[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Wir freuen uns so sehr, dass ihr zu dieser besonderen Folge eingeschaltet habt, hier auf joelmedia.tv. Wir begrüßen natürlich auch alle Zuschauer auf Amazing Discoveries, aber heute sind wir froh, dass wir uns joelmedia.tv nennen dürfen. Denn in der heutigen Folge unserer Cannstatt Study Hour Serie "Große Lehren von kleinen Propheten" geht es um unseren Namensgeber: Joel.
[1:42] Das Thema ist überschrieben: "Ein heiliger und gerechter Gott". Und wir bereiten uns hoffentlich auf das Bibelgespräch am 20. April vor, indem wir diese vier vollgepackten, super spannenden Kapitel gemeinsam betrachten. Wir werden hier natürlich nur einen Überblick geben können über die Grundthemen und dann laden wir euch ein, wie jede Woche, das reichhaltige Sendemanuskript zur Hand zu nehmen, das Studienmaterial, um dort Vers für Vers noch tiefer hineintauchen zu können in diese außergewöhnliche Botschaft des kleinen Propheten Joel.
[2:13] Es beginnt mit den Worten in Joel 1, Vers 1: "Das Wort des Herrn, das an Joel, den Sohn Petuels, erging." Wir wissen von Joel relativ wenig, noch weniger von seinem Vater Petuel. Was wir wissen ist, dass Joel übersetzt heißt: "Jachwe ist Gott". Und wenn man die beiden Elemente "Ja" und "El" davon nimmt und sie umdreht, dann ergibt sich der Name Elijah, und das ist vielleicht eine ganz interessante Sache.
[2:41] Die größte Herausforderung wahrscheinlich beim Lesen des Buches Joel ist herauszufinden, in welcher Zeit er eigentlich gelebt hat. Das macht er nämlich gar nicht deutlich. Es gibt im Gegensatz zu den meisten anderen Propheten keinerlei Angaben von Königen, die zu seiner Zeit gelebt hätten. Und es scheint darauf hinzuweisen, dass es offensichtlich beim Buch Joel, anders als beim Buch Hosea, gar nicht so sehr darauf ankommt, irgendwelche zeitgeschichtlichen Bezüge zu machen, sondern dieses Buch ist in vielerlei Hinsicht äußerst endzeitlich, wie wir noch sehen werden.
[3:13] Es gilt neben Jesaja und Habakuk als eines der literarisch wertvollsten Bücher, besonders reichhaltig im hebräischen Stil, in der Poetik. Das wird uns aber hier weniger beschäftigen, sondern wir wollen uns mehr die Hauptbotschaft gemeinsam betrachten.
[3:28] Joel beginnt gleich mit einigen außergewöhnlichen Statements. In Vers 2 und 3 sagt er das Folgende: "Hört das, die Ältesten, und achtet darauf, alle Bewohner des Landes! Ist so etwas jemals in euren Tagen oder in den Tagen eurer Väter geschehen? Erzählt davon euren Kindern und eure Kinder, ihren Kindern und deren Kindern, den künftigen Geschlecht." Was Joel deutlich machen möchte: Das, was er berichtet, ist absolut außergewöhnlich, etwas, was es so vorher nie gegeben hat.
[3:54] Und was er dann beschreibt, ist eine Heuschreckenplage. Ausleger sind sich nicht ganz einig, ob er dabei eine tatsächliche Heuschreckenplage beschreibt, die es gegeben hat und die er dann sozusagen typologisch anwendet auf die Endzeit und auf den Tag des Gerichts, oder ob es von vornherein quasi nur eine symbolische Beschreibung war, die er in Vision gesehen hat. Das spielt allerdings nicht so sehr eine Rolle für uns, denn wir sehen eine ganze Reihe von Details, die wir auf jeden Fall symbolisch übertragen können, je nachdem, ob es da auch buchstäblich stattgefunden hat oder nicht.
[4:26] Und diese besondere Trübsal, von der er spricht, ist natürlich dann schon ein erster Hinweis auf diese Trübsalszeit, die es vorher noch nie gegeben hat, wie es in Daniel 12 und in Matthäus 24 beschrieben wird. Interessanterweise werden viele Dinge, die über diese Heuschreckenplage gesagt werden, auch in 2. Mose 10, in der achten Plage in Ägypten beschrieben, wo es ja auch zu einer Heuschreckenplage kommt. Und wer Joel studiert, sollte dort mal vorbeischauen.
[4:56] Schauen wir mal in Vers 4, wie das hier beschrieben wird. Es heißt: "Was der Nager übrig ließ, das hat die Heuschrecke gefressen, und was die Heuschrecke übrig ließ, das hat der Fresser verzehrt, und was der Fresser verschonte, das hat der Verwüster aufgegessen." Im Hebräischen gibt es hier vier verschiedene Worte, die könnt ihr im Manuskript dann auch nachschauen. Und es wird vermutet, dass alle vier Worte unterschiedliche Arten oder unterschiedliche Stadien von Heuschrecken darstellen. Es gibt ja Wanderheuschrecken und Schneiderheuschrecken und dann gibt es auch Heuschreckenlarven. Und es sieht so aus, dass hier verschiedene Arten von Heuschrecken dargestellt werden.
[5:32] Und die Idee ist, dass diese Heuschreckenplage so ausführlich ist, so vollständig, dass es egal ist, wenn eine Heuschreckenart ihre Aufgaben nicht vollständig getan hat, dass dann eine andere Heuschrecke das Werk zu Ende geführt hat und da bleibt absolut nichts übrig. Interessanterweise werden Heuschrecken auch verwendet in Offenbarung 9 in der 5. Posaune, um dort auch in einer Zeit der großen Trübsal ein Gericht Gottes darzustellen. Dazu aber gleich noch mehr.
[6:06] Diese Heuschreckenplage, die beschrieben wird in Joel, nimmt ihr zum Anlass, um aufzuwachen aus dem Schlaf. "Wacht auf, ihr Trunkenen, und weint und jammert, ihr Weintrinker alle, wegen des Mosts, weil er euch vom Mund weggenommen wird." Und wer die biblische Prophetie ein bisschen kennt, weiß, dass Wein auch endzeitlich eine ganz wichtige Rolle spielt.
[6:27] Vers 6: "Denn ein Volk hat mein Land überzogen, das ist mächtig und ohne Zahl; es hat Zähne wie Löwenzähne und ein Gebiss wie eine Löwin." Das Volk, das hier beschrieben wird, ist zuallererst mal diese Heuschreckenarmee. Auch in der 5. Plage werden die Heuschrecken dargestellt mit Löwenzähnen, und sie fressen alles nieder und sind ohne Zahl.
[6:49] Vers 7 heißt es: "Meinen Weinstock hat es verwüstet und meinen Feigenbaum kahl gefressen." Wir haben ja das letzte Mal gesehen, oder das vorletzte Mal, als wir in Hosea über den Feigenbaum und den Weinstock gesprochen haben, dass sie ein Symbol für Frieden und Sicherheit sind. Und hier wird eine totale Verwüstung, eine totale Zerstörung dargestellt.
[7:09] Es heißt dann weiter: "Die Rinder des vollständig abgeschält und weggeworfen, weiß geworden sind seine Zweige." Wenn man sich das praktisch vorstellt, so einen riesigen Heuschreckenschwarm, der in die Landschaft kommt und dann nichts übrig lässt. Man hat ja manchmal schon Bilder gesehen von solchen Heuschreckenplagen, dass es wirklich absolut verwüstend ist.
