die 10 Gebote auf Stein. Was war der Bund mit Abraham? 10 Gebote im Herzen. Es geht nicht um 10 Gebote oder nicht, es geht um 10 Gebote im Herzen oder im Stein. Und er sagt, dieser ursprüngliche Bund, die 10 Gebote ins Herz zu bekommen, der ist nicht aufgehoben worden, auch wenn dort jetzt mal der Umweg gegangen ist, sie erst mal aufs Stein zu schreiben. Das hebt den wahren Bund nicht auf. Der war immer gegenwärtig. Jeder konnte ihn erleben. Jeder, der die Anweisung las und darüber nachgedacht hat: Hey, das nützt ja nicht nur, wenn es auf dem Stein ist, das muss ja irgendwo auch hin. Jeder, der das durchdacht hat, jeder, der darüber nachgesonnen hat, so wie David: Ich sinne über dein Gesetz nach Tag und Nacht. Der konnte das erleben. Und hat David erlebt? Wir haben es gesehen. David hat es erlebt.

[51:32] Schauen wir ganz kurz in Psalm 103, Vers 1 und 3. Psalm 103, auch so ein berühmter Vers. Es gibt so viele wunderbare Liebeslieder in der Bibel. Psalm 103, Vers 1: Lobe den Herrn, meine was? Meine Seele. Und die Bibel sagt, der Körper und der Atem zusammen, die Seele. Und was ist das nächste Wort? Und alles, was wo ist? Was in mir ist, seinen heiligen Namen. Womit hat er ihn gelobt? Alles, was in mir ist. Es kam von innen. Es kam von ganz tief. Lobe den Herrn, meine Seele. Und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. Warum? Der dir wie viel? All. Und David hat diese Erfahrung gemacht, dass Gott jede einzelne Sünde hinwegnehmen konnte. Und dadurch den Bund völlig wiederherstellen konnte. Und weil er das gesehen hat, konnte er nur ausrufen: Lobe den Herrn, meine Seele, und alles, was in mir ist. Er war so tief. Es war nicht einfach nur: Ach, wir gehen am Wochenende in die Kirche und ja, wir sind überzeugt, das ist richtig. Das macht gute moralische Werte. Innerlich gereinigt und innerlich ergriffen und dieser Liebe konnte nur ausrufen: Alles, was in mir ist, lobe den Herrn.

[53:04] Und er verstand, dass dieser wahre Bund immer bedeutet, dass wenn das Gesetz im Herzen ist, auch es umgesetzt wird. Schauen wir Vers 18 an. Gleicher Psalm, Psalm 103, Vers 18: Bei denen, die seinen Bund bewahren und an seine Gebote, was? Was steht im Vers? Gedenken. Um sie zu tun. Also wenn sie daran denken, sind die Gebote wo? Im Herzen. Aber wenn sie im Herzen sind, sollen sie was? Getan werden. Gebote halten hat überhaupt nichts mit dem alten Bund zu tun. Amen. Nichts. Der alte Bund ist nur die Gebote aufgeschrieben auf ein Dokument, das außerhalb von uns ist. Das ist der alte Bund. Der neue Bund ist die Gebote im Herzen. Darüber nachgedacht, damit man sie tatsächlich tut. Mit anderen Worten, man kann die Gebote Gottes im alten Bund gar nicht wirklich halten. Nicht richtig. Unmöglich. Denn äußerlicher Gehorsam gefällt Gott ja gar nicht. Das ist nicht die Verbindung, die er möchte. Er hat kein Interesse auf eine Beziehung auf Distanz. Nicht im Mindesten.

[54:14] Es gibt so viel mehr, was man sagen könnte über die Psalmen. Einen wunderbaren Vers, Psalm 91. Psalm 91 bespricht die Erfahrung derjenigen, die die Plagenzeit erleben. Er spricht von den Gefahren, der Plagen, die an denen nicht herankommen, die sich bei Gott bergen, die sich unter seinen Fittichen Zuflucht suchen. Dann heißt es in Psalm 91, wir kennen diese Verse, Vers 11: Denn er wird seinen Engeln bergen und so weiter. Aber schauen wir mal die Begründung an. Jeder, der Psalm 91 mal gelesen hat, wird sich wünschen: Das möchte ich auch erleben, oder? Ich möchte auch Psalm 91 erleben, wenn 1000 fallen zu meiner Seite, 10.000 zu meiner Linken. Das möchte ich erleben, dass Gott mich so sehr beschützt. Warum? Schauen wir Vers 14 an. Psalm 91, Vers 14: Weil er sich an mich klammert. Hat jemand eine andere Übersetzung? An mich hängt. Im Hebräischen steht: Weil er in Liebe an mir hängt.

[55:22] Hast du schon mal jemanden vor lauter Liebe umklammert? Umarmt und nicht mehr losgelassen? Festgehalten? Nicht einfach so: Naja, hallo, wie geht's dir? Keine Freundschaft, Umarmung, sondern festhalten und nicht loslassen. Das Gefühl: Ich könnte dich eine ganze Ewigkeit umarmen halten. Und wenn das unsere Erfahrung mit Gott ist, dann erleben wir Psalm 91. Weil er sich in Liebe an mich klammert. Da steht nicht, weil er die tollen Werke alle vorzuweisen hat, die er vorher schon mal mitgebracht hat. Da steht, weil er sich an mich klammert. Wie sehr klammerst du dich an Gott? Mit allem, was du hast.

