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In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um Gottes Liebesgeschichte mit der Menschheit, beginnend mit dem ersten Blick zwischen Gott und Adam. Es wird erklärt, wie die Schöpfung und die Beziehung zwischen Mann und Frau als Abbild der Beziehung zwischen Gott und Mensch dienen. Die zentrale Botschaft ist, dass Gott eine tiefe, persönliche Beziehung zu jedem Menschen wünscht, die auf Liebe und Vertrauen basiert, und dass diese Beziehung durch einen Bund besiegelt wird.

In dieser Predigt beleuchtet Christopher Kramp die tiefgreifende Liebesgeschichte zwischen Gott und den Menschen, beginnend mit dem ersten Blick zwischen Gott und Adam. Er erklärt, wie die Bibel die Beziehung zwischen Gott und Mensch durch die Ehe zwischen Mann und Frau veranschaulicht und wie ein Bund mit Gott unser Leben grundlegend verändern kann. Die Predigt thematisiert auch die Folgen des Sündenfalls und wie Gottes Liebe uns trotz unserer Fehler wieder zu ihm zurückführt.


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Serie: Gott mit uns

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Transkript

[0:42] Ich freue mich, dass wir den Weg hier gefunden haben und dass wir eingeschaltet haben. Alle Livestream-Zuschauer sind herzlich begrüßt auf joelmedia.de zu unserer Serie Gott mit uns.

[0:58] Wer von uns war schon einmal verliebt? Es gibt tatsächlich einige von uns, die haben sich noch nicht gemeldet. Es scheint so zu sein, dass das Thema Liebe eines der attraktivsten und anziehendsten Themen überhaupt ist. Wenn man aus den Fernsehprogrammen dieser Welt alle Liebesfilme und alle Liebesserien herausnehmen würde, wenn man aus den Radioprogrammen dieser Welt alle Liebeslieder herausnehmen würde und aus den Bibliotheken alle Liebesbücher und Liebesgeschichten, dann bliebe relativ wenig übrig. Und ich glaube, jeder von uns, der eine mehr, der andere weniger, hat so eine gewisse Affinität zu Liebesgeschichten. Manche Menschen bekennen das ganz aufrichtig, manche bekennen das nicht, weil wir natürlich irgendwo tief im Innersten wissen, viele dieser Liebesgeschichten sind meistens sehr oberflächlich und sentimental, nicht wahr? Und wenn Sie dann hören, dann berühren Sie unser Herz doch.

[2:00] Wir wollen uns in diesen sechs Themen mit einer Liebesgeschichte beschäftigen, die so ganz anders ist als alle anderen. Es ist die größte Liebesgeschichte aller Zeiten. Eine Liebesgeschichte voller Dramatik, mit der größten Dramatik, mit den tiefsten Gedanken, der schönsten Poetik. Eine Geschichte, die seit Jahrtausenden erzählt worden ist, die in 66 Bänden erschienen ist, in die meisten Sprachen bisher übersetzt worden ist und Millionen von Menschen bisher, wenn nicht sogar Milliarden, verändert hat. Die Geschichte heißt ganz simpel und einfach: Gott mit uns. Und wir werden in diesen sechs Themen eigentlich nur so eine Übersicht geben können über die vielen einzelnen Kapitel, die da geschrieben worden sind. Und die Einladung wird dann sein, später weiter zu studieren und diese Geschichte weiter zu verfolgen, auch im eigenen Leben.

[2:56] Und heute Abend wird es in unserem ersten Thema um den ersten Blick gehen. Das heißt: Auf den ersten Blick – Gottes Liebesgeschichte. Und wir werden drei Untertitel haben heute Abend. Der erste Titel wird sein: Der erste Blick. Das wird unser erster Abschnitt sein. Der zweite Abschnitt wird sein: Verdrehte Augen. Und der dritte Abschnitt: Der Blick nach oben.

[3:17] Ich möchte uns ganz kurz einladen, noch einmal ein kurzes Gebet zu sprechen. Wir können sitzen bleiben und ich werde kurz das Gebet sprechen. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen danken, dass wir die Gelegenheit haben, dein Wort hier zu studieren. Und ich möchte dich bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist gegenwärtig bist, dass wir verstehen, was du uns sagen möchtest und dass wir berührt werden durch deine Liebe und erkennen, wie du wirklich bist. Amen.

[3:43] Man sagt, es war Liebe auf den ersten Blick. Das scheint so ein Zauber im ersten Blick zu sein. In der ersten Begegnung von Auge zu Auge. Ich weiß nicht, ob jemand von uns sich erinnern kann, wie es war, als er seinen oder seine Liebste, seinen Liebsten zum ersten Mal gesehen hat. Es soll ja auch Fälle geben, da hat man sich schon lange gekannt und schon oft gesehen und später ist die Liebe gewachsen. Aber die wahrscheinlich romantischste aller Formen ist dieses auf den ersten Blick.

[4:20] Und es war auch in diesem Fall ein erster Blick, als er die Augen aufmachte und bemerkte, dass dann sein Brustkorb hoch und nieder ging. Als er bemerkte, dass er atmet und seine Augen seine Augen trafen. Die Augen von Adam trafen auf die Augen von jemandem, den er noch nicht kannte, der aber mit völliger Liebe und Zärtlichkeit auf ihn blickte und sich wahrscheinlich so gefreut hat, dass es alles gut funktioniert hat, was er da vorher so fabriziert hat. Und die erste Frage vermutlich in dem Kopf von dieser Person, die wir Adam – weiß jemand, was Adam übersetzt heißt? – Mensch. Diese erste Frage in seinem Kopf ist wahrscheinlich gewesen: Wer ist das, der mich dort anschaut?

[5:13] Und die Bibel hat ein schönes Wort in Johannes 1. Und wir werden viele Bibeltexte heute lesen, und wer eine Bibel mitgebracht hat, der ist herzlich eingeladen, sie aufzuschlagen oder mit hineinzuschauen beim Nachbarn oder dann später das auch nachzuschlagen, man kann sich die Notizen machen. In Johannes 1, Vers 1 heißt es: Im Anfang war das Wort. Das war eine große theologische Wahrheit, aber ich glaube, in diesem Zusammenhang meint es eine ganz einfache Sache: Das allererste, was der Mensch mitbekommen hat, war das Wort Gottes, das an ihn erging. Dieser Schöpfergott hat zu ihm gesprochen. Denn wenn Liebe nur im ersten Blick bleibt, ohne dass man jemals miteinander kommuniziert, dann geht es nicht wirklich weiter. Es muss der Moment kommen, wo man miteinander spricht. Und so hat wohl Gott ganz sicherlich mit Adam gesprochen.

[6:03] Im Anfang war das Wort. Aber dieses Wort, so heißt es hier in Vers 1, war mehr als nur ein Wort. Das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Und in Vers 3 heißt es: Alles ist durch dasselbe entstanden. Und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. Die Rede ist von dem Teil der Gottheit, der alles gemacht hat. Vers 1 und 2 wird er genannt: der Sohn Gottes. Wir würden ihn heute als Jesus bezeichnen, einen Namen, den er damals noch nicht gehabt hat. Er war derjenige gewesen, der dort im Staub sich niedergekniet hat und sich überlegt hat, wie er diesen Menschen am besten machen könnte. Er hat überlegt, dass zwei Beine wahrscheinlich schöner aussehen als drei. Dass wenn man einen rechten Arm hat, wahrscheinlich auch einen linken braucht. Der sich wahrscheinlich viel Freude gemacht hat, als er die Ohrmuschel so ausgeformt hat. Jeder, der mal schon seine eigene Ohrmuschel gesehen hat, hat gesehen, das ist ganz schön delikat gemacht. Und als er alles fertig geformt hat und sich voller liebevoller Details ausgetobt hat, dann sich niedergebeugt hat und den Atem des Lebens ganz nah in die Nase hineingeblasen hat.

[7:15] Dieser Jesus hat offensichtlich mit Adam gesprochen und ihm erklärt, warum es ihn gibt. Und ich denke, Adam hat wahrscheinlich gefragt: Wie bist du darauf gekommen, mich zu machen? Was ist jetzt der Sinn davon? Und wahrscheinlich hat er ihm davon erzählt, von dem, was nur kurz vorher stattgefunden hatte. Wir können das lesen in 1. Mose 1, Vers 26, wo die verschiedenen Personen der Gottheit – Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist – sich gemeinsam besprochen haben und gesagt haben: In 1. Mose 1, Vers 26: „Lasst uns Menschen machen.“ Da hatten sie den Plan gefasst, diesen Menschen zu machen. Und im gleichen Vers wird uns gesagt, warum, was der Sinn und Zweck war, warum es diesen Menschen geben soll. Das heißt nämlich: „Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild.“ Und damit es jeder versteht, was das bedeutet, steht hier: „uns ähnlich.“ Der Mensch wurde geschaffen, um ähnlich zu sein wie Gott.

[8:18] Und so hat wahrscheinlich Jesus, der den Menschen dann endlich geformt hat und den Atem des Lebens in die Nase geblasen hat, gesagt: Du bist gemacht worden, um so ähnlich zu sein wie wir, wie mein Vater, wie der Geist und wie ich. Wir wünschen uns, dass wir eine Gemeinschaft haben. Wir wünschen uns jemanden, der so denkt und so ist wie wir. Uns ähnlich.

[8:46] Ich denke, der Adam wird sich die Frage gestellt haben: Das ist interessant, spannend. Ja, wie seid ihr denn überhaupt? Wenn ich so sein soll wie ihr, wie seid ihr denn? Was ist euer Wesen? Wenn ich so ähnlich sein soll wie ihr, wenn das das Ziel ist von meiner Existenz? Lieber Freund, liebe Freundin, Adam heißt Mensch. Das ist die Frage, die es jeden Menschen betrifft. Das Ziel deiner und meiner Existenz ist, so ähnlich zu sein wie Gott. Das ist der erste und hauptsächliche Grund, warum wir geschaffen worden sind. Das ist der Grund, warum Gott sich in den Staub gekniet hat und geformt hat, weil er jemanden wollte, der so ähnlich ist wie er.