[7:28] Aufgrund dessen heißt es jetzt in Vers 8: "Klage wie eine Jungfrau, die mit Sacktuch umgürtet ist, wegen des Bräutigams ihrer Jugend." Die Idee ist, dass eine Frau, die heiraten möchte, nicht heiraten kann, weil ihr Verlobter zu früh stirbt und deswegen eine enorme Enttäuschung sie ergreift. Und diese Enttäuschung wird als Bild verwendet für diese Enttäuschung, dass die gesamte Ernte, auf die man gehofft hat, völlig vernichtet ist durch diese Heuschreckenarmee.
[7:59] Weiter in Vers 9: "Speisopfer und Trankopfer sind dem Haus des Herrn entzogen; es trauern die Priester, die Diener des Herrn." Die Argumentation ist ganz einfach: Wenn es da keine Ernte gibt, gibt es nichts zu essen und dann gibt es auch keine Speisopfer und keine Trankopfer. Und die Priester trauern, weil nach 3. Mose 2 und anderen Texten haben die Priester von diesen Speisopfern eigentlich bekommen, um davon zu leben.
[8:22] In Vers 10 bis 12 wird weiter beschrieben, wie diese Heuschreckenplage sich ausgewirkt hat. "Das Feld ist verheert, der Acker trauert, denn das Korn ist verwüstet, das Obst, manchmal setzen auch der Wein oder der Most, der Traumsaft, das Obst ist verdorrt, die Ölbäume sind verwelkt. Die Bauern sind enttäuscht, die Winzer jammern wegen des Weizens und der Gerste, denn die Ernte des Feldes ist verloren. Der Weinstock ist verdorrt, der Feigenbaum verwelkt, Granatbäume, Palmen und Apfelbäume, alle Bäume des Feldes sind verdorrt. Ja, den Menschenkindern ist die Freude vergangen."
[8:57] Also Joel beschreibt hier ganz eindrücklich, wie eine komplette Ernte durch diese Heuschreckenarmee vernichtet wird. Jetzt muss man wissen, in der Bibel, und wir haben einige Texte angeführt, dass Landwirtschaft und Pflanzenwachstum ein Symbol für das Evangelium ist. Markus 4, 26 bis 29, Jesaja 61, 11, Matthäus 13 und so weiter beschreiben das Reich Gottes als etwas, was wachsen soll bis zur Ernte. Und wenn dann die Ernte ausbleibt, ist es ein Symbol für eine große Enttäuschung zur Zeit der Ernte. Eine große geistliche Krise wird hier angeführt, wo die Frucht des Geistes nicht stattfindet.
[9:36] Ein betrunkener Zustand ist angesprochen worden. Offenbarung 17 lässt grüßen. Man hat auf die Hochzeit gehofft, aber man ist enttäuscht worden. Und auch da gibt es Bilder in der Bibel, wie Offenbarung 19. Und das alles lässt den Schluss zu, dass hier bereits in prophetischer Sprache eine Vorstatierung getroffen worden ist auf die Zeit der Plagen, wo Menschen gehofft haben, dass sie teilhaben können an dem Reich Gottes und plötzlich bitterlich enttäuscht worden sind.
[10:07] Und weil dieses Bild so dramatisch ist, weil diese Konsequenz so umfassend ist, ruft Joel jetzt auf in Vers 13 und 14 zum Fasten und zu einer feierlichen Versammlung. Es heißt in Vers 13: "Umgürtet euch und klagt, ihr Priester, jammert, ihr Diener des Altars, kommt her und verbringt die Nacht im Sacktuch, ihr Diener meines Gottes, denn Speisopfer und Trankopfer sind dem Haus Gottes entzogen."
[10:37] "Heiligt ein Fasten, beruft eine allgemeine Versammlung, versammelt die Ältesten, alle Bewohner des Landes zum Haus des Herrn, eures Gottes, und schreit zum Herrn." Das Bild ist: Es gibt eine nationale Krise und deswegen brauchen wir ein nationales Fasten. Und einige Beispiele gibt es in der Bibel. Interessanterweise ruft Gott sein Volk zum Haus des Herrn, das heißt zum Heiligtum.
[10:57] Nebenbei gesagt, Joel scheint in all seinen Botschaften sich an das Südreich, an Juda, zu wenden, an Jerusalem. Es gibt keinen einzigen Hinweis im ganzen Buch auf das Nordreich Israel. Gott ruft also das Volk zum Tempel nach Jerusalem. Und auch wir dürfen da diese Schlussfolgerung ziehen: Wenn es eine Krise gibt, wenn das Werk Gottes scheinbar völlig zusammenbricht und alle Hoffnungen zerstört sind, dann müssen wir zurück zum Heiligtum und dort fasten und bitten.
[11:30] Wir werden gleich sehen, dass Joel das noch weiter ausführt. Aber bevor er das macht, greift er noch einmal dieses Bild von der Plage auf und zeigt jetzt die unglaublichen Auswirkungen in den Versen 15 bis 20. Wir lesen mal einige Texte.
[11:42] Es heißt hier in Vers 15: "Ach, was für ein Tag! Ja, der Tag des Herrn ist nahe. Er kommt als eine Verwüstung vom Allmächtigen." Und hier sehen wir, dass diese Heuschreckenplage tatsächlich ein Typus, ein Symbol ist auf diesen Tag des Herrn. Und das, was wir hier lesen, dürfen wir anwenden auf die Endzeit. Das ist ein Endzeitbuch, das Buch Joel.
[11:57] Vers 16: "Ist nicht vor unseren Augen die Nahrung weggenommen worden? Freude und Verlocken von dem Haus unseres Gottes?" Vers 17: "Verdorben sind die Samenkörner unter der Scholle; die Speicher stehen leer, die Scheunen zerfallen. Ja, das Korn ist verwelkt."
[12:13] Und es hat Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft, inklusive der Tiere. Vers 18: "Oh, wie seufzt das Vieh! Wie sind die Rinderherden verstört, weil sie keine Weide haben. Auch die Schafherden gehen zugrunde."
[12:24] Und es scheint sozusagen, als Joel plötzlich, als er das sieht, er kann es nicht ertragen. Er ruft aus: Vers 19: "Zu dir, o Herr, will ich rufen. Denn das Feuer hat die Auen der Steppe verzehrt, und die Flamme hat alle Bäume des offenen Feldes versengt."
[12:38] "Und auch die Tiere des Feldes lechzen nach dir, weil die Wasserbäche vertrocknet sind. Und das Feuer hat die Auen der Steppe verzehrt." Es scheint nicht nur eine Heuschreckenplage zu geben. Es sieht auch nach einer Dürre aus, nach einer Trockenzeit. Und wenn man das alles liest und schon diesen Gedanken verstanden hat, dass hier prophetisch vorgeschattet wird, was sich bei der Plagenzeit ereignen wird, dann fällt es nicht schwer, insbesondere die vierte Plage, wo die Sonne alles versengen wird, hier besonders ausfindig zu machen in diesem Szenario.
[13:08] Und weil dieses Schreckensbild in Kapitel 1 gezeichnet wird, diese Katastrophe, auf die das Volk Gottes zusteuert, ist es jetzt zu entscheiden, zu sehen, was er in Kapitel 2 tut. In Kapitel 2 kommt jetzt dieser gewaltige Aufruf zur Umkehr.
[13:21] Zunächst einmal in Kapitel 1 und 2 noch einmal diese Botschaft vom Tag des Herrn. Und da kommt dieses zentrale Motiv im Buch Joel vor: "Stoßt in das Schofarhorn in Zion!" Nun, jeder, der Joel Media schon mal geschaut hat, weiß, wir haben das Schofarhorn zum Symbol. Wir wollen ganz kurz erklären, warum. Einige haben uns gefragt: Was soll dieses Symbol? Das Schofarhorn ist in Joel ein zentrales Motiv. Es kommt an zwei der wichtigsten Stellen vor.
