In dieser Predigt von Boris Bernhard wird das Thema „Gottes Weg im Heiligtum“ beleuchtet. Anhand biblischer Texte und der Symbolik des Heiligtums wird erklärt, wie Jesus Christus der Weg zu Gott ist. Die Predigt entschlüsselt die Bedeutung der verschiedenen Elemente des Heiligtums, vom Vorhof bis zum Allerheiligsten, und zeigt auf, wie sie Gottes Charakter, seinen Plan und seine Gebote offenbaren.
Gottes Weg im Heiligtum
Boris Bernhard · Predigten ·Themen: Altes Testament, Bibel, Heiligtum, Neues Testament, Offenbarung, TheologieWeitere Aufnahmen
Serie: Predigten
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Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Studiendienstag. Ich darf heute Christopher vertreten, deshalb werden wir auch nicht das Offenbarungsstudium durchnehmen, sondern heute ein anderes, ein abgetrenntes Thema nehmen. Und zwar werden wir heute gemeinsam das Heiligtum studieren.
[0:23] Die erste Frage, die wir uns stellen müssen: Warum sollen wir überhaupt das Heiligtum studieren? Und wir wissen aus Johannes 14, Vers 6, dass Jesus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Und wir wollen den Weg uns heute genauer betrachten. Lasst uns aufschlagen gemeinsam den Psalm 77 und dort den Vers 14. Psalm 77, Vers 14, in manchen Bibelübersetzungen ist es der Vers 13. Und bei meiner Schlacht muss ich auch in die Fußnote gucken, weil da die wortwörtliche Übersetzung ist. Da steht auf Psalm 77, Vers 14: "O Gott, dein Weg ist im Heiligtum."
[1:14] Was meint der Psalmist mit: "Dein Weg, o Gott, ist im Heiligtum"? Dafür müssen wir uns zuerst anschauen gemeinsam, was das Heiligtum überhaupt ist und welche Sachen wir uns da angucken müssen. Und bevor wir das tun, lasst uns gemeinsam beten, um Gott, um den Heiligen Geist zu bitten. Lieber Vater im Himmel, ich danke dir für diesen neuen Tag des Lebens. Ich danke dir für die Möglichkeit, dass wir gemeinsam dein Wort studieren dürfen. Großer Gott, ich bitte dich, sei du hier bei uns und sei du bei jedem einzelnen Zuschauer, dass du mit deinem Heiligen Geist uns erhältst und uns Weisheit gibst, was du uns sagen möchtest. Großer Gott, so danken wir dir und bitten dich all das im kostbaren Namen Jesu. Amen.
[2:21] Lasst uns gemeinsam aufschlagen Hebräer Kapitel 8 und dort die Verse 1, 2 und 5. Hebräer Kapitel 8, die Verse 1, 2 und 5. Und wir schauen uns an, welches Heiligtum eigentlich gemeint ist. Dort steht geschrieben: "Die Hauptsache aber bei dem, was wir sagen, ist: Wir haben einen solchen Hohepriester, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel, einen Diener des Heiligtums und der wahrhaftigen Stiftshütte, die der Herr errichtet hat und nicht ein Mensch." Und jetzt der Vers 5: "Diese dienen einem Abbild und Schatten des Himmlischen, gemäß der göttlichen Weisung, die Mose erhielt, als er die Stiftshütte anfertigen sollte. Achte darauf, heißt es nämlich, dass du alles nach dem Vorbild machst, das dir auf dem Berg gezeigt worden ist."
