In dieser Folge von „Gottes Plan für deine Gesundheit“ mit Claudia Bien dreht sich alles um die heilende Kraft des Wassers. Entdecken Sie, wie Sie mit einfachen Wasseranwendungen Linderung bei Krankheiten verschaffen können. Von historischen Anwendungen über die Bedeutung von Wasser für unsere Zellen bis hin zu praktischen Tipps wie heiße Fußbäder, Fieberbäder und kalte Wickel – dieses Video bietet umfassende Einblicke in die Hydrotherapie. Erfahren Sie, wie Wasser unser Immunsystem stärkt und wie Sie es gezielt zur Entgiftung und Genesung einsetzen können.
Gottes Plan für deine Gesundheit – 2. Heilfaktor Wasser
Claudia Bien · Gottes Plan für deine Gesundheit ·Themen: Ernährung, Gesundheit, Krankheiten, PrinzipienWeitere Aufnahmen
Serie: Gottes Plan für deine Gesundheit
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Transkript
[0:29] Hallo und herzlich willkommen hier bei Joel Media. Ich begrüße Sie ganz herzlich zu einer neuen Serie: Gottes Plan für deine Gesundheit. Schön, dass Sie eingeschaltet haben, schön, dass Sie dieses Thema interessiert. Heute möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie mit einfachen Wasseranwendungen sich selbst und Ihren Lieben im Krankheitsfall Linderung verschaffen können. Aber bevor wir in das heilsame Nass eintauchen, gestatten Sie mir ein kurzes Gebet.
[0:57] Vater im Himmel, ich bitte dich jetzt um deinen Segen und um deinen Beistand. Hilf uns, dass wir verstehen, was du uns sagen möchtest. Segne diesen Vortrag, damit die Zuschauer gut verstehen und auch anwenden können und dadurch gesegnet werden. Dank dafür in Jesu Namen. Amen.
[1:18] Um das Prinzip der Wasseranwendungen verstehen zu können, müssen wir uns kurz anschauen, wie unser Körper aufgebaut ist. Das Leben beginnt mit einer Samenzelle, die im Liebesakt verschmelzen, um sich dann zu vermehren. Daraus entstehen verschiedene Gewebe, diese formieren sich zu Organen und diese wiederum zu ganzen Organsystemen. Zum Beispiel haben wir den Verdauungstrakt oder das Atmungssystem oder das Genitalsystem, um nur einige zu nennen.
[2:03] Wir sind also aus Zellen, aus Geweben, aus Organen, aus Organsystemen aufgebaut, die zusammen den Organismus Mensch ergeben. Die kleinste Einheit, aus der wir bestehen, sind also unsere Zellen, und jede Zelle hat genau fünf Bedürfnisse.
[2:22] Welche sind das? Die Zelle braucht als allererstes Sauerstoff. Sie kann nur drei Minuten ohne Sauerstoff überleben, dann fangen die ersten Zellen, bei einigen Gehirn und im Herzen, abzusterben. Sie braucht als nächstes unbedingt Wasser, und so Zellen überleben maximal drei Tage ohne Wasser. Dann beginnen die ersten Zellen zu schieben. Sie braucht die richtigen Nährstoffe, dazu gehören nicht nur die Makronährstoffe, sondern auch sämtliche Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Sie muss entschlacken können, sie muss ihre Giftstoffe loswerden können, die bei den Stoffwechselprodukten entstehen. Und sie braucht kein Gift von außen.
[3:08] Als Antwort auf diese Bedürfnisse hat uns Gott genau acht Heilfaktoren gegeben, die gleichzeitig auch Anwendungsgesetze darstellen. Im Vertrauen darauf, dass Gott weiß, was für uns gut ist, weil er uns geschaffen hat, sollten wir uns täglich frische Luft aussetzen und das nicht nur am Tag. Wir sollten uns aber auch bewegen, den Sonnenschein genießen, Ruhe haben, klares Wasser trinken und auch anhaltende Mäßigkeit in allen Dingen üben, sowie eine gesunde Ernährung uns einverleiben.
[3:51] Wenn wir diese Dinge anwenden, dann arbeiten wir nach Gottes Plan. Unser Fokus richtet sich heute auf den Heilfaktor Wasser. Er ist der Doktor, mit dem wir die meisten Anwendungen machen können.