[13:54] Es heißt: "Ihr stoßt in das Schofarhorn in Zion, blast Lärm auf meinem heiligen Berg, dass alle Bewohner des Landes erzittern, denn der Tag des Herrn kommt ja erst nahe." Die primäre Bedeutung des Schofarhorns ist: Gott kommt wieder. Der Tag des Herrn ist nahe. Jesus kommt bald. Aber ein Horn in der Bibel steht nach Daniel 7, Vers 24 immer auch für ein Königreich.
[14:16] Nun, das Schofar selbst kommt in den meisten Fällen von einem Widder. Und wenn wir das biblische Thema des Widders studieren, stellen wir fest, der Widder kam zum ersten Mal vor der Bibel in 1. Mose 22, und dort Vers 13, wo er ein Sinnbild ist für Christus, der als Stellvertreter für die Menschheit stirbt. Der Widder hat sich übrigens dort in 1. Mose 22 mit seinen Hörnern, mit seinen Schofarhörnern, verfangen im Holz.
[14:43] Das Horn ein Symbol der Kraft, aber der Widder verfängt sich dort im Holz. Ein Bild für Jesus, der mit all seiner Macht sich freiwillig binden lässt am Holz des Kreuzes, um für dich und für mich zu sterben. Zusammengefasst ist das Schofarhorn der laute Ruf, dass Jesus Christus wiederkommt, der für uns gestorben ist und sein Königreich jetzt aufrichten möchte.
[15:09] Überdies kann man sagen, dass das Schofarhorn auch eine entscheidende Rolle spielt am Berg Sinai, als die 10 Gebote gegeben werden. Es kommt vor beim Jubeljahr in 3. Mose 25. Es kommt vor bei der Einnahme Kanaans, als Jericho eingenommen wird, usw. Es wird verwendet für die Selbstprüfung am großen Versöhnungstag, Jesaja 58, usw. Es ist eines der reichsten und tiefsten Symbole in der Bibel. Und Joel verwendet es hier, um zu sagen: Der Tag des Herrn ist nah. Wir müssen eine deutliche Botschaft geben in die Welt hinaus. Und das ist unser Ziel hier bei joel-media.tv.
[15:48] Und dann heißt es, dass dieser Tag des Herrn kommt. Und wie gesagt, dass dieser Tag des Herrn nach 1. Thessalonicher 5, Vers 2 die Ungläubigen überraschend treffen wird. Deswegen müssen sie gewarnt werden. Der Tag des Herrn ist übrigens ein eigenes Thema. Wer 2. Petrus 3, Vers 8 und 10 anschaut, wird sehen, dass der Tag des Herrn eigentlich ein Zeitraum ist von 1000 Jahren, beginnend mit der Wiederkunft und dann endend mit dem Feuer, das herabfällt nach den 1000 Jahren. Der Tag des Herrn ist ein Zeitraum, um die Sünde und die Sünder zu verzehren.
[16:20] Dann in den nächsten Versen, ab Vers 2 bis Vers 11, wird noch einmal diese Heuschreckenarmee sehr ausführlich beschrieben. Einige interessante Bilder. Zum Beispiel in Vers 2: "Ein Tag der Finsternis und des Dunkels, ein Tag des Gewölks und des Wolkendunkels." Wenn man so eine Heuschreckenplage sieht, dann kann das wirklich Finsternis auslösen, weil die Sonne nicht mehr gesehen werden kann.
[16:43] Und es heißt hier in Vers 3: "Fressendes Feuer geht vor ihm her und hinter ihm eine lodernde Flamme." Und ein schönes Bild, was hier verwendet wird, ist: "Das Land vor ihm wie der Garten Eden gewesen, hinter ihm ist es wie eine öde Wüste." Der größtmögliche Gegensatz, den man sich vorstellen kann. Der Garten Eden, das Schönste, was Gott jemals geschaffen hat, hinterher eine Wüste. Totale Vernichtung.
[17:06] Übrigens ist das genau das Gegenteil von dem, was Gott vorhat. Er beschreibt genau den gegenteiligen Prozess. Er möchte aus der Wüste wieder einen Garten Eden in unserem Leben machen.
[17:17] Schauen wir weiter in Vers 4. Dort heißt es in Vers 4: "Wie Rosse sehen sie aus und wie Reiter rennen sie." Auch das eine Parallele zu den Heuschrecken der 5. Plage, Entschuldigung, der 5. Posaune in Offenbarung 9. Interessanterweise ist auch dort eine Trübsalszeit aus dem Mittelalter. Die Bibel sagt in Matthäus 24, dass die Zeit der großen Trübsal im Mittelalter stattgefunden hat. Auch dort gibt es eine Plage, die Gott sendet. Das sind diese Heuschrecken, die nach alter, guter Auslegung den Islam darstellen. Auch das vielleicht hinter Kopf zu behalten als eine der Anwendungen, die hier von Bedeutung sind.
[17:57] Ähnlicherweise gibt es auch Parallelen in Vers 5. Vers 5 heißt es: "Wie rasselnde Streitwagen kommen sie über die Höhen der Berge." Auch das findet sich in der 5. Posaune ganz ähnlich beschrieben. Dann heißt es: "Wie eine Feuerflamme, die prasselt, das Stroh verzehrt, gleich einem mächtigen Heer, das zum Kampf gerüstet ist." Es ist eine Kriegsarmee.
[18:21] Es wird vermutet, dass Joel auch mit seiner Prophezeiung eine tatsächliche Invasion mit gemeint hat. Einige vermuten, er hat zur Zeit kurz vor der babylonischen Invasion im Südreich gelebt und hat mit dieser Heuschreckenarmee gefeuert. Das ist durchaus vorstellbar als eine Teilerfüllung. Wir werden sehen, es gibt etliche Dinge in Joel, die haben Teilerfüllung gehabt in verschiedenen Zeitepochen. Aber doch weist die gesamte Botschaft noch einmal auf die Endzeit. Das werden wir in Kapitel 2 und 3 noch deutlicher sehen.
[18:57] In Vers 7, ein interessanter Gedanke, da heißt es: "Wie Helden laufen sie, wie Krieger ersteigen sie die Mauer. Und keiner kreuzt den Pfad des Anderen." In Sprüche 30, 27 wird deutlich, dass Heuschrecken keinen Anführer haben und trotzdem erobern sie ihr Territorium sehr geradlinig. Das ist eine interessante Sache, die wir hier sehen können.
[19:21] In Vers 8 heißt es: "Keiner drängt den Anderen, jeder geht seine eigene Bahn. Zwischen den Wurfgeschossen stürzen sie hindurch und lassen sich nicht aufhalten." Vers 9: "Genau das Gleiche, wo sie in die Fenster hineindringen." Damals gab es noch keine Verglasung an den Fenstern.
[19:35] Und dann in Vers 10 wird das immer endzeitlicher, dieses Bild. Das heißt: "Vor ihnen erbebt die Erde, und das wird ganz deutlich hier symbolisch gemeint, denn das geht über das hinaus, was eine Heuschreckenarmee tun kann. Vor ihnen erbebt die Erde, der Himmel erzittert, Sonne und Mond verfinstern sich und die Sterne verlieren ihren Schein."
[19:53] Wir werden gleich in einigen Minuten noch deutlich auf diese Endzeichenden zu sprechen kommen, die dann später noch einmal aufgegriffen werden. Vers 11 heißt: "Und der Herr lässt seine Stimme hören vor seinem Kriegsvolk, denn sehr groß ist sein Heerlager und gewaltig sind die sein Wort vollstrecken. Ja, groß ist der Tag des Herrn und sehr schrecklich. Wer kann ihn ertragen?"