[3:22] Wovon spricht hier Paulus im Brief an die Hebräer? Und zwar, Gott hat ein Heiligtum im Himmel, das nicht von Menschenhand gebaut worden ist. Und in diesem Heiligtum dient ein Hohepriester. Wer ist dieser Hohepriester? Jesus Christus ist unser Hohepriester im Himmel und er dient. Und dieses Abbild, das Mose gezeigt wurde, wo er sich genau dran halten sollte, ist ein Schatten von den Dingen, auf die es zeigen sollte. Und wir finden im 2. Buch Mose von den Kapiteln 25 bis zum Kapitel 30, wie das Heiligtum genau aufgebaut werden sollte. Jeder einzelne Gegenstand, alle Einzelheiten wurden dort beschrieben. Und ich möchte es mit euch kurz aufmalen.
[4:17] Wir haben die Stiftshütte selbst, die in zwei Bereiche geteilt ist. Welche Bereiche sind das? Das Heilige und das Allerheiligste. Das hier ist das Allerheiligste und das ist das Heilige. Was haben wir außerhalb der Stiftshütte? Den Vorhof, der ist umgeben von Pfosten mit Leinen. Und wir haben ein großes Tor. Wir haben hier viele Pfosten und das haben wir im Vorhof. Wir haben einen Brandopferaltar und was haben wir noch? Ein bronzenes Waschbecken. Und was haben wir im Heiligen? Wir haben hier auf der rechten Seite, wenn wir reinkommen, den Schaubrotetisch mit zwei Stapeln Broten. Wir haben den siebenarmigen Leuchter. Auf der linken Seite, was haben wir noch? Wir haben den Räucheraltar. Und was trennt das Heilige von dem Allerheiligsten? Ein Vorhang. Und was ist im Allerheiligsten? Die Bundeslade. So ist es.
[6:17] Wie heißt der Deckel der Bundeslade? Das ist der Gnadenthron. Hier haben wir zwei Cherubim und zwischen den zwei Cherubim haben wir was? Die Herrlichkeit Gottes, die sogenannte Schechina. Und das ist in den Kapiteln 25 bis 30 beschrieben. Und wir müssen uns angucken, warum das den Weg Gottes illustriert.
[6:46] Wir gehen zuerst in den Außenbereich. Was steckt das Heiligtum ab? Und dazu gehen wir gemeinsam in 2. Mose 27. 2. Mose, Kapitel 27, dort die Verse 9 bis 19. Dort steht: "Du sollst der Wohnung auch einen Vorhof anfertigen. Auf der Südseite Behänge aus gezwirnten Leinen, 100 Ellen lang auf der einen Seite, und 20 Säulen auf ehrenden Füßen und die Haken der Säulen mit ihren Verbindungsstäben aus Silber." Und in den folgenden Versen wird das weiter beschrieben.
[7:36] Wir wissen jetzt, woraus ist das hier gefertigt. Es ist erstmal, wenn wir hier jetzt quasi eine Lupe machen und hingehen, dann haben wir einen Pfosten mit ehrenden Füßen und wir haben silberne Haken und silberne Verbindungsstangen zum nächsten Pfosten. Und hier wieder den Haken. Und an diesen Haken hängt was? Es steht im Text, Vers 9: "gezwirnte Leinen." Welche Farbe hat Leinen? Das Weiß.
[8:32] Und wir müssen uns jetzt die einzelnen Dinge anschauen. Diese Säulen oder Pfosten, die da aufgestellt sind. Was sagt die Bibel uns, was die sind? Und dazu lasst uns schauen in Offenbarung 3, Vers 12. "Wer überwindet, den will ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen." Also, wofür stehen die Säulen? Wer ist das? Es sind die Überwinder, es sind die Heiligen. Und sie sind verhüllt mit weißer Leinwand. Was ist denn die weiße Leinwand? Lasst uns schauen in Offenbarung 19, Vers 8. "Und es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden, rein und glänzend. Denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen." Und was ist die Gerechtigkeit der Heiligen? Charakter, und zwar wessen Charakter? Christi-Charakter. Christi-Gerechtigkeit ist es, die uns bekleidet. Das heißt, wir haben Offenbarung 3, Vers 12, wir haben Offenbarung 19, Vers 8.