[4:10] Das inspirierte Wort lehrt uns: reine Luft, Sonnenschein, Mäßigkeit, Bewegung, die richtige Ernährung, die Anwendung von Wasser, Vertrauen in die göttliche Kraft. Das sind die wahren Heilmittel. Und jeder sollte die Heilkräfte der Natur kennen und wissen, wie sie anzuwenden sind. Es ist wesentlich, die Grundsätze zu verstehen, welche die Krankenbehandlung einschließt und ebenso eine praktische Ausbildung zu besitzen, welche befähigt, diese Kenntnisse zu verwenden.
[4:47] Die Benutzung natürlicher Heilmittel erfordert eine Menge Sorgfalt und Mühe, welche viele nicht anwenden mögen. Im Heilen und Aufbauen verfährt die Natur allmählich und scheint dem Ungeduldigen zu langsam. Das Aufgeben schädlicher Befriedigung erfordert unter Umständen Opfer, aber es schließlich wird man finden, dass die Natur, wenn man sie nicht hindert, ihre Arbeit weise und gut verrichtet. Solche, die ihren Gesetzen dauernd gehorchen, werden den Lohn in einem gesunden Körper und in einem gesunden Geist ernten. Ich denke, das sind klare Worte.
[5:31] Wir haben auch schon Wasseranwendungen in der Geschichte beobachten können. Seit Beginn der Geschichtsschreibung machte man sich bei der Behandlung von Krankheiten verschiedene Bäder zunutze. Die Babylonier, die Ägypter, die Griechen und Römer kannten alle verschiedene Behandlungsfehler. In Spa wurde die Wasseranwendung sogar zwangsweise eingeführt. Gesetzlich waren jedem Bürger zahlreiche kalte Bäder vorgeschrieben.
[5:59] Im Allgemeinen waren die zur Krankheitsbehandlung verwendeten Bäder entweder heiß oder kalt. Die Römer entwickelten mehr als andere Völker der Antike das Bad als therapeutische Maßnahme weiter. Es ist überliefert, dass die ärztliche Tätigkeit in Rom tatsächlich mehr als 500 Jahre lang auf die öffentlichen Bäder begrenzt war. Etwas anderes gab es nicht.
[6:30] Diesen Mann kennen Sie vielleicht: Der österreichische Frauenarzt Dr. Ignaz Semmelweis führte eine höchst nützliche, präventive Wassertherapie wieder ein, nämlich das simple, einfache Händewaschen nach vorausgegangenem Patientenkontakt. Damals war das eine revolutionäre Idee, dafür wurde er von seinen Kollegen verlacht.
[6:55] 1813 erklärte Oliver Wendell Holmes aus Boston, dass es sich bei dem Kindbettfieber um eine ansteckende Krankheit handeln müsse.
[7:07] In der Bibel lesen wir auch Hygieneregeln. In 3. Mose 15, Vers 11 steht: "Und wen er anrührt, z.B. einen ansteckenden Patienten, ehe er die Hände gewaschen hat, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend." Diese elementare Maßnahme ist von so großer Bedeutung, dass schon Mose von Gott darauf hingewiesen worden war. Sie wurde jahrhundertelang dem widerstandsfähigsten der antiken Völker, den Juden, zum Segen.
[7:42] Ignaz Semmelweis wurde nicht nur verlacht von seinen Kollegen, sondern er senkte auch die Sterblichkeit der Wöchnerinnen von 30 Prozent auf 3 Prozent auf seinen Stationen, wo er dem Personal befahl, die Hände zu waschen, bevor sie die Frauen untersuchten. Später ist er tragischerweise selber am Kindbettfieber gestorben.
[8:08] Auch ein interessanter Mann: Pfarrer Sebastian Kneipp, oder auch als der Wasserdoktor bekannt. Er wurde einmal gefragt: "Was sind die drei wichtigsten Heilmittel?" Und seine Antwort war: "Entgiften, entgiften, entgiften."
[8:26] Auch Louis Kuhne ist sehr interessant. Er war ein deutscher Naturheilkundler und Zeitgenosse von Sebastian Kneipp und wie dieser ein Verfechter der Hydrotherapie, also der Wasseranwendungen. Ohne war ein Anhänger des Vegetarismus und er lehnte die Verwendung von Speisesalz und Zucker generell als schädlich ab. Nach seiner Auffassung basierten alle Krankheiten letztendlich auf einem Zustand, den er als Toxikämie bezeichnete, eine von ihm angenommene Stoffwechselvergiftung des Körpers durch nicht ausgeschiedene Gifte und Abfallstoffe.