[9:28] Die Frage also ist: Wie ist dieser Gott? Und die Bibel hat eine so einfache und tiefgründige Antwort im 1. Johannesbrief. Und dort in 1. Johannes 4 und dort Vers 8. 1. Johannes 4 und dort Vers 8. Ein Satz, den wahrscheinlich viele auch schon mal so gehört haben oder auswendig können, weil er so einfach zu merken ist. Und es lohnt sich, den auswendig zu lernen. Jedenfalls diesen Kerngedanken hier in 1. Johannes 4, Vers 8: „Denn Gott ist Liebe.“ Gott ist die Liebe.

[10:04] Vielleicht haben wir es schon oft gehört. Und vielleicht haben wir es schon zu oft gehört, dass es einfach so hier rein und da raus geht: Gott ist halt die Liebe. Irgendwie ist da Liebe drin. Aber Adam, der hatte vorher noch nie etwas von Gott gehört und auch nie etwas von dem Wort Liebe und hatte auch keine rechte Vorstellung, was ist das eigentlich? Liebe. Was meint das? Gott ist die Liebe. Denn wenn ich so sein soll, ähnlich sein soll wie Gott und ich so liebevoll sein soll, was ist das? Liebe. Was muss ich mir darunter vorstellen?

[10:42] Und mit einem Lächeln auf den Lippen hat wahrscheinlich Jesus gesagt: Pass mal auf, ich werde dir erklären, was es bedeutet, das Wort Liebe. Geh hin und schau dir die Tiere an und gib ihnen Namen. Adam, geh zu den Tieren, die alle geschaffen worden sind. Wir finden das in 1. Mose 1 beschrieben. Das wird zwar nicht ausführlich berichtet, aber wir können es ein bisschen ausmalen. Wir suchen die einzelnen Tiere hier in Vers 20, heißt das 1. Mose 2, Vers 20: „Da gab der Mensch jedem Vieh und Vogel des Himmels und allen Tieren des Feldes Namen.“ Er kam zum Krokodil, sah das Krokodil, schaute sich an, stellte fest: Das ist ziemlich anders als ich. Gab ihm einen Namen, vielleicht hat er es Krokodil genannt, vielleicht anders, wahrscheinlich anders, weil Krokodil ist nicht hebräisch. Er kam zum Schmetterling, sah den Schmetterling, sah sich, dachte: Was für ein schönes Tier. Es ist so anders. Er nannte den Schmetterling. Er ging an einen Fluss, sah einen Hering da herschwimmen, sah sich, dachte: Was für ein schönes Tier, ich bin so anders. Er nannte den Hering Hering. Und als es von einem Tier zum nächsten ging, vielleicht kam er irgendwo zu einem Schimpansen und meinte: Hey, der hat auch so viele Finger wie ich, vielleicht ist er so ähnlich wie ich. Sprach ihn an: Hey, kennst du mich? Und der Schimpanse hat vielleicht gemacht: Uh, uh, uh, uh. Und mit einer leichten Enttäuschung wird er gesagt haben: Auch der ist nicht so wie ich.

[12:13] Und so länger das ging, desto mehr entwickelte es ein Gefühl von: Keiner versteht mich so richtig. Der Hund macht Wau, Wau und die Katze macht Miau und der Affe macht Huch, aber keiner versteht mich so richtig. Und so lange dämmert es ihm: Mir fehlt da etwas. Mir fehlt da etwas. Es heißt hier aber: „Für den Menschen fand sich keine Gehilfin, die ihm entsprochen hätte, die ihm ähnlich wäre.“ Keine. Und über kurz und lang, nach einigen Stunden, fühlt er sich tatsächlich einfach einsam. Weiß nicht, hat sich jemand von uns schon mal einsam gefühlt? Kennt ihr das Gefühl von Einsamkeit? Nicht melden, aber schon mal gefühlt. Wenn man das Gefühl hat, keiner versteht mich, egal was ich sage, was ich tue, alle sind lieb und nett, aber irgendwie rede ich in den Wind, gegen die Wand. Keiner denkt so wie ich.

[13:09] Und mit einem Lächeln auf den Lippen sagt Jesus: Okay, jetzt bist du bereit zu lernen, was Liebe ist. In Vers 21, 1. Mose 2, Vers 21 heißt es: „Da ließ Gott, der Herr, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen. Adam schlief ein, und während er schlief, nahm er eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch.“ Also Gott geht nochmal an den Körper des Adam, nicht um ihm jetzt nochmal die Ohren zu schütteln, etwas schöner zu machen, sondern um eine Operation auszuführen, ihn an der Seite zu verwunden, um aus der Seite eine Rippe herauszunehmen und aus dieser Rippe dann etwas zu machen. Erst wird die Wunde verschlossen, dann heißt es in Vers 22: „Und Gott, der Herr, bildete die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu dem Menschen.“

[14:04] Da sprach der Mensch, Vers 23: „Das ist endlich Gebein von meinem Gebein.“ Im Hebräischen heißt es ganz ausdrücklich: Endlich! Da habe ich so lange drauf gewartet. Plötzlich sieht da jemand, der nicht nur annähernd so aussieht wie ein Schimpanse, sondern ganz genau so aussieht, nicht wahr? Die gleiche Haut, das gleiche Fleisch, der gleiche Knochenmark, natürlich nicht völlig identisch, schon ein bisschen anders, aber ähnlich, nicht wahr? Ähnlich. Und als er so die ersten Worte mit ihr wechselt, dann merkt er: Hey, die versteht mich, die spricht meine Sprache. Er sagt: Das ist endlich Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch. Und vor lauter Übermut sagt er: Die soll Männin heißen. Im Hebräischen heißt nämlich Mann Isch und Frau Ischa. Das kann man im Deutschen nicht so wiedergeben, nicht wahr? Deswegen hat der Luther damals gesagt: Männin. Aber vielleicht, wer Englisch kann, weiß das auch, im Englischen ist es so ähnlich. Da heißt der Mann, wie heißt das auf Englisch? Men, und Frau heißt Woman. Das ist diese Idee, dass da schon im Namen so eine Einheit, eine Ähnlichkeit ausgedrückt wird. Isch und Ischa, eigentlich ganz schöne Namen, nicht wahr? Dann ist es mal Ehepartner Isch und Ischa.

[15:19] Und als Adam dieses Gefühl von: Ja, die gehört zu mir. Dieses Gefühl immer mehr merkt: Die ist so ähnlich wie ich und ich möchte mit ihr eins sein. Da beginnt er zu begreifen, was Liebe ist.

[15:41] Der Paulus, der übrigens nie verheiratet war, hat trotzdem genau verstanden, worum es eigentlich in dieser Geschichte ging. Wir können das gemeinsam nachlesen in Epheser 5 und dort Vers 31 und 32. Epheser 5 und dort Vers 31 und 32. Da zitiert er nochmal ein Vers hier aus dieser Geschichte. Er sagt: „Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch werden und ein Fleisch sein.“ Und dann sagt Paulus etwas Gewaltiges. Er sagt: „Dieses Geheimnis ist groß.“ Er sagt: „Es ist ein großes Geheimnis.“ Das, was dort geschehen, in 1. Mose 2, als Adam seine Frau findet, ist nicht einfach nur die erste Verkupplungsaktion des Universums. Es ist ein großes Geheimnis, denn er sagt weiter: „Ich aber deute es auf Christus und die Gemeinde.“ Mit anderen Worten: Das, was Adam und Eva dort erleben, was Adam fühlte, als er seine Frau sah, ist ein Abbild von dem, wie Gott fühlt, wenn er dich und mich sieht. Wie gesagt, ganz explizit, dass diese erste zwischenmenschliche Beziehung zwischen Mann und Frau, Adam und Eva, ein Bild sein sollte, ein Geheimnis sozusagen, auf die Beziehung zwischen Gott und Mensch.

[17:09] Und kein anderer als Jesus, der genau das gestiftet hatte, hat das selbst so gezeigt. Schaut mal mit mir gemeinsam in Matthäus 22, auch ganz bekannte Verse, Matthäus 22, Vers 37 bis 39. Matthäus 22, Vers 37 bis 39 heißt es: „Und Jesus sprach zu ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deinem ganzen Denken.“ Das ist diese Beziehung zwischen Gott und dem Menschen, es geht um Liebe, von deinem ganzen Herzen, von deinem ganzen Seele, von deinem ganzen Denken. Und dann sagt er: „Das ist das erste und größte Gebot.“ Und dann sagt er: „Wie geht es weiter? Das zweite ist ihm gleich oder vergleichbar.“ Was heißt das Wort vergleichbar? Genauso? Ähnlich? Genau, es ist ähnlich. Gibt es ein ähnliches Wort, das verwandt ist mit dem Wort vergleichbar? Ähnliche Worte, die so ähnlich, also identisch, also die von dem gleichen Wortstamm her kommen. Ein Gleichnis. Ganz genau.

[18:22] Mit anderen Worten: Dieser zweite Satz von Jesus, wenn er jetzt sagt, das ist dem zweiten vergleichbar, ist ein Gleichnis für den ersten Satz. Der erste Satz ist: Du sollst deinen Gott lieben, von deinem ganzen Herzen, von deiner ganzen Seele, von deinem ganzen Gemüt. Und das ist vergleichbar mit: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Die zwischenmenschliche Beziehung, die Beziehung zwischen zwei Menschen oder zwischen Menschen ist ein Gleichnis für die Beziehung zwischen Mensch und Gott.

[18:55] Ich weiß nicht, was du, lieber Freund, liebe Freundin, für eine Beziehung oder ein Denken über Gott hast. Manch einer hat die Vorstellung, Gott wäre ein Tyrann, der da oben irgendwo im Himmel nur darauf wartet, dass wir einen Fehler machen, damit wir dann für ewig gequält werden können. Manch einer glaubt, Gott ist ein Schwächling, der vielleicht gerade mal die Welt schaffen konnte, sie aber nicht gut erhalten konnte. Manch einer glaubt, Gott ist einfach ein Prinzip, das körper- und persönlichkeitslos durch das Universum wabert. Aber ganz ehrlich, wer von uns denkt über Gott so, wie über seinen Ehepartner? So, wie über seinen besten Freund? So, wie über seinen Bruder, seine Schwester, über eine enge persönliche Beziehung zwischen zwei Menschen? Dabei hat Gott diese zwischenmenschliche Beziehung gegeben als ein, als ein was? Als ein Gleichnis, vergleichbar der Liebe zwischen Gott und den Menschen.

