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Manuskript: CSH Studienmaterial Haggai

In dieser Folge der Cannstatt Study Hour mit Christopher Kramp tauchen wir tief in das Buch Haggai ein, einen der „kleinen Propheten“. Die Botschaft von Haggai, „Richtige Prioritäten setzen“, ist auch heute noch hochaktuell. Wir untersuchen den historischen Kontext, die Bedeutung des Tempelbaus als Typologie für die Gemeinde und die dringende Aufforderung Gottes, sich auf sein Werk zu konzentrieren, anstatt auf persönlichen Luxus. Die Lektionen aus Haggai lehren uns, wie Gehorsam und Vertrauen auf Gott zu Segen führen, selbst in Zeiten weltweiter Umwälzungen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2013 Q2: Die kleinen Propheten

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Transkript

[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Ich freue mich, dass ihr wieder eingeschaltet habt auf joelmedia.de und ich begrüße auch alle diejenigen, die auf Amazing Discoveries uns zuschauen.

[1:26] Wir haben die zehnte von insgesamt 13 Folgen unserer Serie „Große Lehren von kleinen Propheten“. Ich denke, wenn wir zurückblicken auf die letzten Wochen, können wir sagen, wir haben schon eine ganze Menge gelernt aus jenen Büchern, die wir meistens schnell überblättern, weil wir nicht so viel Sinn daraus machen können. Es lohnt sich, glaube ich, diese Bücher im Detail zu studieren, wie wir es auch getan haben mit unseren Sendemanuskripten. Und heute haben wir wieder einen wirklich spannenden kleinen Propheten auf dem Menü, sozusagen.

[1:53] Wir wollen uns heute mit Haggai beschäftigen. Haggai ist ein sehr kleines Buch, es hat nur zwei Kapitel, aber die haben es wirklich in sich. Der Titel für diese Folge, die sich wie gesagt mit Haggai beschäftigt und mit der wir uns auf das Bibelgespräch am 8. Juni vorbereiten wollen, ist: „Richtige Prioritäten setzen“. Allein schon dieser Kerngedanke macht die Botschaft des Haggai unglaublich relevant für unsere Zeit. Auch wir leben in einer Zeit, in der es wirklich zunehmend schwierig wird, die richtigen Prioritäten zu setzen in unserem Leben, gerade dann, wenn es um das Werk Gottes geht. Und wir werden sehen, wie Gott genau das in einer übrigens sehr einfachen und sehr verständlichen Sprache deutlich macht.

[2:37] Haggai – das Wort heißt „festlich“ oder auch „ein Mann des Festes“. Einige Schlussfolgerungen daraus, dass er vielleicht an einem Festtag, an einem Festsabbat geboren worden ist. Wir können das nicht belegen mit der Bibel, aber es ist zumindest eine Möglichkeit. Ansonsten wissen wir nicht viel über ihn. Er wird allerdings an zwei anderen Stellen der Bibel erwähnt, nämlich in Esra 5, Vers 1 und Esra 6, Vers 14. Wir werden später im Laufe dieser Folge diese Verse noch aufschlagen.

[3:01] Und man kann das Buch Haggai nur verstehen, wenn man einen guten Überblick hat über die Geschehnisse dieser Zeit, die wir jetzt kurz hier zusammenfassen wollen, die uns dann helfen, die Aussagen des Haggai wirklich richtig auch zu übertragen in unsere Zeit. Der historische Hintergrund ist der, dass König Kyros, der Oberste der Medo-Perser, im Jahre 539 mit seiner medopersischen Streitmacht Babylon erobert hatte, damals ja durch das Umleiten des Euphrats, und dann sein eigenes, sein medopersisches Weltreich begründet hat. Kyros gilt in der Geschichtsschreibung als relativ tolerant, als ein Friedenskönig, in dem Sinne, dass er die vielen verschleppten Völker, die von den Assyrern zuerst und dann von den Babyloniern immer aus ihrem eigentlichen angestammten Ort vertrieben worden sind, wo anders angepflanzt worden sind sozusagen, wieder alle an ihren Ursprungsort zurückgebracht hat. Er hat sich darum bemüht, dass diese Völker dann auch von möglichst Einheimischen regiert werden, unter seiner Oberaufsicht natürlich, und er hat sich sehr tolerant gezeigt den verschiedenen Religionen gegenüber.

[4:06] Das hat zur Folge gehabt, dass auch in Esra 1, Vers 1 bis 4 dieser Befehl, dieser erste Erlass sich findet, mit dem er dann den Juden erlaubt hat, zurückzukehren nach Jerusalem und dort den Tempel wieder aufzubauen. Leider, so sagt uns Esra 2, Vers 64, waren von der großen Menge an Juden, die nach Babylon verschleppt worden sind, nur ein kleiner Teil, ein Bruchteil nur bereit, aus Babylon herauszukommen. Allein das ist schon, glaube ich, eine interessante typologische Parallele, die wir im Laufe dieses Studiums hier noch weiter verfolgen wollen.

[4:38] Diese kleine Gruppe von Exilanten, etwa 64.000, sind dann zurück nach Jerusalem unter der Herrschaft von Serubabel, der dort als Stadthalter fungiert hat, ein Nachkomme Davids. Und sie haben dann begonnen, den Tempel aufzubauen. Schon bald war das Fundament gelegt, aber es gab Feinde, vor allem Samariter, die das Ganze aufhalten wollten und die sich dann immer wieder beschwert haben beim Kyros und dann auch beim Kambüses und sich für einen Baustopp eingesetzt haben. Und das hat dann zu echten Konflikten geführt. Auch Daniel 10 spricht von dieser Zeit. Und irgendwann sind die Arbeiten relativ bald eingestellt worden und der Tempelbau lag brach.

[5:20] Besonders schlimm wurde das dann, als nach dem Tod von Kambüses, dem Nachfolger von Kyros, der sogenannte falsche Smerdis an die Macht kam. Es war ein Priester, der sich für einen Königshund ausgegeben hat und als so ein Betrüger versucht hat, die persische Macht an sich zu reichen. Und er hat mehrere Monate regiert, und uns wird gesagt, dass er es war, der dann den Baustopp völlig verhängt hat. Er wird in Esra 4, Vers 7 auch Artasasta genannt. Und das hat dann zu der Haltung geführt im Volk Gottes, dass es noch gar nicht die Zeit wäre, den Tempel wieder aufzubauen. Wir werden das gleich in Haggai 1 sehen, unter dem Gesichtspunkt verstehen wir dann einige Aussagen dort besser. Man hatte geglaubt, dass die Zeit noch nicht gekommen wäre.

[6:09] Aber nach wenigen Monaten ist dann dieser falsche Smerdis getötet worden durch Darius, den nächsten großen persischen König, der sich dann auf den Thron gesetzt hat nach einiger Zeit und die Befehle des Smerdis wieder aufgehoben hat. Und in dieser Zeit hat Gott dann zwei Propheten berufen, die wir jetzt in den nächsten beiden Wochen studieren wollen, nämlich Haggai und Sacharja, die fast zeitgleich im Umfeld dieses Tempelaufbaus jetzt gewirkt haben. Und mit ihrer Hilfe und durch ihre Leitung ist dann der Tempelaufbau wieder angegangen worden und auf Anfrage dann auch bestätigt worden durch den Darius. Das ist dann der berühmte Erlass des Darius, der zweite Erlass in der Bibel in dieser Hinsicht, der sich in Esra 6 findet, der den ersten Erlass von Kyros wieder bestätigt.