[9:02] Das führe zu krankhaften Veränderungen von Organen. Vor allem eine mangelhafte Verdauung mit Verstopfung sah er als Auslöser vieler Leiden an.
[9:17] In der Geschichte finden wir auch Wasseranwendungen in den USA. Das Battle Creek Sanatorium entwickelte in der Neuzeit die Hydrotherapie in höchstem Maße weiter. Der Ann-Arbor-Arzt Dr. John Harvey Kellogg war weltweit für seine Wasseranwendungen bekannt. Er behandelte damit schwere Infektionen wie Lungenentzündungen, Nierenbeckenentzündung und postoperative Wundschmerzen. Kellogg wurde von seinen Zeitgenossen als der größte damals lebende Arzt angesehen.
[9:51] Wie ist es möglich, dass so simple Anwendungen wie heißes und kaltes Wasser eine so beachtliche Wirkung entfalten können?
[10:04] Nun, der Psalmist in Psalm 139, Vers 14 sagt dazu: "Ich danke dir dafür, was ich wunderbar gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und das erkennt meine Seele."
[10:15] Was meint der Psalmist damit? Lassen Sie uns einen kleinen Ausflug in die Welt unseres Immunsystems unternehmen.
[10:26] Denn des Leibes Leben ist im Blut. Das lesen wir im 1. Mose 17, Vers 11. In unserem Blut finden wir rote Blutkörperchen, weiße, die Gerinnung, Blutplasma, Nährstoffe und Vitamine.
[10:42] Bemerkenswerterweise sagt die Bibel uns in 3. Mose 17, 11: "Denn das Leben ist im Blut." Blut ist also ein ganz besonderer Lebenssaft.
[10:58] Hier sehen wir einmal einen neutrophilen Granulozyten. Diese machen 60 Prozent unseres weißen Blutbildes aus. Sie sind spezialisiert auf bakterielle Infektionen. Sie reparieren uns nach Operationen, nach Quetschungen oder nach Geburtsverletzungen. Sie reagieren bei Fieber oder Leukämie. Sie sind mit beteiligt an der Verdauung von Fleisch und Milchspeisen und bei sportlicher Betätigung vermehren sie sich.
[11:31] Das hier ist ein Lymphozyt. Finden sich zu 40 Prozent in unserem weißen Blutbild. Sie stellen die erste Verteidigungslinie bei Virusinfektionen dar. Und Lymphozyten und Granulozyten kämpfen gegen alle Formen der Leukämie. Sie werden auch zu Gedächtniszellen nach einem feindlichen Kontakt.
[11:54] Das hier ist ein Eosinophiler Granulozyt. "Eosinophil" bedeutet, die Zelle lässt sich rot einfärben. Sie kommen in unserer Blutbahn nur zu 15 Prozent vor. Das ist aber auch besser so, denn sie sind für unsere Allergien zuständig.
[12:12] Hier haben wir einen Basophilen. Weil er sich blau gefärbt und zusammen mit den anderen Granulozyten kämpfen sie gegen Blutkrebs, auch als Leukämie bezeichnet.
[12:21] Das hier sind die Plasmazellen. Sie kommen zum Einsatz, wenn Ihr Körper von chronischen Entzündungen heimgesucht wird oder Ihre blutbildenden Organe, das Knochenmark und die Milz, bösartige Tumore entwickelt haben. Sie sind die Experten, die die Antikörper herstellen.
[12:41] Nicht nur in der Mathematik gibt es Gleichungen.
[12:45] Hier haben wir eine immunologische Gleichung. Und zwar haben wir ein Antigen, das ist der Feind, der von außen eindringt. Und auf dieses Antigen reagiert ein Antikörper, und die beiden verschmelzen zu einem Immunkomplex, der dann aus dem Körper entfernt werden kann.
[13:05] Krankheitserreger tragen an ihrer Oberfläche ein Molekül, das Antigen genannt. Daran werden zum Beispiel die Bakterien von den patrouillierenden Antikörpern erkannt. Diese schlagen nun Alarm, und die Lymphozyten produzieren in Windeseile passende Antikörper, während die anderen Lymphozyten die Eindringlinge quasi fotografieren, so dass sie bei einem erneuten Kontakt sofort erkannt und wesentlich schneller bekämpft werden können.