[19:59] Im nächsten Vers: „An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten.“ Jetzt, das ganze Gesetz und die Propheten ist ein alter Ausdruck für die Bibel. Es sagt: Die gesamte Bibel, 1. Mose bis zu seiner Zeit damals Maleachi, hängt daran, dass wir das verstehen. Wenn man das nicht versteht, liest man eigentlich, versteht man nur Bahnhof. Die gesamte Botschaft der Bibel ist nur dann verständlich, wenn ich verstehe, dass die Beziehung zwischen Gott und Mensch eigentlich so sein soll, vergleichbar der Beziehung zwischen Mann und Frau, Vater und Kind, zwischen einer zwischenmenschlichen Beziehung.

[20:40] Und könnte es sein, dass so viele Menschen mit der Bibel nichts anfangen können, mit der Religion, mit dem Glauben nichts anfangen können, weil sie niemals das gehört haben, niemals das verstanden haben, weil ihnen einfach nur eine Theorie aufdoktriniert worden ist: So ist es, das ist das Prinzip, so muss es sein. Aber sie niemals eine Beziehung verstanden haben. Gott wünscht sich eine Beziehung, Liebe.

[21:07] Und weil alles in der Bibel, inklusive all seiner Gesetze, sein Ausdruck dieser Liebe ist, sagt er uns in Römer 13, ganz wunderbarer Vers, in Römer 13 und dort Vers 8-10. Römer 13, Vers 8-10: „Seid niemand etwas schuldig, außer dass ihr einander liebt. Denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt.“ Das ist das, was Gott wünscht. Vers 9: „Denn die Gebote: Du sollst nicht Ehe brechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen.“ Er zählt jetzt all die 10 Gebote auf, die wir wahrscheinlich schon mal gehört haben. „Du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen, du sollst nicht begehren.“ Und welches andere Gebot es noch gibt, er sagt jetzt: „werden zusammengefasst in diesem Wort.“ Nämlich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Alles in der Bibel lässt sich zusammenfassen auf ein echtes und wahres Verständnis von Liebe. Und dann sagt er, Vers 10: „Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses.“ So ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.

[22:06] Gottes Liebe hat er ausgedrückt in seinem Gesetz, in seinem Wort. Alles, was wir lesen, soll uns hinführen zu dieser Liebe, zu dieser Beziehung, die er sich wünscht. Und diese Geschichte von Adam und Eva ganz am Anfang soll uns helfen zu verstehen, wie Gott mich liebt.

[22:26] Jeder von uns hat einen Menschen, der liebt, oder? Vielleicht haben wir einen Ehepartner, vielleicht nicht. Vielleicht haben wir Kinder, die wir lieben. Vielleicht haben wir Eltern, die wir lieben. Vielleicht haben wir Freunde, die wir lieben. Und diese Gefühle, die wir haben dort, hat Gott uns geschenkt aus einem Grund primär: Damit wir verstehen, wie er über uns denkt. Wie er mit uns Gemeinschaft haben möchte. Wie sehr er sich nach uns sehnt.

[22:55] Bei Adam und Eva nahm das Ganze eine ganz besondere Form an. In 1. Mose 2, Vers 24 lesen wir. In 1. Mose 2, Vers 24.

[23:10] Ich weiß nicht, wer von uns verheiratet ist. Ich erzähle das immer wieder gerne, obwohl ich das öfter erzähle. Kleiner praktischer Tipp für alle, die noch nicht verheiratet sind und sich mit dem Gedanken tragen, es zu tun: Weit weg von den Eltern. Weit, weit weg von den Eltern. Meine liebe Mama hat immer gesagt: Wenn du mal verheiratet bist, dann zieh so weit weg wie nur möglich. Das hat sie mit einem weinenden Auge gesagt, weil sie mich natürlich bei sich behalten wollte. Aber jeder Kilometer weit weg von den Eltern ist Gold wert. Warum? Weil man dann erstmal sich selbst finden kann. Wie gesagt, ich komme aus der Nähe von Rostock. Jetzt wohne ich hier in Stuttgart. Das war weit genug. Aber das nur am Rande.

[23:55] Die Idee ist: Mann und Frau sollen einander anhängen. Sie sollen nicht nebeneinander laufen. Sie sollen nicht einen Lebensabschnitt einfach als Gefährten nebeneinander reiten, was sie miteinander gemeinsam zu tun haben. Sie sollen einander anhängen. Sie sollen, wie es weiter heißt, ein Fleisch werden. Das heißt hier: Sie werden ein Fleisch werden. Die Idee ist, dass zwei eins werden.

[24:21] Jetzt. Was hier geschieht, ist die erste Eheschließung der Welt. Mit Gott als dem Standesbeamten. War wahrscheinlich auch die schönste Musik. Die Engel haben gesungen, wahrscheinlich. Brautchor, was auch immer. Aber eine Ehe, das ist sehr wichtig hier zu verstehen, eine Ehe ist nicht nur dann eine Ehe, wenn sie innerlich – ich meine nicht, wenn ich tolle Gefühle habe – sondern wenn sie auch äußerlich in einem Ehebund beschlossen wird.

[24:52] Und das führt uns zu einem der wichtigsten Begriffe der ganzen Bibel, den wir in dieser Serie besonders anschauen wollen und verstehen wollen, weil er meistens nur trocken theologisch abgehandelt wird, aber weil er eigentlich so voller Leben und so voller Beziehung ist. Nämlich der Begriff des Bundes. Schon mal gelesen in der Bibel: Der Bund? Da hat man gleich das Gefühl, jetzt wird es theologisch. Der Bund. Da gibt es Begriffe wie den alten Bund und den neuen Bund und den ewigen Bund und verschiedene Bünde. Das überlassen wir den Theologen. Fangen wir mal ganz einfach an, uns diese Frage zu stellen: Was eigentlich ist ein Bund?

[25:34] Das Wort selbst sagt: Da sind zwei verbunden. Mann und Frau sollen ein Fleisch werden. Und das ist ein Gleichnis für Gott und Menschen. Gott möchte einen Bund mit den Menschen haben. Er möchte mit ihnen sein. Wie heißt unsere Serie? Gott mit uns. Das ist das Ziel, das ist der Sinn. Einen Bund.

[26:07] Jetzt, es gibt zwei Texte, die wir gemeinsam anschauen wollen, die uns zeigen, warum es so wichtig ist zu verstehen, dass wir in diesem Bund leben. Schauen wir mal gemeinsam den ersten Text an, in Johannes 15 und dort Vers 5. Wie das ist Jesus, der hier spricht. Johannes 15, Vers 5. Da heißt es: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht. Denn getrennt von mir könnt ihr wie viel tun? Nichts.“ Mit anderen Worten: Ohne Bund sind wir zu wie viel in der Lage? Gar nichts. Das ist eine ziemlich starke Aussage, nicht wahr? Da steht nicht: Ohne mich könnt ihr relativ wenig tun. Ohne mich seid ihr schwach, ohne mich seid ihr hilfebedürftig. Ihr sagt: Ohne mich könnt ihr gar nichts.

[26:47] Vergleichen wir diese Aussage mit Philipper 4, Vers 13. In Philipper 4 und dort Vers 13, da steht etwas ganz Interessantes. Da steht nämlich: „Ich vermag wie viel?“ Alles. Jetzt, alles ist in Bezug auf nichts was. Das Gegenteil, nicht wahr? Getrennt von mir könnt ihr wie viel tun? Nichts. Das Gegenteil, nicht wahr? Getrennt von mir könnt ihr wie viel tun? Nichts. Jetzt, alles ist in Bezug auf nichts was. Das Gegenteil, nicht wahr? Getrennt von Christus können wir? Nichts. Er sagt im anderen Vers: „Ich vermag alles durch den, der mich stark macht.“ Christus. Mit anderen Worten: Ohne Gott? Nichts. Mit Gott? Alles.

[27:33] Die Frage vom Bund ist eine Frage von alles oder nichts. Es geht um alles oder nichts. Entweder mit Gott, und dann steht da: „Alles vermag ich durch den, der mich stark macht.“ Oder ohne Gott. Und dann ist das Leben meistens leer. Nicht meistens, immer. Leer, düster, chaotisch. Wir fragen uns mal: Warum ist das Leben so, nicht wahr? Warum gelingt mir nicht das, was mir gelingen sollte?

[28:05] Ein Bund verbindet zwei Parteien. Und wenn wir mit Gott verbunden sind, dann können wir alles. Jetzt die Frage ist: Worin besteht jetzt dieser Bund? Jetzt haben wir verstanden: Okay, das ist eine Frage von alles oder nichts. Das ist eine absolut entscheidende Frage, nicht wahr? Eine Frage von Leben und Tod. Worin besteht jetzt dieser Bund? Woran kann ich wissen, ob ich jetzt mit Gott verbunden bin oder nicht? Brauche ich da irgendeine Universums-Heiratsurkunde mit Gott? Wo kann ich wissen, dass ich mit Gott verbunden bin?

[28:35] Und die Bibel gibt uns eine Definition, und die werden wir immer mal wieder anschauen, in den nächsten Themen. Und die wollen wir uns hier als Fundament mal kurz betrachten, und zwar im Hebräerbrief, in Hebräer 8 und dort Vers 10 und 11. Und da sagt Gott: „Sondern das ist der was?“ Das ist der Bund. Jetzt, was ist der Bund? „Den ich mit dem Haus Israel schließen werde, nach hier in den Tagen, spricht der Herr: Ich will ihnen meine was?“ Meine Gesetze. Halten wir Stopp hier. Was ist das Gesetz nochmal, zusammengefasst? Liebe. Gesetze sind nicht einfach Regeln wie in der Straßenverkehrsordnung, wo man abcheckt und sagt: Das habe ich gehalten, das habe ich gehalten, das habe ich gehalten. Sondern die Gesetze Gottes sind ein Ausdruck seiner Liebe. „Ich will Ihnen meine Gesetze,“ jetzt gehen wir weiter, wohin? „in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben.“ Wo ist der Sinn? Frage: Wo ist der Sinn? Hier, nicht wahr? Da denkt, hoffentlich, da ist auch ein bisschen Sinn vorhanden bei uns. Manchmal ist es auch ein bisschen sinnlos, aber da ist da, wo wir denken, wo wir unsere Gesinnung sind. Und er sagt: Ich will meine Liebe in dein Denken, in den Sinn und wo noch? Ins Herz.

