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Manuskript: CSH Studienmaterial Sacharja Teil 1

In dieser Folge der Cannstatt Study Hour mit Christopher Kramp tauchen wir tief in die prophetischen Visionen des Buches Sacharja ein. Die Lektion, überschrieben mit „Visionen voller Hoffnung“, beleuchtet die ersten sieben Kapitel und enthüllt die Bedeutung von Sacharjas Botschaft für unsere heutige Zeit. Wir erfahren mehr über die historische Bedeutung, die Struktur des Buches und die symbolische Kraft der acht Visionen, die vom Tempelbau bis zur messianischen Hoffnung reichen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2013 Q2: Die kleinen Propheten

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Transkript

[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Ich freue mich, dass ihr eingeschaltet habt auf joelmedia.de und herzliches Willkommen auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries. Wir freuen uns, dass ihr Interesse habt an unserer weiteren Folge der Serie „Große Lehren von kleinen Propheten“, und wir sind langsam im Endspurt. Zwei kleine Propheten stehen uns noch bevor in den letzten drei Folgen, die wir hier gemeinsam studieren wollen. Und heute beginnen wir mit dem Propheten Sacharja. Überschrieben ist die Lektion diese Woche mit den Worten: „Visionen voller Hoffnung“. Und wir hatten ja schon letzte Woche so einen Propheten der Hoffnung, Haggai, der gute Nachrichten hatte, die dann auch umgesetzt worden sind, und so wird es heute weitergehen. Sacharja, und mit ihm werden wir die ersten sieben Kapitel seines Buches studieren. Sacharja hat wirklich eine interessante Botschaft, die, wie ich denke, für unsere Zeit von äußerster Wichtigkeit ist.

[2:15] In dieser Folge bereiten wir uns vor auf das Bibelgespräch am 15. Juni und werden, wie gesagt, heute die ersten sieben Kapitel, damit die Hälfte des Buches, besprechen, nächste Woche dann die zweite Hälfte. Sacharja, der Name heißt übersetzt „Jahwe gedenkt“. Ist ein Name, der in Israel relativ häufig auftaucht, und es ist sehr wahrscheinlich, dass Sacharja derselbe Sacharja ist, wie der aus Nehemia 12, Vers 16. Wenn das so ist, dann war Sacharja von levitischer Abstammung, höchstwahrscheinlich vielleicht sogar von priesterlicher Abstammung. Und das wirft dann nochmal ein ganz besonderes Licht auf seine Botschaft.

[2:58] Den historischen Hintergrund, den müssen wir heute nicht allzu lange besprechen, denn der ist exakt derselbe, wie der von Haggai. Haggai und Sacharja waren Zeitgenossen, wie wir sehen werden, sie haben zur gleichen Zeit gewirkt und geweissagt. Und wer also das nochmal nachstudieren will, der sei verwiesen auf unsere letzte Cannstatt Study Hour zu Haggai. Dort haben wir das ja alles ausführlich beschrieben, was im Zuge des Falls Babylons dann mit Israel passiert ist, mit der Rückkehr unter Serubbabel und Jeschua und dem schleppenden Aufbau des Tempels. Wie Haggai war auch Sacharja berufen, das Volk zur Wiederaufnahme des Tempelbaus zu ermutigen, zu bewegen. Das war ja eingestellt worden, wegen der Opposition, die immer stärker geworden war. Und Sacharja führt quasi dieses, nimmt dieses Werk mit Haggai gemeinsam auf und führt es dann noch ein ganzes Ende weiter, wie wir sehen werden.

[3:54] Es sind im Wesentlichen drei Hauptteile, die das Buch Sacharja prägen. Der erste große Hauptteil, der vor allem aus den acht Visionen besteht, der geht von Kapitel 1 bis Kapitel 6 und gipfelt dann in einer gewaltigen, wunderbaren messianischen Prophezeiung, wie wir nachher noch sehen. Dann der zweite Teil, von dem wir heute die erste Hälfte sehen werden, das ist ein Tadel für Sünde und ein Aufruf zur Gerechtigkeit, das sind Kapitel 7 und 8, das ist ein Mittelteil. Und dann kommt von Kapitel 9 bis 14 der letzte große Abschnitt, eine Verheißung der Wiederherstellung und der Zerstörung der Feinde und der Befreiung Israels, und da sind es zwei große Lasten, die er dann trägt.

[4:38] Wir fangen einfach mal an hier in Kapitel 1 mit der Einleitung und dieser ersten Botschaft, die Sacharja dem Volk Gottes gibt, das heißt in Sacharja 1 und dort Vers 1: „Im achten Monat des zweiten Jahres des Darius“. Und damit sind wir im selben Jahr, in dem auch Haggai gewirkt hat. Der achte Monat, der war der Monat Bul, wie er vor dem Exil genannt worden ist, später dann Maschehwan. Und diese Botschaft hier befindet sich tatsächlich zwischen der zweiten und der dritten Haggai-Botschaft, wenn man das in Haggai 2, Vers 1 und Haggai 2, Vers 10 nachliest, sozusagen in der Mitte. Es heißt hier: „Da ging das Wort des Herrn an Sacharja, den Sohn Berekjas, des Sohnes Iddos, den Propheten, folgendermaßen.“ Interessanterweise, wenn man die Wortbedeutung anschaut, stellt man fest, Berekja heißt „Jahwe hat gesegnet“ und Iddo heißt „zur festgesetzten Zeit“.

[5:36] Und die Botschaft beginnt durchaus mit einer ernsten Note, das heißt in Vers 2: „Der Herr ist über eure Väter sehr zornig gewesen.“ Und damit spielt er natürlich an auf den anhaltenden Abfall Israels vor dem Exil, wie auch in 2. Chronik 36, Verse 13 bis 20 beschrieben ist. Und aufgrund dessen möchte Gott von Anfang an diesen Rückkehrern aus dem Exil deutlich machen, dass jetzt es anders weitergehen muss. In Vers 3 heißt es: „Darum sollst du zu ihnen sagen: So spricht der Herr der Heerscharen: Kehrt um zu mir, spricht der Herr der Heerscharen, so will ich mich zu euch kehren, spricht der Herr der Heerscharen.“ Interessanterweise wird hier dreimal das Wort „Herr der Heerscharen“ erwähnt, und das ist, glaube ich, kein Zufall. Gehört zu jenen Stellen, die so ganz subtil diese Idee der Dreiheit in der Gottheit mittragen, wie auch 2. Mose 3, 14 oder 1. Mose 1, Vers 27.

[6:35] Diese Umkehrung der Reformation ist ein Hauptthema des Buches Sacharja, und ich denke gerade deswegen auch von höchster Relevanz für uns heute in dieser Zeit. Dieser Aufruf: „Kehrt um zu mir“, den hatte Gott schon den Generationen vorher immer wieder predigen lassen, damals ohne Erfolg. Sie hatten nicht gehört, und dadurch war es so gekommen, wie es gekommen ist, nämlich, dass das Volk ins Exil gegangen ist. Gott sagt dann: „Will ich mich zu euch kehren“, und er sagt dann in Vers 4: „Seid nicht wie eure Väter.“ In der Bibel sind viele Dinge aufgeschrieben, damit wir von ihnen lernen und oftmals, damit wir die gleichen Fehler nicht wiederholen. 1. Korinther 10, Vers 11 macht einen ähnlichen Gedanken, dass all diese Dinge aufgeschrieben sind zur Warnung für uns, auf die das Ende der Weltzeit gekommen ist. Und die Bibel macht auch deutlich, dass wenn wir Fehler wiederholen, die in der Bibel schon klar benannt und beschrieben sind, dann wird Gott uns auch entsprechend verantwortlich dafür machen.