[10:31] Und was bedeutet die silbernen Haken, das Silber daran? Und wir finden die Lösung in Psalm 66, Vers 10. Wir werden uns heute viele, viele Bibeltexte anschauen, um wirklich sicher zu gehen, dass diese Interpretation nicht aus Menschenhand stammt, sondern einzig und allein aus dem Wort Gottes. Psalm 66, Vers 10: "Denn du hast uns geprüft, o Gott, und hast uns geläutert, wie man Silber läutert." Wozu läutert man Silber? Um die Schlacke herauszuholen, um reines Silber zu haben. Weshalb prüft uns Gott? Um die Sünde zu entfernen. Und wie prüft uns Gott? Natürlich durch Prüfungen. Und was wird da geprüft in Prüfungen? Die Liebe, richtig.
[12:05] Gottes Prüfungen, wenn wir in die Bibel schauen, ist oft, dass er Umstände geleitet hat, wo die Leute sich entscheiden mussten: Gehe ich meinen eigenen Weg oder gehe ich den Weg, den Gott gesagt hat? Das heißt, wir haben hier eine Glaubensprüfung. Das heißt, die Läuterung des Charakters durch Jesus Christus ermöglicht es uns, seine Gerechtigkeit anzuziehen. Das wird schon ganz im äußersten Teil des Heiligtums gezeigt. Und das finden wir, wie gesagt, in Psalm 66, Vers 10.
[12:46] Jetzt lasst uns weiter vorgehen im Heiligtum. Und zwar diese Tür, die es reingeht. Diese Tür hat einen Vorhang. Wisst ihr, welche Farben dieser Vorhang hat? Der hat die Farben Rot, Weiß, Purpur und Blau. Das sind die vier Farben, die der Vorhang hat. Und in welche Richtung gehen die Leute, wenn sie zum Heiligtum wollen? Welche Himmelsrichtung meine ich? Sie gehen Richtung Westen. Das Heiligtum ist gegen Westen aufgebaut. Warum? Die damaligen Religionen haben alle Sonnenverehrung gemacht und haben gen Osten angebetet. Und Gott hat zeigen wollen, dass man die alten Götzen hinter sich lassen muss, wenn man jetzt Gott anbeten möchte.
[14:31] Und jetzt gehen wir auf die Farben ein. Wofür steht das Rot? Für das Blut. Und zwar wessen Blut? Das Blut Jesu. Und wir sehen, dass das Blut auch mit Opfer zusammenhängt. Das finden wir in 3. Mose, Kapitel 17, Vers 11: "Denn das Leben des Fleisches ist im Blut. Und ich habe es euch auf den Altar gegeben, um Sühnung zu erwirken für eure Seelen. Denn das Blut ist es, das Sühnung erwirkt für die Seele."
[15:27] Gehen wir in die nächste Farbe. Das Weiß. Was ist das Weiß? Es ist die Gerechtigkeit. Richtig. Und das finden wir in Offenbarung 19, Vers 8: "Und es wurde ihr gegeben, sich in feine Leinwand zu kleiden, rein und glänzend. Denn feine Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen." Das haben wir vorhin schon mal gelesen.
[15:57] Was ist das Purpur? Das Purpur haben nur die Könige getragen. Und auch unser König hat Purpur getragen. Und wir sehen das in Markus 15, Vers 17-18. Ich bin bei Römer. Markus, Kapitel 15, Vers 17-18: "Legt ihm einen Purpurmantel um. Verlochten ihm eine Dornenkrone und setzten sie auf ihn. Und sie fingen an, ihn zu grüßen: Sei gegrüßt, König der Juden!" Und wir finden hier, in dem Weiß und dem Purpur, dass wir die Farben des Hohepriesters haben und die Farbe des Königs, was beides Jesus Christus ist. Deshalb ist er die Tür.