[20:11] Und hier haben wir wiederum einen Hinweis auf die Endzeit, denn das ist eine Frage, die in Offenbarung 6, Vers 17 im sechsten Siegel, wo auch diese anderen Himmelszeichen an Sonne, Mond und Sterne beschrieben werden, wo das aufgegriffen wird. Das heißt, wir finden hier eine ganz deutliche alttestamentliche Parallele zu den Ereignissen um das sechste Siegel, die dann die Wiederkunft einläuten sollen, als Zeichen der Zeit dienen und das bringt uns schon sehr in die Adventhoffnung hinein.
[20:39] Aufgrund dieser schrecklichen Armee, die ein Symbol ist für diese Schrecken der Endzeit und des Tages des Herrn, kommt jetzt ein herzzerreißender Aufruf an das Volk Gottes in Vers 12 bis 17, und damit ist dann der erste Teil des Buches beendet. Vers 12 bis 17: Dieser Aufruf zur echten Umkehr.
[20:57] Vers 12: "Doch auch jetzt noch, trotz all dieser Dinge, die kommen werden, sagt Gott, noch ist es nicht zu spät, noch sind die Plagen nicht ausgegossen. Jetzt könnt ihr doch umkehren." Er sagt: "Doch auch jetzt noch, spricht der Herr, kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, mit Weinen und mit Klagen."
[21:15] Und wir haben einige Verse hier, was es bedeutet, mit ganzem Herzen umzukehren. Gott wünscht ich, dass wir ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt, mit all unserer Kraft, mit unserem Denken. Was er sich nicht so sehr wünscht, ist, dass wir nur äußerlich bekehren.
[21:29] Wuße tun, wie es in Vers 13 heißt: "Zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider." Das Kleid zerreißen war ein Symbol der Reue und der Trauer, aber es konnte manchmal auch heuchlerisch verwendet werden. Zum Beispiel hat der Hohepriester, der Jesus angeklagt hat, seine Kleider zerrissen, um äußerlich Trauer und Bestürzung auszudrücken, aber innerlich war er völlig verrottet, geistlich.
[21:51] Und so wünscht sich Gott eine tiefe Herzensbekehrung und nicht äußerliche Traditionen und äußerliche Zeremonien. Er wünscht sich, dass unser Denken zerrissen wird, dass wir, wie die Bibel sagt, dass wir ein zerbrochenes Herz haben und einen demütigen Geist, in dem er dann wohnen kann.
[22:07] Und das zeigt uns auch, was das Fasten eigentlich bedeutet. Fasten soll keine Strafe sein für den Körper, wo wir besonders traurig einher blicken, sondern Fasten soll uns helfen, den schrecklichen Charakter der Sünde zu erfassen, so dass wir diese Sünde Gott übergeben können und von ihm gereinigt werden können. So ist Joel also zuallererst ein Aufruf zur Herzensbekehrung angesichts der drohenden Gefahr des Tages des Herrn.
[22:35] Und hier wird eine Bekehrung, eine volksweite Bekehrung und Reformation beschrieben, wie sie nur ganz selten stattgefunden hat. Ein berühmtes Beispiel ist vielleicht die Adventbewegung von 1844, insbesondere die siebte Monatsbewegung, wo wirklich Herzen sich tief und gründlich bekehrt haben und verändert haben. Und Gott sagt, dass, wenn das geschieht, das nicht nutzlos sein wird.
[22:57] Vers 14: "Wer weiß, ob er sich wieder abkehrt und es ihn nicht reut und ob er nicht einen Segen zurücklassen wird, Speisopfer und Trankopfer dem Herrn." Dieser Segen wird jetzt genau beschrieben, nämlich als Trankopfer und Speisopfer, was bedeutet, dass es offensichtlich wieder etwas zu essen geben wird, dass also diese Frucht doch noch wachsen kann. Denn nur wenn die Frucht wächst, gibt es etwas zu essen und nur dann kann man auch Trankopfer geben. Also Gott verheißt, wenn ihr umkehrt, dann wird es doch noch eine erfolgreiche Ernte geben.
[23:27] Und wiederum heißt es hier in Vers 15: "Stoßt in das Horn in Zion." Zweimal wird es erwähnt in Joel, deswegen ist es so unglaublich wichtig, diese Botschaft. "Bringt diese Botschaft hinaus in das ganze Land. Heiligt ein Fasten, beruft eine allgemeine Versammlung." Das, was schon im ersten Kapitel angesprochen worden ist, wird noch einmal betont. Es geht darum, das ganze Volk zusammenzubringen.
[23:53] Angesichts der Krise, in der wir sind, als Volk Gottes, lass mich ganz deutlich sprechen, liebe Freunde, angesichts der Tatsache, dass wir sehen, dass vieles nicht so läuft, wie es laufen sollte, dass die Ernte, auf die wir hoffen, scheinbar verloren geht. Ist es unsere Aufgabe, das Volk Gottes zusammenzurufen mit einer Botschaft, die Mark und Bein erschüttert?
[24:15] Es heißt hier: "Versammelt das Volk, heiligt die Gemeinde, bringt die Ältesten dabei, versammelt die Kinder und die Säuglinge, der Bräutigam geht aus seiner Kammer und die Braut aus ihrem Gemach." Egal wie alt du bist, wie lange du in der Gemeinde bist, was deine Position, deine Stellung, dein Rang, deine gesellschaftliche Position ist, es spielt keine Rolle. Du musst Teil werden dieser Reformation.
[24:35] Erweckung und Reformation ist nicht nur ein Schlagwort. Erweckung und Reformation ist die Kernbotschaft des Buches Joel, angesichts des nahe herbeikommenden Tages des Herrn. Die Gemeinde muss geheiligt werden. Und das ist etwas, was immer wieder in Liebe gesprochen worden ist, wenn es darum ging, die zehn Gebote zu geben, als es darum ging, die Sünden aus dem Lager zu entfernen, im Fall von Achan, die Gemeinde musste sich heiligen. Zur Zeit, als das Passafest wieder gefeiert worden ist unter Josia, als unter Josia diese große Reformation stattfand, das Volk musste sich heiligen, es musste zusammenkommen und erneut studieren und diese Reformation erleben.
[25:19] So bietet das Buch Joel eine Kernbotschaft an dich und mich. Eine Kernbotschaft zur Buße und Erweckung und Reformation, nicht nur individuell, sondern als ganzes Volk. Und deswegen heißt es: "Stoßt in das Horn in Zion."
[25:35] Vers 17 sagt, und das ist sehr interessant: "Die Priester, die Diener des Herrn, sollen zwischen der Halle und dem Altar weinen und sagen: Herr, habe Mitleid mit deinem Volk und gib dein Erbteil nicht der Beschimpfung preis, dass die heidnischen Völker über sie spotten." Warum soll man den Völkern sagen: Wo ist nun euer Gott? Könnte es sein, dass wir durch unser Fehlverhalten als Volk Gottes den Spott und die Schande über uns gebracht haben, dass Leute sagen: Ja, ihr wollt das Volk Gottes sein?
[25:59] Und so brauchen wir Priester, Führer im Volk Gottes, insbesondere Prediger und Verantwortliche, die zwischen der Halle und dem Altar weinen. Und es ist mehr als interessant, dass das derselbe Ort ist, wo in Hesekiel 8, das schlagen wir kurz gemeinsam auf, damit ihr mir glaubt, dass es dort steht. In Hesekiel 8, Vers 16 ist es derselbe Ort, wo etwas ganz anderes stattfindet in der Vision von Hesekiel.
[26:25] In Hesekiel 8, Vers 16 heißt es: "Und er führte mich in den inneren Vorhof des Hauses des Herrn, und siehe, am Eingang zum Tempel des Herrn, zwischen der Halle und dem Altar waren etwa 25 Männer, die kehrten dem Tempel des Herrn den Rücken, ihre Angesichter aber nach Osten, sie warfen sich nach Osten an, beten vor der Sonne nieder." Hesekiel beschreibt, wie zwischen Halle und Altar Männer die Sonne anbeten und dem Tempel den Rücken zuwenden.