[7:00] Und unter der Führung von Haggai, Sacharja und dem genannten Serubabel sowohl und dem Hohenpriester Jeschua wurde dann der Tempel im sechsten Jahr vollendet. Das Buch Haggai ist ein wunderbares Buch, denn es gehört zu den wenigen prophetischen Büchern, die zeigen, wie das Volk tatsächlich auf die Botschaft des Propheten gehört hat. Nach all den Propheten vorher, wo mit Ausnahme von Jona im Wesentlichen die Botschaft ungehört verhallt ist, mit wenigen Ausnahmen, ist es ein wohltuendes Gegenstück, wo die Botschaft kollektiv auf Annahme stieß. Und ich denke, das ist etwas, was uns Mut machen kann und auch helfen sollte in unserer schwierigen Zeit.

[7:39] Es geht also um den Aufbau des Tempels und von Anfang an können wir hier eine grundlegende Typologie erkennen, wenn wir folgenden Vers hinzuziehen in 1. Petrus 2 und dort Vers 5. Wir wollen das als Fundament hier legen, damit wir gleich von Anfang an die verschiedenen Aussagen des Haggai auch im typologischen Gehalt verstehen können. 1. Petrus 2, Vers 5, da heißt es: „So lasst auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, als ein heiliges Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.“ Die Gemeinde ist ein Tempel und der Aufbau des Tempels ist eine Typologie auf den Aufbau der Gemeinde, mit all den Implikationen, die das hat.

[8:28] Es gibt Feinde des Tempelaufbaus und manchmal hat man den Eindruck, naja, vielleicht ist die Zeit noch nicht gekommen. Und wir werden das gleich im Detail noch weiter anschauen. Dazu wollen wir uns jetzt in das Buch Haggai begeben und wir fangen dort an in Haggai 1 und dort Vers 1.

[8:44] Das heißt: „Im zweiten Jahr des Königs Darius, am ersten Tag des sechsten Monats.“ Dieses zweite Jahr des Königs Darius ist ungefähr das Jahr 520 oder 519 vor Christus. Es hängt ja in diesen Zeiten ein bisschen davon ab, welchen Kalender man benutzt, benutzt man und das ist immer nicht ganz eindeutig, ob jetzt Haggai den Herbst zu Herbst oder Frühjahr zu Frühjahr Kalender benutzt. Und in jedem Fall sind die Kalender nicht ganz identisch mit unseren Kalendern, was den Anfang und das Ende betrifft. Aber ungefähr in dieser Zeit 520, 519 vor Christus, das ist ungefähr 20 Jahre nach der Einnahme Babylons durch die Perser. Darius ist an der Macht, das ist sein zweites Regierungsjahr. Es ist der sechste Monat und der sechste Monat ist der hebräische Monat Elul, der ungefähr so zwischen August und September begann, also im Spätsommer sozusagen, Frühherbst. Der erste des Monats, der erste Tag, das war nach 4. Mose 28, Vers 11 und 14 ein Neumondfest und sicherlich auch ein guter Zeitpunkt, so eine wichtige prophetische Botschaft hier anzuwenden.

[9:44] Das Buch Haggai besteht im Wesentlichen aus vier verschiedenen Botschaften, die alle auf den Tag genau mit einem Datum versehen werden. Das ist auch eine interessante Sache, die es nicht überall in der Bibel so gibt. Hesekiel ist noch jemand, der so sehr präzise ist in seiner Datierung der Prophezeiung und auch Haggai hat das hier offensichtlich gemacht.

[10:02] Es heißt: „Im zweiten Jahr des Königs Darius, am ersten Tag des sechsten Monats, erging das Wort des Herrn durch den Propheten Haggai an Serubabel, den Sohn Schealtiels, den Stadthalter von Juda, und an Jeschua, den Sohn Jotsadaks, den Hohenpriester, folgendermaßen.“

[10:19] Serubabel heißt übersetzt „ein Spross Babylons“ oder „in Babylon geboren“. Er war ein Nachkomme Davids, er war aus königlichem Geschlecht und wie der Name ausdrückt, er war im babylonischen Exil geboren worden. Und er war, wie schon angedeutet, von Kyros zum Stadthalter über Jerusalem und über die Provinz Judäa ernannt worden. Er wird in Esra 1, Vers 8 auch mit seinem aramäischen Namen erwähnt, der war Sesbazar.

[10:56] Also das ist unter anderem schon eine Verwirrung, wenn man das nicht weiß. Serubabel war eine Funktion im persischen Regierungssystem, die eine Gouverneursarmut dargestellt hat, allerdings ein untergeordnetes. Den verschiedenen Stadthaltern waren noch Satrapen zugeordnet, die sozusagen das Ganze koordiniert haben. Und Stadthalter war also hier Serubabel.

[11:17] Jeschua war offensichtlich ein Hohepriester und sein Vater Jotsadak, so sagt uns 1. Chronik 5, Vers 41, war damals zur Zeit Nebukadnezars mit nach Babylon verschleppt worden. Und so wird auch er sehr genau gewusst haben, was damals vor sich gegangen ist. Jeschua wird auch in den Prophezeiungen des Sacharja, zum Beispiel Sacharja 3 und 6, ausführlich erwähnt und dort werden wir ihn dann auch nächste Woche noch genauer studieren.

[11:46] Es heißt hier, was Gott durch den Propheten Haggai gesagt hat, in Vers 2: „So spricht der Herr der Herrscharen: Dieses Volk sagt: Es ist noch nicht die Zeit zu kommen, die Zeit, um das Haus des Herrn zu bauen.“ Gott spielt hier also auf die Haltung des Volkes an, die sagen: „Wir haben es zwar schon versucht, es hat nicht funktioniert, es ist also die Zeit noch nicht gekommen.“ Und ich denke, das ist etwas, was wir heute oft erleben, dass wir vielleicht halbherzig an der Sache beginnen oder vielleicht auch mit vollem Herzen und dann uns entmutigen lassen und uns dann einfach einreden, na, vielleicht ist die Zeit noch nicht gekommen. Und es wird deutlich gesagt, vielleicht, wir sollen Gesundheitsarbeit machen, wir sollen Schulen gründen, wir sollen Infektionen halten. Und dann versuchen wir es, haben vielleicht den Erfolg, den wir uns erwünscht haben, und dann sagen wir, na, vielleicht ist die Zeit noch nicht reif dafür.

[12:34] Im vorliegenden Fall scheint es so zu sein, dass das Volk Israel eine bestimmte Prophezeiung, nämlich die Prophezeiung der 70 Jahre aus Jeremia 25, Vers 11, missinterpretiert hat. Gott hatte damals Jeremia gesagt, dass 70 Jahre vergehen sollten in diesem Exil. Und diese 70 Jahre sollte man biblisch beginnen ab der ersten babylonischen Invasion, 605 vor Christus, bei der auch Daniel gefangen genommen worden ist. Und offensichtlich haben hier diese Mitglieder des Volkes Gottes diese Prophezeiung etwas anders gedeutet. Sie haben sie wahrscheinlich von der Zerstörung des Tempels angezählt, die erst 587 vor Christus war. Und dann wären die 70 Jahre zu diesem Zeitpunkt hier in Haggai noch gar nicht abgelaufen, sondern es wären noch zwei Jahre. In Wirklichkeit war die Prophezeiung aber schon lange abgelaufen.