[56:14] Übrigens, Liebe, so haben wir manchmal das Gefühl, ist etwas, was nach einiger Zeit verfliegt. Meistens reduzieren wir als Menschen den Begriff Liebe auf diese Schmetterlinge im Bauch oder diese Flugzeuge oder was auch immer, die da kreisen, wenn es grad kribbelig wird. Und wenn man sich nach ein paar Jahren kennt, und dankbar, dass es einen gibt, damit hat es sich dann. Aber der weise Salomo schreibt in einem seiner Liebesgedichte, in den Sprüchen, etwas anderes.

[56:46] In Sprüche 5, Vers 18 und 19. Das ist so schön. Die Bibel hat so eine wunderbare Poetik. Es lohnt sich, das mehr zu lesen. Sprüche 5, Vers 18 und 19. Das ist eigentlich wieder ein Spruch hier auf die Beziehung zwischen Mann und Frau, also auf der zwischenmenschlichen Ebene, aber die ja, wie wir gesehen haben, ein Gleichnis ist auch auf die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk. Deine Quelle sei gesegnet und freue dich an der Frau deiner Jugend. Jetzt, zu wem spricht er vermutlich? Spricht er zum Jugendlichen? Oder ja nicht. Er spricht zu jemandem, dessen Frau wahrscheinlich auch nicht mehr jugendlich ist. Er sagt: Freu dich an der Frau deiner Jugend. Das meint die Frau, die du seit deiner Jugend hast. Die sind schon ein bisschen in die Jahre gekommen. Wir wissen nicht, wie viel. Aber die sind schon etwas gesetzte, wie es ihr geht. Und Hans Schott, wie er sie beschreibt, die liebliche was? Hinden. Weißt du, was eine Hinden ist? Das ist keine Hündin. Das ist eine Hirschkuh. Also das Weibchen vom Hirsch sozusagen. Eine liebliche Hinden, die anmutige Gämse. Die biblische Poesie ist einfach so grafisch. Ihr Busen soll dich was? Berauschen steht auch ein Wort davor. Allezeit sättigen von ihrer Liebe sollst du stets entzückt sein. Das steht nicht: Naja, die ersten zwei Jahre, da ist so richtig Feuer und Flamme. Danach hat man einen, wie sagt man so schön? Einen gesegneten Waffenstillstand. Frieden, nicht wahr? Wenn es gut geht. Nein!

[58:24] Und wie viel mehr zwischen Gott und uns, wenn das nur das Gleichnis ist. Adam und Eva sollten nicht nur die ersten drei Tage verliebt übereinander herfallen und sich lieben. Gottes Ideal ist, dass eine echte, tiefe Liebesbeziehung, nicht nur ein: Ich schätze dich schon, das war schon ein guter Ehepartner, hat mich immer gut versorgt. Das war schon dankenswert. Das ist nicht das, was er meint. Das kann auch eine Rentenkasse sein. Aber die Rentenkasse kann nicht diese anmutige Gemse sein, nicht wahr? Liebliche Hinden. Was wir uns immer darunter vorstellen. Diese poetische Liebe.

[59:04] Übrigens, das war wahrscheinlich auch eine ganz gute Anregung, nicht wahr? Für uns. Und der Salomo hat es wirklich verstanden. In den letzten Minuten, die wir noch haben, die letzten paar Minuten, wollen wir uns dem Lied noch kurz kursorisch widmen, das alle anderen Lieder übertrifft. Weiß jemand, was König der Könige heißt? Was bedeutet König der Könige? Der beste König, der König, überall ein König, nicht wahr? Da gibt es ein anderes Buch, das heißt im Hebräischen das Lied der Lieder. Das aller Lied, das größte Lied, das beste Lied, das schönste und das beste und das wunderbarste von allen. Und das ist das Hohelied. Interessanterweise steht es von allen Weisheitsbüchern genau am Ende, obwohl es da zeitlich nicht hingehört. Es ist eigentlich das Finale, der Höhepunkt von all dem, was Liebeslyrik und Poesie in der Bibel zu bieten hat: das Hohelied. Weiß jemand, wer das Hohelied geschrieben hat? Salomo. Steht ja gleich vorne an, nicht wahr? Das Lied der Lieder von Salomo. Und wie gesagt, wie viele Lieder hat er mal komponiert? 1.005. Und von 1.005 Liedern ist das das beste und schönste und deswegen findet es sich in der Bibel. Wir wollen nur einige gemeinsam lesen und darüber nachdenken.