[26:51] Aber Joel sagt, genau an dieser Stelle sollen nicht die Sonnen gebetet werden, sondern wir sollen uns umkehren, wir sollen uns umdrehen und zu Gott kommen, Gottes Wort suchen, seine Gnade in Anspruch nehmen, eine gründliche Erweckung erleben, so dass wir verändert werden können.
[27:09] Das ist der erste Teil des Buches Joel: die Beschreibung der Schrecken des Tages des Herrn und dieser herzerreißende Aufruf: Bekehr dich, komm als Volk zusammen. Ich glaube, als Adventvolk müssen wir diese Botschaft predigen, nicht nur anderen, sondern vor allem uns selbst.
[27:29] Denn wenn wir das tun, dann werden wir das erleben, was hier in Joel 2 ab Vers 18 steht. Die zweite Hälfte des Buches Joel, bis ans Ende, beschreibt jetzt den Segen und die Wiedergutmachung, die stattfinden, wenn das Volk zusammenkommt und sich demütigt und Erweckung und Reformation erlebt. Das, was alles hier steht, ist die Folge der erlebten Erweckung von Joel 2.
[27:53] In Vers 18 heißt es: "Dann gerät der Herr in Eifer für sein Land und hat Mitleid mit seinem Volk." Wenn das geschieht, dann, heißt es hier, wenn die Priester zwischen Halle und Altar wieder weinen und sagen: Hab Mitleid mit deinem Volk und gib uns deine Gnade, dann wird Gott sich über sein Volk erbarmen.
[28:11] Und wie es heißt in Vers 19: "Und der Herr wird antworten und zu seinem Volk sprechen: Siehe, ich sende euch Korn, Most und Öl." Genau das, was vorher in Joel 1 vernichtet worden ist, das wird von Gott wieder gesendet. Korn, Most und Öl, in der Bibel ganz oft zusammen erwähnt. Korn, ein Symbol für das Wort Gottes. Most, Wein, Traubensaft meistens, ein Symbol für das Blut Jesu. Und Öl, ein Symbol für den Heiligen Geist.
[28:41] In Vers 20 heißt es: "Ich will den von Norden kommenden von euch entfernen." Diese Heuschreckenarmee wird hier beschrieben, als ob sie von Norden kommt. Ein Hinweis darauf, dass ja auch die Assyrer, die Babylonier, wenn sie kamen, um das Volk zu errichten, immer von Norden kamen. Und so finden wir auch den König des Nordens in Daniel 11.
[28:59] So, ich will den von Norden von euch entfernen und ihn verstoßen in ein dürres und wüstes Land, seine Ford ins östliche Meer, das ist das Tote Meer, und seine Nachhut zum westlichen Meer, das ist das Mittelmeer. Und sein Gestank soll aufsteigen und sein Verwesungsgeruch sich erheben, denn er hat groß getan. Verwesungsgeruch kann man sich leicht vorstellen, wenn da Millionen von Heuschrecken sterben. Aber dieses Großtun geht hinaus über die Heuschrecken. Das verweist auf das kleine Horn von Daniel 7, von Daniel 8, auf Satan selbst in Jesaja 14, der sich gegen Gott erhebt.
[29:31] Interessanterweise heißt es in Vers 21: "Fürchte dich nicht, o Land, sondern frohlocke und freue dich, denn der Herr hat Großes getan." Während die Heuschrecken Großes getan haben, hat Gott Großes getan. Wir können uns freuen, wenn wir Bekehrung erleben.
[29:45] Vers 22: "Fürchtet euch nicht, ihr Tiere des Feldes, denn die Auen der Steppe sollen grün und die Bäume sollen ihre Früchte tragen. Der Weinstock und der Feigenbaum, so viel sie nur können. Es wird wieder eine Ernte geben."
[29:57] Vers 23: Und das ist eine der schönsten Verheißungen im ganzen Buch Joel. "Und ihr Kinder, frohlockt und freut euch über den Herrn, euren Gott, denn er gibt euch den Frühregen nach rechtem Maß." Nun, das Wort Frühregen hier heißt eigentlich Lehrer. Und nach rechtem Maß heißt eigentlich im Hebräischen gemäß der Gerechtigkeit. Man müsste eigentlich genau übersetzen: "Der Lehrer der Gerechtigkeit." Und schon einige jüdische Ausleger haben damals gesagt, das ist eine messianische Prophezeiung. Hier kommt ein Lehrer der Gerechtigkeit.
[30:29] Im Frühregen. Dieses Bild von Frühregen und Spätregen ist ein bekanntes Bild aus der Landwirtschaft Israels. Denn das ganze Buch Joel ist ja in diese Landwirtschaftssprache gekleidet. Denn der Seemann, der den Samen ausgestreut hatte, hatte vor allem zwei wichtige Jahreszeiten zu beachten. Das war die Jahreszeit des Frühregens, als die Saat aufging. Und dann gab es immer wieder Regenschauer das ganze Jahr über. Aber dann gab es den Spätregen, der die Frucht zur Ernte, also zur Reife gebracht hat.
[31:01] Und das ist ein geistliches Bild. Denn Christus war derjenige, nach Matthäus 13, nach Markus 4 und nach vielen anderen Texten, der den Samen des Wortes Gottes ausgestreut hat. Und dann als zu Pfingsten der Spätregen fiel, der Heilige Geist, der Lehrer der Gerechtigkeit. Das heißt ganz deutlich, dass, das können wir gemeinsam aufschlagen, in Johannes 14, in Johannes 14, Vers 26, da heißt es über den Heiligen Geist: "Der Beistand, der Heilige Geist, den der Vater senden wird, der wird euch alles lehren und ihr könnt euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe."
[31:45] Wovon wird er sprechen? Johannes 16, Vers 8: "Und wenn er kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht." Der Frühregen war der Heilige Geist, der herabkam zu Pfingsten und damit den ausgestreuten Samen anfing, zur Blüte zu bringen.
[32:05] Aber so wie der Frühregen kam, so wird es am Ende der Zeit, kurz vor der Wiederkunft, die in Offenbarung 14, Vers 14 und 15 als Ernte beschrieben wird, wird es diesen Spätregen geben. Das, was sich damals erfüllt hat, wird sich noch einmal erfüllen. Und wir haben hier im Sendemanuskript ein ausführliches Wortstudium zum Spätregen. Alle Texte, wo das Wort Spätregen in der Bibel vorkommt, sind nicht allzu viele, angeführt mit kurzen Erläuterungen dazu. Das unbedingt anschauen und die Lehre des Spätregens erkennen. Das ist eine Herausforderung für euch.
[32:35] Und dieser Regen, dieser Heilige Geist, der hier verheißen wird, der soll etwas bringen. Vers 24 heißt es: "Und die Tennen sollen voll von Korn werden und die Keltern von Most und Öl überfließen." Wieder dieses Bild von Korn, Most und Öl, kommt wie in Hosea auch in Joel immer wieder vor. Und das heißt hier, es wird überfließen, reicher Segen. Der Regen des Heiligen Geistes bringt eine reiche Ernte. Die Frucht des Geistes wächst überreich. Deswegen heißt es in Offenbarung 14, Vers 15: "Denn die Stunde des Erntes ist gekommen, denn die Ernte der Erde ist überreif."