[13:34] Wir haben einen ganz starken Verbündeten: das ist unsere Haut. Haben uns eben das Immunsystem angeguckt, und jetzt schauen wir uns unsere Haut an.
[13:41] Die Haut besteht aus der Epidermis, der Oberhaut, und der Dermis und der Subkutis, der Unterhaut. Und wir sehen, dass in der Unterhaut sich Blutgefäße befinden.
[13:58] Wasseranwendungen werden ja an der Haut wirksam, weil wir sie an der Haut applizieren. Bei der Überwärmung zum Beispiel wird das Blut aus dem Körperinneren an die reaktionsfreudige Hautoberfläche umgelenkt. Gott schuf diese Heilungsmechanismen und platzierte sie genau da, wo wir am besten mit dem Heilfaktor Wasser herankommen.
[14:23] Das Blutgefäßsystem der Haut stellt einen Speicher dar, der 30 Prozent des gesamten Blutvolumens ausmacht. Auf Antigene kann die Haut zehnmal besser reagieren als Muskeln, Gehirn oder Blutplasma. Und deshalb sind Wasseranwendungen so unglaublich effektiv.
[14:44] Kommen wir zurück zum Wasser. Wasser bietet uns das größte Spektrum von Anwendungen unter den acht Heilfaktoren. Es steht uns in drei Aggregatzuständen zur Verfügung: flüssig, fest oder gasförmig. Wir können es als Wasser oder Dampf anwenden, und wir können wählen zwischen heiß und kalt.
[15:06] Alle Hautanwendungen beeinflussen nicht nur die unmittelbar darunter liegenden Blutgefäße, sondern über Reflexbahnen auch weiter entfernt liegende Blutbahnen.
[15:17] In einer Studie über physiologische Veränderungen bei Überwärmungstherapie wurde vor und nach einer fünfstündigen Überwärmungsbehandlung bei einer Temperatur von circa 40 Grad das Blutbild bestimmt. Dabei konnte gezeigt werden, dass die weißen Blutkörperchen von 6,8 auf 13,2 pro Liter angestiegen sind. Der Hämoglobinspiegel blieb dabei unverändert.
[15:46] Das heißt, Überbäder fördern die Entstehung weißer Blutkörperchen.
[15:53] Das Wandertempo der Leukozyten, also der weißen Blutkörperchen, auf einen Entzündungsherd hin und die Geschwindigkeit der Enzymreaktion kann durch eine Temperaturerhöhung gesteigert werden. Die physikalische van't Hoff-Regel besagt, dass eine Temperaturerhöhung von zehn Grad Celsius die Geschwindigkeit einer chemischen Reaktion verdoppelt bis verdreifacht.
[16:17] Die Wundheilungszeit der Haut von Alligatoren verkürzt sich bei einer Temperaturerhöhung um 10 Grad auf über die Hälfte. Echsen oder Alligatoren können kein Fieber bekommen, aber sie gehen in die Sonne und sie lassen sich aufheizen. Ist doch intelligent, oder? Wer ihnen das wohl nur gesagt hat? Dieses Wissen können wir uns in der Therapie für uns auch zunutze machen.
[16:46] Machen. Welche Wasseranwendungen haben wir denn jetzt?
[16:48] Jetzt: Das heiße Fußbad. Der Wirkungsmechanismus, bitte, ist ganz einfach: Ein heißes Fußbad wirkt ableitend und entzieht im Kopfbereich, dem Brust- und Becken- und Bauchraum angesammeltes Blut. Und dabei ist die Wirkung auf nicht gestaute Bereiche nicht so ausgeprägt.
[17:11] Dann können wir das anwenden bei Kopfschmerzen, bei Entzündungen im Bauch und bei Bluthochdruck. Machen Sie heiße Fußbäder an die Kopfschmerzen haben, wenn Sie Entzündungen im Bauchraum haben, wenn Ihr Blutdruckrate zu hoch ist.
[17:30] Wie können wir Wasser weiterhin anwenden? Hier ist das Fieberbad, von dem ich gesprochen habe. Das ist eine sogenannte Überwärmungstherapie, die eine Art künstliches Fieber auslöst und dabei werden Bakterien, Viren, Pilze und sogar Krebszellen zerstört. Aber auf der anderen Seite wird die Bildung von weißen Blutkörperchen angeregt und ihre Beweglichkeit erhöht.