[1:00:22] Der Salomon schreibt dieses Lied über ein Mädchen. Weiß jemand, wie dieses Mädchen hieß? Sulamith. Und offensichtlich ist dieses Buch geschrieben worden, als er sie als seine erste Frau hatte. Wir wissen, später sah das anders aus, wir werden noch mehr darüber sprechen. Aber Sulamith, so wird im Hohelied deutlich, war keine Prinzessin. War keine Königstochter. Sie war eine einfache junge Dame aus dem niederen Volk. Aber er war was? Was war seine Position? Er war der Prinz, ich war der Königssohn. Wenn er in seiner Jugend geschrieben hat, dann war David noch König. Er war der Prinz, er war der designierte König. Und ich weiß nicht, was für eine Bibelsetzung er hatte. In manchen Bibelsetzungen ist immer angegeben, wer spricht. Ob Sulamith spricht, oder der Salomo spricht, oder ob da noch die Töchter Jerusalems sprechen. Das kann man aus der hebräischen Grammatik herauslesen, ob das dann er oder sie ist. Wir werden es immer noch kurz erwähnen. Es geht los mit Worten von Sulamith. Und interessanterweise ist dieses Buch Hohelied nicht einfach nur ein tolles Liebesgedicht von einer Erfahrung, die Salomo gemacht hat, sondern wir wissen, die Beziehung zwischen Mensch und Mensch ist ein Gleichnis für die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk.

[1:01:46] Lesen wir mit diesem Gedanken. Sulamith sagt in Vers 2: Er küsse mich mit den Küssen seines Mundes, denn deine Liebe ist was? Besser als mein. Übrigens gibt es in der Bibel eine Symbolik für den Wein, für den Traubensaft. Jesus sagt, es ist das Blut des neuen Bundes. Deine Liebe ist besser als der buchstäbliche Wein. Liebe. Wir dringen hier in Bereiche vor, wo der Salomo ganz deutlich verstanden hat, worum es wirklich geht im Evangelium. Und das Wort Liebe steht hier im Hebräischen sogar im Plural. Kann man in Deutschland gar nicht übersetzen. Was wäre denn der Plural von Liebe? Manche übersetzen Liebeserweise. Es ist so vielfältig, dass der Salomo das versucht irgendwie in Worte zu fassen. Es ist unglaublich. Und diese Frau, sie sagt: Er küsse mich mit den Küssen seines Mundes. Seine Liebe ist besser als alles andere. Können wir sagen als Gemeinde Gottes: Seine Liebe, Jesu Liebe ist besser als alles andere. Er küsse mich mit den Küssen seines Mundes.

[1:02:54] In Vers 4 heißt es: Zieh mich dir nach. So laufen wir. Mit anderen Worten, sie sagt: Zieh mich. Zieh mich. Schauen wir ganz kurz in Hosea 11. Lass mal den Finger in Ruhe, Lied. In Hosea 11 und dort Vers 4. Dort heißt es: Mit menschlichen Banden zog ich sie. Mit was? Mit Seilen der Liebe. Zieh mich. Gott zieht uns mit Seilen der Liebe. Er sagt: Aus lauter Gnade habe ich dich zu mir gezogen. Jesus sagt: Wenn ich erhöht bin, werde ich alle Menschen zu mir ziehen. Die Sulamit singt: Zieh mich zu dir. Zieh mich zu dir. Sie weiß, sie kann nicht von alleine kommen. Er muss ziehen. Wir können nicht von alleine zu Jesus kommen. Er muss ziehen. Zieh mich zu dir. Das ist ein interessantes Gebet, das wir heute Abend beten können: Jesus, zieh mich zu dir.

[1:04:12] Und dann in den interessantesten Versen steht in Hohelied 1, Vers 7, da heißt es in Hohelied 1, Vers 7: Sage mir doch, du, den meine Seele liebt, wo weidest du? Wo hältst du Mittagsrast? Hat jemand eine andere Übersetzung für Mittagsrast? Wo hältst du Mittagsrast? Wo lässt du deine Herde lagern? Wenn man eine Herde hat, was ist man dann? Ein Hirte. Jetzt überlegen wir ganz kurz. Sulamit spricht hier und fragt den wen? Salomo. Wo lässt du deine Herde lagern? Was behauptet sie damit? Dass Salomo ein was ist? Ein Hirte. Jetzt war Salomo ein Hirte. Jetzt ist er ein Hirte. Ein Hirte. Jetzt war Salomo ein Hirte. David war ein Hirte. Aber Salomo war nicht ein Hirte. Jedenfalls nicht offiziell. Und was hier durchscheint, ist eine ganz interessante Idee. Es scheint so zu sein, dass Salomo sich dieser Frau näherte, nicht als König, sondern als einfacher Hirte. Mit anderen Worten, als er diese Sulamit sah, die dort irgendwo in Nordisrael in diesen einfachen Verhältnissen lebte, und er ganz wusste, die heirate ich nicht aus politischen Erwägungen, die heirate ich nur, weil ich sie liebe, dann möchte ich wissen, ob sie mich wirklich liebt. Gibt es aber auch berühmte Geschichten. Der König, der sich zum Bettler verkleidet, um zu sehen, ob die Frau ihn liebt, weil er so ist, wie er ist, oder ob sie ihn liebt, weil er der König ist. Salomo wollte wissen: Liebt mich die Sulamit, weil ich der König von Jerusalem bin, weil ich reich bin, weil ich das Elfenbeinhaus habe, weil ich die ganzen Rosse habe, weil ich das Erbe von David antreten werde, liebt sie mich deswegen, oder liebt sie mich, weil ich so bin, wie ich bin. Das ist nicht ein kluger Gedanke von Salomo gewesen. Er wollte eine echte Liebe. David. Wer war Jesus? Jesus war der Sohn Davids. Ist Jesus auch ein designierter König, der gekrönt wird. Aber als Jesus diese einfache Braut sah, die eigentlich nicht seinem Stand entspricht.