[33:15] Vers 25: Eine der tollsten und wunderbarsten Verheißungen im Buch Joel. "Und ich werde euch die Jahre zurückerstatten, welche die Heuschrecke, der Fresser, der Verwüster und der Nager, das sind diese vier Heuschreckenarten, die vermutlich aus Joel 1, Vers 4, verzehrt haben, ein großes Kriegsheer, das ich gegen euch vertreten habe." Gott sagt: All das, was schiefgelaufen ist, das will ich wieder gut machen.
[33:37] Vielleicht schaust du heute in die Welt und sagst: Wir hätten schon so weit sein können, wir haben das verpasst und diese Gelegenheit verpasst als Adventvolk. Wir hätten schon so weit sein können und es geht scheinbar nur bergab. Aber Gott sagt: Ich will das, was verloren gegangen ist, das was kaputt gegangen ist, das was aufgegeben werden musste, das will ich euch wieder geben.
[33:55] Manchmal könnte man verzweifeln, aber wenn Joel 2, Vers 25 versteht, muss man nicht verzweifeln. Wenn wir nur zusammenkommen als Volk und uns gründlich bekehren, unsere Herzen zerreißen, dann wird uns Gott all das wiedergeben, wir werden überfließen vor Segnung. Was für eine Verheißung, was für eine frohe Botschaft für das Volk Gottes in unserer Zeit.
[34:17] Vers 26: "Und ihr sollt genug zu essen haben und satt werden und den Namen des Herrn, eures Gottes, loben, der wunderbar an euch gehandelt hat, und mein Volk soll nie mehr zu Schanden werden."
[34:27] Vers 27 heißt es: "Und ihr sollt erkennen, dass ich in Israels Mitte bin und dass ich der Herr, euer Gott, bin und keiner sonst." Eine Aussage, die auch in Jesaja 45 immer wieder wiederholt wird. "Und mein Volk soll nie mehr zu Schanden werden." Zweimal sagt er das, am Ende von Vers 26 und Vers 27. Mit anderen Worten, er möchte es betonen: Mein Volk soll nicht zu Schanden werden. Ja, wie wird man nicht zu Schanden? Schauen wir das ganz kurz an.
[34:51] In Römer 5, Vers 5, dort heißt es: "Die Hoffnung aber lässt nicht zu Schanden werden. Warum? Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, den Spätregen und den Frühregen, der uns gegeben worden ist." Gott weiß, dass, wenn wir unser Herz zerreißen, wenn wir zu ihm kommen gemeinsam, dann wird er den Heiligen Geist über uns ausgießen und er wird uns reich segnen und wir werden nicht zu Schanden werden. Wir werden mit ihm sein, er wird unser Gott sein und wir werden sein Volk sein, bis wir einmal mit ihm auf der neuen Erde sein werden, wo es heißt in Offenbarung 21, Vers 3: "Wir, das Zelt Gottes bei den Menschen."
[35:37] Und so wundervoll geht es gleich weiter. Das nächste Kapitel, Kapitel 3, so kurz wie es ist, beschreibt jetzt die Verheißung des Heiligen Geistes im Detail, was vorher noch unter dem Bild des Regens dargestellt worden ist, wird jetzt explizit, ganz deutlich ausgedrückt.
[35:51] Vers 1, Kapitel 3: "Und nach diesem wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgieße über alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Ältesten werden Träume haben, eure jungen Männer werden Gesichte sehen. Und auch über die Knechte, über die Mägde will ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen."
[36:07] Petrus nimmt das in der Apostelgeschichte 2 und sagt: "Es erfüllt sich zur Zeit von Pfingsten." Er sagt ganz deutlich, das, was sich zu Pfingsten ereignet hat, ihr könnt nachlesen in der Apostelgeschichte 2, Vers 16 bis 18, war eine Erfüllung von Joel. Aber dann, wenn wir weiterlesen in Joel, stellen wir fest, dass hier eine doppelte Erfüllung gemeint sein muss. Denn einige dieser Dinge, die Petrus auch zitiert, haben sich zur Zeit von Pfingsten nicht erfüllt, all die Zeichen am Himmel, die wir gleich anschauen werden.
[36:37] Und mit dem Verständnis von Joel 2, Vers 23, mit dem Frühregen und dem Spätregen verstehen wir, dass Joel 3, Vers 1 eine doppelte Erfüllung haben muss. Eine Frühregen-Erfüllung und eine Spätregen-Erfüllung. Und Pfingsten war die Frühregen-Erfüllung. Als der Heilige Geist herabkam, die Apostel in Sprachen reden, konnten einige von ihnen auch die prophetische Gabe, wie Paulus und auch wie Petrus, aber auch andere, wie zum Beispiel die vier Töchter des Philippus. Und so gibt es auch in der Endzeit die prophetische Gabe wieder.
[37:07] Offenbarung 12, Vers 17, Offenbarung 19, Vers 10 sagen: "Der Geist der Weissagung wird ein Kennzeichen dieser letzten Zeit sein." Und das ist hier schon vorhergesagt.
[37:19] Und dann, der Rest des Kapitels 3 beschäftigt sich, übrigens eine Sache noch ganz wichtig: Frühregen und Spätregen sind nicht nur kirchengeschichtlich Anfang und Ende der Christenheit, sondern sie sind auch etwas, was wir in unserem persönlichen Leben erleben können. Denn jeder Einzelne wird irgendwann mit dem Wort Gottes konfrontiert. Jeder Einzelne bekommt zum ersten Mal in seinem Leben den Samen ausgestreut. Und auch wir haben eine persönliche Frühregen-Erfahrung, eine persönliche Spätregen-Erfahrung.
[37:45] Der Frühregen ist das, woran wir uns hoffentlich alle erinnern können, wo der Heilige Geist uns ganz besonders nahe war, als er uns geführt hat, als wir uns bekehrt haben, als wir zum ersten Mal die Liebe Gottes verstanden haben, als wir anfingen zu wachsen. Und ja, der Heilige Geist ist immer bei uns, so wie es auch bei Joel immer wieder Regenschauer gab. Aber wir warten auf diese letzte Erfahrung, die Erfahrung des Spätregens, wo die Frucht zur Reife kommen kann. Die Frucht der Sprache 5, Vers 22 und 23. Darauf warten wir.
[38:17] Und diese gleiche starke Erfahrung, diese gleiche Veränderung, die wir erleben durften bei unserer Bekehrung, die dürfen wir dann auch erleben, wenn unser Charakter vervollkommnet wird in diesem Spätregen. Und das kann nur möglich sein, wenn wir vorher unser Herz zerreißen, wenn wir vorher den Herrn suchen mit ganzem Herzen und mit Klagen. Dann kann er uns segnen.
[38:43] Der Rest des Kapitels 3 wird beschrieben oder wird angefüllt mit Zeichen der Zeit. In Vers 3 heißt es: "Ich werde Zeichen geben am Himmel und auf Erden: Blut und Feuer und Rauch sollen." Und diese Zeichen der Zeit am Himmel, die werden schon in Lukas 21, Vers 11 angekündigt. Und insbesondere hier wollen wir den Schwerpunkt legen auf Vers 4. Dort heißt es: "Die Sonne soll verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut." Hier der große und schreckliche Tag des Herrn kommt. Und das ist ein sehr wichtiger Vers, denn er wird fast identisch aufgegriffen während des sechsten Siegels.
[39:17] Und das sechste Siegel ist eine wichtige zeitliche Einordnung, die uns hilft, auch dieses prophetische Wort hier genau festzumachen. Es handelt sich hier um die historische Erfüllung vom finsteren Tag, vom schwarzen Tag am 19. Mai 1780. Vorausgegangen war das große Erdbeben von Lissabon 1755 und etwas später dann der große Sternenfall von 1833. Aber hier Joel legt den Fokus auf diesen finsteren Tag von 1780 und nennt es als eines der entscheidenden Wegmarken auf dem Weg zur Wiederkunft.