[13:29] Und dort im Vers 3 heißt es dann: „Da erging das Wort des Herrn durch den Propheten Haggai folgendermaßen: Ist es aber für euch an der Zeit, in euren getäfelten Häusern zu wohnen, während dieses Haus in Trümmern liegt?“ Gott legt jetzt den Finger auf die Wunde und sagt: „Ist es wirklich an der Zeit, im Luxus zu leben, während das Haus Gottes brach und niederliegt?“ Er sagt: „Es ist noch nicht die Zeit gekommen, dass das Haus des Herrn gebaut wird. Es ist die Zeit gekommen, im Luxus zu leben.“ Das ist die Frage, die Gott stellt. Denn das getäfelte Häuser zum Luxus zählen, das kann man auch in Jeremia 22, Vers 14 und 15 nachlesen.

[14:12] Das Volk Gottes hat also offensichtlich mehr auf den eigenen Lebensstandard geschaut als auf die Vollendung des Werkes Gottes. Und ich glaube, hier schon an dieser Stelle ist Haggai unglaublich relevant für unsere Zeit. Kann es sein, dass auch wir manchmal viel mehr Zeit und Geld und Interesse investieren in unser Wohlergehen, an unser Haus, an unser Auto, in unseren Urlaub, statt in die Sache des Herrn? Könnte es sein, dass Gott heute genau die gleichen Worte an seine Gemeinde sagt: „Ist es Zeit, in getäfelten Häusern zu wohnen, während das Haus des Herrn, die Gemeinde, brach und niederliegt?“ Ja, es ist schon etwas getan worden. Da ist ein Fundament vor vielen Jahren gelegt worden, aber es ist noch nicht weit gediehen und man hat die Arbeit erstmal zwischenzeitlich eingestellt. Vielleicht kommt ja irgendwann die Zeit.

[15:02] Gott sagt: „Ist die Zeit gekommen, sich jetzt um seinen eigenen Lebensstandard zu kümmern, seinen eigenen Luxus zu kümmern und seinen eigenen Wohlstand?“

[15:09] In Vers 5 finden wir so eine Kernaussage des Haggai, die immer wieder auftaucht in diesem Buch. Gott sagt: „Und nun, so spricht der Herr der Herrscher: Achtet doch aufmerksam auf eure Wege.“ Wörtlich steht hier: „Richtet euer Herz auf eure Wege.“ Und wir wissen, unser Herz und unsere Gedanken und Gesinnung. Gott möchte, dass wir uns ernsthaft mal hinterfragen: Was tun wir eigentlich? Was sind unsere Wege? Hast du darüber nachgedacht, was du in den letzten Tagen und Wochen und Monaten getan hast, womit du dich beschäftigt hast, wofür du deine Zeit ausgegeben hast, dein Geld ausgegeben hast, dein Interesse, woran es gehangen hat? War es so, dass das Werk Gottes aufgebaut worden ist, dass dieser geistliche Tempel gebaut worden ist? Oder war es so, dass dein eigenes Haus noch schöner aussah? Was auch immer für dein eigenes Haus stehen mag, ob es dein buchstäbliches Haus ist oder dein Hobby oder was auch immer. Ich denke, jeder Einzelne von uns, ich denke an mich selbst und ich denke, jeder Einzelne von euch kann sich da mit hineinnehmen. Wir alle können diese Sache nicht von der Hand weisen, dass wir es nötig haben, auf unsere Wege zu achten.

[16:15] In Vers 6 sagt Gott: „Ihr seht viel und bringt wenig ein. Ihr esst und werdet doch nicht satt, ihr trinkt und habt doch nicht genug. Ihr kleidet euch und werdet doch nicht warm, und wer einen Lohn verdient, der legt ihn in einen durchlöcherten Beutel.“ Vielleicht geht es dir auch so, dass du dich abrackst und abmühst, um Lebensstandards zu erhöhen, um vielleicht mehr Geld zu haben, und es kommt am Ende nicht das bei raus, was du dir gewünscht hast.

[16:40] Ganz offensichtlich war die Zeit vor diesen Prophezeiungen hier eine Zeit der Dürre und der Ernteausfälle. Wir haben da mehrere Beispiele noch im Laufe des Buches. Gott hatte, als das Volk angefangen hat, nicht mehr am Tempel zu bauen, eine Dürre gesandt. Und 5. Mose 28, Verse 38 bis 47 haben sich wieder mal erfüllt, dass Gott seinen Segen nicht ausgießen konnte, das Volk verflucht war. Es ist nämlich tatsächlich so, immer dann, wenn wir versuchen, uns erst um unsere Belange zu kümmern als um Gottes Belange, dann werden wir enttäuscht. Ich kann es aus meinem eigenen Leben sagen, ich weiß, dass es so ist.

[17:18] Aber das Unglaubliche, das steht in Matthäus 6 und in einem Vers, den ich in meinem eigenen Leben selbst erfahren habe. Ich glaube, jeder Einzelne kann erfahren. Es heißt in Vers 31: „Matthäus 6, Vers 31: Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, oder was werden wir trinken, oder womit werden wir uns kleiden? Denn nach all diesen Dingen trachten die Heiden. Aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt. Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden.“ Das Paradoxe ist: Wenn wir uns um unsere materiellen Dinge zuerst sorgen, werden wir sie nicht bekommen. Wenn wir uns zuerst um Gottes Werk kümmern, werden wir materiell versorgt werden. Das ist die Wahrheit aus Matthäus 6, das ist die Bergpredigt, das ist das, was Jesus als das Kennzeichen seines Reiches beschreibt. Und ich glaube, wir haben diese Botschaft neu zu lernen, ich selbst und jeder Einzelne von uns. Wir sollten zuerst um das Werk Gottes kümmern, dann wird uns alles andere hinzugetan werden.

[18:15] Wiederum sagt Haggai in Vers 7, Haggai 1, Vers 7: „Und so spricht Gott, vielmehr, so spricht Gott, der Herr der Herrscher: Achtet doch aufmerksam auf eure Wege.“ Gott möchte wirklich, er wiederholt das, er möchte wirklich, dass wir darüber nachdenken. Er möchte, dass wir verstehen, warum unser Leben manchmal so misserfolgreich ist. Und dann gibt es einen so unmissverständlichen Befehl, dass niemand sagen kann, er hat nicht gewusst, was er tun sollte.

[18:50] Vers 8: „Geht auf das Bergland und holt Holz und baut das Haus.“ Gott kann so präzise sein. Und wenn es um den Aufbau seiner Gemeinde geht, wenn es um den Auftrag, das Werk in dieser Zeit zu vollenden geht, dann ist Gott mehr als präzise. Er hat uns sehr genau gesagt, was wir tun sollen, wie wir es tun sollen, wann wir es tun sollen. Und die Frage ist: Tun wir es? Gott sagt damals dem Volk: „Geh auf das Bergland, holt Holz, baut das Haus.“ Er sagt weiter: „Dann werde ich Wohlgefallen daran haben und verherrlicht werden, spricht der Herr.“ Gott möchte verherrlicht werden, und Gott wird verherrlicht, wenn wir das tun, was er sagt, wie er es gesagt hat. Gott wird nicht verherrlicht, wenn wir sagen: „Oh, wir haben verstanden, was Gott gesagt hat, wir ziehen mal den Kerngedanken raus, die Details lassen wir weg, und jetzt überlegen wir uns unsere eigenen Methoden, wie wir da hinkommen.“ Das ist nicht die Verherrlichung Gottes. Gott wird verherrlicht, wenn wir einfach im kindlichen Glauben das tun, was er gesagt hat, so wie er es gesagt hat, und dann die Resultate sehen und sagen können: „Das ist allein Gottes Werk.“ Das ist die Verherrlichung Gottes.