[1:06:48] oder entsprechen wir seinem Stand. Ist die Hochzeit zwischen Gott und den Menschen dann gleich die Hochzeit? Nein, das ist eine Herablassung. Weil er die Menschheit sah und sie so sehr liebte, entschied er sich zu prüfen, ob sie ihn wirklich lieben werden. Und er kam als der gute Hirte. Er wollte sehen, ob sie ihn lieben, weil er so ist, wie er ist, oder weil sie ihn lieben, weil er alle Macht im Universum hat.

[1:07:20] Darf ich dir eine Frage stellen? Das ist eine provokante Frage. Nehmen wir für einen Moment an, Jesus wäre nicht der Herrscher des Universums. Er kommt nicht mit allen Engeln. Er hat keine Wohnung zu vergeben. Ihm ist nicht alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Würdest du ihn trotzdem noch lieben? Wenn all das, was wir über Jesus wissen, nicht zutreffen würde, außer seinem Charakter, wenn er nur der Lehrer wäre, der er gewesen ist, würdest du ihn trotzdem lieben? Der Sanftmütige, der Liebevolle, der Allerheilende. Oder liebst du ihn, weil du halt auch gern im Himmel sein möchtest? Liebst du ihn, weil du auch gern auf den Wolken des Himmels ihn entgegenfahren möchtest? Wenn das alles nicht wäre, würdest du ihn trotzdem lieben?

[1:08:20] Das ist eine interessante Frage. Denn die Wahrheit ist, die meisten der Juden haben ihn weswegen abgelehnt? Weil sie darauf nicht vorbereitet waren. Sie haben einen König erwartet, der die Römer vertreibt. Liebst du Jesus auch dann, wenn er all die Probleme in deinem Leben nicht löst, sondern einfach nur mit seinem Charakter lebt, lebt, lebt, heilt, nicht das Geldproblem löst, keine Arbeit gibt, aber einfach mit seinem Charakter so ist, wie er ist? Liebst du Jesus oder liebst du die Folgen, die aus deiner Beziehung mit Jesus kommen? Das Buch Hohelied hat eine wichtige Lektion. Liebst du Jesus, weil er Jesus ist?

[1:09:08] Schauen wir weiter in Hohelied 2 und dort Vers 3 ist ein wunderbares Bild und da widerspricht die Sulamith wie ein Apfelbaum und den Bäumen des Waldes. So ist mein Geliebter unter den Söhnen. In seinem Schatten saß ich so gern und seine Frucht war meinem Gaumen süß. Was ist das für ein Bild, was hier beschrieben wird? Wie wird er beschrieben? Kapitel 2, Vers 3. Der Apfelbaum. Und was macht die Sulamith? Was hat sie gemacht? Sie setzt sich unter den Baum, unter den Schatten.

[1:09:56] Hat jemand von uns so einen Lieblingsplatz gehabt als kleines Kind, wo man immer zurückgegangen ist, wenn man mal so richtig ausruhen wollte, wenn man alle Hausaufgaben erledigt hat oder mal so richtig sich ausheulen wollte oder mal seine wichtigsten Briefe schreiben wollte? Das Bild, das hier beschrieben wird, ist das von Ruhe. Man sitzt nicht unter dem Baum und isst eine Frucht für 5 Minuten. Da kommt man hin, um sich Zeit zu nehmen. Und übrigens, wenn es hier heißt, sie saß unter dem Schatten, was war da für ein Wetter wohl? Sonne. Du kannst dir das Bild vorstellen, so ein großer Apfelbaum, die Sonne durch die Blätter, die sie sich bricht. Das Gras wird vom Licht angeleuchtet. Und sie nimmt von der Frucht und isst. Schmeckt ihr so gut, was wir jetzt wahrscheinlich gemacht haben, wenn sie es gut schmeckt? Noch ein Essen. Sie nimmt sich Zeit.

[1:10:56] Frage. Wie oft ist deine Morgenandacht, wie das, was hier beschrieben ist? Wie unter einem Apfelbaum, wo du dir Zeit nimmst, wo du drüber nachdenkst, reflektierst, wie das Licht durch die Blätter hindurch scheint. Von der Frucht des Baumes des Lebens isst. Und weil es so gut schmeckt, sag ich, noch ein Kapitel liest. Noch ein Vers studierst. Zeit.

[1:11:26] Jesus sagt, kommt her alle, die ihr müde und beladen seid, ich will euch erquicken. Nehmt auf euch meinen Joch und ihr werdet was finden? Ruhe finden. Was wir so dringend brauchen, ist Ruhe. Das ist ein Zeichen, dass wir Gott nicht wirklich lieben, wenn wir diese fünf Minuten schnell ihm vorbeigehen zwischen anziehen, duschen oder Zähne putzen und essen oder was auch immer, schnell noch fünf Minuten Liebe lesen. Zeit.

[1:11:58] Weil wenn ich mit jemandem frisch verliebt bin, den kann ich nicht mehr ein bisschen abspeisen, oder? Schon mal versucht? Da hält die Beziehung nicht lange. Schauen wir ganz kurz weiter in Vers 7. Da kommt der Refrain, der immer wieder in diesem Lied vorkommt. Es gibt vier Strophen in diesem Lied. Der Refrain findet sich immer wieder. Vers 7. Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems, bei den Gazellen oder bei den Hindenen des Feldes erregt und erweckt nicht die Liebe, bis es ihr gefällt. Warum? Weil Liebe nicht erzwungen werden kann.