[7:39] Vielleicht eine interessante Geschichte, um das zu zeigen, ist die Geschichte von Zacharias im Tempel, der genauso wie Abraham daran zweifelt, dass er noch Vater werden wird. Aber Abraham ist nicht stumm geworden, aber Zacharias schon. Und dahinter steckt diese Idee, dass Abraham hat gezweifelt, aber es gab keinen vorher, der in dieser Sache gezweifelt hat. Und Abraham, naja, hat gezweifelt, aber Zacharias wusste, dass Abraham gezweifelt hat und wusste, dass es verkehrt war und wusste, dass Gott trotz des Zweifels das Wunder hat tun können und dass Abraham zum Glauben gefunden hat. Und dann trotzdem zu zweifeln, ist in Gottes Augen tatsächlich dann besonders schwerwiegend. Manchmal sagen wir, naja, ich bin froh, dass in der Bibel so viele Dinge berichtet sind von den großen Leuten, dass sie das alles verkehrt gemacht haben, das gibt mir Trost, dass ich es aufmachen kann. Nein, das ist nicht der Sinn. Der Sinn ist, dass wir es lesen und es dann eben nicht tun.

[8:33] „Seid nicht wie eure Väter“, so heißt es hier, „denen die früheren Propheten verkündigt und gesagt haben: So spricht der Herr der Heerscharen, kehrt doch um von euren bösen Wegen und von euren schlimmen Taten. Sie hörten aber nicht und achteten nicht auf mich, spricht der Herr.“ Wir sollten ernsthaft von den Fehlern früherer Generationen lernen. Dabei sollen wir uns natürlich nicht überheben und nicht mit dem Finger zeigen. Aber wenn frühere Generationen Dinge falsch gemacht haben, dann wäre es töricht, diese Dinge zu wiederholen. Und dann stellt Gott die Frage: „Wo sind nun eure Väter?“ (Vers 5) „Und die Propheten, leben sie ewig?“ (Vers 6). „Aber meine Worte und meine Beschlüsse, die ich meinen Knechten, den Propheten, zu verkündigen befohlen habe, haben sie nicht eure Väter getroffen, sodass sie umkehrten und sprachen: Wie der Herr der Heerscharen sich vorgenommen hatte, uns zu vergelten nach unseren Wegen und nach unseren Taten, so hat er uns auch vergolten.“

[9:25] Gott sagt, auch wenn die Propheten verschwunden sind, auch wenn das Volk, die Väter gestorben sind, mein Wort vergeht nicht, es ist eingetroffen. Jesaja 40, Verse 6 bis 8 hat das so schön zusammengefasst. Vielleicht können wir das kurz lesen. In Jesaja 40 und dort Vers 6 bis 8 lesen wir: „Es spricht eine Stimme: Verkündige! Und er sprach: Was soll ich verkündigen? Alles Fleisch ist Gras, und all seine Anmut wie die Blume des Feldes. Das Gras wird dürr, die Blume fällt ab, denn der Hauch des Herrn hat sie angeweht. Wahhaftig, das Volk ist Gras. Das Gras ist verdorrt, die Blume ist abgefallen, aber das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit.“

[10:10] Dieser Gedanke, das ist der, den wir hier auch in Sacharja finden, in Sacharja 1 und dort Vers 6. Gott ist in der Lage, seine Worte, die er gesandt hat, auszuführen. Und Sacharja erinnert das Volk an diese Tatsache, bevor er jetzt acht verschiedene Visionen gibt, die allesamt mit diesem Aufbau des Tempels in Zusammenhang stehen und die auch eine durchgehende Gedankenlinie präsentieren, diese acht Visionen, die wir uns jetzt im Einzelnen anschauen wollen.

[10:36] Die erste Vision ist die Vision von den Reitern, manche nennen sie auch die Vision des Mannes zwischen den Myrten. Und hier wird uns folgendes gesagt: In Vers 7: „Am 24. Tag des 11. Monats ist der Monat Sebat im zweiten Jahr des Darius.“ Das ist jetzt ungefähr drei Monate später und bereits nachdem Haggai seine letzte Botschaft gegeben hat. Insofern ist also Sacharja auch in gewisser Weise ein zweiter Zeuge oder eine Fortführung des Dienstes Hageis. Und das nächste Datum im Sacharja-Buch findet sich dann erst in Kapitel 7, Vers 1 und ist ungefähr zwei Jahre später, knapp zwei Jahre später. Innerhalb dieser zwei Jahre sind jetzt diese acht Visionen gegeben worden, die wirklich äußerst spannend sind, die aber sicherlich auch dem einen oder anderen Bibelstudenten schon Kopfzerbrechen bereitet haben, wie wir noch sehen werden. Wie gesagt, alle diese acht Visionen haben zu tun mit dem Tempelaufbau.

[11:35] Und was wir das letzte Mal bei Haggai gesagt haben, wollen wir hier auch nochmal erwähnen, um von Anfang an gleich den typologischen Gehalt gleich mitdenken zu können. In 1. Petrus 2, Vers 5, 1. Petrus 2, Vers 5, da wird uns gesagt: „So lasst auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, als ein heiliges Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind, durch Jesus Christus.“ Der Aufbau des Tempels ist ein Symbol für den Aufbau der Gemeinde Gottes, für die Vollendung des Werkes. Und diese acht Visionen, die gegeben worden sind, um ein Volk, das entmutigt war, wieder dazu zu bewegen, das Werk anzugehen und zu vollenden. In diesem Sinne dürfen wir diese Botschaften von Sacharja, diese acht Visionen, als einen Aufruf verstehen, auch an uns, das Werk Gottes wieder mit Freude anzugehen und zu vollenden.

[12:34] Es gibt verschiedene Aspekte, die in diesen Visionen vorkommen, und die wollen wir jetzt gemeinsam betrachten. Die erste Vision in Vers 7, wie gesagt, das Datum ist gegeben. In Vers 8 heißt es: „Ich schaute bei Nacht und siehe, ein Mann ritt auf einem rötlichen Pferd, und er hielt zwischen den Myrten, die im Talgrund stehen, und hinter ihm her rötliche, fuchsrote und weiße Pferde.“ Nun, das erinnert natürlich einen Bibelkenner sofort an die ersten vier Siegel in der Offenbarung. Die Myrten waren übrigens eine Pflanze, die in Palästina weit verbreitet ist und die ein Symbol des Friedens war, zum Beispiel in dem 8. Vers 15 auch für das Laubhüttenfest verwendet.

[13:12] In Vers 9, da heißt es: „Da fragt dich mein Herr: Was bedeuten diese?“ Diese Frage werden wir von Sacharja ganz oft stellen. Er ist jemand, der immer wieder fragt: „Was bedeutet das? Was bedeuten diese? Ich verstehe es nicht.“ Und insofern kann uns Sacharja, denke ich, Trost sein, wenn wir das Buch Sacharja lesen und dann vielleicht ab und zu uns am Kopf kratzen und fragen, was damit gemeint ist. Auch Sacharja hat es nicht wirklich gleich immer verstanden. Das heißt, er sprach der Engel, der mit mir redete, zu mir: „Ich will dir zeigen, wer diese sind.“ Es gibt hier also einen Engel, der mit Sacharja redet, der Engel, der in allen Visionen begleitet, der interpretierende Engel.