[19:50] Was wir brauchen als Endzeitvolk Gottes ist dieser Glaube, der das tut, was Gott sagt, einfach, weil es Gott gesagt hat, ohne langes Philosophieren und Abwägen und kann man das heute noch so sehen und kulturell irgendwie verändern.

[20:09] In Vers 9 heißt es: „Ihr habt viel erwartet, doch siehe, es wurde wenig daraus.“ Könnte es nicht sein, dass wir in die gleiche Falle getappt sind, dass wir geglaubt haben, durch unsere eigenen Methoden, indem wir uns auf uns selbst konzentrieren, wir große Dinge vollbringen können, und es ist wenig daraus geworden? Statt einfach das zu tun, was Gott gesagt hat, haben wir eigene Wege gesucht, haben uns selbst beweihräuchert und geglaubt, dass wir jetzt die Weisheit letzten Schluss gefunden haben, und es ist wenig daraus geworden.

[20:39] „Das heißt: Brachtet ihr es heim, so blies ich es weg.“ Warum das? Gott geht der Sache auf den Grund und sagt: „So spricht der Herr der Herrscharen: Um meines Hauses willen, das in Trümmern liegt, während jeder von euch eilt, um für sein eigenes Haus zu sorgen.“ Das Volk Israel konnte rennen, wenn es um das eigene Haus ging, aber sie waren sehr zögerlich, wenn es um das Haus Gottes ging. So können auch wir oftmals Himmel und Erde in Bewegung setzen, wenn es um unsere eigenen Interessen geht, aber wenn es um Gottes Werk geht, wenn es um sein Heiligtum geht, sind wir zögerlich. Das führt dazu, dass unsere hochfliegenden Pläne nicht erfüllt werden.

[21:18] Vers 10 erklärt Gott, dass das der Grund ist, warum es eine Dürre gegeben hat. Er sagt in Vers 10: „Darum hat der Himmel euch über seinen Tau zurückgehalten und die Erde hat ihren Ertrag zurückgehalten.“ Unweigerlich muss man da denken an 1. Könige 17, Vers 1, an diese berühmte Geschichte, wo Elia die Hungersnot ankündigt, und auch 2. Könige 8, Vers 1, wo ebenfalls eine Dürre vorhergesagt ist.

[21:45] Lesen wir den Vers 11: „Und ich habe die Dürre gerufen über das Land und über die Berge, über Korn, Most und Öl, übrigens wieder diese drei Dinge zusammen, und über alles, was der Erdboden hervorbringt, auch über Menschen und Vieh und über alle Arbeit der Hände.“ Gott macht ganz deutlich, dass es da keine Frucht gibt, hat zu tun mit eurem Ungehorsam, dass ihr nicht aktiv am Tempel baut. Könnte es sein, dass es deswegen so wenig geistliche Frucht gibt unserer Zeit, sowohl in dem Charakter der Gläubigen als auch in dem Wachstum von und in neuen Menschen, die geerntet werden könnten für das Reich Gottes, so wenig Frucht gibt, weil wir nicht an Gottes Tempel bauen? Wir werden unseren eigenen Höhenheiligtümer bauen und auf den Namen Gott erwähnen, aber nicht den Tempel so bauen, wie Gott es möchte.

[22:45] Vers 12 heißt es: „Da hörten Serubabel, der Sohn Schealtiels, und Jeschua, der Sohn Jotsadaks, der Hohepriester, und der ganze Überrest des Volkes auf die Stimme des Herrn, ihres Gottes, und auf die Worte des Propheten Haggai, weil der Herr, ihr Gott, sie ihm gesandt hatte.“ Und das Volk fürchtete sich vor dem Herrn. Was für ein gigantischer Vers! Ich wünschte mir so, wir könnten das von unserer Generation sagen. Wie schön wäre es, wenn ich hier stehen würde: „Da hörten die Führer, die Obersten, die Präsidenten und Vorsteher des Volkes, mitsamt dem gesamten, mit der gesamten Überrest, mit den gesamten Übrigen auf den Herrn und auf die Worte seiner Propheten, weil der Herr sie gesandt hatte.“ Was würde passieren, wenn man das von uns sagen könnte, wenn wir einfach eben glauben, das tun, was Gott gesagt hat, und das tun, was die Propheten gesagt haben, und zwar Punkt für Punkt, ohne Ausnahme, und zwar von oben bis ganz unten, vom Obersten des Volkes bis zum Untersten einer Basis? Was würde passieren? Und ich glaube, das ist keine Hypothese, ich glaube, das ist keine Option. Ich glaube, es wird passieren.

[23:59] Schauen wir gemeinsam in Offenbarung 12, Vers 17. In Offenbarung 12, Vers 17 wird uns gesagt: „Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben.“ So wie es damals Übrige gab, die aus Babylon herausgeholt worden sind durch Gott, obwohl viele mehr hätten kommen können, und diese Übrigen sollten jetzt am Tempel bauen, aber es gab Krieg. Die Samariter haben versucht, das aufzuhalten, und manchmal haben sie ganz hinterlistige Methoden verwendet. Da hat Gott Propheten gesandt, Haggai und Sacharja. Und als das Volk auf den Propheten Haggai hört, ändert sich die Situation, und aus einer Zeit des Leerlaufs und des Misserfolgs und der Entmutigung wird ein vollendetes Werk.

[25:08] Wir leben in der gleichen Situation. Wir sind ein Volk der Übrigen, herausgerufen aus Babylon, obwohl viele mehr hätten kommen können. Wir sind ein kleines Volk, und der Satan kämpft gegen uns. Er will versuchen, dieses Werk aufzuhalten. Er benutzt offensive Mittel, er versucht uns hinterhältig durch die Hintertür aufzuhalten. Aber Gott hat uns das Zeugnis Jesu Christi gegeben. Offenbarung 19, Vers 10 sagt am Ende des Verses: „Denn das Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung.“ Und Gott gab eine Prophetin unserer Zeit mit dem Namen Ellen White. Und wenn wir auf ihre Worte hören, weil Gott sie gesandt hat, dann wird der Aufbau des geistlichen Tempels gelingen.

[25:54] Wer vielleicht unter den Zuschauern von diesem Namen noch nicht etwas gehört hat, sei verwiesen auf unseren Vortrag „Die Weissagung“ in unserer Serie „Ausweg 2012“ auf joelmedia.de. Da ist es der 24. Vortrag, „Die Weissagung“, wo wir ausführlich über dieses Thema sprechen. Da kann man sich dann noch weiter da hinein vertiefen.