[17:11] Und was ist Blau? Blau ist das Grün. Im Hohepriesterhäusch ist das Grün. Um zu verspotten. Aber dennoch haben sie ihn zum König gekrönt. Genau. Dennoch wurde er zum König gekrönt. Und auch seine Anklageschrift, als sie das erste Mal gefunden hat, hat es mich überwältigt.
[17:48] Lasst uns anschauen. 4. Mose Kapitel 15. Dort finden wir auch gleich das Purpur wieder. Und dort die Verse 38 bis 40: "Redet zu den Kindern Israels und sage ihnen, dass sie sich eine Quaste an die Zipfel ihrer Obergewänder machen, in ihren künftigen Geschlechtern, und eine Schnur von blauem Purpur an der Quaste des Zipfels befestigen. Und die Quaste soll euch dazu dienen, dass ihr bei ihrem Anblick an alle Gebote des Herrn denkt und sie befolgt."
[18:35] Wofür steht das Blau? Für die Gebote. Das sind die Dinge, die man wissen muss. Gottes Opfer, Gottes Gerechtigkeit, Gottes Königsherrschaft und Gottes Gesetz. Und dann geht man ins Heiligtum.
[18:54] Und jetzt haben wir verschiedene Gegenstände im Heiligtum. Das erste, was wir sehen, wenn wir es betreten, ist der Brandopferaltar. Wofür war der Brandopferaltar da? Für das Opfer. Richtig. Dort wurde das tägliche Morgen- und Abendopfer, das Sühneropfer, gebracht. Das wird beschrieben in 3. Mose 1, Verse 1 bis 5. Aber was bedeutet dieser Opferaltar? Wer ist das Opfer? Jesus Christus ist das Opfer. Und wo wurde er geopfert? Wo hing er? Am Kreuz. Jesus Christus ist am Kreuz für uns gestorben. Und dass er unser Opfer ist, hat Johannes der Täufer schon erkannt. Das finden wir in Johannes 1, Vers 29. "Am folgenden Tag sieht Johannes Jesus auf sich zukommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt." Und interessant ist, dass wir in Hebräer 10, Vers 1 und Vers 10 sehen, dass Jesus dieses Opfer ist, das ein für allemal gesühnt hat. Das heißt, es mussten keine Opfer mehr gemacht werden. Es ist ein ausreichendes, ein perfektes Opfer, das gegeben worden ist. Hier haben wir also Johannes 1, Vers 29, das Kreuz.
[20:51] Gehen wir weiter zum Bronzebecken. Im damaligen Gebrauch wurde es gemacht, dass die Priester hingehen, um sich zu waschen. Um den Staub von sich abzuwaschen, um sich reinzumachen. Und dann durften sie das Heiligtum betreten. Durch welche Waschung werden wir frei von Sünden? Weil wir den alten Menschen töten. Das passiert durch die Taufe. Das finden wir in Römer 6, Vers 1 bis 3. "Was wollen wir nun sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, damit das Maß der Gnade voll werde? Das sei ferne. Wie sollten wir, die wir der Sünde gestorben sind, noch in ihr leben? Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir in Christus Jesus hinein getauft sind, in seinen Tod getauft sind?"
[22:05] Das heißt, dieses Ablegen der Sünde, was hier durch das Wasser symbolisiert wird, wird auch bei uns. Jesus hat doch gezeigt, dass wir im Wasser sind. Richtig, genau. Es spricht auch von dieser Wiedergeburt. Jesus Christus hat gesagt: "Wenn ihr nicht aus Geist und aus Wasser wiedergeboren werdet, könnt ihr das Reich Gottes nicht sehen." Und auch das hier wurde im Heiligtum vorhergebracht.
[22:43] Jetzt wollen wir in die Stiftshütte hineingehen. Hier haben wir nochmal einen Vorhang. Welche Farben hat dieser Vorhang? Es hat die Farben Rot, Weiß, Purpur und Blau. Was uns wieder die gleichen Dinge zeigt. Jetzt ist es aber noch gewichtiger. Und jetzt betreten wir das Heiligtum.