[13:52] Und dann haben wir den Engel des Herrn, der jetzt in Vers 10 genannt wird, der offensichtlich von diesem anderen Engel zu unterscheiden ist. Vers 10: „Und der Mann, der zwischen den Myrten hielt, antwortete und sprach: Das sind die, welche der Herr gesandt hat, die Erde zu durchstreifen.“ Und sie antworteten dem Engel des Herrn, der zwischen den Myrten hielt. Also dieser Mann, der zwischen den Myrten hält auf seinem roten Pferd, ist der Engel des Herrn. Der Engel des Herrn ist natürlich niemand anderes als Jesus Christus. Da gibt es viele Stellen, die das illustrieren. 1. Mose 16 ist so eine Stelle, wo der Engel des Herrn als Gott bezeichnet wird. 2. Mose 3, eine ähnliche Stelle und einige andere auch.

[14:38] Und dann heißt es in Vers 10, das müssen wir noch lesen, haben wir schon gelesen, dann etwas zu sagen. Nämlich, dass diese, die der Herr gesandt hat, die Erde zu durchstreifen, das ist eine Formulierung, die in Sacharja noch öfter vorkommen wird. Und die werden wir in Sacharja 4, Vers 10 und dann später mit Offenbarung 5, Vers 6 vergleichen, uns auf die sieben Geister bringt. Wir können es vielleicht auch direkt gleich lesen hier. In Sacharja 4, Vers 10 heißt es: „Denn wer ist, der den Tag geringer Anfänge verachtet? Und jene sieben werden mit Freuden das Senkblei in der Hand Serubbabels sehen, die Augen des Herrn. Sie sind es, welche die ganze Erde durchstreifen.“ Also diese Pferde, die die ganze Erde durchstreifen, sind identisch mit den Augen, welche die ganze Erde durchstreifen, die Augen des Herrn.

[15:31] Und diese Augen des Herrn werden erklärt in Offenbarung 5 und dort Vers 6, als die sieben Geister des Herrn. Dort heißt es nämlich: „Und ich sah und siehe, in der Mitte des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten stand ein Lamm, wie geschlachtet, das sieben Hörner und sieben Augen hat, welche die sieben Geister Gottes sind, die ausgesandt sind über die ganze Erde.“ Und die sieben Geister Gottes, so sagt uns Jesaja 11, Vers 2 letztendlich, wo der Heilige Geist mit sieben verschiedenen Charakteristiken beschrieben ist, sind der Heilige Geist. Es scheint also so zu sein, dass diese ersten Visionen, diese Pferde auch ein Symbol sind für das Wirken des Heiligen Geistes, der über die ganze Erde schwebt, wie schon in 1. Mose 1, Vers 2 und an allen Menschen wirkt, wie in 1. Mose 6, Vers 3 und Bericht gibt, wie es auf der Erde zugeht.

[16:19] Und diesen Bericht, den finden wir in Vers 11. Dort heißt es: „Und sie antworteten dem Engel des Herrn, in Sacharja 1, Vers 11, der zwischen den Myrten hielt und sprach: Und wir haben die Erde durchstreift, und siehe, die ganze Erde ist still und ruhig.“ Das ist eine ganz signifikante, ganz wichtige Botschaft, denn ungefähr in dieser Zeit, 1520, hatte Darius I. nach etwa zwei Jahren innerpersischen Kämpfen und Bürgerkriegsähnlichen Zuständen das Reich befriedet. Und jetzt brach geschichtlich eine Zeit an, die es so nur selten noch gab, nämlich eine Zeit des universalen Friedens für etwa 20 Jahre lang. Und Gottes Einschätzung der Lage, wie sie durch diese Pferde ausgedrückt ist: „Die ganze Erde ist ruhig und still.“ Und das bildet jetzt den Hintergrund für die Möglichkeit, diesen Tempel wieder aufzubauen.

[17:16] In Vers 12 heißt es: „Da begann der Engel des Herrn und sprach: Herr der Heerscharen, wie lange willst du dich nicht erbarmen über Jerusalem und über die Städte Judas, über welche du diese 70 Jahre zornig warst?“ Diese 70 Jahre beziehen sich natürlich zurück auf Jeremia 25, Vers 12, wo diese Zeit der Gefangenschaft auf 70 Jahre prophezeit worden war. Und es ist der Engel des Herrn, es ist Jesus selbst, der sich die Frage stellt: „Wie lange, Gott, wirst du dich nicht erbarmen?“ Jesus ist schon im Alten Testament derjenige, der für das Volk Gottes, obwohl es so viele Fehler gemacht hat, eintritt und fragt: „Wann, Gott, wann wirst du dich erbarmen für dieses Volk? Und wann wirst du ihm wieder Gnade zeigen?“

[18:06] Vers 13 lesen wir die Antwort: „Der Herr sprach dem Engel, der zu mir redete, mit gütigen Worten, mit tröstlichen Worten.“ Erinnert uns vielleicht an Jesaja 40, Vers 1, wo auch mit tröstlichen Worten gesprochen wird auf ein Volk, das seine Strafe erlebt hat. Vers 14: „Der Engel, der mit mir redete, sprach zu mir: Verkündige und sprich: So spricht der Herr der Heerscharen: Ich eifere für Jerusalem und für Zion mit großem Eifer.“ Joel 2, Vers 18 kommt da in den Sinn, wo Gott sagt: „Wenn ihr euch zu mir kehrt, werde ich eifrig sein vor euch.“

[18:42] Vers 15: „Ich bin heftig erzürnt über die selbstsicheren Heidenvölker, denn als ich nur ein wenig zornig war, halfen die zum Unglück.“ Hier haben wir diese Idee, die wir schon angesprochen haben, dass Gott die Assyrer und dann auch die Babylonier benutzt hat als Instrumente seines Zorns, aber dass diese Heidenvölker selbstsicher und gottlos diese Züchtigung übertrieben haben und Gott sie dafür ebenfalls strafft. Wer das nachlesen will am Beispiel Assyriens, der sei auf Jesaja 10, Verse 5 bis 19 verwiesen.

[19:12] Und so gibt Gott jetzt diese Verheißung in Vers 16: „Darum, so spricht der Herr: Ich habe mich Jerusalem wieder voll erbarmend zugewandt. Mein Haus soll darin gebaut werden, so spricht der Herr der Heerscharen, und man wird die Messschnur aufspannen über Jerusalem.“ Gott verheißt, der Tempel wird wieder aufgebaut werden. Zu dem Zeitpunkt hatten ja die Juden bereits angefangen, durch den Dienst und Aufruf von Haggai an diesem Fundament zu bauen, und jetzt sagt Gott: „Es wird wieder vollendet werden.“ Die Gelegenheit ist günstig, es gibt ein Zeitfenster, ein Zeitfenster des Friedens, der Bau kann vorwärts gehen.