[1:12:30] Das ist der Refrain des ganzen Liedes. Versuch die Liebe nicht zu erzwingen. Versuch sie nicht heraus zu provozieren, zu erdrücken, sondern warte, bis sie kommt. Versuch nicht, dich zu zwingen, Gott zu lieben. Vielleicht sagst du, ich habe diese Liebe noch nicht, die von dir gesprochen ist. Ich muss mich anstrengen, um diese Liebe zu bekommen. Nein, nein, nein. Je mehr wir uns Zeit nehmen unter dem Apfelbaum, je mehr wir Jesus betrachten, desto mehr wird seine Liebe in uns die Liebe entfachen. Das Feuer wird ein Feuer entfachen. Warte, bis die Liebe beginnt. Liebe fängt von alleine an. Liebe kann man nicht zwingen, schon gar nicht von außen.

[1:13:10] Wer andere versucht, gewaltsam zu Christus zu fühlen, der begeht eigentlich geistliche Vergewaltigung. Und zwar im buchstäblichsten Sinne des Wortes. Und dann heißt es hier in Vers 11 bis 13, schauen wir das. Denn siehe, der Winter ist vorüber. Ist nicht wunderbar, dass der Winter endlich vorüber ist? Mitte Mai. Der Regen hat sich auf und davon gemacht. Die Blumen zeigen sich auf dem Land. Die Zeit des Singvogels ist da. Und die Stimme der Turteltauben, lasst sie hören in unserem Land. Am Feigenbaum röten sich die Frühfeigen und die Reben verbreiten Blütenduft. Komm, mach dich auf, meine Freundin, meine Schöne, komm doch. Lass mich deine Gestalt sehen, lass mich deine Stimme hören, denn deine Stimme ist süß und lieblich ist deine Gestalt.

[1:14:02] Von welcher Jahreszeit spricht er hier? Frühling. Und was kommt beim Frühling so? Die Blumen blühen, die Vögel zwitschern, die Sonne scheint und im menschlichen Körper passiert was? Frühlingsgefühle. Die Liebe erwacht. Übrigens, die ganzen Bilder, die hier verwendet werden, wer eine Anmerkung hat in der Bibel, weiß, wir sprechen genau Dinge, die hier Anfang April, Mitte April, Ende April, Anfang Mai, all diese verschiedenen Verse hier, beschreiben bestimmte Ereignisse, die im jüdischen Kalender zu bestimmten Wochen zugeordnet werden können. Es ist die Zeit April, Mai, gerade unsere Zeit, die Zeit der Frühlingsgefühle. Und Salomo sagt, das ist hier Salomo, der spricht, komm doch, Sulamith, die Zeit des Frühlings ist da.

[1:14:49] Hat Gott Frühlingsgefühle? Ja oder nein? Hat Gott Frühlingsgefühle? Wann sind die Frühlingsgefühle? Im Frühling, richtig? Frühlingsgefühle führen zur Liebe. Wodurch hat Gott seine Liebe uns gezeigt? Gott aber weiß seine Liebe für uns, dass er seinen Sohn gab, als wir noch Sünder waren, nicht wahr? Wann fand die Kreuzigung statt? Im Frühling. Es waren Frühlingsgefühle. Es war im April. Es war genau die Zeit, diese Zeit hier beschrieben ist, die Zeit des Passafestes. Ach, das sind nur poetische Worte. Nein, nein, nein, nein, nein. Das Hohelied beschreibt in dieser Frühlingssprache die Frühlingsgefühle Gottes, der im Frühling, nicht im Herbst, nicht im Winter, nicht im Sommer, hätte ja alles sein können. Warum hat Gott sich den Frühling ausgesucht? Weil der Frühling für uns gestorben ist.

[1:15:48] Vers 16. Mein Geliebter ist mein, und ich bin sein. Was wird hier beschrieben? Mein Geliebter ist mein, ich bin sein. Der Bund. Ich will euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein. Wir lesen das immer und verstehen nicht, was das bedeutet. Ich gehöre dir, du gehörst mir, so wie Paulus sagt. Der Mann gehört nicht sich selbst, der Mann gehört nicht sich selbst.

[1:16:16] Wir springen ein bisschen zu Kapitel 4, Vers 1. Dort heißt es, wir sind gleich am Ende angelangt. Siehe, du bist schön, meine Freundin. Wer spricht hier? Salomo, nicht wahr? Siehe, du bist schön, meine Freundin. Deine Augen sind wie Tauben hinter deinem Schleier. Es gibt so viele andere schöne Motive, aber wir wollen uns auf das kurz fokussieren. Was hat die Sulamith gehabt? Warum hat man einen Schleier gehabt? Man hat die Sicht bedeckt, um den Schleier dann wegzunehmen. Wann? Nach der Hochzeit. Wenn man dann sich erkannte.