[23:09] In diesem Heiligtum, in dieser Stiftshütte, was finden wir auf der rechten Seite? Hier, du hast es schon mal gesagt, den Schaubrotetisch. Und auf diesem Schaubrotetisch waren zwei Stapel, also sechs Brote. Und wofür steht das Brot in biblischer Sprache? Für das Wort Gottes. Wo finden wir das? Lass uns aufschlagen, Matthäus 4, Kapitel 4. Dort antwortete Jesus: "Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Munde Gottes hervorgeht." Und wir finden auch noch eine zweite Argumentationslinie. Einmal mit Jesus Christus, er sagt: "Ich bin das Brot des Lebens." Und wir finden in Johannes 1, dass das Wort Fleisch wurde. Das heißt, Jesus Christus ist das Wort, Jesus Christus ist das Brot des Lebens, deshalb ist das Wort das Brot des Lebens. Das ist die zweite Argumentationsweise, dass wir wirklich sicher sein können, dass das nicht ausgedacht ist. Aber Matthäus 4, Vers 4 ist die gängigste Interpretation.
[24:52] Jetzt gehen wir auf den siebenarmigen Leuchter. Der siebenarmige Leuchter war die einzige Lichtquelle, die es im Heiligtum gab. Im Heiligtum war alles mit Gold verhangen und es hat sich überall widergespiegelt. Aber der Leuchter war die einzige Lichtquelle, von draußen ist kein Licht hineingekommen. Und der Leuchter war gefüllt mit Öl und hat gebrannt. Das heißt, wir müssen uns die drei Bestandteile anschauen: Es ist einmal die Flamme obendrauf, es ist das andere Mal das Öl darin und es ist der Leuchter an sich.
[25:42] Lass uns zuerst anschauen, was das Feuer ist. Das finden wir in Hebräer 12, Vers 29: "Denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer." Das heißt, das Feuer, das oben leuchtet, ist Gott selbst, ist Jesus Christus. Das Öl, woher wissen wir das? Also der Heilige Geist. Das finden wir aus Zacharias 4, Verse 2 bis 6. Weil der sechste ist, der wichtige. Zacharias 4, Verse 2 bis 6. Dieses Ölgefäß, das ist der Geist Gottes.
[27:39] Und was ist jetzt der Leuchter? Das Bild ist fantastisch, das Gott hier aufmalt. Lasst uns gemeinsam gehen in Offenbarung 1 und dort den Vers 20. Offenbarung, Kapitel 1, Vers 20: "Das Geheimnis der sieben Sterne, die du in meiner Rechten gesehen hast, und der sieben goldenen Leuchter. Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden. Und die sieben Leuchter, die du gesehen hast, sind die sieben Gemeinden." Das heißt, der Leuchter ist die Gemeinde. Nur wenn die Gemeinde voll Heiligen Geist ist, kann sie brennen. Und Jesus Christus, der das Licht der Welt ist, kann das Heiligtum erfüllen und kann gezeigt werden. Ich gehe hier nochmal ein, das sind Offenbarung 1, Vers 20, das ist Zacharias 4, die Verse 2 bis 6, und es ist Hebräer 12, Vers 29.
[29:11] Und jetzt nähern wir uns schon den nächsten Dingen. Wofür steht der Rauchopferaltar? Der Rauchopferaltar, da wurde Räucherwerk und Weihrauch zusammen gemischt, und es ist ins Allerheiligste gegangen. Und wofür steht dieser Rauch? Dazu lasst uns gemeinsam aufschlagen, Offenbarung 5, Vers 8. Offenbarung 5 und dort der Vers 8: "Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die 24 Ältesten vor dem Lamm nieder, und sie hatten jeder eine Harfe und eine goldene Schale voll Räucherwerk." Das sind die Gebete der Heiligen. Das heißt, wir haben hier die Gebete und wir wissen, dass Jesus Christus seine Gebete mit unseren vereint und vor den Vater bringt. Das heißt, wir haben hier in Offenbarung 5, Vers 8, dass es die Gebete sind.