[39:59] Das heißt in Vers 5 dann: "Und es wird geschehen, jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden. Denn auf dem Berg Zion wird und in Jerusalem wird Errettung sein, wie der Herr verheißen hat, und bei den Übriggebliebenen, der Herr ruft." Der Berg Zion ist ein wunderbares Symbol. Wir haben nicht die Zeit, es ausführlich anzuschauen, aber wenn ihr Jesaja 40 zum Beispiel Vers 9 bis 11 lest, werdet ihr feststellen, es ist ein Symbol für den lauten Ruf des ewigen Evangeliums, des wiederkommenden Jesus, der unser guter Hirte ist.
[40:27] Und Paulus macht ganz deutlich in Hebräer 12, Vers 22, dass wir in der christlichen Ära nicht mehr auf den buchstäblichen Berg Zion, sondern auf den himmlischen Berg Zion warten und darauf schauen. Und die Bibel sagt, dass wir im Namen des Herrn gerettet werden. Johannes 1, Vers 12 sagt: "Allen, die ihn annahmen, denen gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden, allen, die an seinen Namen glauben."
[40:51] Und in Offenbarung 14, Vers 1 ist es interessanterweise der Name Gottes, der als Siegel an der Stirn derjenigen zu finden ist, die auf dem Berg Zion stehen, auf diesem symbolischen Berg Zion, dieser lauten Verkündigung des Evangeliums. Und es heißt nicht nur, dass sie auf dem Berg Zion sind, sondern auch unter den Übriggebliebenen. Auch das ist ein wichtiges Thema. Wir haben einiges hier aufgeschrieben zu "Wer sind die Übrigen?".
[41:15] Im Kontext der Endzeit sind es definitiv die, nach Offenbarung 12, Vers 17, die die 10 Gebote halten des Gesetzes Gottes und die das Zeugnis Jesu haben, nach Offenbarung 19, Vers 10, den Geist der Weissagung. All das, was unsere teure Botschaft ist und Daniel Offenbarung, ist alles hier zusammengefasst im Buch Joel.
[41:37] Gott sagt also, nicht nur müssen wir das Evangelium annehmen, wir müssen auch Teil der Übrigen werden. Und die Übrigen sind übrigens die, die übrig bleiben, wenn der Rest abfällt. Und so finden wir auch, dass um 1844 ein Großteil der Christenheit die gegenwärtige prophetische Wahrheit abgelehnt hat, so wie ein Großteil des Volkes Israel zur Zeit Jesu die gegenwärtige prophetische Wahrheit abgelehnt hat und nur ein übriger Rest Israels zu Christen wurde. Und Paulus sagte darüber, 19 Vers 27, das ist genau die Bedeutung des Wortes "übrige".
[42:15] Und da könnte man mehr zu sagen machen, aber nicht, denn wir wollen noch einige Gedanken aufschreiben oder Gedanken äußern zu Joel 4, in dem gewaltigen Kapitel der Endzeitprophetie, das manchmal etwas vernachlässigt wird.
[42:31] Das heißt, in Joel 4, Vers 1: "Denn sie in jenen Tagen und zu jener Zeit wende ich das Geschick Judas und Jerusalems." Wende. Das Wort müsste eigentlich übersetzt werden: "Die Gefangenschaft-Wende." Wird verwendet in der Bibel immer wieder für buchstäbliche als auch für geistliche Gefangenschaft. Es ist der Zeitpunkt, wo Gott aufstehen wird, wo Michael aufstehen wird, um sein Volk zu holen.
[42:49] Denn da wird etwas passieren, das heißt in Vers 2: "Da werde ich alle Heidenvölker versammeln und sie ins Tal Josaphat hinabführen." Dieses Tal Josaphat ist sehr interessant. Es befand sich ganz in der Nähe vor der Stadt Jerusalem, ein Tal. Und das Bild ist, dass hier alle Heidenvölker zusammenkommen, um dann gegen Jerusalem zu kämpfen.
[43:09] Es ist etwas sehr Wichtiges zu verstehen bei dieser Prophezeiung, dass Gott ja ursprünglich vorhatte, dass das Volk Israel buchstäblich sich bekehrt, vollständig, buchstäblich den Messias annimmt und dann als das buchstäbliche Israel zum Träger des Evangeliums wird. Dann hätte es auch einen buchstäblichen Krieg um das buchstäbliche Jerusalem gegeben, mit buchstäblichen Armeen, die Jerusalem umzingelt hätten. Da aber das buchstäbliche Israel diese Bedingungen nicht erfüllt hat, die an das Evangelium geknüpft waren, wurde aus dem buchstäblichen Israel ein geistliches Israel, so wie Jesus in Matthäus 22 sagt. Und aus den buchstäblichen Prophezeiungen werden geistliche Prophezeiungen, aus dem buchstäblichen Kampf um das buchstäbliche Israel und Jerusalem wird ein geistlicher Kampf um das geistliche Jerusalem. Aus dem buchstäblichen Tal Josaphat wird ein geistliches Tal Josaphat.
[43:53] Das Wort Josaphat heißt: "Gott ist Richter, der Herr ist Richter." Und deswegen heißt es hier: "Sie ins Tal Josaphat hinabführen und ich werde dort mit ihnen ins Gericht gehen." Hebräisch: "Ich werde dort mit ihnen Safat von Josaphat durchführen."
[44:11] Und insofern ist das Tal Josaphat, wo alle Völker zusammenkommen werden, um dort von Gott gerichtet zu werden, eine direkte Parallele zur Schlacht von Harmagedon. Harmagedon, ein Bild von einem Berg, wo das geschieht. Tal Josaphat, ein gegensätzliches Bild, aber eigentlich das gleiche Ereignis, wo alle Heidenvölker versammeln werden im Krieg gegen Gott. Wer hätte das gedacht, dass Joel 4 von der Schlacht von Harmagedon spricht.
[44:39] Und Vers 3 bis 8 wird etwas beschrieben über das Verhalten der Heiden zuvor. Das könnt ihr euch gemeinsam anschauen, wenn wir jetzt nicht besprechen. Und dann ab Vers 9 wird dieser Krieg nochmal deutlich beschrieben. Das heißt, es ruft dies aus: "Und den Heidenvölkern: Rüstet euch zum heiligen Krieg." Eingeschrieben hat: "Heiligt einen Krieg." Und das ist eine Parallele zu Joel 1, Vers 14, wo es heißt: "Heiligt ein Fasten."
[45:07] "Weckt die Helden auf, alle Krieger sollen einrücken und hinaufziehen." Und ich denke, wir sind nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt, denn wir sagen, dass am Ende der Zeit es auch viele kriegerische Auseinandersetzungen geben wird. Und dass es nicht nur eine geistliche Anwendung hier haben wird. Die Bibel spricht von Kriegen und Kriegsgerüchten bis ans Ende der Zeit und von Blutvergießen und so weiter und so fort.
[45:29] Vers 10 heißt es: "Schmiedet eure Pflugscharen zu Schwertern um und eure Sicheln zu Spießen." Das ist eine unglaubliche Prophezeiung. Und es lohnt sich, das genau zu studieren, denn in Jesaja 2, Vers 4, schauen wir uns das ganz kurz an, gemeinsam, wird genau das Gegenteil gesagt.
[45:45] In Jesaja 2 finden wir auch den Berg Zion, finden wir auch eine Endzeitprophezeiung, aber mit einer umgekehrten Perspektive. In Jesaja 2, Vers 2 heißt es: "Ja, es wird geschehen, am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des Herrn fest gegründet stehen, das ist der Berg Zion, an der Spitze der Berge, und er wird erhaben sein über alle Höhen, und alle Heiden werden zu ihm strömen." Hier geht es darum, dass der laute Ruf des Evangeliums, Offenbarung 18, Vers 1, die ganze Erde erfassen wird und Menschen aus allen Nationen, Völkern, Stämmen und Sprachen, Offenbarung 14, Vers 6, zum Evangelium kommen werden.