[19:48] Und ich denke, wir können da folgende Lektion draus lernen: Gott sendet immer wieder Zeitfenster in der Geschichte, in denen es relativ friedlich ist. Es gab Zeiten in den letzten Jahrzehnten, da war eine Vollendung des Werkes nur schwer zu denken, die Zeit des Kalten Krieges zum Beispiel oder der Weltkriege. Aber vor den Weltkriegen gab es ein Zeitfenster des Friedens, ein universales Zeitfenster, wo fast überall Frieden und Zugang zu allen Völkern war, und dort hätte das Werk, so bin ich ganz überzeugt, abgeschlossen werden können. Ich denke, wir leben heute auch wieder so einem Zeitfenster des Friedens, obwohl natürlich vieles in der Welt in Aufruhr ist, aber wir leben in einer Zeit, in der das Evangelium noch an den allermeisten Stellen gelangen kann und vielleicht in der nächsten Zeit noch an mehr Stellen. Wir sollten die Gelegenheit nutzen.

[20:37] Vers 17: „Verkündige ferner und sprich: So spricht der Herr der Heerscharen: Meine Städte sollen wiederum von Gutem überfließen, und der Herr wird Zion wieder trösten und Jerusalem wieder erwähnen.“ Die erste Vision macht deutlich, die weltpolitische Lage ist günstig, der Tempel kann aufgebaut werden, Gott verheißt, der Tempel wird aufgebaut werden, und ich werde mein Volk wieder erwähnen. Das, was mit 2. Mose 19, Verse 4 bis 6 begonnen hatte, dieser Bund zwischen Gott und seinem Volk, das soll wieder aufgenommen werden, nachdem es durch das Exil gelitten hatte.

[21:13] Die zweite Vision stellt jetzt die Frage, was oder beantwortet vielmehr die Frage, was ist mit all den Heiden, die uns unterdrückt haben? In Vers 1 heißt es: „Ich hob meine Augen auf und schaute, und siehe, es sind vier Hörner.“ Nach Daniel 7, Vers 24 wissen wir, Hörner stehen für Weltreiche oder für Königreiche. Vers 2: „Und ich fragte den Engel, der mit mir redete: Was bedeuten diese?“ Er sprach zu mir: „Das sind die Hörner, welche Juda, Israel und Jerusalem zerstreut haben.“ 2. Könige 24, Vers 2 werden uns vier Nationen genannt, die an der Zerstörung Jerusalems beteiligt waren. Das waren die Chaldäer, die Babylonier, die Aramäer, die Moabiter und die Ammoniter.

[21:59] Vers 3: „Da ließ mich der Herr vier Schmiede sehen, und ich fragte: Was wollen diese tun?“ Er sprach: „Jene sind die vier Hörner, welche Juda so versprengt haben, dass niemand mehr sein Haupt erheben durfte. Diese aber sind gekommen, um sie abzuschrecken und die Hörner der Heidenvölker niederzuwerfen, die das Horn gegen das Land Juda erhoben haben, um es zu zerstreuen.“ Gott macht deutlich, es gab Nationen und Königreiche, die haben sich gegen Jerusalem gewandt, aber Gott hat es in der Hand, diese zu strafen und die Mächte, die Jerusalem zerstört haben, selbst zu richten.

[22:28] Dann kommt das dritte Nachtgesicht, und das ist der Mann mit der Messschnur. Wir lesen in Vers 5: „Und ich hob meine Augen auf und schaute, und siehe, da war ein Mann, der hatte eine Messschnur in der Hand.“ Und eine Messschnur wird gebraucht, um etwas zu bauen. Vers 6: „Dann fragte ich: Wo gehst du hin?“ Er sprach zu mir: „Jerusalem zu messen und zu sehen, welches seine Breite und welches seine Länge ist.“ Übrigens endzeittypologisch ist das Messen der Stadt oder des Tempels ein Symbol für das Gericht. Matthäus 7, Vers 2 sagt uns das auch ganz deutlich.

[23:12] In Vers 6 lesen wir Vers 7: „Und siehe, der Engel, der mit mir redete, ging hinaus, und ein anderer Engel ging entgegen, und er sprach zu ihm: Laufe und sage jenem jungen Mann und sprich: Als offene Stadt soll Jerusalem bewohnt werden, wegen der großen Menge von Menschen und Vieh in seiner Mitte.“ Jerusalem soll so überquellen und überfließen von Menschen und von Segen, dass es eine offene Stadt sein soll. Das ist die Idee hier.

[23:39] Und dann im Vers 9 wird für die nötige Sicherheit gesorgt durch Gott selbst. Er sagt nämlich: „Und ich selbst, spricht der Herr, will eine feurige Mauer um es her sein und Herrlichkeit in seiner Mitte.“ Dieses Bild der feurigen Mauer um Jerusalem ist ein sehr interessantes Bild. Die Mauer symbolisch ist ein Hinweis auf das Gesetz Gottes. Wenn wir Jesaja 58, Verse 12 und 13 lesen, wird das ganz deutlich gemacht. Und Feuer ist in der Bibel nach Hohelied 8, Vers 6 ein Symbol für die Liebe. Diese feurige Mauer ist also das Symbol für das Gesetz, das letztendlich ja nichts weiter ist als ein Ausdruck der Liebe Gottes. In 1. Johannes 4, Vers 8 wird uns gesagt, dass Gott die Liebe ist und dass Liebe das Kernelement und die Zusammenfassung aller Gebote ist. Das hat Jesus deutlich gemacht in Matthäus 22, Verse 36 bis 40. Nichts umsonst gibt es Verse in der Bibel, die sagen, Römer 13, Vers 10: „Denn die Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes.“

[24:36] Und hier haben wir dieses wunderbare Bild, das Ausdruck einer feurigen Mauer um die Stadt herum. Gott möchte eine feurige Mauer auch um dich sein und um mich. Das Gesetz Gottes möchte diese feurige Mauer sein.

[24:48] Vers 10: „Aufgrund dessen, dass Jerusalem aufgebaut werden soll, aufgrund dessen, dass dieses Werk vorangehen soll, dass Gott selbst sein Volk beschützen möchte als eine feurige Mauer, ergibt sich jetzt daraus ein Aufruf von größter Wichtigkeit.“ In Vers 10 heißt es: „Auf, auf, flieht aus dem Land des Nordens, spricht der Herr.“ Der Norden, das war die Gegend, so lesen wir in Jeremia 1, Verse 14, 15 und anderen Stellen, aus denen Babylon mit seinen Armeen Israel überfallen hatte. Und noch deutlicher wird es in Vers 11 dann. Da heißt es: „Auf, Zion, entfliehe, die du bei der Tochter Babels wohnst.“

[25:25] Der Aufbau Jerusalems ist gleichzeitig ein Aufruf, Babylon und die Tochter Babels zu verlassen. Gottes Werk, wenn es vorangeht, wenn es aufgenommen wird, wenn es im Glauben an die Propheten umgesetzt wird, Vertrauen auf die Propheten, ist gleichzeitig ein Aufruf an alle diejenigen, die zum Volk Gottes gehören, herauszukommen aus Babylon, heraus sich zu trennen von der Tochter Babylons. Schon einige Jahre vorher sollte das Volk Babylon verlassen. Kyros hatte bereits den Befehl gegeben, dass jeder, der gehen möchte, gehen darf, aber die meisten sind in Babylon zurückgeblieben. Und es waren nur wenige, die diesen Tempelbau zunächst begonnen hatten. Wir haben es letzte Woche gesehen bei Haggai und Entmutigung hatte sich eingestellt. Und jetzt wird das Werk wieder aufgenommen durch den Dienst von Haggai und Sacharja, die Mut dem Volk zuzusprechen und sagen: „Macht es, geht voran im Glauben.“ Und weil sie vorangehen im Glauben, ergeht jetzt die Botschaft: „Kommt ihr anderen, die ja noch in Babylon seid, flieht, kommt heraus. Kommt nach Jerusalem, kommt zum Berg Zion und kommt zur wahren Gemeinde Gottes.“