[30:33] Und jetzt betreten wir gleich das Allerheiligste. Bevor wir das können, was trennt das Heilige vom Allerheiligsten? Der Vorhang. Und aus welchen Farben besteht der Vorhang? Er besteht wieder aus Rot, Weiß, Purpur und Blau. Und diesmal sind noch zwei Cherubim mit drauf.
[30:55] Und jetzt nähern wir uns der Lade und wir öffnen die Lade. Was finden wir in dieser Lade? Wir finden die zwei Tafeln mit den zehn Geboten. Was finden wir noch? Wir finden den Aaronstab. Und was finden wir noch? Den Topf mit dem Mana. Richtig. Und die zwei Steintafeln sind klar, die zehn Gebote.
[31:29] Was bedeutet der Topf mit dem Mana? Genau, das ist das himmlische Mana, das gekommen ist. Es zeigt einmal, dass Gott sich kümmert. Aber es ist wieder Brot. Und wofür steht das Brot? Für das Wort Gottes. Also wir haben im Allerheiligsten Zentrum wieder Gottes Wort.
[31:58] Und wir finden den Stab des Aarons. Warum wurde der Stab des Aarons überhaupt da reingelegt? Es geht um die Frage, wofür er stammt. Richtig. Korach hat gesagt: "Ich möchte gerne mehr sein, als ich bin." Das erinnert uns an andere Charaktere aus der Bibel, die das gerne wollten. Und Gott hat diesen Konflikt beendet, indem er die Aufrührer getötet hat. Und wir finden in 4. Mose, Kapitel 17, Vers 10, den Grund, warum der Stab Aarons darin ist. Und da finden wir dann auch direkt die Deutung. 4. Mose, Kapitel 17, und dort den Vers 10.
[33:18] Ich scheine etwas falsch aufgeschrieben zu haben. Ich weiß es aus dem Englischen. Vers 25, vielen Dank. "Der Herr aber sprach zu Mose: Trage den Stab Aarons wieder vor das Zeugnis, oder wörtlich: vor die Lade, dass er aufbewahrt wird als ein Zeichen für die Widerspenstigen, damit ihr Murren vor mir aufhört und sie nicht sterben müssen."
[33:58] Warum müssen sich die Widerspenstigen fürchten? Wegen Gottes Gericht. Wir finden hier im Stab des Aarons die Warnung: Gott ist gerecht. Es wird ein Gericht kommen. Und das finden wir in 4. Mose, Kapitel 17, Vers 10. Und natürlich die 10 Gebote.
[34:33] Und wir haben angefangen mit der Idee: "Dein Weg, o Gott, ist im Heiligtum." Und lasst uns gemeinsam den Charakter Gottes ergründen, oder versuchen zu ergründen, in Philipper. Ich meine, es ist Kapitel 2, ja, Kapitel 2, Verse 4 bis 8: "Jeder schaue nicht auf das Seine, sondern jeder auf das des Anderen. Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus auch war, der in der Gestalt Gottes war, es nicht wie ein Raub festhielt, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen. Und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, er erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, bis zum Tod am Kreuz."
[35:43] Jesus Christus, der in der absoluten Gegenwart Gottes war, hat diese Gegenwart verlassen, hat den Himmel verlassen, hat sich getauft, wurde Mensch und ist gekreuzigt worden. Und ist dann wieder zurückgegangen, damit die, die ihn lieben, aus Liebe ihn nachfolgen, sein Opfer sehen, sich taufen lassen, das Wort entdecken, voll Heiligen Geist sind, mit ihm beten und erkennen, dass die Gebote wichtig sind, dass das Wort wichtig ist und dass ein Gericht kommen wird. Er zeigt den Weg und genau das ist damit gemeint.