[26:14] Gehen wir zurück zu Haggai und dort zu Haggai 1, Vers 13 und schauen wir, wie der Herr reagiert auf diese kollektive Umkehr zu Gott. Vers 13: „Da sprach Haggai, der Bote, das ist ja nebenbei gesagt, Haggai, der sich vorher Prophet nennt, nennt sich hier Bote. Das ist das hebräische Wort „malak“ und das ist sehr interessant, weil das Wort Bote damit also nichts anderes bedeutet als Prophet.“ Ellen White übrigens hat sich immer als die Botin Gottes genannt. Ja, sie sagt, sie hat den Titel Prophetin nicht für sich in Anspruch genommen, sie nennt sich Bote. Aber wer Haggai 1 gelesen hat, weiß, das ist im Wesentlichen eine und dieselbe Aufgabe. Und Ellen Whites Dienst hat natürlich noch viel mehr umfasst, wie wir in dem Vortrag dort, wie angekündigt worden ist, gerade zeigen.

[26:58] Schauen wir, was Gott sagt in Vers 13: „Da sprach Haggai, der Bote des Herrn, im Auftrag des Herrn zum Volk: Und jetzt sagt er: Ich bin mit euch, spricht der Herr.“ Wow! Als das Volk sich kollektiv umkehrt durch die Worte des Geistes der Weissagung, sagt Gott: „Ich bin mit euch.“ Gibt es eine ermutigendere Botschaft, als wenn der Herr des Himmels, bei dem alle Macht in Himmel und Erde sind, wenn er sagt: „Ich bin mit euch.“ Das ist die Botschaft des Namens Immanuel, Gott mit uns.

[27:34] Und 2. Könige 5, Vers 2 sagt uns: „Gott ist mit uns, wenn wir mit ihm sind.“ Ja, Gott ist immer gegenwärtig, Gott ist überall, aber die meisten Menschen profitieren nicht davon, weil sie nicht mit Gott sind. Gott wünscht sich eine Zusammenarbeit. Gott bringt alle Kraft mit, aber wir müssen die Bereitschaft mitbringen.

[27:49] Vers 14: „Und der Herr erweckte den Geist Serubabels, des Sohnes Schealtiels, des Stadthalters von Juda, und den Geist Jeschuas, des Sohnes Jotsadaks, des Hohenpriesters, und den Geist des ganzen Überrestes des Volkes, sodass sie kamen und die Arbeit am Haus des Herrn, des Herrschers ihres Gottes, in Angriff nahmen.“ Eine Erweckung und Reformation, nicht durch ein Programm, nicht durch das mantraartige Wiederholen der Worte „Erweckung und Reformation“, sondern durch den Gehorsam und das Hören auf den Propheten, weil Gott ihn gesandt hat. Wie jetzt entsteht Erweckung und Reformation in unserer Zeit, wenn wir der Prophetin folgen, was sie gesagt hat und wie sie es gesagt hat? Es könnte so einfach sein und es ist so einfach. Und Haggai und das Volk der damaligen Zeit sind uns ein gutes, nachahmenswertes Beispiel.

[28:51] Vers 15: „Und zwar am 24. Tag des sechsten Monats, im zweiten Jahr des Königs Darius.“ Vom ersten bis zum 24. Tag, da gehen 23 Tage. Wenn man mit einbezieht, dass offensichtlich höchstwahrscheinlich Material bereitgestellt werden musste, dass Pläne gemacht werden mussten, kann man sagen, es war wirklich eine enorm zeitnahe, schnelle, prompte Reaktion auf die Botschaft. Da wurden nicht lange irgendwelche Ausschüsse und Gremien damit durchforstet, ob man das jetzt so machen kann oder nicht. Man hatte gehört und man tat. Ich glaube, wir kommen in eine Zeit, in der wir das wieder lernen müssen: Das, was wir lesen, einfach tun, unmodifiziert, weil Gott es so gesagt hat. Und ja, dann können wir den Ruhm nicht mehr uns selbst einstreichen, aber dann wird Gott sich wirklich verherrlichen.

[29:48] Und so beginnt der Aufbau. Und es ist interessant, dass uns in Esra 5, Vers 1 und 2 Folgendes gesagt wird. Das finde ich sehr, sehr interessant und auch das, glaube ich, von großer Bedeutung für unsere Zeit. In Esra 5 und dort Vers 1 und 2, da heißt es: „Die Propheten aber, der Prophet Haggai und Sacharja, der Sohn Idos, weissagten den Juden, die den Juden und den Judäern erlebten, im Namen des Gottes Israels weissagten sie.“ Da sehen wir, wie sie beide zusammengearbeitet haben. „Und dann machten sich Serubabel, der Sohn Schealtiels, und Jeschua, der Sohn Jotsadaks, auf und fingen an, das Haus Gottes in Jerusalem zu bauen, und mit ihnen die Propheten Gottes, die sie unterstützten.“ Joschua und Serubabel, die Führer des Volkes, verstanden, dass die Prophezeiungen gegeben waren zur Unterstützung des Werkes, nicht um das Werk zu hindern, nicht um es aufzuhalten, nicht um es zu kritisieren. Die Prophetie ist gegeben, um das Werk zu unterstützen.

[30:52] Willst du, lieber Freund, liebe Freundin, der du Verantwortung im Werk Gottes trägst, Unterstützung für deine Aufgabe? Lies die Prophetin, tu, was sie sagt, du wirst Unterstützung erfahren und das Werk wird getan werden.

[31:10] Kommen wir jetzt zu Haggai 2 und dort auf Vers 1 und 2 finden wir die zweite Botschaft des Haggai. Es heißt hier: „Am 21. Tag, in Vers 1, des siebten Monats, erging das Wort des Herrn durch den Propheten Haggai folgendermaßen.“ Das ist jetzt der Monat Tischri, beginnend im September oder Oktober. Und es heißt hier, Vers 2: „Rede doch zu Serubabel, dem Sohn Schealtiels, dem Stadthalter von Juda, und zu Jeschua, dem Sohn Jotsadaks, dem Hohepriester, und zu dem Überrest des Volkes und sprich.“ Also Haggai wendet sich wieder an dieselbe Gruppe, das gesamte Volk Gottes von der Spitze bis zur Basis.

[31:45] Vers 3: „Wer ist unter euch übrig geblieben, der dieses Haus in seiner früheren Herrlichkeit gesehen hat? Und wie seht ihr es jetzt? Ist es nicht so viel wie nichts in euren Augen?“ Einige derjenigen, die dort standen, von den Älteren sicherlich, hatten als Kinder und Jugendliche noch den alten Tempel Salomos gesehen. Der Teufel sagt uns, dass der Tempel, der zur Zeit Haggai gebaut worden ist, nur noch halb so hoch war wie der Tempel Salomos, aber dass vor allem der ganze innere Glanz und Prunk gefehlt haben. Und so wissen wir schon aus Esra 3, Vers 11 bis 13, dass 15 Jahre zuvor, bevor Haggai diese Prophezeiung gibt, als schon die ersten Kronsteine gelegt worden waren und klar war, dass diese Ausmaße geringer werden, dass dort die Zurückgekehrten, die den alten Tempel noch gesehen hatten, geweint haben und entmutigt waren.