[26:31] Endzeit-typologisch von allergrößter Bedeutung. Das ist der Hintergrund für das, was wir in Offenbarung 14, Vers 8, in Offenbarung 18, Vers 1 und 4 lesen, wo es Gott sein Volk aus Babylon herausruft und sagt: „Gefallen, gefallen ist Babylon. Kommt aus ihr heraus, mein Volk.“ Interessanterweise wird hier in Vers 11 auch von der Tochter Babylons gesprochen. In Offenbarung 17, Vers 5 wird uns gesagt, dass die, das endzeitliche Babylon eine Mutter ist, die viele Töchter hat. In dem Fall hier in Sacharja ist die Tochter Babylon zunächst einmal Medo-Persien, die eine Nation, die letztendlich genauso gottlos war wie die Babylonier und die Babylon gefolgt ist. Und Gott möchte nicht nur, dass wir aus Babylon fliehen, sondern auch aus Medo-Persien. Nicht nur Babylon hat Israel verfolgt, schlussendlich auch Medo-Persien. Und so möchte Gott, dass wir nicht nur die Mutterkirche Babylons verlassen, sondern auch die vielen Tochterkirchen, die allesamt durch ein falsches Verständnis des Neuen Bundes, durch ein falsches Verständnis von Gerechtigkeit aus Glauben, durch ein falsches Verständnis von der Beziehung von Evangelium und Gesetz die Menschen verwirren und Gott sie deswegen nicht als seine Gemeinde anerkennen kann.

[27:47] In Vers 12 heißt es: „Denn so spricht der Herr der Heerscharen. Nachdem die Herrlichkeit erschienen ist, hat er mich zu den Heidenvölkern gesandt, die euch geplündert haben. Denn wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an.“ Was für ein toller Vers! Gott sagt: „Wer meine Knechte, wer mein Volk, wer meine Gemeinde antastet, der tastet Gott ins Auge.“ Es gibt einige Menschen heute, die kritisieren die Gemeinde Gottes und rufen aus der Gemeinde Gottes raus und beschimpfen die Gemeinde Gottes. Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du die Gemeinde Gottes bekämpfst und beschimpfst, dann greifst du Gott ins Auge. Und jeder, dem schon mal ins Auge gegriffen worden ist, weiß, das bleibt nicht ohne Reaktion. Gott sagt, die Gemeinde Gottes ist mein Augapfel.

[28:34] Vers 13 lesen wir: „Denn sie schwinge meine Hand gegen sie, dass sie denen zur Beute werden sollen, die ihnen gedient haben. So werdet ihr erfahren, dass der Herr der Heerscharen mich gesandt hat.“ Vers 14: „Juble und freue dich, oh Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und werde in deiner Mitte wohnen, spricht der Herr.“ Gott verheißt großen Segen für Jerusalem. Leider hat es sich in dem buchstäblichen Volk Israel nie ganz bis zum Ende erfüllt. Wir werden das noch gleich ein bisschen deutlicher sehen. Aber natürlich endzeitlich typologisch ein Hinweis auch auf die Wiederkunft und auf die dann folgenden Segnungen des Himmels und der neuen Erde.

[29:13] Vers 15: „An jenem Tag werden sich viele Heidenvölker dem Herrn anschließen und sie sollen mein Volk sein.“ Wieder finden wir bei den kleinen Propheten hier einen Vers, der so deutlich gemacht hat, dass Gott die Heiden mit gemeint hat mit dem Evangelium. Etwas, was die Juden über Jahrhunderte nicht gelernt haben. Nicht nur Amos, nicht nur Hosea, sondern auch Sacharja sagt es unmissverständlich. Und als das Volk Israel nicht bereit war, das umzusetzen, hat Gott ein anderes Volk berufen, die Christen, die diese Aufgabe übernehmen sollten.

[29:36] Vers 16: „Der Herr wird Juda als seinen Erbteil im heiligen Land besitzen und er wird Jerusalem wieder wählen.“ Und dann Vers 17: „Alles Fleisch sei still vor dem Herrn, denn er hat sich aufgemacht aus seiner heiligen Wohnung.“ Dieser Vers ist besonders wichtig, denn er zeigt, dass Offenbarung 8, Vers 1, das siebte Siegel, offensichtlich kurz vor der Wiederkunft stattfindet. Diese Stille ist ein Ausdruck dessen, dass Gott sich aus seiner Wohnung heraus aufgemacht hat. In Offenbarung 8, Vers 1 wäre das dann parallel dazu die Bedeutung, dass Jesus das Allerheiligste verlassen hat. Ganz heilig der Moment, der hier angesprochen ist.

[30:19] Der Hauptgedanke dieser dritten Vision also ist: Jerusalem soll wieder aufgebaut werden und soll ein Zentrum sein für alle, die aus Babylon herauskommen, die Ströme und auch die Heidenvölker, die alle kommen sollen zu diesem Ort. Gott möchte, dass sein Werk, das aufgebaut wird, zu einem Zentrum wird für alle Menschen, die ihn suchen. Und so soll es sein mit unserem, mit dem Werk Gottes, das er heute in dieser Welt hat. Es soll ein Zentrum sein, und er selbst möchte es beschützen als eine feurige Mauer.

[30:48] Aber die Juden haben damals schon erlebt, dass der Aufbau des Tempels durchaus mit Schwierigkeiten verbunden ist, dass es dort Leute gibt, die das hindern wollen. Und so leben wir auch heute Leute, die das behindern wollen, wenn das Werk Gottes vorangeht. Und die nächste Vision, die vierte Vision in Sacharja 3, spricht davon: Jeschua, Satan und der Engel des Herrn.

[31:06] Es heißt hier in Vers 1: „Und er ließ mich den Hohenpriester Jeschua sehen, wie er vor dem Engel stand.“ Jeschua war der Hohepriester zu seiner Zeit, und er war ein Repräsentant, wie der Hohepriester des Volkes Gottes. Das heißt, er war vor dem Engel des Herrn stand, auch das wiederum Jesus Christus, wie schon gesagt. Und der Satan aber stand zu seiner Rechten, um ihn anzuklagen. Hier ist ein Wortspiel, denn Satan, hier hebräisch, heißt „Hasatan“, der Widersacher, und anklagen heißt „satan“. Man könnte also auf Deutsch versuchen, dieses Wortspiel wiederzugeben: „Der Satan stand vor seiner Rechten, um ihn zu satanisieren.“ Er ist der Widersacher, er ist der Ankläger, der die Sünden des Volkes in ein grelles Licht stellt, um zu sagen: „Gott, du kannst ihnen nicht mehr helfen, du kannst ihnen nicht mehr deine Gnade geben. Dieses Werk kann nicht vorangehen.“

[31:56] Aber Vers 2 ist äußerst ermutigend. Das heißt: „Der Herr sprach zum Satan: Der Herr schelte dich, du Satan! Ja, der Herr schelte dich! Er, der Jerusalem erwählt hat, ist dieser nicht ein Brandscheit, das aus dem Feuer herausgerissen ist?“ Gott hat so viel investiert, um uns zu retten. Er wird nicht auf diese Argumente Satans eingehen. In diesen Versen finden wir übrigens typologisch gesehen einen Hinweis auf das Untersuchungsgericht, das Vorwiderkunftsgericht, in dem Christus für uns einsteht.