[36:34] Und wir sehen hier auch die Geschichte des Christentums hier auf dieser Erde. Und zwar hat Hesekiel etwas gesehen. Lass uns aufschlagen, Hesekiel 8, Kapitel 16. Hesekiel, Kapitel 8, Vers 16: "Und er führte mich in den inneren Vorhof des Hauses des Herrn, und siehe, am Eingang des Tempels, also hier zwischen der Halle und dem Altar, waren etwa 25 Männer, die kehrten dem Tempel des Herrn den Rücken, ihr Angesicht aber nach Osten. Und sie warfen sich nieder nach Osten, anbetend vor der Sonne nieder."
[37:35] Ich möchte das gerne verbinden mit Offenbarung 11, Vers 2. Offenbarung 11, Vers 2: "Aber den Vorhof, der außerhalb des Tempels ist, lass aus und miss ihn nicht, denn er ist den Heidenvölkern übergeben worden. Und sie werden die heilige Stadt zertreten, 42 Monate lang."
[38:02] Dieses 42 Monate oder dreieinhalb Jahre oder 1260 Tage, was klingelt da sofort bei uns? Die Herrschaftszeit des kleinen Horns, was ist? Das Papsttum. Das heißt, eine Gruppe von Menschen sagen, sie sind bei Gott und sie kennen den Weg, sie machen aber ein tägliches Opfer noch immer und sie haben auch die Taufe verändert. Und sie wollen nicht zum Heiland gehen, sondern sie haben sich gen Osten gedreht, um immer noch die Sonne zu ehren, oder den ehrbaren Tag der Sonne, welches heute der Sonntag ist.
[39:04] Und wir sehen auch den Weg der Reformation. Die Waldenser, die Albigenser und dann später die Reformatoren, die haben entdeckt das Wort. Und als die Reformation vorangeschritten ist und die Weltmission wieder angefangen hat und die Gemeinden angefangen haben, Jesus der ganzen Welt zu zeigen und dann die Demutsbewegungen, die pietistischen Bewegungen und schließlich auch die Miller-Bewegung, die im tiefen Gebet die Gegenwart Gottes erwartet hat. Und dann schließlich die Adventgemeinde, die ins Heiligtum, ins Allerheiligste hineingegangen ist, das Gericht, das stattgefunden hat, entdeckt hat und die Gebote entdeckt hat, und zwar alle Gebote, auch das vierte. Und deshalb hat Gott im Psalm 77, Vers 14 gesagt: "Dein Weg, o Gott, ist im Heiligtum."
[40:25] Und ich bin Gott sehr dankbar für die einfache Bildsprache, die er uns gegeben hat. Als ich noch kein Adventist war, hat mir das wahnsinnig geholfen zu verstehen, was Gottes Plan für mich, für uns und für die Welt ist und was das Wesen Gottes eigentlich ausmacht.
[40:54] Ich möchte mit euch gemeinsam gerne noch beten und Gott einfach danken für die Worte, die er uns geschenkt hat. Wem es möglich ist, bitte ich dafür niederzuknien. Lieber Vater im Himmel, ich danke dir für die wunderbaren Bilder, die du in alles gelegt hast, um uns zu zeigen, was du uns sagen willst. Heiland, ich danke dir, dass heute Abend nichts aus meinem eigenen Gedanken gekommen ist, sondern ich für alle Dinge biblische Belege gefunden habe. Großer Gott, ich danke dir, dass du hinausgegangen bist in diese Welt, um uns zu dir zu ziehen und uns einen Weg aufzuzeigen, der bis ins ewige Leben reicht. Großer Gott, so bitte ich dich, lass uns darüber noch weiter nachdenken. Lass uns erkennen in aller Tiefe, was du uns damit sagen möchtest. Heiland, und so danken wir dir in deinem herrlichen Namen. Amen.
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