[32:37] Aber Gott möchte jetzt dieser eintretenden Entmutigung, diesem Gefühl, dass man nicht mehr die alte Größe erreichen kann, entgegenwirken durch eine der erstaunlichsten und wunderbarsten Prophezeiungen der ganzen Bibel. Es heißt hier in Vers 3, Vers 4: „Aber nun sei stark, Serubabel, spricht der Herr. Auch du, Jeschua, sei stark, du Sohn Jotsadaks, du Hohepriester, und alles Volk des Landes, seid stark, spricht der Herr, und arbeitet, denn ich bin mit euch, spricht der Herr der Herrscher.“ Und Gott sagt es dreimal, er sagt es zum Führer des Volkes, zum Stadthalter, er sagt es zum Hohepriester, und er sagt es zum ganzen Volk: „Sei stark.“ Und das erinnert uns natürlich an Josua, dem das vielleicht viermal gesagt worden ist in Josua 1. Auch Josua ist ja ein Typus auf die Vollendung des Werkes. Josua sollte das Volk nach Kanaan anbringen, in das verheißene Land, so wie auch wir auf dem Weg sind in das verheißene Land. Und Gottes Botschaft an diejenigen, die sich heranmachen, das Werk zu vollenden, ist: Sei stark.

[33:33] Lieber Freund, liebe Freundin, lieber Bruder, liebe Schwester, sei stark, egal ob du Vorsteher einer Division bist oder ob du einfaches Gemeindemitglied bist, sei stark. Vertrau auf den Herrn und auf seinen Propheten.

[33:50] Vers 5: „Das Wort, aufgrund dessen ich mit euch einen Bund gemacht habe, als ihr aus Ägypten zogt, und mein Geist soll in eurer Mitte bleiben. Fürchtet euch nicht.“ Gott sagt: „Fürchtet euch nicht. Ich bin bei euch, ich bin mit euch“, sagt er jetzt hier in Vers 4 zum zweiten Mal. Und er sagt: „Das Wort, das ich damals mit euch geschlossen habe, am Berg Sinai, bei diesem Auszug, gilt noch immer.“ Auch wenn eure Vorfahren, die Generation vor euch, den Bund gebrochen haben, ich mich von ihnen scheiden lassen müssen, ihr ins Exil gehen musstet, das Wort meint: Von meiner Seite bleibt der Bund bestehen. Ich bin nach wie vor derselbe Gott, mit demselben Ziel, mit demselben Evangelium. Das ewige Evangelium gilt auch für euch. Und die Bedingungen des Bundes sind ja in 2. Mose 19, Vers 4 bis 6 sehr deutlich: „Wenn ihr auf meine Stimme hören werdet, meinen Bund halten werdet, sollt ihr mein Volk sein, ein Volk des Eigentums, ein königliches Priestertum und so weiter.“

[34:53] Das heißt dann weiter in Vers 6: „Denn so spricht der Herr der Herrscher: Noch einmal, eine kurze Weile werde ich den Himmel und die Erde erschüttern, das Meer und das trockene Land.“ Paulus nimmt diese Verse und legt sie in Hebräer 12, Verse 25 bis 29 aus und zeigt, dass es sich damit um einen Rückbezug auf dem Berg Sinai befindet, wo Gott auch erschüttert hat, um zu sehen, wo das Volk steht. Gott sagt: „Ich erschüttere die Welt, um zu sehen, was nicht erschüttert werden kann.“ Gott wünscht sich, dass sein Volk unerschütterlich ist, und das ist letztendlich auch die Bedeutung der Sichtung. Wenn alles durcheinander gerät, werden die offenbar, die nicht bewegbar sind von der Wahrheit weg.

[35:32] Vers 7: „Und ich werde auch alle Heidenvölker erschüttern, und das Ersehnte aller Heidenvölker wird kommen, und ich werde dieses Haus mit Herrlichkeit erfüllen, spricht der Herr der Herrscher.“ Und das ist eine der wunderbarsten Prophezeiungen im Buch Haggai. Der Haggai sagt dem Volk: Es wird jetzt noch eine ganze Reihe von großen weltpolitischen Umwälzungen geben, darunter fallen natürlich die Perserkriege zwischen den Griechen und den Persern, dann der Feldzug Alexander des Großen, der das persische Reich in Stücke zerlegt hat und selbst die ganze Welt erobert hat, dann die Kriege unter seinen Generälen, den Diadochen, dann vor allem die ganzen Kriegshandlungen zwischen den Ptolemäern, den Seleukiden, über Jahrzehnte und Jahrhunderte, bis dann die Römer kommen und die Welt auf ihre Seite bringen, das Imperium aufbauen. Die Welt war in Unruhe noch etliche Jahrhunderte, bis zu dem Zeitpunkt, bis das Ersehnte aller Heidenvölker kommen wird.

[36:23] Wer ist dieser Ersehnte? Es ist niemand anderes als Jesus Christus selbst. Ellen Whites Buchtitel „The Desire of Ages“ – seine Anspielung auf diese Haggai-Prophezeiung. Er ist das Ersehnte aller Völker. Interessanterweise steht hier das Wort „kommen“, das Verb „kommen“, im Plural. Vielleicht ein Hinweis darauf, dass Jesus nicht nur einmal kommen würde, einmal auf die Erde, um das Opfer für die Sünde zu bringen, ein zweites Mal in Herrlichkeit, um das Reich Gottes dann vollständig aufzurichten. In dem Sinne ist auch Maleachi 3, Vers 1 von doppelter Bedeutung.

[36:59] Und Jesus Christus war es, der die Herrlichkeit in den Tempel brachte. Johannes 1, Vers 14 sagt uns: „Das Wort wurde Fleisch, und wir sahen seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Seinen Charakter, sein Wesen, als er in den Tempel Gottes kam, zum Beispiel in Johannes 2 und auch später, haben diese Prophezeiung erfüllt. Und mitten hinein in diese Prophezeiung ist eingesprengelt dieser wunderbare Vers, der, glaube ich, sehr wichtig ist, in Vers 8: „Mein ist das Silber und mein ist das Gold, spricht der Herr der Herrscharen.“

[37:35] Hier ist ein ganz praktischer Vers, denn er zeigt uns, dass alles Geld, was du auf dem Konto hast, dir gar nicht gehört. Gott gehört alles Geld. Und das ist nicht nur ein frommer Spruch, das ist die Wahrheit. Denn alles Geld auf dieser Welt ist letztendlich, wenn es per Definition angebunden hat, irgendwelche Rohstoffe, Wertgegenstände, Ressourcen wie Gold oder Silber oder ähnliches. Und all das hat Gott geschaffen. Wir haben es höchstens gefunden unter der Erde. Alles Papiergeld, alle elektronischen Werte sind nur abhängig von diesen Ressourcen. Gott gehört es, und er gibt uns neun Zehntel davon. Gott sei Dank, es gibt Riesen für so viel Gnade.

[38:11] Vers 9: „Die letzte Herrlichkeit dieses Hauses wird größer sein als die erste, spricht der Herr der Herrscharen. Und an diesem Ort will ich Frieden geben, spricht der Herr der Herrscharen.“ Ja, Salomos Tempel mag größer gewesen sein, herrlicher, mit mehr Prunk und mehr Gold und mehr Elfenbein, aber die Herrlichkeit des zweiten Tempels war größer, denn Jesus, Gott selbst, wandelte als Mensch hinein und zeigt den Menschen, wie man als Mensch Gott wohlgefällig leben kann. Was für eine Herrlichkeit! Gnade und Wahrheit kamen in Christus in den Tempel.