[29:59] Jetzt, in der Bibel ist das Herz meistens auch der Sitz der Gedanken und Gesinnung, aber diese doppelte Aussage, in den Sinn und in das Herz, deutet an: Es soll eine Sache sein, die ich verstehe und die ich auch spüren kann. Die ich fühlen kann. Gott möchte seine Liebe, sein Wesen, in mein Denken hineingeben. Warum? Weil ich dann so denke wie er. Wenn seine Liebe, sein Wesen, das in seinem Gesetz beschrieben ist, in meinem Sinn ist, in meinem Herzen, dann denke ich so wie er und was ist dann erfüllt? Wenn ich das Gesetz, was ist dann erfüllt? Die Liebe. Was ist dann erfüllt? Der Bund. Der Zweck meiner Erschaffung. Denn Gott hatte gesagt: Ich will Menschen machen, die uns ähnlich. Das ist der ganze Sinn. Er möchte, dass wir so denken wie er. Aber es geht noch weiter.

[30:53] Schauen wir weiter in Vers 10: „Ich will in meine Gesetze den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben und ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.“ So wie ich sage: Das ist meine Frau und ich bin ihr Mann. Oder ich kann sagen: Das ist mein Kind und ich bin sein Vater. Ich will ihr Gott sein, sie sollen mein Volk sein.

[31:21] Schauen wir weiter in Vers 11. Und es ist der zweite Aspekt. Der erste Aspekt ist, dass sein Wesen in unserer Denkung ist, dass wir so denken wie er. Vers 11: „Und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: Er kenne den Herrn. Denn es werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen.“ Was hier steht ist, was Gott sich wünscht. Ist nicht, dass dort, bevor wir jetzt weitergehen, wie die meisten Menschen heute Religion leben ist: Ich habe die Suche nach irgendetwas Spirituellem und ich gehe jetzt zu irgendjemandem, der ein Experte ist. Man geht zu einem Guru, man geht zu einem spirituellen, was weiß ich was, man geht zu einem Priester, einem Prediger, einem Pastor, einem der Ahnung hat, wie man das macht. Und der erklärt einem dann, was man tun muss. Das ist so, wie die allermeisten Menschen Religion begreifen: Ich gehe zu irgendjemandem, der mir geistlich weiterhelfen kann und was er dann macht, das tue ich und dann werde ich schon irgendwie wieder auf die richtige Bahn kommen. Aber Gott sagt: Was ich mir wünsche, im Bund, ist, dass da nicht irgendjemand dir sagt, er kenne den Herrn, mach es so oder so. Sondern jeder wird den Herrn selbst erkennen.

[32:29] Lieber Freund, liebe Freundin, eines der wichtigsten Dinge, die wir verstehen müssen, dass Gott sich nicht danach sehnt, dich über drei Ecken zu lieben. Er wünscht dich keine Second-Hand-Beziehung. Er wünscht dich einen direkten Draht zu dir, eine direkte Verbindung zu dir. Niemand wird sagen: Erkenne den Herrn, sondern jeder wird ihn selbst erkennen.

[32:53] Jetzt dieses Wort „erkennen“ ist eines der schönsten Worte der ganzen Bibel. Warum? Schauen wir nochmal zurück in die Geschichte von Adam und Eva. In 1. Mose 4 und dort Vers 1, da heißt es: „Und Adam erkannte sein Weib.“ Was ist passiert, als sie erkannte? Ist über den Hügel marschiert und sah sie dann dort auf der anderen Seite oder: Hey, das ist Eva. Ich hab sie erkannt. Zwei Kilometer aus der Entfernung. War nicht so schwer, Eva gab es nicht so viele Antworten. Wie heißt es weiter? „Adam erkannte sein Weib und sie wurde schwanger.“ Früher hab ich gedacht, als ich so aufgewachsen bin, das ist ja komisch, dass die Bibel das nicht gleich beim Namen nennt. Was soll das so verschleiert? Adam erkannte sein Weib. Aber ehrlich, ist das nicht eine erstaunliche Beschreibung dessen, was da vor sich geht? Dass die intimste Verbindung von Mann und Frau als Erkenntnis beschrieben wird.

[34:11] Frage: Angenommen, ich treffe jemanden auf der Straße, der eine ganz große Erkenntnis im Bereich der Geschichte hat. Der weiß unglaublich viel über Geschichte. Was kann ich schlussfolgern über ihn? Ich treffe jemanden, der hat alle Bücher dieser Welt gelesen zum Thema Geschichte, weiß alles, was es gibt über Geschichte. Was kann ich schlussfolgern? Er hat eine Leidenschaft dafür. Was noch? Er hat sich damit auseinandergesetzt. Was noch? Er hat seinen Lebensinhalt, er hat weder Kosten noch Mühen gescheut, er konnte gar nicht aufhören damit. Jemand, der nur ab und zu mal pflichtgemäß hin und wieder mal ein Buch über Geschichte liest, wird nicht zu großer Erkenntnis kommen, oder? Erkenntnis, große Erkenntnis bekomme ich dann, wenn ich mich völlig einer Sache hingebe. Ist das nicht wahr?

[34:57] Adam erkannte sein Weib, mit allem, was er hatte, mit ganzem Körper, ganzer Seele, er erkannte sie und sie war schwanger. Eine der schönsten Formulierungen über die Verbindung zwischen Mann und Frau. Und die Bibel sagt: Niemand wird sagen, erkenne den Herrn, sondern jeder wird den Herrn selbst erkennen. Diese Verbindung zwischen Mann und Frau ist ein Symbol für das, was Gott sich wünscht mit dir und mit mir.

[35:27] Jetzt wirst du sagen: Wie soll das möglich sein? Das ist vielleicht ein bisschen stark jetzt, oder? Fragen wir uns: Was bedeutet das, den Herrn zu erkennen, geistlich gesehen? Was bedeutet das? Was wünscht er sich dabei? Schauen wir mal in 1. Korinther 6, Vers 16. Und dort Vers 16 und 17, da heißt es: „Oder wisst ihr nicht, dass wer einer Hure anhängt, ein Leib mit ihr ist.“ Und jetzt kommt es darauf an: „Denn es werden, heißt es, die zwei ein Fleisch sein.“ Und jetzt, Achtung, Vers 17: „Wer aber dem Herrn anhängt, ist was?“ Geist mit ihm.

[36:21] Was bedeutet es, den Herrn zu erkennen? Bedeutet es zu wissen: Ah, ich habe verstanden, Jesus von Nazareth hat tatsächlich gelebt. Bedeutet es das? Bedeutet es zu sagen: Oh, ich glaube, da ist mal jemand vor 2000 Jahren an einem Holzkreuz gestorben? Bedeutet es zu sagen: Oh, ich bin davon überzeugt, dass die Dogmen meiner Kirche richtig sind? Nein. Die allermeisten Menschen sind zufrieden mit so einer Art von Religion. Wir werden sehen, dass das nicht das ist, was Gott sich wünscht. Das ist tatsächlich Gottes Erkenntnis. Und Erkenntnis bedeutet, ein Geist zu sein mit ihm.

[36:55] Wie ist das möglich? Wie kann ich ein Geist mit Gott sein? Dass wir das Gleiche denken. Ich weiß nicht, wer das kennt. Ich kenne das von meiner lieben Bär. Es kommt ganz oft vor, dass wir eine Situation beobachten und wir haben beide die gleichen Gedanken. Schon mal erlebt? Dass man eine Sache sieht und man hat sich nicht abgesprochen. Man hat nicht miteinander geredet. Aber man hat den gleichen Gedanken. Wir sagen manchmal: Das lag in der Luft. Wir wussten beide, was wir denken. Warum? Weil wir die gleiche Art zu denken haben. Weil wir nach den gleichen Prinzipien handeln. Gott wünscht sich, dass wenn er eine Sache sieht und wenn wir eine Sache sehen, dass wir gleich darüber denken. Dass wir eins sind im Denken.

[37:39] Die Frage nur ist, ganz ehrlich: Was ist mit Gott? Dazu werden wir gleich kommen. Warum das so ist. Der erste Blick von Adam führte zu dieser Erkenntnis. Gott möchte, dass wir so denken. Wäre das nicht eine wunderbare Sache? Ist es nicht so viel schöner als die meisten Religionen dieser Welt, wo man eine Pflicht zu tun hat und wenn man sie treu erfüllt hat, dann wird man mit Paradies und Jungfrauen, ich weiß nicht was, belohnt. Vor allem nach dem Motto: Wenn du fertig bist und alles richtig gemacht hast und summa summarum Plus rauskommt, dann hast du deinen Lohn verdient. Gott wünscht sich so viel mehr. Gott wünscht sich eine lebendige, erfüllte Beziehung, ein Geist zu sein mit ihm.

[38:25] Das wird so schön ausgedrückt. Schauen wir es ganz kurz an. Philipper 2, Vers 5. In Philipper 2, Vers 5 heißt es: „Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es wer war? Wie es Christus auch war.“ Er sagt: Ihr sollt so denken. Die ganze Religion der Bibel geht darum, dass wir Gott ähnlich werden in seinem Denken. So handeln wir er, so reden wir er, so denken wir er.