[46:17] Vers 3: "Und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berg des Herrn, zum Haus des Gottes Jakobs, damit er uns belehrt über seine Wege und wir auf seinen Pfaden wandeln." Menschen aus allen Nationen, Völkern, Stämmen werden kommen und sagen: Wir wollen Gottes Wort hören, wir wollen sein Gesetz halten, wir wollen teilhaben an diesen Übrigen, wir wollen zu den Übrigen gehören. Wir wollen auf diesem Berg Zion stehen, wir wollen versiegelt sein mit den 144.000.
[46:41] Und dann heißt es in Vers 4: "Und er wird rechtsprechen zwischen den Heiden und viele Völker zurechtweisen." Das ist das Untersuchungsgericht, was hier beschrieben wird, so dass ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden werden und ihre Spieße zu Winzermessern. Sie machen genau das Gegenteil. Die Bibel spricht am Ende der Zeit um den Berg Zion von zwei Bewegungen. Es wird Heiden geben, die werden auf den Berg Zion zulaufen, um Teil des Berges Zion zu werden, um dort zu stehen, um Teil des Volkes Gottes zu werden. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen machen, sie werden den Krieg aufhören gegen Gott, sie werden Frieden schließen mit Gott. Römer 5, Vers 1: Sie werden in Frieden mit ihm leben und werden für Gott arbeiten.
[47:15] Und dann wird es eine andere Gruppe geben, die werden auch nach Jerusalem kommen, aber nicht um dort Teil zu werden von dem Volk der Übrigen, sondern um gegen es anzugehen, um es zu bekämpfen, um es zu bekriegen. Sie werden ihre Pflugscharen zu Schwertern machen. Genau das Gegenteil, unvereinbar. Zwei Gruppen, die nicht mehr miteinander vereinbart werden können. Sie werden sich völlig für den Krieg gegen Gott entscheiden. Sie werden sich in Harmagedon auf die Seite Satans schlagen, der diesen Krieg seit Jahrtausenden führt. Und sie werden ihre Pflugscharen zu Schwertern schmieden. Das ist die geistliche Bedeutung. Diese zwei Gruppen am Ende der Zeit und der Berg Zion als das entscheidende Punkt, an dem sich alles scheiden wird, die ganze Welt wird sich in zwei Gruppen spalten über dieses ewige Evangelium von Christus und seiner Gerechtigkeit und seinem Gesetz.
[48:07] Und dann heißt es in Vers 13: "Legt die Sichel an, denn die Ernte ist reif. Kommt und tretet, denn die Kelter ist voll, die Kufen fließen über, denn ihre Bosheit ist groß." Das wird ausführlich beschrieben in Offenbarung 14, Vers 14 bis 20. Das ist die Wiederkunft, wo Jesus kommt, um die Ernte einzufahren, aber wo gleichzeitig auch die Bösen geerntet werden mit der Traubenernte. Da könnt ihr nachlesen, wo das Blut bis an die Säume der Pferde geht. Eine ganz eindrucksvolle Beschreibung.
[48:39] Vers 14: "Scharen um Scharen treffen ein im Tal der Entscheidung. Gott wird dort das Urteil fällen über jeden einzelnen Menschen."
[48:51] Und es heißt in Vers 15 und 16: "Sonne und Mond kleiden sich in Trauer und die Sterne verlieren ihren Schein." Noch einmal wird es Himmelserscheinungen geben. Vers 16: "Und der Herr wird aus Zion brüllen." Das Wort Gott, das Amos 3, Vers 8. Die Prophetie wird sich erfüllen und vom Herrn Rosen her seine Stimme hören lassen, dass Himmel und Erde zittern. Und es wird natürlich auch eine buchstäbliche Stimme Gottes geben, ganz am Ende, wenn zwischen der fünften, sechsten und siebten Plage Gott sein Volk befreien wird.
[49:17] Aber der Herr ist eine Zuflucht für sein Volk, Psalm 91, Vers 1. Wenn wir bei ihm Zuflucht suchen, wenn wir uns bei ihm bergen unter seinen Fittichen, dann wird keine Plage, die die Heiden vernichten wird, an uns herankommen.
[49:31] Vers 17: "Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr, euer Gott, bin, der ich in Zion wohne, auf meinem heiligen Berg Jerusalem. Aber wird heilig sein und Fremde sollen es nicht mehr betreten." Die Bibel sagt in Offenbarung 21 und 22, dass kein Sünder, dass kein Lügner, kein Heuchler, kein Götzendiener mehr hineinkommen wird. Denn jeder, der die Sünde tut, der wird Gott fremd. Jesus sagte in Matthäus 7, Vers 23: "Ich kenne euch nicht, ihr Gesetzlosen, ihr Täter der Gesetzlosigkeit." Niemand, der in der Sünde festhält, wird auf dieser neuen Erde sein, die dann in Vers 18 bis 21 abschließend beschrieben wird.
[50:07] Und wie gesagt, es hätte sich buchstäblich erfüllen können auf dieser Erde. Und aus der ewigen Besiedlung Judas wäre dann die neue Erde schlussendlich hervorgegangen, das sagt Jesaja 65 und 66. Das ist nicht passiert, weil das Volk Israel diese Botschaft von Joel niemals angenommen hat. Werden wir sie annehmen, damit wir diese Verheißung empfangen können?
[50:27] Vers 18 sagt: "Zu jener Zeit wird es geschehen, dass die Berge von Most triefen und die Hügel von Milch überfließen werden. Alle Bäche Judas werden voll Wasser sein. Und aus dem Haus des Herrn wird eine Quelle hervorbrechen und das Tal Sichem bewässern." Wer diese Quelle besser studieren will, der sei auf Jesaja 47 verwiesen, wo die Quelle beschrieben wird, dieser Bach des Lebens, dieses Wasser des Lebens, das auch in Offenbarung 22 vorkommt.
[50:53] Vers 19: "Ägypten soll zur Wüste werden und Edom zu einer öden Steppe, wegen der Misshandlung der Kinder Judas." Ist es nicht interessant, dass während wir im Himmel sein werden, die Erde, dort wo die Sünder tot liegen werden, eine Wüste sein wird, ein Tohuwabohu, was schon in Offenbarung 20 beschreibt und auch in Jesaja 4, Verzeihung Jeremia 4, Vers 23 bis 26 beschrieben wird.
[51:13] Und dann heißt es: "Juda aber soll ewig bewohnt werden. Gott möchte uns ewiges Leben schenken und Jerusalem von Geschlecht zu Geschlecht." Und das Schönste von allen Versen steht ganz am Ende. Es heißt: "Und ich werde sie von ihrem Blut reinigen, von dem ich sie nicht gereinigt hatte. Und der Herr wird wohnen, bleiben in Zion." Gott sagt: Ich, wörtlich steht hier, ich will sie von der Strafe ausnehmen. Es ist das Blut des Lammes, das uns von der Strafe befreit. Jesus geht an uns vorüber, wird uns nicht strafen, sondern wird uns mit auf die neue Erde nehmen, wenn wir sein Blut annehmen.
[51:47] Deswegen heißt es in Offenbarung 7, Vers 14, und damit wollen wir es schließen. Als die Frage gestellt wird: Wer, warum dürfen die dort, die beschrieben sind, die auf dem Berg Zion gestanden haben, warum dürfen sie auf dieser neuen Erde sein? Dort heißt es in Vers 14: "Das sind die, welche aus der großen Drangsal kommen, aus dieser Zeit, die in Joel so