[32:32] Vers 3 heißt es: „Jeschua aber hatte unreine Kleider und stand doch vor dem Engel.“ Und unreine Kleider, so sagt uns Jesaja 64, Vers 6, ohne jeden Zweifel ist ein Symbol für die Sünde. Und er begann und sprach zu denen, die vor ihm standen: „Nehmt die unreinen Kleider von ihm weg.“ Und ihm sprach er: „Siehe, ich habe deine Sünde von dir genommen und lasse dir Festkleider anziehen.“ Hier steht nicht nur: „Ich habe deine Sünde vergeben“ oder „Ich schaue deine Sünde nicht mehr an“ oder „Ich tue so, als hättest du nicht gesündigt.“ Hier steht: „Ich habe deine Sünde von dir genommen.“ Und als die Kleider weg waren, waren die Kleider weg. Das ist das Werk, das im Untersuchungsgericht stattfindet. Jesus Christus möchte uns, unser Hoherpriester, uns helfen, die Sünde zu überwinden. Er ist das Lamm, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Er möchte uns zu Siegern machen, durch seine Kraft, durch seine Gnade, durch sein Blut, durch seine Macht.

[33:23] Vers 4, und er begann und sprach, Vers 5: „Und ich habe geboten, man setze einen reinen Kopfbund auf sein Haupt.“ Da setzten sie einen reinen Kopfbund auf sein Haupt und bekleideten ihn mit Gewändern, während der Engel des Herrn dabei stand. Und der Engel des Herrn versicherte dem Jeschua eindringlich und sprach: „Und jetzt kommt es darauf an, in Vers 7: So spricht der Herr der Heerscharen: Wenn du in meinen Wegen wandeln und meinen Dienst eifrig versehen wirst, so sollst du auch mein Haus regieren und meine Vorhöfe hüten, und ich will dir Zutritt geben unter diesen, die hier stehen.“ Gott sagt: „Wenn du dabei bleibst, wenn auf diese Erlösung aus Gnade Gehorsam folgt, dann wirst du Zutritt haben.“

[34:02] Gottes Werk, das er für uns tut im himmlischen Heiligtum, befähigt uns, ihm Gehorsam zu sein und ihm zu dienen. Und wenn wir das tun, beweisen wir, dass wir dieses Werk Gottes angenommen haben. Nur dann, die Bedingungen haben sich nicht geändert, wie es schon in 2. Mose 19, Verse 5 und 6. Wenn wir wirklich seiner Stimme gehören, dann sind wir sein auserwähltes Volk. Wenn nicht, dann nicht. Es gilt nicht nur damals für das Volk Israel, es gilt auch heute für uns. Wir sind dann Gottes Volk, wenn wir seiner Stimme gehorchen und das tun, was er sagt.

[34:51] Vers 8: „Höre doch jetzt schon mal, du Hohepriester, jetzt kommt eine wichtige Botschaft. Du und deine Gefährten, die vor dir sitzen, ja, ihr seid Männer, die als Zeichen dienen.“ Dieses Wort „Zeichen“ hier wird immer wieder verwendet als Zeichen bei Mose und an anderen Stellen der Bibel, die wir aufgeschrieben haben hier. Hesekiel selbst war ein Zeichen, so sagt uns Hesekiel 2, Verse 6 bis 11. Die Rückkehr aus Babel und diese Generation von Haggai und Sacharja, von Jeschua und von Serubbabel, diese Generation war ein Typus. Sie waren Männer des Zeichens. Ich glaube, sie sind ein Typus auf unsere Zeit, und wir sollten mehr Zeit dafür verwenden, diese Zeit nach dem Exil, diese Zeit von Jeschua und Serubbabel, von Sacharja und Haggai zu studieren und dann noch von Esra und Nehemia, um zu sehen, wie Gott sein Werk vollendet.

[35:37] Dann heißt es: „Denn siehe, ich lasse meinen Knecht Spross kommen.“ Und das sind zwei Titel, die beide auf den Messias weisen, sowohl der Titel „Knecht“ als auch der Titel „Spross“. Das heißt in Vers 9: „Denn siehe, der Stein, den ich vor Jeschua gelegt habe, auf den einen Stein sind sieben Augen gerichtet.“ Dieser Stein ist ein Symbol für Christus, Daniel 2, 34 zum Beispiel, 1. Petrus 2, Vers 4. Und dann diese sieben Augen, haben wir schon gelernt, sind der Heilige Geist, so wie in der Offenbarung das Lamm mit den sieben Augen, so haben wir diesen Stein mit den sieben Augen, die Verbindung von Christus und dem Heiligen Geist.

[36:16] Und dann heißt es: „Siehe, ich grabe seine Inschrift ein, spricht der Herr der Heerscharen, und ich werde die Sünde dieses Landes an einem einzigen Tag entfernen.“ Und das, denke ich, ein ganz deutlicher Hinweis auf die Kreuzigung Jesu, als an einem Tag die Sünde der Welt auf Jesus gelegt worden ist.

[36:36] Vers 10: „An jenem Tag, spricht der Herr der Heerscharen, werdet ihr einander einladen unter den Weinstock und unter den Feigenbaum.“ Das ist ein Symbol, wie wir schon öfter gesehen haben, für Frieden und Sicherheit. Die vierte Vision hat einen ganz einfachen Grundgedanken: Satan versucht, das Werk zu behindern, aber indem Gott das Sündenproblem löst, ist er in der Lage, jeden Angriff Satans abzuwehren auf das Volk Gottes, wenn diese mit ihm kooperieren.

[37:06] Kapitel 4, die fünfte Vision ist die Vision von dem goldenen Leuchter und den zwei Ölbäumen. Das ist eine sehr bekannte Vision, die, wie wir sehen werden, ganz enge Parallelen zu dem Gleichnis mit den zehn Jungfrauen aus Matthäus 25 hat. Das heißt hier in Vers 1: „Da kam der Engel wieder, der mit mir zu reden pflegte, und weckte mich auf wie einen, der aus seinem Schlaf geweckt wird.“ Das ist eine Parallele zu den zehn Jungfrauen.

[37:34] Vers 2: „Der fragte mich: Was siehst du?“ Ich sprach: „Ich sehe und siehe, einen Leuchter, ganz aus Gold, und sein Ölgefäß oben darauf, und siehe, sieben Lampen daran und sieben Gießrohre zu den sieben Lampen, die oben auf ihm sind, und zwei Ölbäume dabei. Einer zur rechten des Ölgefäßes, der andere zur linken.“ Er griff das Wort und sprach zu dem Engel, der mit mir redete: „Mein Herr, was bedeuten diese?“ Wieder diese Frage: „Was bedeutet das?“

[37:55] Vers 5: „Da antwortete der Engel, der mit mir redete, und sprach zu mir: Weißt du nicht, was diese bedeuten?“ Ich sprach: „Nein, mein Herr.“ Und jetzt finden wir diese wichtige Bedeutung. In Vers 6: „Da antwortete er und sprach zu mir: Das ist das Wort des Herrn an Serubbabel.“ Während Kapitel 3, die vierte Vision, sich an Jeschua, den Hohenpriester, gerichtet hat, wendet sich die fünfte Vision in Kapitel 4 an Serubbabel, den politischen Führer, den Stadthalter.