[38:41] Die dritte Botschaft, ab Vers 10, ist ebenfalls eine sehr wichtige, die wir kurz hier anschauen wollen. Ab Vers 10 heißt es: „Am 24. Tag des neunten Monats, das ist jetzt schon gegen Ende des Jahres, im zweiten Jahr des Darius.“ Der neunte Monat ist der Kislev, beginnt bei uns im November oder Dezember. Da heißt es: „Im zweiten Jahr des Darius erging das Wort des Herrn an den Propheten Haggai folgendermaßen: So spricht der Herr der Herrscher: Fragt doch die Priester über das Gesetz und sprich.“

[39:05] Warum die Priester? Weil sie nach 2. Chronik 15, Vers 3 das Gesetz lernen sollen. Vers 12: „Wenn jemand heiliges Fleisch im Zipfel seines Gewandes trägt und mit seinem Zipfel Brot oder ein Gericht oder Wein oder Öl oder irgendeine Speise berührt, wird dies dadurch heilig?“ Die Priester antworteten und sprachen: „Nein.“ Die Bibel sagt uns, dass in 3. Mose 6, Vers 25 heiliges Fleisch von reinen Opfertieren gemeint ist. Und in 2 Verse weiter, das ist hier falsch im Sendemannskript, in Vers 27 ist es dann deutlich, dass durch das Berühren, direkte Berühren von heiligem Fleisch man heilig werden kann, dass etwas heilig wird. Aber die Kleidung, die mit heiligem Berühren gekommen ist, kann nicht aus sich selbst etwas weiter heilig machen. Das ist unmöglich.

[39:59] Und dann geht es weiter, es heißt in Vers 13: „Wenn aber jemand, der sich an einer Leiche verunreinigt hat, eines von diesen Dingen anrührt, wird es dadurch unrein?“ Und die Priester antworteten und sprachen: „Es wird unrein.“ Das Gesetz hierhinter findet sich in 4. Mose 19, Vers 11.

[40:16] Und jetzt kommt die Anwendung, Vers 14: „Der antwortete Haggai und sprach: Ebenso ist doch dieses Volk und diese Nation von mir, spricht der Herr. So ist jedes Werk ihrer Hände und was sie dort opfern, unrein ist es.“ Hier ist die Idee: Das Volk brachte heiliges Fleisch, Opferfleisch, auf den Altar, wurde aber dadurch nicht heilig, weil sie innerlich unrein waren. Heilige Altäre oder heilige Gegenstände können nicht wirklich rein machen und heilig machen. Aber Unreinheit macht auch ihre Opfer unrein. Es gibt nur eine Lösung: Es muss eine echte Reinigung stattfinden, durch den, der wirklich rein machen kann. Und das ist niemand anderes als Jesus.

[40:54] Vers 15: „Und nun achtet doch aufmerksam darauf, wieder versucht Haggai diese Grundbotschaft zu bringen: Achtet darauf, denkt darüber nach, wie es euch ergangen ist vor diesem Tag und früher, ehe man Stein auf Stein legt am Tempel des Herrn.“ Offensichtlich war das eine Zeit, wo jetzt der Tempelbau eine entscheidende Phase ging.

[41:12] Vers 16: „Bevor dies geschah, wenn man da zu einem Kornhaufen von 20 Schäffeln kam, so waren es nur 10. Wenn man zur Weintraubenernte kam, um 50 Eimer zu schöpfen, so waren es bloß 20.“ Das war eine Enttäuschung und unerfüllte Erwartungen und Hoffnungen werden hier beschrieben.

[41:29] Vers 17: Noch einmal bezieht sich Haggai auf die Ernteperiode, die Ernteausfälle, die Dürreperiode in der Zeit vor seinen Visionen. „Ich schlug euch mit Getreidebrand und mit Vergilben und Hagel, alles Werk eurer Hände, dennoch seid ihr nicht umgekehrt zu mir, spricht der Herr.“

[41:47] Vers 18: „So achtet nun aufmerksam darauf, von diesem Tag an und weiterhin vom 24. Tag des 9. Monats an, von dem Tag, da der Grundstein zum Tempel des Herrn gelegt worden ist, achtet darauf.“ Gott möchte etwas in unser Denken förmlich hineinpressen, nämlich den Zusammenhang zwischen Landwirtschaft und Tempelbau. Geistlich gesehen, zwischen Mission und der Entwicklung eines Charakters, der geistlichen Frucht, und zwischen dem Heiligtum und der Heiligtumslehre. Und niemand anders als Jesus hat diese Dinge ganz eng miteinander verknüpft.

[42:19] In Matthäus 10, Verse 32 und 33, das heißt es: „Jeder nun, der sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem werde auch ich mich bekennen von meinem Vater im Himmel.“ Mission und das Heiligtum, der Dienst Jesu im Allerheiligsten, sind direkt miteinander verknüpft. Vers 33: „Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den werde ich mich, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater im Himmel.“ Mission und das Heiligtum gehören direkt zusammen.

[42:52] Der Aufbau des Tempels auf Erden, der Gemeinde, hängt damit zusammen, wie sehr wir uns mit dem himmlischen Heiligtum und seiner Lehre, den Wahrheiten um 1844, dem Allerheiligsten und so weiter, beschäftigen, sie studieren und selbst darin erbaut werden.

[43:10] Gott verheißt Segen, Vers 19, Haggai 2, Vers 19: „Liegt das Saatgut immer noch im Speicher? Hat auch der Weinstock, der Feigenbaum, der Granatapfel und der Ölbaum noch nichts getragen? Von diesem Tag an will ich segnen. Von dem Tag an, wo ihr das tut, was ich sage, will ich euch segnen.“ Das ist das, was Gott schon immer verheißen hat, schon in 5. Mose 28. Lasst uns das kurz anschauen.

[43:31] In 5. Mose 28 und dort Vers 2 und 3, es heißt: „Und all diese Segnungen werden über dich kommen und dich erreichen, wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchst. Gesegnet wirst du sein in der Stadt und gesegnet auf dem Feld.“ Warum ist es so, dass wir von den Propheten ständig nur von Gericht lesen, weil das Volk ungehorsam war? So wie es nur einmal gehorsam war, sagt Gott sofort: „An diesem Tag werde ich dich segnen, von diesem Tag an.“ Warum lernen wir diese Lektion so langsam, dass Gehorsam uns Segen bringt? Gott möchte uns sofort, auf dem Zeitpunkt, wo wir das tun, was er sagt, segnen, reichhaltig. Lasst uns einfach das tun, was er sagt, aus Liebe zu ihm.