[1:17:02] Hat das irgendeine Anwendung auf die christliche Ära? Ist auch unser Blick ein wenig verschleiert, bis wir erkennen, wie wir erkannt worden sind. Sagt nicht der Paulus in 1. Korinther 13, noch sehen wir, wie? Undeutlich, nicht wahr? Durch den Schleier sieht man schon, aber nicht ganz so deutlich. Könnte es sein, dass diese antike Praxis von einem Schleier bis zur Hochzeit eine tiefe Symbolik hatte, dass wir bis zur Hochzeit des Lammes nicht ganz deutlich sehen? Und dann wird der Schleier weggenommen werden und wir werden erkennen, wie wir erkannt worden sind.

[1:17:44] Springen wir weiter zu Vers 7. Es heißt in Vers 7, schön bist du meine Freundin in allem. Und wie viel Makel ist an dir? Kein Makel. Wer Zeit hat, kann zu Hause nachlesen. Epheser 5, Vers 25 bis 27, wo es heißt, dass Jesus uns gewaschen hat durch das Wasserbad des Wortes, um sich eine Gemeinde zu heiligen, die ohne Flecken und Runzel ist. Er will die Sünden wegnehmen. All diese Verse, und dann schauen wir auf Vers 9, das ist mein Lieblingsvers. Da sagt Salomo über die Sulamith, dein Blick, nein, er sagt, du hast mir das was? Das Herz geraubt, meine Schwester, meine Braut, mit einem einzigen deiner Blicke.

[1:18:28] Als sie ihn angeguckt hat, hat er sein Herz verloren. Was das bedeutet, wenn wir zu Jesus blicken, rauben wir ihm das Herz. Wow. Er sagt, du hast mir das Herz geraubt, als du mitleidig auf mich geschaut hast, wo soll mir Hilfe herkommen? Wenn wir auf ihn schauen, dann rauben wir ihm buchstäblich das Herz. Deswegen heißt es, lasst uns hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens. Nicht damit wir starren und keine Richtung schauen, sondern weil wir damit Gott das Herz rauben.

[1:19:04] Wir könnten weitergehen, das ist unglaublich. Wie wäre es mit Hohelied 4, Vers 15, wo es von dem Brunnen lebendigem Wasser spricht, Bäche, die vom Libanon fließen. Ein Bild, das Jesus verwendet hat, als er der Frau am Jakobsbrunnen gesagt hat, ich will ihr Wasser geben, lebendiges Wasser.

[1:19:26] Und eine der schönsten Beschreibungen von Jesus ist Hohelied 5, Vers 10. Dort heißt es, mein Geliebter ist weiß und rot, hervorragend unter Zehntausenden. Der Beutiger wird hier beschrieben, am Ende heißt es in Vers 16, sein Gaumen ist süß, alles an ihm ist lieblich, so ist mein Geliebter und so ist mein Freund der Töchter Jerusalems. Kannst du sagen, wenn du über Jesus nachdenkst, alles an ihm ist lieblich? Oder sagst du, ja, ich bin schon überzeugt, dass es Jesus gab, denn die historischen Beweise scheinen doch in diese Richtung zu tendieren und naja, es ist vielleicht besser, mit ihm nachzufolgen. Oder kannst du wirklich sagen, wie diese Braut, alles an ihm, egal, wo ich nachdenke, denke ich an seine Taten, seine Worte, seine Gedanken, das, was er früher getan hat, was er jetzt getan hat, sein Dienst, alles, was ich von ihm sehe, sein Gericht, alles ist lieblich.

[1:20:18] Oh, das Hohelied ist so ein fantastisches Buch. Und es endet mit dem vielleicht unglaublichsten und tiefsten Vers. Und wer mehr erfahren möchte, den lade ich ein, lese das Buch doch selbst mal. Das Hohelied ist ein fantastisches Buch. In Hohelied, Kapitel 8. Letztes Mal in Verse 4 der Amt. In Hohelied, Kapitel 8, Vers 6 spricht Salomo, der ein Bild ist, auf wen? Auf Jesus. Und er sagt, setze mich. Wen meint er mit mich? Sich selbst. Also Salomo sagt, setze mich. Oder Christus sagt, setze mich. Wie ein was? Wie ein Siegel. Was macht ein Siegel?

[1:21:12] Es versiegelt den Bund. Übrigens, das ist der Grund, warum auf unserem kleinen Flyer da so ein Siegel ist. Gott möchte unter diese Beziehung, die eine Zeit braucht, bis sie sich entwickelt, letztendlich, schlussendlich ein Siegel drauf tun. In Hohelied finden wir diese Beziehung zwischen dem Salomo und der Sulamith, die auf die Hochzeit warten. Die Sulamith hat sogar Träume. Sie träumt dem Traum, wo sie ihn sucht und nicht mehr finden kann. Halb Albtraum, weil sie ständig an ihn denkt. Sie ist krank vor Liebe. Aber es kommt der Zeitpunkt am Ende des Hohelieds, da heißt es, setze mich wie ein Siegel. Wohin? Auf dein Herz. Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz.