[39:05] Nun, wir haben ja gesagt, es gibt einen Bund. Das Wort Bund meint ja nicht nur die Verbindung. Jemand hat es auch gesagt: Ein Bund ist ja auch ein Bündnis, richtig? Im Hebräischen kommt dieses zum Ausdruck, in dem man sagt, dass es ein Vertrag ist. Vertrag. Und es ist ja auch so, wenn man heiratet, dann muss man auch was unterschreiben. Dann gibt es meistens so eine Heiratsurkunde oder was auch immer und dann muss man das unterschreiben. Das ist dann gültig. Man hat eine Zeit lang, wo man sich kennenlernt, aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo es mit Brief und Siegel festgemacht wird.

[39:37] Die Frage ist: Wenn da ein Bündnis ist, gibt es immer zwei Parteien, und beide versprechen etwas. Ich habe meiner Frau versprochen, treu zu sein, sie hat mir versprochen, treu zu sein, usw. Dass wir einander lieben werden, dass wir zueinander stehen werden, in den guten und den schlechten Tagen des Lebens, usw. Die Frage ist jetzt: In diesem Bündnis zwischen Gott und dem Menschen, müssen da doch auch beide Versprechungen machen, ja oder nein? Definitiv. Wie vertrauenswürdig sind beide Parteien in ihren Versprechungen? Ansonsten nützt das beste Bündnis sich, nicht wahr?

[40:13] Fangen wir mal bei Gott an. Ist Gott vertrauenswürdig in seinen Versprechungen? Mit dem, was er da unterschrieben hat. Ist er vertrauenswürdig? Einige sagen ja, nach dem Motto: Wie kannst du sowas noch fragen? Kann mir jemand einen Beweis dafür geben, dass er vertrauenswürdig ist? Hatte Adam einen Beweis? Bevor Gott den Adam geschaffen hat, hat er eine Sache gemacht. Er hat sechs Tage lang Beweise geschaffen, dass er vertrauenswürdig ist. Und zwar immer durch eine Sache, nämlich durch sein Wort. Es heißt: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde, und dann hieß es: Die Erde war wüst und leer, und der Geist Gottes schwebte im Wasser, und dann heißt es in Vers 3: Und Gott sprach: Was hat er gesprochen? Es werde Licht und es wurde Licht. Am zweiten Tag hat er gesprochen: Es werde ein Firmament, und es wurde ein Firmament. Am dritten Tag sprach er: Es wachsen Pflanzen, Blumen und Vegetation, und genau das ist passiert.“

[41:17] Die Idee dahinter ist, dass wenn Gott etwas sagt, es automatisch passiert. Das ist eine tolle Sache, oder? Ich weiß nicht, wer verheiratet ist und das kennt. Also meine Frau kennt das von mir, wenn sie ein Essen gemacht hat und sagt: Schatz, das Essen ist fertig. Und ich sage dann: Gleich. Dann ist zwischen dem Wort „gleich“, dem Bedeutungsinhalt, und der tatsächlichen Reaktion, die dann stattfindet, meistens eine Diskrepanz. Die Worte, die wir sagen, sind manchmal nicht genau das, was wir tun. Aber bei Gott ist das anders, denn das Wort, das er sagt, das geschieht immer. Wir können so einen Ehepartner haben, denn Gott sagt: Ich möchte so einen Ehepartner für dich sein, egal was du, was ich sage, es geschieht immer sofort. Ohne warten, ohne nörgeln, ohne sagen. Also Gott ist so jemand, nicht wahr? Und das hat einen Grund.

[42:15] Schauen wir mal in Titus 1, Vers 2, ganz kurz. In Titus 1 und dort Vers 2 heißt es: Das ist eine der wunderbarsten Verse der Bibel. Es ist angefüllt mit wunderbaren Versen. In Titus 1, Vers 2 heißt es: „Aufgrund der Hoffnung des ewigen Lebens, dass Gott, der was? Nicht lügen möchte. Nicht lügen will. Nicht lügen kann.“ Jetzt ist das eine interessante Sache. Selbst wenn Gott lügen wollte, was er natürlich nicht will, aber selbst wenn er wollte, er kann nicht, denn was immer er sagt, es geschieht. Egal was aus dem Mund herauskommt, es passiert automatisch. Das heißt, Gott ist ein absolut vertrauenswürdiger Bündnispartner. Wenn Gott sagt, ich bin treu, dann meint er das nicht nur so, er kann gar nicht anders, als treu zu sein. Er ist eigentlich doch der perfekte Ehepartner, oder? Der perfekte Partner, um mit ihm gemeinsam zu leben. Egal was er sagt, egal was er verspricht, er kann gar nicht anders, als es umzusetzen.

[43:26] Übrigens, wer liebt, der nimmt sich Zeit, oder? Eine der größten Herausforderungen, wenn man verheiratet ist und viel zu tun hat, genügend Zeit miteinander zu verbringen. Man kann jeden Tag sagen: Schatz, ich liebe dich. Und der Schatz sagt dann: Ja, ich liebe dich auch. Und am nächsten Morgen sagt man dann auch: Ich liebe dich. Und der Schatz sagt: Ja, ich liebe dich auch. Und am Abend sagt man: Hey, ich liebe dich. Und wenn man mit dem Menschen gesprochen hat, ist es halt nach ein paar Wochen schwierig. Genau. Es braucht Beweise, es braucht Zeit. Und das ist eine Herausforderung, mit der wir kämpfen. Und so hat Gott als allererstes, was er gemacht hat, nachdem er diesen Bund mit dem Menschen geschlossen hat, sich Zeit genommen. An welchem Tag hat er den Menschen geschaffen? Am 6. Tag. Was hat er am 7. gemacht? Zeit. Zeit mit dem Menschen. Aufhören mit der Arbeit. Hebräisch Schabbat, der Sabbat-Tag. Und übrigens, wer liebt, der gibt auch ab, richtig? Wenn ich mit jemandem verheiratet bin, dann teile ich mit ihm meine Wohnung. Ich teile mit ihm das Essen. Ich teile mit ihm meine Freizeit. Ich teile mit ihm meine Bücher, die ich habe. Wir teilen das, was wir haben. Hat Gott das auch gemacht? Hat Gott geteilt?

[44:47] Was hat er denn geteilt? Er hat zum Beispiel manche Aufgaben abgegeben, nicht wahr? Bis zum 5. Tag und bis zum 6. Tag hat Gott alles selbst benannt. Er hat gesagt, er nannte das Licht Tag. Er nannte das Permanent Himmel. Er nannte es Sonne, Mond und Sterne. Aber als der Mensch kam, sagte er: Hey, gib du ihm mal den Namen, mach du mal das. Ich gebe dir meine Aufgabe ab. Gott teilt den Garten Eden mit den Menschen. Er teilt die Herrschaft. Er sagt: Ihr dürft mitherrschen mit mir.

[45:19] Der erste Blick. Aber dann kamen die verdrehten Augen. Was heißt das, wenn jemand einem die Augen verdreht? Kann man auch positive Konnotationen haben, die Augen verdreht. Was sind eigentlich verdrehte Augen? Die sind schief. Die gucken nicht mehr in die richtige Richtung. Die sind verdreht. Da hat einem jemand die Augen verdreht. Dazu müssen wir eine Sache noch etablieren. Als Gott den Menschen schuf, hätte Gott verhindern können, dass es jemals zu einem Bruch kommt. Ja oder nein? Als ich meine Frau geheiratet habe, hätte ich sicherstellen können, dass sie niemals in irgendeiner Form etwas Schlechtes, Böses gegen mich tut. Und mich niemals verlässt. Hätte ich das sicherstellen können? Doch. Ich hätte eine Wohnung bauen müssen, wo es keine Fenster, keine Türen gibt. Mit einer Kette. Ich hätte sie dort reingesteckt, und ich wäre sicher gewesen, bis zu ihrem Tod hätte sie mich nicht verlassen. Nicht wahr? Ich hätte es sicherstellen können. Aber was wäre das Problem gewesen? Ich hätte niemals sagen können: Sie liebt mich so sehr, deswegen ist sie immer noch bei mir. Wenn ich sicher sein will, dass sie mich wirklich liebt, muss sie theoretisch die Möglichkeit haben, einfach wegzugehen. Ohne die Möglichkeit wegzugehen, ist das Dableiben wertlos.

[46:43] Es ist eine Möglichkeit gegeben, wegzugehen. Indem er sagt, ist nicht von dieser berühmten Frucht vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, die wir alle so gut kennen, diese Geschichte. Was dann passiert ist, obwohl Gott eine Liebe aufgrund von Vertrauen haben wollte, ist, dass jemand die Augen zuerst der Eva, dann dem Adam verdreht hat.

[47:11] Schauen wir uns das ganz kurz an, und dort Vers 1. Wir haben das vielleicht schon öfter mal angeschaut. Da kommt jemand, Bibel nennt ihn den Satan, in Offenbarung 12, Vers 9, den Teufel, die alte Schlange, der übrigens schon im Himmel gegen einen gewissen Michael – ein anderer Name für Jesus – gekämpft hat. Weiß jemand, was Michael heißt? Der so ist wie Gott. Wir wissen, dass jemand so ist wie Gott. Und deswegen hat er es nicht ertragen können, als Adam und Eva so waren wie Gott, als sie gedacht haben, wie er. Deswegen hat er sie angegriffen. Und er greift auch uns an, wenn wir versuchen wollen, im Leben so zu leben, wie Gott es möchte. Es heißt in Vers 1: „Und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass sie von keinem Baum im Garten essen dürfte? Ist Gott wirklich so gut? Kann man ihm wirklich vertrauen? Meint er es wirklich so gut, oder versucht er dich nicht, ein bisschen zu unterdrücken?“

[48:21] Als das Vertrauen, das die Menschen in Gott gehabt haben, nicht mehr ganz da ist, fängt die Liebe an zu bröckeln. Und woran wir das sehen können, dass die Liebe gebröckelt hat, sehen wir daran, dass wir Sünde getan haben. Wir kennen wahrscheinlich den Begriff Sündenfall. Jeder hat schon mal das Wort Sünde gehört. Was bedeutet Sünde eigentlich per Definition? Schauen wir ganz kurz in 1. Johannes 3, Vers 4. 1. Johannes 3, Vers 4, das heißt es: „Jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit. Und die Sünde ist die was?“ Übertreten des Gesetzes, oder Gesetzlosigkeit.