[17:57] Und da der Zeitrahmen es nicht hergibt, jede Anwendung genau zu beschreiben, habe ich eine PDF-Datei angelegt, die Sie unter diesem Vortrag downloaden können. Dort finden Sie die genaue Beschreibung der Durchführung und Anwendungsindikationen, aber auch der Kontraindikationen. Bitte halten Sie sich an die Beschreibung, wenn Sie das für sich ausprobieren.
[18:20] Wir haben weitere Möglichkeiten mit Wasser zu arbeiten, und hier mit kaltem Wasser. Das ist ein sogenanntes kaltes Laken. Und durch großflächige Kaltanwendungen wird die Durchblutung der inneren Organe gesteigert. Das sogenannte kalte Laken verwendet man nach Heißanwendungen, zum Beispiel nachdem man ein Fieberbad gemacht hat oder eine russische Dampfsauna aufgesucht hat. Dadurch kann man gezielt unsere Immunzellen in die Organe leiten, in denen wir sie auch haben wollen.
[18:52] Sie eignen sich auch hervorragend zum Entgiften. Wenn man ein weißes Laken verwendet, ist es anschließend voller brauner Flecken, wenn der Patient Raucher ist.
[19:05] Diese Methode wird auch in der AIDS- und Krebstherapie erfolgreich eingesetzt.
[19:12] Hier haben wir eine Wasseranwendung als Sauna, entweder trocken oder als Dampfzustand.
[19:19] Das hier ist ein russisches Dampfbad. Kann man im Internet auch als Sitzsauna kaufen. Und auch bei dieser Temperatur sollte unbedingt, wurde bei dieser Behandlung, sollte unbedingt der Kopf kalt gehalten werden.
[19:31] Wann kann ich es anwenden? Bei Erkältung, Grippe, bei Arthritis, bei Muskelschmerzen, zur Entgiftung.
[19:41] Nikotin-Entzug, der Patienten mit Alkohol- oder Drogenmissbrauch, oder zur Vorbereitung auf eine kalte Anwendung.
[19:49] Wie wirkt das ganze? Ich habe natürlich eine erhöhte Schweißproduktion. Es wirkt entgiftend, weil über den Schweiß Gifte aus dem Körper herausgespült werden. Der Puls steigt, der Blutdruck steigt, die Hautdurchblutung steigt, der Stoffwechsel wird maximal angekurbelt und die Anzahl der weißen Blutkörperchen erhöht sich. Es wirkt muskelentspannend und damit auch stressabbauend.
[20:16] Im Internet findet man unter anderem solche Produkte, dass es hier das kostengünstigste als sogenannte mobile Dampfsauna oder Heimsauna angepriesen. Es gibt natürlich auch andere, aber das ist jedem selbst überlassen, ob er sich so etwas zulegen möchte. Für die Kreativen unter uns, die können das auch selber basteln mit einem Duschvorhang und müssen dafür sorgen, dass dann ein Gummiband am Hals durchgezogen wird und diese Kabine über den Körper gezogen wird und den Stuhl, auf dem der Patient sitzt.
[20:51] Wie kann ich Wasser dann noch anwenden? Kühle oder neutrale Bäder, die bewegen sich bei einer Temperatur von 34 bis 36 Grad. Sollten 15 Minuten bis maximal vier Stunden angewendet werden. Man richtet sich immer nach dem Befinden des Patienten und anschließend sollte der Patient sich 30 Minuten ausruhen.
[21:13] Anwenden wir das an bei Erschöpfung des zentralen Nervensystems, bei Schlafstörungen, Nervosität, warum der Patient sich dadurch sehr entspannen kann und deutlich ruhiger wird. Also wir sämtlichen neurologischen Erkrankungen empfehle ich diese neutralen Bäder.
[21:35] Hier können wir Wasser noch anwenden als sogenannte Kontrastbäder. Bei einem Kontrastfußbad brauche ich eine Fußbadewanne mit 40 Grad und eine Fußbadewanne mit 15 Grad. Die Füße sollten für drei Minuten in das heiße Wasser gestellt werden und für 30 Sekunden in das kalte. Wiederholen Sie diesen Prozess sechs bis achtmal und anschließend lassen Sie den Patienten 30 Minuten ausruhen.