[38:25] „Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der Herr der Heerscharen.“ Ein ganz wichtiges Prinzip, dass die Vollendung des Werkes Gottes nicht durch menschliche Kraft, nicht durch menschliche Weisheit, nicht durch menschliche Ressourcen, sondern durch Gottes Geist vonstatten geht.

[38:43] Vers 7: „Wer bist du, großer Berg? Vor Serubbabel sollst du zur Ebene werden.“ Das ist diese Idee, dass, wenn das Evangelium sich breit macht, das Erhabene erniedrigt wird und das Erniedrigte wird erhaben werden. Es wird alles breit gemacht, damit man geradeaus gehen kann. Alle Schwierigkeiten, die sich auftürmen, sollen zur Ebene werden. Vielleicht bist auch du in der Situation, dass du das Werk Gottes vollenden möchtest, dass du etwas tun möchtest für Gott, und du fragst dich, wie in aller Welt kann dieses Problem gelöst werden? Jesus spricht auch zu dir: „Wer bist du, großer Berg?“ Also im Zusammenhang mit dir, wer bist du, großer Berg? Vor dir soll er zur Ebene werden.

[39:22] Das heißt hier: „Und er wird den Schlussstein hervorbringen unter lautem Zuruf: Gnade, Gnade mit ihm.“ Das Wort des Herrn ging an mich folgendermaßen: „Die Hände Serubbabels haben dieses Haus gegründet. Seine Hände sollen es auch vollenden.“ Jesus ist der Anfänger und Vollender des Glaubens. Er ist das A und das O. Er, der ein gutes Werk in uns begonnen hat, kann es auch vollenden. Das sind die Bibeltexte, die uns immer wieder deutlich machen, dass Jesus das tun kann.

[39:53] Und in Vers 10 finden wir einen ganz wunderbaren Gedanken. Vers 10 heißt es: „Denn wer ist es, der den Tag geringer Anfänge verachtet?“ Vielleicht fängt eine Sache im Werk Gottes sehr gering an, sehr klein an, aber es kann zu einem großen Werk werden. Niemand sollte etwas verachten, nur weil es klein beginnt. In der Tat, meiner eigenen Erfahrung habe ich gemerkt, dass Gottes Werk eigentlich fast immer klein und unscheinbar beginnt und dann wächst kontinuierlich. Das Reich Gottes gleicht einem Senfkorn, das dann zum größten aller Bäume wird. Und Gott verheißt, auch wenn es kleine Anfänge sind, durch meinen Geist wird der Schlussstein gesetzt werden, durch einen Zuruf: „Gnade, Gnade für ihn.“ Es wird Gnade sein, die das Werk beginnt. Es wird Gnade sein, die das Werk aufrechterhält. Es wird Gnade sein, die das Werk zu Ende führt.

[40:44] Lieber Freund, liebe Freundin, das Werk Gottes auf dieser Erde, das geistliche Werk der Endzeit, wird beendet werden. Amen. Es wird zu Ende kommen. Ein Schlussstein wird gesetzt werden, und der Zuruf wird sein: Nicht Preis dem Menschen XY, sondern Gnade, Gnade. Ich möchte teilhaben an diesem Werk, an diesem geistlichen Tempel bauen, bis der Schlussstein gesetzt ist, bis Christus wiederkommen kann, und wir rufen können, dass es Gnade war und Gnade allein.

[41:14] Vers 10 haben wir gelesen: „Denn wer ist es, der den Tag geringer Anfänge verachtet? Jene sieben werden mit Freuden das Senkblei in der Hand, die Augen des Herrn, sie sind es, welche die ganze Erde durchstreifen.“ Haben wir gesprochen, der Heilige Geist, der überall wirkt, der das Werk zu Ende führen wird. Er ist es.

[41:33] Und in Vers 11 lesen wir: „Und ich ergriff das Wort und sprach zu ihm: Was sind das für zwei Ölbäume zur rechten und zur linken des Leuchters?“ Und ich ergriff wiederum das Wort und sprach zu ihm: „Was bedeuten die beiden Ölbaumzweige zur Seite der beiden goldenen Röhren, aus denen das goldene Öl fließt?“ Er sprach zu mir: „Weißt du nicht, was diese bedeuten?“ Ich antwortete: „Nein, mein Herr.“ „Das sind die beiden Söhne des Öls, die vor dem Herrn, vor dem Herrn der ganzen Erde stehen.“

[42:01] Interessanterweise finden wir in Offenbarung 11 eine ganz ähnliche Beschreibung. In Offenbarung 11 und Vers 4 heißt es über die beiden Zeugen: „Das Alte und Neue Testament, das sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Gott der Erde stehen.“ Es ist durch das Studium des Alten, des Neuen Testaments, der Bibel, dass wir das Öl der Gerechtigkeit Christi, das den Charakter darstellt, der nicht übertragbar ist, es ist empfangen und mit dem Heiligen Geist, der das in uns bewirkt, dann ein Licht werden können. Dieses Öl, liebe Freunde, liebe Freundinnen, das fünf Jungfrauen von fünf anderen unterschieden hat, das brauchst auch du und das brauche ich: ein Charakter, der Christus widerspiegelt, unbefleckt von jedem Flecken der Sünde, durch Gnade Gottes, durch die Bibel, durch das Wirken des Heiligen Geistes.

[43:02] Die fünfte Vision hat eine einfache Botschaft: Es ist der Heilige Geist, nicht menschliche Kraft, die das Werk vollendet. Die nächsten drei Visionen, die überlassen wir eurem Studium zu Hause, sind auch die drei, die vielleicht etwas schwieriger zu verstehen sind, vor allem die letzte hat es wirklich in sich und ist vielleicht von niemandem noch wirklich ganz vollständig richtig verstanden worden, soweit das überprüfbar ist. Aber wir haben im Sendemanuskript einige Anhaltspunkte, die ihr studieren könnt, die ihr auch als Ausgangslager nehmen könnt, um dort von dort vielleicht selbst eine Expedition ins Reich der unbekannten Prophetie zu übernehmen.

[43:44] Grob gesagt spricht die sechste Vision von der Idee, dass auch trotz all dem, was Gott für sein Volk tut, der Maßstab des Gesetzes Gottes, der gleich sein wird, und jeder, der das Gesetz Gottes übertritt, wird den Fluch genauso ernten wie die Generation vorher. Und die siebte Vision scheint anzudeuten, dass es einen Zeitpunkt gibt, wo Menschen das Maß der Sünde voll machen werden, dadurch, dass eine symbolische Frau, die Gesetzlosigkeit, also Sünde genannt wird, in einem Hohl, in einem epha-Maß für trockene Stoffe gesehen wird und dann nach sieben Jahren nach Babylon gebracht wird, sodass wenn das Maß voll ist an Sünden, ein Mensch das Volk Gottes verlassen wird und sich Babylon anschließen wird.