[1:22:08] Wenn ein Siegel irgendwo raufkommt, was kann dann nicht mehr hinzukommen? Irgendwas anderes. Und wenn das Herz versiegelt ist, kommt da nichts anderes mehr ins Herz ein. Was bedeutet Versiegelung? Dass da nichts anderes mehr hineinkommt. Versiegelung des Herzens, Versiegelung der Gedanken bedeutet, dass da nichts anderes mehr hineinkommt, weil wer das Siegel ist? Jesus. Gott möchte durch diese Liebesbeziehung schlussendlich zu dem Punkt kommen, dass er uns so in unserem Denken versiegelt, dass wir fest zu ihm stehen und nichts anderes mehr hineinlassen.

[1:22:46] Und dann sagt er etwas Erstaunliches. Jesus, dann fährst weiter wie ein Siegel an deinen Arm, denn nicht nur soll es gedacht werden, es soll auch getan werden. Das ist der Grund, warum im alten Testament das Siegel oder diese Erinnerungszeichen an der Stirn waren und an der Hand. Und dann heißt es, denn die Liebe ist was? Stärker, oder manche sagen auch stärker wie der Tod, ihr Eifer unbezwinglich wie das Totenreich. Ihre Glut ist was? Feuerglut, eine Flamme des Herrn. Das ist das, was wir gesehen haben, dass das Feuer am brennenden Dornenbusch, das Feuer, weil es vom Berg Sinai herabkam, war ein Symbol für die Liebe Gottes. Stärker als der Tod.

[1:23:32] Gott möchte sein Siegel auf die Beziehung zwischen dir und ihm setzen. Und sein Feuer ist ein verzehrendes Feuer. Sehen Sie noch so ein kleines Kerzenflackerscheinchen? Es ist ein verzehrendes Feuer. Was verzehrt dieses Feuer? Die Sünde. Und wenn die Sünde verzerrt wird, wenn alles weg ist, was stört, dann kann er sein Siegel, kann er sich selbst. Denn das Siegel ist nicht irgendwas von außen kommend. Siegel ist kein Zeichen oder Code oder Barcode. Das Siegel ist er selbst, sein Wesen, sein Charakter. Ihr sollt so gesinnt sein, wie Christus es war.

[1:24:10] Wenn diese Versiegelung stattfindet, was haben wir denn erreicht? Dass wir ihm ähnlich sind. Und was ist damit erreicht? Der Zweck der Schöpfung. Die Versiegelung führt das zu Ende, was Gott am Anfang sich gedacht hat. Was durch die Sünde verdorben worden ist. Darum geht es. Die ganze Bibel geht darum, dass wir so denken und handeln wie Gott.

[1:24:36] Letzter Vers für heute Abend. Hohelied 8, Vers 7. Große Wasser können die Liebe nicht auslöschen. Egal, dieses Feuer ist unauslöschlich. Keine Feuerwehr dieser Welt kann dieses Feuer ertränken. Und Ströme sie nicht ertränken. Wenn einer allen Reichtum seines Hauses um die Liebe gebe, was die Reaktion, das gefällt mir so sehr, so würde man ihn nur verachten.

[1:25:04] Und ist das nicht wahr? Es gibt heute Menschen, die versuchen, Liebe zu kaufen für Geld. Und ja, es gibt Menschen, die nehmen das Geld an und heucheln Liebe vor. Aber wie denken diese Menschen, die das Geld annehmen, tief in Verachtung, oder? Tiefe Verachtung. Wie kann jemand für Geld, hat irgendjemand schon mal für Geld jemanden geliebt? Ist man innerlich geliebt? Das ist unmöglich. Man kann Liebe nicht erkaufen. Das geht nicht. Das Einzige, was man bekommen kann, ist vielleicht einen äußeren Dienst.

[1:25:42] Gott möchte keine gekaufte Liebe. Wenn wir kommen mit unseren guten Taten, mit unseren Spenden, mit unserem Geld, mit unserem Ablassgeld, was hat Gott übrig? Verachtung. Das ist die einzige Reaktion, die man haben kann, wenn man liebt. Wenn man echte Liebe geben möchte, und jemand sagt, hey, pass auf, ich gebe dir so und so viel. Hast du mich lieb? Das Einzige, was ein normal denkender Mensch dafür übrig hat, ist Verachtung. Liebe kann man nicht erkaufen.

[1:26:22] Das sollte uns ein vor allem mal lernen. Wir können nicht Gott besänftigen und überzeugen. Jetzt hab uns doch endlich lieb. Nein. Wenn wir so denken, hat Gott nur Verachtung für uns übrig. Wir haben nicht mal verstanden, was Liebe ist. Deswegen hat Gott uns nicht erkauft mit Gold oder Silber. Sondern mit dem Blut. Er hat sich selbst gegeben. Nicht Geld, nicht Gold, nicht Silber. Sondern sich selbst.

[1:26:56] Was sollte dann unsere Reaktion sein, wenn wir in diesen Bund eingehen wollen, die wir versiegelt werden wollen? Gute Werke, ein paar Spenden hier. Das Einzige, was wir geben können, das Einzige, was angemessen ist, sind wir selbst. Das können wir geben. Denn wenn jemand sich selbst hingibt, das ist die Definition von Liebe. Alles andere ist ein Agreement, ein Vertrag. Aber wenn jemand sich selbst aufgibt, für jemand anderes, das ist Liebe.