[21:59] Was passiert dabei im Körper? Die Blutgefäße werden quasi trainiert. Es ist deshalb gut, wenn wir zum Beispiel eine Veneninsuffizienz oder Ödeme in den Beinen haben. Es wird die Durchblutung gesteigert und der Stoffwechsel angeregt und die Heilung beschleunigt.
[22:18] 24 Stunden nach Verletzungen, zum Beispiel Zerrungen oder Knochenbrüche und Arthritis, kann man es auch anwenden. Aber nicht ganz schön ist, ganz frisch ist, sondern wird er als 24 Stunden warten. Aber es ist genauso wirksam bei Infektionserkrankungen.
[22:36] Das hier ist ein Kneippbad. Haben Sie vielleicht schon mal gesehen. War vertreten ist in Kur-Einrichtungen sehr beliebt. Solche Anlagen haben sehr kaltes Wasser, so zwischen zehn bis zwölf Grad. Und das sollte man auch nur machen, wenn man sich gesund fühlt und ausreichend aufgewärmt ist. Dann ist es zur Abhärtung, also Prävention, vorbeugend sehr gut geeignet.
[22:57] Nicht zu empfehlen ist es bei Patienten, die eine periphere arterielle Verschlusskrankheit haben, weil das kalte Wasser vasokonstriktorisch wirkt, das heißt, die Gefäße ziehen sich zusammen und damit kommt noch weniger Sauerstoff in den Muskelzellen an, was sehr schmerzhaft werden kann.
[23:15] Nach so einem Wassertreten sollte man das Wasser mit der Hand abstreifen, die Sachen wieder anziehen und durch Bewegung den Körper wieder aufwärmen. Sehr angenehm ist das Wassertreten an sehr heißen Tagen.
[23:30] Wie kann ich Wasser noch anwenden? Mit kalten Güssen.
[23:36] Und wenn ich Wickel anwenden möchte, dann habe ich auch die Möglichkeit, kalte oder heiße Wickel anzuwenden.
[23:44] Fieber zum Beispiel. Es ist bekannt, dass man dort kalte Wadenwickel macht. Aber viel günstiger hat sich in der Praxis erwiesen, nicht die Waden, Karl zu wickeln, sondern den Kopf Karl zu wickeln und dafür dem Bauchraum zu wickeln. Unser Körper wirkt wie ein Thermostat bei einer Bügeleisen. Und wenn wir den Bauch heiß wickeln, dann kommt im Gehirn die Information: "Ist es genügend Hitze da?" Der Körper hört auf zu schütteln. Wir haben kein Schüttelfrost mehr und es wird keine Temperatur weiter nach produziert.
[24:16] Im Übrigen ist das auch wesentlich angenehmer für den Patienten und sehr erfolgreich auch bei Kindern einzusetzen.
[24:25] So können wir Wasser dann auch einsetzen: Eine Mundspülung oder als Zungenbürste können wir behalten. Erzen die Beläge von der Zunge bürsten. Stellen Sie sich mal vor den Spiegel, wenn Sie erkältet sind, dann sehen Sie weiß-graue Beläge auf der Zunge. Die kann man runter bürsten und entfernen, und das hilft auch schon, die Schmerzen zu lindern.
[24:47] Halten Sie dann Ihre Schleimhäute unbedingt feucht, indem Sie regelmäßig einen Schluck Wasser trinken.
[24:55] Wie können wir Wasser noch anwenden in Form von Sitzbädern? Die können kalt sein, z.B. bei einem Kurbad. Das sollte man aber nie machen, wenn man eine Kolitis hat. Da sollte ein heißes Bad gemacht werden. Oder aber man kann Kontrastbäder einsetzen.
[25:11] Kontrastbäder sind sehr wirkungsvoll bei Hämorrhoiden-Operationen bzw. danach oder um Darmträgheit zu behandeln. Blasen- oder Nierenentzündung reagieren super auf heiße Sitzbäder oder auch Kontrastbäder. Hier benutzt man ebenfalls wieder drei Minuten heißes Wasser, 40 Grad, und 30 Sekunden kaltes Wasser, 14 Grad. Wiederholen Sie das sechs bis achtmal. Die Füße sollten dabei unbedingt in einem heißen Fußbad stehen.