[49:05] Frage: Was war nochmal das Gesetz Gottes? Liebe. Was ist dann Sünde? Lieblosigkeit. Wenn das Gesetz die Liebe darstellt, dann ist Gesetzlosigkeit, Lieblosigkeit, oder Übertreten der Liebe, Weggehen von der Liebe. Wir können das ganz toll zeigen, dass das tatsächlich passiert ist. Denn als Eva dort an dem Baum stand und sich das angeschaut hat, was dort angeboten wurde, hat sie drei Dinge gesehen. Sie sah, dass es gut aussah zum Essen, und dass es lecker wäre, dass es gut schmecken würde, und dass es weise machen würde. Drei Dinge. Es sah gut aus, es wäre gut gewesen zu essen, und es hätte weise gemacht, so hat sie geglaubt.

[49:53] Schauen wir mal mit dem Wissen in 1. Johannes 2, Vers 16: „Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt.“ Hier wird also genau das beschrieben, was Eva erlebt hat. Fleischeslust, Augenlust, Hochmut der Welt, weise werden. Aber jetzt schauen wir mal etwas an, was ganz interessant ist. Ein Vers vorher heißt es in Vers 15: „Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die was?“ Bedeutet. Als Eva dort stand, ist sie aus einem Grund gefallen. Als sie die Fleischeslust, die Augenlust und den Hochmut des Lebens in ihrem Herzen hatte, ist sie nur deswegen gefallen, weil sie vorher die Liebe des Vaters verlassen hatte. Sie hatte die Liebe aufgegeben. Sie hätte aufgehört, Gott zu lieben. Deswegen ist sie gefallen.

[50:51] Wir fallen in Sünde, weil wir nicht Gott lieben. Das ist die Wahrheit. Denn wenn wir Gott lieben würden, würden wir nicht das tun, was er nicht möchte. Oh, wir wissen, dass er ein gnädiger Gott ist. Wir wissen, dass er ein guter Gott ist. Wir wissen, dass er das Richtige will. Aber meistens lieben wir ihn nicht. Wir sagen, dass wir ihn lieben. Wir reden davon, Gott ist die Liebe. Wir singen: Gott ist die Liebe. Wir beten: Gott, danke, dass du liebevoll bist. Aber wir lieben ihn meistens nicht wirklich. Eva hat in dieser Situation Gott nicht geliebt. Und weil sie ihn nicht mehr geliebt hat, ist die Trennung zerbrochen. Sünde ist die Übertretung der Liebe. Sie konnte sich plötzlich vorstellen, mit jemand anderem lieber zusammen zu sein, als mit Gott. Sie konnte sich vorstellen, dass jemand es besser meint mit ihr als Gott. Sie konnte sich vorstellen, dass Gott eventuell doch sie nicht so wirklich gut behandelt hat. Und ich glaube, wir alle haben das schon erlebt in unserem Leben. Sie hatte keine Liebe zu Gott. Und genau das gleiche ist mit Adam auch passiert. Er hat sich anstecken lassen, und so sind ihre Augen verdreht worden.

[51:59] Schauen wir ganz kurz eine interessante Sache an. In 1. Mose 3, und dort Vers 9 und 10. Als Adam und Eva sündigen und sich von Gott entfernen, und Gott dann mal wieder zu ihnen kommt, passiert etwas Erstaunliches. Wir können das so illustrieren. Angenommen, jeden Abend kommt meine Frau nach Hause von der Arbeit. Und angenommen, ich bin meistens schon früher da, und jeden Abend, wenn sie nach Hause kommt, erzählen wir gemeinsam, wie ist der Tag gewesen. Ich weiß nicht, das machen wahrscheinlich die meisten. Was hast du erlebt? Wie war es auf Arbeit? Und so weiter und so fort. Wir tauschen uns aus. Nehmen wir an, sie kommt nach Hause und ich erschrecke mich. Jetzt ist sie zu Hause. Jetzt ist sie gekommen. Was sagt das? Ich habe ein schlechtes Gewissen. Denn wenn ich ein gutes Gewissen habe, dann würde ich aufspringen, hoffentlich. Zur Tür rennen und sagen: Hallo Schatz, wie geht es dir? Wie war dein Tag? Aber wenn schon das herunterkommt, wenn ich schon die Treppenstufen höre und sage: Jetzt kommt sie. Dann ist ganz klar, irgendwas ist im Busch. Wenn der Ehepartner schnell den Computer zumacht, schnell das Bankkonto zumacht, weil nicht gesehen werden soll, was man ausgegeben hat. Dann hat man etwas verheimlicht. In der Beziehung ist ein Bruch.

[53:39] Adam und Eva verstecken sich, als der, den sie eigentlich lieben sollten, kommt. Es heißt in Vers 9: „Da rief Gott der Herr den Menschen und sprach: Wo bist du? Vers 10: Und er antwortete: Ich hörte deine Stimme im Garten und was? Fürchtete mich.“ Das ist jetzt sehr, sehr wichtig. Er fürchtete sich. Vor wem? Vor Gott. Wie viele Menschen auf dieser Welt haben Angst vor Gott? So viele Menschen. Manche haben Panik, dass sie in der Hölle schmoren werden. Manche haben Angst vor den Ereignissen der letzten Zeit. Und manche glauben gar nicht an Gott, weil er so schrecklich dargestellt wird. Diesen Gott kann ich nicht glauben. Sie fürchten sich. Alle diese Menschen kennen die Liebe Gottes nicht. Denn die Bibel sagt, dass man seine Finger hier drin und gehen ganz schnell zu 1. Johannes 4, Vers 18. 1. Johannes 4 und dort Vers 18 heißt es: „Furcht ist was? Nicht in der Liebe. Sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus. Denn die Furcht hat mit Strafe zu tun. Wer sich nun fürchtet, ist was? Nicht vollkommen geworden in der Liebe.“

[55:09] Adam und Eva fürchteten sich, und das war ein Beweis dafür, dass sie sich von der Liebe entfernt hatten. Durch eigene Entscheidung. Und wenn wir uns vor Gott fürchten, dann ist das ein Beweis, dass wir seine Liebe entweder nicht verstanden oder noch nicht angenommen haben. Und diese Einheit mit ihm noch nicht angenommen haben. Sind deine Augen auch verdreht? Wenn du über die Bibel nachdenkst, über Gott, steigen da ungute Gefühle in deinem Herzen hoch? Ich hoffe, das hat er nicht gesehen. Und hoffentlich hat er das nicht mitbekommen. Furcht ist nicht in der Liebe.

[55:55] Und Adam, als dann gefragt wird: Wer hat dir gesagt? Hast du etwa von der Frucht gegessen? Da sagt Adam etwas Interessantes. Er sagt: „Die Frau, die du mir gegeben hast.“ Wer ist schuld? Die Frau und Gott. Das heißt, die Sünde, eine Sünde hat die Beziehung auf beiden Ebenen gebrochen. Liebe war ja: Liebe Gott von deinem ganzen Herzen, von deiner ganzen Seele, von deinem ganzen Gemüt und deinen Nächsten wie dich selbst. Als er gesündigt hat, hat er sich selbst mehr geliebt als Eva. Er wollte die Schuld auf Eva schieben, damit er vielleicht noch gut davon wegkommt. Seine Beziehung zu Eva war gebrochen, weil seine Beziehung zu Gott gebrochen war. Weil die Beziehung zu Menschen ist ja ein Gleichnis von Beziehung zu Gott. Mit einer Sünde hat er beide Beziehungen gebrochen. Und so oft geschieht das in unserem Leben nicht.

[56:55] Vielleicht sagst du: Ich kann nur nachempfinden, wie es dem Adam geht. Mir geht es oft ganz genauso. Ich kann nachempfinden, so wie es hier steht in Jeremia 17, Vers 19, wo die Bibel sagt: Jeremia 17, Vers 9: „Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig. Wer kann das ergründen?“ Durch diesen Sündenfall von Adam. Die Bibel sagt übrigens, dass als Adam einen Sohn bekam, dann war der Sohn nach seinem Bild. Er war ihm ähnlich. Die Sünde, die Tendenz zur Sünde, pflanzte sich fort von einer Generation zur nächsten. Und da sind wir heute mit diesem Herzen. Wie die Bibel sagt: Das ist trügerisch und nicht zu ergründen ist. Das Gute, das ich tun will, das tue ich nicht. Aber das, was ich nicht tun will, das tue ich. Wie soll Gott mit meinem Herzen einen Bund schließen können, wenn ich selbst nicht mal mein Herz mehr kenne? Wenn ich selbst auf mein Herz nicht vertrauen kann? Wenn es einfach immer nur betrügt. Ein trügerisches Herz. Wer kann es ergründen? Ich verstehe mich ja selbst nicht. Gibt es jemand hier unter uns, der sich selbst versteht? So in allen Punkten. Ich verstehe mich selbst manchmal nicht. Denn Christopher, was machst du nur für einen Quark? Schon mal gedacht, sowas?

[58:27] Es gibt eine gute Nachricht. Die Bibel sagt, in 1. Korinther 2, Vers 10 heißt es: „Uns aber hat es Gott geoffenbart durch seinen Geist. Denn der Geist Gottes erforscht was? Alles.“ Unser Herz ist trügerisch. Wer kann es ergründen, ist die Frage. Wer kann es ergründen? Ich kann es nicht. Du kannst es nicht. Aber der Geist Gottes erforscht wie viel? Alles. Du kennst dich selbst nicht mal ganz. Genau so wie ich mich kenne. Und kein Guru, kein Pastor, kein Prediger kann dich wirklich ergründen. Kein Seelendoktor kann bis ins tiefste – ich, es, was auch immer da die Psychologen bezahlen – die tiefsten Tiefen der Seele hineinlotsen und scannen. Irgendwo ist da eine dunkle Ecke, wo keiner hinkommt. Bis auf den Heiligen Geist. Das heißt vom Heiligen Geist, selbst als die Erde wüst und leer und finster war, der Heilige Geist schwebt über den Wasser und dieser Geist Gottes kann dein Herz erforschen. Er weiß genau, wie es dir umsteht. Und dieser Geist Gottes kann dich vorbereiten für den Blick nach oben.

