In diesem Video wird die Rolle des Kriegsdienstverweigerers Desmond Doss während der Schlacht um Guam im Zweiten Weltkrieg beleuchtet. Es wird geschildert, wie er trotz der Gefahren auf dem Schlachtfeld unermüdlich verwundete Soldaten rettete und dabei außergewöhnlichen Mut bewies. Die Beschreibung geht auch auf die brutale Kriegsführung der Japaner gegen Sanitäter ein und wie Doss und seine Kameraden sich trotz allem einen Ruf als tapfere Kämpfer erwarben.
Hacksaw Ridge: 4. In der Schwachheit vollkommen
Christopher Kramp · Hacksaw Ridge – Die Wahre Entscheidung ·Themen: Adventgeschichte, ZeugnisWeitere Aufnahmen
Serie: Hacksaw Ridge – Die Wahre Entscheidung
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Transkript
[0:28] Die Schlacht um 1944 sollte die allererste Bewährungsprobe für die 77. Infanteriedivision sein. Sie war Teil der Schlacht um die Marianeninseln, die bereits am 15. Juni begonnen hatte. Die USA hatten längst damit begonnen, nach und nach all die verlorenen gegangenen Territorien in Übersee wieder von den Japanern zurückzuerobern. Auch hier sollte bereits im Juni Arbeit werden, durch unerwartet großen Widerstand bei der Eroberung von Saipan wurde dieses Vorhaben jedoch um einige Wochen verzögert. Die Insel Guam, mit 48 Kilometer Länge und 14 Meilen Breite, ist die größte Insel der Marianen und war seit dem Spanisch-Amerikanischen Krieg von 1898 amerikanische Verwaltung gewesen. Kurz nach dem Angriff auf Pearl Harbor hatten die Japaner diese Insel erobert. Jetzt sollten die US-amerikanischen Streitkräfte den Gegenschlag ausführen, unter ihnen auch der unbewaffnete Kriegsdienstverweigerer Desmond Doss.
[1:51] Am 21. Juli begann um 7 Uhr morgens die Landung auf Guam. Nach vorbereitenden Luftangriffen, kurze Zeit später, griffen auch die Einheiten der 77. Division hier bei dieser Operation mit ins Geschehen ein und darunter auch Desmond Doss. Wegen der Korallenriffe vor dem Strand von Guam mussten die Soldaten das letzte große Stück durch das Wasser alleine waten. Schon in der Nacht hatte man einen zwei Kilometer tiefen Brückenkopf errichten können. Viel Widerstand der Japaner gab es zunächst nicht, aber aufgrund der schwierigen Lande-Situationen gab es große Nachschubprobleme. Eine Woche nach der Landung waren die Brückenköpfe vereinigt und schon einen Tag später war die Halbinsel Orote in US-Besitz. Die Japaner waren schwer angeschlagen, litten an Mangel an Verpflegung und Waffen und zogen sich in den Bergwald des Nordens zurück. Die 77. Infanteriedivision sollte jetzt auf der rechten Flanke in einer neuen Offensive angreifen. Immer wieder rannten sie auf die japanischen Linien zu, die nach und nach alle zusammenbrachen. Am 8. August wurde der Berg Santa Rosa von der 77. Division erobert und am 10. August war die ganze Insel in US-amerikanischer Hand. Freilich gab es immer noch japanische Soldaten, die sich im Dschungel versteckten. Der letzte wurde tatsächlich erst 1972 entdeckt.
[3:28] Immer wenn der Kampf vorbei war, wenn die Gefallenen auch im Schlachtfeld lagen und die Nacht hereinbrach, dann kam die Stunde von Desmond Doss. Mit einem Sanitätskasten, Cruz, über das Schlachtfeld, um nach verwundeten Soldaten Ausschau zu halten, zu retten. Er wurde gewarnt, dass in der Dämmerung, im Dunkel der Nacht, er für einen Feind gehalten werden könnte. Er könnte aus Versehen von einem eigenen Soldaten erschossen werden, doch das man kümmerte das nicht, als ein ganzes Leben war, Menschenleben zu retten. Einmal traf er solch einen verwundeten Soldaten, der so viel Blut im Gesicht hatte, dass er glaubte, blind zu sein. Dass man muss ihm das Gesicht aus und konnte den Anblick jenes Soldaten nicht mehr vergessen, der plötzlich realisierte, dass er gar nicht blind gewesen war. Viele Geschichten und später erzählt über seinen Heldenmut, den er dort auf dem Schlachtfeld von Guam zeigte.
[4:33] Wer meinte, dass Sanitäter vielleicht besonderen Schutz auf dem Schlachtfeld genießen würden, sah sich schnell getäuscht. Die japanischen Soldaten hatten die Anweisung erhalten, explizit und ausdrücklich mit Absicht auf Sanitäter zu schießen, die durch das rote Kreuz, sehr oft besonders gut gekennzeichnet waren. Damit sollte die Moral der restlichen US-Soldaten gebrochen werden. Als Sanitäter erlebte man also höchst gefährlich auf dem Schlachtfeld. Die Soldaten der 77. Division erwarben sich schon bald eine Reputation als besonders tapfer und hart kämpfend. Selbst die japanische Propaganda nannte sie die "Schlächter von Guam". Nur einer fehlte es vollkommen an Mut und Tapferkeit: Captain Cunningham, der das Leben von Desmond Doss doch so schwer gemacht hatte, rannte wie ein Feigling davon, als er die Japaner zu Gesicht bekam. So etwas hätte Desmond Doss nie getan. Auch er rannte aber nicht davon, sondern immer auf die Frontlinie zu. Er zeigte allergrößte Tapferkeit, selbst unter feindlichem Beschuss, um seine verwundeten und gefallenen Soldaten zu retten. Nach jedem Gefecht gab es irgendeine besondere Geschichte über diesen Kriegsdienstverweigerer. Jetzt wurde er sehr respektiert. Immer noch verweigert er ab und zu direkte Befehle, immer dann, wenn der Rückzug befohlen wurde. Vor jedem Gefecht betete er und schon bald schlossen sich viele Soldaten an. Viele waren davon überzeugt, dass seine Gegenwart etwas ganz Besonderes war.
[6:26] Aufgrund einer Planänderung sollte die Division von Desmond Doss als nächstes in die Schlacht um die Philippinen eingreifen, die wir bereits im vollen Gange als man auf der Insel Leyte landete und dort ein wenig weiteres Training bekam. Mit einer überraschenden Angriffslandung griffen die Einheiten der 77. Division am 6. Dezember aktiv in die Kämpfe um die Insel Leyte ein. Sie sollten an der Bucht nach Norden vorstoßen und am 10. Dezember gelang die Eroberung von Ormoc. Auch hier war das Land so tapfer, dass er zu seinem besonderen Mut den Bronze-Stern erhielt. Bis in die ersten Tage von 1945 verblieben die Soldaten auch auf Leyte und weitere Sicherungsaktionen durchzuführen. Desmond Doss war mittlerweile ein überaus anerkannter Sanitäter, doch niemand ahnte, was sich im nächsten Feldzug abspielen sollte.
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