[44:26] Und dann die achte Vision, die schwerste von allen, spricht dann vor allem davon, dass Gott durch bestimmte Mittel, die er in seinen Händen hält, seinen Geist wirken lässt im Land des Nordens. Und das scheint ein Hinweis darauf zu sein, dass durch das Wirken des Heiligen Geistes und das Wirken Gottes im Land des Nordens, in Persien, der Befehl erlassen worden ist, dass dieser Aufbau tatsächlich weitergeführt werden darf durch Darius den Ersten. Aber das kann man weiter studieren, und da überlassen wir euch.

[44:56] Wir wollen ganz kurz noch auf die messianische Prophezeiung hier eingehen, am Ende von Kapitel 6, mit der der erste Hauptteil von Sacharja schließt, und dort ab Vers 9. „Und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen: Nimm Gaben von denen, die in der Gefangenschaft gewesen sind, von Heldai, von Tobija und Jedaia, und zwar sollst du am selben Tag kommen und dich in das Haus Josias, des Sohnes Sephanja, begeben, wohin sie aus Babel gekommen sind, und nimm Silber und Gold und mache eine Krone daraus und setze sie Jeschua, dem Sohn Jehozadaks, dem Hohenpriester, aufs Haupt.“

[45:29] Jeschua soll gekrönt werden, und Jeschua steht hier jetzt stellvertretend für den kommenden Messias, wie deutlich wird in den nächsten Versen. Vers 12: „Du sollst zu ihm reden und sagen: So spricht der Herr der Heerscharen: Siehe, ein Mann, dessen Name Spross ist.“ Wieder haben wir diesen Titel des Messias, wie an mehreren Stellen verwendet wird in der Bibel. „Denn er wird aus seinem Ort hervor sprossen und den Tempel des Herrn bauen.“

[45:52] Sacharja selbst macht also deutlich, dass der Aufbau des irdischen Tempels, des zweiten Tempels, nur ein Symbol ist, eine Typologie ist auf den Aufbau des wahren Tempels durch den Messias. So wie Jeschua und Serubbabel ein Instrument Gottes sind, um diesen irdischen Tempel aufzubauen, so ist das alles ein Typus auf den kommenden Messias, den wahren König, den wahren Priester, der den wahren Tempel aufbauen wird, den wir alle mitbauen dürfen, bis er vollendet ist, das, was wir schon in Petrus gesehen haben.

[46:33] Er wird den Tempel aufbauen, und Jesus hat das ja selbst von sich gesagt, als er in Johannes 2, schlagen wir uns ganz kurz auf, in Johannes 2 und dort Vers 19 bis 21 folgendes sagt. Johannes 2, Vers 19 bis 21: „Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brecht diesen Tempel ab, und in drei Tagen will ich ihn aufrichten.“ Das sprachen die Juden: „In 46 Jahren ist dieser Tempel erbaut worden.“ Das bezieht sich auf den Umbau dann zu Zeiten Herodes, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten? Er aber redete von dem Tempel seines Leibes, der geistliche Tempel, der dann zum Tempel der ganzen Gemeinde wird, wie uns 1. Korinther 3, Verse 16 und 17 sagt.

[47:17] Schlagen wir das noch gemeinsam auf. 1. Korinther 3, Verse 16 und 17: „Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und dass der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig, und es ist die Gemeinde Gottes, die aufgebaut werden soll, innerlich, geistlich und auch numerisch, der Missionsauftrag.“

[47:40] Diese Krönung von Jeschua dem Hohenpriester hier in Sacharja ist ein Hinweis auf die erhabene Position des Christus, des Jesus in diesem Werk des Tempelbaus, des geistlichen Tempelbaus. Vers 13 macht das so deutlich. Ja, in Sacharja 6, Vers 13: „Ja, er ist es, der den Tempel bauen wird.“ Christus baut seine Gemeinde, und wir dürfen mitbauen. Und das heißt dann hier: „Und er wird Herrlichkeit als Schmuck tragen.“ In Johannes 1, Vers 14 heißt es: „Und wir sahen seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit eines Eingeborenen voller Gnade und Wahrheit.“

[48:13] Und er wird Priester sein auf seinem Thron, und der Rat des Friedens wird zwischen beiden bestehen. Er wird Priester sein, er wird auf einem Thron sitzen, er wird ein Priester nach der Ordnung Melchisedeks sein, so wie es der Hebräerbrief sagt. Er wird Priester und König sein. Zuerst kommt er als Lamm, das geschlachtet wird, dann fährt er in den Himmel hinauf und wird dort zum Priester, und dann im Laufe des Untersuchungsgerichtes, kurz vor der Wiederkunft, so sagt es dann in 7, Vers 13, 14 und Offenbarung 11, Verse 15 bis 18, wird er zum König gekrönt und kommt als König der Könige wieder. Jesus Christus, der wahre Prophet, der wahre Priester, der wahre König, das wahre Lamm, der wahre Erlöser, wahrer Gott und wahrer Mensch.

[49:07] Er wird erhöht. Sacharja, auch wenn wir es in dem nächsten Kapitel noch sehen, Sacharja hat Christus hoch im Zentrum in seinen Visionen. Und dann ist dieser Rat des Friedens hier. Gott der Vater und Jesus Christus haben seit Ewigkeiten beschlossen, dieses Evangelium auszuführen. Der Rat des Friedens ist zwischen den beiden.

[49:28] Und Vers 15 zeigt dann, dass all das durch das buchstäbliche Israel hätte realisiert werden können. Das heißt, man wird aus der Ferne kommen und bauen am Tempel des Herrn, so werdet ihr erkennen, dass mich der Herr, der Heerscharen, zu euch gesandt hat, und das wird geschehen, wenn ihr der Stimme des Herrn, eures Gottes, wirklich gehorchen werdet. Aber die Juden gehorchten nicht, als der wahre Priester und König Jeschua, Jesus kam. Sie kreuzigten ihn. Und Jesus musste ein anderes Volk nehmen, um die Prophezeiung von Hosea, von Amos, von Micha, von Sacharja zur Erfüllung bringen zu können.

[50:12] Gehorchst du wirklich dem Herrn? Denn alle Verheißungen sind nur in Christus zu erfüllen. Aus Zeitgründen schaffen wir es nicht mehr, das siebte Kapitel anzuschauen. Wir haben im Sendemanuskript eine ganze Reihe von Dingen hier, die ihr nachschauen könnt. Studiert das, damit ihr dann auch für die nächste Woche gut präpariert seid, wenn wir dann Kapitel 8 weitermachen werden. In Kapitel 7 wird ein Unterschied gemacht zwischen den menschengemachten Traditionen und der wahren Religion, die in Vers 9 und 10 beschrieben wird, die natürlich dann das ist, was auch der kommende Messias, der Christus, ausdrücken wird.

[50:44] In diesem Gedanken wollen wir schließen, dass Christus die wahre Religion bringt, der wahre Priester, der wahre König. Ist er auch dein Priester? Ist er auch dein König? Baut er deinen Tempel? Und baust du mit ihm am Tempel Gottes? Gott segne dich! Und nächste Woche werden wir das Buch Sacharja dann abschließen mit den Kapiteln 8 bis 12. Einige interessante Prophezeiungen auch gemeinsam studieren. Und wir laden euch ein, dann wieder einzuschalten auf joelmedia.de. Bis dahin wünschen wir euch Gottes Segen, auch im Studium seines Wortes. Bis bald. Amen.

[52:05] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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