[59:57] Nachdem Adam und Eva gesündigt haben, waren sie nicht mehr in der Lage von alleine zurückzukehren. Adam hat nicht gesagt: Es tut mir leid, bitte vergib mir. Alles, was Adam noch sagen konnte nach einer Sünde, war: Sie und du. Ihr seid schuld. Das war alles, was immer herauskam. Sünde hat ihn zum Sklaven gemacht des Falschen. Also musste Gott den ersten Schritt gehen. Und Gott hat Licht gebracht in das Herz von Adam und so kann er auch Licht bringen in dein Herz.

[1:00:33] Schauen wir gemeinsam in 2. Korinther 4 und dort Vers 6. Dort heißt es: „Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch in was? In unseren Herzen Licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.“ Wir können diesen Bund noch einmal eingehen. Und das ist das große Überthema über diese Serie. Gott musste den neuen Bund um einen dritten Aspekt erweitern. Können wir uns erinnern, was die ersten beiden Aspekte waren vom neuen Bund? Oder vom Bund überhaupt? Was war der erste Aspekt? Er sagt: Ich will meine Gesetze in ihren Sinn schreiben. Und dann der zweite Aspekt war: Erkennen. Der dritte Aspekt, der jetzt noch nötig war, um den Bund neu zu machen, der findet sich in Römer 11, Vers 27. Römer 11, Vers 27, dort heißt es: „Und das ist mein was?“ Mein Römer 11, Vers 27, das ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre was? Ihre Sünden wegnehmen werde. Das, was die Trennung verursacht hat, das, was die Unterbrechung des Bundes verursacht hat, möchte Gott wieder hinwegnehmen. Und damit den Bund wiederherstellen.

[1:02:15] Der Blick nach oben. Und 1. Mose ist voll von Geschichten, die wir jetzt nicht anschauen können. Voll von Geschichten, nur einige kurze Beispiele, ganz kurz erwähnt zum Ende, die uns zeigen, wie es möglich ist, diesen Bund wieder zu erlangen. Weiß nicht, wer von uns war verliebt, als er so in der sechsten, siebten, achten Klasse war? Die anderen nicht. Das glaube ich nicht. Das glaube ich im Leben nicht. Wie auch immer. Da gab es so einen Ausdruck, da hieß es, weiß nicht, das ist in unserer Generation. Wir gehen miteinander. Willst du mit mir gehen? Kreuze an. Macht man das heute noch? Was drückt man damit aus? Willst du mit mir gehen? Wir wollen in dieselbe Richtung gehen. Willst du mit mir gehen?

[1:03:23] Haben wir gewusst, dass Gott auch es möchte, dass wir mit ihm gehen? Die Bibel berichtet von einer Person, in 1. Mose 5, Vers 24, können wir zu Hause nachlesen, da heißt es: „Und Henoch wandelte mit Gott.“ Jetzt wandeln ist nur ein alldeutsches Wort, er ging mit ihm. Henoch und Gott sind miteinander gegangen. Gehst du mit mir? Kreuze an, ja, nein, vielleicht? Das ist gar nicht so dumm. Willst du mit mir gehen, fragt Gott. Henoch sagt ja. Es gab noch jemanden, der mit Gott gegangen ist. Sein Name war Noah. Noah ging mit Gott. Schauen wir uns das ganz kurz an. In 1. Mose, in 1. Mose 5, Verzeihung, 1. Mose 6, Vers 9, da heißt es, Vers 9: „Dies ist die Geschichte Noas. Noah, ein gerechter Mann, war untadelig unter seinen Zeitgenossen. Noah wandelte mit Gott.“ Vielleicht sagst du: Es ist schwierig, mit Gott zu gehen, Zeit mit ihm zu verbringen. Ich habe so viele Freunde, die anders denken, ich habe so viele andere Interessen. Meine Nachbarn, meine Familie, die drängen mich immer zur Sünde. Ich kann dem nicht widerstehen, wenn ich allein als Eremit in der Wüste leben würde. Das wäre einfacher, nicht wahr? Habt ihr euch schon so gedacht? Dann könnte ich ein heiliges Leben leben, dann könnte ich alles Richtige tun. Noah lebte mit Gott inmitten seiner Zeitgenossen. Jetzt, wie waren die Zeitgenossen? Schauen wir mal ganz kurz nach. Wie waren die Zeitgenossen? Vers 5: „Als aber der Herr sah, dass die Bosheit der Menschen wie war? Sehr groß war auf der Erde und was? Alles Trachten der Gedanken seines Herzens was? Böse? Alle Zeit.“ Die Zeitgenossen von Noah waren in jedem Gedanken, jedes Mal nur böse. Das heißt, sie sind frühmorgens aufgestanden, haben nur böse Gedanken gedacht, den ganzen Tag, 12 Stunden, sind eingeschlafen. Am nächsten Tag aufgestanden, nur böse Gedanken gedacht. Ganz schön krass, oder? Und inmitten dieser Generation konnte Noah mit Gott gehen. Können wir das dann auch? Können wir auch unseren Blick nach oben richten?

[1:05:25] Und die dritte Person, ganz kurz, die wir anschauen wollen, mit einigen, ganz wenigen Beispielen, bevor wir es schließen, ist eine Person namens Abraham. Schauen wir ganz kurz in 1. Mose 15, einen ganz wunderbaren Vers an. In 1. Mose 15, da heißt es, da wird beschrieben, wie der Abraham, ein Mann Gottes, auf Gottes Ruf hinaus ausgegangen war, aus seiner Heimatstadt, hat seine Familie verlassen. Nicht wahr? Der Mann soll ja Vater und Mutter verlassen, um in seine Beziehung einzugehen. Und Gott sagt eines Tages, oder eines Nachts vielmehr: Komm aus deinem Zelt heraus und schau nach oben. Siehst du die Sterne da? Zähl sie mal! Und Abraham kam aus Ur, das war in der Nähe von Babylon, das war ein guter Astronom, der hat geahnt, das ist der große Wagen, das ist der kleine Wagen, hat er gezählt, keine Ahnung, vielleicht ist er auf 2000 gekommen, wie ich ihn damals schon kannte, weiß ich nicht, 1000. Und dann sagt Gott: Und so sollen deine Nachkommen sein. Jetzt Abraham war ungefähr 86 Jahre alt. Jemand hier schon 86? Ich sehe keinen. Sehen alle jünger aus. Er war 86, seine Frau war 76, das war damals schon relativ alt, und er hatte bis dahin nicht 1000, auch nicht 100, nicht mal 10, nicht mal einen einzigen Nachfolger. Gott sagte: Schau dir die Sterne an, so werden deine Nachkommen sein. Und jetzt steht der erstaunliche Satz der Bibel in 1. Mose 15, Vers 6: „Und Abraham glaubte dem Herrn.“ Genau das, was Eva nicht getan hatte.

[1:07:03] Als Eva da stand und Gott gesagt hat, ist nicht davon, an dem Tag, wo er davon ist, musst du sterben. Hat sie gesagt, nee, das glaube ich nicht. Etwas, was relativ leicht verständlich war, brauchte man nicht viel Vorstellungskraft. Übrigens, nebenbei gesagt, haben wir jemals mal in Bezug auf Adam und Eva diese Geschichte gehört? Naja, wenn man einem Kind, das war ja ganz selbstverständlich, dass Eva das nimmt, weil wenn man einem Kind sagt, rühre das nicht an, was macht das Kind? Es nimmt das nicht wahr. Falsches Beispiel. Weil Eva war kein Kind, richtig? Wenn ich meiner Frau sage, du lieber Schatz, ich kann es dir jetzt nicht erklären, aber bitte tu das, ohne weiter zu fragen, ist es dringend, kann ich davon ausgehen, dass sie es tut, ohne nachzufragen und mir zu misstrauen? Natürlich, weil sie mich liebt. Es war also völlig unnormal für Eva nicht zu glauben in einer Beziehung.

[1:07:55] Aber Abraham glaubte selbst dann, als es eigentlich unwahrscheinlich war. Und dann heißt es in Vers 18: An jenem Tag machte der Herr einen was? Einen? Einen was? Einen Bund. Warum? Weil er geglaubt hatte. Wie können wir in diesen Bund eintreten? Wie können wir erneut eine Verbindung mit Gott angehen, wenn wir ihm beim Wort nehmen? Wenn wir ihm das glauben, was er sagt? Abraham hat dann versucht, diesen Bund mit eigener Kraft durchzusetzen. Irgendwie klappt das nicht mit der Frau, die Gott mir gegeben hat. Vielleicht muss ich eine andere Frau nehmen, damit es schneller geht. Und was ist passiert?

[1:08:43] Interessante Musik, nicht wahr? Genau, also für den Livestream, wir hatten gerade eine kurze musikalische Einlage. Gut. Was ist passiert, als Abraham dann diese Hagar genommen hat, diese andere Frau? Was ist passiert in der Familie? Streit. Zank. Und so musste Gott diesen Bund nochmal erneuern. Weil es oft mit uns auch so geschieht: Gott verspricht uns etwas, wir sagen, ja, wir glauben das, aber dann nehmen wir es doch in die eigene Kraft, in die eigene Hand.

[1:09:15] Und wir finden noch einen zweiten Bund mit Abraham, den wollen wir ganz kurz anschauen, in 1. Mose 17. 1. Mose 17 heißt es in Vers 2: Und ich will meinen Bund schließen zwischen mir und dir und will dich über was? Über alle Maßen mehren. Und dann Vers 10: Das ist aber mein Bund, den ihr bewahren sollt zwischen mir und euch und deinem Samen nach dir. Alles, was männlich unter euch ist, soll was? Beschnitten werden. Und ich habe mich vorher gefragt, was soll dieser Bund der Beschneidung? Warum sollen da Menschen beschnitten werden? Ich habe mir darüber nachgedacht, was dieser Bund der Beschneidung soll.