[25:43] Kontrastanwendungen können wir auch als Wechselduschen oder sogar als Gesichtskontrastmittel anwenden. Wenn der Stirn-, Kiefer-, Gesichts-, Nebenhöhlenentzündungen haben, dann kann man auch den Kopf in heißes und kaltes Wasser abwechselnd stecken. Muss natürlich immer noch mal Luft holen dazwischen, aber es ist ausgesprochen effektiv und Ihr Schnupfen wird wesentlich schneller verschwinden.
[26:10] Dieses Gerät, das ist eine Darmspülungsgerät, eine Kolonhydrotherapie. Habe ich in Amerika bei Dr. Thomas Jackson kennengelernt. Das ist ein Kollege. Es ermöglicht eine Reinigung des gesamten Dickdarms, was dem Immunsystem einen enormen Schub gibt, da 80 Prozent unseres Immunsystems im Darm arbeiten und neben der Verdauung ständig damit beschäftigt sind, unseren Körper von Giftstoffen und Stoffwechselprodukten zu befreien.
[26:38] Und wenn alle Kapazitäten in der Entgiftung gebunden sind, dann bleiben nicht mehr viele Streiter übrig, die z.B. gegen Krebs kämpfen können, Entzündungen oder Infektionen.
[26:54] Hier habe ich ein ganz einfaches Rezept.
[26:54] Hier habe ich ein ganz einfaches Rezept für Menschen, die eine Sinusitis, also für Menschen, die eine Sinusitis, also eine Stirn- oder Kieferhöhlenentzündung, eine Stirn- oder Kieferhöhlenentzündung haben oder auch über Halsschmerzen, Halsschmerzen, Husten, Heiserkeit oder Bronchitis klagen, Husten, Heiserkeit oder Bronchitis klagen, nehmen Sie einfach eine Kartoffel, nehmen Sie einfach eine Kartoffel, würfeln Sie die schön, Sie eine Zwiebel, schneiden Sie klein, geben Sie ein Esslöffel Salz und gebt das Ganze ins Wasser und zwar ein Liter. Kochen Sie das auf und dann inhalieren Sie diesen Dampf mit einem Handtuch über dem Kopf 20 Minuten lang und nach dieser Inhalation, bitte das Gesicht mit eiskaltem Wasser abwaschen.
[27:32] Trinken macht klug, das ist kein Witz. Wenn wir zwei Prozent Wasserverlust in unserem Körper haben, dann sinkt bereits unsere Leistungsfähigkeit. Das merken wir, wenn wir dann Vorträgen sitzen und wenig getrunken haben, dass wir müde werden. Wenn wir vier Prozent unseres Wassers verlieren, dann halbiert sich bereits unsere Leistungsfähigkeit, dann haben wir nur noch die Hälfte. Denn sogar zehn Prozent Wasserverlust in unserem Körper ist dann drohen Herzinfarkt und Schlaganfall und bei 20 Prozent Wasserverlust kollabiert unser Kreislauf, es kommt zu Nierenversagen und zum Tod. Wenn Wasser, was übrigens das zweitwichtigste Bedürfnis unserer Zellen ist, in unsere Zellen einströmt, dann wird in der Zellmembran Energie gewonnen und deshalb wird man auch wieder munter, weil man in einem müden Vortrag, müde sitzt und etwas Wasser trinkt.
[28:32] Ja, wie viel sollen wir denn trinken? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das zu berechnen. Man könnte sein Körpergewicht nehmen in Kilogramm und durch sieben teilen, dann erhält man die Anzahl der Gläser zu jeweils 250 Millilitern. Bei 50 Kilo Leuten, die bräuchten ungefähr 1,8 Liter. 60 Kilo braucht 2,1 Liter. 70 Kilo Menschen brauchen 2,5 Liter. 80 Kilo, 2,9. 90 Kilo Patienten brauchen 3,2 Liter. Rund 120 Kilo Patienten braucht und 4,3 Liter. Wir sehen also, je schwerer wir sind, umso mehr Wasser müssten wir trinken. Tun wir aber nicht.