[1:27:26] Oh, mein Herz klopft. Denn Jesus möchte dich und mich wirklich lieben. Das ist keine theologische Floskel. Das Hohelied macht das so deutlich wie nichts anderes. Er möchte wirklich von tiefstem Innern dich lieben. Vielleicht sagst du, ich bin noch nie geliebt worden von irgendjemandem. Niemand liebt nicht! Jesus ist der beste Geliebte, den es gibt. Er ist der beste unter 10.000. Er stellt 10.000 Männer in einer Reihe. Jesus ist der Beste. Wenn du Jesus hast, hast du nicht den Schlechtesten. Du hast den Besten.

[1:28:06] Wow. Wer von uns möchte heute sagen, dieses Liebeslied hat mein Herz berührt? Das soll es tun. Liebeslieder sind keine Zahlen und Fakten und Statistiken. Liebeslieder sind dazu da, Herzen zu berühren und zu sagen, wenn es so darum steht, sowohl die, die ihr zuschaut, die ihr im Nebenraum hoffentlich alles gut verfolgen könnt, auch die, die ihr hier seid. Wer von euch möchte sagen, ich möchte, dass Gott seinen Siegel in meinen Denken aufdrücken kann und ich möchte ihn wirklich lieben aus tiefstem Inneren. Ich möchte diese Liebe mir schenken lassen, ich weiß, dass ich es selbst erzeugen kann, aber ich möchte über eine Beziehung, wo ich weiß, dass er gut ist, hinaus zu einer Beziehung, wo ich ihn tatsächlich im buchstäblichen Sinne des Wortes lieb habe, wo ich Herzklopfen habe, wenn ich an ihn denke und meine Kreativität hervorsprudelt, so wie beim Psalmdichter, der gar nicht aufhören konnte, davon zu reden und zu sprechen, der das längste Kapitel der Bibel geschrieben hat. Es ist dein Wunsch, Jesus zu lieben, von diesem größten Liebhaber aller Zeiten umworben zu sagen, okay, du bist der Richtige. Wer von euch möchte sagen, ich möchte diese Liebesbeziehung eingehen und nicht wieder aufgeben?

[1:29:38] Wollen wir noch gemeinsam beten? Amen. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir so ein bewegendes Thema studieren konnten. Wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass dein Wort nicht nur aus Geschichtsberichten besteht und aus Prophezeiungen und aus Geschlechtsregistern, die alle ihren Wert haben, die alle wunderbar und sehr spannend sind, aber dass wir auch diese tiefe, anrührende Poesie haben, die eine besondere Seite in unserem Wesen zum Klingen bringt. Ja, Glaube besteht aus Entscheidungen und aus Wissen und nicht so sehr aus Gefühlen, aber trotzdem bist du auch ein Gott der Gefühle. Und in diesen Liebesliedern und Liebesgedichten des alten Testaments sprichst du uns an. Du möchtest nicht nur unser Herz, nicht nur unser Wissen, sondern auch unser Herz erreichen.

[1:30:38] Und wir bitten dich von ganzem Herzen, dass wir nachgeben, dass wir diese Liebe in uns entstehen lassen. Liebe kommt so plötzlich, dass man sie nicht hervorbringen kann, man kann sie nicht erzaubern, man kann sie nicht erzwingen, sondern sie kommt einfach. Und du hast versprochen, dass wenn wir dich sehen, wie du am Kreuz von Golgotha für uns gestorben bist, mitten im Frühling, dass durch das Anschauen wir verwandelt werden, dass wir ein neues Herz bekommen werden und dass wir zu dir gezogen werden, dass da ein Mechanismus stattfindet, den man nicht erklären kann, so wie ein Verliebter immer wieder zu seinem Geliebten, seiner Geliebten gezogen wird, so werden wir zu dir gezogen durch das Kreuz von Golgotha. Jesus, lass diesen Frühling, den wir jetzt erleben, nicht nur ein Frühling draußen in der Natur sein, sondern auch ein Frühling der Frühlingsgefühle für dich.

[1:31:30] Dass wir in unserem Leben zurückschauen können und sagen können, ja, damals, im Frühjahr 2013, da habe ich angefangen, Jesus richtig zu lieben. Vielleicht kennen wir dich schon lange, so wie wir einen Menschen lange kennen können, aber plötzlich entdecken, dass wir ihn lieben. So bitte ich dich für all diejenigen, die dich vielleicht schon lange kennen, aber noch niemals darüber nachgedacht haben, dich wirklich ernsthaft zu lieben. Aber das ist der Anfang der Erkenntnis, die wir gesehen haben. Jede tiefe Erkenntnis über dich, jedes tiefe Eindringen in dein Wesen, dein Charakter, beginnt mit der Liebe. Und so bitten wir dich, dass du diese Liebe in uns erzeugst, dass wir zu dir gezogen werden, weil wenn wir dich lieben, dann werden wir von Natur aus das tun, was du möchtest. Dafür danken wir dir von ganzem Herzen und bitten dich, dass du uns jetzt gesund nach Hause führst und bald wieder am Freitag zusammenbringst, um das nächste Thema dieser Reihe zu studieren. Sei du bei uns und führe uns jeden Tag zu deinem Wort, dass wir jeden Morgen in der Morgenandacht so ein Apfelbaum-Erlebnis haben dürfen, dass wir Zeit mit dir verbringen können und uns an dich anlehnen dürfen. Dafür ist es von ganzem Herzen. Amen.


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