[1:10:07] In der gleichen Geschichte sagt Gott zu Abraham: Deine Frau wird einen Sohn gebären, nämlich wem? Isaak. Und Abraham sagt dann was? Nein Gott, brauchst du nicht, weil ich habe ja schon dafür gesorgt, wir haben ja schon den Ismael, nimm den Ismael an, bitte, bitte, bitte. Und Gott sagt: Nein. Deine Idee, dein Gedanke, deine Vorstellung wird beschnitten. Das ist manchmal schmerzhaft, oder? Die Bibel nennt das die Beschneidung des Herzens. In 5. Mose 30 versagst du die, die mitschreiben. Gott wollte nämlich nicht einfach nur, dass der Mann beschnitten wird, es sollte ein äußeres Zeichen eines inneren Bundes sein.

[1:10:55] Wenn wir einen Bund mit Gott eingehen wollen, müssen manche Dinge beschnitten werden. Als ich meine Frau geheiratet habe, mussten manche Dinge in meinem Denken beschnitten werden. Sind die wahr? Wahrscheinlich andersrum auch. Denn wir kommen mit manchen Dingen, das Herz muss beschnitten werden. Das bedeutet, wenn wir einen Bund mit Gott eingehen wollen, müssen unsere Gedanken manchmal beschnitten werden. Das ist sehr wichtig. Alles das, was nicht reingehört, muss weggeschnitten werden. Und das ist so schwer, nicht wahr? Wenn man plötzlich in der Situation ist, und man, ich möchte es gerne machen, nein, mach es nicht, das ist eigentlich verboten, ich möchte es so gerne, aber Gott kann mir ja vergeben. Und diese Situation hilft an der Gedanke: Lass es einfach beschneiden. Lass Gott diesen Gedanken wegschneiden. Kann manchmal ein bisschen schmerzhaft sein, aber heilsam. Das ist der Bund der Beschneidung.

[1:11:49] Letzte Geschichte, die wir kurz anschauen wollen, nur im Überflug. In 1. Mose 22 verlangt Gott vielleicht das Brutalste, und damit schließen wir, das Brutalste und Unglaublichste, was man sich überhaupt vorstellen kann von Abraham, nämlich er sagt: Geh hin, nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast. Das ist das allererste Mal vor einer Bibel. Wir haben nicht die Zeit, die ganze Geschichte anzuschauen. Wir haben Vorträge auf joelmedia.tv, wo die Geschichte ausführlich und in jedem Detail beschrieben wird. Mir kommt es auf einen Punkt an. In dieser Geschichte wird Abraham aufgerufen, seinen eingeborenen Sohn, seinen Sohn, den er so sehr liebt, als Brandopfer zu opfern.

[1:12:29] Habt ihr mal eine Vorstellung, was ein Brandopfer ist? Brandopfer bedeutet, nur mal so als Vorstellung, man schichtet da so ein Altar auf, dann nimmt man die Person, tötet die Person, zieht ihr die Haut ab, schneidet sie in Stücke, wäscht die Stücke, und dann verbrennt man alles feinsäuberlich zu Asche. Das ist ein Brandopfer. Und Gott sagt: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, opfer ihn zum Brandopfer. Ich habe mich lange gefragt: Meine Güte, Gott, wie kannst du so etwas verlangen? Wir können nicht in alle Einzelheiten gehen, aber Gott wollte mit dieser Geschichte etwas verdeutlichen, was uns heute hilft in unserem Thema.

[1:13:15] Gott hatte nämlich ein Problem. Gott hatte Adam und Eva verheißen: Ich will die Sünden hinwegnehmen. Ihr könnt wieder nach oben schauen, es wird eine Hoffnung geben, ich werde Feindschaft setzen zwischen der Schlange und der Frau, ich will euch wieder erretten, aber dazu muss ein Preis bezahlt werden. Und es schien so zu sein, dass niemand wirklich versteht, dass niemand versteht, was für eine Liebe Gott hat. Und wenn man so völlig unverstanden ist, zu wem geht man dann? Zum besten Freund, nicht wahr? Wenn man niemanden findet, mit dem man reden kann, ruft man seinen besten Freund und sagt: Ich muss unbedingt mal mit dir reden, ich muss es dir mitteilen, ich muss mein Herz ausschütten.

[1:13:55] Gottes bester Freund zu der Zeit war Abraham. Und er sucht einen Weg, um Abraham deutlich zu machen, wie fühle ich, wenn ich meinen eingeborenen Sohn geben muss. Vielleicht hast du schon gehört, dass Jesus am Kreuz gestorben ist. So als, naja, ein Lehrpunkt in der Kirche. Aber ist uns bewusst, dass als Gott Vater Jesus gab, war es für ihn mindestens ein genauso großer Kampf, wie für Abraham, seinen Sohn Isaak dort zum Altar zu bringen. Und deswegen sagt die Bibel an Johannes 3, Vers 16: Denn so sehr hat Gott seinen eingeborenen Sohn geliebt. Steht das da? Denn so sehr hat Gott die Welt, jetzt wär's die Welt, du. Denn so sehr hat Gott dich geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn, den er lieb hatte, gegeben hat.

[1:14:55] Mit anderen Worten, da ist ein Kampf zwischen zwei Lieben. Kann man das sagen? Ich weiß nicht, was ist die Mehrzahl von Liebe? Gibt's nicht, nicht wahr? Aber das ist die Liebe zum Sohn und das ist die Liebe zur Welt. Gott, der Vater liebte seinen Sohn und er liebte die Welt. Und als diese beiden im Konflikt waren, als er sich fragte: Soll ich meinen Sohn geben für die Welt oder soll ich die Welt hingeben, damit ich meinen Sohn behalten kann? Dann sagt die Bibel: Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn was? Glauben. Abraham, der Blick nach oben. Nicht verloren gehen, sondern was haben? Ewiges Leben haben.

[1:15:43] Die Bibel sagt in Johannes 17, Vers 3: Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du alleinbarer Gott bist und den du gesandt hast, Jesus Christus erkennen. Erkennen. Gott liebt uns so sehr, dass er alles bereit war, für uns zu geben. Als Jesus dort am Kreuz hing und starb, sagt die Bibel, dass der Tod ein was ist? Ein Schlaf. Und so wie Adam schlief und an der Seite verwundet wurde und aus seiner Rippe diese Frau gemacht wurde, weil er nicht einsam sein wollte, so sagt uns die Bibel, schlagen wir es kurz auf, in Johannes 12, als allerletztes, letzter Vers heute Abend, in Johannes 12 und dort Vers 24.

[1:16:35] Johannes 12, Vers 24: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es was? So bleibt es allein. Jesus hat eine Wahl. Entweder alleine bleiben oder mit dir zu sein. Entweder alleine bleiben oder sterben. Aber so wie Adam nach der Beschäftigung mit dem Schimpansen und dem Krokodil und dem Elefanten und dem Schmetterling nicht allein sein wollte und sich hat schlafen legen lassen, so wollte Jesus unbedingt mit dir Gemeinschaft haben. Er wollte nicht allein sein.

[1:17:21] Und als er sah, es gab keinen anderen Weg als zu sterben für dich, ist er gestorben. Das heißt in Vers 32: Und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. Da ist eine Kraft im Kreuz. Blick auf. Blick nach oben. Der erste Blick reicht schon. Schon der erste Blick kann dich erneut in Jesus verlieben. Du kannst noch einmal diesen Bund mit ihm erleben. Den ersten Blick. Denn dieses Kreuz wird dich ziehen.

[1:18:07] Jesus sagt dem Jeremia: Von Ferne ist mir der Herr erschienen. Von Ewigkeit habe ich dich geliebt. Darum habe ich dich zu mir gezogen. Aus lauter Güte. Vielleicht ist dir heute der Herr von Ferne erschienen. Vielleicht bist du noch relativ fern von ihm entfernt. Weit entfernt. Aber der Herr ist dir heute erschienen. Aus der Ferne. Aber ruft: Ich habe dich zu mir gezogen. Aus lauter Güte. Bist du bereit, auf ihn zu blicken? Und diesen ersten liebevollen Blick in dein Herz zu lassen? Dass die Liebe wachsen möge.

[1:18:41] Morgen werden wir uns mehr Gedanken machen, wie diese Beziehung weiterging, auch in der Geschichte. Wir werden einige interessante Prinzipien kennenlernen. Wir werden sehen, was es bedeutet, auf Distanz Beziehungen zu haben. Es wird unglaublich interessant werden und spannend. Nicht verpassen, morgen 19 Uhr. Aber heute Abend wollen wir diese eine Frage stellen: Bist du bereit, auf Jesus, den Gekreuzigten, zu blicken? Der für dich gestorben ist. Um deine Liebe dir auszudrücken. Um mit dir Gemeinschaft zu haben. Damit durch den Bund, den er erneuert, du so sein kannst, wie er. Dein Wunsch? Amen.

[1:19:19] Wollen wir gemeinsam beten? Haltet euch ein, aufzustehen. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für dieses Thema, das wir studieren durften. Habt Dank, dass wir heute die Grundlage legen konnten über das Thema der Beziehung zwischen Gott und Mensch. Es gibt noch so viel mehr zu sagen. Und wir haben noch so viele spannende Dinge, die auf uns zukommen werden, in den nächsten Tagen. Aber heute haben wir verstanden, worum es geht.

[1:19:47] Es geht um den Bund mit dir. Es geht darum, dich zu erkennen, wie du wirklich bist. Nicht einfach nur theoretisches, theologisches Wissen zu haben, sondern eine Beziehung zu dir zu haben, so wie du es dir wünschst. Und wir möchten dich bitten, dass wenn wir dich sehen, wie du dort am Kreuz von Golgatha für uns gestorben bist, dass schon dieser erste Blick unser Herz verändert. Dass du uns zu dir ziehst aus lauter Güte.

[1:20:13] Auch unsere Augen sind verdreht worden durch die Sünde, durch schlechte Gewohnheiten, durch Tradition, durch was weiß ich. Wir möchten dich bitten, dass du unser Herz veränderst. Wir kennen unser Herz nicht mal richtig selbst, aber du kannst es ergründen. Du kannst uns wieder völlig mit dir vereinen. Und wir wollen ein Geist mit dir sein. Ich danke Jesus dafür von ganzem und von tiefem Herzen. Amen.


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