[44:12] In Haggai 2 und dort ab Vers 20, das schließt in den letzten vier Versen das Buch mit einer vierten Botschaft, die offensichtlich am selben Tag gegeben worden ist, wie die dritte Botschaft. Es heißt hier: „Und das Wort des Herrn ging zum zweiten Mal an Haggai, am 24. Tag des Monats, folgendermaßen.“

[44:31] Vers 21: „Rede zu Serubabel, dem Stadthalter von Juda, und sprich zu ihm: Gott endet seine Botschaft durch Haggai, interessanterweise, mit einem speziellen Aufruf an den Führer des Volkes.“ Und was für eine! Wir haben schon gesehen, dass fast alle kleinen Propheten am Ende ihres Buches immer eine herrliche Zukunftsvision haben, einen Ausblick auf Wiederherstellung, eine Verheißung, ein herrliches Ende, wenn die Verheißungen Gottes in Anspruch genommen werden. Und so ist es auch beim Propheten Haggai. Aber Haggai konzentriert sich dabei ganz besonders auf die Führung des Volkes, auf die Leiter, auf den Vorsteher von Juda. Und sagt: „Rede zu Serubabel, dem Stadthalter von Juda, und sprich: Ich werde den Himmel und die Erde erschüttern.“

[45:23] Noch einmal bezieht sich Gott auf das, was er schon in der zweiten Botschaft durch Haggai hat sagen lassen. Denn er möchte, dass Serubabel in der Zeit allgemeiner Erschütterung, wenn alles, was nicht niet- und nagelfest ist, geistlich fallen wird, er möchte, dass Serubabel steht wie ein Fels in der Brandung.

[45:38] Lieber Freunde, vielleicht hast du Verantwortung in deiner Gemeinde, vielleicht bist du Sabbatschullehrer, vielleicht bist du Heimatmissionsleiter, vielleicht bist du Kindersabbatschullehrerin, vielleicht leitest du die Jugendgruppe, vielleicht bist du Prediger, sitzt im Vereinigungsausschuss, im Verbandsausschuss, vielleicht bist du Verbandsvorsteher. Was auch immer deine Funktion ist, Gott möchte, dass in einer Zeit, wo alles drunter und drüber geht, durcheinander gewirbelt wird, du stehst wie ein Fels in der Kraft Gottes, in der Kraft Gottes allein.

[46:19] Vers 22: „Ich werde Königstrone umstoßen und die Macht der heidnischen Königreiche zertrümmern, und ich will die Streitwagen umstoßen samt ihren Besatzungen, dass Ross und Reiter zu Boden sinken und jeder umkommt durch das Schwert des Anderen.“ Es wird eine Zeit der Verwüstung sein, nicht nur damals, sondern auch heute. Die Offenbarung ist voll davon. Offenbarung 17 beschreibt, wie die Könige der Erde die Hure hassen werden und sich gegenseitig sich alle umbringen werden. In dieser Zeit sucht Gott Menschen, die so wie die drei Freunde Daniels in der Zeit, wo alles sich beugt und alles fällt, die stehen bleiben, unverrückbar sind, wie die Nadel zum Pol.

[46:54] Vers 23, der letzte Vers, was für ein schöner Vers: „An jenem Tag, spricht der Herr der Herrscher, werde ich dich, oh Serubabel, du Sohn Schealtiels, meinen Knecht nehmen und dich wie einen Siegelring machen, denn ich habe dich erwählt, spricht der Herr der Herrscher.“

[47:21] Serubabel war ein Teil jener Heilslinie, die bis zu Josef, dem Mann von Maria, führte, die Jesus geboren hat, Matthäus 1, Verse 12 bis 16. Serubabel sollte ein Siegelring werden, und das führte uns zum Ende zu jener Lehre des Siegels Gottes. Es gibt so viel, was man darüber sagen könnte. Wir wollen nur einige Details anschauen. Auf unserer Seite joelmedia.de haben wir einen ganzen Vortrag in der Serie „Ausweg 2012“ mit dem Titel „Das Zeichen“, es ist der 20. Vortrag, wo wir das Siegel Gottes sehr ausführlich sprechen.

[47:58] Hier wollen wir nur so viel sagen: Offenbarung 7, Verse 1 bis 3 sagt uns, dass in einer allgemeinen Zeit – wir können es kurz lesen, schauen wir uns kurz an, Offenbarung 7, Verse 1 bis 3: „Danach sah ich vier Engel an den vier Enden der Erde stehen, die hielten die vier Winde der Erde fest, damit kein Wind wehe über die Erde, noch über das Meer, noch über irgendeinen Baum. Und ich sah einen anderen Engel, der vom Sonnenaufgang herauf stieg, der hatte das Siegel des lebendigen Gottes, und der rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen es gegeben war, der Erde und dem Meer Schaden zuzufügen, und er sprach: Schädigt die Erde nicht, noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben.“ So wie, so wie Serubabel ein Knecht war, der zum Siegelring werden sollte, in einer Zeit, wo alles drunter und drüber gehen sollte, so möchte Gott, dass in der Endzeit seine Knechte versiegelt sind, unverrückbar, geistlich, intellektuell, erfahrungsgemäß, in der Wahrheit so tief verwurzelt sind, dass sie nicht bewegt werden können, wie die Nadel zum Pol.

[49:06] Das Siegel Gottes bedeutet, heilig dem Herrn zu sein, so sagt nun 2. Mose 28, 36. Es bedeutet, in einer Zeit des Gerichts bewahrt zu werden und über die Gräuel, die geschehen, zu seufzen, so sagt uns Hesekiel 9, Verse 4 bis 8. Es bedeutet, nach Hohelied 8, Vers 6, eine tiefe Herzensliebe zu Jesus. Nach Jesaja 8, Vers 16 bedeutet es, das Gesetz Gottes zu haben und Gott zu folgen als ein Jünger. Und die Bibel macht deutlich, dass das Gesetz Gottes, an das wir uns erinnern sollen, die Versiegelung, von der der Sabbat das schönste und wichtigste Zeichen ist, ist etwas, was wir dringend, dringend brauchen. Und es ist der Heilige Geist, der das tut, so sagt uns Epheser 1.

[49:57] Lieber Freund, liebe Freundin, darf der Heilige Geist in deinem Leben wirken, in deinem Herzen wirken, damit du feststehst in der Zeit der Krise? Darf er dich dazu ermutigen und dazu aufrufen, Gottes Wort zu befolgen und das, was er selbst, der Heilige Geist, durch den Geist der Weissagung uns hat gegeben, darf er dich dazu aufrufen, das zu tun, an dem Bau Gottes zu arbeiten, das Werk zu vollenden, damit Jesus jetzt wirklich bald wiederkommen kann.

[50:22] Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass in dieser Zeit wir dieselbe Erfahrung machen wie zur Zeit Haggai, dass wir sagen können: „Die Übrigen, das Volk der Übrigen, hörte auf die Stimme der Propheten, weil sie von Gott gesandt worden ist. Sie wurden unverrückbar in der Wahrheit verwurzelt und bauten den Tempel auf.“

[50:46] Nächste Woche werden wir uns ausführlicher noch damit beschäftigen, wenn wir den Zeitgenossen Haggais studieren werden, Sacharja. Wir werden nächste Woche die ersten sieben Kapitel, also insgesamt 14 Kapitel studieren, und das dürft ihr unter keinen Umständen verpassen. Sacharja ist ein außergewöhnliches Buch. Wir haben gesehen, dass alle diese kleinen Propheten außergewöhnlich sind, aber Sacharja ist in einer besonderen Weise ein besonderer Schatz, und wir sollten das ausführlich studieren, gerade weil das so enge Parallelen zu unserer Zeit hat. Und wir laden euch ein, dazu dann nächste Woche wieder einzuschalten, hier auf joelmedia.de, und wünschen euch Gottes Segen im Studium seines Wortes und beim Aufbau des geistlichen Tempels des Herrn in unserer Zeit durch den Gehorsam seiner Propheten gegenüber. Amen.

[52:25] Amen.


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