[29:11] Und das mit diesem Zählen ist auch so eine Geschichte. Die Erfahrung lehrt, dass man spätestens nach dem dritten Glas nicht mehr weiß, war das jetzt Nummer vier oder war das Nummer zwei. Deshalb ist es effektiver, man nimmt eine Flasche und berechnet seine Trinkmenge mit 30 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht. Denn aus den Augen, aus dem Sinn sollten wir uns helfen, indem wir die Flaschen schon gefüllt am Morgen hinstellen, damit wir wissen, was habe ich schon getrunken und was muss ich noch trinken.
[29:46] Fehlender Durst ist kein Zeichen für einen geringeren Bedarf, höchstens für eine höhere Belastung der jahrelangen des jahrelangen Flüssigkeitsmangels, denn unser Durst kann verloren gehen. Aber die gute Nachricht ist, durch Kennenlernen, indem man wieder anfängt zu trinken und zwar ganz bewusst, und so haben wir das System unterdrückt, nämlich bei Stress den Durst. Wer konzentriert arbeitet, unter seelischem Druck steht oder zum Beispiel lange Autofahrt, der kann sich auf sein Durstgefühl als Warnsignal nicht verlassen. Fehlender Durst ist klassisch bei älteren Menschen, aber gerade sie haben wegen Verschleppung erhöhte Krankheitsbereitschaft und zunehmende Faltenbildung. Wasser ist dringend nötig bei ihnen. Wirken ausreichend Wasser trinken und regelmäßige Sole, das ist Salz trinken, oft kleine Wunder.
[30:48] Hier kommt ein Wasserrad. Fehler begehen den Fehler, kaltes Wasser zu den Mahlzeiten zu trinken. Die Nahrung sollte nicht hinuntergespült werden. Zum Essen getrunken, vermindert das Wasser den Speichelfluss und je kälter das Wasser ist, desto größer ist die Schädigung für den Magen. Ins Wasser oder Eislimonade, die man zum Essen trinkt, halten die Verdauung auf, bis der Körper dem Magen genügend Wärme zugeführt hat, so dass er seine Arbeit wieder aufnehmen kann.
[31:23] Haut langsam und lasst ihn Speicher sich mit der Nahrung vermengen, denn bereits im Speicher beginnt die Verdauung. Wir haben in Summe in Verdauungs-Enzym in unserer Mundhöhle und deshalb bitte nicht zu den Mahlzeiten trinken, sondern davor oder danach.
[31:43] Dr. Wasser ist ein Allrounder, das haben wir jetzt gesehen. Und da wir ja so leicht vergesslich sind, fassen wir hier noch einmal zusammen, was wir mit Wasser alles machen können. Ein heißes Fußbad, vier Bäder, ein kaltes. Legen wir können die Dampfsauna oder das Sitzbad einsetzen, ein Reibebad nach Kuhlen durchführen oder neutrale Bäder. Wir können Wassertreten, Armbäder, Wechselduschen, Kontrast-Gesichtsbäder, Kontrast-Fuß- oder Sitzbäder oder Armbäder machen. Können kalte Güsse anwenden, Eisabreibungen, Dampfwickel oder Salzabreibungen einsetzen.
[32:26] Noch ein Wort zum Salz. Salz ist nicht gleich Salz. Kochsalz hat uns die Industrialisierung beschert. Aus natürlichem Salz werden bei Raffinierungskosten durch etwa 200 verschiedene Chemikalien, 82 Elemente extrahiert, bis nur noch Natrium und Chlorid übrig bleiben. Natriumchlorid entzieht unserem Körper Wasser, weil die hochaktiven Moleküle Wasser neutralisiert werden müssen. Viele durch Wasser neutralisiert werden. So viel Kochsalz fördert den Alterungsprozess durch Ablagerungen. Nehmen wir auch an Gewicht zu. Bei Frauen entstehen Cellulite und Rieselhelfer. Enthalten Aluminiumhydroxid, dass sich im Gehirn und in den Nervenbahnen ablagert und im Verdacht steht, bei der Entstehung von Alzheimer beteiligt zu sein.
[33:20] Wenn wir also Salz verwenden, dann sparsam und kein raffiniertes, sondern zum Beispiel Steinsalz oder Himalaya-Salz oder Meersalz. Und das wirklich immer in Verbindung mit dem Doktor Mäßigkeit.
[33:39] Ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihre Aufmerksamkeit und verabschiede mich an dieser Stelle. Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute und erfolgreiche Erfahrungen und sollten Sie doch einmal krank werden, wünsche ich Ihnen Gottes Segen und bis bald auch wiedersehen.
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